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Dritter Blatt
Nr. 15
165. Jahrgang
Giehener Anzeiger
Erscheint ISattch mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gderheffen
Die „Hiehencr ^amilicnblätter" werden dem „Anzeiger" viermal ivöchentlich beigelcgt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" ziveimal wöchentlich. Die. „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen nronallich zweimal.
Samstag, 18. Januar 1913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls • Buch- imb Steindruckerei.
R. Lang e, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^^51.
Redaktion:^E112. Tel.-Adr.: AnzetgerGießen.
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Man muh aber bei ScottS Emulsion bleiben und sich keine der jetzt so häufigen Nachahmungen ausreden lassen
und Grüningen wurde Meyer Lindheim er-Holzheini wählt.
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Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 17. Januar. Zuckerfabrik wurde geschlossen, beiter sind entlassen worden. — Der
ransport zu der Zeche „Gladbeck" zu überfallen. Lotz wurde jegen versuchten Raubes unter Einbeziehung einer gegen ihn >on der Strafkammer in Duisburg am 21. Mai 1912 erkanntem Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren sechs Monaten Zuchthaus mb Verlust der Ehrenrechte auf die Tauer von zehn Jahren verurteilt.
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1 EABRIK-MARKE
Die Ergebnisse der Angeftelltenversicherung.
Auf die Anfrage des Reichstagsäbg. Weinhausen 'fuirtschr. Vpt.) über die Ergebnisse der Wahlen zur Ange- crlltenversicherung hat Staatssekretär Dr. Delbrück falzende schriftliche Antwort erteilt:
Bei rund 1300 Wahlbezirken liegt das endgültige Ergebnis uns 1270 Bezirken vor, der Rest bedarf noch der Klärung in Eiuzel- iriten. Ernennungen von Vertrauensmännern gemäß § 152 des Awgestelltcnvcr * crungsgesetzes durch die Behörde wurden nötig: ür die Arbeitgcbcrgruppe in 152 Bezirken, für die Angestellten irappe in 46 Bezirken. Nur eine Vorschlagsliste, woraufhin lernäß § 16 der Wahlordnung die vorgeschlagenen Bewerber für ;eivählt gelten (meist handelte es sich um eine Vereinbarungsliste iei beteiligten Vereine oder Berufszweige des Bezirks) ist ein- ^reicht: für die Arbeitgebergruppc in 839 Bezirken, für die !l»gestclltengrupve in 413 Bezirken. Eine Wahl war erforder- iäi: bei der Arbeitgcbergruppe in 279 Bezirken, bei der An- lellelltcngruppe in 811 Bezirken. Zu einer Feststellung der ge- amten Stimmenzahl fehlen die Unterlagen, sie würde in einer Reibe von Fällen voraussetzen, daß zu diesem Zwecke die Ur- Dt-otofottc von den Wahllcitern cingefordert würden.
Für die amtliche Veröffentlichung des Ergebnisses in Gestalt :ine§ vollständigen Adressenverzeichnisses (reichlich 8200 Namen net Berus und Wohnort) besteht kein Bedürfnis., Das Zu eigenem ^brauche der Rcichsversicherungsanstalt soeben fertiggestellte Ver- i rhnis steht indessen den Wählcrvereinigungen, die für die i-3 ahlen zum Verwaltungsrat, Schiedsgericht usw. Vorschlags- I-slm einreichen, kostenfrei in Abschrift zur Verfügung. Den be- to Ilmächtigten Vertretern jeder Liste schickt sofort nach Eingang :.'vselben die Reichsversicherungsanstalt das Verzeichnis von Amts zu. Auch anderen Beteiligten werden Abschriften in be- jh mnktem Umfang auf Antrag überlassen.
29. Januar: „Tas Märchen vom Wolf/'
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Der neue Botschafter in Rom.
Als Nachfolger des Staatssekretärs von Jagow auf kenn Botschafterposten in Rom ist, rote .ron- schon meldeten, )ezr Gesandte in Darmstadt, Freiherr von Jenisch, in Ansicht genommen.
