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Staatsverlaqz 25jährige;
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Kietzener Strafkammer.
Gießen, 20. Mai.
Gin Streit in der Silvesternacht unter Arbeitern deS Buderus'schen Hüttenwerks in Lollar befaßte die Strafkammer. Angeklagt sind die Hüttenarbeiter H. W. von Frohnhausen, Ch. E. und W. Sch. von Launsbach. Mit anderen Arbeitern hatten sie sich in der Silvesternacht wahrend der Arbeitspause um Mitternacht in eine Wirtschaft begeben und hier etwa 2 Stunden gezecht. Als sie angetrunken zu ihrer Arbeitsstätte zurückgekehrt waren, kam es zwischen dem Angeklagten Sch. und dein Hüttenarbeiter B. zu einer Rauferei, die aber harmloser Art war. Erst durch das Zugreifei' des .Angeklagten W. kam es zu einer schweren Körperverletzung. Er schlug mit einem langen Streicheisen zunächst auf den üch mit B. auf dem Boden balgenden Angeklagten Sch. ein und versetzte dann mit diesem Eisen dem Angeklagten E., der die Streitenden zu trennen sich bemühte, von hinten einen wuchtigen Schlag auf den Hinterkopf. E. brach sogleich zusammen und müßte nach Anlegung eines Notverbandes nach Gießen in die Klinik verbracht werden. Hier schwebte er eine Zeitlang in Lebensgefahr. Er ist indessen, wenn auch nicht die Möglichkeit weiterer ungünstiger Tattolgen ausgeschlossen ist, jetzt wieder soweit hergestellt, daß er seiner Arbeit nachgehen kann. Die Kammer erkannte gegen W. auf eine Gefängnisstrafe von 7 Atonalen und rechnete ihm 10 Tage dcr erlittenen Untersuchungshaft an. Sch. wurde mit einer Geldstrafe von M. 25.— belegt. E. hingegen jreigejprochen, da nicht nächiveisbar war, daß er sich an der vor- ausgehenden Balgerei hatte beteiligen wollen.
Unter Anschluß der Oeffentlschkei t wurde gegen den Landwirt I. I. von Eschenrod, der sich im vorigen Jahre fortgesetzt an seiner eigenen Tochter vergangen hatte, verhandelt. Urteil: 3 Jahre Zuchthaus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von fünf Jahren und Anrechnung von 6 Wochen Untersuchungshaft.
Auf Freisprechung von der Anklage des Sittlichkeittwerbrechens mürbe in der Strafsache gegen den Fabrikarbeiter K. A. in Höchst a. M., zuletzt in Büdesheim, erkannt, da das Gericht auf Grund der widerspruchsvollen Angaben der 13 jährigen Belastungszeugin den Angeklagten nicht für überführt erachtete.
B e r u f u n g s r ü ck n a h in e.
Der Grubenarbeiter W. G. in Leihgestern war wegen Körperverletzung von: Schöffengericht Gießen mit einer Woche Gefängnis bestraft worden. Seine Berufung gegen dieses Urteil zog er vor der Verhandlung zurück, worauf auch die Staatsanwaltschaft die eingelegte Berufung, die den Zweck hatte, dem Gericht die Möglichkeit der Straferhöhung zu geben, zurücknahm.
Unbegründete Berufung.
Ter mehrfach vorbestrafte Hausierer H. M. zu Hainchen verfolgt gegen ein Urteil des Schöffengerichts Altenstadt Berufung, weil ihm die gegen ibn wegen Beleidigung und Bedrohung ausgesprochene Gefängnisstrafe von 6 Atonalen zu hoch erscheint. Tie Verhandlung ergab, daß der Angeklagte schon längere Zeit einem Nachbarn aufsässig ist und ihn schon wiederholt auis schwerste beleidigt hatte. Auch an dein hier fraglichen Tage hatte er schwere Beleidigungen und Drohungen gegen ibn und den zur Hilfe herbei-- geholten Polizeidiener ausgesloßen. Die Kammer trat der Aus-- iaffung des Schöffengerichts bei, daß mir eine strenge Bestrafung den Angeklagten von derartigen Straftaten abhalten könne, und verwarf seine Berufung. Außerdem sprach sie den beiden Beleidigten die Befugnis der Urteilsveröffentlichung zu.
n-Mainische &r- Mitglieder und einshause, Stift« nächst wird über ri- des Verlor Tt. Theobald aßburger M- l erstatten wird, lgender fragen: älteren und neu ebiete der Volks- M KineMtv- :c Sinteratbeit lekigMM, wie sfenvenchts und : Verband hofft üfen. Ae Mit- er Geschäftsstelle Äeittag für ver- lerfchaftlichc M- stehen kostenfrei
Prottrnzial-Ausschutz der Provinz Oberhessen.
