Nk. 205
Zweiter Blatt
165. Jahrgang
Gießener Anzeiger
Erscheint tLgNch mit Ausnahme deS Sonntags.
General-Anzeiger für Gberheffen
Tie „«iehener 5a»NienblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erfchcinen nwnatlich zweimal.
Samstag, 50. Augvst 19X5
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität- - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedüion und Druckerei: Schul-
straße 7. Expedition und Verlag:
Redaktion: ««112. rel.-Adr.:Änze»gerDicßeii.
politifcbc iZaacifcbau«
Zum „Frieden von Metz".
hum ist in Metz der „Friede" zwischen ,Löln" und „Berlin" feierlich proklamiert worden, da tritt neben die alles andere als sriededurstigen Ausstreuungen der „Quer- Ireiberblälter", Hermann R o c r e n mit einer Broschüre out den Plan, die den vielsagenden Titel trägt: „Zentrum 'und Kölner R i ch t u n g" (Trier, Petrusvcrlag, 1913).
m3 dem Buch verdient als Beisviel, wie tief die Gegensätze gehen, wiedergegcben zu werden. Roercn spricht da von der Eutkottfessionalisierung der Windthor st Kunde und teilt folgende Episode mit:
„BiS 1905 halten die WindtKoritbundc einen katholischen Elvrakter. Auf dein Bundestage zu Köln 1905 nrnrbc der Beschluß gefasst, den katholischen Charakter fallen zu lassen und intet* konfessionell zu werden. Auf dem Bundestage zu Wies- 1 haben 1907 wurde von Essen Breslau der Antrag auf Wiederherstellung des kathslischenCbarakters gestellt. De- tminbet wurde dieser Antrag vom Fürsten Löwenstein (dem Aelteren, dem Protektor Der Windtiwntbunde, der ausführte: „bir Religion umfasse alle Gebiete des Lebens und könne daher bei der politisch'!? Erziehung der Jugend nicht entbehrt werden. Tiefe Religion könne für uns nur die Tatboliid» fein. Er sehe in dem Bestreben, übernU das Wort katholisch zu vermeiden, eine Gefahr für den Glauben. Er ersuche, dem Antrag zuzu stimmen Qt fuhr bann wörtlich fort: ,^Jck) verdiente mit Schimpf und Schande hier hi naus gejagt zu werden, wenn ich nicht in meiner Eigenschaft als Protektor für die Aufrechterhaltung des fntboliicben Eh.trak.ers der Windthorstbunde mit aller Ent- fd)iebcnlKit eintrctcn würde." Ter Antrag wurde indes abge- l e 1) n t. Ter greif'? Fürst ergriff darauf nodnnals das Wort und erklärte: „Meine .Herren! Id, muß jetzt von Ihnen scheiden. Id» wünsche dem Windthorstbunde eine segensreiche Entwidlung. Turch meinen Eintritt in den Orden hätte id, bemnädjft mein Amt als Protektor niederlegen müssen, des- »mgeachtet muft id, jebod), um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, erNären, das' es mir nach dem soeben getonten Beschlüsse unmöglich ist, Protektor zu bleiben. Bor Schmer; über diesen Besdülisr könnte sich mir das Herz im Leibe Hern m- drehen. .*öiermit lege ich das Protektorat nieder." Er verlies; dann den Saal, kehrte aber am folgenden Tage noch einmal zu den Verhandlungen -zurück, „um die wichtige Mitteilung zu madvn, baf: sämtliche bcut f d,c n Bischö fe auf dem Boden des Antrags ständen und wünschten, das: der Windthorstbund fatbalifd, bleibe." ".'lls »hm darauf erwidert wurde, daß. zwischen fiBuni'di nrfo Beschlus', untcrfdicben werden müsse, ein Besdünß der Mschöse aber wohl nickst vorliegen könne, da sie die gegenteilige Ansicht noch nicht gehört hätten, und das? die Mitglieder der Bunde aud, fernerhin gute Katlwliken bleiben würden, — da ernribertv der Fürst: ,^Id) höre immer das Wort, wir wollen Tatholifd) sein und sind katholisch 9lber, meine Herren! man darf es nur nidrt öffentlich sagen."
