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Nr. 68 Drittes Blatt
163. Jahrgang
Erscheint ISglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „fiieffener Zamilienblatter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich bengelegt, das ..Kreis61fltt für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Samstag, 22. Mr; 1913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen tlniversitäts • Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=89 51.
Sieb aftiome^ 112. TeL-AdruAnzeigerGießen.
Das neue Ministerium in Frankreich.
Poincare hatte Barthou die Bildunq des Kabinetts übertragen, und das Minist-erium ist endgültig folgierrdermaßen zusammengesetzt: Präsidium und 'Unterricht Barthou, Justiz Rabier, Aeußeres Picho.n, Krieg Etienne, Marine Baudin, Inneres Kl oh, Finanzministerium Dumont, Oeffentliche Arbeiten Thierry, Handel M a s - * e, Ackerbau Elemente!, Arbeit und soziale Fürsorge C h 6 r o n , Kolonien Jean Morel.
Das neue Ministerium hat nach der .Parteistellung seiner Mitglieder einen üb er wiegend radätalen Charakter. Die gemäßigte Richtung wird voy Barthou, Etienne und Thierry vertreten.
Im neuen Ministerium sind Unterstaatssekretärc: Für- Inneres Paul Morel, für Finanzen Bourely, für schöne Künste Leon Berard, für Marine March'iandc _bc Monzie. Das Unterstaatssekretariat für Posten wurde aufgehoben.
In der für Dienstag anberaumten Kammersitzung soll die Regierungserklärung verlesen werden. An diese Erklärung dürfte sich eine Anfrage über die allgemeine Lage knüpfen. Der Regierung wird hierbei Gelegenheit geboten werden, sich auch über die Frage des dreijährigen Militärdienstes auszusprechen. Barthou erklärte Pressevertretern, er sei ein unbeugsamer Verteidiger des Gesetzentwurfes über die dreijährige Dienstzeit.
Im Heeresausschusse der Kammer wurde am Donnerstag der radikale Abgeordnete Pate, der Anhänger der dreijährigen Dienstzeit ist, mit 21 gegen 16 Stimmen zum Berichterstatter über diesen Gesetzentwurf gewählt. Ter frühere Kricgsminister Messimy legte einen Zusatzantrag vor, nach dem die Soldaten im dritten Dienstjahrc urlaubswcisc heimgeschickt werden sollen, sobald die zuletzt ernberufenen Iähresklassen hinreichend ausgebildet sind.
Aus Stadt und Cand«
Gießen, 22. März 1913.
** Ordensverleihung. Der Großberzog hat dem Geh. Kommerzienrat Ludm. Mayer in Offenbach das Komturkrenz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Lehramtspcrsonalien. Ter Groß Herzog bat den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt Rektor Prof. Ludw. Dörr zum Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim, den Oberlehrer an der höh. Bürgerschule zu Pfungstadt Hugo Hahn zum Oberlehrer an der höh. Bürgerschule^ zu Schotten, den Oberlehrer an der Realschuie zu Wimpfen Fritz T e x t o r zunt Oberlehrer an der Viktoriaschule und an dem Lehrerseminar zu Darnrstadt, den Oberlehrer an der höh. Bürgerschule zu Beerfelden Rektor Herm. Müller zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt, den Oberlehrer am Hcrbstgymnasium zu Mainz Pet. Schönberger zum Oberlehrer am Realgymnasium zu Darnrstadt, den Oberlehrer an der Augustinerschulc (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Otto W a s s em zum Oberlehrer am Gymnasium Fridericianum zu Laubach, den Lchramtsasscssor Dr. Johs. Rill zu Offenbach zum Oberlehrer, den Lehranrtsasseffor Dr. Gg. Appel zu Büdingen zuM Oberlehrer, den Lchramtsasscssor Dr. Gg. Faber zu Gießen ziriN Oberlehrer am Realgymnasium und an der Obcrrealschule zu Gießen, den Lehramtsassessor Dr. Hans Hinrichs zu Darm- stadt zum Oberlehrer am Ludmig-Georgs-Gymnasium zu Darnt- stadt, den Lehramtsassessor Karl Dörsam zu Worms zum Oberlehrer an der Oberrcalschulc zu Worms, den Seniinarlehrer an dem Ernst-Ludwigs-Seminar zu Bensheim, Dr. Gg. Kilian zuni Oberlehrer an diesem Seminar, den prov. Scminarleh-rer Phil. G u tz l e r zu Bensheim und den Lehramtsaspirantcn Karl Glöck- n e r zu Bensheim zu Seminarlehrcrn an dems. Seminar und den Reallehrer an der höh. Mädchenschule zu Mainz Ludw. Keller zum Seminarlehrer an der höh. Mädchenschule und dem Lchre- rinnenseminar zu Mainz ernannt.
