Ausgabe 
22.4.1913 Drittes Blatt
 
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Ar. 95

Drittes Blatt

M. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

Erscheint tagndfmu Ausnahme des Sonntags.

Eeneral-Anzeiger für Gbsrheßen

DieSirhruer Zamilienblätter" werden bent Sinniger* viermal wöchentlich beigelegt, das KreisHott für -en Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DidLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Dienstag, 22. April M

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universilnts - Buch- und Steindruckerci.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:d^D112. Tel.-Adr.:2lnzeigerGießerr»

Mb. Deutscher Reichstag.

145. Sitzung, Montag, den 21. April, Am Tische des Bundesrats: v. Heeringen.

, Präsident Dr. Lacmps eröffnet die Sitzung um 2 Uhr ilo Miu. \

Zer MllMelal.

(Vierter Tag.)

Die Aussprache wird fortgesetzt beim Garnisonvcr- ^valtungä.- und Scrviswcscn.

Dbg. Werner-Hersfeld (Reiv.) jvünscht eine Besserstellung der Kaserncninspeltoren.

3lbg. Jcklcr (Natl.):

Das S u b m i s s i o n s io c s c u ist noch immer nicht richtig 'geregelt, wie wir cs früher durch eine vom Reichstag angcnom' mene Resolution verlangt haben. Es finden sich überall bei Ar­beiten uud Lieferungen für Garnisonverwaltungen die oft be­klagten Mißstände. Der Redner führt eine Reihe von Fällen aus Der Provinz Hannover an. Das Ministerium der öffent­lichen Arbeiten hat I '' richtungcn getroffen, die für das KriegsministeLlum mn;,: b sein körmtcn.

Ag. Pauly-Cochem (Zentr.):

Bei K a se rn e n b a u t e n soll nach Möglichkeit deutscher Schiefer, nicht wie jetzt so häufig ausländischer verwendet werden. Dem deutschen Soldaten wird unheimlich, wenn ec unter aus- sändischcm Schiefer steht.

Abg. Dr. Belzer (Zentr.)r

Die Kompagnie, die anf der BurgH o h e n z o l l c rn" Dienst tut, hat cs durchaus nid)t so leicht. Im Sommer mag es ja noch angehcn, aber im Winter ist cs anders. Um allen Klagen, daß diese Garnison unnütz sei, zu begegnen, empfiehlt es sich, ein Bataillon nach Hechingen zu legen. Dann brauchte auf der Burg bloß ein Wachtkommando zu bleiben.

Abg. Dr. Neumann-Hofer (Vp.):

Dio Kommandeure der Truppenübungsplätze sollten den wirtschaftlichen Wünschen der umwohnenden Bevölke­rung möglichst cntgcgcnkonnncri. Die Grasnutzung wäre den Bauern der Umgebung zu gewähren.

Abg. Rupp (Kons.):

Die Servisgcldcr, besonders für Pferde, sind zu niedrig. Es niuß ein Einheitstarif ausgestellt werden.

Abg. Schmidt-Meißen (Soz.):

Die Manöverfchäden haben einen unerträglichen Umfang an­genommen. In Sachsen haben die Verkehrs ft ockungcn fünf Wochen gedauert. Die Militärverwaltung mutz mehr Rücksicht auf die erwerbstätige Bevölkerung nehmen.

Abg. Koßmann (Zentr.):

Die Entschädigung für die durch die Manöver angcrichteten Flurschäden sind zu niedrig und diese werden auch viel zu spät fest­gestellt, so daß dir Spuren der Beschädigungen meist stark ver­wischt sind.

(3enero.ncuhia.nt Staabs

sagt tunlichste Berücksichtigung der vorgebrachten Wünsche zu. (läufig ergaben sich bet der Abschätzung der Flurschäden große Schwierigkeiten, so daß eine rasche Erledigung unmöglich wird. Aber wir lassen soviel Kommiffionen, als nur irgend möglich, arbeiten und beschleunigen ihre Tätigkeit, soweit es angcht.

Beim KapitelM i l i t ä r b a u w e s e n" verlangt

... Abg. Weinhausen (Vp.)

E k a t i s i e r u n g der Bausch rciber und anderer gleich­gestellter Kategorien von Unterbcamten. Auch die Behandlung die­ser Leute läßt zu wünschen.

_ Generalleutnant Staabs:

Klagen über schlechte Behandlung sind uns nicht zugekounrren. Die Etatifierung ijt von der Budgettommission schon einmal ab- gelebnt worden.

