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Zwetter Matt
163. Jahrgang
f ddxtm Gßttch mit Wu^tq^ttv bei Eomuegt.
tu „tkteeet Sewilleetiitler“ werten be* ,#n,naer* »termal rodduitihd) beigelegl. bal „Krtlsblett fit In Kreil lir|n" intimal »öchemlich. Tie „tenbwlrf1*enil*te fau-
Ire^rw* erf ebenen menelhd) ^ipetmeL
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Hderhefien
vonnerrtag, 1. vezcmber 1913
Äeranon*bni-f irrt Serieq bet Eie übliche» Unroetfuäri • 9itd>* unb 6tetnbmdertu St Senge, Drehen.
■ebeftien. (Frrebtnoii »nb Druckerei: SAuN {trage 7. <F]rpebin»ii »nb Verlag: ciw M ■ebnft pn:e^lll Tel.-Abr- An»eiger<hteUei»
politische Lageoschau.
Die Aufnahm.- brr Äamirrrebr in brr fränkischen unb englischen Presse.
Bedeutsame Anretchen eine» bcqtnnenben Umschwünge? »n den beuildtrn 'jVu. bun.int insbesondere ui England kam man auch aus ben zahlrerchen französischen unb englischen Heilungen herauslesen, bie sich du»iührlict) uir Rede br. Derrn von Bethmann yollrocg äußern lieber bie Erklä rungen des Reichskanzlers schreibt der „Wau lot»:
TS t;t nne im gatv-n fricMuh- ^ede. Die r->n einer durch Ote rd)rtjd;ii:if bet bcutfdrn Jjpanitnn ar red» fertigt en BeV-.- biauna erfüllt ist Do: T Nitsch.- Reich hlnc in brr Tat unrecht, sich ub" 'eme ivrnnibc ober eine JVanbe trgrnDitnr ui beklagen Ter aute Wille Englands öffnet, tbm bte Tore Afrika» bie Ent faqung JVranhndw unb HunlanM gestaltet tbm, sich al» H e r r ä n ,.®e n Ufern beb Bosporus fefhufegen, unb dao un
deelrauen Italiens bot tbm erlaubt, ben Verkehr tm M ittelmeer an sich zu rnftrn
Das „Echo b c Part s" schreibt:
Die korrekt n und festen .5 rllirungen de? beich kaniler» ent- balten für ran frei A eine botwltr Lehre Jitniliü bilbrt bte Siebe be4 Stria«'Fan U erb na cf, her durch dir 3®berner 3»U6enf^lle bcrrorgentimen Mni. nnrn Bem i > iur bte Aeuiqfeit ber battidrn Regierung unb bte ffonnnuttit ihrer Politik xtc hweite Lktio» für un» ist bte Ärt unb We e ro b. r Reichskanzler über bie b e u t, ch-e n g l i s ch e n Beziehun gen gesprochen bat Es ist klar, bas- eine graste .Anzahl ntm unglänbent nunmehr sich vor jeder Gefahr gcidTüiu glaub': wird wenn sie Deut sch lan bgroste Gebiete lurrfanni haben loerben. bie theoretisch durch englischen Besitz getrennt lind Wir dürfen über bie Auffassung nicht staunen denn wir selbst haben fir auf Kosten unsere? 'longo be:.in<it Müssen mir aber nicht einsehen, dost eine engiischbeutschc Annäherung, so wenig dauerhaft sie auch fein möge, von unmilitärische und diplotnatischc Anstrengungen erheischt?
