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Zweiter Blatt
165. Zahrgang
Nr. 68
Erscheint täglich rmt Ausnahme deS Sonntags.
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einer Inschrift, die ungefähr lautet :
„.hier ruht der stolze Heidenkünig', Der dem .Glauben seiner Pater treu Für seine großen Götter fiel
Und in Walhalla einging/'
Montag, den 31. Alärz, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen : Benefizsnr Herrn Oberregissenr Walter Tworkowski: „Die Siebzehnjährigen." Schauspiel in 4 Aufzügen von Max Dreyer Ende gegen 10% Uhr. - Schluß der Spielzeit.
März
Die „Gießener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Dft „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Landwirtschaft.
Gießen, 22. März.
D ie Viehzucht im Kreise Gießen.
Nach den Bestimmungen des Gesetzes, das Faselwesen betr., werden alljährlich einmal alle im Kreise ausgestellten Fasel- t i e r e einer Untersuchung durch die K ö r k 0 m m i s s i 0 n untcr- worsen. Dabei soll festgestellt werden, >vie sich die einzelnen Tiere entwickelt haben und wie sie gehalten werden. Da der Stand der Faselviehhaltung immerhin einen gewissen Schluß auf die höhe der Zucht im allgemeinen erlaubt, mögen einige Beobachtungen, die bei Vornahme der Hauptkörungen im letzten Jahre gemacht, wurden, an dieser Stelle bekannt gegeben werden.
Die Qualität der aufgestellten Faseltiere war im allgemeinen befriedigend, wenn auch in einzelnen Gemeinden noch^ manches Zu wünschen übrig blieb. Bor altern ist es als ein Fehler zu betrachten, wenn immer noch manche Gemeinden von dem Grundsatz ausgehen, beim Einkauf möglichst zu sparen, selbst die Einkaufsmöglichkeiten, die durch die Landivirtschaftskammer den Gemeinden in Form von Bullenmärkten geboten werden, werden — immer wieder aus falsch angebrachter Sparsamkeit — nicht genügend benutzt. Die Viehzucht hat den Schaden davon, sowohl insofern, als die Bullenzüchter das Interesse an der mühsamen und kostspieligen Bullenauszucht verlieren, wenn sie sich nicht genügend belohnt sinden, als auch insofern, als die ^lufstellung minderwertiger Bullen die Nachzucht schädigt. Daher kommt es, daß das Bullenmaterial, namentlich bei der Simmentaler Nasse, nord recht unausgeglichen ist und bestimmte Gemeinden -- es sind immer dieselben alljährlich nur mittelmäßiges oder gar minderwertiges Material auszuweisen haben.
Von den Ebern verdienen die, die aus vberlwssischen Hochzuchten stammen, entschieden den Vorzug. Sie sind durchweg gut und unserm Klima sowohl als den Wirtschaftsverhältnissen angepaßt. Die übrigen sind vielfach nnausgeglichen, zeigen schwachen Knochenbau und mangelhafte Gliedmaßenstellnng.
Tas veredelte L a n d s ch >v e i n wird durch das Deutsche Edelschwein immer noch mehr verdrängt, trotzdem das erstere sich als Gebrauchstier großer Beliebtheit erfreut. Ein Haupt gründ hierfür ist, daß die Zuchteber vielfach nur schloierig zu beschaffen sind. Verschiedene Gemeinden haben allein aus diesem Grunde ihre Zuchtrichtuug geändert. In neuerer Zeit beschütz tigen sich auch in Oberhessen wieder einige Züchter und Zuchtvereine mehr mit der Zucht des Landschweines.
In der Ziegenzucht macht sich entschieden ein Fortschritt bemerkbar. Die Entwicklung wird aber vielfach gestört
Märkte.