Tcu Bachemiten wird dieser neue Vorstoß der Ostcr- dienstagsleute wieder ziemlich unangenehme Stunden bereiten, um so mehr, als aud, Herr Roeren mit einer besonderen Aufmerksamkeit des Papstes aufwarten kann, Roeren hat nämlich durch die apostolische Nuntiatur München auf einen Glückwunsch an den Papst zu dessen zehnjähriger Pontifikatsfeier eine sehr freundliche Antwort mit dem apostolischen Segen erhalten.
•
Eine Reform des Armcnrechts
ist schon wiederholt gefordert worden. In der neuesten Nummer der „Deutschen Iuristcn-Zeitung" gibt Landgerichtsrat Kalcinauu -Göllingen ein Bild der dem jetzigen Armenrecht anhaftenden Fehler, verkennt aber auch nicht die Schwierigkeiten einer Neuregelung. Im Interesse der Anwälte und des Prozeßgegners der mit Armen recht ausgestatteten Parte, ist aber eine Reform notwendig geworden. Wie der Arzt für arme Patienten von den Krankenkassen bezahlt wird, muß für den Anwalt der Staat eintreten, wenn die arme Partei unterliegt, dies ist der Vorschlag des Autors. Er geht sogar noch weiter und will auch in diesem Falle vom Staate dem Prozeßgegner die gesamten Kosten erstattet wissen. Der Staat dürste sich gegen solche Forderungen wohl energisch sträuben. *
Eine Einschränkung des Hausiergewerbes wird vielfach von Geschäftsinhabern, namentlich des Handels nach dem üblichen Geschäflsschluß, angestrebt. Verschiedene Miltelstandsvcrbände sind in diesem Sinne bei den zu ständigen Instanzen vorstellig geworden. Diese sind jedoch so weitgehenden Forderungen abgeneigt. Ihr Standpunkt geht dahin, daß der Staat in die Konkurrenzverhältnisse einzelner Gewerbe zum Nachteile des einen Teiles nicht ein» greifen könne. Der Gewerbebetrieb im Umherziehen, so der Lbstverkauf auf den Straßen, der Blumenhandel im Um- herziehen, der Ansichtskartenhandel in Lokalen etc., muß dem stehenden Gewerbebetrieb gleichgeachtet werden. Dieser Handel kann nur durch Polizc,Verordnungen eingeschränkt werden, wenn eine solche Einschränkung aus Sicherheitsgründen geboten ist, so z. B. der Handel in belebten Straßen. Nach Geschäftsschluß ist der Straßenhandel in den Großstädten auch meist verboten, eine Konkurrenz also für den Ladenbesipcr nicht zu befürchten. In geschlossenen Räumen ist der Ansichtskarten- und Blumenverkauf, sowie der Verkauf von Zigarren als Teilbetrieb des Unternehmens erlaubt. Aud) hierdurch werden benachbarte Geschäfte nach den angcstcllten Ermittelungen nicht wesentlich geschädigt. Die gestellten Forderungen sind deshalb von den zuständigen Instanzen abgelehnt worden. Dagegen wird der Betrieb von Wanderlagern, die mehr für das platte Land als die Stadt, in Betracht kommen, von der Bedürfnisfrage abhängig gc macht werden und eine diesbezügliche Novelle zur Gewerbeordnung dem Reichstage zugehen.
Noch in einer anderen <yragc ist die Stellung der Regierung ablehnend, nämlich bei der Fo rderung au f V erbot d e Z u g a b e w c s e n s i m D e t a i l b a n d e l. Es find zurzeit Ermittlungen im Gange, ob das Zugabewesen tatsächlich, wie behauptet, eine unlautere Konkurrenz sei und als Lockmittel dem Publikum Schaden bereite. Was bisher bekannt geworden ist, unterstützt diese Auffassung nicht. Man ist auch der Meinung, daß man nicht zuviel geietzlich regeln müsse und daß kleine Unbeauemlichkeiten, wie das Zugabe- wesen, ben gesetzgeberischen Apparat nicht in Bewegung setzen dürfen. Ein Verbot: Zugaben den Käufern zu übermitteln, Jäßt sich nicht begründen, höchstens ein Verbot der öffentlichen
Bekanntgabe von Zugaben. Meist sind solche Zugaben ganz wertlos und auch das Publikum bewertet sie so, läßt sich also wohl kaum noch dadurch anlocken. Auch in diesem Falle wür den gesetzliche Maßnahmen ein Eingreifen in die Monfur renzverhällnisse bedeuten. Es dürfen in dieser Richtung nicht zu weitgehende Forderungen vom Mittelstände aufge stellt werden, man kommt sonst dahin, daß man schließlich noch die Feststellung von Mindestpreisen für Waren verlangt, damit die Konkurrenz nicht zu Schleuderpreisen verkaufen kann, und man ein Verbot des Filialwesens anstrebt. Bei dringenden Mißständen ist ein gesetzgeberisches Einschreiten geboten, nicht aber bei Bagatellen.
