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28.6.1913 Erstes Blatt
 
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6 »arm. zunächst nach bls 429 nachm. verweilt - Anläßlich der Hundert- Oren am 7. Juli je ein H nach Wiesbaden. Der ' ber andere Gießen an

wurde das zur Keßler« nebst Bureaugebäude zum Sahnassistent Vomend in

-Stiftung da hessisch», irmjtabt ihr bOjährige; 2801 Mitglieder mit einer versicherten Sterbegelder be- etzten Jahres traten 79 na- ' starben : an ihre Angehöii- ausbezahlt. Tie Sterbelnh? >880 Ml, die mit ihr vn> uhltc an tzinterbliebenc ver- 31 All. Tie Kasse Hal ein t einigen Jahren bestehen?!

an 40 ciniährig-srciinillin ron 16350 Ml. ausgrgelm ich von 21000 Mk.

eres Klavierspiel be§ im Lause deS Jahres ihren ibt, vor geladenem Pull hatte am 27. im Sali

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i)bn, Reger, alle Darbietungen flN<n »isvollc AuSsüM -tceichinstruinente rnriMn, Jute-; fie et (SBioIinf. 1'1®-* ,15 Lthck»- W Sp«hr (W J 6m, II»» P«r Soff»"."1'

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gewesen unb wirkte allem in Petterweil 50 Jahre. Er ist in fiirdp br-mb°-i> gcborm, besucht- das L-hrcrs-mmar Fried-'

berg unb trat 1841) m ben Schuldienst

r. Bad-Nauheim, 27. Juni. TaS gestrige K ün st ler- Konzert unter Mitwirkung bc§ Kammervirtuosen Wilk) Backhaus stand unter einem sehr günstigen Stern. Der Besuch war sehr gut und der ausgezeichnete Künstler erntete für seine Vorträge darunter das Chopinsche Klavierkonzert Nr. 3 reichen Beifall, der ihn immer wieder an die Naiupe rief. Zwei Neuheiten, eine Orchestersuite Elegie und Thema und Variationen von Tschaikowsky und Ballet Egyptien von Luigini fanden freundliche Aufnahme. Die Suite ist bis kurz vor dem mit starken Effekten gearbeiteten Schluß sehr melodiös und stimmungsvoll gehalten und zeichnet sich durch weiche Harmonie aus. Das Ballet von Luigini ist eine harmlose leichte Unterhaltungsmusik, die sich nicht über die zahlreichen Kompositionen ähnlicher Richtung erhebt.

7. Juli fest für

Wetzlar, 27. Juni. Die goldene Jubelfeier der freiwilligen Feuerwehr findet am 5., 6. und statt. Mit der Jubelfeier ist auch das Kreisfeuerwehr- den Kreis Wetzlar verbunden.

rn. Dab - NauYeirn, 28. Juni. Der hiesige Geflügel- Händler Hemrich Waag ist: seit mehreren Wochen verschwun­den, ohne bis jetzt ein Lebenszeichen von sich gegeben zu haben.

= Bad-Nauheim, 27. Juni. Bis zum 26. Juni sind 16 4 8 8 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6647 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 26. Juni 191 945 abgegeben.

'm. Butzbach, 28. Juni. Das altbekannte Gasthaus Kalbfleisch an der Eisenbahn, das erst kürzlich von dem Schuhfabrikanten Rumpf dahier für 45 OOO Mk. im Zwangs­wege erworben wurde, ist jetzt nach Abtrennung des großen Ost- und Ziergartens zum selben Preise an einen auswär­tigen Gastwirt verkauft wordern

m. Steinfurth, 28. Juni Das neue Postge- bäude nm der Eisenbahn nmrde heute seiner Bestimmung offne jede weitere Feierlichkeit übergeben. Es ist ein ge­fälliger, praktischer Bau des Bauurlterrnehmers Hengst, der ihn nach ben Angaben der Postbehörde erbaute und das Anlagekapital von dem Postfiskus verzinst erhält. .

in. Wisselsheim, 28. Juni. Seit einigen Tagen wirb der Spediteur Heinrich Eichenauer von hier vermißt. Man befürchtet, baß derselbe sich ein Leid angetan hat, da er in einem hinterlassenen Briefe an seine Familie mttteflte, daß«, wenn der Brief geöffnet sei, er nicht mehr am Leben wäre. Eichenauer, ein braver, solider Mann, war ca. 23 Jahre als Geschäftsführer bei der Speditions­firma Meier in Bäd-Nmcheim tätig und machte sich ver gangenes Jahr selbständig.