Abg. Hnbrich (Vp.)

jtriti für Besserstellung der B a u s e l r c t ä r e ein.

Es folgt das KapitelM iliiärmcdizinolwese n".

, Abg. Hach (Suä.y

bespricht die Typhuscpidemie beim 1. Eisenbahn- Bataillon in Hanau. Die Militärbehörde war nicht einmal über die Ursachen der Epidemie richtig informiert. Man hat seit Monaten den Mannschaften schlechte Etzwaren verabfolgt und bat offenbar die Lieferungen der Großlieferanten nicht genügend überwacht. Angemachten Salat hat man in unreinen Gefäßen über Rächt stehen lassen, und dadurch ist die Epidemie höchst wahrscheinlich verursacht worden, aber nicht, toic die Militärbehörde behauptet, durch eine Kartoffelschälerin. Leider sehen viele Militärärzte immer noch in jedem Kranken einen Simulanten. Mit diesem System muß endlich gebrochen werden. Im Hanauer Fall haben die Militärärzte, als schon hundert Sol­daten krank lagen, es nicht der Mühe wert gefunden, der Zwil- behördc von der Epidemie auch nur Mitteilung zu machen. (Hörti Hört! links.) Die Militärverwaltung sollte die Gesuche um Unter­stützung der Leidtragenden wohlwollend prüfen.

Generalarzt Schultz:

Die Epidemie ist durch eine bedauerliche Verkettung unglück­seliger Umstände herbeigeführt worden. Es ist sestgcstellt, daß die Epidemie durch einen Kartoffelsalat verursacht wurde, der durch eine Kartoffelschälerin infiziert war. Unsauberkeit lag nicht vor, und .Klagen über schlechtes Esten sind dem Kriegs- plinisterium nicht zugekommen. Irgendwelche Nachlässigkeit der Militärärzte ist nicht nachgewiesen. Entschieden muß ich dagegen prolcstieren, daß die Militärärzte in den Kranken zumeist Simulanten sehen. Dieser Vorwurf ist vollkommen un­berechtigt.

Rach Ircitcren Klagen des Abg. Hoch (Soz.) über die mangel­hafte Beköstigung der Soldaten in Hanau erwidert

Kriegsminister b. Heeringen,

daß die Militärverwaltung schon alles eingehend untersucht habe, lange bevor der Abg. Hoch die Güte hatte, sich damit zu beschäfti­gen. Habe dieser weiteres Material, mag er cs nur der Ver­waltung übergeben. Mit allgemeinen Klagen schafft man keine Klarheit. .Kartoffelsalat, wenn er nicht vergiftet ist, ist ein recht schönes Essen. (Heiterkeit.) Für die Leistungen des Sanitätsoffizierskorps muß die Militärverwaltung dankbar sein. Der Gesundheitszustand der Armee bcstcrt sich von Fahr zu Jahr; in dcn letzten 35 Jahren hat er sich um etwa 35 Prozent verbessert und geht auch weiter jährlich um etwa 1 Prozent zurück.

Abg. Hoch (Soz.):

Ich kann dem Kricgsminister mein Material nicht borlcgcn. Die Soldaten, die mir dieses gegeben haben, wünrden sonst die Folgen ihres Verkehrs mit einem sozialdemokrati­schen Abgeordneten zu tragen haben.

Die Pferdegelder.

Die Budgetkommission hat die bisherige Verteilung der Pferdegelder abgeändert und die Zahl der Pferdegel­der vermindert

Kricgsminister b. Heeringen

bittet, die Regierungsvorlage wiederherzustellen. Die Vorschläge « Äeflifxuußcn entsprechen durchaus dcn Vereinbarungen mit dem

Reichstag, wie sie früher getroffen warben. Jetzt soll nach den. Beschlüsse der Budgetkommiffion die Offiziere eine Einkommen­verminderung erfahren und zwar an der empfindlichsten Stelle. Wer mit der Pferdehaltu: g Bescheid weiß, der weiß, wie die Kosten in den letzten Jahren sich gesteigert haben. Dabei werden an den Offizier immer größere Anforderungen hinsichtlich der Reitfähigkcit gestellt. Die Kosten sind schon so hoch, daß manche Offi­ziere finanziell überhaupt daran zugruride gehen. (Hört! Hört!) Wenn die neue Regelung Platz greift, dann ist uLc;baup: fraglich ob überhaupt noch ein an - derer als ein Vermög '"der Generalstäbler wer­den kann. (Hörn Hört!) D'.ö ist doch von Ihnen nicht beab­sichtigt. EL wird immer auf die kommandierenden Generale hin- gcwiefen. Aber deren Einkommen richtet sich nach dem, was von ihnen verlangt wird. Ich bitte dringend, daß bis zur dritten Le­sung irgend ein Weg gefunden wn:d. der einen Ausgleich schafft. Es wäre unbillig, wenn man den Herren jetzt einfach das Geld wcgnehmen wollte. (Beifall.)

