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13.3.1913 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

163. Jahrgang

Nr. 61

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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ungumtig DccuiT b erh)eift sich als Die Volksschule nm)" auf konfessioneller Grundlage aufgebaut

Äw Mnn anarchische^ .^ustchlde ein reinen werden. Wer behauptet, daß der Religionsunterricht Formelkram

den für der Ich

antwort hierzu.

Abg. Nebel lZtr.): Die Seminare sind dazu da, für Volksschullehrcrstand vorzubilden, nicht aber zur Vorbildung die Universität. Ob die Gesetzgebung dem Bildungsdrang Lehrer auf diesem Wege cnigegenfommcn soll, ist fraglich, bitte, dem ablehnenden Ausschußantrage bcizutrcten.

Sümbizo»' prima

'Bunrr d, ?)tegicrungsvuuu<,c, uil crbaTtrn

d-? Süroermciftcr» »nd dcj B-,geordneten der Gemeinde 58* "°"Ug Uebel (3tr.) ift nicht der Ansicht, dnb die Konscssions.

des Hauses mit, daß der Großherzog gestern den neu gewählten Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Oekonomierat Walter, für die Dauer des 35. Landtags in die 1. Kammer berufen habe. Dann wird in die Einzelberatung ein getreten.

Ministerialrat Hölzinger macht darauf aufmerksam, daß es nicht angehe, die Beamten der Landwirtschaftskammer beffei zu besolden, wie die Staatsbeamten. Mitglied Fritsch weist daraufhin, daß die Beamten der Kammer auch vermehrte Arbeit haben. Mitglied W e i t h - Nieder-Wöllstadt bringt Beschwerden gegen die Bauabteilung vor, die von Bauinspektor Taler auf­geklärt werden.

Die erste Abteilung, Wissenschaftliche Lehrzwecke nsw., wird daim mit 63 880 Mk. genehmigt.

Bei der 2. Abteilung, Förderung der Tierzucht, die 105 553 Mark vorsieht, begründet Abg. Brauer eingehend die von der Kammer verlangte Mehrforderung von 45 400 Mk., die von der 2. Kammer abgelehnt wurde. Die hessischen Finanzverhältnisse haben sich iu den letzten Jahren gebessert, so daß inan die Beamten besser besolden konnte, und es sei unbedingt erforderlich, jetzt auch die Landwirtschaft besser zu unterstützen.

Schafts.

16 Läger

Landwirtschaft mehr berücksichtigt werde.

Damit ist die allgemeine Besprechung geschlossen.

Form der Volksschule. Der Religionsunterricht stellt ein Bal­last dar.

Abg. K 0 r e l l - Ingelheim (Fortschr. Vp.): Wenn der Abg. Raab ausführt, daß der Religionsunterricht für das Kind nicht wichtig sei, so Muß ich ihn darauf verweisen, daß die überragende Mehrheit der Lehrer festhält, daß dem Religionsunterricht eine

Donnerstag, 13. Marz 1913

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießern

DieEichener Sanulicnblättcr" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Rach kurzer Aussprache wird dann der Antrag Mogk genommen, nach welchem den Mitgliedern der Provinzausschüsse und der Ausschüsse der genehmigte Voranschlag zugehen soll.

.Hier teilt Ministerialrat H ö l z i n g e r unter dem Beifall

ergreifen. Ick, will nun erklären, daß ich Punkt 1 und 2 des sozialdemolralifchen Antrages nickst zustimmen kamt aus prak­tischen Gründen, denn die Frage, in welcher Richtung die Reform erfolgen soll, ist entschieden. Die Weiterentwicklung kann nur in der Richtung erfolgen, daß die Seminare zu einer neuen Art höherer Schule ausgebaut werden. Wenn man diesem Ziele näher kommen will, muß man den Punkten 4 und 5 zustimmeu.

Abg. Adelung (Soz.): Den Wünschen des Abg. Urstadt kann beim kommenden Schulgesetz Ausdruck verliehen werden.

Punkt 1 des ablelnenden Ausschuß-Antrages wird einstimmig angenommen, die übrigen vier Punkte mit großer Mehrheit.

Punkt 6 der Tagesordnung, Antrag der Abg. Grünewald und Genossen, die Rechtsverhältnisse und die Verwaltung der Stiftungen betreffend:

Minister von Homberqk:

Eine Veröffentlichung im Regierungsblatt ist wohl nickst an­gängig. Es wird eine Handausgabe herauskomm eit.

