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Zweites Blatt
163. Jahrgang
Erscheint ISglich ifiit Ausnahme des Sonntags.
Die „Siebener Zamtiienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhchen
Mittwoch. 12. März 1913
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steinbruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaküon:^-O112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
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Beobachtungen der Station Eietzen.
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waren die Preise für das Brennholz hoch. Es wurden bezahlt für 4 Raummeter Buckenscheiter 28—30 Mk., 4 Rm. Buchenprugel 20—22 Mk., 6 Rm. Tanneiislöcke 3 Mk., 8 Rm. Reiser 4—4,o0 Mk.
Dentiches Reich.
Dias preußische Abgeordnetenhaus überwies den Gesetzentwurf betr. die Maßnahmen Mr Stär kung des Deutschtums in den Provinzen Westpreußcn und Posen, die sog. O ft m a r ken v o r l a g e nach längerer Besprechung an den Budget ausschuß.
In einer Ansprache, die Vizepräsident Dr. Porsch bei Eröffnung der Sitzung des Abgeordnetenhauses hielt, g dachte er der Stiftung des Eisernen Kreuzes, der Schaffung der Lanid-wehr und der Aufrmfe des Königs, die ein un zertrennliches, einheitliches Ganges in den Blättern der preußischen Geschichte bildeten. Besonders der kraftvolle Aufruf „An mein Volk" habe wie ein Blitzstrahl in die Massen eingeschlagen. Zum Schluß brachte Dr. Porsch ein Hoch auf den Kaiser aus.
Zur Beisetzung des Fürsten Hermann zu H o h e n l o h e.
benachbarte Besitzer, andere Staatsverwaltungen, iüsbeson Dcre an die Staatsforstverwaltung usw. vor Aufstellung des Teilungsplanes verkaufte Flächen 30 398 Hektar, insgesamt 400 .47 Hektar. Bis Ende 1912 nicht in Bearbeitung genommen oder zur Vergebung nicht verfügbar sind 41 Bc- güterungen mit 24 405 Hektar. Für die weitere Bearbeitung verblieben Ende 1912 die schon angegebenen 24 405 Hektar gegen 16 542 Hektar im Vorjahre, 19 073 .Hektar im Jahre -910, 26 615 .Hektar im Jahre 1909 und 21932 Hektar im Jahre 1908. In diesem Vorräte von 24 405 .Hektar s,nd 19 160 Hektar aus verschiedenen Gründen nicht verwendbar, so daß in Wirklichkeit Ende 1912 für die Bearbeitung 5245 Hektar zur Verfügung standen. ________________
Handel.
** Gießener P o st b n ck. Von dem durch den Ober-Post- assistenten Al. S ch in i tz in Köln n a ck amtlichen Quellen bearbeiteten Handbuch, das über alle Fragen des Post-, Tele- arapben- und Fernsprechverkehrs schnelle und zuverlässige Aus- kunsl erteilt, ist soeben die 23. -Auflage erschienen. Das Postbuck, das sich durch Ueberücktlickkeit auszeichnel unb bereits in 2000 verschiedenen Ausgaben verbreitet ist, enthält u. a.: Versenbungs. und Zollvorschriften, das Notwendige ans der Postordnung, dem Postgesetz und dem Weltvostvertrage, Tarife aller Art für den In- unb Auslandsverkehr (Paketvosttarif für In- und Ausland), Scheckverkehr, Umrechnungstabellen für den ausländischen Postanweisungs- verkehr, Verzeichnis aller detitschcn Postanstalten, der deutschen Postorte iin Auslande, der wichtigeren Postorte in Oesterreich. Ungarn (20 000 Postorte) nebst einer für den jeweiligen Ort besonders ausgerechneten Zonentabelle zur Berechnung des Paket- und Geldbriefportos nach jedem beliebigen Postorle; Stratzenverzeichnis von Berlin, Verzeichnis der Nachbarpostorte, Telegraphen- und Fernsprechverkehr. Neu ausgenommen sind die Bestimmungen über den Ortschnell- und Eilabholungsdienst, Giroverkehr, über die seit kurzem zugelassenen Brieftelegramme und Ueberseetclegrantme zu halber Gebühr sowie 5000 kleinere Postorte. Ferner ist das Buch infolge der in den Taxvorschristen, Versendungsbedingungen uhu. eingetretenen zahlreichen Aenderungen ergänzt worden. Die Beschaffung des nur 1,25 Mark kostenden unentbehrlich gewordenen Postbuchs kann jedem augelegentlichst empfohlen werden.
