Gegenstand des Gewinnes
1913.
K 2 Uhr, 13366
1 Halskette * .Zuber »anereimei
1 Milchkocher
1 Mttchseie
1 Diskette 1 kleiner Zuber
Kauen-Meffer Äuiierwaichine
1 Vanerenner
1 Halskette 1 Halsband
1 Heugabel
1 Heugabel 1 Liirzelkardattchc I Klauen Keüer ^enienmim ?unggabel veu-Mn grotzer Zuber Ziegenlaunn Muen-Meffer Jicflenlomtn Halskette Mlchleie Liilchkochn Mlchlele VurzeUardätlche ZenientDUti groner Zuber
l Halskette 1 kleiner Zuber
1 kleiner Zuber 1 Heugabel 1 Ziegenlamm
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165. Zahrgang
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Me heutige Nummer umfatzt 12 Setten.
auf Gröffmmg des Konkurses auch in den Fällen öffentlich bekannt zu geben ist, in welchem die Eröff- murg des Konkurses lvegen M a s s e m a n g e l s abgelehnt wird. Die reelle Geschäftswelt kann verlangen, daß der Schuldner, welcher so schlecht gewirtschaftet hat, daß nicht einmal genügende Mittel zur Durchführung des Konkurses vorhanden sind, nicht besser behandelt wird als der Schuldner, welcher seinen Gläubigern wenigstens in dieser Hinsicht gerecht wird.
Griechenland und die allgemeine Lage.
Athen, 20. Aiai. Der König und der Kronprinz werden angesichts der ungewissen Lage nicht nach Be r - liw kr eisen, um der Hochzeit beizuwohnen.
Deutsches Reich.
Die braunschweigische Frage.
Das Wolff-Bureau teilt mit: Die von einem Blatte verbreitete Nachricht, daß ein Beschluß des Bundesrats über die Frage der Braunschweigischen Thronfolge unmittel'' bar bevorstehe, ist, wie wir an zuständiger Stelle erfahren, unrichtig. Dem Bundesrate und seinen Ausschüssen liegt in dieser Sache weder ein Antrag Preußens noch einer anderen Bundesregierung vor.
Auslanv.
Der Kaiser von Rußland ist am Dienstag abend nach Berlin ab gereist.
Vom Panamakanal.
Nach einem Telegramm aus Panama haben die Kanal- Behörden den Damm südlich von Miloflorens durchstochen und das Wasser des Pazifischen Ozeans auf eine beträchtliche Strecke in den Kanal geleitet.
Nr. 116
Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerFamilienbtätter: zweimal wöchenll.Nreir- blattfllrLenttrLrrGietzen (Dienstag und Freitag); zweimal inonatl. kanb- wirtschastliche Zertsragen Fernsprech - Anschlüsse:
1872 und 1873 an der Spitze einer österreichischen Mission eine denkwürdige Fahrt z-mn Nordpol unternahm. Im Treibeis gefangen, entdeckten die kühnen Reisenden den Franz-Joseph-Archipel: bann aber mußte die Mannschaft das Schiss verlassen, die Lebensrnittel und Instrumente mürben in die Boote verpackt und auf Schlitten weiterbesördert, und eS begann ein abenteuerlicher Marsch bis zur Meerenge von Makuschein — siebenhundert Skilom-etcr unter unerlpKten Mühsalen über das Packeis! Durch einen russischen Schooncr wurden die Forscher schließlich gerettet und nach «Luvopa zurückgebraeht. Tic fetzige Expedition wird von Le Havre ausfa'tzren und. ihre Mitglieder zunächst bis zum nord- öitlichen Teile des Franz-Joseph-Archipels bringen. Während die. Mehrzahl der Teilnehmer dort zur UeberwiMerung verbleibt, lehrt das Schiff zurück, um die Gefahr des Einfrierens zu vermeiden. Meteorologische, physikalische und astronomische Arbeiten sollen die Winterkampagne 1913 auf 1914 ausfüllen. Interessante wissenschaftliche Resultate erwartet man u. a. durch die telegraphische Verbindung der Expedition mit dem Eiffelturm, speziell zur genauen Bestimmung der geographischen Länge jener Gegen den. Für bre Sommerkampagnc des Jahres 1914 ist eine Drei teilung der Arbeiten geplant. Tie erste, von de Paper selbst befehligte Gruppe (der speziell auch der Luftschiffer Meirard an gehören wird) versucht eine Entdeckungsfahtt gegen Nordosten; ihre wichtigste Aufgabe ist, die genaue Lage der Nansen-Inseln, sowie die Begrenzung des unterseeischen Tiefgrabens festzustellen, der dort den unter Meer verlaufenden Kontinent abschließt. Letzteres Problem wurde erstmalig von Swerbmp auf der bekannten „Fram"-«Expedition in Angn'i genommen. Die zweite Gruppe wird sich Ml Bord eines speziell ftir diesen (Zweck ausgerüsteten Walffschfahrers vvn 18 Tonnen mit hydrograptziifchm, top-'graphi- schen und paläontologischen Arbeiten ans den bisher unerforschten Inseln und Kanälen des Archipels befassen. Diese Studien sollen möglichst erschöpfende Monographien über die Gletscher und Fjorde tener Gegenden liefern. Die dritte schuppe endlich, die in der Nähe der Wrnterstation verbleibt, wird die meteorologischen Arbeiten zu Ende führen.