Abg. Ulrich (Soz.) behält sich weitere Anträge vor. Der Ausschuß-Antrag, der die Regierung ersucht, eine amtliche Zu­sammenstellung der in verschiedenen Gesetzen zerstreuten Bestim­mungen zu veröffentlichen, wird einstimmig angenommen.

Punkt 7 der Tagesordnung: Antrag Ulrich auf

Trennung von Schule und Kirche.

Hierzu liegt ein Antrag Korell - Ingelheim vor, der über Absatz 4 des Ulrichschen Antrages namentliche Abstimmung fordert.

Zur parlamentarischen Lage in Hessen.

(r"5.) Darmstadt, 12. März.

Die Schreibgehilfenfrage ist bekanntlich in ein anderes Stadium getreten durch den Umstand, daß der Finanz­ausschuß der ersten Kammer der zw-cifellos auch das ganze Kammerplenum lstnter sich hat es rundweg ab­lehnte, auf die 40 0/0 anzustellendcr Schreibgühilfen ein zugchen und die Wiederherstellung der Regierungsvorlage (200/0) beschloß; auf die 3Oo/o des Kompromißantrages Dr. Osann, Henrich, Molthan näher einzugehen, sah sich der Ausschuß nicht veranlaßt, da ihn die zweite Kammer selber über Bord geworfen hatte. Wenn die erste Kammer auf diesem Standpunkt beharrt, so können itrir möglicherweise in den nächsten Tagen eine recht interessante Probe auf das Exempel erhalten, irrte unsere mit Einführung des direkten Landtagswahlrcchts abgeänderten diesbezüglichen Vc r f as sun gsb e st i mm ung en funktionieren werden. Rach dem angeblich so sehr zu Gunsten der ersten Kammer abgeänderten Art. 67 der.Verfassung hat nämlich die erste Kammer zwar das Recht, eine Einzelberatung des Budgets vorzunehmen; es bleibt ihr aber, im Falle die zweit4 Kammer auf die Abänderungen des andern Hauses nicht eingeht, nichts weiter übrig, als das Budget dann in der Fassung der zweiten Kammer nn Ganzen anzunehmen oder abzulehnen. Da es sich nun im vorliegenden Falle nicht nur um grundsätzliche, sondern auch um pekuniär nicht unbedeutende Dinge handelt r die Regierung schätzt den alljährlichen Mehraufwand bei 400/0 im Mittel auf 112 788 Mark, im Maximum auf 140 700 Mark so wäre immer­hin die Möglichkeit einer Ablehnung des ganzen Budgets durch die erste Kammer gegeben, besonders dann, wenn die zweite Kammer auch bei einer erneuten Abstimmung an dem Satz von 400/0 des Adelung'schen Antrags festhält, den ja auch die Regierung guf keinen Fall annehmen will. Und in diesem Falle hätte dann nach Art. 67 eine Durch - st i m m u n g b e i d e r K a m m e r n zu erfolgen. Eine solche würde nun aber ganz zweifellos zu einem Siege der ersten Kammer führen, denn zu den schon jetzt vor­handenen 22, aber sich wahrscheinlich bei voller Besetzung des Hauses noch um mindestens 8 vermehrenden Gegnern des Antrags Adelung in der zweiten Kammer würden sich sämtliche 38 Mitglieder der ersten Kammer gesellen, so daß also von den 26 Mitgliedern beider Kammern 68, d. i. mehr als eine Zweidrittelmehrheit, gegen den Antrag stimmen würden. Es erscheint uns unter diesen Umständen doch durchaus glaubhaft, daß. sich die zweite Kammer nicht im blinden Eifer auf den Satz von 40»/0 versteifen, sondern bei der nach der Ablehnung der ersten Kammer erfolgenden ztveiten Abstimmung auf den Kongreßantrag des Finanz­ausschusses der zweiten Kammer zurückgreifen wird. Und da auch die erste Kammer in den letzten Jahren wiederholt durch entsprechendes Nachgeben den guten Willen bekundet hat, mit dem andern Hause im Frieden und Einvernehmen zu leben, so wird sie im Falle einer Rekommnnikation sich hoffentlich auch bereit z-eigen, der 30 Prozentigen Anstel­lung der Schreibgehilfen zuzustimmen.

hessische Zweite Kammer.

bs. Darmstadt, 12. März.

