Meteorologische Beobachtungen der Station Gießet
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Aed. Himmel
16,0 • C.
10,4 a J.
3 uni Juli 1813
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K c
6»
Höchste Temperatur am
Niedrigste , „
Stiederschlag: 0,0 mm.
Wenn man sich nun auch dem Baden, Bootfahren und Wasscr- planfchen gegenüber auf den etirxis umgewandeltcn Seemannsspruch beziehen kann, daß diese Tätigkeiten durchaus und i>or allen Drngen in den Ferren notwendig seien, so gilt das nicht für das Spielen mit Schußwaffen und Feucrwerkskörpern. 44 ^odes- und 21 Jnvaliditätsfälle schwerer Art registrieren hier die Zei- tungsmeldungen. Man darf annchmen, daß die Zahl der Gefährdungen prozentual hinter denen durch das Wasser nicht zurück-! blerbcn wird.
sorge gründen werten müßten. Vielleicht können diese war-
-Solen und Feststellungen schon die Kinderunfälle in den Ferren, wenn auch rn bescheidenem Maße, vermindern und mil- - _________Max Thiclert.
29, bis 30. Juni
29. , 30. .
Viichertisch.
I .. T i u hessisches G emei n d c st e n crb u ch. Zuqle.ck, nnt der Ausgabe der Gememdestouerzettel ist das H e s >: s ci> r p emei n d e steu er buch von Mnistcrialrcqistrator Jünger in Darmstadt erschienen. Es umfaßt 180 Serien. Kaum irgend esst hessisches Steuergesetz wirkt so einschneidend in die Verhall
^nisse der Steuerzahler, rind kein anderes hessisches Steuergesetz I ^schwer verständlich, wie das neue Gemeindesteuergesetz, weshalb ist es zu begrüßen, daß jetzt dazu ein lcichtvcrständlick geschriebenes Lehrbuct» erschienen ist. Gewerbetreibende, Han-T besitzer, Kaufleure, Kapitalisten und Landwirte finden dariir a»s- fuhrliche Erläuterungen über die Veranlagung ihres Vermögens, im£ dunstem Einleitungen zu Steucrcrlläruiigen, Berufnugeu und Beschwerden, zur Prüfung des Steuerzettels usiv. »Dal-ei besckwaukt sich der Verfasser keineswegs auf die einfache Erklär-!- -- des Gesetzes selbst: er geht auch den Gründen nach, wie die Vor
entstanden und, warum der .Abzug von Schulden nicht möglich ist, warum und wie Zuschläge bei der Gewerbesteuer gebildet werden usw., möglichst durch Hinweis auf die Kammer- Verhandlungen. Weiter enll-ält das Buch noch die Bestimmungen < Jlnteile ber Gemeinden an der Reichszuwachsst-nier, an der Wandermgersteuer itnb an der Saisonsteuer: ferner üb.n i ic -^ros- und Provinzialumlagen, über bk Beiträge zu den Kosten ber Hanbclskammern, der Landwirtschaftskammer und zur land und forstwirtschaftlichen Unfallversicherung. Das Buch > t 1,25 Mark.
Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: „ ...Meine Herren, lassen Sie mich im Anschluß an Ihren Herrn Präsidenten auch meinerseits die Ueberzeugung aussprechen, daß dank der gemeinsamen Arbeit der Verbündeten Regierungen und des Reichstages ein großes Werk getan ist. Gewiß wird kaum einer unter uns sein, der nicht in den Finanzgesetzen manches anders wünschen möchte. Mancher im Lande draußen wird Mängel und Härten darin sehen, wie die neuen Lasten verteilt worden sind. Mer trotz aller Drängel an einzelnen Teilen des Werkes — das Ganze wird d e r N a t i-o n z n m H e i le dienen. Die großen und schweren Opfer, die die Staaten und die einzelnen bringen, werden getragen für die h ö ch st e n G ü t e r d e r N a t i o n. D e m F r i e- den und der Ehre des Landes sichern wir in der gesamten waffenfähigen Mannschaft Deutschlands eine feste Sch u tzw e hr. (Lebhafter Beifall.) Mit der Betätigung des festen Entschlusses, für die Sicherheit des Reiches Gut und Mut herzugebcn, können wir Hellen Blickes und mit gestärkter Zuversicht auf den Frieden, und wenn es sein müßte, auf siegreiche Abwehr in die Zukunft sehen. Das Bewußtsein hiervon möge jetzt nach langer und aufopfernder Arbeit die Herren in ihre Heimat begleiten. (Beifall.)
