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ging bei Wavre nieder. (Säubert zerlegte sein Flugzeug und kehrte heute morgen mit der Eisenbahn nach Frankreich zurück.
Villa Eoublay, 21. April. Ter Ossizierslieger de Blamont ist aus einer Höhe von 100 Metern abgestürzt. Er mar sofort tot.
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w. Zweibrücken, 19. April. Tas Pfälzische Schwurgericht verhandelte während des gestrigen Tages unter Ausschluß der Oöffentlich kett gegen die Ehefrau Katharina Wittenmeier ans Edenkoben wegen Verbrechens wider das keimiende Leben und gegen die Ehefrau Henriette Lottes aus Edenkoben und Mara W e i t mann aus Neustadt, den Kaufmann Leopold Schäfer und die Büglerin Barbara Angel aus Neustadt wegen Beihilfe zu bem' genannten Verbrechen. Verurteilt wurden die Wittonrnviar zu zwei Fahren und sechs Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, die Angel ftu zehn Monaten, die Weißmann und Lottes zu je drei Monaten Gefängnis. Der Kaufmann Schäfer wurde freigesprochen.
Vermischtes.
* Ein gefahrdrohender Woh nnngsbrand kam am Montag abend in der Warschauer Straße in Berlin zum Ausbruch >nnd beschäftigte die Feuerwehr IV2 Stunden. Tas Feuer Txrtte seinen Herd in einer Wohnung des dritten Stocks und führte eine starke Berqualmkung der Wohnungen im vierten Stock fcnijr Ms die Feuerwehr eintraf, war ein Vordringen bis zum 4. Stock über-die vergualiwte Treppe nicht mehr möglich. Die Mieter des 4. Stocks hatten alle Fenster nach der Straße aufgerissen und lehnten sich hinaus, umi frische Luft zu schöpfen. Inzwischen ließ der Brandmeister einen mit Rauchhelm ausgerüsteten Sappeur vor gehen, der für Abzug dos Rauches sorgte. Hätten die Bewohner des 4. Stocks die Ruhe nicht gehabt, so konnte es leicht z-n einer Katastrophe kommen.
* Schutzimpfungen. Aus Dresden wird gemeldet: Prinzessin Johann Georg von Sachsen sowie ein großer Teil der Dienerschaft sind von Professor Koch-Berlin einer Schutzimpfung unterzogen worden, weil der kleine Schoßhund der Prinzessin an Tollwut erkrankt war. Das Tier wurde getötet: niemand soll von dem Hunde gebissen mürben sein.
* Verbrecherische Automobilisten. Im Walde zwischen Laub an und Görlitz fanden Soldaten die Leiche eines Mädchens. Das Mädck>en war von einem unbekannten Automobil überfahren und die Leiche dann in den Wald geschleift worden.
*Aus der Schaukel gestürzt. Aus Bremen wird gemeldet: Ter Baimnternehmer Greeten stürzte aus einer schaukel, die er für seine Kinder baute, und brach vör den Augen seiner Familie das Genick.
* Automobilunfall. Aus Brandenburg ivird gemeldet: Auf der Chausse überfuhr der Chauffeur R ha ch hu t mit seinem Troschkenauto einen Wagen. Der Kutscher wurde schwer verletzt. Ter Chauffeur erlitt keinen Schaden. Das Auto ist schwer beschädigt.
* Doppelselbstmord. Jn K 011bu § erschoß sich in seiner Wohnung der Kaufmann Wohlfahrt; seine 23 jäljrigc Eoustne, namens Schmidt, die hier zu Besuch weilt, nahm sich ebenfalls das Leben.
* Aba estürzt. Aus Innsbruck wird gemeldet: An der „Kugeligen Wand" bei Taner stürzte ein Herr Rigger aus Innsbruck beim Blumensuchen vor den Augen seiner 'drei Kinder ab und war sofort tot.
* Die Hinrichtung der Pariser Aütobandite n. Aus Paris, 21. April, wird gemeldet: Die Aut»mnditen Monier, Soudy uwd Callemttn wurden heute früh 4,30Uhr auf dem Boulevard Aragv vor dem Gefängnis de la Saute hingerrchtet. Von der Polizei waren umfangreiche Sicherheits- vorkehrung-en getroffen worden; irgend welche Ruliestornngen sind mebt vorgekommen. Zuerst wurde Soudy, dann Callemiw und zuletzt-Monier hingerichtet. Callemin sagte lächelnd, als er das Blut Soudys spritzen sah: „Der Todeslampf eines Menschen
ist ein sckwner Augenblick" Monier rief unter dcni Fallbeil: „Adieu ihr .Herren und auch die Gesellschaft!".
* Eisenbahnunglück. Aus I etat erin os- law, 21. April, wird gemeldet: Zivischen den Stationen R a s d r 0 y und P i ßm e n a j a fand heute ein Zusammenstoß zwischen einem .Kurierzug und einem Güterzug statt. Die Lokomotiven, zwei Personen- und ein Mterwagen tvur- den 'beschädigt, 15 Passagiere verletzt.