Deutsche Arbeit in Palästina.
Dem „Verein für das Deutschtum im Ausland" wird aus Palästina mitgeteilt: Am 18. Juli konnte das vom Deutschen Verein des heiligen Landes im Sl. Paulus-Hospiz zu Jerusalem eingerichtete kleine Lehrer fe m in ar für die katholischen Elementarschulen Palästinas weitere sechs Zöglinge mit dem Zeugnis der Reise entlassen. Die Prüfung sand statt in Gegenwart der Geistlichkeit, des kaiserlich deutschen Generalkonsuls E. Schmidt und des tür kischen Mudirs für Schulwesen. Schon im vorigen Jahre war das Reifezeugnis vier anderen Seminaristen zuerkannl worden. Die jungen Lehrer sind sreilick» alle von Geburt Araber und sollen arabische Kinder in ihrer Muttersprache unterrichten. Da sie aber nach vierjährigem Lehrkursus auch des Deutschen mächtig sind, werden in absehbarer Zeit alle Lehrerstellen der katholischen Elementarschulen in Palästina mit deutschredenden Lehrern besetzt fein. Da die vom lateini scheu Patriarchen Jerusalems angestellten Lehrer durch die türkische Regierung als staatliche anerkannt und infolgedessen vom Militärdienst entbunden werden, so fehlt es nicht an Bewerbern für die im Lehrerseminar freigewordenen Plätze.
Auch die beiden vom deutschen Verein des heiligen Landes unterhaltenen ober unterstützten Mädchenschulen in Je rusa lern und Haifa, geleitet von deutschen Borro mäusschweftern, entlassen jedes Jahr eine schöne Zahl her- angewachsener Mädchen, die das Deutsche fast ebenso geläusig wie ihre arabische Muttersprcche reden und schreiben. Bekannt ist, daß derselbe Verein in Ob er galiläa mehr als fünfzehn verschiedene Dorfschulen für Knaben und Mädchen unterhält. In diesen Schulen handelt es sid) vor allem darum, den Kindern einen gediegenen Schulunterricht zu geben, ohne sie ihrem eigenen Volkstum zu entfremden. Da aber diese Schulen sehr beliebt geworden sind und die deutschen Lazaristen^ von allen Seiten mit Bitten um die Gründung weiterer Schulen angegangen werden, so kommen aud) diese Schulen der deutschen Sache zugute. Wenigstens einmal jeden Monat wird eine jede dieser Schulen von einem Priester trotz äußerst beschwerlicher Gebirgspfade besucht, um den Lerneifer bei Lehrern wie Kindern zu unterhalten. In jüngster Zeit konnten zwei weitere solcher Schulen eröffnet werden am Südabhange des großen Hermon. Schon seit Jahren hatte der griechisch-katholische Bischof von Dschedeide inständig darum gebeten.
Zur Erschwerung der deutschen Einfuhr in Frankreich.
In den Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland lesen wir:
Artikel 15 des französischm Zolltarifgesetzes vom 1. Januar 1892 besagt, daß von der Einfuhr, Durchfuhr und in Verkehr- setzung alle jene ausländischen Produkte — natürliche oder cr zeugte — ausgeschlossen sind, die auf her Ware selbst, aus Emballage, Kisten, Säcken ober Etiketten eine Fabriks oder Handelsmarke, einen Namen, eine Bezeichnung oder irgend eine Hinweisung tragen, die glaubhaft machen kann, daß die Ware in Frankreich erzeugt ober frankoi'i)d>en Ursprungs sei
Diese Bestimmung hat schon bei ihrem Erlaß. Widerspruch in allen Staaten gefunden, die am französischen Handel citter- ch'iert waren. Sie blick indessen trotz der besonderen Verwahrung von Seiten Deutschlands und Oesterreicch-Ungarns unverändert bestehen.