Dtc „916 p u b l i a u c Franca t s e schreibt:
Herr v Betbrnann Hollweg hat .m einem vertrauen.'vollen Jinarnntenmirfen mit England gciprodi n. der ^reunbftbaft mit Rußland und der erfreulich n Rot.. f: bnt brr Ben. Hunnen mit Frankreich Die Abstufung ist eine sehr wob! abgat^ienc Aber wir habe» dagegen nicht- riituimntben, man könnte höchsten» den ganz besonder- liebenSwürdigeii Ion der ganzen Rede England qeg.m* über hervor heben, an welche- Deutschland offenbar eine -.Annäherung sucht Selten war ein $rpjf6 dieser Art masivoller uno besonnener im Fnhalt und versöhnlicher dem Tone nach
Die royalistische „Action IV r n u n i f c sagte:
Tie Rede deS Reicti-kanzlers enthalt zahlreiche höchst bo- dcutungSiwllc Fingerzeige Bor allem must man auf den 'Rach- druck Hinweise», mit welchem Herr v. Bethma»» von der Besse« Hing der Beziehungen z» England gesprochen hat Mit offenkundiger Vefrtedigunq bat der Reich.Vanzler das vertrauensvolle Zusammenwirken der deutsche» Regierung mit England und die ^reunbfrftaft mit Ruf'land hervvrgehobett, welchen er in einem nüchternen und eiligen Satze bie erfreuliche Korrektheit der beutidp französischen Beziehungen gegenülxrgestellt bat Tic Zcrsplittc- ntng und Uneinigkeit der Iripicentente zeigt sich da im grausamsten Lichte
Auch die englischen Zeitungen beschäftigen sich eifrig mit der Siebe deS Reichskanzlers. Die „Dimes" rekapituliert die .Hauptgedanken der Rede über die Beziehungen der Mächte
Da- Blatt nimmt mit besonderer Freude von der Feststellung Mtuntnifl, da st die korrekteren B'-tiedungeti zu Frankreich der deutschen Politik ihre Aufgaben erleichtert bahnt Tic „Times" betont sodann, da st nach der Auffassung de-' Reichskanzlers alle Mattste übet die Zukunft der Türkei sich in einem substantiellen Einverständnis befinde» Alle wünschten, hast 'ihre Beziehungen unv.rlcpt unb ihr Prestige erlmllen bleiben möchte, aber auf der (Grundlage innerer Reformen, bereu Tnrdtfübrung unb iroar unter dem Beistände Europas - in ihrem eigene» Znteresse liege Unter bieicn llmi't utben bat der M mtlrr nicht gezögert, die Hoffnung au»z»spr ck'". bat- keine Aussicht auf politischen Sirnt zwischen den Mächten über die Zukunft der Türkei vorhanden fei lieber die Beraandlungei'. mit England .um Zwecke der Sieber bcrftrl hl na der frühere» Beziehungen schreibt die „Times" Wir können dm QanUcr versichern, da st eine Politik dieser Art. nxrm sie nicht nur im guten (Glauben, sondern aucfi mit der bollft inbigüen Sxü^iidu auf den dufteren Schein in gutem («laubni geführt ist, der wenigstens für den Augenblik bet der Ernennung eines deutschen Generals zu in chommanbeur der i ü r f 11 dt c n Truppen in ft on ft an 11 n o pe I vergessen worden ui fein scheint, in England io rr.ll komme» ist. »ne er selbst hofft und wünscht. Sie habe natürlich mit dem Grunbiatz im Einklang tu fein, brr so oft unb deutlich von unfern Ministern aii’JgHprodi-n ist, da st mir feine neue Freundschaft aui Ä orten ber bestehenben eingehen können: aber unter biefer unerHflidxn Bedingung w,rb er :m* eben so begierig finden, als er selbst ist. die Vergangenbeü ruhen :u faton. und mit Venrauen auf der Bin- der irtrgenroorl fort marffrficn Wir muffen Qllerbmg« ficher sein und zwar auf Grund von Taten und nid» von Worten, daß biefe Grundlage solide ist
,,D a t l y Hl r a p h t c" schreibt Über die deutsch englischen Verhandlungen:
