Ausgabe 
12.12.1913 Erstes Blatt
 
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triies Blatt

165. Jahrgang

Sreitag, 12. Dezember 1915

GietzenerAnzeiger

Eeneral-Anzeiger für Oberhessen

Rotatiott$*n< unö Dtrlag -er vrßhl'sche» Uaip.-Vlich- int Steiiönderci H. £a«ge. BeUftw«,r|K*itioe an- Driderti. Lchvlffraße 7.

monatiid>75^lwtMenel» idbrtid) Mk. 2.90; burrt) flbbole- u. Zweigstellen monathrt) 65 PI.; bunt) bitBoft -'M. 3.viertel» jährt auvl*L Beftellg, ZeilenpreiS: lofallSüu aubivart* SO d'eunig. Gbefre6aheur: A ttzoetz, rlerniikworttich Ku ben poht. Zeil: Aua.er,; für . jeeuideion", ,Va- mildHH* unb.Sendül* kni": Hari Neurott); iür , Stabt und Laad": Nun Bendt; für beit Anzeigenteil: IX Beck.

Die fjttrtige Nummer umfaßt 14 Setten.

Vie Anfrage des Vreiverbandes.

Arn Dirnsiag hotte der deutsche Reichskanzler in seinen wütsolitil .«eine erfreuhdie Uebereinsummung unter den l^rostniächtex" in bezug auf die künftige Entwicklung der TÄrtn nnb insbesondere die Ikberrinftimmunq der deutschen »nschannngen und des englischen Programms sestgcstellt. mir oem weiteren Hinweis aut ..unser vertrauensvolles Znsam menarbeiten mit England"gestützt aus unsere freund schanltchen Beziehungen »u Rußland" , wobei uns unsere Arbeit ..ourch die erfreulicherweise durchaus korrekten Be gedungen iii Frankreich durchaus erleichtert worden ist" Tret) fairm in ihn» das Wort entfahren, ivird die Welt durch die Meldung von der gemeinsamen Anfrage der eng­lischen. der französischen und der russischen Regierung in Konstantinopel überrascht, ob es yfc daß die türkische Regierung einem deutschen L s s i z, e r e i n .Kommando in der türkischen A r mee Übertragen habe, und bis zu welchem Grade dies die ^crge in -eonstantinopel berühren werde? Was die Trag wene der Maßnahme betrifft, so ist zu beachten, daß es sich nicht etwa um eine Anträge an die deutsche Regierung, son­dern vielmehr um eine mit deren Wissen an die*Psorte ge ridjtete Anfrage handelt, wobei noch hinzngefügt wird, daß die zwischen dein russischen Botschafter und der deutschen W gieruug in Berlin adgehaltenen Unterredungen über diese orage ein sehr freundschaftliches Gepräge trugen. Man wird am Goldenen Horn auf die Frage nur erwidern können, daß d>e türkische Regierung dem deutschen Effilier ein Eber fomniaubo übertragen hat, ebenso wie die auf Wunsch der Pforte erfolgte Entsendung der d e u t f ch e n M , I, t a r rnission nach .Konstantinopel eine Tatsache ist, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und wird. Daß etwa der Rücktritt des Großwesirs Prinz Said Halim, der nicht überraschend kommt, von Einfluß auf die Tinge sein könnte, kann schon deshalb als ausgeschlossen gelten, weil der einzige maßgebende Gegner der deutschen Militärmission, der Ge- neralüabschef Hadi Pascha, voraussichtlich im Zusainrnen- hang mit der »abinettskrisis ;urüdtreten wird. Zm übrigen wird man den drei neugierigen Machten versichern, daß die X'age ui Konftantinopel durch die Ernennung des deutschen bknerah mm Eberkommandierenden in Honftantinopcl in keiner Weiie berührt werde, eine Antwort, die im Einver nehmen mit der deutschen Regierung erfolgen wird, wobei abzuwarten bleibt, ob die Mächte deS Dreiverbandes sich damit zufrieden geben, oder ob sie den Versuch machen wer­den, das nach ihrer Ansicht gestörte Gleichgewicht durch die Hcrauspressung neuer .Kompensationen" herzuftelleii.