~ .'T a.s M ü n ck e n e r K ü n st l e r - T hea t e r wird am 2 <■ yJini nut Wedewrds „Lulu" eröffnet werden. Dieses Stück bedcnrtet insofern eine Neuschaffung, als der Dichter seine beiden Tragödien ,-Trdgeist" und „Die Büchse der Pandora", die düs
Mittwoch, 21. Mai 1913
Bezugspreis: monatlich75Pf.,vierteL.' jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- lu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. aussthl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu-
Die Wehrvorlage im vudgetaurschutz.
Berlin, 20. Mai.
Der Bu dg et a us'schu ß des Reichstages setzte heute nach der Pause die Beratung der Wehr- Vorlage fort und bewilligte ohne Aussprache nach per Regierungsvorlage die Vermehrung der Zahl der Bataillone der Fußartillerie um 7 auf 55, die der Pioniere um 5 auf 44, die der Verkehrstruppen um 13 auf 31 Bataillone.
Bei der Vermehrung der Bataillone der Verkehrstruppen sind u. n. vorgesehen die Umwandlung eines selbständigen Eisenbataillons in ein Regiment, zwei neue Tele- gravhenbataillone, eine Lehrabteilung bei der Funkschule, zwei Luftschifferbataillone und die Umwandlung der Fliegertruppe in vier Fliegerbataillone. Luftschiff- Häfen, m e i st mit j e z.w e i Schiffen, sind sowohl an der Ost- wie an der Westgrenze für den Erkundungsoienst vorgesehen, n. a. in Metz, Köln, Düsseldorf, Wilhelmshaven, Boten, Liegniß, .Königsberg und Schneidemühl, außerdem nut "Rücksicht auf die Küste im Norden in Hannover. Oberstleutnant O schm an n gab Auskunft über die Unterschiede zwischen den Zeppelin und den Schütte-Lanz-Schiffen, die in der Form, Festigkeit und Größe des Auftriebes be- ständen. Die Luftschiff-.'Kriegshäfcn müßten für zwei Schiffe eingerichtet werden. Die Prallschiffe seien noch nicht vollständig aufgegeben. Generalleutnant Wandel gab Auskunft über die Neuformationeu bei den Eisenbahn- und Telegraphenbataillonen. Das Funkerwesen habe einen solchen Aufschwung erlangt, daß eine besondere Schule dafür und eine Vermehrung der Funkerkompagnien erforderlich seien. Oberstleutnant Oschmann machte Angaben über das f r a n z ö s i s ch e L u s t s ch i s f w e s e n , die Zahl, Größe und Qualität der Luftschiffe. Rußland mache auf diesem Gebiete lebhafte Fortschritte.
Kriegsminister v. Heering en erläuterte die Bedeutung des Lustschiffwesens für die Aufklärung. Bei günstigen Witterung s Verhältnissen seien ganz überraschend große Vorteile in der Aufklärung zu verzeichnen, wie sie Kavallerie nicht leisten könne. Diese Vorteile nicht wahrzunehmen, müsse ausgeschlossen sein, da sonst die Entwicklung im Auslande uns sehr bald überflügeln würde. Gewiß müsse mau mit der Betriebsunsicherheit und mit Verlusten rechnen; aber Luftschiffe, die Nachrichten von ausschlag-
Neue Polarexpeditionen.