L. Gießen, 21. Mai.
Anwesend: Ter Vorsitzende Geheimerat Dr. Usinger und fünf Mitglieder. Anfang 9, Ende l1/, Uhr.
1. Enteignungvon Gelände zur Verbreiterung der Nollgasse in Grün in gen. Nachdem der Provinzialausschub bereits trüber die Zulässigkeit der Enteignung aus- aesprochen und die Gemeinde Grüningen durch Vorlage der Quittung der Eigentümer nachgewiesen hatte, daß Zahlung erfolgt ist, wurde heute die Enteignung der den: Christian E. Bingel II. u. n. gehörigen, im Gemarkung Grüningen gelegenen Grundstücke Flur I Nr. 269 und 270 ausgesprochen.
2. Die Festsetzung der D i e n st b e z ü g e des G r o ß h. Bürgermeisters zu Ober-Mörlen. Bei der einheitlichen Regelung der Dienstbezüge der Bürgermeister im Kreise Friedberg wurde der Gemeinde Ober Mörlen empfohlen, die Bezüge des dortigen Bürgermeisters aus 2050 Mk. festzusetzen. Der Gemeinde- rot setzte den Gestalt jedoch nur auf 1600 Alk. fest, womit sich der Bürgermeister aber nicht einverstanden erklärte. Das Kreisamt stellte darauf ein förmliches Ansinnen an die Gemeinde, in dem die Festsetzung der Bezüge auf 2050 Mk. verlangt wurde. Auf die Weigerung der Gemeinde hatte der Krcisausschnß zu bcsinden, der bie Gemeinde antragsgemäß verurteilte. Der Gemeinderat legte Bernsimg an den Provinzialausschuß ein, der das erstinstanzliche Urteil bestätigte.
3. G e s u ch des B ü r g e r v e r e i n s Romrod um Erlau b n i s z u m B e t r i e b einer Schankwirtschaft mit L r a n n t w e i n a u s s ch a n k. In Romrod besteht ein Büro erverein, dessen Mitgliedschaft durch Zahlung eines Eintrittsgeldes von 10 Pfg. und eines jährlichen Beitrages von 25 Psg. erworben werden kann. Er zählt angeblich ungefähr 180 Mitglieder. Gs wurde in dem Versammlungslokal, dem Hause des Metzgers Johs. Kunz, ein Wirtschastsbetrieb eröffnet, ohne daß die notwendige Erlaubnis nachgesucht wurde. Als der Verein um die Erlaubnis zu einem Tanzvergnügen nnchsuchte, wurde fest- gestellt, daß er keine Wirlschaftskonzeision besaß und deshalb die Fortführung der Wirtschaft untersagt. Ter Verein kam hieraus um die Konzession ein. Den Wirtschastsbetrieb stellte et erst ein, nachdem verschiedene Vorstandsmitglieder bestraft worden waren. Der Gemeinderat sprach sich gegen das Gesuch aus, da in Romrod bei 793 Einwohnern bereits 6 Wirtschaften vorhanden sind. Der Kreisausschuß des Kreises Als- ’clb lehnte daraus das Gesuch mangels Bedürfnisses ab. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung war ohne Erfolg, denn auch der lftovinzialausschuß konnte sich von dem Vorhandensein eines 93c- düttnisses nicht überzeugen. . .
4. Klage des F o r st m e i st e r s S p e n g l e r m Bu d r n g e n gegen bie L a n d w i r t s ch a f t s k a m m e r für Hessen wegen Heranziehung zu deren Beiträgen. Forstmeister Spengler war mit einem Hausgarten zu den Umlagen der Laudwirtschaflskammer herangezogen worden. Da die Gewächse nur in seinem Haushalt Verwendung falben und außerdem der Karten zum Teil als Ziergarten angelegt ist, klagt Forstmeister Spengler aus Befreiung von der Beitragsleistung. Gemäß der kon-
Die Sttftungskap Italien betragen 6170 Mk., daS Vermögen beläuft sich auf 5200 Mk., somit das Gesamtvcrmögcn aus 13512 Mi. Die Zuwahlen zum Ausschuß ergaben die Wahl von Provinzialdirektor Geh. Negierungsrat Fey-Darmstadt, Kreisschuliusp. Pros. F-reusefaDarmstadt (2. Schriftführer), Kreisrat Schliephate - Friedberg, Kreisrat Kranz b ü h l e r -- Schotten, Schulrat Süß- Friedberg und Haupt lehrer Storch-Butzbach. Der bisherige 1. Schriftführer Häuslein legte wegen Krankheit sein Amt nieder, er wurde zum Ehrenmitglied des Vorstandes gewählt. An seins Stelle ist inzwischen Professor Pölsing-Darmstadt getreten.