— Der M incma t 0 graph und das Urheberrecht. Eine bemerkenswerte Entscheidung fällte die neunte Zivilkammer des Kölner Landgerichts in einer Klage, die der Dichter Tr. Max Halbe in München, vertreten durch die Rechtsanwälte Justizrat Tr. Bock und BeusquenS in Köln, gegen eine Kinematographen-Gesell- fd?aft in Köln angestrengt hatte. Tie beklagte Gesellschaft hatte, wie die „Köln. Ztg." schreibt, von einer ausländischen Gesellschaft Filme bezogen, diese an eine Firma in München verkauft und ihr das Recht übertragen, diese Filme auf die Dauer von vier Wochen in Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen zil verleihen und ausziibeuten. Es handelte sich um eine aus acht Filmen bestehende Lissy-Nebuschl'a-Serie, die von der ausländischen Gesellschaft hergestellt ist. Unter diesen Filmen befindet sich einer, betitelt „Das Komödiantenlind". Er stellt den Lebenslauf eines Sck an spiel er lindes dar, dessen Eltern Mitglieder einer umher- ziehenden Truppe sind. An einer Stelle zeigt der Film den Zuschauerraum eines Torftheaters zugleich mit dem Blick auf die Bühne. Man sieht gleichzeitig die Vorgänge auf der Bühne und die im Zu schauer raum. Nach ben Angaben im Text des Film- prospetts ist das auf der Bühne gespielte Stück das von Max- Halbe verfas.te Tranta „Jugend". Tie letzte Seite des Prospektes bringt außerdem ein Bild aus diesem Teil des Films mit der Unterschrift „Schlußszene aus Halbes Jugeird und Komödianten- tinb". Tieses Bild zeigt Zu schau er raum und Bühne des Torftheaters. Personen und Situation auf der Bühne entsprechen genau der Schlußszene in dem genannten Drama. Tas Landgericht verurteilte die beklagte Firma, die getverbsmäßige Verbreitung von Filmen, die Szenen aus dem vom Kläger verfaßten Schauspiel Jugend enthalten, bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe zu unterlassen, und ferner an den Kläger als Schadenersatz 1000 Ml', zu zahlen; die kosten des Rechtsstreits werden ben Beklagten auferlegt. Aus den Entscheidungsgründen ist hervorzuheben, daß nach dem Gesetz über das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst der Urheber allein berechtigt ist, sein Werk für den Film zu benutzen und diesen Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und vorzuführen. Jede daraus gerichtete Tätigkeit eines andern ist unzulässig. Ter Zuwiderhandelnde macht sich sehadenersatzpslichlig, wenn ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last fällt. Hierbei ist es gleichgültig, ob das Werk ganz ober nur zum Teil vervielfältigt, verbreitet ooer vorgeführt wird.
* M ild crnder Umstand. Richter: „Angeklagter Grobhuber, Sie haben Ihren Nachbar wiederholt einen Öchsen genannt; können Sie irgend einen mildernden Umstand anführen?" — „I hab' halt an Preisochsen im Sinn g'habt!"
* T i e neue K r a n k h e i t. „Tu, Papa, da lese ich gerade von einer Klavierseuche: was ist denn das? - Klavierseuche? Das ist so eine Art Klauenseuckxe unter ben Menschen!"
* Unbegreiflich. Vater ^nachdem er seinem Söhnchen den Stock zu kosten gegeben.: „Nun sage mir, warum ich dich bestraft habe!" — Junge cheulend,: „Na, so was! Erst schlägt er mich halb tot und nun weiß er nicht warum?!"
SanveL.
K. K. O e st e r r e i ch i s ch e 4 1/2 ° o steuerfreie a m 0 r t. Staatsanleihe für Eisenbahnzwecke von 1913. Dec Erlös dient für bauliche Herstellung und Beschaffung von Fayr- betriebsmitteln der Staatseisenbahnen, im allgemeinen also für produktive Zwecke. Tie Anleihe bietet eine Verzinsung von etwa 47/flo/0. Die Anleihe ist an der Berliner Börse bereits zugelasjen. Zeichnungen auf diese Anleihe ntm!mi, wie aus dem Jnseradenteil erslchtlich, das Bankhaus Joseph Herz entgegen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende« Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen. Ter Arbeiterzng Gießen —Frankfurt, der 6,34 Uhr nachmittags hier abgeht, ist fast jeden abend so überfüllt, daß die Mitfahrenden sich kaum rühren können. Ani 15 April zahlte ich in einem1 Abteil 4. Klasse, das für 20 Leute bestimmt war, nicht weniger als 44 Personen. .Könnte man diesem Uebelstand nicht durch. Einstelllrng weiterer Wagen abhelfen?
Ein Atttfahrenber.
