Ausgabe 
19.12.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 298

Zweiter Blatt

165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Ertcheml Mßltch mit Au-nähme brt Sonn 21 gl.

Seneral-Anzeiger für Gberheffen

Tw nMt|mr faetUeeMttfr nxrtm dem .Mrungfr* «lennal rvödifnilttf) bei gelegt. da« Kxetehtett ftr Mw Kreil »letze," » e: .al wödwruhcfc. Tie .^«»»lrUchaftNcho Lett frefr," edcbetren monatlich zweunol.

Freitag, \\ vczembcr 19(5

Ä#ienoTt*6rud und Sktiag der t<r ii nl*ktini UntDftfiiät* Buck»- und Siemöruderet.

9L Bongt, ÄtffcfiL

Slebaftien, Ervedition und Tniderti: Sefcul»

Inner 7. <*ri'K>inon und t^rtnfl <- w M. Sebafnon:« e*: 12. IeL-2Ur_'?lnjeitjen»»ieBeiu

hefsifcht Zwcile Kämmet.

85 3ieunj

bs. T a r m ft a b t, IN Ttj

Ter ^räitbrnt fnbfrr fr Med um !O*} Uhr bic -,tzung *fdtrrun<Hiv!l)f dir drei Minister. ein ge Sinas» und Mi tftmairatr Tw feaus seid- in aut bOudH

®id> feiert m bte Tag«», tdnungNe nrnin<Ktx)dd.:r uder bic Tvn ft beiüg* der ctaut^beamifn, tl.'lfyiditUkbrrt und bereu feintf rHiebenc-t, io wir die Tf<funa*mii: . . .n<irirr!fn.

WM Tr Clan« nntl teilt gl? Sendit rftatter mit. bnfc brr Aman »auf idnift der "Sniidit gcrooen fti, b:< n*,rttfneKfn(r wfif|e dvrtd ein Mantelgefe- zu vertnnben Der Ausimuft bat tf»ba!b rmfhtntmg einem islcken Geietz luarüimmt Tiefc» Ok ,f6 bat zur F-»lg haft alle in der «irfanc enthaltenen Gefep^ iinammrn in Kraft zu treten bahnt. Tie Beft»mmuug über bos ?tnhahtreien de« i*kirer* muffe au» den ein. Inen ztzefetzen also eeiidwiben Ta Ne Abftimmung über da» (Wriefi. über d e -allen bet höheren schulen v^n bcfonbmr Sidmgfrtt ift, weil rtniae fernen bei einer ev Ablehnung dann inen die ganze tkxfole überhaupt friimnen werden, fo empfiehlt Tr Cfann, diele Ad ft immun« gleich nach dem liefe» über das NoHnungsgeld t*vr lunebrnrn

Tie Stätimmung über den Wodmingsgeldzukckuft ergibt rin frtmmiflf Annahme des Aullckunantragcs, d h alio bah da' Wohnung. Klb al» Veflandleil de» Mcbaltcs zu gelten dal Tv Anträge und Vonlellungen weicn ffinmbung in andere Ort? klaffen werden für erledigt erklärt.

3u dem (Hefe« über bte Kosten für die höheren schulen liegt eine mmcklieftung bei Ai»g Tr Stephan per, die rote folgt laute:

..Tie Kammer erkenn» die Richngkeit de» Grundsätze» an. baft bei her Bemeffuna der von den Städten zu den «öfter b<r höheren Schulen zu letftenden Beiträge die ton einzelnen Städten durch Stellung von Gebäuden, (Mflanöe oder durch Mimialbcträflt lut Erbauung non («vmnafialgebäuden aeletstete« 3ui(f)ftffe zu bnüdiiditigen find Sie erfudtt daher die iKroftd Rcglcrum. den Ständen eine tk*tlage zu machen bei .Inhalt», Daf; mit brm 3nfratrtreten de» (heiegr, über die Kosten der höheren Schulen die m Betracht kommenden Städte megen der tüt'" Ofhm- nafiett geleisteten Zuschüsse in engemetien entidiahrii-er Vene ent schädigt werden "