Abg. von Putlitz (Kons.):

Ich kann im Namen meiner Freunde erklären, daß lr>ir gegen die Fassung der Budgetkommission stimmen werden.

Abg. Noskc (Soz.):

Ich bin sehr erstaunt, daß der Kriegsminister jetzt die Re­gierungsvorlage wiederher st eilen will. Bei den ungeheurer. Lasten, die vom Volle verlangt werden, muß auch an den Auflvcni.ungen für die höheren Offiziere gespart werden. Wenn man bei der Vermögensabgabe schon bei 10 000 Mark einen Wehrbeitrag erheben will, dann können auch oie Herren, die bis zu 60 000 Mark Einkommen haben, etwas auf dem Altar deS Vater­landes opfern.

Die Wiederherstellung der Regierungsvor­lage wirb gegen di e Stimmen der Rechten abge­lehnt.

Abg. Schmidt-Meißen (S-oz.)' klagt über die mangelhafte Bezahlung der Arbeiter in den drei sächsischen Remontedepots. Im Sommer bekommen sie 1,90 Mk während der Erntezeit 2,50 Mk., im Winter 1,50 Mk. Sic müssen Jahresverträge abschließen und sich der Gcsindeordnung unterstellen; sie können nach dieser durch die Gendarmen zwangs­weise zur Arbeit zurückgeführt werden. Ihre Frauen müssen Mit­arbeiten, wenn sie nicht krank sind. Natürlich bekommt die Ver­waltung keine Deutschen für diese Hungerlöhnc, sondern beschäftigt Hunderte von Ausländern. So sieht der Schutz der nationalen Arbeit aus!

Generalmajor v. Weißdorf' weist darauf hin, daß die Arbeiter neben ihrem Lohn noch ein Deputat bekommen. Näher auf die Uebertreibungen des Abgeord­neten weiter cinzugehen liegt mir fern.

Abg. Noöke (Soz.):

Reisen und Transporte sind bei einem Organismus wie das Heer notwendig, nur müssen sic im Interesse des Hcerec- unb seiner Ausbildung geschehen. Soldaten sollen nur zu mili­tärischen Zwecken verwandt werden. Wenn aber der Kais e r Pioniere nach der S a a l b u r g kommandiert, damit sie Schanzarbeiten nach römischer Art aussühren, so i st das leine militärische Verwendung. Die Rückkehr zur römisclicn Kriegstaktik ist nicht mehr zu erwarten. Tie Soldaten sollen davci nicht mit ihren guten, modernen Werkzeugen, sondern mit solchen gearbeitet haben, die dcn römischen Hochgebildet waren. Schließ­lich, wenn mau einmal ein Pfahldorf bauen will, gibt man den Leuten Steinäxte ober ähnliche vorsintflutliche Werkzeuge in die Hand. Dann werden isoldatcn, die auf Kosten der Steuerzahler erhalten werden, dazu verwendet, die Jagdreviere des Kaisers zu bewach em. Sie werden gewissermaßen wie zum Privatvergnügen der Fürsten gehalten.

Berlin hat ja eine Menge Soldaten, aber anscheinend noch immer nicht genug. Da läßt man ein ganzes Regiment zu nachtschlafender Zeit von Rathenow kommen, damit es eine halbe stunde Spalier bei dem Einzug eines fürst­lichen Brautpaares bildet. Dieser Transport war ganz über­flüssig. Wir verbitten uns, daß Gelder, die für militärische Aus­bildung bestimmt sind, zu festlichen Paradezwecken verpulvert werden. Man fordert heute so außerordentlich große Opfer, solche Vergeudung erregt böses Blut im Volk. Deutsche Soldaten sind feine Paradcpupven für die Fürsten und ihre Kinder.