Seitdem durch die Expeditionen Pearhs und Amundsens zum ^cord- bezw. Südpol die großen Relördziele der Polavsahrlen erreicht worden sind, wenden sich die Forscher der einzelnen Länder noch mehr als srüher der wichtigen Ausgabe zu, die im Bereich der arktischen und antarktischen Zone belegenen Länder imb Meeres teile wissenschaftliche zu erkunden. Das Jahr 1913 wird nun die Forschungen durch Emlsendung zweier großer Expeditionen, die beide im Juni d. I. die Fahrt in die arktischen Regionen antraten, mit allem Nachdruck sortsetzeu. Die fana bi )'d)c Regierung vollendet gegenwärtig die Vorbereitungen für eine Fahrt, deren Zweck die systematische Du?chsorschrmg des zwischen dem äußersten Norden Kanadas, Sibiriens und dein Nordpol gelegenen rici'enweitcn Gebietes ist. lieber die Beschaffenheit jener Eis- toüftc sind wir bislyer nur sehr mangelhaft unterrichtet, "Rach der ansicht Nansens soll sich) dort ein sehr tiefes Meeresbecken befinden; anberc Autoritäten, so speziell der amerikanische Professor Harris, iprecheu voll einem großen Kontinent oder einem Archipel, der durch ^zahlreiche, nahe beieinanderliegende Inseln au sge füllt wäre. Die Forscher verfügen über zwei Schiffe, den Wvlfischdarnpfer „Karlück" von 247 Tonnen und das steine, aber seetüchtige bilfsbvot „Teddy Bear", bas nur 13 Tonnen faßt und zur Etablierung einer Proviantbasis auf der Insel Viktoria dienen llvird. Die Leitung des Unternehmens, dessen Programm sich >mf vier Jahre erstreckt, ist dem aus Island stammendeir Amerikaner M. V. Stefannson, ehemaligen Professor der Anthropologie an ker Harvarduniversität, übertragen. Der Gelehrte hat sich durch Zahlreiche Fahrten in die Polargegenden einen Namen gemacht fcr überwinterte u. a. mehrere Jahre mit den Eskimos, deren <5btad)c er gründlich versteht und deren Lebensweise er sich derart tertraiit gernadst hat, daß er glaubt, die gewonnenen Erfahrungen iltr feine Reise bestens verwerten zu tönneu. Unter den gegen t>ärtiq bereits au geworbenen Teilnehmern der Fahrt sind der gekannte französische Forscher Dr. Beuchat sowie der Biologe 'cr Expedition Shackleions zum Südpol, Murray, hervorzuheben.
Die zweite Expedition, die von der französisd>en Regierung Ausgerüstet worden ist, wird von Jules Franyois-Joseph be Payer, ;Nrtalied der Geographischen Gesellschaft in Paris, befehligt. Der Forscher ist der Söhn des berührten Gekehrten, der in den Jahren
Interessante Beiträge aus der UonkurrstaMik.
Im Jahre 1911 wurden im Deutschen Reich 15496 Anträge auf Konkurseröffnung gefielt!, d. s. 708 mehr als 1910 und 734 mehr als 1909. Eröffnet wurden 1911 8680 Konkursverfahren, dagegen abgclelpit 2351 Anträge wegen Massemangels. Insgesamt sind somit 4465 Anträge auf Konkurseröffnung dürft) Abweisung aus anderen Gründen als wegen Massemangels erledigt worden. Als bedenklich erscheint die anhaltend hohe Zahl jener schwersten Fälle finanziellen Zusammenbruchs, in denen der Antrag auf Konkurseröffnung wegen Massemangels abgewresen werden mußte; sie stellte sich 1909 auf 2375, 1910 auf 2394 und 1911 auf 2351.
Von den 11031 neuen Konkursen des letzten Berichtsjahres entfielen 32,7 v. H. auf die 48 Großstädte des Deutschen Reiches, insbesond^ere auf Berlin .543, .Hamburg 305, Leipzig 225, Dresden 209, München 146, Köln 129, Charlottenburg 114 usw. Von den wegen Massemangels abgewiesenen Anträgen kamen auf Berlin 273,. auf .Hamburg 137, auf Leipzig und Dresden je 83, aus München dagegen nur 54. — In verhältnismäßig zahlreichen Fällen beansprucht die Beendigung des Konkursverfahrens einen bedenklich langen Zeitraum, so in 5,1 vom Hundert der Fälle 3 bis^4 Jahre, in 3,7 v. H. noch weit mehr Zeit. Auf Grund einer 17 jährigen Beobachtungszeit ist jetzt der Nachweis erbracht, daß die Beendi- aungsart des Zwangsvergleichs rascher zum Ziele der Aufhebung des Konkursverfahrens führt als die der Schlußverteilung.