Den Schluß <der Tagung bildete der mit großem Beifall angenommene Bdrttag des Hauptlehrers Storch-Butzbach: „Unsere gefiederten kleinen Sänger verdienen unseren Schutz und unsere Freundschaft". Er schildert uns neben den Freuden und der Unterhaltung, die uns die Vögel bringen, bereit Nutzen und Daseinsberechtigung und wie leider gar oft manche der lieben Sänger verkannt würden. Besonders müsse gegen die Gefühllosigkeit der Jugend in Scl)ule und Haus angekämpft werden. Die Jugend solle zum Schutze der Vögel und zur Fütterung im Winter angeleitet werden.
loffe, MeniW-- dgl. mehr W infl iMsgestoM tlidirn Md lM.di-.-E lahrc icien it denen sich i deutschen SW achlfra^ ae haben snh „ Lcbristen xrfatö Md * inb nickt is:j
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slaiften Rechtsprechung der Verwgllnngsgericbte gab der Provinzial- onSschuß der Klage statt und entschied, daß Beiträge von dem srag- lichen föritnbfh'id nicht zu leisten seien.
Watiöcr« ttnO Reisen.
* 9. Reise n g ch der Wasser kante. Die vom 9. bis 16. Juli stattfindende diesjährige Mainzer Flottenfahrt erfreut sich tvieberum lebhaften Interesses, was in Anbetracht des sehr niedrigen Preises von Mark 98.— ab Mainz, Mk. 93.50 ab Köln, Ml. 87.— ab Bremen und des dafür Gebotenen verständlich ist; werden doch diesmal außer Helgoland und unserem großen Kriegshafen Kiel wieder olle drei deutschen Hansastädte besucht, außerdem ist noch ein Abstecher nach dem Ostseebad Travemünde vorgesehen. Die Fahrt ist also von einer außerordentlichen Reichhaltigkeit und wer bie .Absicht hat, sich zu beteiligen, möge mit seiner Anmeldung, die an das Reisebureau L. Lyffen- hop & Eo., Mainz, zu richten ist, nicht zögern. Das ausführliche Programm ist dort, sowie bei unserer Expedition kostenlos erhältlich. In Gießen nimmt Anmeldungen entgegen Herr Karl Loos, Ain Kirchenplatz.
Sport
'--Fußball. Am Sonntag fand auf dem Spottplatz an der Hardt ein Wettspiel zwischen der 1. Mannschaft des Gießener Sportvereins von 1900 und des F. E. Olympia D a r m - ft a b t statt. Trotz des schlechten Wetters war der Platz in gutem Zustande, auch hatten sich viele Zuschauer eingefunden. Das Spiel wurde flott und einwandfrei durchgeführt. Die hiesige Mannschaft zeigte die besseren Leistungen, konnte jedoch infolge eines 'Eigentores nur ein unentschiedenes Ergebnis von 2:2 Toren erzielen.
— Ein deutscher M e i st e r- R u b e r c r in Henley. Kurt Hoffmann vom Mainzer Ruder-Verein, der im vergangenen Jahr bekanntlich die Meisterschaft von Deutschland im Einer gewann, trainiert bereits seit einiger Zeit in Pntney auf der Themse, um sich für die diesjährige Henley-Regatta vorzubereiten, auf derer das Einerrenucu um die berühmten Diainoud-Sculls bestreiten will. Wie es beißt, soll er schon jetzt in recht guter Form sein. Außer ihm haben noch andere hervorragende Ccutlcr Putucy zu ihrem Trainingsguartier gewählt, nämlich der frühere australische Meister Eecil McVilly und der Kanadier E. B. Butler vom Argonaut Rowing-Elub, Toronto. Allem Anschein nach wird cs daher auch in diesem Jahre um die Diamond Sculls sehr heiße Kämpfe geben.
Universitäts-Nachrichten.