M. O b e r - M ö r l e n , 28. Juni. Unsere in der ganzen Gegenb bekannte Zrirchweihe sindet am nächsten Sonntag und Montag statt.

-h. Oberwöllstadt, 27. Juni. Die hiesige katho­lische Gemeinde baut ein Schwesternhaus, das der Kranken­pflege, einer Kleinkinderschule und euer Halrishaltungs- fdrille ein Heim bieten soll. Zum Herbst nrirb das Haus bezugs fähig.

h. Ober-Rosbach, 27. Juni. Eine .Konseren; der hessischen Berg Werks-Betriebsleiter beschäftigte sich eingehend mit der Ursache der hiesigen Bergwerkskatastrophe. Bergrat K ö brich gab bekannt, das; als Urheber des Unfalls eine Vergiftung durch K o h l e n o x v d g a s e festgestellt worden ist. Die Gase haben sich aller Wahrscheinlichkeit nach beim Ver­brennen von Holzspänen entwickelt, und zwar in solchen Mengen, daß die Bergleute ihnen in kurzer Zeit erlagen. DaS Holz ist wahrscheinlich zur Verstärkung des unterirdischen Luftzuges ent­zündet worden, vermutlich geschah es aber nicht ordnungsmäßig und mußte darum zur Katastrophe fuhren. Um ähnlichen Un­fällen vorzubeugen, beschloß man, einen Beamten zum Studium der Sauerstoffapparate nach Herne zu senden und dann gegebenen­falls eine Anzahl derartiger Apparate für die hessischen Gruben zu beschaffen.

Kreis Wetzlar.

Hessen-Nassau.

Die Wafferversorgung des Feldberges.

h. Konigst ein, 27. Juni. Tas vom TaunuSklub gebaute Wasserwerk Felbberg wurde dieser Tage von der Bauabteilung deS Klubs abgenommen und eingewciht. DaS Wasser wird in dem Quellgebiet des Weilbaches am Nordabhang deS großen FeldbergeS in der Nähe deS Römer- kastellS gefaßt und durch ein eleltro-automatisches Pumpwerk auf den Gipfel gehoben.

= Gladenbach, 27. Juni. Pfarrer H. Prem er ist zum KrciSschuliuspektor in Bohwiutel (Rheinland) ernannt worden. . .. . .

b. Bieden kopf, 27. Juni. Unter dem Dorsch des Landrates Dr. Daniels fand eine Sitzung des Kreisaus­schusses für Jugendpflege statt. 50 Vereine und 20 Orts­ausschüsse gehören dem Kreisverband an. Unter Leitung der Kreishaushaltungslehrerin Hertz soll auch die weibliche Jugendpflege betrieben werden. .

X. Gelnhausen, 27. Juni. In der, im Besch der Akt.-Ges. Krupp in Essen befindlichen, Eisenerzgrube zu

Bieber bei Orb sind der Monteur Hornung und der Berg­mann Krebs durch dlusströmeu giftiger Gase betäubt ivorden. Währenb es gelang, ben Hornung wieder ins Be­wußtsein zurückzurufen, ist Krebs leider gestorben.

.. X. Wächtersbach,. 27. Juni. Der Fürst zu Mnburg- P'idingen-Dächtersbach trat im sog. Pfarrgarten eine neu zeitlich eingerichtete K l e i n k i n b crb c wah r a n sta 1 t mit Schwesternstation erbauen lassen, die beute cingeweiht wurde. Pfarrer Dörner hielt die Weiherebe.

