Cargmrtco um. 6.11 Uhr 29 Sek.,- Leutnant Kastner 6.15 Uhr, Leutnant v. Hidefsra 6.20 Uhr. ।
Freiburg, ,17. Mai. Als erster traf Ingenieur Thelen auf dem Flugplatz ein; er landete umj 6.35 Uhr. Ferner landeten Leutnant Geyer imt 6.45 Uhr und Leutnant Coerper nm 6.55 Uhr, Leutnant Kastner um 7.04 Uhr. Kastner beschädigte bei zu steilem Medergehen seinen Apparat. Flieger und Beobachter blieben unverletzt. Als sechster landete Leutnant Car ganico um 7.07 Uhr und dann Leutnant Canter um 7.10 Uhr.
Freiburg -i. Br., 17. Mai. Vom militärischen Crkum dungsflngo ist als erster um! 9.10 Uhr Oberleutnant Bah- rends Kurückgekehrt.
Freiburg i. Br., 17. Mai. Von 8,16 Uhr ab stiegen die Flieger zum nrrlitärischen Erkundungsfluge nach dem Oberrl>ein auf, als erste Thelen und "Geyer.
F reilbur g i. Br., 17. Mai. Nach offizieller Mitteilung sind von vierzehn in Straßburg aufgestiegcnen Fliegern 11 auf brat hiesigen Flugfelde cingetrvffen.
Freiburg r. B., 17. Mai. Von den 8um' Erkundungsflug unt 83/* Uhr aufgesticgenen 10 Fliegern waren bis 9.58 Uhr sämtliche wohlbehalten hierher zurückgAehrt. Zum Rückflug nach Nra-Breisach und Straßburg starteten Ingenieur Thelen um 10.7 Uhr, .Ahrendts 10.14 Uhr, Carganicc 10.35 Uhr, Haller 10.40 Uhr, ferner 10.42 Uhr Joly, Canter, Thüna. Der Start war um 11 Uhr beendet. Ltn. v. Hidesscn konnte beim Start nicht hochkonmten: beim Landen geriet der Apparat in einen Gra- bett und erlitt Propellcrbruch. Das Flugzeug wurde abmontiert, desgleichen der Apparat des Ltn. Castncr.
Neu-Breisach, 17. Mai. Die 9 Flieger, die in Freiburg zum zweiten Male starteten, waren bis -1,12 Uhr alle in Neu-Breisach eingetroffen und gelandet, um militärische Meldungen zu erstatten. Sieben sind alsbald wieder aufgestiegen zum Fluge nach Straßburg. Zwei blieben zurück, nämlich Ltn. Coerper und Ltn. Canter.
Straßburg,. Truppenübungsplatz Polygon, 17. Mai. Es folgten um 11,50 Uhr Oblt. Barends, Lt. Carganico um 12,14 Uhr, Frhr. v. Haller unt 12,30 Uhr, Lt. Geyer um 12,40 Uhr, Lt. ^foly um 12,42 Uhr, Frhr. v. Thüna um 12,50 Uhr und Lt. Canter, der ursprünglich am Abend fliegen wollte, um 1,25 Uhr. Somit ist nur noch Lt. C ö r p e r aus Neubreisach zu erwarten.
Straßburg, 17. Mäi. Lt. Erhard t, der gestern von ^Enweihingen neuerdings aufzusteigen versuchte, stieß beim dritten Versuch mit dem Vordergestell gegen einen Baum. Der Apparat wurde schwer beschädigt und wird abmontiert. Erhardt hat den Flug aufgegeben und ist bereits nach München abgercist.
Straßburg, 17. Mai. Die Leutnants Eichstätt, Köhr, Lau und Osterroth habra an der gestrigen Uebung nicht teilgenommen, weil sie keine Erlaubnis dazu erhalten hatten. Aus Metz wird gemeldet, daß das Luftschiff ,,Z. 3" wegen Gcwitter- bildung und starkem Regen die Abfahrt bis auf weiteres verschobt habe. Aus Baden-Oos wird gemeldet: „Acht Meter Bodenwind. Luftschiff „Sachisra" vorlärifig nicht aus der Halle zu bringen.