Um 10.20 Uhr eröffnet Präsident Köhler die Sitzung, und erteilt vor Eintritt in die Tagesordnung Geheimrat S ü f f e r t das Wort, der sich gegen einen Vorwurf des 2lbg. Urstadt in bezug auf das Gymnasium in Bensheim wendet. Die Regierung habe Untersuchungen angestellt und gefunden, daß kein Grund vorlag, gegen das Gymnasium einen Vorwurf zu erheben. -

Es wird dann in die Tagesordnung eingetreten. Punkt 1 betrifft die Regierungsvorlage über die Dien st bezöge der Staatsbeamten und Volksschullehrer und deren Hinterbliebenen.

Abg. Molthan (Ztr.) begründet als Berichterstatter dieses Notgesetz da keine Möglichkeit bestehe das organische Gesetz zum 1. April zur Verabschiedung zu bringen. Artikel 4 hat jedoch im Ausschuß insofern eine Aenderung erfahren, als in den Fällen, wo die Lehrer hinter der Regulative Zurückbleiben, der Fehlbetrag aus Staatsmitteln genommen werden soll. Er beantragt namens des Finanzausschusses Annahme des Notgesetzes und Zustimmung zu der vorgeschlagenen Aenderung.

Minister v. Hombergk: Wir sind mit der Aenderung des

erhalten. ,

Mitglied S ch ä tz el-Selzen erklärt, daß er in Zukunft bei Anträgen den Anregungen der Regierung folgen werde. Er macht dann verschiedene Richtiaftellungen und wendet sich hierauf gegen die Ausführungen des Abg. Wolf-Stadecken und dessen Anfrage betr. die Benachteiligung der Provinz Rheinhessen von feiten der Landwirtschaftskammer zugunsten der Provinz Oberhessen. Dabei stellt der Redner fest, daß bei der letzten Landtagswahl von gegnerischer Seite mit allen möglichen Mitteln unter Heran­ziehung der Landwirtschaftskanrmer gegen ihn gearbeitet worden sei. Jedenfalls habe Wolf darüber Zorn gehabt, daß er nicht mehr in den Provinzausschuß für Rheinhessen gewählt wurde.

Mitglied Schneider-Utphe ist mit der Antwort der Re­gierung in der Bergwerksangelegenheit zufrieden, hofft aber, bei einer in Aussicht stehenden Revision des Berggesetzes

Hauptversammlung

der hessischen Landwirtschastökammer.

rm. Darmstadt, 12. Mürz.

Die Hessische Landwirtschafts lammer setzte heute ihre Beratungen über den Hauptvoranschlag fort. Regiertingsrak Spam er gibt Aufschluß über die Verhandlungen über die Be­nachteiligungen der Gewerkschaft Hungen, und er stellt fest, bah die Oberbergbehörde nach den gesetzlichen Bestimmungen der Be­schwerde keine Folge geben könne.

Mitglied V i e h m a n n - Rumpenheim stellt fest, daß aus dem Kreise Offenbach zahlreiche Beschwerden über den Mängel einer nahe gelegenen Deckstation eingehen, obwohl zahlreiche Pferde­besitzer sich bereit erklärt haben, für die Rentabilität einzutreten.

Sekretär Dr. M ü l l e r bestätigt die Ausfiihrungen des Vor­redners und erklärt, daß die Errichtung einer Station in Langen in naher Aussicht stehe. ,

Mitglied Scholl- Aspisheim bringt ebenfalls Klagen über die weiten Entfernungen der Deckstationen in Rheinhessen vor.

Sekretär Dr. Müller führt aus, daß demnächst ein Plan auch für Rheinhessen ausgearbeitet werde, in welchem alle Vor­schläge und "Anträge nach Möglichkeit Beachtung finden sollen.

Oberlandesstallmeister v. W i l l i ch ist erfreut über das wach­sende Interesse für die Pferdezucht. Die Deckstation Langen werde im nächsten Jahre errichtet werden.

Mitglied Sch win n-Untersensbach bringt Wünsche bezüglich des Viehmarttes vor; man solle den Handel mehr ausscheiden.

Mitglied Bähr- Brombach spricht in gleichem Sinne und wünscht, daß bei den Märkten auch die Käufer eine Prämie

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erforderlich auch aus schultechnischen Gründen. Meme gmmd- sätzlichen Ausführungen behalte ich mir vor bis zur Besprechung des Volksfchulgesetzes. . ..

Abg. Hauck Bbd.): Es , ist gut, wenn die Regierung die Stimmung des Hauses in diesen Fragen kennen lernt für eine künftige Revision des Volksfchulgesetzes. Er spricht sich dann ür Beibehaltung des Religionsunterrichts aus.