Der Reichskanzler verliest die Kaiserliche Verordnung, durch die der Reichstag bis zum 20. November vertagt wird und überreicht dem Präsidenten die handschriftliche Urkunde.
Präsident Dr. Kacmpf:
Wir aber trennen uns mit dem letzten Rufe: Seine Maiestat der Deutsche Kaiser lebe hoch! (Tas Haus stimmt dreimal ein.),
Schluß gegen 3 Uhr.
Verinisebtes.
s^^^^^^^abcnteuerbesHerzogsvonSuther- verschieden Herzog bon Sutherland wirb folgendes Reiseabenteuer erzählt i In Ebinburg bestieg ein es Dage_> cin Englan dcr tue Eisenbahn, ein Amerikaner setzte sich ins lelbc -tbteil, zwrfchen den beiden Reisenden entspann sich bald ein munteres Gefprach, und auf einer kleinen Haltestelle kam noch ent ^^tter Reisender dazu. Er begrüßte den Engländer sehr her;- lich, das Gespräch ging flott weiter, und in Perth stieg der zulent ^"E^ene Reisende wieder aus. Eine ganze Reihe von Dienern erwartete, ihn aus dem Bahnhof, dec Amerikaner sah dies und SÄ. fr-neit ^W^n ob er ihm den Ra,neu des Herrn nennen lonne. ,,Gewiß, das war der Herzog von Fjfc " — Da XwA Ar herablaffend daß er sich mit nnseresaleichen V fmsntC ^FEn^er, und der andere stimmte lächelnd bei. Auf der nächsten Haltestelle stieg nun auch der andere Mitreisende aus: er verabschiedete sich von dem Ameri- Hanbedruck, und als dieser ihm nachsah, bemerkte er. daß auch dieser Reuende von eim-r-gVoBen Schar Diener ab- geholl wurde. Run hielt er es für empfehlenswert, sich bei einem der Bahnbeamten zu erkundigeii, wer der Herr sei, und erfuhr — den Namen des Herzogs von Sutherland!
™ r-M Uncbfcr Paradiesvögel berichtet der berühmte enghidye Zoologe und Entdecker des Okapi Sir Harrh H Jokmstou ^enenwi Liefernngeii 27—31 des imjcrn Lesern ’%on wehrfach enipsohlenen nattirwiffeiisckMfffickvn Prachtwerk Wunder der Natur" (Deutsches VerlagShans Bong u Eo, ErlmL an Hand zahlreicher Photographien und Farbentafeffi. .Fetzt, da die Mode ine Hute unserer Damen mit „Paradß- reihern — leider! — schmückt, dürfte es vielleicht von bc sanderem ^ntereffe fein, über diese wunderbaren „Mttervögel wie die maleiischen Händler sic neunen, etwas Näheres zu er MS!'»- ^lC ?it dem 16. Jahrhundert schon
I ^l'kannt. Ta bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch stets nur verstümmelte, fußlose Bälge zu uns kamen, bildeten sie!' wnderbare Legenden um diese Vögel. Sie sollten ihre Hei nm- un Aether haben, mir während flüchtiger Augenblicke der Ruhe pflegen und sich habet mit beit langen, fadenförmigen Schwan-, I ^dern an Zweigen und Aesten aufhängen. Das W-eibchm sollte die Eier in eine Vertiefung auf dem Rücken bes Mämrchms mcderlegen und sie in diesem seltsamen, fliegenden Reste ausbrülü, Sv namlir denn auch Sinne eine Paiadiesvogelart die „fußlose" Die Paradiesvogel, die in der Größe zwischen Drosseln und Krallen schwanken, haben ausgesprochen rabenartigen Charakter und sind anderseits mit den sogenannten Laubenvögeln verwandt, gleich denen manche Paradiesvogelart „Spielnester" und „Smtben" baut ®ie werden teils mit Leimruten, teils in Schlingen gefangen^ seltener geschoffen, bann gewöhnlich mit besonderen Pfeilen, deren „Spitze eine knopfarttge Anschwellung trägt oder ein stummer $.lc schinimernde Pracht eines fliegenden Paradies- Vogel.- ist nut Worten nicht zu schildern, sie erinnert den Eur.'päe'-, der zum ersten Male einen fliegenden Paradiesvogel sieht, — zumeist sind freilich nur die Männchen so farbenschön — an etwas Ueberirdisches: man vergißt, nach ihm zu schießen. Leider stehet Modelaune auf dem Aussterbeetat, ckns Kaiser-Wil Helmsland (Deutsch-Neuguinea) allein nmrden int r?aJr(,.491,0 Plrradiesvögelbälge im Werte von 152 000 Mark äusgesuhrt! — In den gleichen Lieferungen plaudert u. a. ^^Kolsche itber das Chamäleon, Prof. Dr. A. Mareuse über atmvsphasische Luft und Dämmerungserscheinungen, Prof Dr n5cr dm Plesiosaurus, den alten Meerdrachen, Hes- dörffer überjapanische Zwergbäume, Bürgel über den Zusammen Hang von Sonnenflecken und Sturmlatastrophen, sowie anderen: ^dsichen Erscheinungen Usf. Alle diese Aufsätze sind aufs wundervollste illustriert.