Staaterot S ü f f c r t sagt Berücksichtigung dieser Entschließung durch die Negierung zu

Tas Wefcn über die Kosten der böberen Schulen mit eine lebhafte Aussprache Hervor Adg feenrich 3. Vv beirünbct seinen oMfbnenher. Standpunkt und verweilt auf die tlerbaltniiic in Tainrftabt Abg Tr. Stephan -natl begründet noch einmal seine Entfcklictzung Jlbg Äoltl> an Ztr Z will feit, "eilen, daß die Regierung nch ausdrücklich bereit erfiart habe, bei Entichlienuiig Tr Stephan zu entiprcdien Man könne be-* halb wohl den Widerstand auigeben «ba ll I r i di Soz betont, bap die ablebnenbe fealtunn der Städte bah.-r komme, weil da? s?oin früher auch einer Medrdelastung der Vanbqrinnnben roib r fpiodKn hab- Ten Grundsatz der ^Icichberecktigung will ober der Bauernbund nicht gelten lassen, beim uyt ift er für ein** ^chi Haftung dcr Städte. Adg Tr Vebei Bbb bittet, daß man an diesem <4eiep nicht die ganze Vorlage scheitern lassen dürse Aba Bahr 'Bbd. i hebt d. roor. da« die kleineren Städte am empi'ndlichsten von diesem Ckieh betroffen ir< rben Dem neqenübn macht der Adg Morell Angenrod Bbd darauf aanneiksam, ban die kleinen Stabte früher t.i überhaupt nicht' lu .adlen gehabt hätten. Falle da» Meie« über die Kosten brr Lohnen schulen, fo werde der Bauernbund gegen bi* ganze Vorlage stimmen Seine Barto kötine nicht die feanb dazu bieten, daß bald eine neue Steuererböbung oorgenornmen werbe

Finanz,ninifto Tr Braun Venn hier der Versuch ge mach» wird, an der Deckung eine Mürmn-i vorzunebmen, so warne idi Sie ^juf» bnngcnbfte davor lleterfpannni Sie den Bogen nicht Sie stellen immer Forderungen, d,e die Au aebni erhöben, die Einnabm.u dage.,ni ivollen Sic verNeinern feier muft bodi einmal eine Mrenze gezog.n rennen. 3 m bitte iwchmal», lasten Sie es bei der Bereinbarung. wie zv>i iie setzt aetroHen baten und suchen Sie die Tecfunq nicht ronter zu verkürzen Es muft sonst dazu kommen, bah ba* »Manie fällt Beifall

Es wird bann ubrt die Eutfcklieyung abgeünumt, die gegen 2 Stimmen angeuommen roiro Ein Antrag feg,ick, der einen Zusatz bezüglich der Realschulen fordert, wird abgdehiu

Es erfolgt dann flbhimmuna über bao Weier, über die Kotten der höheren Schulen Wegen dieses Ersetz stimmen die Vertreter der Ködtischen Vadlkreise. Tas Gesetz wird somit mit Mehrheit angenommen

^«ch ein r Vanie wird über bi** Negierungivorlage, bett, die Eingabe eine» Tarlebn» oon einer Million Mark an die Jentrnl faffe der Heitischen landwirtschaftlichen ^.-nosfenschafien abg.üimmt

Es liegt hierin ein'Znit'ativautraa de» Abg Tr Weher vor. der die feingabe eine» Tarlebu» und die Eröffnung eine» Kredites fordert Armer sott ein Abkommen mit der Zentrolkafe gutgebeihen werden

Ter ?,inan.aui'chun beantragt daher Ablehnung der Rraie- rungsvorlage und Zummmung zu diesem Znitigtivantra.i Tav feaus stimm'. iu einem Antrag de» Ada Tr W,nkl> r natl . brr das Tatlebn bi» zn zwei Millionen Mark erhöhen will, wird gleich- falls lugritimmt