Dr. Martin Freiherr v. Jenisch ist am 8. Juni 1861 zu Ham- ling als Sohn des hamburgischen Senators Dr. Alfred Rücker i’Ciorcit, hat das Gymnasium in Plön besucht, dann auf den Uni- L-ciitäten Bonn, wo er dem Korps der Bonner Preußen ange- iörtc, und Berlin Jura und Kanreralia studiert. 1886 wurde er iltlacbe an der Botschaft in Washington, Ende 1887 Attache im Auswärtigen Amt, zwei Jahre, später wurde er zum Legations- ’fietär ernannt und kant als solcher an die Botschast in Wien,
Gerrchtsfaal.
Essen, 17. Jan. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde heute morgen der Ueberfall auf den bergfiskalischen Gelbtransport abgeurteilt, den seinerzeit der Räuberhauptinann S t r a a t m a n n mit denk 20jährigen Fürsorgezögling Anton Lotz aus Oberhausen unternomnien hatte. Da gegen Straatmann wegen Oleistes- gestörth eit nicht verhandelt werden kann, verantwortete sich nur Lotz. Beide versuchten ani 7. Februar 1912, einen Geld-
1890 an die Gesandtschaft in Buenos Aires. Von 1891 bis 1897 a r er zweiter Sekretär an der Botschast in London. In diesem )a l>re Fant er als Legationssekretär nach München, 1898 bis 1900 en die Gesandtschaft in Brüssel. 1901 bis 1902 wurde er unter ünennung zum Wirklichen Legationsrat Vortragender Rat in der litischen Abteilung des Auswärtigen Amts. Am 1. Januar 1903 itg er als außerordentlicher Gesandter nach Kairo und
Stai 1906 als Gesandter nach Darmstadt. 1906 w.irde ihm b liche Adel und als Besitzer des Familienfideikommisses ür«iherrnwürde verliehen. Sein Vater war ein Bruder Hutter des Fürsten Bülow. Im Januar 1905 vermählte er r.irt seiner Cousine, der Gräfin Thyra Grote, einer Tochter stgationsrats a. D. Grasen Adolph Grote und der Gräfin Malie l'>. Jenisch in Varchentin.
Freiherr von Jenisch wurde vom Fürsten Bülow sehr ceffchätzt und erfreute sich auch eines besonderen persönlichen Lcrhlwollens beim Kaiser, den er als Vertreter des Aus- tÄctigen Amtes des öfteren auf seinen Reisen begleitet hat.
freund
Frankfurt." Montag, de» 27. Januar: tages er. Majestät des Kaisers: ..'Minna tag, den 8. Januar: Zn in ersten Riale: foiel ans dein Jahre 1866. Drei 91 he
Börsen-Wochcnbericht.
---Frankfurt a. M., 17. Jan.