(Wieweit, 22. März. Morktberi cht. Aus hentigem Wochenmarkte kostete: Butter daS Pfund 1,20—1.30 Mk., Hühnereier 1 Stück 7—8 Pfg., 2 Stück 00 Psg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänseeiw i St. 10 Pf., Käse das Stück 6—8 Pfg., Käsematte 2 Stück b—6 Pfg., Tauben pr Br. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 1,50—2,50 Mk., Enten pr. St. 2,00-3,00 Alk., Gänse das Pfd. 70-80 Pfg^ Ochsenfleisch pr. Psd. 92-100 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Pfg., Knhfleisch 80 Pfg^ Schweinefleisch pr. Pfund 90—110 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg„ Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,90 Mk., Milch das Liter 22 Pfg„ Nüsse 100 Stück 50—60 Psg«, per Ztr. 0—00 Mk., Birnen das Pfund 12 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Alk. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:«-^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntan, den 23. März (1. Oslerseiertag), abends 71/, Uhr, kleinen Preisen: „Andreas Hoier." Ende 10 Uhr. Montag, 24. Mörz (2. Osterseiertag', nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Plein Freund Teddy." Ende 6 llhr. Abends 77? Uhr, bei kleinen Preisen: „'s Nutlerl." Ende gegen 10' ,, Uhr. Dienstag, den 25. März, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (21. DienStag-Abonnement-Vorstellung»: „Andreas Hoier." Ende 10*', Uhr. Mittwoch, den 26. Mürz, abends 7 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (21. Mittwoch - Abonnement - Vorstellung): „Die Herren Söhne." Ende 97.. Uhr. Freitag, den 2,Y. März, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (21. Freitag-Abonnement-Vorstellung): Zur Erinnerung an Friedrich Hebbel: „Maria Magdalena." Bürgerliches Trauerspiel in 3 Akten von Friedrich Hebbel. Ende gegen 10% Uhr. Samstag, den 29. März, nachmittags 3‘/2 Uhr, bei Volkspreüen: Schüler-Vorstellung: „Andreas Ho'er." Ende 6 Uhr. Sonntag, den 30. Mörz nachmittags 3V, Uhr, bei kleinen Preisen - „Andreas Hofer." Ende 6 Uhr. Abends 71/, Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des Jiff.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116: „Der Stabstrompetcr " k^esangsvosse in 4 Elften .von W. Mamutaedt. ‘Dhifif von G. SlefsenS. Ende 10' ., Uhr.
Samstag, 22. März 1913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Cottö (^muljlon
ScottL Emulsion wird von unS au3» schlicsilich im gvogen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Matz, sondern nur in beqiegdtcn Originalflaschen tu Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bownc, ®. m. b. H., Franksurt a. M.
Bestandteile: Feinster Medizinal-Leber- tran IftO.O, prima Glyzerin 60,0, uuterphos» Vhorigsaurer Kalk 4,3, initcrpl>o8PhorigsaureL Natron 2,0, pulv. Traaant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Sinti», Mandel- und Gaulthcriaöl je 2 Tropsen-
+ 14,1’0.
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Gegenden oder gar Gemeinden und Gehöften kommen und dann als Zwischenträger für den Austcckuugsstoff dienen. Es ist deshalb dringend 311 empfehlen, die Kleidung und das Schuhwerk solcher Saisonarbeiter sofort nach ihrem Eintreffen und vor dem Betreten der Arbeitsstätte einer gründlichen Reinigung und Desinfektion zu unterziehen. Zur Desinfektion eignen sich am besten 3—4 prozenkige Lösungen von Ereolin, Lysol, Bazillol oder ähnlicher Prä- larate.
Landkreis Gießen.
(m) Staufenberg, 19. März. Auf der Anhöhe zwischen Staufenberg und Friedelhansen befindet sich mitten im Felde' so daß. er leider nicht immer erreichbar ist, ein Denkstein, int Volksmunde der „Heidenkönig" genannt, mit
Gießener Anzeiger
Generat-Anzeigsr fir Gderhessen
zifferung der Inschrift an einen Gelehrten gesandt worden und dort der Sinn der Inschrift wie oben angegeben wurde .gedeutet worden. Kann jemand Auskunft geben, ob es sich yier um ein historisches Vorkommnis handelt?