Ter Negierung Vorlage über die Beteiligung des Staates an dcr desiii'chen Vanbe>ouootbrknbanf wirb zugeüimmt

Tann wendet nch bas feau» wieder der weiteren Adftimmung über bie Beiotbungsvorlage zu. Tnt einzelnen Artikeln über bir N*..begeHalte wirb zugeftimmt

Eine längere Ausipiache mtwinnt nch darüber, ob dem Be folbungstarn tm ganzen zugeftimmt werden fall. Abg Tr. £ iann inatl bemerkt, da« dem Ton: nn. im ganzen luaeiiimmt werden «önne Abg uv Bbb bemerkt, baß er gegen den Tarif stimm-n «küsse, da er viele Härten enthalte Seine Aenderun isvorichl-ge haben kein (Hebör gefunden Ada Ulridi So; erklärt 'ur feine Partei, dan sie dem Tante zui'fimmen werde, wenn iie au± denken gegen einzelne Ponnonen bat:: Adg >? e n r i ck Bertsch: Bv i'chliefit sich an Tr Cfann mein nochmal» eorauf d.n, datz euch seine Bann Bedenken habe, da« sie ab.-r im .'ntereiif der ganzen Vorlage doch kSr ben Tan stimmen werd Abg T: V nkler >natl. >agt. bah der Tarn" istc Tendenz zu einer baldigen Aenderung in sich tragt Ada Aolthan Zentr erbebt gegen biefc B- merfung Widerspruch, damit sei da» S-gnal zu neuen Kämpfen gegeben

Nach weiterer Aussprache, die neues nicht bringt, beantrag: Lr Cfann namentliche Abstimmung

Diese ergibt Annahme de» Tari'^ gegen die Srimn :: der Abgi Dorsch Bdd Vup Bbd und Voll Stadecken Bbd

Zu dem z»e'>v über bic Aenderung der Schalt.- der Volks tdniUebier uiro. liegt eine Ent chlietzung r- ? Ac: £' nn± vor Mc die Berechtigung her Bolksschul'edrer auf @k:Zuteilung in ibrrn <Hfiamtbe<ua*-n mit den Mittleren Beamten ar -int. irtrnrr :?;rb die Regierung barm erfurbt. alsbald ein.- i: 'inr ar: r weite Regelung der Beiträge zu b.m * : so ten xr Sc

und zwar in dem Sinne, bas; eine e'.i i.-mcuic S.lgullasse ern * :<t wird, aus brr unr 1>a? .- und Sanb gleichmanrge Oxrjitc b< ;:b.t i .'rdcn,

$cn einzelnen Arukcln dieses Ges reutwurie: otrb zugenimmt.

Ter Wctjltetani wird in nammtlitber Abstimmung in der ^orm des AuSichuftantrages angenommen

Zu der Äegirrungtrorlaae über die Erhöhung der Zivillisle

berielluna der Regierunasvorlage «orbert

Staatsmin-üer Tr r E:: a l d bittet, ben Ausschutzantraa an- tunrhrnen fTem 8>aufe tfi eine .luslmclir ütrr die Crdensk.'tten da durch nicht vorenthalten, da ia im jährlichen Budget dieie ^rage

Nach einer AuSlprache wird der Antrag Reh mit 90 gegen 18 Stimmen abgelehnt

Tann wird der Initiativantrag über baö Mantelgesetz ohne

Tamit ift die ganze Vorlage erledigt, und der Präsident spricht ben Wunsch aus, datz sie zur Zufriedenheit unter den Beamten bei­tragen möge

Um 2 Uhr wird die Sitzung geschlossen

RachmitlagSfitzung.

Aut bet Tagesordnung steht als einziger Punkt der Antrag Kei Abo Tr Schmitt und (Venofkn betr die religiösen Crben und ^idensähnlichen Kongregationen.