Abg. Wolf-Stadecken (Bbd.): Hinter dem Verlangen nach der Simultanschule steht die Forderung der religionslosen schule. Abg. Dorsch (Bbd.): Durch Befreiung oont Drganiftenbicnft werden die Gemeinden belastet. Abg. Raab (Soz.): Wenn Abg Korell-Jngelheim keinen Zwang des Religionsunterrichtes will, auf der anderen Seite aber den Religionsunterricht betbebalten will, so ist das ein Widerspruch. Der Redner geht dann auf die Ausführungen seiner Vorredner ein. Abg. Ko r e ll - Ingel­heim (Fortschr. Vp.) spricht sich noch einmal im aUgcntnnen über den Wert des Religionsunterrichtes . aus. Widersprechend eien seine Ansichten nicht. Er will nur nicht, daß da, wo der Religionsunterricht nicht gewünscht wird, ber Zwang mehr schadet, als er Nutzen stiften kann. Abg. U l r i ch (Soz.): -öit theo­logischen Streitigkeiten mit Worten ist uns Korell über, aber int gesunden Menschenverstand nicht. (Heiterkeit.) Der Zwang ist unmoralisch. Wir leugnen nicht, daß die religionslose. Schule das Kommende ist. Wahre Religion wird dabei nicht fchlechter fahren, wenn der Zwang aufgehoben ist. Alles, was gegen unseren Antrag vorgebracht wurde, kann ihn nicht er)d)uttern.

Geheimrat Süffert: Ich glaube, daß ein Widerspruch in den Ausführungen Korells vorhanden ist. Auf der einen Seite sieht er den Religionsunterricht als ein wichtiges (H:ziehungsmittel an, das den Charakter bilde, auf der anderen Seite aber will er den Eltern die Entscheidung überlassen, sich dieses wichtigen Mittels zu entäußern. Heißt das denn nicht kapitulieren ein­zelnen Eltern gegenüber? Einen Zwang üben wir nicht aus, wenn ein Ersatz geschaffen ist. Hier wird mit Schlagworten

operiert. t

Abg. K 0 rell - Ingelheim (Fortschr. Vp.) hält daran fest, daß seine Ausführungen keinen Widerspruch enthalten. Ter ge­sunde Menschenverstand ist sehr gut, aber es berufen sich auch oft die daraus, die von der Sache selbst keine Ahnung haben.

Der Ausschußantrag zu diesem Anträge lautet: Ziffer 1: Ablehnung; Ziffer 2: Annahme; Ziffer 3: Ablehnuna: Zister 4: Annahme. Die Abstimmung hat dasselbe Ergebnis. Die nament­liche Abstimmung zu Ziffer 4 ergibt Annahme mit 24 gegen

13 Stimmen. ~ ,

Abg Urftabt (Fortschr. Vv., persönliche SSemerfnng): Ich habe keine Angriffe gegen, die Leitung des Bensheimer Seminars erhoben, sondern nur auf einen Artikel hingewiesen. Ich habe mich nicht auf die Seite des Angreifers gestellt. Geheimrat S ü f f e r t: Meine Erklärung hatte keine persönliche Spitze gegen den Abg. Urstadt. J-ch habe auch nicht von Angriffen, die er gemackt hat, gesprochen, sondern nur von Vorwürfen, die, gegen das Gyninasiinn eingebracht wurden. Wir waren verpflichtet, gegen diese Vorwürfe Stellung zu nehmen.

Abg. Hauck iBbd.) hat sich bei der namentlichen Abstimmung der Stimme enthalten und motiviert seine Haltung dahin, daß er beide Schulen erhalten wissen will.

Schluß der Sitzung V/2 Uhr. Fortsetzung morgen 9 Uhr.

an, Wl U Qualitäten und tuen Preislagen w jiscbiM

Prima

KernM grt&K* feinste ,

Abg. Urftabt iFortsckr. Vp.): Daß von unserer Seite Wort für den Antrag gefallen ist, veranlaßt mich, das Wort zu

Abg Molthan (Ztr.) wendet sich gegen diese Bedenken

Abg. Ulrich (Soz.) und Henrich (Fortschr. Vp.) wünschen

eine Zurückverweisung < nistendienstes auf gehoben wird, würden die Lehrer den Dienst

Das Gesetz wird dann etnfhirtmig angenommen, ibcnio Art. - au weiter versehen. Auch hier soll der Zwang fallen. Die in neuer Mästung. f rturxnhMiiafmttti hrm Geistlichen der einzelnen Religionsgemeinschaften müssen auch Mit-