Daß die Schärfe und Einfuhrerschwerung, die in diesem Gesetze liegt, bisher sich nicht brückender bemerkbar machte, lag an der nicht gerade strengen Anwendung des Gesetzes, die von den Zollbehörden in Frankreich lange Jahre hindurch geübt wurde. Die frühere Duldsamkeit in der Auslegung des 8 15 hat ein ge- wisses Gewohnheitsrecht erzeugt, das die letzt eingetretene Aende- rung in der Handhabung als unberedtiigr erscheinen läßt.
Sehr große Firmen, die an der Ausfuhr nach Frankreich stark beteiligt sind, sind in letzter Zeit durch die neue Auslegung erheblich geschädigt. Waren wurden beanstandet, die durchaus nicht die Vorstellung erwecken könnten, daß sie in Frankreich erzeugt seien. Denn auf ihrer Fabrikmarke war der deutsche Her stellungsort ausdrücklich vermerkt.
Aus der Häufung solcher Fälle ist nun in Deutschland die Meinung entstanden, bafj gerade die Daren deutscher Herkunft besonders schikanös von den Zollbehörden behandelt wür den. Eine starke Bewegung tat sich in der deutschen Kaufmanns weit, in den Handelsvertretungen und Organisationen erhoben, die alle eine energische Abwehr fordern. Würde eine Verletzung der Mristoegünstrgungsklausel erwiesen, die bas handelspolitische Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland beherrscht, so wäre damit die rechtliche und tatsächliche Grundlage für diplomatisches Einschreiten von deutscher Seite gegeben
Es hat sich indessen herausgestellt, bat auch Oesterreicb- Ungarn gegenüber eine gleichartige französische Zollpraxis neuerdings ringeltet en ist. Daraus ist erfLrriicber- rorii'e der Argwohn erwachsen, baß vielleicht jtur die Treibund- ftaaten von jenen französischen Einfuhrerschwerungen betroffen werden. Hierüber i dtpeben zurzeit Untersuchungen Man wirt ihr Ergebnis abnxrrtni müssen, bevor weitere Maßnahmen getroffen wecken.
Ucbrigcn-3 sieht der Entwurf eines neuen deutschen Daren zrichcngesetzes ausdrücklich in seinem § 38 ein Ein- und Durch- fuhrveckot für ausländische Daren vor, die sich zu Unrecht den Anschein deutschen Ursprungs geben. § 39 regelt besondere Bet geltungsmaßnrhenen. Schon hierin liegt rin Schritt, der Frank reich sinn Bewußtsein bringen kann, daß etwaige ungehörige Ein feirigfeiten bei der Anwendung seiner Gesetze auf Deutsche b: uns in Zukunst eine nochdrücklicke Entgegnung eriahren wecken
Airche ttnfc Schule.
Die Schulbildung der preußischen Jurastudenten. Bon den 5690 Inländern, die im Winter semester 1912/13 in Preußen Jura studierten, hatten 4394 das Reifezeugnis auf einem Gymnasium, 911 auf einem Realgymnasium und 385 auf einer Oberrealschule erworben.
Die Zahl der Jurafttldenten, die von humanistischen Gmu- naficn kommen, fällt langsam (1912: noch Hl,6 Prozent, 1913: 77,2 Prozent).
Handel tmö Verkehr, Volkswirtschaft.
Von der Reichsdank.