O Wallenrod, 11. März. Bei der letzten Holz-V er- st ei g e r tt u g der Riedejel'schen Försterei in der Gemarkung Reuters
Märkte.
ko. Frankfurt a. M., 11. März. Heu- und St roh markt. Angefahren waren ■ Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Veit 3,10—3,40 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00-0.00 Alk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Astes für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus den: Obertaunus und den Kreisen Hanau unb Dieburg.
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Von der ------------- ... _ .
& G icßing, A.-G., Abteil. Mainzlar, nnrb uns geschrrebcn:
politische Tagesschau.
Neber die Vc Bereitungen für das Besiedelungsgeschäft in Westprenhen und Posen
km Jabre 1913 gibt die neue Ansiedlungsbenkschnft eingehende Aufschlüsse. Im Jahre 1912 sind 28 Be ied ungs- pläne über eine Fläche von 8927 Hektar der Ansiädlungs- fomminioit vorgelegt und außerdem otm Laufe des Sommers 1912 bearbeitete Terlungsplane über 966 5)ektar vom Vorsitzenden feftgestellt worden Im ganzen srnd also rm Jahre 1912 33 Teilungsplane über eine Flache von 9893 Hektar fertiggestellt. Die zur Besiedlmrgaufgetei te und ausgelegte Fläche hat im Jahre 1911 15 312 Hektar, int bisherigen Jahresdurchschnitt 13 097 Hektar umfaßt.
Planmäßig sind für die Besiedlung bearbeitet: bis zum Schlüsse des Jahres 1911 343 734 Hektar, int Jahre 1912 9893 Hektar, Bauernwirtschaften (ungeteilt) 382/ Hektar. Dazu kommen: die in der Bearbeitung begriffenen Besiedlungsplänc für 36 Güter und Grundstücke, die im Frühjahre 1913 ausgelegt werden, mit 1289.') Hektar, an
TLirche und Schule.
Pfarrer Jatho.
Köln 11 März. Heute abend kurz nach 7 Uhr verstört) im ' evangelischen Krankenhaus in Lindental Pfarrer Jatho an den Folgen der Blutvergrsung, die er sich zugezogen hatte.
rruslano.
Die Sammlung zur Schaffung einer österreichischen Luftflotte hat bisher eine Million Kronen ergeben.
Im englischen Unterhaus wurde am Dienstag die Aussprache über die Antwortadresse wieder vertagt. Es wird erwartet, daß sie Freitag beendet werden wird.
Die Bahnlinie Tanger —Fez.
Aus Madrid wird dem „Temps" gemeldet: Der französisch-spanische Ausschuß hat sich über die Art der Konzessiousverlcihung .der geplanten Bahnlinie Tanger—Fez geeinigt. Die Gesellschaft wird nach dem französischen Gesetz errichtet, ihre Satzungen jedoch der Genehmigung der spanischen Regierung unterbreitet werden. Die 300 Kilometer lange Strecke wird in drei Strecken ein- qeteilt werdeii, eine von 200 Kilometer in der französischen Zone, 100 Kilometer in der spanischen Zone und etwa fünfzehn Kilometer in der internationalen Zone von Langer. Die finanzielle Selbständigkeit der einzelnen Strecken wird den beiden Regierungen den Rückkauf der ihre Zone durch- auerenden Bahnlinien erleichtern. In der französischen Zone wird die Bahn von Fez über MekineS gehen und den Sebu-Flüß. in der Mündung des Rdom-Flusfcs überschreiten.