Di« Steuerpflicht der Fürsten.
ote Stbfrt 2hb«ngi2efUn8 T" auj Antrag bet Sozialdemokraten Z 1 Paragraphen Uber die V-ranlagllngsSel,erden KJs" L°-d°u- M d-r Bnndesral die Behörden bestimm" ÄL de- W^^L^dund-sf^ft-n zuständig ftoÄS k._- mt 1 ch a ftl 1 chen Bereinigung will setzt
UHoh mB wieder streichen und dafür eine Re so- b“e ft die berbundeten Regierungen auffor^rt,
(^(^ ^reeern °UM 8ÜtflC? -^nd-
Reichskanzler Dr.' v. Bethmann Hollweg r
Auf Grund der wiederholt abgegebenen Er- ch ’ Re r3?C 1 b°nde.en R - g i°- t°u n gen "b U t. ->n ^0 dringend, den Absatz 2 int
Q r " r J,e i>e§ Znstandeko-mmens des Gesetzes abzulehmen. (Hört! Hörtk) ^efeyes
rrniver-itäts-Nacbrictttett.
ffpih^ mer nsü öe,,tr?ltCL und Rang eines'a. ö. Professors be- b^nhr,UQ,y^ Fritz vartogs ist vom I. Cf tobe v . Osum etatsmatzigen anperorbenttichen Proiesior für dar-
SmÄ'“ ber 5miintl,enec phi'°I°p'Mch-» Sakul.ä- . .. ~ 3»”! Nachfolger des am 5. April!St3 verstorbenen o Bro- ^nry Simonsfeld auf dem Lehrstichl der Geschickte iiisbeiondere geichichtliche Hilsswisse,.schäften, an der M ü n diener U l!iuC-Rta! ,vurbe bec Privatgelehrte Dr. phil. Rudolf von edel ti$«1'efförÄe®.CnCnnU''a 5"m EtalS,"ä^c" ”“B«orbe,lt.
Der enierit ord. Professor der klassischen Philologie an der Grazer Universität Hchrat Dr. phil. Max Theodor Ritter v. llaraian begeht am 1. Juli seinen 80. Geburtstag
* Unter Bettlern. Zwei Bettler stehen vor dem Schau - I^'Utor einer Leberwarenhandluiig. „Du," meint ber eine, „tyenn tefi mir mal n Daler znsammengefochten habe, bann koof ick mir ural fon reutet Port'monnaie da zu drei Mark." — Der anberc• ” ^cnn ^a riikstecken?" — Der erste: „Na, den Daler."
Kmöerunfülle in der? Serien.
r vermehrte Zahl ber Kinberunfälle bilbet leiber die Schattenseite der Fenen und ihrer F-reudeu. Kaum haben sich die Psorten der Freiheit aufgetan, so treffen schon die ersten Hiobs- posten tu den Zettungsmeldungen ein, bald ein fatalistisches „Wieder ^umal' oder ein erstauntes „Was auch Kindern alles passiert!" auslösend. Hier ist es das tückische Element, das Wasser, das feine gewohnten rvertenhekatomben aus der Jugend fordert, dort sind es leitiante Unfälle aller Art, die niemand voraussehen| 3nfeftenftid)e, Bisse von gereizten Hunden und Katzen, der Stoß des Gehörns eines zahmen Rehbockes, der Hufschlag eines Ptzrdes, der Schnabelhieb eines Fischreihers, Hecht- oder Schlangenbiß gefährden Leben und Gesundheit der Stadtkinder, denen die tastende Vorsicht der Landjugend noch nicht eignet.