S t ra ß b u r g, 17. Mai. Leutnant E n g w e r und Ingenieur Schlegel machten mehrere vergebliche S t a r t v e r s u cft e und gaben dann den Flug auf, ebenso Beaulieu und Schmickaly und Beguiliz. Leutnant Donnevcrt ist fünf Kilometer westlich vom! Polygon wegen Mbtorfchadens niedergegangcn.
Flugplatz Polygon (Straßburg). 17. Mai. Um 7,30 Uhr vormittags traf das Luftschiff „Sachsen" von Baden-Oos kommend, hier ein und landete bei der Luftschiffhalle, und stieg um 7.45 Uhr zur Weiterfahrt nach Freiburg ans.
Straßburg, 17. Mäi. Das Lustschiff „Sachsen" wurde vom Oberrhein kommend gegen V.ilO Uhr gesichtet und landete um! 11.18 Uhr. Um 11.34 Uhr stieg das Luftschiff zur Wciter- fahrt nach Baden-Oos wieder auf.
Straßburg, 17. Mai. Fm festlech geschmückten großen Saale des Hotel „Stadt Paris" gab heute abend die Südwest- gruppe des Deutschen Luftfahrer-Verbandes anläßlich des glück lichen Verlaufes des Prinz-Heinrich-Fluges 1913 eine Festtafel von 220 Gedecken, an der auch Prinz Heinrich tcilnahm. Nach einem von Leutnant Canter ausgcbrachten dreifachen Hurra aus den Kaiser ergriff im Verlauf der Tafel
Prinz Heinrich
daS Wort zu folgender Ansprache:
Ihre Königlichen Hoheiten, Erzcllenzen, sehr verehrte Herren! Der dritte Oberrheinische Zuverlässigkeitsflug ist mit dem heutigen 4ägc zur Neige gegangen und ich darf zu meiner Freude feststellen, daß er Opfer an Menschenleben nicht gefordert (tat. Wenn Unr zwei' Kanteradeit bedauern, die infolge persönlichen Mißgeschicks darniederliegen und von denen id täglich Nachricht er Arltt, so kann ich lrnitteilra, sie befinden sich auf brat Wege der Bencruug.
Vergleiche ich den diesjährigen Flug mit den ähnlickwn Ver- anstaltungen der beiden letzten Jahre, so drängt sich mir unwillkürlich das Bild auf, daß in diesem Jahre die Fortschritte ganz besonders groß ;u nennen sind und zwar liegen diese Fortschritte aus zwei Gebieten, einmal auf brat rein technischen Gebiet und ferner auf dem flugtechnischen Gebiet. Es ist der merkwürdige Fall fcstzustellen, daß die flugtechnischen Fortschritte größer sind als die rein technischen, in anderen Worten, die Herren Flieger sind vorzüglich durch- und ausgebildet, sie haben ihre Maschinen vorzügkich in der Hand, sie riskieren weit mehr als in den vergangenen Jahren, sie sind sicherer und ihrem Motor überlegen. Trotz allen Anstrengungen scheint es der Technik noch nicht ge- lungeu zu fein, die Motore so herzustellen, tuic sie sein müßten. Die Zusammenbrüche sind zum größten Teil auf den Mangel an zuverlässigen Motoren zurückzuführen.