Nachdem die Märkte gshosft hatten, daß da§ Friedmswerk bald gelingen lverde, gelangten die Verhandlungen au seinen toten Punkt. Tie Drohungen der Türkei, die Friedensverhandlungen abzubrechen, machten die Börse nervös. Da in der letzten Zeit ckemlich viel gelaust worden war, setzten umsangreickie Positions- lösungen ein, die auf die Kurse drückten. Tas Publikum blieb davon im großen und ganzen unberührt. Man hat die Zuversicht, daß die Feindseligkeiten nicht wieder beginnen werden. Dafür spricht deutlich genug, daß die Kriegführenden am Ende ihrer sinanziellen Kräfte sind. Die Balkanstaaten und die Türkei suchen Anleihen auszunehmen, die Finanzwelt scheint ihnen aber nur kurzfristige Vorschüsse gewähren zu wollen, unr dann diese Vorschüsse nach dem Friedensschluß in feste Anleihen umzuwandeln. Zur Zurückhaltung der Börse trag seln viel die ErkennMis bei, daß die bald nach Erledigung des Januartermins am Geld- m a r k t eingetretene Erleichterung noch nicht als nachhaltig angesehen werden kann. Abgesehen davon, daß Handel und Industrie großer Mittel bedürfen, zumal manche Ansprüche in der letzten Zeit zurückgehalten worden sind, werden Staaten und Koni^- munen mit hohen Forderungen hervortreten. Die Frage, wann das Reich und Preußen mit neuen Anleihen herauskommen werden, ist noch offen. Ter Zeitpunkt wird wesentlich abhängen von der Entwicklung des Geldmarktes und das Reich wird sich dabei, wie üblich, dem Vorgehen Preußens anschließen, das besonders für seine Eisenbahnen Geld nötig hat. Tie nach »Eintritt des Friedens zu erwartenden Ä nleihen des Auslandes dürsten ganz gewaltig sein, und es wird dabei am deutschen Markt ein guter Teil unterzubringen sein. Ties alles macht es aber erforderlich, daß der heimische Geldmarkt mit großer Schonung behandelt wird, und man sich allerseits in den Ansprüchen Beschränkung auferlegt. Mit billigem Geld wird man kaum zu rechnen haben. Etwas verstimmend wirkten auch die wenig erfreulichen Meldungen aus Amerika, namentlich von New Bork, das unter der Einwirkung der innerpolitischen Verhältnisse, wie sie wegen des'Kampses gegen die Trusts und in den Tarifsorgen zimt Ausdruck kommen, und neuerdings auch der Verstauung de". Kupfermarktes und weniger zuversichtlicher Berichte über die wirtschastliche Lage stark ermattet ist. Das alles gab der Börse Anlaß, ihr Urteil b^üglich dessen, was von Amerika sür die nahe Zukunft zu erhoffen ist, zu revidieren und demgemäß auch die Erwartungen wegen des i n d u st r i e l l e n Konjunkturverlaufes herabzusetzen. Von den anfangs erzielten Kursbesserangen blieb bei Wochenschluß nicht mehr viel übrig. Es gilt dies namentlich für Montanpapiere, von denen nur Oberschlesische Werte bessere Haltung zeigten. Andere Jndustriepapiere gaben auch ihre 9kvanzen zum Teil wieder ber. Auf Bankaktien drückten die Depositenbankbestrebungen. Matt lagen auch Schisfahrtswerte. Bahnen lagen still und nur teilweise etwas schwächer. Schwache Haltung zeigten auch heimische und frentde Fonds. Privatdiskont 415/ig Prozent.
9(tfreö Halm. Vorder: „Wann wir altern.'
Zur Feier des (Äebnrts- von Barnbelm." Tiens- „(v-rat Pcvi." Ein Lnst- von iHobert Saudek und
DeLLtscbes UeLch.
,ur zweiten Berat ung des Voranschlags für das Reichs amt des Innern
|if.mb eine Reihe neuer Anträge gestellt worden, die bereits irDher geäußerte Wunsche auf idem Gebiete der Sozialpolitik tuederholen. Sie sind gestellt von der sozialdemokratischen mnftion, dem Zentrum und der Wirtschaftlichen Vereinigung, beziehen sich auf die Verbesserung der Arbeitsbediu- xiwrgen in der Großeisenindustrie, Regelung der Arbeits- zcüt für alle Angestellten im GastroirtsFewerbe und auf Mutzb-estimmungen für Zreg,elciarbeiter. Das Zentrum vtfangt die Vorlegung einer Denkschrift über die wirt- . huftlicheu, gesundheitlichen, sittlichen und soz-aleu Wir- ßngen der deutschen Arbeiterschutz- und Arbciterversiche- ltWgsgesetzgebung und ihre Rückwirkung auf die gewerb- tfje Entwicklung. Schließlich verlangen die Sozialdemo- fc arten noch die. (Gründung einer Reichsanstalt zur Be- ] bnipfung imb Erforschung der Säuglingssterblichkeit.