Tiefer Antrag lautet.

die - ttammrr wolle beschlieften, an Wr Regierung da» Er­suchen zu riditen, den X?anbftänbrn eine l^esetzeSvorlag.' zu kommen zu lassen, durch welch :ie Giee^e vom 2» April 1875 und 1. Zuni 1895 die rriigiöien Crben und ordensähnlichen Äonnre mtionrn betr adg ändert werden und namentlich die idrocren Ansnadmen von dem stlrundiatz gleiches Recht für alle b iritigt oder doch insoweit gennlbcrl werden, dan den CrbenMeutcn eine freiere Tätigkeit in religiöser, caritatiocr und sozialer Richtung ermöglicht wird.

Ter Adg Reh ?V Vp als B nchten'tatter empfiehlt nach 'em Ansfchufsantrage dem feaufe bte Annahme beS Antrages,

:: izfte 11 er mit biefrm Anträge nur bezwecken, b-n re I giöien Uneben zu wahren Tie wefenNichen Wünsche der An- uagfleller könne nun wie folgt ziiiammenfassen:

1. bafc die männlichen frwfrnpflegenben Crben genau fo lrhandelt roerbeit, wie bie weiblichen Iranfenpflegenben Crben und 'aft neue 9?ieberlaifungen nicht mehr von dem Rachroeise ab- d ngiq gemacht werden, das, bic vorhandenen bürgerlichen Anstalten und Einnchtungen des fdrankendienstes nicht genügen

2. Taft bic Zulassung de> einen ober anberrn weiteren Crbtnö zum Zweck der AuShilfe in der Seclforge ermöglicht roitb Ter Kapuzinerorden sei nicht in ber Vage, für bie in Ausficht genommenen neuen Ricberlasfiingen in Mainz, Benshcm und Ch'mbadi n M. bie Veute zur P-riügung zu stellen Ter Re­glet ung soll ia das Reckt neroleibcu zu prüfen, welche Niedei- lai'fung und ivelcken Crben iie zulassen will

3. Taft auck die Sckweftern der ewigen Anbetung neue Mit­glieder aufnebmen büdeu.

Minister v feombergf: Tie Regierung ist bestrebt, die Be nimmungen des besetze» ton 187.5 nock Möglichkeit in ihren Wirkungen zu mildern Sie wird aber dabei grundsätzlich an dem Verbot bet Crben festhalten Wrnn jebod) nt derben fe.tufem be» Vanbtaget ein Ernverfrandnie nifr den ui ber Regierung^- antwort gezeichneten Richtlinien sich findet, so wird sie einen (6e- ictzentwurf einbringen.

Adg. Tr. Schmitt Zcntr. Wir hatten eigentlich den Wumck hegen müssen, das ganze Gesetz aufzuheben. Wir roaren i;n» aber klar, baft dabuick ein erheblicher Streit in diesem Vauie eingetreten worden wäre Darum treten wir nur für eine Milberung der Bestimmungen ein. Ter Zweck ist, bamit dem reh ewsen 7vrieben zu dienen Unsere ^vrberungen lind eigentlich nur geringfügig, aber praktuck doch auftcrorbentlith wertvoll Ter Redner gebt bann ausführlich auf Einzelheiten und auf Wünicke ein, bie er bereit» im Auefckun ausführlich norgr tränen Hai Zn-,besondere beziehen fick diese Wünsdie auf bic männlichen Krankenpflegeorben und auf die Zulassung einiger Secliorgcorben.