— Der Wingol fbu n d feierte in der Psingstwoche sein 31. Wartburgfest. Die Zahl der teilnehmenden Philister und ?lk- tioen betrug etwa 500. Die Aktivem fanden sich am Dienstag, meist nach mehrtägigen Wanderungen, in Ruhla zur Begrüßung zusammen, von wo aus am Mitttvoch Aäorgen der Marsch über die „Hohe Sonne" nach Eisenach angetreten wurde. Stuf der „Besprechung wingolfitischer Angelegenheiten" hielt Studiendirektor Schafft (Bonn) den Hanpwottrag über den Wingolf und die christlichen Bftttebungen in der Stnbentenfdjaft, in dem er die Stelle des Wingolfs zur Chttstlichen Sttldentenvereinigimg, zum Schwarzburgbimd und zu den katholischen Verbindungen scharf umriß. Die Konvente des „Verbandes alter Wingolsiten", die Pfarrer Winkler (Berlin) leitete, wie die der AMvitas befaßten sich besonders mit Verhandlungen über eine von D. Waitz (Darmstadtt in Angriff genommene „Geschichte der Wingolfsverbindungen" und den Ausbau der „Wingolfs-Blätter". Tiefen Eindruck machte die von Privatdozent Liz. Hein zel mann (Göttingen) chei der „ernsten Feier" im Walde gehaltene Ansprache.
Vermisstes.
— Mäx Reinhardt als Angeklagter. Aus Breslau wird uns gemeldet: Als Vorspiel zu den von Reinhardt infrenierten Breslauer Festaufführungen fand vor dem Breslauer Schöffengericht eine Hauptverhandlung gegen Matz Reinhardt statt. Reinhardt war angeklagt, in Breslau ohne genügende Konziessivn ein Gastspiel veranstaltet zu haben. Reinhardt, der mit den Festspielproben hier beschäftigt ist, war nicht persönlich anwesend. Für ihn war der Syndikus des Deutschen Theaters, Recksts- anwalt Lubszvnski erschienen. Das Gettckt kam nach einem ausführlichen Plaidoyer des Verteidigers zu einer Freisprechung des Llngeklagten. Es stellt fest, daß die für das Berliner Deutsche Theater erteilte Konzession auch für auswärtige Gastspiele völlig ausreiche. Das Urteil ist für die deutschen Bühnen von grundlegender Bedeutung. Denn es geht daraus hervor, daß eine Konzession nicht unbedingt an den Ott gebunden ist.
vücherttsch.
— MeyerL Geographischer Handatlas. Vierte' nellbearbeitete und vermehrte Auslage. 121 Haupt- und 123 Nebenkarten mit 5 Textbeilagen und alphabetischem Register aller auf den Karten und Plänen vorkommenden Namen. In Leinen gebunden 15 Mark Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Daß „Meyers Geographischer Handatlas" in neuer, bereits vierter Auslage erscheinen konnte, ist an sich schon eine Empfehlung des Werkes, dessen besonderen Vorzug wir in seinem glücklich gewählten LerikonsArnmt erblicken. Im Gegensatz zu den großen Folianten, denen „Meyers Geographischer Handatlas" weder in der Reichhaltigkeit noch in der Güte der Karten nachsteht, finden wir gut übersichtliches Kartenmaterial in einem zwar starken, aber doch noch dnrchaus handlichen Band zusaimncngesaßt, der keine Unbequemlichkeit verursacht, wenn inan ihn benutzt und der sich mit Leichtigkeit in jedem Bücherregal nnterbringen läßt. Vergleiche mit der letzten A'istage lassen ans jebem Blatt des AtlaS wesentliche Verbcfferungen und vor allem Schritthalten mit den Zeitereignissen erkennen. Nenstiche sind die Karten Ostindien (2 Blätter), Arabien, Südafrikanischer Bund, Kleine Älntillen, 9Uaska, Kaiser- Wilhelm-Land und Bismarck-Archipel, Böhmen, Oberitalien. Karten, deren Maßstäbe denen der großen Handatlanten nicht nachstehen. Entbehrten in den früheren Anklagen eiinge Karten wie Italien, südliche Hälfte, Ungarn, Bosnien, Ehina usw. eines natürlichen Abschlusses, so sind jetzt auch diese Mängel beseitigt und das geographische Bild gut abgerundet worden. Die Karte von Kamerun zeigt schon die bet den Marokkoverhandlnngen besprochenen Neueriverbungen und hat die doppelte Größe erhalten; ond) das Konzessionsgebiet der iranzösischeit Gesellschasteit finden wir hier fcnntlid) gemacht. Zahlreicher als srüher sntd überall da, wo der Maßstab der Hauptkarten nick;t ausreichte, Nebenkarten beigcgeben wordeit. Den Verkehrswegen ist and) diesmal die von früher her bekannte Sorgfalt gewidmet worden; berücksichtigt sind sogar alle gesicherten Projekte, selbst solche in fremden Erdteilen. Das Register, das rtmd 103000 Namen aufweist, gegen früher ein Mehr von 15000, erleichtert das Auffinden des Gesud)ten durch doppelte ?lufnahme der zusammengesetzten Namen und hat durch auiklärende Zusätze, Zusammenstelltrng der Badeorte, der Truppenübungsplätze usiv. eine über den Rahnten eines bloßen Registers hinausgehende Bedeutung erhalten.