Kricgsminister v. Heeringen:

Die Motive, die uns die R a t h e n o w e r Husaren nach Berlin kommen ließen, habe ich in der Budgetkommission bereits erörtert. Das Regiment stand seit langen Zeiten in engen Be­ziehungen 3 u dem hannoverschen Königshause. Der Urgroßvater und Großvater des Prinzen Ernst August waren Chefs dieses Regiments. Da sollte der Moment, wo der Stamm­halter dieser Königsfamilie in die preußische Armee eintrat, ganz besonders unterstrichen werden.

Zu dem Zweck wurde die Heranziehung des Regimentes ge­wählt, um dic Verbindung der Armee mit dem jetzigen Stamm­halter wieder aufzunehmeu. Das ist der innere politische Zweck gewesen, und der hat wohl feine Berechtigung. (Lachen b. d. Soz.I Sehr richtig! rechts.). Heber die Schanzarbeiten auf der Saalburg liegt ein Bericht der zweiten Pivnierinspektion in Mainz vor. Danach handelt es sich um Arbeiten auf einer Wald- bläße, die sehr wohl belehrender Art sind. Es sind Erdarbeiten, die nicht nur auf einem schwierigen Boden vorgenommen werden, sondern, auch Arbeiten mit Flechtwerken, die in der Garnison nur ganz unzulänglich vorgenommen werden könnten. Für die Aus - bilvung im Feftungskriegc sind diese Arbeiten von großem Wert. (Lachen und Zuruf b. d. Soz.: Und römisch?) Das ist nur der Ausputz der Sache gewesen. Die technische Aus­bildung ist sehr gefördert worden, ohne daß besondere Kosten er­wachsen sind. Diese sind nicht aus staatlichen, sondern aus den Mitteln des Saalburgfonos gedeckt worden. Die Arbeiten dienten wohl der militärischen Ausbildung, Wie alle solche Waldübungen. Die Pioniere machen solche Arbeiten, . namentlich, wenn sie auf Kosten anderer gemacht werden, mit großer Freude

Es folgt das KapitelArtillerie- und Waffcnwescn".

Abg. Büchner (Soz.):

Alle Petitionen und Resolutionen um Besserstellung der in den Militär werk st ätten beschäftigten Arbeiter sind vorn Bundesrat in den Papierkorb geworfen worden. Dabei sind die Arbeitsverhältnisse und die Löhne nicht etwa besser geworden. Im Gegenteil, es Wird von Jahr zu Jahr schlechter. Daran kann auch die Rechtfertigungskaiwnadc des Generals Wandel nichts ändern. Das fluchwürdige System der Akkordarbeit besteht immer noch. Es führt häufig dazu, daß der Arbeiter tief unter seinem Stundenlohn bleibt und der Lohn zu einem Hungerlohn wird. DaS ist eine frivole Ausnutzung der Arbeitskraft, was sich kein privater Arbeitgeber erlauben würde. Auch mit dem System der Gratifikationen an die Meister muß gebroci)en werben; denn es führt zu einer unerhörten Aus­beutung ber Arbeiter. Die Unfallziffer in den Militärwcrkstätten ist außerordentlich groß. Der Redner erregt große Heiterkeit, als er gegen den Generalleutnant Wandel polemisiert und diesen dabei al 'enosse Wandel" anredet. Die Nadelftichpolitik gegen die Arbeit muß endlich einmal aufhören.

Generalleutnant Wandel:

Der Vorredner hat ein ganz falsches Bild unserer Militär betriebe gezeichnet. Die Löhne .sind, wie die

Statistik beweist, durchras nicht bxioWx^ niedrig. Das ist ja auch nicht möglich, da Wir verpflichtet sind, dieselben Löhne zu zahlen, wie die Pr ivaiindustrie. Dieser Verpflich­tung kommen wir auch nach. Der Etat hat erheblich mehr als bisher für Löhne eingestellt. Die neue Arbeitsordnung ist auf Wunsch der Arbeiterausschüsse ge'Vh.^'.n Worben. Wir sind jetzt dabei, eine einheitliche Arbeitsordnung für alle Be­triebe zu schaffen.