Abg Tr. Stephan natl weist zunächst einen Borwurf zurück, ben der Adg v Brentano am Schlüsse der heutigen Vermittagiitzung in einem Zuruf gegen ihn erhoben batte. Seine Partei übe keinen Verrat, und eine derartige Beleidigung müsse er ;urüdrocuen. Ter Ausdruck ..Verrat" wurde in bem Zu fammenbang gebraucht, als wolle bic nationalhberale Partei die Beratung über den Zentrumsantraa h,nausi'ckieben. Vas nun bie Sad»e_ selbst angebt, so handelt es fick um bas Verhältnis 'wnchen Staat und Kirche, da» durch Staatsgesetz geregelt werben mun Ter Staat bat da» Recht der Aufsicht über bic «irdie, da» nicht etwa burck Konkordat, .d H durch einen Vertrag uii'chen Staat nnb ttircke geregelt wirb, sondern ein eigenes Reckt der Staatshoheit ift. xanim minien wir verlangen, bar, die Regierung audi von biciem Reckte l*ebraudi mackt Männliche Krankenpflege kann nur in leltenen Hallen gugclafim werben Ter 'taat hat nickt für die Krankenpflege zu sorgen, denn es tonne der ,Tall nntreten, haft die Kranken fick lieber von solchen Veilten pflegen lassen, bie fick au« ethischen «Mrünbcn dieicm B. ruie gewidmet haben Tie tVragc der englpchen Fräulein inüi'c mehr durck cm Schulgesetz als durch ein Crbcnogeicb gcregei! irerden Vas die Vermehrung ber Seeliorgerarben angeht, io sieden wir auf bem Standpunkt, baft man hier ent bas Bebürinis nadmmen mime Zm Prmzip aber habe ick nickt« bargen ejniuroenben Wir verlangen auch kerne rigorose und schikanöse ^taatsauffick:.

.1l,g Adelung So» Ter Antrag will nicht eine Auf fr tung. wnbem eine Aenderung der Beftrmmungen Vir tteb-n grünt,ätzlick auf bem Standpunkt baft icbe Ausnahme- Irftimmuna verwerflich »ft Wir teilen mdn die fluficuuna des flba. Tr Stephan, t-aft bie weltliche Tätigkeit her i^iülicken ta-u diene, den reltgiöien Uneben u iörbrm. Tic Trümmer au» f'r «wlturfamr.eit muffen beseitigt werden Tie unbegrenzte

'glucken ^raukin? bedeutet einen lfmar:' S.munamduL Tir .Zwangserziehung iN Aufgabe be- Staales. bic er nicht einfach ben Piivaten überlassen darf Venn die £vrcm vorn Zentrum bi er Toleranz sordorn, io muffen he ba?fdbc auck in anderen Fällen gelten lafier

*<;:mnn v feombergf: Es bandelt nck bei den englischen kraulens um Un; atanftalten. wie iie zugelahen iinb nach Ar- titfl des Bolk.'ckulgNetzes.

Äbg v. Brentano Ztr bemerkt zunochn, »oft rr durch ben Ausdruck ..Verrat n,ckt habe beleidigen wollen. Venn ndt tic »errew beletbut rübften. io nähme er den Ausdruck Zurück Bedenken aber müsse man, baft ber Antrag bereits vor zwei fahren cingfbtadjt wurde. Tas Zentrum habe schon viel Ok­tal b gezeigt. Jetzt endlich wolic man die Sacke erledigt wiiien Das A und C des Antrages fei. die irörfrening be» religiösen in teben».

-.er Antrag wird bei der Abstimmung cutfhmmig angc- ticmntra.

Tu Sitzung icklietzt um 5* . Uhr

Zrrtsetzung morgen 10 Uhr

rfc JitjJ.il. l« Sei. Sie J»eite »emmer. bie morgni nack bei Wehuunj einer Anzahl kleinerer ^ ^runa« gegenitende ihre Verhandlungen vor Veibnacktm 'cdl'eftr. .-^rd dencm Vernehmen nack bereit» nm die Mitte Januar roteocr u einer Tagung cinberufcn 'rwrdeu.

Oericht>f 3äL

Zur feaftpflichl de.- feiusl'efitzers für Baufchüden

Muft ber fe au » bei16c r bic "x a i (ab< feines ©tunbÄüelmitbcm a c r n i o b r na ck etwaigen R i f * c n a blutten l offen? An: 2. Ma> ItiOB lofte fick an einem vauir an ber Kramerft ras fit feannoper vom Balkon des

gegen die Eigentümer n . i runbuüdä, die fea n n o p crf®e Immobiliengeiellftbaft Klage aui Ersatz bei- ihm bi»- b-r ezmianbenai Sdiobcn» non über IUXI k erhoben inbem Sorgfalt ckt bei der

habe. dem von ihr mit her Instandhaltung be» feauses beauf­lagten Aickitckien S hätte si b*ionbcrcJUiroeifimgen über feine Pfl.ickt zur Untersuchung . » feause» erteilen muffen; wenn ber Rift von ber Strafte au» mit bie in Auge nickt ui erkennen ge n efnt sei, so hätte iidi S. eine» Fernrohres »um Absucken des feause» bebicneu müssen, wie die» bei der Untersuchung von Blitzableitern ublidi sei