(m) Treis a. d. L., 19. März. Im Anschluß an die Zuschrift aus Treis vom 14. Febr. im Gießener Anzeiger sei auf eine weitere Sehenswürdigkeit hingewiesen. Am Fuße des Totenberges in südwestlicher Richtung ober halb Treis befindet sich mitten im Felde eine Quelle, der „göre Born" genannt, die der Sage nach alle sieben Fahre fließt, was in diesem Jahre der Fall ist. Dein Wasser werden von den Bewohnern der Umgegend heilkräftige Eigenschaften zugeschrieben. (Siche Schneider, Führer durch Oberhesscn, 2. Teilt. Wie der „Meierlarl" versichert, soll sich das Wasser, in Krügen im Keller aufgehoben, jahrelang halten.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 20. März. Das Ministerium des Innern hat die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene O r t s s a tz n n g ü b e r B efreiung c n v vnd c r G c - mcinbeftciicr nur zum Teil genehmigt. Boil der Gemeinde- .Einkommensteuer werden hiernach die Einkommen bis 750 Mark ‘befreit, von der Gemeindesteuer, vom Grundbesitz, Gewerbebetrieb und Kapitalvermögen elternlose Minderjährige, erwerbsunfähige Personen und Witwen, bereit Vermögen bei einem Gesamteinkommen von weniger als 750 Mark den Betrag von 10 000 Mark nicht erreicht. Die weiter vorgesehene Befreiung der Kapitalvermögen bis zum Wert von 3000 Mark hält das Ministerium nicht für zulässig; der einschlägige Gesetzesteil lasse nur eine Befreiung der Vermögen, zu und hierunter werde die Summe der steuerpflichtigen Vermögen, die in Grundbesitz, Gewerbe und Kapitalvermögen angelegt sind, verstanden. Wolle die Stadt hierauf zurückkommen, so müßten erst Unterlagen über den zu erwartenden Steuerausfall vorgelegt werden. Das wurde eine Verzögerung bedeuten und die Gefahr in sich schließen, daß auch die bereits genehmigten Befreiungen im neuen Steueriahr nicht wirksam werden könnten. Der Versassungsausschuß empfiehlt deshalb der Stadtverodnetenversammlung, zunächst den Erlaß der OrtSsatzuug in dem genehmigten Wortlaut zu beschließen und nach Beendigung der diesjährigen Steuerveranlagung über die Befreiung der Vermögen bis zu 3000 Mark erneut zu beraten.
Der verstorbene Lehrer Bender hat' feine Bibliothek der Höheren Mädchenschule, an der er lange Jahre tätig war, vermacht und außerdem der Stadt 6000 Mark für eine Stiftung vermacht, aus der in den ersten 20 Jahren nur die Zinsen, nach dieser Zeit aber anch das Kapital verwendet werden kann zur Unterstützung armer, alter, ganz besonders würdiger Personen, die mindestens 20 Jahre in Offenbach ansässig sind. Außerdem hat der Verstorbene dem Hilfsverein einen namhaften Betrag vermacht und der Unterstützungskasje der Ludivig" und Alieestiftung 2500 Mark überwiesen, deren Zinsertrag zum Besten von älteren, alleinstehenden, erwerbsunfähigen und lvürdigen Lehrerstöchtenr verwendet werden soll.
Blühendes Aussehen.
Wer seine Widerstandsfähigkeit erhalten und blühender Aussehen haben will, der nehme Scotts Lebertran-Emul- [ton. Man sehe sich die rosigen Bäckchen der heben Klemm an, die sie in erster Linie dem längere Zeit fortgesetzten Gebrauche von Scotts Emulsion verdanken. Auch Er<- Scotts Emulsion zu einem blühenden, gesunden Aussehen verhelfen,
Zur Ermordung des Königs von Griechenland.
Die Untersuchung des Anschlags hat ergeben, daß keine weiteren Personen daran beteiligt sind und der Mörder nicht irrsinnig, aber doch nicht vollkommen zurechnungsfähig ist. Er war vor etwa 20 Tagen von Athen über Volo, wo er sich einige Tage aufgehalten batte, nach Saloniki gekommen. Er entivickelte sozialistische Ideen, indem er u. 'n. ankündigte, in kurzem werde voll- komme,re Gleichheit herrschen, es werde weder Reiche noch Arme geben, die Arbeitszeit werde auf zwei Stunden herabgefetzt. Er war früher an der medizinischen F a k u l t ä t i n A t h e n i m m a t r i k n l i e r t u n d s p ä t e r Lehrer. Auf die ihm vorgelegten Fragen antwortete er immer, doch verwickelte er sich manchmal in Widersprüche. Für das Verbrechen gab er keine Erklärung, er sagte nur, er habe vor Lwei Jahren int Schlosse um Unterstützung gebeten und sei von dem Adjutanten brutal hinausgeworfen wurden.