Der Statthalter von Elsaß-Lothringen beim Reichskanzler.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeituttg" schreibt: Der Neichs- birzler empfing heute vormittag den Statthalter von Elsaß- otiringen Grasen Wedel.
Ein Ball beim Reichskanzler.
Der Reichskanzler und Frau Bethmann-Hollweg hatten für Ireitag abend zahlreiche Einladungen zu einem Ball int Reichs- tircker-Palais ergeben lassen. Der Reichskanzler und seine Gattin iitfingcn, unterstützt durch ihre Tochter Isa, ihre Gäste mit munter Liebenswürdigkeit. Es erschienen dte Kronvrtnzessm, rins Eitel Friedrich und Gemahlin, Prinz Friedrich Wilhelm | Uib Gemahlin, die Botschafter Patisa, Cambou und Letshman mit Äinahlinneit und Töchtern, Gesandte Freiherr v. Salza und i $ (fiten au, Freiherr v. Biegeleben und Gemahlin und Töchtern, i Iw eine große Anzahl von Damen und Herren der Hosgesell- ifxart Gegen &V4 Uhr erschienen der Kaiser in Dragoner- tirorm und die Kaiserin, die eine tiefrote Robe mit Silberfrei angelegt hatte, mit Prinzessin Viktoria Luise. Gegen I Uhr verließen der Kaiser und die Kaiserin das Fest. Bei I in bann folgenden Souper führte der Reichskanzler die Krou- ! ivzessin imb Prinz Eitel Friedrich Frau von Bethmaim .Hollweg.
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Die Stundenzähluug bis 2 4.
Der schweizerische Bundesrat beschloß, bei den Ver- Lwsanstalten die Stilndenzähluug bis 24 eiilzusühren, vorausgesetzt, daß Deutschland und O e st e r r e i ch -11 n g a r n ie ebenfalls einführen Die Gesandtschaften in Berlin W Wien werden beauftragt, entsprechende Unterhandlungen ein- zrtaten, damit am 1. Oktober 1913 oder am 1. Mai 1914 die ^chchng eingesührt werden kann. Falls die Regierungen der feiixn Länder sich nicht c tschließen, behält sich der Bundesrat ■nrilere Entschließungeii vor. — So rasch wird die Sache doch lauseii Die Bedürfnisfrage in Deutschland ist doch einiger* Mßm zweifelhaft.
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Aus Ktsrdt und Land.
Gießen, 18 Januar 1913.
** Evang. Bund. Die Mitglieder und Freunde bet Bundes seien nochmals auf den morgigen F-amilieti Abend in Steins Garten hingewiesen und zu zahlreichen Besuche eingeladen. Der Redner des Abends, Geh. Kirchen rat Professor D. Dr. Krüger, bürgt mit seinem roijfen schaftlichen Ruse dafür, daß er die Behandlung seines wichtigen und umfangreichen (Gegenstandes „Die Jesuiten", mit bekannter Gründlichkeit und Sachkenntnis Vornehmei wird. Frühere Vorträge des Redners stehen ja noch dauerns in bester Erinnerung. Und daß gerade das gewählte Theme für uns evangelische Deutsche im Augenblick ganz besonderc akut und wichtig ist, bedarf nach den Vorgängen in den letzten Monaten kaum einer besonderen Begründung. Eben- sowenig darf aber verkannt werden, daß Aufklärung der öffentlichen Meinung unbedingt notwendig ist, wo es sich um eine Gefährdung des Volkswohles und um eine vielleicht in Aussicht stehende Erschütterung des so dringend notwendigen konfessionellen Friedens handelt. — Erwähnt sei noch, daß sich der evangelische Kirchengesang- Verein gütigst bereit erklärt hat, den Wend durch seine Mitwirkung zu verschönern.