Vom ^anbgrnckt fe a n n o v e r itt die BcNagtc »um Schadens­ersatz verurteilt worden Tas Cbcrlanbe»gcrid:t tt e 11 e dagegen tat bic Klage abgeroiefen und aui bic Widerklage ber ^'eklagtcn feftgcftellt, baft dem Kläger rin Svadensersatz- aniprud) gegen iie au» dem llniall nicht luttebt Zur Bc- fiiünbung führt das Cbcrlantieogcndu aus Tie Beklagte Hai den '.ft ach weis erbracht, oaft fie bei ber Unterhaltung des Grundstück» die im Verkehr crwrbcrlicke Sorgfalt brnbaditn bat Tic Beklagte ift eine feanbclogcfcllidjah. ihre Bornanbcmitiliebcr sind nicht bauiachi'krttändip Sic genügte bcöbalb ihrer Pflicht, wenn he die ZilstanddUtung ihrer önmbftüdc bem Architelkcn S , nnem zu- verläffiqcn Mann, der schon sieden Jahre bei ibt tätig war, übrriiug Taft die BcNagtc dem S. noch befonbrrr Anw.'isungen Darüber erteilen mufttc, in rocidicr Wetse er bao feau» zu unter­suchen habe, war Nicht erforberlid). S. hat auch seine Pflicht rnüllt Ginc gründliche Umersuchung des feauses alle acht bi» zehn Zähre ist tm allgemeinen al» ausreicheno anzusehen Ta» ist im ODiliegentcn Falle geschehen: bas feau» ist int Zähre 1902 an- läftlith eine» Rcuansindws^grünblid unterfud t roorDcn Allerdings war c» criorberlidj, baft S. außerdem alhahrlicb einmal von der Strafte au» die Fassade daraufhin untersuchte, ob Risse unh Sprünge vorhanden waren. AVer auck» da» hat S getan E» ift erwiesen, da ft bei der letzten llnteriudiuiig grobe Mängel im Putz nickt vorhanden waren. Taft S. nut rem Fernrohr, wie e» bet der Prüfung von Blitzableitern Üblich ift, o,e Fassade untersuchte, ist nicht zu verlangen. Es route nur starke Ucberfronnung der im Verkehr erforderlichen Sorgfaltopilickt br» fea. sbe,,zier», zu her langen, baft er alliabrlut ein (*krüü um bas feau» auffteflen lassen mühe, um zn untersuchen, ob etwaige feine, non unten au» mckt erkennbare Risse vorhanden find

Ta» R e , ck » g e r, ch t hat diese» Urteil des Cderlan dcSgcrickts bestätigt und tue Revision dc» Kläger» zuruckgeroiesen

e

(Micftcn, 19. Tez. Zu unserem Bcrickk über da» letzte Schöffengericht schreibt uns feerr feeinrich Roll: Ta brr in ber geftrinrn '.ftummer desOHeftener Anzeigers" über bic Schöffen geridnsntzung vom 16. Tezcmber enthaltene Bericht ioroeit bie Klage des Vrbrero Kl. gegen den Unterzeichneten iu Frage kommt geeignet ift, bei benr Publikum ein ganz falsche» BUd zu erwecken, stelle ich seit, baft mir ber Vahrbeitsbewei» für bie von mir aufgestellten Behauptungen gelungen ist und baft lediglich Verurteilung wegen formaler Beleidigung er folgte.

