Ar. 295
Srties Blatt
Samstag, 15. Dezember 19(5
165. Jahrgang
Eichener Ameiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Die heutige Nummer umfaht 28 Seiten.
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Veranlworttick für den poliL Xeil: Äug. i*oeg: für .dtuiOrlen*, ,B«* mifctUH* uiid.Leiicdl»» Idol*: Karl ‘Ururdib; tür ,Etabt und Cbitb*:
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b"» ponnittofl-3 9 Uhr. HotationsDnd iwb Verlag -er vrShl'ichen Univ.'vuch »n- Sltieöruderei B. tange.
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Tageskaleudcr au» dem Jahre 1RL3.
1< Dezember Dieberher Heilung bcr „freien Stabt" jitanmirt a. Di.; «eil 1810 fcamlfeabl be$ Q)n>Hbax>giumä tfratmurl unter TaTbrrg
politifcbc Wocbcufcbati.
_ Ziffern, 13. Dezember.
Die öaberner Angelegenheit hängt einem zum Halse derans, und der Abg. Erzberger hatte Recht Dänin. Aber Die toteDerbolten Erklärungen Des Reichskanzlei, haben keineswegs bewirkt. Daß nach Sturm nun etwa versöhnlicher Lronnenschctn gekommen sei. An Herrn von '^ethmann Holl wegs Rücktritt hat kein vernünftiger Mensch geglaubt, und die gekünttelte Rede des Otcnoffcn Scheidemann war wirklich keine staatsmännische Arbeit. Würden die Sozialdemokraten nicht so ungestüm über den obersten Beamten den Stab ge brocken und sich vielmehr einiger Zurückhaltung besleißigl haben, würde^die Rücktritts Möglichkeit vielleicht Dem Kanzler ein Schrittcken näher gerückt sein. Nun blnbt er g c r a D e , nnD Da sich vorläufig keine (Gewähr dafür bietet, bafe ein besserer Mann an seine Stelle treten würde, sind wir's zufrieden. Nur dürste er nickt selbstgefällig werden, und zum Heile könnten die unangenehmen Erörterungen aus schlagen, wenn Die Reichsleitung etwas daraus zu lern u ver tu och l hat. Es war durchaus am Platze, daß ihm nach seiner geringschävenden Wertung des „sogenannten Mißtrauensvotum-" von den Rednern des Zentrums und Der National liberalen nochmals cingeschärit wurde, wie bedauerlich sein Verhalten viel mehr noch als das des Zaberner Leut-- nants das Reick geschädigt hat. Mangel an StaatsweiS- ben, so scholl es nicht nur aus den Parteien utch Fraktionen heraus, nein, auch Männer aus der Justiz und Leute. Die fick fönst Zurückhaltung auserlegen, stimmen mit diesem Urteil überein ES ist kalt und.winterlich um ben Reichs^ kanzlet geworben, unb bennod) sang er wie eine Lerche das ovt'inistische Lieb seiner auowäitigen Politik, und auf seinem Ausflug in bic grünenben Okiilbr der braunschtoeigischen Politik ist ihm auch niemand so recht mit dein Herzen gefolgt. Wir möchten nochmals die ernsten Worte des Abg. Paasche unterstreichen; Wir brauchen gute, alte, deutsche Art, SU meradfchaftlichkeit. nicht den schneidigen Leutnant! Tas mußte laut und nachdrücklich ausgesprochen werden. Denn sonst wirdmickt nur Der Reichskanzler sich das Bolksempsin den entfremden, sondern auch das Heerwesen Gefahr lausen, an seinen Sympathien im Volle einzubüßen. Des Grafen Westarp Fähnlein gewappneter Knechte kann den verantwort licken Führern der Regierung dock) wahrlich nicht das große deutsche Volk ersetzen. Wenil Herr von Bethmann Hollweg nocki in der gestrigen Sitzung den Herren Er.zberger unb Paasche vorbielt. Die kriegerische Vergangenheit Denticklands habe gezeigt, das; bei uns ein gutes, kameradschaftliches Ein vernehmen zwischen Offizieren und Mannschaften bestehe, so man ihm beistimmen, zugleich aber betonen, daß gerade deswegen gegen Versehlungen, wie sie in Zabern von feiten des Leutnants und D.s Sergeanten vorgekommen sind, mit ungedärnpster Rücksichtslosigkeit eingeschiltren werden muß.