Der gestrige Tag, der Pforzheimer Aufklärungstag, war ein Ehrentag für das deutsche Flugwesen. Wer Gelegenheit gehabt hat, unsere jungen Herren und die dabei beteiligten Zivil-Inge- nieure aus der Ferne kommen zu selten, vor eine rein kriegsmäßige Aufgabe gestellt, sie lösen, landen, melden sehen, aus dem tiefblauen Himmel herabschweben - - sei der noch so großer Skeptiker, den packte es doch und unwillkürlich mußte man sich lagen; An der Fliegerei ist doch was dran, es ist sehr viel dran! Meine Herren! Ich will mich eines Vergleichs bedienen: Der Marineoffizier gilt besonders in jungen Jahren vermöge seiner Aufgabe als besonders schneidig. Es wird Ihnen bekannt sein, daß die jungen Offiziere auf den Torpedobooten tätig sind. Das Torpedoboot für die Armee ist das Flugzeug: der Charakter wird gestählt. Der Marineoffizier kommt unwillkürlich mit der Technik tu Berührung. Die Technik ist auch für den Menschen bildend und erziehend
Der diesjährige Flug war vorzüglich organisiert, dank der Persönlichkeiten, die der Oberleitung angegliedert waren. Ich vaup nicht alle Herren nennen, will aber heute Ihnen, Herr Oberstleutnant v. Oldershausen in erster Linie meinen Dank aussprechen. Es liegt mir ferner ob, all der hohen Protektoren zu gedenken, die ihre Hand über die Veranstaltung gehalten haben, nicht zum geringen Teil auch dem Grafen v. Wedel. Ihnen, Exzellenz, spreche ich für Ihr Erscheinen und für das bewiesene besondere Interesse, das sie für die Veranstaltung und für die Flieger gezeigt habra, ganz befortderen Dank aus. Was Sie, meine Herren Flieger betrifft, fo drücke ich Ihnen, meine besondere Anerkennung und meinen sehr aufrichtigen Dank ans für hie Hingebung, die sic gezeigt haben au guten und an bösen Tagen. Ich habe Sr. Majestät dem Kaiser den Erfolg ganz kurz telegraphiert und dabei gesagt, die Armee möge stolz sein, daß sie solche junge, frische Elemente hat, wie ich sie in diesen Woche unter der Hand gehabt habe und sollten Sie, meine Herren Flieger, .geneigt sein, sich wieder einmal an einer solchen Veranstaltung zu beteiligen, so nehme ich Feinen Anstand, Sie mit meiner Verantwortung und mit meinem Namen zu decken. Ich bitte Sie, mit mir einzustiinmen in den Ruf: Die an dem Flug beteiligten Flieger, die deutschen Flieger, Hurra! Hurra! Hurra!
.Exzellenz Generalleutnant z. D. G a e de - Freiburg sprach auf den Prinzeit Heinrich.
Einer Einladung des Offizierkorps des Infanterie-Regiments Ar 10:- folgend, begaben sich die Teilnehmer später nach dem Eyen, Castno, wo Prinz Heinrich den Fliegern die Preise über- rerchte. Dm Kaiserpreis erhielt Leutnant Canter, Flug
zeug Nr. 2, ebmso den Prinz-Heinrich-Preis der Lust. Unter anderem wurden zuerkannt der Ehrenpreis des Statthalters dem Leutnant Freiherr v. Thüna und der Ehrenpreis des Prinzen Karl Anton von Hohenzollerit dem Leutnattt Freiherr v. Ha l le r.
Die Preise der Nebenetappe Gießen.
Deit Großherzogspreis der Nebenetappe Gießen erhielt Leutnant Kastner, Flugzeug Nr. 5, aus Rumpler-Taube mit Ob erb Niemöller als Begleiter. Den Preis der Stadt 6) i e ß e n erhielt Leutnant Carganico, Flugzeug Nr. 24, auf Doppeldecker der Luftverkehrsgesellschaft, mit Leutnant Koch als Begleiter. Den Preis des Vereins für Luftfahrt in Gießen erhielt Leutnant Iolp, Flugzeug Nr. 20, auf Eindecker der Gothaer Waagonfabrik mit Obdrlentnant Felmp als Beobachter. Den L e i tz - P r e i S erhielt Leutnant von H i d d e r s e n, Flugzeug Nr. 14, auf Eindecker der D. Fl. W. mit Leutnant Behm als Begleitoffizier.