Im übrigen liegen die Ursachen der Betrübnis innerhalb des Dreiverband einigermaßen Har 311 Tage Rach den 9heber1agru der türkischen'Armee gegenüber dem Balkanbitnd wurde alsbald von '£an» ans die Parole ausgegeben, daß dies eine Niederlage der deutschen Waffentechnik und et rate flic bedeute, da ja die türhfdte Armee deutsche Lehrmeister gehabt habe Von berufner Seite wurde darauf erwidert, daß man ben Lehrmeister nicht verantwortlich machen könne, ivenn der Lehrling träge und liederlich ist, und ein so be­rufener stniiwr wie der General v. d Golp hatte ia die Niederlage der türkischen Armee vorausgesagt auf Grund

Kunft, IVifktifcbait und Leben.

Deutsche Wanderausstellung für künstle­rischen Städtebau. Es wird uns geschrieben: Tcm Deut­schen Museum für frunft in .handel und Gwerbe ist für seine in der (Venter ®eUxnrM*tcllung juin erstenmal geteilte Wanderaus- ftMlung iür .,Städtebau ' die goldene Medaille zuerkannt worden. Für bxeic WänderuussteNnng. hic_ in 300 großen Photographien bie dntroirflmtg des fünftieriidKn Srbai» im Städtebau veranschau­licht. »int» seit Jahren umfassende Vorbereitungen getroffen wor­den. 3n4btfot'bere wurde bunt) die Photographien Zentrale des Museums in Deurichland. Oesterreich, Dänemark und HoUonb eine grvfie 3ubl von Neuaumahmen bcrgcftellt. Für den Städtebau der Amike stütz! irrt) die Ausstellung auf die mustergültigen Auf nabmen bei frömahdjcn Meßlnldanstalt in Berlin Die Ausstel­lung wird nun nach dem Schluß der Wenter Welt Ausstellung ihre Wandert eile durch deutsche Städte ontreten. Zunächst werd sie in Bremerhaven gezeigt werden, dann nach Gießen und Strasburg reuen und rm Sommer des nächsten Jahres voraus sichtlich einen Bestandteil der Kölner Werkdundausuellung bilden.

(Mer bart Haupt manns n eu es Drama. Vor kur- -em nnnrbc das (5ridx-ui.it der Buchausgabe von (verdart 5?aupt inamrS neuem Dram» ..Der Bogen deS Odvfseus" als dickU uewrfix-bewt» angekündigt. Wie wir baut erfahren, ist die Llusgcibe des neu erd was wieder verschoben werden, und

zwar auf den Wimich da:- Drckters. der für die Herausgabe einen inütcren Termin inünfdjtr vauvtmann nnll die Buchausgabe feines m-uni Werkes erst gleichzeitig mit dessen Erstaufführung erscheinen lassen Die Erstaunübrung des Werkes wird im Deut scheu ÄtinfHcrtbcttter k5ouctit natrnnbai

_Nuscha Butze, bas Opfer eine SSurpiuschers Tcr frühe Tod der fr rau Nuicka-Butze tut mehrere ,rrrunbc der Veiitorveiicn veranlaß!, der Behörde Anreige zu erstatten, daß eine (Mefinibbetenn. unter deren Einfluß die Künstlerin widrend der letzten Monate ihres Ledens stand, die Vrri'chlimmeruna im Bennden derselben und ihren raschen Tod verschuld--: ha- Stau ffhi^e litt seit fahren an der .arckerkrankbe.-. -Ian' den Aerzten und sorgfältiger Trat, das Leiden auf ein Minimum <u reduzieren. Ins iie int Nachsommer die Bekannt'dvist einer Geiund bete rin mädur Ans den Rat derselben vernachlMtiate '-rau Butze ihre Diät nnd gab schließlich ärztlichen Beistand ganz au-