Drese vielleicht hier und dort durch tollen Mutwillen und mangelnde Einsicht in die Gefahrenmöglichkeiten hervorgerufenen bösartigen Zufallsunfälle wird man vielleicht nicht ohne weiteres vermindern können. Sie bilden auch nur einen kleinen Prozent- Sv der Unfälle Nach Zeitungsmelbungen während dreier Sommermonate, ^uli, August u. September ereigneten sich Todesfälle von Kindern durch Blitzschlag 6, durch Schlangenbisse 3, J?urrcö Insektenstiche 3 durch Hitzschlag 5, Jn- validitatsfalle durch Hundebifse 2, durch Katzenbiß 1. ,
Die Zahlen schwellen aber gefahrdrohend an, sofern es sich üm die nicht unbediligt unvermeidbaren Gefahrenquellen für Kinder handelt. .Hier ist die Möglichkeit gegeben, durch Erkenntnis! uuö geeignete Vorsichtsmaßregeln Unfälle und Gefährdungen zu vermeiden, die durch die Kinder jede Familie bedrol-en, die die Veil- und Gesundheitsquellen des Landes und der See aufsucht - 20b Todesfälle ereigneten sich beim Baden, und diese sind fast nur in den erwähnten Sommermonaten, hauptsächlich im Juli und August geschehen. Dazu kommen 241 Todesfälle infolge Ertrinkens'beim Spielen an Gewässern. Diese verteilen sich allerdings
,$te Monate Januar, Februar und Mrz, da die deutsche Pres,e wahrend der erwähnten drei Sommer- und Wintermonatel auf Kinberunfälle hin durchgesehen wurde. Wie groß müssen gegenüber diesen Zahlen die Gefährdungen von Kinderleben durch Sert W ? Sie werden wohl das Hundertfache cr-
= 31!
Abg. Haase (Soz.):
Was wir bisher gehört haben, ist ein glatter Umfalk bcr Part ei e n. Die Regierung hat es in der Hand, das Ge- sOi,CS Drnub-N wird durch einen solchen en ,«ÄtUd4-'ne<t’ 0,5 ? bcr R-!chSK>a nicht überall die Elcw'.pflicht der Fürsten anerkenne. (Sehr richtia' bei den Soz.) r l?,er Eindruck wäre falsch, aber er wäre zu erklären.
Künftig aber wird man sich bei Erörterungen darüber auf diese Haltung des Reichstages berufen. ' "
A5^. Dr. Dabtd' ^Soz.)> .
bat ^^olu^oii fft nicht der geeignete Weg. Der Reichstag . , • ' 11 '■ °s: 1 1 n *>1 c f c r Frage in der Hand,
tragen1'0 Konsequenzen nachher die volle Verantwortung
Die Debatte schließt. Die namentliche Abstimmuna bSf^ bhr * r ?tociter ^/ung angenommene Absatz, der aus^ brucklich die Steuerpflicht der Fürsten festleat wird mit 19d gegen 169 Stimmen bei acht Enthaltungen gestrichen.
15 mr'^^mpclgesctz wird angenommen. Der An- «N,?- Wirtschaftlichen Vereimgung, der noch kurz vom Abg. Behrenc- begründet war, abgelehnt. ®
Abstimmungen über die Anträge zum einmaligen Wehrbeitrag und zur Stempelsteuer die bereits am ^onnab^nd beraten worden find. Sie e-rgeben die Annahme des K o m p r o m i ß a n t r a g e s über^die Bewertung nicht zum Borsenhandcl zugelassener Aktien.
n r J«. ?^amtabstimmung wird der einmalige außer- da?Ge,>i! ;4f Wehrbeitrag gegen i>IC Polen und Elsässer, das Gefetz aber A e n d e r u n g e n i m Finanzwesen gegen
S^lü^mrofE° rn' ^okn und Elsässer angenommen m^.Nch wird na:
Dic B ermögenszuwächSsteuer wird mit 280 gegen »“'.VnoX:“ 29 «"--en -P°.cn°u°nd
Sfemtt ist die Tagesordnung erschöpft.
