Zur Zta-tverorünetenwahl.
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Wie in früheren so auch in diesem Jahre suchte der Bürgerverein in Gemeinschaft mit den politischen Parteien die Stadtverordnetenwahlen vorzubereiten.
Leider ist ein gemeinsames Vorgehen nicht in wünschenswerter Weise gelungen, da der Dürgerverein der Ansicht ist, daß die Stadtverordnetenwahlen nicht allein V0M Standpunkt der Parteipolitik vorbneiiet werden dürfen.
Daher unterbreitet er der Wählerschaft nachstehend eine eigene Kandidatenliste. Bei Aufstellung derselben ging man von der Ansicht aus, daß man, um tunlichst eine Stimmenzersplitterung zu vermeiden, die bereits bekannten Listen zu Grunde legen und nur geringe Aenderungen an ihnen vornehmen solle. Wir glauben durch Empfehlung unserer Kandidaten den weitesten Kreisen der Bürgerschaft — insbesondere den politisch nicht gar zn sehr befangenen - zu entsprechen und bitten unsere Mitbürger am Wahltage ihre Stimmen abgeben zu wollen für die Herren:
Brück, Franz, ßsslicfemt, MelWker
Haberkoni, Dr., Julius, Geh. Mizinalrat, TlMverördn.
Heichelheim, Sigmund, Geh. KöMerziemt, TtMvkM-n.
Hornberger, Wilhelm, Stanfmann
Inderthai, Christian, Wriksat
Klingspor, Adolf, Komerzicurilt, Fsbriköllt
Meyer, Hans, Alshitekt
Müller, Emil Heinrich, Lchrmermister
Müller, Valentin, Leheer
Noll, Adolf, Kmiiierziemat, MrikM
Noll II., August, KilllsiüllM!
Petri II., Louis, Weißinderüitlster, Ltlihtversrhricter Plank, Wilhelm, GerbeMißer, ^(ihtnerorhiidtr Sckmeckenbecher, August, LliiihgelÄstshlrektoe
Sealing, Louis, Architekt
Wachtel, Fritz, MSlserichtSrat
Wenzel, Fritz, Eiseiibchihlliihiverker
Bürgerverein Giessen.
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StlidtiirrsliiUtemiih!
Handwerker!
Gewerbetreibende!
Mtlmraer!
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Die wachsende Schuldenlast unserer Stadt, die grundfalsche Bodenpolitik unserer Stadtverrvaltung, unter der unser aufstrebendes Gemeinwesen zu leiden hat, zwingen alle aufrichtigen freunde des Mittelstände- rind der kleinen Leute, bei der bevorstehenden Stadtverordnetenwahl ihre eigenen Wege zil gehen.
Wir haben uns daher entschlossen, der Wählerschaft' Bewerber vorzuschtagen, die wissen, wo den Bürgersmann der Schuh druckt und die, frei von Eigcniritcressen, für das Gcsamtwohl cintretcn werden.
In diesem Sinne bitten wir alle, die cs mit unserer Stadt wohl meinen, folgenden Herren ihre Stimme zu geben:
Compter, Richard, Eisenbahnbetriebssekretär
Haberkorn, Dr. Julius, Geh. Mediznmlrat, Stadtverordneter
Haggen»iüllcr, August, Rcallchrer
Judcrthal, Christian, Fabrikant
Klingspor, Adolf, Koninierzienrat, Fabrikant
Lncas, Hugo, Ober-Postasststcut
Müller, Emil Heinrich. Schrcinermcister
Müller, Valentin, Lehrer
Noll II., August, Kaufmann
Petri II., Louis, Weißbindermeister, Stadtverordneter
Plank, Wilhelm, Gerbermeister, Stadtverordneter
Pfaff, Johann Georg, Bauunternehmer-
Pfeiffer, Christian, Gärtner
Schmeckenbecher, August, Landgerichtsdirektor
Senliug, Lonis, Architekt
Wachtel, Fritz, Amtsgerrchtsrat
Wenzel, Fritz, Eisenbahnschlosser. D%
Der Wahlausschuß der vereinigten rechtsstehenden Parteien.
Wie oft ist schon aus den Reihen des Handwerks der Ruf nach Hilfe, nach Unterstützung und Förderung in der bedrängten Lage erklungen!
Wie not tut die Festlegung des Siibmissions- wesens in unserer Stadt in einem dem Handwerk wohlwollenden Sinne! Wie dankbar würde die Neu- rcgelnng der Vergebung städtischer arbelten im Sinne der staatlichen Vergebung zu Normalpreisen, die von Vertretern des Handwerks festgesetzt und im Turnus vergeben werden, begrüßt!
Welch ungeheure Last würde von unserem schwer bedrängten Baugewerbe in dieser Zeit der Krisen genommen, wenn die Stadt Gießen, ähnlich wie z.B. Darmstadt, von der Erhebung eines ©üterumsatz- stempeis abschen würde.
Handwerker! Tiefe, das Handwerk tief bewegenden Frage» müsse» i« allernächster Zeit gelöst werden, wenn das Handwerk noch nicht ganz zu Grund gehen soll.
Darum wählt morgeu Mäuner, die die Lage des Handwerks kennen und für das Handwerk ein warmes Herz habe». v"/„
Wählt die Herren:
Petri II., L., Weißbindermeister Plank, Wilhelm, Gerbermeister Brück, Franz, Möbelsabrikant Haggenmüller, August, Reallehrer Müller, E. H., Schremermeister.
Handwerker und Freunde des Handwerks.