Lasröwert-chaft.
** Tierschau zu Lich. Die letzte und größte Tierschau nit Kreise Gießen, die als ein Bestandteil der vorjährigen unvollständigen Kreisschau anzusehen ist, ist die am Freitag, 23. Ma i, in Lich stattfindende Veranstaltung. Sie erstreckt sich auf die eingetragenen Simmentaler, Edelschweine und Schafe des ganzen Kreises und die Ziegen aus den Bezirken Hungen— Lich und Ober-Hörgern—Lang-Göns. Ganz besonders in den Abteilungen, in denen die Zuchten des ganzen Kreises vertreten sind, wird der Wettkampf scharf und intcressant werden und Vergleiche über den Stand der züchterischen Bestrebungen zu- las.seu. Es sind gemeldet in der Abteilung Simmentaler: 10 Bullen, 20 Kalbinnen, 55 Kühe, 15 Familien, 3 kleine Sammln mm n von Zuchtbeziilen. In der Abteilung Schweine werden die Schiveinezuchtvoreine Laug-Göns und Ober-Hörgern—Muschen- heim mit 4 Ebern, 35 Sauen, 2 kleinen und 2 großen Sammlungen am Platze sein und zeigen, daß auch in kleinbäuerlichen Wirtschaften hohe züchterische Leistungen auf dem Gebiete der Schweinezucht erzielbar sind. Tie zum erstenmal in größerem Umfang in der Provinz Oberhessen zur Durchführung gelangende Prämiierung von Schafen wird sich auf 6 Böcke, 45 Mutterschafe, 35 Lämmer und 4 Sammlungen ausdehnen. Die Bezirke Hungen- Lich und Ober-Hörgern—Lang-Göns bringen 7 Böcke und 65 Ziegen zur Schau. Die Prämiierung spielt sich auf dem erweiterten Viehmarktplatz ab, der den Bedürsnissen entsprechend eingerichtet ist und auch beit Besuchern Gelegenheit gibt, sich zu restaurieren. Im Anschluß an das Nichten finbet ein einfaches Mittagessen auf dem Platze statt, woran sich eine Berichterstattung der Preisrichter über die Schau, die Auszahlung der zuerkannten Preise and die Mitglieder-Verfammlung des Kreisrinderzuchtvereins für Simmentaler anreihen. Wenn die Veranstaltung von gutem Wetter begünstigt ist, wird sie sich zweifellos in einer Zeit, in der die Tierproduktion eine ganz hervorragende Rolle im Wirtschaftsleben spielt, einer allgemeinen Beachtung und eines zahlreichen Besuches erfreuen können.
[j Marbnra, 18. Mai. Der Direktor des chemischen Instituts, Geh. Rea.-Rat Prof. Dr. Zincke, begebt inoraen seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar, der ein Menschenalter an unserer Universität wirkt, tritt vom nächsten Semester an von seinem Lehramt zurück.
Reis der Stechpalme in der Mitte und setze ein Reis von meinem Rosenstack bis an ein Mige hinein, welches ich aus die andere Seite bringe. Darinnen besteht die ganze Kunst. Wenn das geschehen ist, so verbinde ich die Spälte aufs genaueste mit ein wenig Hans oder Flachs, damit feine Luft in die Spalte Lammen könne. .Hat nun das Auge meines Rosrastockes, welches ich nach auswärts habe, getrieben, so trenne ich. hiernach den Rosenstock von dem Stechgrün. Es ist befannt, daß man, um gelbe Rosen zu bekommen, gerade das nehmliehe, und zwar bloß mit dem Unterschiede thut, daß man statt des Stechpalmenreifes nur Ginft (Spaseium feopafium) braucht."
* Moderner Begriff. A.: „Ist denn der Meier, mit dem du verkehrst, auch ein feiner Kerl?!" — B.: „Na, der nrirb fv feine 40000 Mk. Schulden haben." — A: „Was? Für so fein hätte ich den gar nicht gehalten."