Des Kanzlers Ausführungen über die auswärtige Po litik klangen, wie schon angebeutet würbe, sehr unpersönlich, wie abgelesen. Es war Optimismus, aber kein erwärmender. Hütte man, wie gewöhnlich, i ir Die halben Andeutungen. Die
auS dem Rahmen der üblichen allgemeinen Aeußerungen wirklich etwas herausfieten. kein Mittel der Nachprüfung, io diesmal eine ungemütliche. Derftimmcnbc Atmosphäre Kmzu Immerhin, es ist ein Trost, daß Deutschlands Siel lung einstweilen ungefährdet dasteht. daß wir mit Zustimmung Englands dahinkommen. unsere wirtschaftlichen Interessen in Mkinaiien weiter auszubauen, und die Gelegenheiten zu Monflihen mit dem großen Infelreicke zu vermindern. Ein paar Worte über die Entsendung der deutschen Cfimcrr nad) Konstantinopel batte Der Kanzler wohl auch hin;ufügen können. Wenn «s sich um weiter Nichts bandelte, als be fähigten Soldaten draußen Gelegenheit zu geben, iidi um* Zusehen, neue Verhältnisse zu studieren, so wäre das allein >ckon freudig zu billigen. Zweifellos ist Damit auch der Ve weis geführt, daß das Ansehen der deutschen Kriegskunst in der Türkei auch nad) deren Mißersolgen im Balkankrieg nicht im mindesten gelitten hat. Cb der General Liman v Sanders als verantwortlicher Korpskommandeur türkischer Truppen eines Tages Gelegenheit haben wird, weitergehenden Einfluß auf die türkischen Geschicke auszuüben, weiß er Dielle,dn heute selber noch nicht. Jedenfalls liegt militärische Eroberungs Politik dem Deutschen Reickie fern. Das hat der Reichskanzler scharf unterstrichen, indem die fremden Interessen nicht geschädigt werden sollen. Deutschland hat aber einen Anspruch Darauf, io i r t f dj a ftlidi Kleinasien mehr und mehr zu durchdringen. Die sanfte Aufmunterung. Die Herr von BetH- manu Hollweg den Frcnizoien dadurch erteilte, daß er den vorgerückten Stand der englisch deutschen Verhandlungen den zurückgebliebenen Ergebnissen deutsch fran .öftfdier Erörie- rungen gegenüber stellte, war weniger geeignet, das gallische Selbstgefühl zu treffen, als vielmehr unsere westlichen Nad'. barn zu vernünfliger Betrachtung der Dinge zu bringen. Von einer Einkreisung Frankreichs ist solange keine Rede, als es in Rußland noch einen ausgemachten Bundesgenossen hat. und in den Engländern auf gute Freunde rechnet. Wohl aber wäic es wirksam, wenn es gelingen önnte, seine Revanche- Ideen allmab.id) einzufreisen, ihm Dagegen anderwärts Raum und Lust zu nützlichen «Unternehmungen zu gönnen. Warum sollte mit Den Deutsch-französischem Verhanblungen über Kckeinasien nicht bcr Anfang dazu gemad)t werben?
Wir können übrigens gerade aus Anlaß der Zaberner Vorkommnisse unsere Zufriedenheit damit aussprechen, daß unsere staatsrechtlichen Zustände anders geartet sind als in Frankreich. Dort werden Regierungen gestürzt, ohne daß man fick klar darüber ist, ob eine fähigere das Erbe antreten wird. Tas neue Kabinett Doumergue hat einstweileu von der Kammer ein Vertrauensvotum erhalten, obgleich es nur, um mit Wallenstein zu sprechen, „auf ungewisse Entfernung hin die Mittel fick gespart, die Wege bloß sich offen hat gehalten". Dournergue will mit der Einkommensteuer eine Entlastung der Schwachen erreidien, hat aber sonst in bezug auf die Regelung der Finanzen wenig vorgebracht. Dunkel blieb, wie es mit der von der Kammer beschlossenen Anleihe werden soll, und wie man die finanziellen Lücken auszufüllen gedenkt. Charakteristisch war auch die Regierungserklärung über die Wahlreform. Darüber traute man sich .zunächst gar keine Ansicht zu. sondern verwies auf den Volkswilleu, aur die Entscheidung bei den nächsten Kammerwahlen. Wo bleibt da die Stetigkeit Der Geschäftsführung, wo die eiithehlidie und Überlegene Lenkung der Volksmei- nungen, die Dodi Aufgabe einer starken Regierung ist? An dem neuen Militärgesetz, das die Radikalen bekanntlich batten zu Fall bringen wollen, will das radikale Ministerium Dvu- nierguc einstweilen nickt rütteln! So haben die politischen
Zustände in Frankreich mit dem neuesten Wechsel reckt ver- schwommene Formen angenommen. Nur eins bat Herr Tou- mergue bisher fertig gebracht: er bat, wie aus Besorgnis, daß ihm auch diese sicheren Aussichten entschwinden könn* len. die leitenden Minister Rußlands und Frankreichs antelegraphiert. und deren etwas dünne und elastische Antworten find die einzigen Garantieen. Die das Ministerium für Die Stetigkeit feiner politischen Ziele ins Feld führen kann Wenig, aber doch immerhin etwas?