Präsident Dr. Kacmpf:
. Meine Herren, wir sind damit am Schluß eines Viare 1111 sC 5 ungelangt, der in der Geschichte des leichstages als e m e r der denkwürdigsten bezeichnet wer- en muß. Richt sowohl die Dauer der Tagung htMe ich dabei m Auge, als vielmehr die Wucht der Aufgaben und die bei- a-.f e unüberwindlich erscheinenden Schwierig- citen denen wir uns gegenüber befanden. Wenn ein Aus- >eg aus diesen Schwierigkeiten gefunden worden ist, so erdanken wir dies dem festen Willen, in einer des würdigen und vor der Kritik der Ge- hw)tc standhaltenden Weise, der dem Reichstag gestellten Auf- abe gerecht zu werden (Beifall.) Ungewöhnlich große und bis n die Grenze der Leistungsfähigkeit gehend waren die Anforde- ungen, die an die Arbeitskraft ber Mitglieder des Reichstages n aflgemeinen, und der Budaetkommissiou und ihres Herrn Vor- tzenden im besonde^n gestellt worden waren. (Beifall.)
Oer Reichstag hat fich an der Ausgestaltung der großen ese^ebung beteiligt mit einer planvollen Initiative, wie kaum buvor. Wir tonnen heute dieses Haus verlassen mit dem CrJUrI tc^n bas uns vollen Ersatz bietet
■X Ur-S ^gen^n Mühen, Sorgen und Anforderungen.
ie Opfer, die für das Deutsche Reich gebracht werden müssen, id schwerer als je zuvor. Möge der Abschluß des großen Wer- y uns 'N dem Bewußtsein der Kraft und die gesamte Nation in m Gefühl der Sicherheit bestärken, das für die gedeihliche Ent- . icklung des Reiches unentbehrlich ist und dazu beiträgt, uns und r SBclt ben Frieden zu bewahren, den das gesamte Deutschland rllch will. (Lauter Beifall im ganzen Hause.)
Äbg. Basscrmnnn (Natl.)':'
Meine Herren, bevor wir auSernandergehen, gestatte ich mir C? unseren verehrten Herrn Präsidenten ben ärmsten Dank für seine wohlwollende und gerechte Geschäfts- lyrung auszusprecher,^ und für die umsichtige Förderung der coßen und gewaltigen Aufgaben, welche der zu Ende gehenden agung gcftellt waren und die heute zu einem glücklichen Ende ge- chrt worden sind, wie wir wohl alle hoffen, zum Nutzen und egen unseres Vaterlandes. (Beifall.)
1 Präsident Dr. Karmpf:
Wt* - v F - < • ctr y. 1
Srretiu.fu_r d'e Anerkennung und für ben 58ei. cVaterländi^M.^^X 'Wben. Ich übertrage den größten Süänner.-tStein-^ Vizepräsidenten, dic Schriftführer, &eleuchtu? ®.en gesamten Vorstand des Reichstages, ___________________1 umtlichen Beamten des Hau - zf n 11 io / su bei manchen noch größere Anforde- Q ' 1 §), als an uns. (Lebh. Zustimmung auf
Görtriitskarten i 3. 2 m In früheren Fällen wurde ber Präsi- (Staihaasin 3Vassan;,rf(3tunt>e bet nächsten Sitzung, ebenso die D, «Schaft s-stsust-ll-n. D° lein Widerspruch er.
-rteG ftochen.
Wg. Dr. Junck (Natl.) äasäs gen r ssjis ässzksS («ustimmung bei ben Natl. Lach?n de den Soz.) Durch unsere Abstimmung bringen wir aber n.At zum Ausdruck, daß die deutschen biterfe^ geltenden Staatsrecht der
oiiekken Besteuerung durch das Reich nicht er liegen. Die nationalliberale Fraktion ist niehr rn ihrer weit überwiegenden Mehr- beit der gegenteilige» Absicht, überläßt aber des ic LV? " 6 5 r-a^c bEr ^"w°ndu»g
oe» c i etze s. Es wurde jich embf ehlrn bicfer (y c legen bei t fest zu st e l le n, daß sich die Steuerfreiheit beschränken würde ^sCLIOnrbc§ Landesherrn und der Landes- hei-rln, daß a-ber gegen die Steuerpflicht der anderen Mitglieder ber fürstlichen Häuser vo» keiner Seite staatsrechtliche Bedenke» erhoben worden sind — Der Antrag bcr Wirtschaftlichen Ver- c ’ »i g » n g erscheint nur zwecklos, weil er angesichts der un§ bekannten Haltung der verbündeten Retz . er u » ge n eine praktische politische Wirkung nicht habe» kann. (Sehr-vahr!) 8
Wir lebe» in einem wehrhaften Zeitalter. Schon die Jugend sott in der Wassen- und Kriegführung unterwiesen werden. ‘ Da fid) nun der kriegerische Sin» bet ben Pfadfindern und Wehreü ai^toben kann und seine Befriedigung findet, so sollte unnachsicht- lich jebe Sckiußwaffe, auch bie bcr zahmsten Art, auS bcr Familie und ber Behausung verbannt werben, vor allen Dingen aber auch, in den Feinen. Denn bie Durchsicht ber Zeitungsmelbungen zeigt M dieser Zeit bie Häufung bieser Art von Unglücksfällen.