X. Hanau, 27. Juni Die Stadtverordneten haben in ihrer nichtöffentlichen Sitzung die lebenslängliche Anstellung der Betriebsbeamten unb Bedien steten der städ­tischen gewerblichen Betriebe nach zelmjähriger Dienstzeit beschlossen.

h. Königstein, 27. Juni. Der Streit um die Scchs- hundertjah'r feier ber Stabt will nicht zur Ruhe kommen. Rach wie vor stehen sich beide Lager mit großer Hartnäckigkeit gegenüber. Währenb bic eine Partei behauptet, Königstein habe bereits lange vor 1313 Stadtrechte erhalten, steht die andere aus dem Standpunkt, Königstein habe in diesem Jahr zweifellos das Recht, sein 600jähriges Stadtjubiläum zu feiern. Trou der nn- iid'frenhistorischen Lage" gewinnt jetzt eine Bewegung die Ober Hand, die noch in diesem Jahre das Jubiläum feiern will, weil eben um jeden Preis gefeiert werden muß.

h Zcilshcim, 27. Juni Die Höchster Farbwerke lassen gegenwärtig am Südende des Ortes etwa 4 0 A r b e i t e r Wohn­häuser anssühren. Die verschiedenartigen Häuser liegen in­mitten ausget'ehnter Gartenanlagen.

h. Bad-Homburg v. b. H., 27. Juli. Die Kaiserin trifft bereits am Samstag, ber">. Juli, zu ihrem auf sieben Docken bemessenen Kuraufenthalt hier ein.

h. Frankfurt o. M., 27. Juni. Die Krankenpflegerin Wilhelmine Seeger auS Wed wurde gestern nach wochen- lang verübten Schwindeleien hier auf frischer Tat ertappt und verhaftet.

fo. Wiesbaden, 27. Juni. In der heutigen gemein- schaftlichen Sitzung der Stadtverordneten und der unbesoldeten Magiflratsmitgliebcr wurde der seitherige dritte Beigeordnete Friedrich Travers von Wiesbaden mit 32 Stimmen zum B ürg ernt c ift er gewählt.

Der Svionageprozeß Köhler.

Leipzig, 27. Juni. Jn dem Svionageprozeß gegen den Zeichnerlehrling Köhler ans Essen a. b. R mürbe heute nachmittag das Urteil gefällt. Ter Angeklagte wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, toovon zwei Monate der Untersuchungshaft angerechnet werden. Der Angeklagte, der bei der Firma SV r u p p mit dem Kopieren von Zeichnungen beschäftigt ist, eignete sich fünf Zeichnungen an und bot sie Frankreich, (rng« land, Rußland unb Oesterreich zum Barkauf au in der Annahme, daß sie geheim zu hallende Konstruktionen enthielten. Köhler erhielt nur von Frankreich für zwei solche Zeichnungen zusammcar 70 Mark. Nur zwei von den elf Zeichnungen waren geheim zu halten, während der Angeklagte der Meinung jvar, daß alle entwendeten Zeichnungen geheim zu haltende Konstruktionen ans- tviesen. Mit Rücksicht, daß bei- Angeklagte in guten Verhältnissen lebte und über bic Tat keine Reue zeigte, wurden mildernde Um­stände versagt.

Vermischtes»

* Ihre vier Kinder ertränkt. Jn Franken bei Sinzig ertränkte vermutlich in einem Anfall von Geistesstörung die Lehrerswitwe Pertzbem ihre vier Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren in einer Wascl'oütte. Hieraus entfernte sich bic Frau. Sie rniirbc später bei ihren Eltern gesunden.

* Hitze in 'Spanien. In Mabrib unb fast in ganz Spanien Verrfrfjt seit Wochen eine u n g ( a u 611 d) e H i tz c. Hitz schlage unb Wa hu s inn s an fälle sind häufig, es ereignen sich viele Selb ft morde unb blutige Schlägereien. Ein Mann, ber heiraten wollte, erkletterte plötzlich eine Tele- phcmsttmge, befestigte ein Seil mit einer Schlinge baran, steckte ben Kopf hinein unb ließ sich herunterfallen. Die .Hochzeitsgäfte sanden bic Leiche vor. Ein Stubent brang mit einem Dolch in ein Krankenhaus ein, ein krankes Mabck)en starb insolgebessen vor Schreck.