Die ausgefallenen Beträge in den 1911 überhaupt beendeten Konkursverfahren beliefen sich insgesamt auf nahezu 364 Millionen Mark, d. s. 44 Millionen mehr als int Vorjahre; davon fällt von den preußischen Provinzen der Löwenanteil auf Westfalen mit 77 Millionen, danach folgen erst Rheinland mit 39,4, Stadt Berlin mit 25,2 und Provinz Brandenburg mit etwa 24 Millionen Mark. Von den anderen Bundesstaaten marschiert in dieser Beziehung das Königreich Sachsen mit 33,2 Millionen Mark an der Spitze; danach folgen Bayern und Hamburg mit 20 bis 21 Mill. Mark. Was den Beruf, Erwerbs- oder Geschäfts zweig der Gemeinschuldner betrifft, so nimmt der Waren- und Produktenhandel.mit 37,6 v. H. sämtlicher neuen Konkurse die erste Stelle ein. Demgegenüber ist z. B. die Land- und Forstwirtschaft nur mit 4 v. H. an der Gesamtzahl beteiligt.
Uebrigens sind erfreulicherweise Bestrebungen im Gange, die sich auf Einführung eines gesetzlichen Zwangsvergleichs außerhalb des Konkurses richten. Eine größere Anzahl kaufmännischer, gewerblicher und industriekter Körperschaften hat sich zu gemeinsamem Vorgehen entschlossen, um die im Reiche zuständigen Stellen von der Notwendigkeit eines dahin abzie- leichen Gesetzes zu überzeugen. In einem Entwurf des Justizrats Wagner-Berlin wird für den Ausdruck „Zwangs vergleich" die Bezeichnung „Sch u t d n a ch l a ß" eingeführt. Die Wohltat des Schuldnachlasses soll danach nur ganz einwandfreien Schuldnern zugute kommen, welche nachweislich unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, die eine geordnete Buchführung haben und deren geschäftliche Verhältnisse so klar und übersichtlich liegen, daß die Gefahr irgendwelcher Schiebungen ausgeschlossen erscheint. Angesichts der empfindlichen Schädigungen, die den Gläubigern durch gewissenlose Geschäftsleute erwachsen, müssen unbedingt schärfere Schutzmaßregeln getroffen werden. Besonders beachtenswert ist nach dieser Richtung hin auch der Vorschlag des Verbandes der Vereine Kredit- reform, eine Reform des § 107 der Konkürsorduuug cher- beizuführen und gesetzlich festzulegen, daß der Antrag
für pie Redaktion 112,
'MM Seneral-Anzeiger für Gberhessen
Tag"esnummer ^lativnzdruck imb Verlag der Vrühl'schen Mio.-Such und steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrake 7. si-r .Stadt und bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigent'e^? H." Beck.
^ck)tcksal Lnlns behandeln, in ein abendfüllendes Werk zusammen- gezoaen har. Dies ist Wedekind dadurch gelunycu, daß er in bctbeit Werken das Episodenhafte zum Teil gestrichen, zum Tci( auf das notwendigste besckränlte, und das Hauptinteresse lediglich auf Sulu konzentrierte. So ist sowohl aus „Erdgeist", wie aii* -Buchse der Pandora" je ein ganzer Akt gefallen, so daß sich nach dieser Zusammenziehung eine abendfüllende Tragöoie ergab, für me der Dichter als Titel den Namen der Hauptheldin L,ilu wählte.
. — Ein Londoner T h e a t e r s kan d a l. AuS London wird dem B. -t. telegraphiert: Am nächsten Domterstag sollte im Garrrckttzeater die erste Aufführung des Stückes „Krösus" statt- ftnden, dessen Autor Henry v. Rothschild ist. Die Zwischmsälle bet den Vorbereitungen zu diesem Ttzeaterstiift sind solcher Natur, daß |te selbst ein Theaterstück darstellen. Zum Auftreten in den Hauptrollen wurden Fräulein Torziat und Herr Bourdster engagiert. Ein ammfanifdier Impresario namens Hanson hatte das Aufführungsrecht in England mr.orbeu. Während her Vorbe- rcttnnqcn Gant es aber zu einem Streit zwischen Bourckiel un^ dem Jmpresttrw, und dteser umrOr ersucht, das Theater zu verlassen Zwei Tage ip,fter lehrte der Ausgewiesene jedoch mit einem Pachtvertrag über das Theater zurück und begann nun alle Angestellten zu i-ntlassen, die vorher gegen ihn aufgetreten waren. Während der Jmpresttrw kurze Zeit vom Theater abwesend war, gelang es leinen Gegnern, in das Gebäude einzudr-ingen imb die Tore zu verbarrikadieren. Hanson engagierte nunmehr auf der Straße L^?"bend. bandfester Männer, mit denen er das Theater .-r-
Wldn-fadter mußten sich ans die Straße ftüchwn, wo der Kampf for geletzt wurde. Jetzt endlich mischwn sich Polizei beämte ent und trennten bic Streitenden gewaltsam. Die Au- ^stellten .Hansons bewachen Tag und Nacht die Eingänge be, beatergebaudes Die Vorbereitungen zur Anffühning bc.< - KL wtroen nortaugg pinneMt. Hem- v. Rmhschild lmt rich-cr- lidjc i^ntichewung in dieser Angelegenheit boanlragt.