** Kreisgesundheitswesen. Der Großherzog hat den Kreisassistenzarzt bei den Kreisgesundheitsämtern Bensheim mnd Heppenheim Dr. Adolf Jaup zu Heppenheim Dr. Gg. Schäfer zu Hirzenhain zum Kreisassistenzarzt bei dem Kreis- (gesundheitsamt Mainz ernannt.
** Organisation der Kreisveterinärämter. Ter Großherzog hat bestimmt, daß in Abänderung der Bekanntmachung die Zahl der Kreisveterinärämter von 20 auf 18 vermindert werde, ferner, daß vöm gleichen Tage ab die Kreisveterinärämter, ausgenommen das Kreisveterinäramt Rimbach, jeweils die gleichnamigen Kreise umfassen, daß die Kreisveterinärämter Grüuberg und Reichelsheim! i. ,O. eingehen und an beiden Städten künftig rin 'Asfistenzvcterinärarzt anzustellen ist. Im Kreis Heppenheim hat cs vorerst bei der seitherigen Einrichtimg zu verbleiben, wonach ein Teil dieses Kreises den Bezirk des Krcisvcterinäramts Rimbach ausmacht, während der andere Teil dem Kreisveterinäramt Bensheim zugeteilt bleibt. Der Großherzog hat den 2. Vetcrinärarzt am Kreisveterinäramt Mainz Dr. Hch. Emil Küthe zum Kreisveterinärarzt des Kreisvetcrinäramts Alzey, den Assistenzvcterinär- arzt Dr. Phil. Schweickert zu Gießen zum Krcisveterinärarzt des Kreisvcterinäramts Schotten, den Assistenzveterinärarzt Ign. Engelmann zu Wald-Michelbach zum Assistcnzvcterinärarzt zu Nidda, den Assistenzveterinärarzt Dr. Hch. Leop. M o u n a r d, zurzeit in Schotten, zum Assistenzveterinärarzt zu Gießen, den Assistenzveterinärarzt Dr. Aug. Walther, zurzeit in Alzey, zum 2. Veterinärarzt am Kreisveterinäramt Mainz unter Belassung in der Eigenschaft als Assistenzveterinärarzt, den mit Ver- sehung der Assistenzvetcrinärarztstelle zu Homberg a. O. beauf fragten Vcterinärarzt Dr. Karl Seitz zum Assistenzveterinärarzt zu Homberg a. O., den praktisckwn Vetcrinärarzt Dr. Fritz Christ zu Wörrstadt zum Assistenzvctcrinärarzt in Wald-Michcl- bach ernannt.
** Kreisamtspersonalien. Der Großhcrzog hat den Regierungsasscssor Hans Freiherrn Schenk zu Schweinsberg zu Dieburg zu: .Kreisamtmann beim Krcisamt Dieburg, Den Regicrungsassessor Hch. Freiherrn Senarclens-Grancy zu Büdingen zum Kreisamtmann beim Krcisamt Büdingen cr- nannt.