Märkte.
L. Friedberg, 21. Mai. Der Wochenmarkt war so- ivohl oon Verkäufern wie Käufern gut besucht. Kartoffeln kosteten der Zenlner 2,50 Mk., Butter das Pfund 1,40 Mk., Käse 6 Pfg.. Eier 8 Pfg., Kirschen das Pfund 70 Pfg. Besonders standen viele Blumen, Spinat, Salat und Pstanzen zum Verkaufe.
ko. Frankfurt a. M., 20. Mai. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 8 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu 3,20—ii,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Mk„ Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Silles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und aus den Kreisen Dieburg und Hanau.
fc. Wiesbaden, 21. Mai. H e u- und Stroh markt. Angesahren waren 17 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte:
H c u 6.80—7.40 Mk, Stroh (Nichtstroh) 3.70—0.00 Mk., Krumm- ftrolj 3,60—0,00 'M. — Frucht markt. Hafer 15,00—18,30 Mk. Alles für 100 Kilo.
fc. Frankfurt a.M. Viehhof-Marktbericht vom 22. Mai. Austrieb: Rinder 127, darunter Ock)sen 84, Bullen 0, Kühe und Färsen 37], Kälber 371, Schafe 103, Schweine 1527.
Tendenz : Gedrücht geräumt. Preis für 100 Pfd.
Lebend- Schlachtgewicht Kälber. Alk. Mk.
Feinste Mastkälber ....... 66—70 110—117
Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 60-64 102—100
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 56—59 95—100
Schafe.
Stallmastschase:
Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 46—47 96-98 Schwein e.
Doll fleischige Schrveille non 80-100 kg
Lebendgewicht 54.00—56.00 69.00—72.00
Voll fleischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht 53,00—55.50 69.00—71.00
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg
Lebendgewicht 54.00—56.00 69,00—72.00
Voll fleischige Schweine von 120—150 kg
Lebendgewicht 53.50—56.00 60.00—70,00
FC. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 21. Mai. Anftrieb: Rinder 69 (Ochsen 31, Bullen 5, Kühe 33), Kälber 220, Schate 2, Schweine 389.
Geschäft mittel.
Ochsen.
Vollfleischige, ansgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . .
Die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete . . . Bullen.
Vollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . .
Vollfleischige, jüngere
Färsen, K n h e.
Vollfleischige ausgeinästete Färsen höchsten Schlachtwertes
Vollfleischige ausgemästete Kühe höck)sten Schlachtivertes bis zu 7 Jahren
Aeltere ausgeinästete Kühe und wenig gut ent- wickelie jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe uiid Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.
Preise für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht
Dlk. Mk.
52-56 91-99 51-55 90-97
46—50 83—88
49—53 81—87
44—48 74—80
51-55 93-98
43—46 80-85
45—50 82—91
38—42 70—78
31—36 61—68
Feinste Mastkälber 68—70
Mittlere Plast- und beste Saugkälber .... 63—67
Geringere Pi ast- und gute Saugkälberj . . . 56—62
Geringere Saugkälber 50—54 Schafe. Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel .... 47.00—00.00 Schweine.
Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht • . . . . 5414-56
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 54-55
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 56-57*/,
Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ............. 55-00
113—117
105—112
94—103
85-92
98—00
70—72
69-71
70—72
69-00
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 19. Mai 1913.
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 74—94 Mk.
'/, Kg. Schlachtgw. 95-110 Pf.
7, „ „ 69-72 ,
7. Kg. 92-100 Psg.
'/, , 94—98 ,
V, , 84—100 ,
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. 21.75-22.00 Pik.
Roggen 100 Kg. 18.00—00.00 Pik.
Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg.
Schivarzbrot 2Kg.54Pfg.
kirchliche Nachrichten.
Israelitische Keligionrgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlages
Samstag, den 2 4. Mai 1913: Vorabend: 7.45 tthr.
Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.
Nachmittags: 4.00 Uhr.
Sabbatausgang: 0.15 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Sabbatseier am 2 4. Mat 1913:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 9.15 Uhr.
Wochengottesdrenst: Morgens 6.00, abends 9.15.
CIGARETTE
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