ro fea m bürg, IX Tcz Tie Straffammer des Hamburger Landgericht» verurteilte ben verantwortlich«n Redakteur Peter ,ohn vomfeamburger Echo' ,ocgcn Beleidigung des Krieg» gcrichts der zweiten Martneinipekkion in Vilhelmshaven und wegen Beleidigung sämtlicher C f i i 11 < r c und U n tcroff t tierc ber deutschen Armee, begangen durch »wei einzelne selbständige Artilel, »u insgesamt 140') Mk Geld- Itraic oder 140 Tagen Gcfängn,» Ein Artikel beschäftigte sich mit .-inern kriegsgerichtlichen Urteil und behauptet, ban Dir Anklage "'reckt konstruiert jnveirn fei. Ter andere Arnkcl, in loeichem von Tcutickland« -chande, feenfrrn, Sdnnerrbicnftni. betreuten scktnber kn eckten uiro. gesprochen war. ift aiiläfilicfj ber Wehruvrlage geschrieben worben. Im zweiten Falle fteUtc der >iricg»minifter ctrajanua^

Wicfeeucr Strafkammer.

)( <». leben, 16. Tezembee.

Unter 91 u<f<6lu 6 der Ceffeutlickkeit

wurde gegen ben Betonarbeitee R. R. von Nlopfcken verbandelt, der 'ick tm Cftober o Z. hier an einem thenährincn lftahrt)en oet- aannen batte. 6f.a«e: 6 Monate «e*än-ani» abzüglich 1 Monat Uiiterfuchungsl-.a't.

Erneute fe a u p t o c r ft a n b I n n g

fanb i i der r trnffadie aeg*n den ree,<heruiiaSagei>ten (M. Sch 'lall, der im iftar# ds I». von Der Gtraifammer iveaen Betruae» im wiederholten Ruckialle mit 8 Monaie.i »efammi» deürall worden war. Ecb. hatte einer Reibe kleiner Leide, rammtllfe Urbeiiern, bet ihrer Au'naftrne in eine Rranfenoerhdifiuna «gliche Angaben ae,nackt und hierdurch tt? Leute getä.dckt unb gelckooiat. ®e.,eit diele» Urtel oerfol'te her Angeklagte Aeoisio,,. Ta» tte.ch». geeicht öerroif» die Sache zur erneuten 'l«erbanNung und Ent scheidlmq an die Stra fammer zurück. Tief« kam au« 6 runb bet beult en feaiipiuerhniölung yi dem Erkenitt. is, datz bet ilnacflaalc fr cizufp rechen lei

ll n 3 f e R ii n g der l« e r b a n b I u n g edel.ue ui -r ettatia e gegen beu yarferiiuiuer L. SL bähtet Dem jur 2a«t gelegt Zrd. einen ftrfeflc zn einer Zett belcbäfflai (U babtr, zu der eine Belchättignng nickt i ife f!att«inDen düiken ras ckenckt be-chloft. zwecks ror.lerer Aulllänmg bet Rechtsfrage hie Verhandlung aid ben 6. Februar 1314 ju vertagen.

Schwerer Tiedltahl.

c-ki -^"ck^Easnb-usarleiier V. Sch. w Alten-Bufeck batte im Si. L . vemder oj. Is. de n crfmeitermetlter 9L L. m

Älten.Bitteck, in Dehrn Vnu4 <r au« Ift'-eie loohnte, aui emero m0lten echli.üel geöffnet batte

Mn" 1' -al,e .!<orta{- <Mou1ll<* unter Anrechnung

von 1 onat UnterLitfennqSbaft. B

Was schenke ich noch?

(Hne von Künftlerhand entworfene, itt imit. Altsilber gepr?-^te Weihnachtsdofe, ge­füllt mit Kcssee Hag, dein coffeinfreien Bohnrnkauee. Erhältlich in besseren Tro« gerien, Kolonialwaren, nud Telikatefsen- (Seschoften. Preis Mart 2. und 2.50

S.5^-H«rdete.Arrie»gefelllchaft, Breme».