Punkt 2, Regierungsvorlage, Gelandeau stau sch mn (Jen bem Schulvorstandes bleiben. Wir haben in Hessen nur

?naenomme^ verhältnismäßig wenig Konfessionsschulen. Aus öffentlichem 3ntcr-

^"'Änk^3 Regürungsvoriage! die Wahl des Gemeinderates, esse sollten nur Simultanschulen Unterstützung aus Staatsmitteln

Giessei

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Ulieniio^

..reelle

Es ist Pflicht der Regierung, diesen Zuständen entgegenzutreten. Wenn Architekt Rabe glaubt, berechtigten Anspruch zu haben, soll er ihn doch geltend machen. Abg. .Hen r i ch, (Fortschr. Vp.): Es handelt sich um das Verhältnis der Buchschlag-Gesellschaft. Diese Gesellschaft wurde von den Käufern bisher als Vermittler angesehen. Nach der Vorlage ist sie eigentlich die Vertreterin des Fiskus. Es muß das Verhältnis gcfTirt werden.

Minister des Innern von Hombergk:

Die Regelung der Verl-ältnisse zwischen Fiskus und Buch- schlag-Gesellsckxrft steht unmittelbar bevor. Der gcgeimmrtige Ge­setzentwurf hat damit nichts zu tun. Er will die Möglichkeit geben, eine Gemeinde zu schaffen, die jetzt nicht vorhanden ist.

Äbg. Hauck tzBbd.): Es ist die Frage zu beantworten, ob, wenn die Bildung der Gemeinde beschlossen ist, damit die recht­lichen Ansprüche der Buchschlag-6>emeinde erlöschen.

Geheimrat Best: Tie Bucl:fchlag-Gesellsck>aft hat bisher ge­wisse Vertretungsbesugnisse wahrgenommen. Sie hat Verträge abgeschlossen bei Herstellung von Straßen usw. Es kanneine Auseinandersetzung in der Weise erfolgen, daß die Gesellschaft aus ihrem bisherigen Rechtsverhältnis vollständig ausscksaltet. Wir haben zunächst nur dafür Sorge zu tragen, daß, wenn die Bildung iber Gemeinde erfolgt, sie vor klaren Verhältnissen steht. Wir 'roerben die Bildung ber Gemeinde nicht eher ausspreckien, als bis hier klare Verhältnisse geschaffen sind. Die Privatansprüche der Gesellschaft und die von Privaten an die Gesellschaft werden an sich nicht berührt.

Abg. Reh (Fortschr. Vp.): Wir können nach dieser Erklärung dem Gesetzentwurf ruhig zustimmeu. Es ist das erstemal, daß die Kanteten ber dreijährigen Wohnpflicht aufgehoben werden.

Minister des Innern von Hombergk:

Es können alle diejenigen wählen, die drei Jahre in der Ge­meinde wohnen. Bei einer Villenkolonie kann aber von einer Fluktcttion nicht gesprochen werden.

Abg. Ulrick (Soz.): Uns wäre es lieber gewesen, wenn der Wg. Reh auf das Wahlrecht nicht eingegangen wäre. Der Minister hat wieder gezeigt, daß er den Reichen gegenüber konzilianter ift.

Ober-Finanzrat Dr. Balser: Daraus, ^daß wir bereits am 1. April die Sache gründen tvollen, können Sie entnehmen, daß wir materiell einig sind mit der Buchschlag-Gesel l schaff. Privat - rechtliche Ansprüche werden nick! berührt. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Buchfchlag-Gesellschaff ihre Pflichten erfüllt.

Der Gesetzentwurf wird dann einstimmig angenommen.

Ebenso Punkt 4, Verwaltungsvoranschlag der Zweiten Kammer für das Rechnungsjahr 1913, über den Abg. Finger (Ntl.) berichtet.

Punkt 5, Antrag Ulrich und Genossen, Ausbildung der Volksschullehrer betreffend:

Abg. Adelung (Soz.) bescheidet sich mit der Regierungs-

Artikels 4 einverstanden.