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Weiter wurde dem Sohne mitgeteilt, daß, wie im vorstehenden Falle, derartige Mitglieder besser austreten würden. Auf die Dauer kann keine Kraükenkasse solche hohen Lasten tragen. Der Sohn wurde nicht entlassen, er kam abends und forderte seine Papiere. Wir möchten hier noch cinschaltcn, daß in diesem Falle eine Anwartschaft von 26 Wochen nickt in Betracht kommt, denn der Sohn ist Mitglied der Betriebskrankenkasse und Hal dadurch die Mutter solange freie ärztliche Behandlung, als der Solsti als Mitglied der Kasse angehört. Die Kasse.hatte inzwischen vom 6. Mai bis 14. November 109 Mk. Arztrechnung bezahlt. Im Laufe eines Briefwechsels erfuhren wir, daß die Frau Sck. Mitglied der Ortskrankenkasse Bersrod sei und während ihrer Mitgliedschaft 120.80 Mk. Krankengeld und 7.85 Mk. für Apotheke bezogen hätte. Hierdurch waren wir auf einen Punkt, aufmerksam gemacht worden, und fragen am 28. Januar bei der Ortskrankenkasse Bersrod an, ob die Frau Sch. als Mitglied der dortigen Krankenkasse angehörte, uns wurde, am 29. Januar von der Bürgermeisterei Bersrod mitgeteilt, daß die Frau Sch. seit 4. April 1912 Mitglied der Krankenkasse Bersrod war, und ppm 6. Mai 1912 ab, volle 26 Wochen.die Ortskrankenkasse Bersrod belastet hätte, also bis 6. November 1912. Laut § 8 unseres Kdwukenkassenstatutcs hatte die Frau keinen Anspruch auf unsere Kasse, da die Frau Sch. selbst dem Versichernngszwangc unterlegen war. Der Maurer Sch. hat uns darnach wissentlich verschwiegen, daß seine Mutter Mitglied einer, .Krankenkasse war, hat auch nie, wenn wir mit ihm über diese Sache verhandeltem ein Wort davon fallen lassen. Sch. mußte das wissen, daß das nach unseren Satzungen nicht zulässig sei, da jeder Arbeiter bei seinem Eintritt bei uns die Arbeitsordnung und das Krankenkassenstatut gegen Quittung ausgehändigt bekommt. Wir forderten das zu Unreckst bezahlte Arzt-Honorar von 109 Mk. wieder zurück, das die Kasse auch am 31. Januar 1913 anstandslos zurück erl-alten hat. Die Krankenkassen sollen soziale Eiurich- tungen sein und sind es auch im gewissen Sinne, wenn sie von Mitgliedern benützt werden, welche diese Einrichtungen wirklich zu schätzen wissen, aber leider kann man in vielen Fällen konstatieren, daß diese sozialen Einrichtungen mehr als mißbraucht werden: Beweismaterial liegt reichlich vor.
Eine Bctriebskrankenkasse wird wohl von der Firma verwaltet,- aber sie ist eine Einrichtung für die Arbeiter und besteht zu größtem Teil aus den eingezahlten Beiträgen der Arbeiter, daher ist die Firma doppelt verpflichtet, über dieses Kapital die sorgfältigste Verwaltung cmszuüben.
Prinzregent Ludwig von Bayern und Gemahlin find am Dienstag vormittag 8 Uhr mittels Sonderzug aus Dresden in München eingetroffen.
Staatsverträge wegen Herstellung von Eisenbahnen.
Zstüschen Preifsten und Sachsen-Meiningen und Preußen unb Sa chsen-Eobürg-Gotha sind von den beiderseitigen Kommissaren zwei Staatsverträge wegen der Herstellung einer Eisenbahn von Weidhausen nach N e u st a d t abgeschlossen worden.
Der Abg. Erzberger als Nudel-Sachv erstän- d i g e r.
Die Eierteigwarenfabrik Ludwig, Bergatreute (Württemberg), verseirdet ihre „Neue Preisliste" mit der „Spezialität" : „Hochprima Ob er s ch w ab e n - Ei er - nudeln Qualitätsmarke Erzberger", ,;in vierzig verschiedenen Formen", versehen mit der P h o t o gr a p h i e dieses Zentrumsabgeordneten. Bcigegeben sind „Anerkennungsschreiben", deren eines lautet: „Deine Nudeln sind hochfein und erstklassig, wir machen hier stark Reklame für sie, da die Ware ausgezeichnet ist. Berhin, 10. Juni 1912. M. Erzberger, Mitglied des Reichstags." — Der „Stuttgarter Beobachter" bemerkt dazu spöttisch: Daß das Reichstags-Zentrum, oder wenigstens Teile desselben, als Nndelreisende für ein oberschwäbisches Geschäftsunternehmen „Reklame machen": das dürfte auch die weitere Öffentlichkeit interessieren.
In Nr. 57 Ihrer Zeitung finden wir einen Artikel, der betitelt ist, „Was in unserer sozialen Zeit noch möglich ist", der Die Betriebskrankenkasse der Firma Scheibhauer & Gießing in Mainzlar betrifft.