** Landesversicherungsanstalt. Der Großherzog hat den Regierungsasscssor Gust. Bechtel aus Webesheim zum beamteten Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanftalt Hessen unter Verleihung dcS Amtstitcls „Amtmann" ernannt.
** Lehrerpersonalien, lieber tragen wurde dem Lehrer Joh. May zu Partenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mörfelden, dem Schulamtsaspirantcn Jak. B i tz aus Erbach eine Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Nicdcr- Roden, dem Schulamtsaspiranten Karl Darmstädter aus Rohrbach lKr. Dieburg) eine Lchrerstelle an der Gemcindcschule zu Heubach, dem Schulamtsaspirattteir Adolf Fuchs aus Bingen eine Lchrerstelle an der Gemein beschule zu Klein-Zimmern, dem Sihulamtsaspiranten Alb. Zöller aus Pfaffen-Schwabenhcim eine Lehrerstellc an der Gcmeindeschule zu Kelsterbach. Zurück- 3 e n ommen wurde die Versetzung des Lehrers Ferd. Sßcrncr
von Lorsch nach Laubenheim. Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbach. Das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu.
* * Erledigt sind: die Stelle des Oberförsters der Oberförsterei König und die Stelle eines Assistenten bei der Gemerbeinspektion Gießen. Vorbildung im Maschinen- banfad) erwünscht.
* * Ernannt wurden die Gefangenwärter am Landeszuchthaus Maricnschloß Adolf Liller und Adam Ritzel zu Gc- fangenaufsehern an dieser Anstalt.
* * Ober hessischer Kun st verein. Die Ausstellung bleibt auch an den Osterfeiertagen geöffnet. Die beiden Sammlungen von Daniel Grein er-Jugenheim und Karl Fries-Gießen werden nur noch acht Tage bis einschließlich 31. März hier sein.
** D i c B e t o n a r 6 c i t c n für die Erweiterung der Wagenhalle der Elektrischen Straßenbahn, die 27000 Mark erfordert, wurden an die drittbilligste Firma, der Lolat-Betongesellschaft übertragen, während die Maurerarbeiten Herrn S.chcppelmann zugeschlagen wurden.
Kreis Schotten.
,-r Schotten, 21. März. Nach einem Beschlüsse des Stadtvorstandes wurde dem Verein „L c h r e r h e i m Vogelsberg" das Gelände zwecks Pflanzung einer Eiche zu Ehren des Rektors Karl Backes, des ehemaligen Obmannes des Landcs- Lehrcrvereins, kostenlos überlassen. Der Platz liegt, in der Nähe des Heims, er soll mit einer einfachen Anlage versehen werden, deren Mittelpunkt die Backcs-Eichc bildet.
+ Ulfa, 21. März. Tie am 27. März hier stattfindende B ü r g e r m c i st e r w a h l wirft bereits ihre Schatten voraus. Ta der bisherige Bürgermeister Gg. Gerhardt aus verschiedenen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet, haben sich drei Kandidaten aufgestellt — Georg Hofmann, Konrad Schmidt und Heinrich Stoll.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 19. März. Gestern mittag, während des Sturmes, ertönten Feuer rufe und ein Teil der Feuerwehr erschien auf der Kaiserstraße. Aus einem Hause drang Rauch: es war ein falsches Gerücht. Ter Rauch kam aus einem Backofen und war durch den Wind in das Nebcn- haus getrieben worden.
y. N i e d e r - F l o r sta d t, 19. März. Dem Arbeiter Mörschel geriet, während er beim Vespern lachte, ein Bis'en Brot in die Luftröhre. Erst nach langem Bemühen, als der junge Manu schon dem Tode nahe war, gelang es, durch reichliches Einflößen von Kaffee den Bissen zu entfernen.
h. Ober-Erlenbach, 21. März. Durch einen spielenden Schulkunden wurde ein S t r o h h a u f c n in Brand gesetzt und völlig eingeäschert. Ter Schaden ist bedeutend.
h. Bönstadt, 21. März. Bei der Bürgermeisterwahl wurde ein Betcra n^ weil er für den Gegenkandidaten gestimmt hatte, während der „Siegesfeier" von einem Arbeiter mit dem Bicr - glas bearbeitet, daß er blutend zu Boden stürzte.