** Mitteldeutscher Sängerverband. Unter dem Vorsitz des Geheimerat Dr. U si Niger hielt der Mitteldeutsche Sängerverband kürzlich im Hoi .l Viktoria hier seine diesjährige V e r b a n d s v e r s a m m l u n g ab. Die Ver- hanolungen drehten sich hauptsächlich um geschäftliche Angelegenheiten. Der vom Schriftführer vorgctragene Rechenschaftsbericht über das verflossene Berbandsjahr wurde genehmigt, ebenso die von den Herren Schmidt (Cäcilia- Lich) und Henkel ^Germania-Lollar) geprüfte Rechnung, die ein sehr Günstiges Ergebnis aufweist. Um den dem Verband aughörigen Bünden die Abhaltung von Wer- tungssingen — keine Preissingen — zu erleichtern, werden künftighin auf Verbau? sko sten Sachverständige zu diesen Veranstaltungen geschickt, falls die betr. Bunde es wünschen und beantragen; die dem Verband angehörigen Einzelvereine können sich zu diesem Zweck zu neuen Gruppen vereinigen. Dieser Beschluß wird ohne Zweifel bei den Verbandsangehörigen großen Anklang finden. Für die Jahresberichte der einzelnen Vereine hatte Gesanglehrer L. Geller einen Vordruck entworfen, der ebenfalls von^der Versammlung angenommen wurde. Eine längere "Besprechung knüpfte sich an den Vorschlag des .Herrn Weber- Reuters, eine Sammlung von Volksliedern aus Oberhessen mit einstimmigem Tonsatz herauszugeben. Der Vorschlag fand allgemeine Zustimmung; es wurde zu dem Zweck ein Ausschuß gewählt, dem folgende Herren angehören: Prof. Dr. Alles als Vorsitzender, Pros. Trautmann, L. Geller in Gießen, ferner Römer-Großen-Linden, Weber-Reuters, Bttß- Leihgestern, Gemmer-Merlau und Keller-Utphe. Die Vor- standswahl ergab die einftiininige Wiederwahl des seitherigen Vorstandes; neu tritt in diesen ein Bau e r-Bntzbach. Das diesjährige Verbandsfest wird in Gestalt einer patriotischen Erinnerungsfeier am ersten Sonntag des August in Butzbach abgehalten; die dortigen dem Verband angehörigen Vereine werden die Vorbereitungen dazu übernehmen.
Landkreis Giefzen.
— Holzheim, 17. Jan. Bei der heutigen Vor- standsroahl der isr. Re ligi onsge ineinde Holzbeun
der früher nur eine Schult!ässe besaß, erhält von Ostern an fünf Klassen mit fünf Lehrern. Da seither die katholischen Kinder nach Friedberg in die Religionsstunde gehen mußten, soll der neu anzustelleude Lehrer Katholik fein.
— Friedberg, 17. Jan. Der weittnn bekannte, schon seit Jabren gut besuchte Fiiedbcrger F r ü h j a h » s - P s e r d e - und F o b l e n in a r k t wird in diesem Jabre nm 4. Februar nbqebnltcn werden. Dabei findet wie scitber eine Prämiierung von Belgier und Olfenburger Stuten und Foblen in je 4 Klassen statt. Anmeldungen von Tieren zur Prämiierung sind bis zum 3 1. Januar bei dem Landiviits.bn'tskamnier-f)lusschuß in Gießen zu bewirken. Die Präiniiernngsklassen lind: Belgier bezw. Olteu» burger Atiilterslulen mit Nachkommen, Belgier bezw. Oldenburger, nachweisbar tu 1912 csedeckie und tragende Stuten, Belgier beziv. Olbenbnrger dreijäbrige Hengst-, Ltut- und ^^allachioblcn und Belgier beziv. Oldenburger und zweijährige Hengü-, Slut- und Wallach'obleu. Bei der Anmeldung ist anzugeben für Stuten: Schlag, Alter und Farbe, Bezeichnung des Hengstes, wovon das zugebörige Fobleii abstammt oder die Stille trächtig ist, bei ztvei- lmd dreiiäbrigen Foblen: Schlag, Alter, Farbe und Geschlecht, sowie der Name des Baterlieres.