* Entschuldigung. „Sie sind mir ein Netter! In einem fort schimpfen Sie über Ihre Schwiegermutter, und als sie gestern kam, legten Sie ihr dienstbereit ein weiches Kiffen auf den Stuhl!" — „Ja, es ist wahr — aber es stand „Nur ein Viertelstündchen" darauf!"
’■ Elegante For m. Schutzmann: „Sie kommen mit! Sie Haden dort die Dame angebettelt!" — Strolch: „Anjebettelt! Nu nee! Ick hab' ihr man bloß nahejelegt, 'nen gewissen Beitrag zur Fortführung meiner Existenz beizusteuern!"
* Naiv. Dienstmädchen am Telephon': „Bitte! Hier Dr. Helserich! Wer dort?" — „„Ach, entschuldigen Sie, ich bin falsch verbunden!"" — Dienstmädchen: „Bitte, sagen Sie mir nur Ihre Adresse, Herr Doktor wird dann schon kommen und Sie richtig verbinden!"
Kleine Cagerchromk.
In Düsseldorf gelang es Der Polizei, 25 Mitglieder einer Spieler gruppe zu verhaften.
Das am Eingänge des Stubai-Tales gelegene Alpenhotel „3 ä g c r b o f" ist gänzlich niedergebrannt.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Bei den N a r i o n a l s e ft s p i e l e n in Gens, die im nächsten Sommer anläßlich, der Jahrhundertfeier der Zugehörigkeit Genfs zu der Schweizerischen Eidgenossenschaft stattfinden, ist Jagues-Taleroze die Komposition und Leitung des Festspiels übertragen worden. Es ftnden daher im nächsten Jahre in Hellerau Teilte Dalcrozeschulfeste statt.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Eießen.
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Höchste Temperatur am 17. bis 18. Mai -- + 17,3*0.
Niedrigste „ „ 17. „18. „ = + 8,49 d.
Niederschlag: 0,1 ww.
= Nadfahre n. Der Gießener Radfahrer-Verein Lc85 e. V. veranstaltete gestern ein 50-Klm.-Renmm. Tie Strecke führte von der Karlsruh bis vor Marburg und zurück. Bei der sehr iinqünftiaen Witterung wurden hervorragende Zeiten erzielt: 1. Rudolf Schönhals 1 Std. 27 Ni. 9 S. 2. Friedrich Keßler 1 Std. 29 M. 45 S. 3. Theo Zutt 1 Std. 30 M. 3> S. 4. Emil Ihm 1 Std. 35 M.
5. Emil Altstoff ] Sld. 35 M. 15 S. 6. Emil 'Adam 1 Std. 37 M.
30 S. 7. Willi Zutt 1 Std. 42 9)L 20 S. x. Ernst Lohmeier
1 Std. 42 M. 35 S. 9. Kaspar Vatter 1 Std. 46 M. 15 S.
10. Ernst Unverzagt I Std. 51 M. II S.
Wandern und Reifen, Bäder.
Amtlicher Wetterbericht.
Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Dessen für Dienstag, den 20. Mai 1913: Bewölkung abnehmend, nur noch vereinzelt leichte Niederschläge, etwas wärmer, westliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Begnadigunq englischer Spione durch den Kaiser.
Berlin, 19. Mai. Der Kaiser hat den s. Z. wegen Spionage verurteilten englischen Offizieren Brandon und Frerich sowie dem Rechtsanwalt Stewart den Rest ihrer Strafe in Gnaden erlassen.
Berlin, 19. 2)iai.
Tie Deutsche Tageszeitung
meidet
en t tu aff»
Als
Brand.