Athen, 21. März. Der Ministerpräsident Veui- selos arbeitete heute eine Stunde mit dem König, der -morgen nachmittag nach Salonik abreifen wird, wohin ihn der Ministerpräsident begleitet. Die Ueberführung der Leiche König Georg's findet Mittwoch statt, die Ankunft in Athen am Donnerstag. König Konstantin, Königin Olga sowie die ganze königliche Familie werden die Leiche von salonik nach Athen begleiten, während Vcniselos früher nach Athen zurückkehrt. Dwei Tage lang wird die sterbliche Hülle des Königs aufgebahrt bleiben. Das Begräbnis wird voraussichtlich am 30. März unter militärischer Ehrenbezeugung statt sinden.
Die Eidesleistung des Königs Konstantin.
Athen, 21. März. Seit 7 Uhr früh drängte sich eine große Menschenmenge in der Umgegend der Depntier- i en kämm er. Um 10 Uhr 30 Min betraten der König Konstantin und die Königin Sophie, begleitet vom Kronprinzen Georg und dem Prinzen Alexander den Saal. Die Deputierten erhoben sich von den Plätzen. Der König trug Generalsuniform mit umflorten Achselstücken, die Königin Sophie erschien, in tiefe Trauer gehüllt, mit dem Grost- kreuz des Erlöserordens. Der Metropolit sprach das Gebet und verlas dann den Eid, welchen der König mit lauter Stimme wiederholte. Darauf unterzeichnete der König die Eidesformel, welche die Minister und der Metropolit gegen- zeichneten. Die Minister, Deputierten und übrigen Anwesenden brachen in langanhaltende begeisterte Zurufe aus.
Der Königsmörder Schinas ist gestern in das Mlitärstrafgericht eingeliefert worden, da in Saloniki der Belagerungszustand herrscht.
Ans Stadt ttttfc
ließen, 22. März 1913.
** Ans dem StaatsMinisterium. Der Großherzog hat den Ministerialsekretär beim Staatsministerium Legations- rat Dr. Wilh. Neidhart zum vortragenden Rat in diesem Ministerium unter Verleihung des Charakters als Geh. Legationsrat und den Kreisamtmann Dr. Gust. Heß zu Darmstadt zmn Ministerialsekretär beim Staatsministerium ernannt.
** Au s bem Militär-Wochenblatt. Kriegs- gerichtsfekretär Illing mürbe von ber hessischen (25.) zur 34. Division versetzt. Geh. Kriegsrat und Militärintendanl des 18. Armeekorps, Streubel, wurde zum Wirklichen Geheimen Kriegsrat ernannt. Der Militär-Jntendantur-Re- gistrator des" 18. Armeekorps Schmeltzer wurde zur Intendantur des 4. Armeekorps versetzt.
** Hessischer Svarkassenverband. Man schreibt uns: Der in die Tagesblätter gelaugte Bericht über den letzten Lerbandstag ist in allen mesentlichen Punkten unzutressenb. Die Bestimmungen des preußischen Sparkassengesetzes über die Anlagen in Wertpapieren wurden nicht als nachahmens- ober erstrebenswert erachtet, sondern im Gegenteil durchaus ablehnend be- banbett, wie sich überhaupt die Versammlung gegen jeden gesetzlichen Zwang ober sonstigen Eingriff in das den öffentlichen Sparkassen zusteÜende Selbstverwaltungsrecht ausgesprochen hat. Ganz falsch ist die Angabe, daß die Sparkassen in Bezug aus den Reservefonds nicht überall den gesetzlichen Vorschriften cntiörcdxn würden, was bei keiner einzigen hessischen Sparkasse zutnsst und ruch bei dem von der Regierung wirksam ausgeübten Aussichtsrecht und Prüfung der Rechnungen durch die Oberrechnungskammer ganz ausgeschlossen ist. Zur Beratung stand lediglich die Frage, in welcher Höhe die Bereithaltung flüssiger Mittel und leicht flüssig zu machender Werte, wozu in erster Linie Staats- und Reichsanleiben gehören, für die Sparkassen wünschens inert sei. Es handelt sich also um die L 1 g u r d e r h a l t u n g der Sparkassen und nicht um die Liquidation, wie der Bericht.