Abg. Trimborn (Zontr.):

Die Militäran Wärter, ivelche in den Militarwerk- stätten tätig sind, Wünschen in ein BeamtenverhältniS übergeführt zu werden; bisher sind sie größtenteils nur auf Grund eines Privatdienstvertrages tätig. Soweit sie nicht etatifiert sind, unter­liegen sie der Privatbeamtenversicherung; sie haben nun gebeten, sie aus ihr herauLzulassen. Es müssen mehr etatsmäßige (Stetten geschaffen werden, damit diese Beamten aus ihrem Diätar- verhältnis herauSlommen. Das hat man ihnen schon früher in Aussicht gestellt, hat aber diese Zusage nicht erfüllt^ auch dieser Etat bringt keine Besserung.

Generalleutnant Wandel

teilt mit, daß der Staatssekretär des ReichsschatzamteS in Aussicht gestellt hat, daß ein Teil der Verwaltungsbeamtenstelleu etatisiert werden sollte,

Abg. Pomschab (Zentr.f:

Die Bezüge der Feuerwerker sind so gering, daß sie nicht einmal ohne staatliche Unterstützung sich standesgemäß kleiden .können.

Das Haus vertagt sich.

Dienstag, 2 Uhr pünktlich: Kurze Anfragen, WerirrberÄtung.

Schluß 7% Uhr.

Vrrs Stadt stasfc TattH»

Gießen, 22. April 1913.

** Aus d e IN M i lit ä r - W o ch en b l a tt. Hauptmann und Kompagniechef SB e cf e r im Ins -Leibregt. Großherzogin (3. .Hess.) Nr. 117, wurde unter Beförderung zum überzähligen Major zum Stabe des Jnf.-Regts. Markgraf Karl (7. Brandenburg.) Nr. 60 versetzt. Hauptmann H a a ck beim Stabe des Jns.-Leibregts. Groß­herzogin (3. Hess.) Nr. 117, wurde zum Konipagnieches ernannt. Oberleutnant Heiman n im Jnf.-Leibregk. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117 wurde zum Hauptmann befördert und isl zum Stabe des Regiments übergetreten. Die Leutnants Fell und Lüters im Jnf.-Negi. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118, wurden zu Oberleutnants befördert. Major und Eskabrousches Anbreae im Leib Drag.- Siegt. (2. Hess.) Nr. 24 wurde zum Stabe des Hus.-Negts. Fürst Blücher von Wahlstatt lPonnn.) Nr. 5 versetzt. Rittmeister v. Pawel- 9! a m mingen im Magdeburg. Hus.-Regt. Nr. 10 wurde unter Versetzung in bas Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24 zum Eskabronschef ernannt. Oberleutnant v. Gorrissen im Garde-Drag.-Regt. (I. Hess.) Nr. 23 wurde unter Beförderung zum Ritlm, vorläufig ohne Patent, und Persetzung in bas Schleswig- Holsiein. Drag.-Skegt. Nr. 13 zum Esfadronschei ernannt. Ober­leutnant Günther im Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24 wurde zum überzähligen Slithneifter befördern Leutnant v. Lefow int Garde-Drag.°Regt. (I. Hess.) Nr. 23 wurde in ba5 1. Garde-Drag.- Regt. Königin Viktoria' von Erotzbritannien und Irland verjetzt. Oberst Freiherr v. B u b b e n b r o ck, Kommandeur des Feld.-Art.° Slegts. Prinzregent Luitpold von Bauern (Magdeb.) Nr. 4. wurde zum Kommandeur der 25. Feldartillerie-Brigade (Hess.) ernannt. SJlnjor und Abteilmigsfommandenr v. Petero int 1. Kurl). Feld- Art -Siegt. Nr. 11 wurde zum Stabe des 2. Hess. Felb-Llrtillerie- Regimeitts Nr. 61 versetzt. Halwlmaim Krug v. Nidda int Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 25, wurde von der Stellung als Batteriechef enthoben und ist zum Stabe des Siegt mentS übergetieten. Hauptmann Lennö int 1. Wests. Feld.-Art.- Regt. Sir. 7 wurde als Batteriechef in das Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feld-Art.-Siegt. Dir. 25, versetzt. S ch u l z, Hauptm. und Battr.-Chef im Fuß-Art.