* Eine 76 Jahre alte Witwe würbe in G n e s e n ermorbet in ihrem Bett ausgefunden. Als Mörderin wurde die 60 jährige Außvarrfrau verhaftet, welche in Erfahrung gebracht hat, daß die Ermordete mehrere hundert Mark im Besitz hatte. Es ging ein heftiger Kampf voraus; der Tod trat durch Ersticken ein.

Cnigesan-t.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Anfrage an die Milch Händler.

Warum siird Sie bis heute mit den Milchpreisen nicht her^ untergegangen, während die Milchproduzenten Ihnen die Preise schon längst erheblich ermäßigt baden?___________________________

Wetteraussichten in Hessen kür Sonntag, den 29. Juni 1913: Bewölkung und Niederschläge abnehmend, etwas wärmer.

Geschäftliches.

Erfolge der hessischen Industrie. Im Rennen uni den Großen Preis von Spanien Ulasse 2 wurde R o m a u Plauzano a»ü Lpel Erster und erhielt zuden» als kleinster Wagen den Pokal von Madrid. In der Sternfahrt deS hannoverschen 'Automobilklubs erhielt Jiwemenr Paul de Br u y n ebenfalls auf Opel-Tourenwagen ohne Strafpunkt den 1. Preis.________________

Letzte Nachrichten.

Vertagung k»es Reichstags.

Berlin, 28. Juni. Der Reichstag wirb nach Deen- bigung seiner Beratungen bis 51011 20. November vertagt.

Die gestrichenen drei Kavallrric-Regi- meuter.

Berlin, 28. Juni. DioLossischc Zeitung" sckncibt: Von ber Regierung wird alles versucht, die Bewilligung ber drei gestrichenen Kavallerie-Regimenter burchzusctzen Der- baperisckic Militärbevollmächtiigte be­müht sich, bic bd)crud)cn Zentrumsabgeordneten, Gene­ral Wachs, mehrere Fortschrittler umzuftniimen. Auch bei dem gestrigen Diner bei dem Reichskanzler dürften derartige Bersuche unternommen worden sein.

Rumänien mobilisiert!

Wien, 28. Jmii. Nach Mcldiungen auS Bukarest be­findet sich ganz Rumänien seit 24 Stunden in der grüßten Aufregung. Nach Informationen der rumänischen Regienmg soll die Ursackw der Verschlech­terung der Ballanlagc darin liegen, daß Bulgarien in einer Note an Rußland erhärt, den Schiedsspruch nur anzunehrnen, wenn Rußland sich verpflichte, ihn binnen acht Tagen zu fällen. In ber energischen Ant­wortnote von Petersburg soll der Verzicht b e s Zaren auf das S ch i e d s r i ch t e r a m t mitgcteilt wor­den sein. Der Zar könne leine Verpflichtrmg auf die an­gegebene Frist nehmen. Attch nach üenntuisnälstne dieses Notenwechsels sandte Rumänien eine Note an Bulgarien, worin abermals b e ft i 111 in t c ft e r 11 ä r t wird, R u m ä - nien werde beim Ausbruch des Krieges sei ne Passivität verlassen. Die Mobilisierungs- Vorbereitungen werden jeszt fieberhaft betrie­ben. Die Aufnahme von Warentransporten auf den rumä­nischen Eisenbahnen wurde auf unbestimmte Zeit suspen­diert. Es wird vor allem die Mlobllifierung des ersten, dritten unb fünften Armee-Korps geplant. Kronprinz Ferbi- nenb wirb fid) bemnächst zur Truppeuinfpizierung nach der Dobrubscha begeben. Der serbische Gesmidte in Bukarest bot Rumänien ein Bündnis an unter Garantie Rußlands, aber das Kabinett Majoreseu lehnte ab.