_ Eine Ausstellung do n Werken modern er russischer Maler und Bildhauer soll, wie uns aus St Tetersburg geschrieben wird, im Laufe dos nächsten ^-ab

ht einigen Städten Deutschlands PeranHaltet hntMl Vorverhandlungen sind fv gut wie abgeschlossen, iie »erben ut Ruß

der sträflichen Nachlässigkeit auf allen Gebieten, vor allem in bc^ug auf Mnnitron und Verpflegung Gleichzeitig frelllc der n i g von Griechenland bem deutschen Militär bad Zeugnis aus, daß feiner Sckmle der Sieg der griechischen Waffen ,u verdau len fei, und ebenso wurde von offizieller bulgarischer Seite der französische Feldzug gegen die zfrupp- geschütze zu Nichte gemacht Zu all diesem fam fetzt daS ein­wandfreieste Attest, daß die geschlagene Türkei zur Reorgani- fct'.on ihrer Armee um die Entsendung der deutschen MiUtär- mission und des deutschen i4cnerai4 ersuchte.

In Frankreich, das ja der größte Gläubiger der Türkei ist, hatte man hierbei anscheinend die Empfindung ienes Zivilisten, der seiner Braut vorhielt: Ich bezahle das Abend brot, und mit dem Unteroffizier liebäugelst du! Bon Parts ist denn auch der Vorschlag der Anfrage an die Pforte aus- gegangen, zu der man sich in London nur widerwillig ent schlossen zu haben sckteint, nh*il man angesichts der Mei- nungSverschiedenheit mit Rußland über tn? Dardanellen frqge nur ungern an diese Tinge rührt. Zedensalls zeigt sich dabei, daß da» Kabinett Toumergue nicht geneigt ist, einen anderen Haden als Barthou zu fptnncn, und anschei­nend rechnet man daraus, bei der (Gelegenheit neue »kvnzes fionen von der Türkei in »leinafien herausziischlagen, wäh­rend das Zarenreich diese Anfrage zu einem Druck in bezug auf die armenische Resormfrage benutzen dürste. Cb auch England, da» ja durch die lleberncchme der türkv scheu ^lottcnreoganifation hinreichendentschädigt" ist, bei dieser (Gelegenheit eine neue Rechnung ausmachen wird, bleibt abzuwarten.

Das türkische BlattTaswiriestiar" verössentlicht Erklärungen eine» Mitgluoes der Regierung, in welchen er sein Erstaunen über die Befürchtungen wegen der deutschen Militärmission äußert. Die Mission sei ausschließlich zu militärlech nischen Zwecken engagiert und stehe zur inneren und äußeren Politik in keiner Beziehung, die al» Vorwand für politische Sve- fuhinonen dienen könnte. Die Niederlagen de» Balkankrieges be­wiesen, daß auch die Armee radikaler Reformen bedürfe. Ta die Armee seit 30 Zabren der Reform deutscher Offiziere anvertraut sei, seien die türkischen Offiziere mit dem deutschen Soffern ver traut. Man mußte neuerlich zu einer deutschen Mission greifen und durfte nicht den Fehler begehen., den die Türkei nach 1878 beging, wo sie ihre Niederlagen der französischen Tak­tik zugeschrteben bat und darauf die deutsche Mission berief. Das Mitglied der Regierung begründet die 4^abl des ersten Mo n ft an tinopeler Morps als Modellkorps und definiert die Befugnisse der Mission, die in der Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere sowie in der Auslese deS gegemvärtigen Osfizierkorvs bestehen wür­den. Tie Offiziere würden nacheinander in dem ApplikationSlager eine Prüfung zu bestehen haben. Die al» untcntglich befunden roflr den, würden nach vollkommener Rechtlichkeit und Unparteilichkeit pensioniert, sodaß sich niemand werde beNaqen können 6k n e r a l Liman werde vorläufig nicht das Recht der Inspektion aller Morps haben, er werde aber damit betraut, falls eS sich später als notwendig heran»- Ü eile Ter (General werde dem Kriegsministerium unterstehen und alle Reformen, welche er Vorschlägen werde, würden nach 6)in heißung durch das Ministerium ausgeführt werden Die Amts­dauer des Oknrral» Liman werde nach den Bedürfnissen der Armee organisation bestimmt werden. Zum Schluß erklärt das Mitglied der Regierung, es bestehe fein Grund für irgend welche Demarche ober andere Reklamattionen Rußlands.