Die 6cfät)röung ötr Fremden in Merilo.
Aus Vasbington wird gemeldet: Da» Krieg-amt Hal die s o f o r t i g e E n t f e n d u ii g eines A r m e e t r a n s m pico angrorbnet, um die durch die dortigen Kämpfe gefährdeten Amerikaner und andere Ausländer an Bord zu nehmen. Das Transportschiff führt 10 (NX) Rationen, zwei Sanitätsoffiziere und eine Hofpitalabteilung mit sich
Nach den letzten, am 11. h IV., nachmittags 4 Uhr. von Admiral Fletcher abgesandten Meldungen beschoß zurzeit das aut feiten der Bundestruppen kämpfende Kanonenboot „Bravo" die Stellung der Konstitutionalisten bei Tampico. In der Stellung der Gegner ist nod) feine Aenderung eingetreten An Bord der amrufaniieheu Kanonenboote befinden sich 150 Flüchtlinge, ebenso viele an Bord des eng lischen Dampfers .A'ogician", 350 an Bord des Hapag Dampfers „Kronprinzessin Cecilie" unb 500 in Der neutralen Zone. - Wie ans Veracruz von Dem Dortigen Militärkommandanten General Maas gemelbct wird, find b i r Tampicoangreifenden Rebellen ui itschweren Verlusten zurückgetrieben worden, nachdem Bundestruppen zum Entsatz von Tampico cingctroffen waren.
2lus beffen.
Ackt weitere Realfckiulen in Hessen. In bei Regierungsvorlage Über die Kosten Der höheren Schulen wurde u. a. festgesteNt, baß die höheren Bürgerschulen in Bad-Nauheim, Dieburg, Groß-Gerau, Langen, Lauterbach, Neu-Isenburg, Schotten und Grünberg zu militärberechtigten Schulen ausgebaut worden send. Tw Regierung schlägt daher vor, diese Schulen, die gut besucht sind und deren Porhandenfein der Umgebung bcr Schalotte in gleichem Maße zugute kommt, wie Realschulen, als Realschulen in staatliche Verwaltung zu übernehmen. Da der Finanzausschuß Dem Reglernngsvorschlaa zugestimmt hat unb auch das Knmmerplennm und die Ihrfte Kammer nichts dagegen einzuwenden haben -werden, so ist zu erwarten, daß die UmivanDlung Der genannten acht höheren Schulen in Realschulen vom 1. April nächsten Jahres ab erfolgen wird.
Dcuttcbc* llcid).
Der Abschluß der kriegsgerichtlichen Untersuchung der Zaberner Affäre steht nahe bevor. Wie uns ans Bctzlin geschrieben ivtrb, wird bao 99. R e- gim ent, bisher n a di fl
und nach Zabern das 16 7. Regiment, jetzt in Kassel, versetzt werden. Oberst v. Reuter dürfte fein Regiment behalten, Leutnant Frhc. v. g o r st n e r wird an ein anderes Regiment versetzt werden
Das Generalkommando des 15. Armoekirps veröffentlicht folgende Mitteilung des Gerichtes bcr 30 Division: .„In der gestrigen kriegsgerichtlichen Hauptverhand-
Siehcncr Theaterverein.
Gießen, 13. Dez.