^'venso ist es bei den Todesfällen von Kinbern durch Verschüttung, Hineinsallen in Gruben und Ersticke», bie 89 betragen ^enn auch bie Kennzeichnung gefährlicher Stellen nicht an affen genügenden Sorgfalt erfolgt, so kann doch die eindringliche Mahnung und Belehrung der Kinder, Strohwische »»b Warnungstafeln zu beachten, und bas Einziehen von Erkilndj- gungen bei den Landbewohnern über derartige Gefahrquelttn manche Unfälle verhüten und bie zahlreichen Gefährbungen unb viele Todesangst vermindern und milbern.
c„ Daß die Dorf- unb Lanbstrasten burchaus kein Tummelplatz sur die Spiele der Jugenb sein sollten, zeigt die Durchsicht der Meldungen ber durch Ueberfahren unb Anfahren erfolgten Todesfälle. ^hre Anzahl beträgt 246, wovon ein gutes Drittel auf
s £a-1^ cntlaItL uud bie zahlreichen Jnvaliditätsfäll unb Gefahrbungen werben sich ohne weiteres burch ein strenges 'ker r’ auf der Straße zu spieleii, wozu in den Sommerfrischen> auch kaum eine Notwendigkeit vorliegt, herabsetzen lassen
Noch eine Art von Unfällen erfährt in den Ferien eine Erhöhung, nämlich diejenigen, die durch Verbrennen und Verbrühen erfolgten. Unter ben 386 Tobcsfällen von .Kindern ist eine große Zahl, die durch den Spirituskocher in den Ferien I verursacht werden. Auch das Spielen mit ben in dem »rinud tioeren Haushalt weniger gesicherten Streichhölzern steht als Und 9^3nrunb °benan. Vielleicht entschließen sich vorsichttge Mütter . ^dlufsichtspersonen zu einem Taschenfenerzeug am sicheren Kettchen für ben .ständigen Gebrauch und sperren die Streichd Holzer für alle Fälle des Versagens, die übrigens nach dem Stand der Industrie nicht allzu häufig sind, in den verschlossenen sWorvdcr in em ucheres Gelaß. Die hohe Zahl ber Todes- CKUC ebensolche ber Gefährdungen und ber G»tftelhjp CI9r ?crd',r Mädchen besonders empfinblichep Lnt)tellungen aller Art nicht zu gedenken. I
cl- ^odes- unb 32 schwerere Jnvaliditätsfälle erfolgten durch Maschinen. Ghnc Durchsicht bcr Meldungen zeigt die Ehrlichkeit Landwirtichaft benutzten für Stadtkinder. ^Messer, Kinderspaten, verursachten zehnmal Invalidität, Spielen an nicht genügend geficherlen schaukeln 6 Todesfälle
Gegenüber diesen Zahlen bcr Kinderunfälle, die eine amtliche ® ti.LVute leider noch nicht gibt, voraussichtlich »a-
UX ^'s^nigen, die mit einer mehr oder weniger schweren Serjebung endigten, wohl stark vermehre» ivürde, erscheint eine <5!.^frui-,g 110.4) mancher Richtung hin geboten und möglich. Es xt?' troc. bc,L-$0U ‘)ur(fl diese privaten Ermittelungen rCIrr ff^Olieü Gesellschaften schließlich dock eine
Kinderimfa l-Ver,icherung mit nicht allzu hohen Prämie» er möglichen laf,en. ^ie ,^-olgen einer Invalidität sind durch die - S ^^oerter Grundlage nötige andere Vorbildung des Kindes Sonnenbrand Hitzvocke». Sommersprosse» »sw.
W1?-1 betroffene Emilie loinJ m;t i>cr i„ Wanbeli n,nn am uoneilbaüeiten
f«aftt>4) oft W .ctnidmetben», da« Mittel imb İgc Snr Sor4Ä MÄ bSrteÄ Myrrhollö-Seife.
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