Das Programm der neuen französischen Regierung.

In her f r a n 5 ö st schon ft ommer verlas am gestri­gen Donnerstag Ministerpräsident Toumergue eine Re- gierungaerUärung, der wir folgende Hauptpunkte entnehmen:

Die im Jahre 1910 gewählte Kammer gebt bem Ende ihres Mandats entgegen und in diesem Augenblick ist nicht möglich, an die Berwirklichiing eines .uisziedednteu Programms zu denken. Wir unterbreiten Zbnen deshalb em Programm, das streng ben Bedürfnissen des gegen­wärtigen Augenblicks entspricht. Tie Regierungserklärung hebt dann hervor, das erste Bedürfnis fei, das Budget gefeo für 1914 möglichst schnell zustande zu bringen. Die Abstimmung der Hammer, aus welcher wir unsere Ent Hebung ableiten, hat zum Ausdruck gebracht, daß die Hammer eine allgemeine (Finfommcnfieuer wünscht, welche die Steuerzahler und die Einkommen trifft im Sinne hei tenigen Vorlage, welche die Hammer selbst in der voran gegangenen Legislaturperiode angenommen bat. Die Regie­rung wird sich bemühen, diese große Resorm im Senat zu Ende zu sühren, und sie wird ihre ganze Mrai: dasür citu setzen, daß sie im Augenblick der Auiiabme des Bndgetgesetzes von 1 1 1 dniinliv wird Tu- Regierung beabsichtigt gleich­zeitig und nach der nämlichen Metbode eine Besteuerung des erworbenen Besitzes bnrdiuttübren sum Zwecke

Deckung brr für unser Budget aus bei Verstärkung der Armee erwachsenen Ausgaben

Niemand wirb erwarten, baß wir die Debatte über bas im Sommer angenommene MNitarge f e tz ivieber cr- öflnen sollen Das Gesetz besteht unb Wir haben Absicht, es lohnt a nzuwenben. DnS Parlament berät bereits feit langer Zeit über bic Frage einer Sßa l) I r c f 0 r m , ohne baß beide Hammern bisher sich haben einigen können Dem Senate ist gegenwärtig 3um zweite Male ein Gesetzentwurf unterbreitet, den die na mm er angenommen hat. Tie Re­gierung respektiert die letzte Abstinimuug der frommer unb wirb von bem Senat verlangen, sich seinerseits so schnell als ^täglich auszuspreckfen. Die Reaierung wirb, so gut sie kann, mit dem Senatsausschuß nach ben Elementen einer Ber- ftänbigung suchen Sollte ein Einvernebmeii zwischen ben beibeii Hammern jedoch nicht zustande gebracht werben rön­nen, so würben bio bemnächst beiwrstebenden Hammerioaljlen bem Lanbe gestatten, sich auszuspreckten.

Die RegierungSerNämng schließt, tm Verlauf ber ftrisis, welche Europa burchgcimacht hat, Ixibe bie Regierung der Republik die volle Wirkung ihrer Bündnisse unb ihrer Freu nbsch asten erfahren; sie wolle biefcii Bünbnisfen unb Freunbsck)aften treu bleiben.