Bei Hernellung dieser erfreu litten Beziehungen ist das Haupt Moment der neuen Entente, da st sie nidu nur die reibunge tpfr Wirkfamlcit des neuen Abkommens garantiert, imiocm and) die mrtcniiamd: £ drang einer tieier greifenden Rivalität, die bi.* Diplomaten. mtgl.ich gewissen PielgefcbTftigten SeelordS, weif, unhcrücfiid ti.it gdafim haben
,,T a \ I n New s" schreiben:
Tie gelingt* Erkl trung des Reich, kan-lero über die deutsch englischen Beiladungen ist eine wiUkommeue Anerkennung der Bcran>.runa. die :n io b.irwr Zeit über die europäische Politik gekommen ist Es ist "irund ;ur Honnung, dast das nicht nur norülcraed nd ist. Tn* Beftrcbunoen dcö Kanzlers werden bei der groficn Maüe der öffentlichen Meinung am bnben Seiten der Rordiec brn’.tdv Unt.ntupung finden
Die Di nstdoienverftchetttnst
Der „Berl.Lokal Anz."verönentltM einen Artikel des Mitgliedes des Reichstags Tr. Arendt über bie Dienst botenverncherung. :n dem cS deistk, es sei weniger das C^ep al- bte Art der Ausführung, wodurch bie Erregung ber beteiligten .'N eife grost geworden sei Ten Parteien ber Rech: n iei f.? wenigstens gelungen, dost für Dienstboten £anb- kran len laffen errichtet werben konnteii. wotmrck die Beiträge erheblich kleiner würden. 3m Mansfelder Seekreiie sei z B der Höchst beitrag 13 Mk. jährlich, wäbrend *.n Berlin der Zahresbeirrag 43 Mk. betrage, wofür die siädn'che P>-r maltung bie .vaupncbulb träfe. Man müsse aber allgemein fordern, bte Ticnjiboten au» den Lriskrankenkasscn hcrauö-
.unehmen, sowie bie Scldstverficherung ber Dtenstderrfchafi »u erleichtern unb zu verallgemeinern Zu erstreben wäre o,e ftfrünbung einer Genossenschaft, deren Mit- glieber ihre gesetzlichen Verpflichtungen selber übernehmen und ihre Barau.lige» auf bem Wege bes UmlageverfaHrens wn ber Genossenschaft ersetzt erhalten Der Beitritt zu dieser Genossenschaft müßte für d,e Befreiung von ber ranken - kafienpflichl genügen Ttc Art ber Aufbringung ber Ber ficherung burch bie (Genossenschaften müßte gefetzltch geregelt werben.
Ans (Vcflcn.
bi Darmstadt, 10 Dez Der nationalliberalc Verein in TarmfroM hielt bnitc ferne Hauptversammlung ab. in der die Reuwa b l e n vor rnornrnrn nTurden Ale BertrauenSmänner für den Land^.'aus'chuß wurden die Herren SamtUSrat Tr. äpc 11 ner und R f rendar Tingclbco nnüimmig gruviblt ferner wurde beschlossen, den Muglied-beitrag Pin 1 Mark aus 3 Mark »a erhöben R.-frrcndar Iingclbrn b.rh dann einen Vortrag über die politisch.* Laae im Wahlkreis Tarrnstadt-^r-'ß- C'»erau 3um Schlüsse seiner Ausführungen forderte er uir Errichtung eine- Parteisekretär,als auf. Die Ber- WUntfic- biir.cn sich derartig gestaltet, daß man ohne einen Partei- ekietör nicht mrbr auskomm.n könne
Tlii» Statt unb €anb»
Dieben, 11. Tezember 1913.
• • Deneralma jor o. D. von Rofetiberg f. Am Montag starb zu Berlin-Schöneberg der frühere ö iest euer 91 e g int entvkomm a n d e iir <1893 — 96) in fast vollendetem 70. Lebenswahr nach kurzem strnnkenlager. Generalmajor a. D. Iobann von Rosenberg. Geboren am 20. März 1844 zu Frankfurt a. C., wurde rr später tm llad'' tcnkorpS erzog n. Zu, Frühjahr 1861 trat er als Leutnant m bnO Kaiser Franz.Regiment (Garde-Grcnadier- Reginient 91 r. 2> ein und gehörte diesem 24 Jahre lang an, biC er zum D.itg>llonSkouunanbeur beförbert ivurbc. Im Feldzug 1870 envewb er sich daS eiserne Kreuz 2. RI. Auch am Feldzuge deS ZabreS 1866 hatte* er tcilgenommen. Tie Beerdigung des Verstorbenencit sand gestern nnttag unkt mtlitärischen Ehren auf dem Garnisonsricdhof auf der Hasenlwide statt.