Brand sofort einen rie s ig e n U mf a n g an und breiiete sich über 2 Uhr nachmittags stellten sich, einige Gruppen von Sol« ein ganzes Stadtviertel ans. Auch ain Bergabhang brennen laten, die von ihrem Sonntagsurlanb Gebrauch machten, vanser. »000 Personen sand obdachlos. Em Kind ift vor- nHf r;tTrn, nffenftirhriT 'Kink mrf tV
b rannt, «tblrridte Polinnen sind nerleftt roorben. Z>n HilieleiNnnn f LX,“!' ’ ‘ ,-fld’ b--
traf auch die Wiener Feuermestr ein. Um 9 Uhr abends war das I01TlCI.- w Zuruckbeh-altung emer crhreklasse unter
traf and) die Wiener Feuerwehr ein.
Um !> Uhr abends war das
Feuer auf seinen Herd beschränkt, der Brand wütet jedoch weiter. Außer der Wiener find auch andere österreichische Feuerwehren sowie die Wiener freiwillige Rettungsgesellschaft eingetroffen. Bei den Löschungsarbeiten sind ein Feuerwehrmann getötet und zahlreiche verletzt worden.
ben Fahnen. Offiziere, welche die Ansammlung sahen, veranlaßten die Leute weiter zu gehen. Tie Stadt ist ruhig.
Französische Forderungen in Anatolien.
Konstantinopel, 18. Mai. Die im Februar der Pforte vorgelegten Fordernn gen Frankreichs betreffend Eisenbahn und .Hafentonzessionen in Anatolien, die von der Pariser Presse erörtert werden, lvvren in einem Anhang zu der Note enthalten, in welcher die allgemeinen Bedingungen der Mächte für die Zustimmung zur Anwendung einer G e w e r b e st en er au f A u s l ä n- der formuliert tvaren. Außerdem hatte jede Botschaft Nnd Gesandtsäwft eine Liste der Forderungen bezüglich der Regelung alter Schuldforderungen vorgelegt. Die Listen Frankreichs und Rußlands sollen am beträchtlichsten gewesen sein und insbesondere Forderungen politischer Natur enthalten. Die französischen Forderungen werden von der Presse besprochen. Der „Tanin" ist besonders unzufrieden mit ihnen. i
♦
New York, 18. Mai. In einem Bergwerk in der Nähe von Bellevallei; (Ohio) wurden infolge ziveier Explosionen 16 Bergleute getütet.
_ ....... , l8. Mai. Tie Ageuce .Hadas veröffentlicht
Wegen des herrschenden bc-tigen Sturmes nahm der folgende Note über den Zwischenfall von To ul: Gegen
vermischter.
* Unbemerkt überfahren. Aus Berlin wird gemeldet: Der Eisenbahnschlofser Rietmüller aus Lauk- Witz war in einem Schuppen unt "Nachseherr der Bremsen au dcu Wagen beschäftigt und stand dabei in einem Kanal, über den ein Schienenstrang ging. Hierbei hatte er die Arme überdieSchienen gelehnt und überhörte das Warnungssigiial eines Leerzuges. Die Räder trennten ihm beide Arme ab, ohne daß jemand etwas bemerkte. Ter Verunglückte fiel in den Kanal und lvurde später tot aufgefunden.
* Der Berliner M a g i ft r a t hat den Stadtverordneten eine Vorlage unterbreitet betreffend die Umgestaltung des Unt- versitätsviertets mit einem Kostenaufwand von über 5 Millionen Mark. .
— Gr ü n c Rose tt. Die Kunst, grüne Rosen zu ziehen, will man int 18. Jal>rhundert verstanden haben. C-jne Zeitung aus dem Jahre 1784 bringt folgende Mitteilung: „Cs ist schon lange her, ball die Gärtner den Einfall gehabt haben, gelbe Rosen zu sieben; und wie sie dabey zu Werke gelten, ungefähr ebenso muß man es anfangar, grüne Rosen zu erzielen: der Unterschied beruhet bloß auf bet Besch.rffenheit des Strauches, den man äugelt. Cm gewisser französischer Blumragärtuer gibt von der Methode folgrabeit Bericht: Ich pflanze neben einem Rosenstrauch eine Stechpalme (Walbdiestel, Zwieselborn, Hülsestrauch) und weplt dieser recht .Wurzel geschlagen hat, so spalte ich ey$
* NordseebadB ü s u m (Holstein). Die umsangreichen *
Erdarbeiten zur Erhö b n n g des Deiches am Damen- Schweres Ballouunglück.