-Regt. Encke (SJlagbeb.) Nr. 4, wurde zum Zweiten Slrt. Offizier vom Platz in Mainz ernannt. Major Klotz in ber 4. Ing.-Jnsp. und Ing.-Offizier vom Platz in Mainz, wurde zum Kommandeur deS Pion.-Bals. von Stand) (Brandenb.) Str. 3 ernannt. Wronsky, Rittm. und Komp.-Chef im Großh. Hess. Train-Bat. Slv. 18, wurde ein Patent seines Dienstgrades verliehet'. Sachs, Oberlt. im Iuf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Sir. 116, wurde in dem Kommando zur Dienstleistung beim Traindepot des GardekorpS bis auf weiteres belassen. Penell, OberfcuertvetTer beim Art.-Dep. in Gtaudenz, wurde unter Versetzung sunt Art.- Depot in Mainz zum Feuerwerkslt. ernannt. Dübel, FeiierwerkStt. beim Art.-Dep. in Mainz, wurde nach Württemberg behufS Ver­wendung beim Art.-Depot in Ludwigsburg kommandiert. Unter- osnzier Zaus ch int In' -Leib-Regt. Groß Herzog in (3. Hess.) Sir. 117 wurde zum Fähnrich befördert, v. Wachter, Linien-Kommandant in Aiainz, wurde mit der Erlaubnis zlim Tragen ber Uniform des Jnf.-Regts. Prinz Marl (4. Hess.) Slv. 118 in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Leutnant b. Res. Matthes (Düsseldorf) vom Leib Trag.-Regt. (2. Hess.) Sir. 24 wurde zum Oberleutnant nnb Pizeivachrmeistw S ch u d> ar b «Bonn) in demselben Regiment zum Leutnant ber Res. befördert. Bizcfeldwcbel Hasenbad: fl Darmstadt> wurde sunt Leutnant des Jnf.-Regts. von Borde 4. Pvmm. Nr. 21 br fördert. Zu Leutnants d. Rcs. Wurden die Vizeseldwebet Schlier- b a d: I Darmstadt), des Jnf.-Regts. Kaifer-Wilheim ,2. Hess. Str. 116, itiib Hennebcrg I Darmstadt, des Jitt.-Regts. Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118 befördert. Vize wadttm eist er Hofmann 11 Darmstadt, des Großh. SIrt. Korps, 1. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 25 wurde zum Leutnant b. Res. besördert Der Abschied wurde bewilligt: St eu rot h, Weit err I Darmstadt, Ä o r n e mann (Gießen', Oberlts. bet Lanbw.-Juf. 2. Slufgcbots, B ö brn (I Darmstadtß Oberlt. der Lanbw.-Kav. 2. Slufgebots, Dicke r t d} >Wctzlar, Obcrlt. ber Lanbw.-Feldgrt. 2. Aufgebots und Schnti11 (I Darmstadt. Lt. der Landw.-Feldart. 2. Aufgebots. Dr. Sd;tieider, Oberstabs unb Regls Arzt des Garde-Trag. Siegts. 1. Hess. Str. 23 wurde unter Beförderung zum Gen. Oberarzt zum Tio. Arzt der 34 Tw. ernannt. Obcrstabs- und Regimcntsarzt Dr. Koch des 2. Garde-Siegts. zu Fuß wurde sum Garde-Trag.-Regt. > 1. Hess. > Str. 23 vc setzt. Tr. Stau- binger \ Darmstadt, Obcrarz! der Res. wurde als Ober arzt, vorläufig ohne Patent, beim Leibgarde-Inf Regt. (1. Hess.) Sir. 115 angestellt. Der Assistenz an d. Siel. Dr. Bv st wem Gießen) Wurde zum Oberarzt 'und der Unterarzr b. Res. Dr.

Speyer il Dannstabt) zum Slssiftenzarzt befördert.

** Eisenbahn-Personal Stachiichteu. Er- n a n n t wurde: der Regierung^ und Baurnt L i es e g a n g hei der Eisenbahnbircktion Fwankfnrt z,u.m Cbrrbnurat, der Stationsdiätar El o v s in Hungen zami E ös end ahn assistent, der Hilfswagenwärter Schntaüdt in Gießen ?,nm Wagen aufseher, bir Weichensteller Enrr ich nnb Z e n fc in Wetzlar, Adain und Diehl in Butzbach zunr Weichensteller l. Kl., die Bahmnärter SNarlel, Kans, Sigel, Harbusch, Kale 1 sch und HildeVrandt in Gießen, Webe r nnd Henrich in Daten Hosen, Klös in S.'idda, I ö ckcl in Sllsfeld, Groß in Wetzlar, Lind in Hungen, tu-' Hilfs- Weichensteller (Sblshelfer) E i b in' nun, R it n z h c i nt c t , L o o s, D r e her, K ä r t n er, Henkel nr nun, Otter,