" Die staatlich geprüfte Meisterin, lieber bie Frafc der Zulässigkeit der Bezeichnung .staatlich geprüfte Meisterin für Zuschneidekunst* durch eine Tamenschneiderin, welche die Meiftcrprüsung geiuäst § 133 der Reichs-Gewerbeordnung bestanden hat, bat ber RegieriingSpräsident in Kassel, Ci'raf Bcrnstorsf, folgenden Bescheid erlassen: ,Tie von Fräiileui 1. geführte Bezeichnung »staatlich geprüfte Meisterin für Zuschneidetunst* ist nnzu lässig. Wenn auch die Einrichtung der MeiflcrprüstingSkommissionen unb bie Ernennung ihrer Mitglieder burch Verfügung ber höheren VcrwaltungSbebörbe erfolgt, so verleibt ihnen biefer llmftnnb boeb nicht staatlichen Charakter. Die Mitwirkung der höheren VermaltungSdehörbc hat lediglich ben Zweck, bie staatlichen Interessen in ausreichendem Maste sicherzustellen. Mangels de« staatlichen Charakters hedeutet bie auf Grund der bcnanbcitcn Meisterprüfung geführte Bezeichnung .staatlich geprüft* eine Irreführung ber Öeffentlichkeit unb ist hoher unzulässig. Ttc Bezeichnung .Meisterin sür Zu sch ne ibe. kuuft* iit gesetzl ch nicht zu beanslanbeu.*
* * Skilauf u n d D i n t e r s p o r t p 1 a tz e. Aus Veran- laflimg des .Akademischen Ausschusses für Leldesübiingen sprach ge ster» abend Pri^aidozent Tr Dem oll im großen Hörfaal der llniverfität vor einer zahlreichen Zubörerfdiaft über Srfnlain und Wintersport platze de- Mittelgebirges und der Alpen. An der Hand /iblrnrfirr. sehr fdwnrr unb ansmaulicher Lichthilder erörterte der Bvriragende zunächst die Ausrüstung und Kleidung deS Schiläufers, wobei er viele orakliiche Ratschläge und Winke gab, und ging dann fui« auf die Technik des Laufens ein. Er schilderte zunächst bas W"'ev unb die Bebcitung brr Bögen
unb ohne ginne ie nur bet einem u (crn-.i feien, »na gab bann einen llebecbltd über ben Sprunglauf, den schwierigste» und reizvollsteit, aber nur für fpotthch: Lüiifer in Betrach' kom wenden Zweig t * Scf neeiponc-j Sehr mit Recht wies er darauf bin, dast bas Wandern auf Schneeschuhen vollwertig neben dem Sprunglauf stehe, und dast es durchaus nicht bte ^ufgebe eines jeben Sdnläufci> fei, den Sprunglauf zu beherrschen, ba gewisser mcf,e:i ein Webtet für fidi fei. Wenn ne auf den Sprunglauf verneinen wollten, tonne er auch alteren Leuten das Erlerne» der Lchnee'chuhlau'ens als eine- gefunden und ungemein anregenden Svortco durchaus empfehlen Tr T cm oll ging dann aui die Winten'portplatze über, zunächst auf bas Gebiet de- Wiepencr Schi Hub», unb schilderte eingehend ben Vogelsberg mit seinen schönen Halden unb reu enden 'Umi h r -ifbdbungr n, lenke bann zur Rhön, die schon mehr Hocbqebirg-choroktrr bahr, und tum 3d *t»ari- wald unb beschäftigte iub dann eingehend mit den Alv-'n, von benrn^ tbn^ an besonders reiches Bilderwerk zur Berfüating ttfinb Da T. Tcinoll die meinen ber bärtigen Wintersponolarc genau kennt, war c? ihm erfreuliAcrtwiic möglich, aui alle bemerkenswerten Einzelheiten etnzugeben unb manche, sehr wertvolle ^*nner« ingc ;u gebe» Tobe, versäumte er auch nicht, die iich leihet häufig breit machenden Fezereien her Mode ztirückiuweifen Ter mit gutem Humor gewürzte Vortrag sand lebhaften Beifall — Einleitend hatte Prof Tr Minetmaier, ber verdienstvolle Förderer der Leibesübungen \n der Studentenfchan, au: die höbe Bc-
Mit
teilungen über seine Zahricbntc zurückliegenden ersten Versuche auf 2cb.-veidTuth.-n machte unb dem Eichener Schiftub für die Vorbereitung des Vortrages dankte
• • ZwöLf nächte. Mit den Zwölsnachten, die nicht mehr fern sind, bat es bekanntlich noch einem uralten AderglanPen bic Bewandtnis, dost jebc der zwöis Rächte das Orakel für einen Monat im solgenden ZaHre abgibt Träumt man B in der ersten Zwolfnacht etwas recht Angeneftmes, fo kann man sich ha tauf verlassen, dost ber Januar ein JVrcuhcr.brnigcT ur; Hot man in ber zweiten iwölfnachk schlechte Träume .ndem man v B. biefer Qualm 'tedt. statt beNee. flackernde- Feuer. fo gibt es im Februar Itdenfalls Verdruß unb Schmeiß. Merkwurtiifl ist nur — unb^bter bat bu ''«kickichte chren goosteu Haken' — dost in Schlesien die spukhaften Zwölfnächte vor Weihnacht gesetzt werden, während sre allgemein mit dem Fest? bcqrnnen oder gar, wie in Mecklenvung und Fransen, rmi bem 1. Iannar ihren Anfang nehmen.