strand sind beendet Die Krone des Deines ist t Meter erhöht München, 19. Mm. Gestern nachmittag versuchte und bedeutend verbreitert worden so das? der Promenadenweg der in Zürich mit drei Herren und einer Dame aufqestiegene bequemer geworden ist. Die Ve'ichtmmia des neuen Leuckittin-mes, Oiirirb" "
die einen mäckstigen Rundblick üb-r bie £ee, Bülmn und bie frucht- „Zurich ischen ^.and.'berg uud -p-ie||en zu landen,
bare Plmscki gcivährt, wird voraussichtlich schon vorn 1. Juni ab -Mairie iiiw em Herr den Ballon verlassen hatten,
üattfinbeu können. wurde er von einem Wmbstoß emp-orgerissen, und die Dame,
- ............................ die den Korb nicht rasch genug losgelassen hatte, mit-
^licrsbrüfiitc genommen. Sie stürzte aus etwa 200 Meter ab, weil
G?nnfeu-r in Lübeck fcic beiden Insassen sie nicht in den Korb ziehen konnten.
Lübeck. 17. Mm. .,ni »«, qroüen H°k,Ia«en, Vave.n«.,,. Än«6
Lohn, Groyumnu u. Jürgen sowie Breugmann u. Sohn ift in tuur^"' bct -^h^lNMg tot
BI Für ErholunjsbedürfHje und Seichtere 918 HliHIßii Kranke.* w®n^beersucht. HUryUila Kuranstalt Hofhelm I. T. B ■ B™Z ■ j|” R R i/i Stunde v. Frankfurt n. M. Prospekte
M M HA M M ÄM k 2 duichDr. Schulz6-Kehle>si,Nerv9Dare*
der vergangenen Nacht (tzrolPeuer an§gebtocbcn. Dies ist die dritte . ~
Fertersbruiist innerhalb acht Tagen. Es fand an den großen Holz- Dte Entwaffnung eines montencgrinifchcn Postens in Skutari. Vorräten reichlich Nahrung und nahm bei den sich mehrere Kilo- Berlin, 19. Alai. „D.^ ineter weil den Haken entlang erstreckenden Holzlagern eine riesige aus Wien: Mannschasteii be§ Kreuzers Breslaii" dlnsdehmmg an. D,e Feuenvehren von Lübeck und Umgebung nPtpn einen m.inffnonriniiAen f. •
wurden bei den Löscharbeiten von mehreren Kompagnien deS "^"" cuien montei,egrlni,cheil Pollen in Jnlanteriereginients Lübeck unterstützt Haushohe Bretter- unb ‘)cc ltc9 inii a u fg ep fla nz te m Bajolictt zeigte.
Balkeustaveln, die im (tzreuzgebiete des Feuers ausgestapelt lagen, General Bechit mit den letzten 500 montenegrinischen Sol- wurden in die Trawe gestürzt um der weiteren Zlusbreittma'des baten abzog, rief er: „Wir kommen wieder! Das Blitt unserer Feuers entgegensuarbeiien. Um 5 Uhr morgens konnte das Feuer Rrüde^ wird nicht niifhnrrn nncb ,.n?
auf leinen Herd beschränkt werden. Ma» oermutet, daß Brand- -öru0C* ,ü,cö nict)t nu'l)orcn' nnd) un§ #u rulen 1 ft; f t u u g vorliegt. _ *
Grofffetter in Preßbnrg. !Dor Z w i s ch e n f alck v o n Toul im amtlichen
Preß bürg, 17. Mai Heute nachmittag 2 Uhr geriet der Dachstuhl eiues großen Ozebäudes im Mittelpunkte der Stadt in