Hessen-Nassau.
W. Marburg, 20. März. In der Nähe von Kappel wurde gestern der zwölfjährige Sohn des Pflasterers Sauer von bem Kraft wagen eines Marburger Automobilhändlers überfahren. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach seiner Einlieferung in die Marburger Klinik v e r st a r 'n.
Vermischtes.
Der Prinz von Wales im Taun u>s.
Wiesbaden 21. März. Nach dem Besuche des Gottesdienstes in der Englischen Kirche besichtigte der Prinz von Wales die Baudenkmäler der Stadt und unternahm dann einen längeren Spaziergang auf der Wilhclmstraße, die an dem prächtigen Früh lingsvormittag mit dem zahlreichen internationalen Publikum einen besonders festlichen und lebhaften Eindruck machte. Ter Prinz wurde von vielen Engländern erkannt und gegrüßt. Der Prinz von Wales begab sich hierauf zu Fuß auf den Nero- Berg, der einen großartigen Rundblick über Wiesbaden gestattet. Danach machte der Prinz in Gemeinschaft mit dein Adjutanten Major Cadogan und seinem Lehrer Professor Fiedler einen Ausflug im Automobil. Tie Fahrt ging zunächst nach Limburg und von dort" über Zollhaus, die Aar entlang nad), Langens ch walbach und Schlangenbad. .Hier wurde der Tee eingenommen und ein etwa zweistündiger Waldspaziergang gemacht. Tier Prinz sprach sich außerordentlich entzückt über die schöne Gegend aus, die bei der hier sehr weit vorgeschrittenen Vegetation bereits in vollem Vorfrühlingsschmucke prangte. Die Rückkehr in Wiesbaden erfolgte gegen 7 Uhr. Tas Essen nahm der Prinz im Hotel Roß ein, worauf er dem Wiesbadener Kurhausc einen Besuch abstattete. Tie Abreise des Prinzen nach Darmstadt ist für morgen vormittag 10 Uhr vorgesehen. Doch ist die Fahrt dorthin noch mit einem großen Kraftwagenausflug und wahrscheinlich einem kurzen Besuch Frankfurts verknüpft. Ter Prinz trifft jedenfalls erst gegen Mend in Darmstadt ein, wo er im Großhcrzoglichen Schlosse Wohnung nimmt.
*
* Erfindung und S chu tzrecht. Wie Wiener Blätter berichten, hielt in einer .Versammlung dcS Industriellen Klubs in Wien, der angesehensten Vereinigung der Großindustriellen Oesterreichs, Geheimer Regierungsrat Albrecht v. I Hering (Gießen), einen Vortrag über „Erfindung, und S ch u tz u m f a n g", wobei er von einer Entscheidung des Reichsgerichts vom 9. Februar 1910 ausging. Diese Entscheidung stellt fest, daß es nicht Zweck des Patentamtes und nicht Aufgabe des E r t e i l u n g s v e r f a h r e n s sei, den Patentschutz nach allen Seiten genau abzugrenzen. Jnsbesoirderc habe der Patentanspruch in erster Linie den Zweck, den L^geiiftanb der Erfindung für den Teclmiker möglichst genau zu bezeichnen, nicht aber den sich daraus ergebenden Patentschutz nach allen Seiten genau abzugrenzen, vielmehr bleibe in dieser Beziehung manches der späteren Auslegung durch die ordentlichen Gerichte Vorbehalten. Das deutsche Patentamt hat, so führte er weiter aus, in einer Entscheidung vom 16. Dezember 1912 hierzu Stellung genommen. Darin wird der grundsätzliche Unterschied zwischen dem Gegenstand des Patentes und dessen Wirkung <dcm Schntzumfang) fest- gestellt. Während die Tätigkeit des Patentamtes sich auf die Bestinrmung der Erfindung in ihrer Neuheit und Patentwürdig- keck beschränke, sei die Ermittlung und