Die Kammer nahm nach langer lelchasicr Aussprache bie von bem republikanischen Sozialisten Painlevc cingebrachtc Tagrs orbnung, in welcher ber Regierung das Vertrauen ausge­sprochen unb sie aufgrforbert wirb, eine Politik der Reformen mit £>ilfc einer ausschließlichen republikanischen Mehrheit tzu verfol­gen, mit 293 gegen 137 Sttmincn an. (Ledhaster Beifall links.» Darauf wurde über bic Priorität bes von ber Regierun-tz zurückgewiesenen Zusatzantrages Lefevre abgestimmt, wonach bie Zulassung aller neuen sremden Anleihen zur Börsenkotierung ver­weigert werden solle, bis das Parlameiit die Deckung ber außer­ordentlichen Militärausgaben bewilligt habe. Die Priorität wurde mit 283 gegen 214 Stimmen abgelehm. lLebhaftor Beisall links.) Sodann wurde über den von ber Regierung genehmigten Zusatz­antrag des Radikalen OHour abgestimmt, wonach die finanziellen tzilfsaucllen des Landes zunächst dem nationalen Bedarf gewahrt bleiben mögen. Der Zusatzantrag Gioux mürbe mit 7350 Stimmen gegen 204 Stimmen angenommen. Hierauf wurde die g e f a m t e Vertraucnstagesordnung mit 302 gegen 141 Stimmen angenommen.

land von dem Sekretariat des frünstlervcrbaudesDie Kunst- mcli" Mir Fskußtivai geführt. An der Ansstcllung werden sich uoioueiidnlidj beteiligen Die Bereinigungen:Mir Fskußtwa", S^oiuS" in Moskau und der Petersburger Zugendvcrban> <Sio- ius Melodtoshv». Alte diese Bereinigungen stellen den sog. linken Flügel der zeitgenössischen russischen Knnst dar. Sic umfassen jf doch nicht annäherno alles, was in der russischen Hunst bedeutend und beachtenswert ist.

DBK. Künstler und ft au Heute a l s Verbündete. Daß sich die Hünüler und Hunstkenncr nickt nur mit Fabrikanten, sondern mit Händlern verbünden, ist etwas ganz dieues, aber bei der Bedeutung der Händler für den Absatz etwas höchst Vicktigi-s Vir Haden eine neue deutsche Okroerbctunft, die jioeikllo? auf vielen ('kbtcifn baS Kunstgewerbe der anderen europäischen Völker an cyediegenheil übertrifft. Aber bieser beulfckenBkrtarbeii" fehlt noch immer der sickere Boden im Absatz Äak- allenthalben verkauft und gelaust wird, das iütb nur zum geringsten Teil die Arbeiten unserer modernen Gcwerbekünstler, es sind vielmehr immer nodi roednelnbr Modeiachen.Neuheiten", wenn mdit gar Hausgreuet Das ist nun keincsn»egs immer nach dem Sinn der Fabritani-n und Knufleute, denen man vielfach die Schuld gibt. Zhnen ist ja der Zwang, immerfortNeues" bringen zu müssen, eine tortiröhrrnbe Beunruhigung. Auch sie vertreiben lieber gute Ware als ickiechle Aber weder sie nod) die Mim Hl er nock die einsichtigen H hinr allein konnren bisher rtroa> an dem Jirilanb ändern, die Macht der Serhälmii'k roar zu stark Um mm den Vertrieb ber Wert arbeit entlick nadorikflid) zu iördern. Ixiben iick eirnge Händlerorgamsoiiou. u mit dem Dürerdunde in Berbindimg gesetzt, nut dem für diesen Zweck auck k«: Deutsche Werkdund ;usamm.-narbeilet. Sie haben kürztick rine Dürer qenonen'ckatt rum Einkauf, Berkaus unb zur Herstellung deun'cker Venarbeu deqründ.t Es werden grickänlick uninteressierte, aber fackoeriiändig- AuSi'cbüiie von äünnlem unb Mauflerzten anarif&i, die die bnit'd).* Larenprodukrion auf bic vorhandene Wertarbeit bin durchprüsen und diese in 'Äbbilöungrn mit Preisangabe in einem Deut ck-n Warenbuck zusammenstellen, das ;cde:n Lauser ein unbestedliLer Ratgeber fein wird Die der Dürer gen oneii- icfcaft beigertrtenen F-irmcn werden die ousgewüblten Waren, soweit sie überhaupt für das betreffende Geschäft in Betracht fom- men, in oe>onderten Nrinen Ausstellungen rmrröaig halten Die Prümngsansrehüsse crorunt jetzt, die Frück'e da'^n wir) man im kommenden Fahre sehen Brs dahin mtrb die 6kmrinnütziqe vetr ebsstelle rjr deuricbe Cualititdarbcü ;.n D-re-ben-HeUerau dnrck welche btr neue Bewegung in Flus, tarn, ihre Kataloge je 1 Marl .n der grmobiucn Weise weitcruerrretben und -tju*: direlt von den ,vabnkanten vermitteln, kletzt rum Weihnacktssew bat sic nock rtnen neuen Lavrlog für Spiel waren .yi Pfq betau: gebracht, denen Znhalt btn Forderungen uh Wertarbeit entspricht.