Wetteraussichten in Dessen für Mittwoch, den 23. April 1913: Meist beiter, trocken, tags mild, nachts kühl, Gewitterneigung.
Letzte nad)ricbten.
Zum Reg ierungsjubiläum des Kaisers.
Berlin, 22. April. Aus besonderen Wunsch an hoher Stelle soll von einer ursprünglich geplanten Sonderausstellung von Werken An ton vonZWerners im Rahmen der zum Regierungsjubiläum des Kaisers zu veranstaltenden Jubiläums- Kunstausstellung abgesehen worden sein, wie die Tägl. Rdsch. meldet, aus Rücksicht auf die Empfindungen Frankreichs.
*
Ein französischer Spion verhaftet.
Aschaffenburg, 22. ?lpril. Die hiesige Polizei verhaftete einen französischen Generalstabsoffizier Sarrauy. In seinem Gepäck fand man genaue Pläne deutscher Festungen, Mo- bilisierungspläne, Zeichnungen von Geschützmodellen und vor altem eine umfassende Korrespondenz. Aus dieser geht hervor, daß der Hauptmann mit Vertrauensleuten in Straßburg, Kiel und Berlin in Verbindung stand. Er traf häufig mit diesen Vertrauensleuten zu asm men und wollte dies auch in Aschaffenburg tun.
*
Judenausweisungen aus Rußland.
Warschau, 22. April. Der Generalgouverneur von Kiew hat eine Verfügung erlassen, daß 17 00 jüdische Hörer der bortigen Handelsakade m ße ausgewiesen werden sollen, da der Besuch der Vorlesimgetr ihnen fein' Recht gewährt, außerhalb des den Juden zugewiesenen Airsiedelungsrayons zu wohnen.
Petersburg, 22. April. 2 00 jüdische Familien sind aus Riga ausgewiesen worden. 100 Familien haben die Stadt innerhalb sechs, die übrigen binnen 10 Monaten zu verlassen. Viele von ihnen haben Jahrzehntelang in Riga gewohnt.___________________________________________
T i e A u s st e11 un g „D as Kind" wurde in Berlin eröffnet und findet in Elternkreisen lebhafteste Beachtung. Besonderen Reiz dürste auf die jungen Mütter ein Familien-Jdyll ausüben, welches die Firma Nestle zur Schau bringt. Eine von Mutter glück stralckende, junge Frau steht an der prachtvollen Wiege ihres jüngsten Kindes, nm ihm ein Fläschchen darzureichen, wonach es freudig zapp»!nd greift. Der etwa 1 Jahr ältere Junge sitzt im Kinderstuhl uno verzehrt mit sichtlichem Behagen seinen Nestlebrei. Tie gante Gruppe soll symbolisieren, welelxer Beliebtheit sich Neslle's Kindermehl in Familienkreisen erfreut, wie gern es die Kinder nehmen und wie gut sie dabei gedeihen. Probedosen werden kostenlos versandt durch: Nestle-Gesellsckwft, Berlin W. 57.___________________________________________ss2t/4.
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Lollar, den 22. April 1913.
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Besonderen Dank Worte und den der Beerdigung.
dem Herrn Pfarrer für die trostreichen löbl. Vereinen für die Teilnahme an
Für die uns in so reichem Masse bei unserem schweren Verluste erwiesene Teilnahme, sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir herzlichsten Dank.
Fran lakobine Weiss Wwe. und Kinder.
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Gießen, den 22. April 1913.
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unseres lieben Verstorbenen sagen wir herzlichsten Dank.
Im Flamen der trauernd Hinterbliebenen: Frau Margarethe Sommerlad Wwe.
Beuern, 22. April 1913.
Danksagung.
Für die uns bei unserem schweren Verluste allseitig erwiesene Teilnahme sagen wir hiermit allen herzlichen Dank.
Fran Corvinus Wwe.
und Anni Hühl.
Ein prächtiges Mädchen
angekommen.
Malermeister E. Gross und Frau Lina geb.Müller
Giessen, den 31. April 1913.
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HumMargNMIfi
lagen innigsten Dank.
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Familie Albert Kreiling.
Heuchelheim, den 21. April 1913.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen Mutter und Schwiegermutter
u. Damenverein Gabolsberger Mittwoch, 23. April Verenrsaberrd
Siebes - Feier u.Bertcil. der Ehrenpreise v. Vereins-Wettschreilrcn.
Tie Vorstände.
NB. Die Uebungsstunden für d. BerbandStag beginnen in der nächsten Woche und werden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag abgehalten._____________
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Wir empfehlen unseren Mitgliedern den Besuch der Vorträge heute, Dienslag, den 22. April, im Hotel Einhorn über „Die Entwicklung des deutschen SeeschifsbaueS bis zum Imperator", und am 25. April im Hotel Großher- zog v. Hessen üb. „10U Jahre deutsche Enttvickiung (1813 bis 1913)". v--/^
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