1. Opern-Vorstclluns Die weiie Dame.
„Das ist Reiz, das ist Humor: seit dem Figaro ist feine »otrnfehf £per geiwri^den worden wie Diese' idrnbt (f«rt Wann v Weber nach einer Vorstellung AniangMan 1826, also kurz nad» bcr am 10. Tctrmbcr 1825 siattqr undenen Urauüiibntnn, an Theodor Hell Und in Dec lat, glaube ick, könnte das beute noch behauinet werden, ip urpeunb wirkt dieic Muiik mit ihrem ben etaindenhen Humor Sieben Jahre bat Boicldieu die Musik zu dieser tm Kopse getragen und bis aui ein paar Nummern erü 35 Tage vor der ersten Vorstellung mit der Nieden'chrijt begonnen ; wie eilig es der Meister gehabt bat, gebt »ckon aus Dem äußern Umstande hervor, daß er mit der ulevt begonnenen Cunertiirc nur bis ,um Allegro kam unb fein Schüler Abam feinem von der Riesenanstrengung vollständig rridwirten Vehr er Da? Allegro bimuiügcn mußte. Jede einzelne Nummer i|t cm Neines Kabinettstück von ieinfter Eharakreristil. .Melobielnlduna. imturlidx'm Fluß d.-r Linie und von florier Znitrumcnlierungs fünft Wie wunderbar bringt der sranzöiische Mozart jedes em seine Inürument zur vollen (ikltung »eines ibm 'dbu mneiwb- nenben läbarakters unb verbindet d,e>en mit dem lewoligen ^ha ratter der Tcrtworte in innigster 'Seife. Und so ist es wahrlich ein Veidieiii'i ioroobl des Theaterverern.. als ber 2.arm:tabter Hefvper. diese entzückenbe Svieloper m Gietzen »ur «unubmng gebracht zu haben. _ , .. K
Ter im Untmdiicbc zu den damaligen Lpernmcrfen ounallcnb fbrodmfroaisbtr TeN von Sende war an vielen stellen geanbert: ob zum Itortril des fernen natürlichem Humor) möge bdbmi gellt sein. Aui mich wirkten ;. B Stellen wie „bann bat ne bas geiabrl we Alter hinter sich" ober „ick mu» r» mir von meinem Veutnantsgehalt monatlich abzieden Ionen umna» er nüchterne, weil id, gar feinen innigen Grund nnben fann. b,e so beiterr, feine 2rmnnung auf diese Wette '.u.vergröbern, mnw- mehr ah- Herr Nowack als Regweur deuttid» durch'udien l.en. bic ganze Stimmung auf Incht'ußigen. ara.w'en. ttan.o'i'chen Ton " ui stimmen. Ties gelang ibm bnond«^- ,m qanien ertten Akte unb im großen «nnale des L. Aflos: ^we' 'teile »ck gmw feft, daß die gestrige ■flurfübrung eine jürmtlirt» hoirre Note aufwies, als früher Gast»viel» der Darrnstäbter z?o,oper. o.cm Verdienfie be- Spielleiter» moano ick da:- bc* Di na ent-n \?mn Paul Ottenheimer bciorbnen. bcr au* bem lrdriter viele Nuancen crflingcn ließ, bif man vonges Jahr nicke .u dorn, befam Denn er feinem echt munfaliid» gtbilDfter >beidmusqeruhl nach mehr Farben tit der Sdiattterimg be- ^baraherc bcr ein* ieinen Personen beilegt, kann man feiner l<*t >dxm w be
deutenden unb ent schieben Persönlichkeit verratenben L rckester- iührung eine große Zukunft «aphezeien. Seine ruhige frei von allen Mätzchen sich haltende Stabführung verdient besondere Erwähnung
Frau Clga ttalicnicc in der Titelrolle gab uns erneute Beweise ihrer hohen Gcsangskunü. die sic be.onders in der sehr schm gelungenen Aue am Arttang des dritten Aktes bfhmre e Herr ÜMoberger verfügt über einen weichen Tenor von leicht an- fptedienbcr, wenn auch nidt übermäßiger Höhe sonst hätte er ivobl nicht ücridnebcne hohe lönr gegen tiefere getauid': — doch ist brr Ikbcrgang bnm Sf .mmbrud» noch nicht völlig au»gcnlidxm, was bei bcr iontt sehr guten Wieoergabe ber Cavol.ue im zweiten Akt ha ben Dorten ..fcini”. bolbc Tarn: ' .g ledcsrnal auffiel. Fm ganzen aber muß ich doch gestehen, bas-, ich mir bte Partie bes (^eoige Brown viel ritterlicher, fchneibiger mit fescher oct aber Haltung vorstellt, sonst glaubt man bifiem cn^bidKn LNttier gar nicht, baß er wirklich cme solche „Lust bat solbai »u sein". Herr Stephani gab einen wohldurchdachren unb belebten Gave- ston unb hekunbeic besonbers im zweiten Akt-Fmale im „moderato as-dur" mckt nur treffliches, fünükrifdh de bandelte- Snmm- matmal. ionbmi auch hohe Borrragskunst Herr schützen- dorf verlieb bem Friedensrichter Aae Ieton rotrfhdx Kom,k. rbenio erzielu Herr Ptteri cn mit fernem (Wabnd an paar natütlicke Hetterfettsaushrüche Frau Maraareibe Beling Schäfer Fennu ist an£ gant aUerUehste Epmuoubmk. nicht nur mit fein gemnüertrn Stimmitteln, sondern au* nner überaus nalürlidren Darstellung»kunü Herr Thomsen als Pächter Dick ion ivar ihr ein guter Panner mit viel Humor, wenngleich er viel übertrieb unb babutd» fast ben Aktschluß bes dritten Aktes gefährdete. Frl. Lischfe als Margarete nel burth ihre angenehme wohlklingende Attstrmme auf unb wurde ihrer Rotte pollau» gereckt (*mcn Packt er ipieite Herr - lotz.