Abgrenzung des Schutz- bereiches ausschließlich Aufgabe der ordentlichen Gerichte. Der Vortragende führte sodann aus, daß diese beiden Entscheidungen in den Kreisen der Industrie gewisse Beunruhigung hervorgerufen hätten. Er verwies auf einen Aussatz ‘ in den Löwen-Notizen vom Jänner 1913, in welchen von einer Rechtsunsicherheit und einer Beunruhigung der Industrie durch die beiden angeführten Entscheidungen und durch die sich daraus ergebende Praxis in der Auslegung der erteilten Patente ergebe. Im ö st c r-
reichischen Patentrecht bestimme der § 111 des Patcnt- gcsetzes, daß vor der Nichtigkcitsabteilung des Patentamts die Auslegung des Schutzumfanges der Patente bewirkt werde. Im deutschen Patentgesctzc fehle dieses Festftellungsverfahren, und die Feststellung bleibe den ordentlichen Gerichten Vorbehalten, die in schwierigen Fragen, so z. B. der chemischen Industrie, Elektrotechnik oder Textilindustrie usw. auf die Beihilfe der Sachverständigen angewiesen seien. In einer an den, mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Vortrag sich anschließenden Aussprache bcmerfte Geheimrat von Jhering noch, daß auch in Deutschland namentlich unter den Patentanwälten und in den Kreisen der Industrie Bestrebungen zutage träten, um die Bildung eines ähnlichen gemischten Gerichtshofes, wie cs der Patentgerichtshof in Oesterreich sei, zu erreichen.
Handel.
§ 3 u r Lage der Zigarren Industrie. Tic für die zweite Hälfte des Februars und für den März erhoffte Hebung des Geschäfts, ans die man rechnen mußte, wenn der allgemeine Geschäftsgang aller Wanchen normal wäre, ist nicht eingetreten. Sowohl der größte Teil der hamburgischen, wie auch der westfälischen unb süddeutschen Zigarrenindustrie klagt über mangelhafte Beschäftigung, schreibt das „.Hamburger Fremdenblatt". Die Zahl der beschäftigungslosen Zigarrenarbeiter ist zurzeit außergewöhnlich hoch. Sie war in den letzten Jahrzehnten nur größer nach der Einführung der Tabakwertsteuer. Obwohl die Arbeiter wissen, daß sie nur durch den Arbeitsnachweis der Branche Arbeit erhallen, so sprechen doch tagtäglich tüchtige Arbeiter um Beschäftigung in den .Hamburger Fabriken vor, weil sic schon längere Zeit brotlos sind. Das Naä,lassen der Bestellungen ist mehr beim Absatz nach dem Inlande als bei dem Platzgeschäft zu beachten. Im Inland hört man zahlreiche Klagen, daß die kriegerischen Verwicklungen im Osten recht ungünstig auf den Msatz der Industrien wirken, die nach dem Orient liefern. Tie dadurch bedingte Verminderung des Arbeitsverdienstes und das Zurückhalten des Bargeldes macht sich stets zuerst in dem Rückgang des Konsums an entbehrlichen Genußmitteln bemerkbar, an denen dann gespart wird. Bei dieser mangelhaften Beschäftigung der Zigarrenindustrie tritt aber wieder die unheilvolle Wirkung der neuen Tabakwertsteuer in Erscheinung, indem durch die Form dieser Steuer bc^ günftigte Großindustrie weniger leidet, als die mittleren und kleineren Betriebe.^ Einzelne Großuntemehmungcn sprechen sogar von guter Beschäftigung und Umsatzzunähme.
X. Bad Orb, 21. März. Die Bad Orber Kleinbahn a k t i e n g e s e l l s ch a f t schlägt für das abgclaufene Betriebsjahr die Verreilung einer Dividende von 2'I Proz. vor..