Der Artikelschreiber bringt emc Sache vor, die vollständig entstellt und unrickstig ist. Am 6. Mai 1912 holte der Maurer Sck. aus Bersrod für seine Mutter einen Krankenfchein, der ihm ausgehändigt wurde. Da der Maurer Sch. Mitglied der Betriebskrankenkasse war, stand seiner Mutter das Recht zu, ärztliche und spezialärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, vorausgesetzt, daß die Mutter nicht selbst versicherungspflichtig )et. Dir erste Rechnung, die uns von dem Arzte zugestellt wurde, erhielten wir ani 1. Juli 1912, diese wurde von der Kasse anstandslos bezahlt. Nachdem wir am 1. Oktober die zweite Rechnung erhielten und dem kronttollierenden Beamten es ausfiel, baß Ür diese Zeit fein .Krankenschein geholt war, ließen wir den Sohn >cr Witwe Sch. rufen, der auf unser Befragen antwortete, die 9)iuttcr sei noch vom Mai krank. Wir erkundigten uns nach der Krankheit. Dieser ertoiberte, es sei ein bösartiges Beinleiden. Daß dem Mann s. Zt. gedroht lvurde, er müsse austreten, ist vollständig unwahr. Am 12. Januar erhielten wir von dem Arzt lüeitcre Rechnung für das letzte >5 Jahr, und er machte uns zugleich die Mitteilung, daß er die weitere Behandlung ab- lehne. Das Leideii sei nur durch klinische (d. h. operative) Behandlung zu beseitigen imb die Frau Sch. mußte der Klinik in Gießen überwiesen werden. Diesen Rat weigerte sich die Frau zu befolgen; sie hatte inzwischen noch einen anderen^Arzt zu Hilfe gezogen. Am 14. Januar haben wir mit dem Sohn der Witwe Sch. über diese Sache verhandelt, warum seine Mutter die Anordnungen des Arztes nickst befolgt hätte, da sie doch sicher schneller durch einen operativen Eingriff von ihrem Leidest befreit werden können; auch mußten wir darauf dringen, daß den Anordnungen des Arztes bestimmt Folge zu leisten sei, andernfalls würde die Krankenkasse jede weitere Unterstützung ablehnen.
= Friedberg, 11. Febr. Am Sonntag fand im Hotel „Drei Schwerter" die von etwa 100 Personen besuchte Hauptversammlung des Kreis-Ziegenznchtvereins Friedberg statt. Nack Eröffnung derselben durch den Vorsitzenden, Direktor Oelonomierat Spies; sand der Jahresbericht einstimmige Annahme. Aus ihm ging hervor, daß die Mitgliederzahl von 579 aus 648 gestiegen ist, 28 Gemeinden den Verein mit jährlich 10 Mk. unterstützen und neben anderen Zuwendungen 493 Mk. für Prämiierungen aus aiyibiH ivu/uv.t. Tie Reck-nung schloß mit 1205,41 Mk. Ueber)cku); ab, von dem 1000 Mk. als Vermögen angelegt werden )ollen. Der Voranschlag sand mit 1520 Mk. Genehmigung. Int leufen- den Jahre soll die Ausstellung der Deutschen Landw. Geselllchaft zu Straßburg von Oberhessen beschickt werden, wozu der Kreis- ziegenzuchwerein Friedberg eine entsprechende Zahl Tiere zu stellen hat; auch will der Verein die Ziegenausstellung am Id. und 19. Mai zu Frankfurt beschicken, die Vertrauensmänner sollen bis zum 1. April der Geschäftsstelle des Vereins die 'Namen der Aussteller mitteilen, um eine genaue Uebersickst zu erhalten unb eine würdige Vertretung zu ermöglichen. Ein Betrag hierfür ist in den Voranschlag eingestellt worden, der als Vergütung der Transportkosten für nickst prämiierte Tiere verausgabt iverden soll. Der Entwurf für Einrichtung einer Ziege iMe r m 111- liingsstelle fand keinen Widerspruch; desgleichen der Entwurf Tur Durchführung der H er d b u ch k ö r u n g.e n und ^ungviehaus- nahmen. Hierbei appeliert der Vorsitzende an die Obmänner der Ortsgruppen, damit durch bereit Mitarbeit das Ziel einer geregelten Herdbnchführung verwirklicht werden kann. Nack)dem noch über Kennzeichnung der Tiere, sowie über Körung und ^ung- viehanfnahme eine rege Aussprache stattgefunden hatte, wurde die Versantmlung nach 21 oftünbiger Dauer geschloßen. "
** Kriftel, 10. März. Am Samstag sand hier eine ,ehr stark besuchte Versammlung nassaischer Rüben- Pflanzer statt. Nach einem Vortrag des Landwirt)chaftslehrers Dr. Spahr-Worms über die Ziele der Ve-reiniMng ruben- beruenber Lanbwirte Hessens und der Pfctlz beschloß die Ver)amm- lnng einsttmmig die Gründung eines Zweigvereins Nassau. Aus der Vorstandswahl gingen hervor als Vorsitzender bezw. als dessen Stellvertreter Gg. Christtan-Unter-Liederbach und ^oh. Jacobi IV.-Kriftel.