- wstatter schreibt. Da einige kleine Sparkassen in der Anschaf iung solcher Werte etwas zurückstehen, wurde beschlossen, daß m Zukunst Sparkassen bis zu 10 Millionen Mark Einlagen mindestens 10 Prozent und größere Sparkassen entsprechend mehr, im Maximum mindestens 15 Prozent ihres jährlichen Einlagen- zuwachseS in Staats und Reichsanleihen anlegen sollen und datz die Sparkassen sich in dieser Beziehung freiwillig der Kontrolle des Verbandes unterwerfen. Dieser Beschluß unterliegt jetzt der Zustimmung der einzelnen Sparkassenvorstande
** Nachdem die Maul- und Klauenseuche in den letzten Monaten rapid zurückgegangen ist, zeigt sie seit Begrün dieses Jahres eine ziemlich gleichmäßstge Ausbreitung auf etwa 200 Gehöfte in Deutschland. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, daß zur Zeit der stärksten Ausbreitung vor etwa P/> Jahren zeitweise rund 80000 Gehöfte gleichzeitig verseucht waren Bedenklich ist dagegen, daß immer nc h eine zie.mlich große Zahl von Neu- ausbrächen gemeldet werden, ein Zeichen dafür, daß trotz der erfolgreichen Bekämpfung an Stellen, an denen tue Seuche herrscht, die W e i t e r v e r b r e 11 u n g nicht genügend verhindert werden kann. So sind am 28. Februar von 186 verseuchten Gehöften in 122 Gemeinden 113 Gehöfte in 63 Gemeinden als neuverseucht gemeldet. Besonders in Bayern und Württemberg ist die Neuverbreitung eecht erheblich. Man sieht hieraus, daß bic Gefahr, daß üe Seuche wieder an Ausbreitung zunimmt, noch nicht überwunden ist. Dieser Lage gegenüber müssen alle Faktoren berücksichtigt werden, bic eine Verbreitung der Seuche begünstigen können. Als solcher ist auch bie^E'.nstellung auswärtiger — vielfach sogar ausländischer - Saisonarbeiter in landwirtschaftliehen Betrieben zu betrachten. Besonders bezüglich der letzteren ist man nie in der Lage, eine Kontrolle darüber auszuüben, ob sie nicht ans verseuchten
durch bic unzweckmäßige Haltung der Böcke. Viele Ziegenbmke wurden schon seit Wochen zur Zucht verwandt, bevor sie zucht- tauglich und zur Körung angemeldct paren.
Was die Haltung der Faseltiere angeht, so ist folgcnbcg zu bemerken: ,
Die Haltung der Bullen war mit wenigen Ausnahmen befriedigend, am besten überall da, wo sie in Bullenställen in eigener Verwaltung der Gemeinden geschah. UcbcraU war auch da eine längere Ausnukungsdauer, ein geringerer Verlust durch Krankheit durch Bösartigwerden und eine gleichmäßigere Aus^ Nutzung des Materials zu konstatieren.
Dagegen gab die Haltung der Eber und besonders der Ziegenböcke häufiger zu Tadel Veranlassung. Die Unterbringung der Ziegenböcke macht wegen der unangenehmen Beigabe des Geruchs — trotz guter Bezahlung — immer mehr Schwierigkeiten. Am besten ist auch hier bic Haltung im _Gcmeinde- saselstall. Sonst finbet man vielsach mangelhafte Stallungen, schlechte Pslege der Klauen unb bes Haarkleides und auch manchmal mangelhafte Fütterung.
Daß man auch bic Eber im Bullenstall gut und zweckmäßig unterbringen kann, wird von einer Gemeinde bewiesen, bic einen der besten Eber im Kreise hat. .... .
Von der Einrichtung der Gemeindefasclställe sollte noch von viel mehr Gcmeindcii Gebrauch gemacht werden: denn überall wo solche bestehen, ist ein Fortschritt in der Viehzucht erkennbar.
Angeblich sollen bei der Ausrodung eines Wäldes an dieser Stelle, starke Lohe genannt, $mci Hünengrab er dort entdeckt worden sein und in einem habe sich eine Tafel mit einer rätselhaften Inschrift vorgcsunden. Daraufhin sei der Stein von dem Besitzer von Friedeihausen zur Ent-
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£ bei Buffen, Reiferkeif, Bronchialkafarrb g
S vorzüglich b*wrthrl haben.
Nachahmungen weine man zurück. Prell 85 Pfg. per Schachte), überall erhältlich. g
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