Abg. Henrich (Fortschr. Vp.): Es bleibt mir nichts anderes übrig, als der Vorlage zuzusttutmen. Bedauerlich bleibt aber die Zwangslage, in die wir versetzt sind, namentlich im Hinblick auf die Pensionsfähigkeit. Nun stehen die Pensionäre und Witwen, die neu hinzukonttnen, ungünftiger. Ich behalte mir vor. einen Antrag einzubringen.

orr Abg. Hirt ,^/Aoz-) s<Mebt sich di es en A ns h run g en an. Stellung gewahrt bleiben müsse, nicht etwa aus kirchlichen, Abg. V rau e r (Bbd.) erklärt im Namen seiner Fraktion, daf; )Onbcril ßU- pädagogischen Gründen. 9£bg. Raab unter schätzt

bcn Artikel 2 geftrichen haben mochte. ben Wert dieses Unterrichts. Nicht der kommt voran im Leben,

, Abg. Dr. O sann (natl.). ^chglaubenichtdatzwir den Wissen hat, sondern der, der die beste Charakter­gehorten Beden i en das Gesetz sove^bclned-n können- ^be- biIbunq genossen hat. Ter Z w a n g s cha r a k t e r des Reli-

antrage, die Sache an den FnnamauSfchutz zu^ckz^ gi 0 ns u n t e r r i ch t s sollte aber aushören Ich halte

Abo Mnltban (Satr.) wendet sich gegen diese B nken. Di^ ^en Religionsunterricht für einen wesentlichen Bestandteil der Er­ziehung. Wenn die Verpftichcung zur Uebernahme des Orga-

~ »tvij. uivii <1* iuuji VH *<1111 WM v I, v uu VIIIVI I 1 vny -

orrz. Cs ( vnrtfrbr Vv «Wi traac Bedenken der schulen der Pädagogik nicht förderlich seien. Di? Besttebungen des

Abg. ^ cn 1 id) U-sorW- L trage ^eoei teri Der sozialdemokratischen Antrages stehen unseren Auffassungen ent- Vorlage zuzustimmen, lolag^ g qegen. Wir werden dieseri Bestrebungen mit alten Mitteln entgegen*

uLL ° l- usch ° n durch he @=- b-cib-n.

Gießener Anzeiger

GeueraL-MZeiger flr Oberhesieu

Abg. Dr. XJ | a 11 n (naru: jjic ^ouugu tiiutin uu, uiy -

no^tTnerVbi^efornbafj rim G^' ist, hat keine Ahnung von Erziehung. Jeder Lehrer wird es als S; M kann Ä daß öeL eine Ehrenpflickft auseheii, als Organist Mi Gottesdienste tätig

der Lu7t schweRm Es Lelm zu sein. Ern fteim Vertragsabschluß m dieser.Beziechmg nimmt Jnttresft dm Einwohner, einmal zu hören, wohin das lieberem- auch den Lehrern das Monopol und ubergtbt ftc t>er freien Kon- fonSen ber Romania fr ertoaltung Buchschlag gebt.. Die kurrenz. mare affo em ©dnoert.

Einwohner haben keine Kenntnis von dem Gesetzentwurf gehabt. Abg. B a ch (natl.): Ich brn dafür, baß ber Religionsunterricht Abg Hauck 'Bbd >: Die Vorstellung des Architekten Rabe als Fach erhalten bleiben soll. Wir können die Stosse, die dieser hierzu ist sehr umfangreich Der Abg. geht dann aus die Tätig- Unterricht birgt, nicht entbehren. Solange der Schulvorstand feit des 4 Ausschusses zu dieser Frage ein. in seiner heutigen Besetzung besteht, solange können auch die

Abg Ulrich (Soz.): Je länger die Sache bauert, um so Geistlichen nicht ausgeschlossen werben. Ich werde gegen 1 und 3

verworrener werden die Verhältnisse. Er muß endlich Klarheit des Antrages stimmen, dagegen für den Abs. 4. Was den Orga- geschassen werde» Abg v Brentano (Ztr.): Die Aus- n i st e n d i e n st angeht, so bin auch ich gegen einen Zwang,

sührungen des Abg. Ulrich sind richtig, auch juristisch zutreffend. Eine Umwandlung der Konsessionsschulen in Srmultanschulen ist

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Dieser Absatz wünscht die noch besteheiiden Konsessionsschulen als­bald in gemeinsame Schulen umzuwandeln.

Abg. Raab (Soz.): Die Simulianschule ist die einzig richtige

'dB gebleid)! uni) "i, lebe Lasche, t Giotil qetoebtroirb. Sein kein Reiben, keine ionnenblcidicmebr olul unschädlich sür ?, kosiei lüiotil nut 11 :' , Paket, ßabn- nauerSeiieninbrit *). m. b. 6. Niedet- tzhibelmWagner, Sieinitr. 45 D-t t. hollandischcu ellfische

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