m. Bad - Nauheim, 17. Jan. Die Deutsche Kaiserin trifft in diesem Jahre am 17. März zur sechs- ivöchigen Badekur hier ein und nimmt wieder im Sanatorium Groedel Absteigequartier, während das Gefolge im nebenan- lieaenden Hotel Bellevue Wohnung nimmt. Mit den Ausbesserungsarbeiten i>n 5lurhaus und den Badehäusern ist bereits begonnen worden; sie müssen bis zum 15. März beendigt sein, dlm Bahnhof wird am Ausgang der Bismarckstraße ein Kaiserpavillon errichtet, mit dessen Aufstellung in den nächsten Tagen begonnen wird. — Auf Forsthaus Winterstein ist der in Touristenkrelsen bekannte Förster Gg. Will). Frank im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Verstorbene, der die Feldzüge von 1866 und 1870/71 nntgemacht hat. wurde nach 40jähriger Dienstzeit vor z>vei Jahren in den Ruhestand versetzt und lebte bis zu seinem Tode auf dem ti)in liebgewordcnen Forsthause bei seinem Schwiegersöhne.
Wit Iuöek begrüßen !
die Kinder Scotts Emulsion, schmeckt sie doch so gut und süß. Die Wirkung dieses bewährten Stärkungsmittels läßt sich oft schon nach wenigen Löffeln be- | obachten, indem die Kleinen wieder die richtige Eßlust bekommen, sichtlich erstarken, munterer und lebens-
Märkte.
fe, Frankfurt a. M., 17. Jan. Heu- und Strodmarkt. Angefahren waren 8 Wagen Heu, 0 Waaeu Stroh. Bezahlt wurde für reu \ — B,"0 Mk., Stroh lgornlangstrow O.Ou 0.00 Mk^ Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 60 Kilo. Eeschäst icblevvend. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Hanau.
Spidplau der vereinigten Srontfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Sonntag, den 19 Jan.ar, nachmittags 124 Uhr: „Die goldene Gans." '-lbends 7 Uhr: „Ariadne auf Naros. Ntontag, den 2". Ja>mar, abends 148 Uhr: „Der liebe Augustin." Dienstag, den 21. Januar*): „Die Hligenotten." Tbthuoch, den 22. Januar, abends >48 Uhr: „Aiadame '.Butlerfh).* Donnerstag, den 23. Jan.: „')lriadne am Naros/ Freitag, den 24. Januar' „Siegfried." Samstag, den 25.Januar „Der Kuhreigen ' Sonntag, den 26. Jan., nachm ",4 Uhr: „Die goldene t^ans." Abends 7 Uhr: „Der Widersvenstigen Zäamung" Alontag, den 27. Januar, abends ' .8 Uhr: Zm Feier des Ecbmtstages Sr. Majestät des Kaüeis: „Die Zauberflöte." Dienstag, den 28. Januar, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde" Btittwoch, den 29. Januar, abends ^/,8Uhr: „Orphells und Eurydike."
Schauspielhaus.
Sonntag, den 19. Jan, nachmittags V24 Uhr: „Favfenstreich." ^Ibends 7 Uhr: „Das Märchen vom Wol'.' 'Montag, den 2". Jan/)7 „Die Zarin." Dienstag, den 21. Januar: „Das Atärchen vom Woll." A'ittwoch, den 22. Januar: „Minna von Barnhelm/ Donnerstag, den 2 i. Januar, abends ' ,8 Uhr: „Das 'Märchen vom Wott." Freitag, den 24. Janliar, abends '/,8Uhr: „Wilhelm Tell/ Samstag, den 25. Jantiar, nachniittags'/„3 Uhr: „2'. ilhelm Dell." ')ibcnds 7 Uhr: „Die Zarin.' Comttag, den 26. Januar,
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