Diele Betriebsstelle, deren Reingewinn aussckücßlidi den gemein­nützigen Arbeiten des DürerdundeS zugnic kommt, ist ba> Organ ber neuen Dürergcnossenschaft, sie wuc, ihre öffentliche - iiiqfrit genau in dem Maße einschränken, wie die Dtlrcrgnwsseni'chaft fir aufweist.

- E i n Fis di aus 6OOOMeterMecreStiese. X'lodi vor wenigen Fahren zweifelten die belehrten an ber Möglichkeit, daß sich in sehr großen ?Neercsricscn ledenoc Tiere befinden könnten. Ter gewaltige Wasserdruck, der in großen Tiefen Haltet ;mb das völlige Fehlen von Licht waren Umstände, die der 'mtwicklung leben Der Wesen hindernd in den Weg zu treten schieucu. T>m Mtgcniafc zu dieser Anschauung veröftemlickt nun Pros :Koule tont französischen natur historischen Museum im Bulletin bes Ozeanogropbtsdicn Institutes die Beschreibung eine» Tieneefisches, den der Fürti von Mvuaco auf einer seiner letzteii Fohrien aus einer Tiefe von 6035 Metern zur Wasserobersläckc -invarbrmgee konme. Zu Ehren des .Entdeckers bat dieser neu entdeckte Tiefsee- Ni'ck den Namen Gnmaldichivs profundissimus crl>alt.-;i. Der Rumpf dieses eigenartigen Tiefseebewohners ist verhältnismäßig dick, am üorbemt Teile sehr schwer und <»eriüngt iick nach hinten; finnr nebeneinander liegende Schuppen, bie lief in btr Haut venoacksen scheinen, umbüllen Den Hörper Der F^jch charaltcrisiert sick durck die Tatsache, daß alle ©nttrn der Brußgcgeno frei und sai'eng sind Er bat an starlcS Rückgrat, der Mops i-'i plump, ab- acrundet, weick und am oberen Tal etwas abgtxAanc1.; feine Länge enripnckt etwa einem Sechstel Der tHa'amtlänge Dc5 Fisches. Tie Augen sind ungewöhnlich klein, aber deutlich erkennbar und durch Haut geschützt, die sick als büime burdjit-btic Schutzhülle über die Sehorgane legt Tie ;^alme und ohirnck unb Vein 3n seiner Farbe ist der tijrimoldillnys sehr black Tie Haut ist im allgemeinen farblos und von Piamenten fast gauz frei: da­gegen weifen die Bauchgegend und der Morf ein -.icmlufi stark rum Vwlnr binüberipie'endes Gtrau auf Tas Maul und die Maulhöhle »eigen ane febr dunkle, stellenweise säst icknor-e violertr Färbung. Aus diesen Umständen geht hervor, daß selbst nod) in oen größten Meeres tiefen Licht vorbanden sein muß. Ter gewaltige Druck von 600700 Atmosphären schein.m auf der andren Seite die Entwickluttg des Lebens keineswegs »u beeinträchtigen

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- f dialt 3um fPadlolaer be5 zum l April 1914 in benubef'anb tretenden ^eb Rats Pros L. Moenigsberacr aus dem Lcbrstnhl der Mathematik an der Universität Heidelberg mürbe lro<efior Tr. OSkar Perron von der Tübinger Universität berufen. Dro- lefsor Perron ist 1880 zu Frankenthal (ifali) oedoren.