r T. ^.r2c adjrieftten ans Kun st und Wissen- sdpa ft. Die ku l tu r - hi stor i s che Aus ft e ll u n g in B r cs- ^au mürbe am Dienstag in Gegenwart des Kronprinzenpaiires feierlich eröffnet.
Die Londoner Meöenzderatungen.
London, 20. Mai. Die heutige Sitzung der Botschafteroerein-igung dauerte nahezu drei Stunden. Sie wurde hierauf bis Montag vertagt. Bor der Sitzung hatten der französische und der russische Botschafter Uiilerredungen mit Sir Edward Grey. Die Botschafter erörterten die Ansichten ihrer Regierungen über die Bedingungen, die von Oesterreid) und Italien für die Verwaltung Albaniens ausgearbeitet und den Hauptstädten bereits früher übermittelt worden fmb. Keine dieser Bedingungen hat entscheidenden Eboraktcr. Die Verhandlung ergab die Tatsache, daß vollständige Einmütigkeit über die Notwendigkeit besteht, daß die Verbündeten den Vorfrieden sofort unterzeichnen. Gleichzeitig hält die Botschaftervereinigung an der Tatsache fest, daß die Verbündeten, wenn sie den Vorsneben unterzeichnen, damit in keiner Weise ihre Stellung gegenüber den Mächten beeinflussen. Tie Botschafter betonten als wesentlichen Pmilt, daß die Balkanstaaten mit dec Unterzeichnung des Vorfriedens lediglich den Frieden mit der Türkei unterzeichnen, und nicht ihr Recht berühren, mit den Mächten die Fragen zu erörtern, die diesen zur Entscheidung Vorbehalten seien. Die Botschafter drückten deshalb den dringenden Wunsch aus, das; der Friede unterzeichnet und daß alle Erörterungen auf später aufgcschobcn werden möchten. Die Mäftste werden einzeln fortfahren, diese Ansicht in den Hauptstädten der Balkanstaaten ciudriuglid; zu betonen.
Wie bas Reutersche Bureau erfährt, bat die Ziisammentun t bet Delegierten der verbündeten Lalkanstaaleii über zivei Stunden gedauert. Alle Delegiciten nahmen teil. Es fand ein vollkoijnniener und völlig frcuiidfchajpichet MLiniingsaustausch. snr und wider bic llnterzeiftinuüg der Ft <edenspräliminarien in der gegenwärtigen Form stait. Schließlich kam man dahin überein, die^Modifikalionen, welche vorgeschlagen wurden, angu zeichnen. Sie werden wahrscheinlich morgen in nnojsizicllet Fotin den llstächten oorgelegt werden.
Die Verfchleppuug des Präliminarfriedens.
Wien, 20. Mai. Die „Politische Korrespondenz" meldet aus Sofia: Der Unmut in den amtlichen Kreisen über die Verschleppung des Präliminarfriedens hak einen sehr hoben Grad erreicht. Man erwartet, daß die Londoner Botschafter-Vereinigung drin gen de Schritte unternehmen wird, um die Unterzeichnung des Präliminarfriedens herbeizuführen. Falls die Haltung ver Verbündeten eine weitere Verzögerung verursachen sollte, lehnt die bulgarische Regierung jede Verantwortung für Verwickelungen ab, die sich daraus ergeben könnten.
Sofia, 21. Mai. Rußland und Frankreich haben in Sofia und in Belgrad gedroht, bei einem kriegerischen bulgarisch-serbischen' Konflikt beiden Ländern jede finanzielle Beihilfe zu versagen. Rußland und Oesterreich haben sich geeinigt, Serbien durch gemeinsamen Druck zur Erfüllung der Bertragspflichtcn gegen Bulgarien zu veranlassen.