Lonbkrrls (Wirern.
Ltch. 8 De^ Zwe, größere festliche Verauftoltungen werden im nächsten Jahr hter abg^h-ilten werben Zunächst findet hier bie Hauptversammlung des Gesa m t - Vereins des Vogelsberger Höhenklubs statt: der hiesige B H-C-Zweigverem bat bereits mit den umfangreichen Vorbereitungen begonnen Dann ball hier der Lahntal-Länaerbund fein Bun des fest ab. oefi- aebrnbrr Verein ist der hiesioe C'kfauflpcreiii „Cacilia" Es sind nahezu 20 Iatrre her, ba(j hier ein größere» Sanierfrft gefeiert worden ist
— Lollar, 11. D-e.z. Eine öffentliche Gemeinde- ratsfipung ist auf Samstag, den 13. Dezember 1913, abends 8 llftr im Ratbaufe zu Lollar festgesetzt ivorden, wozu folgende Tagesordnung ausgestellt ist: 1 Ab hör ber Rechnung für 1912; 2 Wahl von l Ausschustmitgite- der« für bic Wasfergen^sseufchaft „Glückauf": 3. Stundung der Pvrlch nriftcrei unb i'-^mtuibefaffc.
Kreis Lauterbadi
?! Dallenrod, 9. Dez Die Fretherrl. Riedefelsche Forstverwalning zu Maar bat im W^ilde bei Reuters auf einem Teil ihres Artigen Okbictes. das lehr fumvslg ist, ausgedehnte Weidepflanzungen anlegen laffrn. Der Ertrag dieser Anlagen kam jetzt zur Ernte und zum Verkauf: eS wurden ca 500 Mk für Weiden gelöst
— Ilbeshausen, 10. Dez 'Hegen die hiesige (Hc- meinderatLwahl hatte ein Wähbör Einspruch erhoben. weil angeblich vor der Wahl durch Verwandte eines .klandidaten Freibier gespendet ivurtc Die Untersuchung hat jedoch ergeben, dast das einige Zeit vor der Wahl gespendete Freibier zum Abschied eines versetzten Lehrers getrunken wurde Die Wahl ist deshalb vom streisamt bestätigt worden.
.<kreiS Friedberg.
L. Bad-Rau he im, 10. Tez ES ist nunmehr bestimmt, das unsere QrtSfeankenkafse zu einer allgemeinen Aranlenkasse umgewandelt wird.
L Ober-Mor len, 10 Tez Am vergangenen Freitag tagte hier eine Kommission wegen ErrichNing eines .(h-aftmageiwcrk: r-.- zwischen Butzbach, Rieder-W. uet, Ober- Mörlen, Langenheint, Faucrbach und Hochtveisel. 'Zhikbtid) hat 16 000 Marl, die Obetpöstdireklion jährlich sj000 Mark zur Verfügung gestellt
r. 11 rti e l c b e«in, 10. Dez Sonntag, ben 14 hfl. Tltft.. hält der S o r I d) u b - unb llicditvcrei" Reichcl-detni tm 6taftho<e .zur Po't* eine ordentliche 'b ci ii p t r e r | a in in I u n a ab. In berlelben soll <ür den wegen '.'trbeitefibcrbürbung aut dem Vorstände nutldifibenbcn Bürgerineifier 6 ct) in i b ein neuer fiontroCeur gewählt werde». Schmidt Hat volle zwanzig Jahre fein Amt mit grober Geivtsseiihattigteit verleben.
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Wandern und llcijcn.