Aus Langenburg wird berichtet: Außer der Kaiserin, die noch am gleichen Tag wieder abreisen wird, werden zu der Beisetzung am Freitag hier erwartet Prinz Au au st Wilhelm von Preußen als Vertreter des, Kaisers, die Schwester der Kaiserin, Herzogin Karoline Ma- gegeben wurdei, thilde vmi Schleswig-Holstein, derGroßherzog von Mecklen- burg-Schwerin. Die Großherzogin Luise von Baden wird schon am Mittwuch eintreffen und nach ihrem Beileidsbesuche noch vor der Beisetzung wieder abreisen. Es sind viele Beilcidskundgebungen, darunter auch eine vom Kaiser, eingelanfen. Auch vom Kaiser von Oesterreich ist ein Beileids-Telegramm eingelaufen.
Die Rückkehr des Prinzregenten Ludwig.
Sport«
Der Gießener Ruderklub „H a s s i a" 1 9 0 6 hat gestern mit den 1l ebunasfahrteu begonnen, die iniolge des gnnstigen Wetters dieses Jaln früher als sonst möglich sind, was in Anbetrackt der am 20. Juli hier slattftnbenben Regatta den Ruderern sehr zu statten kommt. .
* Fußball. Am Sonntag sollte ein Wettspiel zwischen dem Sportverein Sachsenhausen von 1912 und dem Fußballklub Viktoria stattfinden. Ta jedoch letzterer Nicht antrat, entschied sich das Spiel 5:0 zugunsten des Sportvereins Sachs enh a usen.______________
wandern und Aeisen.
— Burg Pers en, die nralte Grenöeste des Deutsclstnms in Südtirol, an deren Ausbau als deutsche Sommerfrische fast alle nationalen Vereine Deutschlands und Oesterreichs mitwirken, und in der die meinen Vereine für ihre Mitglieder eigene Zimnier haben, ist diesen Winter wieder ein gutes Stück der VoUelidung näher gebracht worden. Ter Berg'ried mit herrlicher Aussicht aut die Brenta und die Venezianer Alpen ifl prächtig ausgebaut worden. Tie ganze Burganlage, die letztes Jahr mit Qnellivasicr- leitnng versorgt wurde, ist jetzt mit elektnschem Licht und zahlreichen Dauerbrennern versehen worben, so daß and) der Aufenthalt im ersten Frühjahr unb Spätherbst sehr gemütlich ist. Der große Lanbengaua ist für die kühlere Zeii mit Glas geschlossen worben. Sehr erfreulich ist, baß der deutsche und österreichische Alpenverein die Erschließung des deutschen Fersentales mit seinen uralten deutschen Gemeinden übernommen hat. Am idyllischen Palaiersee unter der Kreuzspitze wird eine Alpenvereinshütte erbaut unb das ganje Gebiet durch Wege erschlossen. Co kommt burd) den starken Besuch aus Deutschland auch luicber neues Leben in diese bisher vom Verkehr abgeschnittenen Orte. Von Trient aus ist Versen unb St. Christoi mit ber Bahn nad) Venedig in einer Halden Stunde zu eri eichen, von Bozen und dem Gardasee aus ist es ein Tages- ausflug __________
Universitäts-Nachrichten.
h Frankfurt, 11. März. Der Nationalökonomiker der hiesigen Akademie, Professor Dr. L. Pohle hat einen Ruf an die Universität Breslau erhalten. _____________________
Höchste Temperatur am 10.—11. März =■ +
Niedrigste „ „ 10.—11. „ =■ +
Niederschlag: 0,0 mm.
März
1913
zoiuomeiei auf 0° . reduziert ।
Temperatur ber Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit !
Winb- richtung
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