Berlin, 29. Aug. In der heutigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsdank führte der Vizepräsident v Glasenapp auS: Der Status der Bank fei kein ungünstiger. Die Entwickelung habe sich in befriedigender Weise fortgesetzt, namentlich in den Anlagen. Die Wedrselanla.ze sei um 100 Millionen Mark geringer als im Vorjahre Die Metall- bedung sei kräftiger geworden. Der Bestand an Gold betrage 1153 Millionen Mark gegen 976 Millionen Marl im Voriahre, sei also zirka 180 Millionen Mark höher, trotzdem bereits 21 Millionen Mark an den Reichskriegsschatz abgeführt- worden seien. Allerdings sei die Goldzunahme zum großen Teil burd) den vermehrten Umlauf von kleinen Noten zustanbe gekommen, was ja aber auch beabsichtigt gewesen sei und vottswirtschastlich burdp aus vorteilhaft wäre. Der Geldmarkt außerhalb brr Reichsbank sei ebenfalls weniger angespannt; auch in England zeige sid) eine gewisse Erleichterung. Bei der Reichsbank seien vom 23. bis 27. August folgende Aenderungen eingetreten: Der Metallbestanb habe um 18 Millionen Mark zugenommen gegen sieben Millionen im Vorjahre. Tie Mlagen hätten um 10 Millionen Mark abgenommen gegenüber einer Zunahme von 34 Millionen Mark im Vorjahre. Die Girogelber hätten um 32 Millionen Mark zugenommen gegen 58 Millionen Mark im Vorjahre Die nn- gebedten Noten betrugen am 27. August 1903 193 Mill. Mk. gegen 165 Millionen Mark am gleichen Tage beS Vorjahres, feien also nur noch 28 Millionen Mark höher als im Vorjahre. Die Entwickelung sei bemnad) seit bem 23. August günstig gewesen Diese Verhältnisse legten also ben Gedanken einer Diskontherabsetzung nahe: man müsse aber abro arten, ob die Gelbmarkterleichterung nicht nur vorübergehend sei. Z n in Ende des Quartals sei mit einer starken Anspannung z u rechnen. Es sei zu befürchten, daß die Diskontherabsetzung möglicherweise nur von kurzer Dauer fein würde. Es wäre fraglid), ob die Reichsbank, wenn sie nach einer nu folgten Herabsetzung bald wieder zu einer Erhöhung aus 6 Proz. gezwungen würde, mit diesem Satz bis zum Jahresschlüsse aus- kommen würde, was man jetzt hoffe.
Märkte.
FC. Wiesbaden. Diehhos-Marktberlcht vom 29. Ana, Austrieb: Rinder 78 (Ochsen 20, Bullen 9, Kühe 49), Kälber 108,
Schale 25, Schweine 186. Preise für 100 Pid.
Geschäft mittel. Lebend- Schlacht-
Ochsen. gewicht
Dollsleischige, anSgemäslete, höchsten Schlacht» Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 62—57 93-102
Die noch nicht gezogen haben lungejochte) . 51—56 91 — 100
Junge, fleischige, nicht anSgemäslete und ältere ausgemästete............ 47—50 85—90
Bullen.
Voklsleischige, jüngere. . ....... 51—54 88—92
Dollsleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 47—50 81—83 Färsen, K n h e.
Dollfleischige anSgenrästete Färsen höchsten
Cchlachtwertes..... . . . • 50 —55 91—100
Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten
SchlachtiuerteS biS zu 7 Jahren 44—48 82—83
Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe......... 45—49 83—90
Mäßig genährte Kühe und Färsen 83—42 73—82 Gering genährte Kühe und Färsen .... 82—86 63—72 Kälber.
Feinste Maslkälber 70-73 117—122
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 66—70 110—119
Geringere TI oft- und gute Saugkälber . . • 60—65 100—109
Geringere Saugkälber......... 53—58 89—93
Schafe. Deibemastschase:
Mastlämmer unb Masthammel .... 45,50 —00 00 94—00
Schweine.
Dollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht * . . . . 627,-63 80-81
Dollsleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 61)4-627, 79—80
Dollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht .............. 64-647, 80—81
Dollsleischige Schweine vonl20—150 kg Lebendgewicht .......... 62 —63 78—79
ettschweine über 150 kg Lebendgewicht . 59-60 74—75
le. Frankfurt a. M., 29. Ang. Heu- und St roh markt.
Angefahren waren 7 Wage - Heu Stroh fehlte. Man notierte: t-eii 2,' 0—2,90 Mk , Stroh lKornlangstro >) 0.00—0.00 Alk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschält ruhig. Tie Zufuhren waren aud den Kreisen Friedberg, Tieburg unb Hanau.
kungSwrise des Odols. Während andere Mund- und Zahnpflegemittel, soweit sie für die tägliche Zahnpflege überhaupt in Betrackck kommen, lediglich während der wenigen Sekun- , 62x^22^22^ den des Mundreinigens ihre Wirkung ausüben, wirkt das Odol noch stundenlang, nachdem man sich die Zähne geputzt hat, nach. Durch diese ganz eigenartige Dauerwirkung des Odols werden die zahnzerstörerrden Gämngs- und Fäulnisprozesse im Munde stundenlang gehemmt bezw. unterdrückt.
Preis: */i Flasche «Monate ausreichend) Mk. 1-50,
7, Flasche Mk. —.85. <Z/r
Man begreife das ungemein
Bedeutsame der merkwürdigen, Wir-
festes 1
WS