•• V. 0- ö. Am verganiene» -onntag landen sich 50 Mitglieder bet L. $>. L., Ziveigoereln (Biebcn, am Bahnbo<e ein zur 2eil»obme an her 9. 5k r c i 6 » W a n d e r u n g, die in Ehringshausen (Rreit SBfhlar) begann. Auf guter Strohe führte ein Vf frünbiger Marsch übet Tillhemi. üaizeuiiut unb einn zunächst nach berboni, wo längere Rast gemacht wurde. Et ivar em leg, ber zinii fröhlichen Wandern einlub : eririldirnbe Wiiiteilutt, zeit- roelfe durchstrahlt von milder Wmierloinie, eine durch ftorfen '.Hatib- *ro(t über Nach» eniftnnbene Wtiuerlandlchaft. auf ben Höhen qc- ’chloffene Schneedecke. Tie Ruine Wrfiieiiftem, die längere Zeit schidar ,var. erlebten tm feinen Tiiiifiictjleler wie veiznnt'eri unb feffelte immer wieder bie fBiide Der Lt.n,derer. Von vetborn aut ging et über Burg- und Rieber-Schcl en mm Endziel Tillen- burg, befien ®illxlnitturin weit in die Lande grüßt. Die Zelt bi» zur Abfahrt bet Zuges ivurbc bei L'ie'crfdiatI, Vechcrllang. Mavitrooitiäcen und Vorträge» heiteren Iiibaltet int Schloßdotel angenehm verbracht.
— Zu Beginn der Winterreisen nach der Schweiz, (Italien unb her Riviera, rrfdrinm rechtzeitig bie Internationalen Zugocrbinbungen, her- aiisgcgcben durch die Schweizerischen BundeHbadnen, mit Angaben über bie beauernsten und raschesten ZugverAnndmigen, die Beftlm- mungen über Lurus- unb Schlafwagen verkehr, bie Fahrpreise, baS VerreichniS der t» Betracht kommenden .Zollämter unb alles was im internationalen Reiseverkehr wesentlich ist Die Broschüre ist loftenlos durch die amtlich- AuSkunnSttelle der Sdmxizerifchrn Bundesbahnen mt ZntTrnchionalen öffentlichen Berkehrsburoau, Dnlm W.8, Unter den Linden 14, erhältlich
Märkte.
= srttzda, 10. Dez Heute wurde hier ber Weihnachts- markt adgehaltcn. Zu dem vormittags ftoilfmbeiibcn Schweine- markt war der Auftrieb von Ferkeln unb (hnlegefrfiroeinen recht stark. Tte i'rfile waren aber un Vergleich zum Martiiitmarkt etwat niedriger. Für 7 bie 8 Wochen alte Ferkel wurde, heute Iur bot Paar durchschnittlich nur 30 Mk gezahlt. Der Ad|chlag betrug etwa 6 8 Mark. Obgleich die Pretle für 6d lad iftbiDcine 'n den letzten Wochen ftänbia gelunfen sind, und jetzt bte Metzaer nur noch 60 Pfg. für das Pfund Lehenbgcwtcht oDer 65 Pfg. für bat Piiind : chlachtgewicht bieten, biteben doch die Eiiilegefchivetne oerbältnitmniiia te. ee und die 1-reife dafür auf der früheren Höhe. Tas iaar ko tete biet 100-120 Mk. — Der flrämermarkt am Nachmittag zeigte trotz des günstigen Wetter- nur Ichwachen Verkehr aut der Umgegend und ivenige Derkaufsstände auSwärtiaer (Bclchä'ttleute.
kirchliche Nachrichten.
Jsroelitifcfce Hcligionsgemtinhe.
SoUttdienst in öer Synagoge (Süd-Anlage), Samt tag. ben 13 Dezember 1818;
Vorabend 4.30 lltjt,
TI er g en I: 9.00 Uhr
9.achmittaaß. 3.30 Uhr. Lchrifierklaruug.
Sabbakausgang. 5.15 Uhr,
Trraelmfche »eNgionr-esellschaft.
•etlesbienft
Sabbat feier am 13. Dezember 1913:
Freuaa abend 4.00 Uhr.
Comttaa vormittag 8.30 Uür.
Eflmttaa naehmittaq 3.30 Uhr.
ecbbal^'utoona 5.15 Uhr.
Wochengotle*Dicnft: Moraent 7.05, ctbenM 7.30.
Kuoerts mit Zirma d'°Ä
vrühl'sche UnrocrfttäH Druderei. R. Lange, Sietzer