Essen, 20. März. Aus dem der Z ech e n b e si tze r versa m m l u n g des R h e i n i s ch - Westfälischen K ohlen- syndikats erstatteten Bericht ist folgendes zu entnehmen: Ter rechnungsmäßige Kohlenabsatz betrug im Februar 1913 bei 24 im gleichen Monat des Vorjahres 25) Arbeitstagen 6 920 978 lVorjahr 8 538 942) Tonnen oder arbeitstäglich 288 374 (261 558) Tonnen. Weiter heißt es in dem Bericht: Der Verkauf der Absatz. Verhältnisse des Berichtsmonats kann, roemtgleid) der Absatz in Kohlen oder Briketts gegen das vormonatliche Ergebnis eine Atzsck wächung erfahren Hai, int allgemeinen als befriedigend bezeichnet werden. Der eingetretene Rückgang in Kohlen und Briketts ist zum Teil auf den größeren Bedarf für Hansbrandzwecke, zum Teil darauf zurückzuführen. daß im Vormonat größere Mengen zur Auffüllmtg der infolge des Wagenmangels im letzten Viertel des Vorjahres in den Vorräten der Verbraucher entstandenen Lücken bezogen wurden, während sich der Abruf int Berichtsmonat im wesentlichen aus die Deckungen des laufenden Bedarfs beschränkte. Tie ZcchenbesitzerversamMlung setzte die Beteiligungsanteile für Koks mit Rücksicht auf die am 1. April wachsende Beteiligung auf 85 Prozent, bisher 90 Prozent, und für Briketts auf 90 Prozent (bisher 85 Prozent) fest. Für die Beteiligung in Kohlen tritt eine Aendcrung gegen den bisherigen Instand nicht ein, da der Vorstand auch für April den eingeschriebenen Bries, worin er den Gefamtabsatz auf 105 Prozent schätzt, aufrecht erhält.
Märkte.
F.C. Wiesbaden. Diehho» »M arklbe richt vom 19. März. Auftrieb : Rinder ' (Ochsen 13, Bullen 0, Kühe 46), Kälber 352, Schafe 124, Schweine 463.
Geschäft mittel. Preise für 100 Pid.
Lebend- Schlacht- O ch k e n. gewicht
Vollffeischige, cuSqemäftete, höchsten Schlacht- Mk. Mk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—56 95—97
Die noch nicht gezogen haben (tmgejocht) . . 51—55 93—96
v'itnge, fleischige, nicht auggemäftete und altere
auSgemästete ..... 46—50 84—91
B ul l e n.
Vollfteischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 48—51 80—85
Vollsleischige, jüngere 44—47 74—79
ß ä rs e n. K ü h?.
Dollfleischige ausgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes 50-55 89—97
Vollfleychige ausgemastets Kühe höchsten
Schlachtwertes bis' zu l Jahren ... 43—4G 78—82
Wenig gut entwickelte Färjen 45—49 84—89 Aeitere ausgemastets Kühe und wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe 38—42 75—78
Mäßig genährte Kühe uni) Färsen .... 32—37 63—74
Kät bet.
Feinste Mastkälbec ........ 68—70 113—117
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 63—80 105 — 113 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 58—62 97—103:
Geringere Saugkälber 52—57 88—96
S ch a <•.
Weidemastschafs:
Mastlämmer und Atasthaminel . . . 45.50—47 00 94—98
Geringere Mauhammel. und Schafe . . . 41—43.50 86—90
Schwein:.
Dollfleischige Schweine von 80—100 k» Lebendgewicht 63-641/. 81—83
Dollsteischrge Schweine unter 80Lebendgewicht 627,-64 30-32
Vollsleischige Schweine von 100—120 kg Lebend-
Sewicht 641/'-66 81—83
Vollsletschtge Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 63-00 79-00
Konfekt
idealeÄDiiinr
Dose 20 st. 1 Mark Ärztlich