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Gras Zeppelin.

Berlin, 28. Juni. Graf Zeppelin vollendet am 8. Juli sein 73. Lebens fahr Man hofft, daß an diesem Tage das 20. Zeppelin-Luftschiff seine erste Fahrt antritt.

Ei u Au 10 u n fa11.

Wien, 28. Juni. Auf dem Semmering stieß gestern bas Automobil bes Delikatesseuhäudlers Wetzel, ber mit einem Freunbe fuhr, mit einem A u 10 zusammen, besscn In­sassen ber Berliner Privatier. B r ii a g e in a n u unb bessen Frau waren; bic letztere würbe schwer verletzt.

Grubenunglück.

Vacha, 28. Juni. Auf ber Gelverkschaft Buttlar ereignete sich burch ben Br uch einer Sck)webebühne ein schwerer Unfall, bei bem sechs Arbeiter getötet, zwei schwer unb Awei leicht verletzt würben.

Ans der Geschichte eines Wr.nderbaumcs. AIS die Jesuiten au Beaimi des 16. Jahrhunderts nach dem neu entdeckten Süd" Amerika kamen, taten idion ihre ersten Berichte einer Pflanze Erwähnung, deren Blätter die Eingeborenen auf ihren Nomaden ziigeu zu tauen pflegten, um sich bei Straften zu erhalten. Autoren deo IS. Jahrhunderte, berichten von periodischen Ausflügen, auf denen die Niuder der Wildnis grabe wie wir Kulturmenschen Bäder und .veilgueOcn gewisse Waldungen autsuchtew um durch den Gennn eines Tees, den fie ans den blättern und Schößlingen eines dort vvrkommenden Baumes bcrfteOtcn, ibre Krankheiten zu bekämpfen und verlorene Kräfte iviederzuaewinnen. Jn neuerer Zeit endlich haben Hunderte von Reisenden, die Südamerika be> suchten, nachdrücklich darauf hingewiescn, daß die so oft geradezu sabelhaste Widerstandsfähigkeit gegen Anstrengungen und Entbeh­rungen, die trotz ungeeigneter Lebensweise lreiner Fleischdiat!! bc sonders bei den reitenden Hirten der Eamvos und Pampas auftällt, in ursächlichem Zusammenhang mit der Tatsache stünde, bah diese Leute statt des Alkohols bedeutende O-nanten eines Tees geniesten, welcher in einem Beutelchen am Gürtel getragen zu ihrer Ausrüstung gehört. Heute iviffen wir, bau eS sich bei all diesen Berichten um den nämlichen Bauin die Ilex paraguayensis und um den Auszug oder Ausguß aus seinen Blättern handelt, die getrocknet in Teutschland «ach den Ursprungsländern als Brasil- ober Paraauaii-Matte bezeichnet werden. Selbst zahlreiche und dringende ärztliche Empsehluiigen haben diesem Produkt bis vor kurzem keinen Eingang in Europa zu verschast'en vermocht, weil sein etwas herber Geichmack dem europäischen (fjaumen zunächst wenig zniagle. Erst seitdem es deutschem Forscherfleiste nach fast zwanzigjähriger, mübefanicr Arbeit gelang, unter Ausscheidung dek uns nicht zusagenden Beigeschmacks die pbvsiologisch wirksamen Grundstoffe der Mattc^lllätter zu ertrahieren. ivurde es möglich, die wunderbaren Eigenschaften dieses südainerlkanifchen Teebaums für ein Erfrischungsgetränk zu verwerten, lucldicv ebenso an­genehm und würzig im lffeschniack. wie überraschend in feiner kräftigenden und belebenden Wirkung ist. Dieses Getränk ist die von der Teutichcn Matte-Industrie, G. m. b. H., Köstritz, Thüringen beziebungsweise unter ihrer ständigen Kontrolle ber- acftelltc Sekt-Bronte.

mit Goldmundst

GEORG A.JASMATZI ArG.DRESDEN GRÖSSTE DEUTSCHE

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