Chöre unb Cnhcüer »tanben aut bober ftmft(rnictcr Stufe unb das fast auwrfanru Hans rol-te ber ÄuFührung mit großem Interesse unb »penbete nod» allen Akrfcklüsten leb da ft en Verfall.
a-r.
Die Giorouda fl;funDrn.
Aus Florenz, 12. Dez, wird gemeldet: Lionardo Dc Vincis „Giaeonda", auch Ao na Lifa genannt, wurde bei einem gcirxsscnVincenzoPcrugtaausTumenca Provinz Como» gefunDen, der wahn'ckeinlick das Gemälde von Pans nach Florenz gebracht bat. Er bot sie erst dem Florentiner AntianttätruhänDler Geri. der in Der Via Borgo Lgntiianlt einen Laden bat, zum Verkauf an Gcri fetzte Den OkncxadKirttiiT Der »chönc» Künste und Den Di
rektor Der Florentiner Museen Davon in Kenntnis. Pcrugio wurDe Daraufhin verhaftet unD von Der Polizeidirektion einem langen Verhör unterworfen. Er erklärte Dabei, daß er bcr tatfächlickv Urheber des Diebstahls fei. Das Gemälde ist in die Königlichen Galerien gebracht worden. — Ter (tzcneraloirektor der schönen Künste Ricci hat von Florenz aus dein Unterricht«ministcr Eredaro telephoniert, daß das Bild bcr Gioconda gefunden roorben ist. Der Mann, in dessen Händen sich das Bild bis jetzt befunden hat, ist ein in Paris weilender Italiener. Er erklärte bn dem Verhör, daß er den Diebstahl im Louvre begangen habe, um alle von Napoleon in Italien begangenen Diebstähle zu rächen. Tas Bild ist jetzt beschlagnahmt worden und wird nach Rom gebracht werden.
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— 'rüc bic „M irakel"-Aufführungen, die zur Deihnacktszit unter bcr Leitung von M ar R tinhfltbt m bet Frankfurter Fest halle ftattfinben. ist mit bem Umbau br-v Zuschauer raume* begonnen worben: desgleichen mit ben Vorbereitungen »um Einbau einer Riefenorgel, die für den musikalischen Teil des „Mi-i takels" erforderlich ist In Anbetrakbe der beroorragenben Auf laben. Die in Dem Werke bem Gelange unb dem Orchester grftclli ist, merben bereite in dielen Tagen in der FestHalle Akkustikorohen ftaitimben, um ben für bie Auttübrungen geeigneten Raum zur Aufstellung de« Lrckesters unb des Chores feltzustellcn
— Winterausftellung der Münchener Sezes- fion Aus München wird un4 gelchrieben Ter Sertin bildender Künstler Münchens Slzelfiou Hat feine bieeiährige Smteraueftdlung, anstatt mir ionft um eeifmathtm 'ckon An'anq Tcirmbet eröffnet Es ist in enter Linie eine sckwarr-Weiß-AuSstellun-g unb rwer cme fo umfang rocke und bodibebcutmbe, wie Münd>c>! itc überhaupt uoii r.tfrt grieben bat Beteiligt ist daran mancher längst zu ben Wron-m zahl ende Künstler, Der ferne Berühmtheit gerade ben mrbiqer Erzeugnmen feiner Palette verbankt, wie beifpiefswei't Franz non stuck und Freiherr von Habermann, bi hier mie-vr den Beweis bringen. Der einem gewifsen jüngeren KünstleniachwucbS nickt oft genug zu Gemüte geführt werden fann, baß bet wahrhaft große Mal künstlet immer auch ein eminent tüchtiger Jcidinei ist. Man Darf mit Freube konstatteren. baß bie Seamfun-i bire# Grundlo-es bei ben Mitgliedern der Münchener Seiefiüm noch volle Geltung bat. Unter ben Künstlern, bereu Arbeiten Hervorragendes bieten, sind tu nennen Augu st Braun. München, mit Feterzelchnungen von Tieren unt» elf äußerst lauberen land- sdraltlicken Kttistiitzrickmmgen. Käthe Kollwitz, Betttn, mit höchst ckaraktenstiichen Stohren f dpi en, Walter Pü11« ernri: treff*


