Ausgabe 
11.3.1913 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

165. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

General-Anzeiger für Gbechesien

DieSiebener Famtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Dienstag, ll. März 1913

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:e^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Vermehrung der japanischen Flotte.

Herr Abg. Urstadt sprünglichc Plan umfaßte acht Dreadnoughts, acht Schlachtkreuzer, illigung und 9?er- 16 Scouts und 48 Zerstörer mit einem Kostenaufwand von

1080 Millionen Mark; aber dieser Plan wurde aus finanziellen

Rücksichten beschnitten.

t).

Prinzregent Ludwig auf seiner Reise.

die Erste

trat in

Sinne des Wortes.

erbracht dicnsteS

oent'icn uvicqui wer-, - -" ,

den, werden wir uns gern dieser Belel«.-uam .fügen. Ich bart gabelt bte JtcbeLlcrt aber darauf aufmerksam machen, daß der sachverständige, den I Gebirge.

sitzenden vor, Mitglied Bähr den 2. Vorsitzenden Hahn. Tic- Wahl erfolgt durch Stimmzettel: 34 Zettel werden für Walter. 3 für Hahn abgegeben, und 6 Zettel sind unbeschrieben. Es wird dann zu den E r g än z u ng s w a h l e n geschritten. Zum Mit glied des Vorstandes der Landwirtschaftskainmcr wird Bürger meister Krapp-Sickenhofen, zum Mitglied der Bodenkulturkommii sion Keuzer, zum Mitglied der Rcchnungskommission Bürger meister Schsvinn gewählt. Zum Vertreter und Stellvertreter zum Bezirkscisenbahnrat werden Oekonomierat Fritsch und Ti Dehlinger gewählt, zum Vertreter und Stellvertreter zum Deutschen Landwirtschaftsrat die Ockonomieräte Wal'ter und

Be-

Vor

des Wahl Pause über Land- und

Auch bm

nun vollständig nach seinem Geschmack und Willen das Gco metcrwesen leitet; er hat eine ganze Anzahl von Rcvisions aeometern, mit denen er jede technische Frage eingehend und gründ !ich berät. Was also von dort der höheren Behörde vorgcschlagen wird, ist nicht mit der bekannten Unkenntnis des Nichtfachmannes

Schlagwort geworden, das sich die Geometer selbst ancigitcn, aus Gründen, die ich nicht näher zu charakterisieren brauche

Meißen, 10. März. Zum Besuche der Sehenswürdig­keiten von Meißen trafen heute nachmittag nm 2 Uhr 15 Min. mittelst Sonderzuges König Friedrich August mit dem Prinzregenten Ludwig von Bayern und Ge­mahlin, dem Kronprinzen Georg und dem Prinzen und der Prinzessin Johann Georg und zahlreichem Gefolge ein. In der Begleitung der Fürstlichkeiten befanden sich luter anderen der bayerische Ministerpräsident Freiherr

icht; vielleicht schwebt ihm das als Ziel seines Strebens vor. 'in Ziel, das uns aber nach unserer Meinung erheblich mehr

kosten würde als die seitherige Einrichtung. 5_____

hat auch gemeint, es sei vielleicht eine Verbilligung und Ver

In der Shnagoge zu Groß-Karben kaw cs am 13. September II., dem Tage des jüdischen Neujahrsfestes, während des Gottes­

im Sinne hat, irgend welche Verbilligung des Vermessungswesens herbeiführen könnte. Wenn wir aber eines, besseren belehrt iver-

bcsserung des Geometerwesens einzuführen durch Einführung einer fachmännischen Leitung. Diese fachmännisch Zeitung ist in Gcometerkreisen bis in einem gewissen Grade ein

Wie eine japanische Zeitung berichtet, ist ein Plan des 9ld- mirals Takarobe für eine Vermehrung des Flottenetats an­genommen worden, der von der Voraussetzung einer gegnerischen ölotte von 21 Schlachtschisscn ausgeht. Der Plan sicht zunächst c-fit Bau von drei Dreadnoughts des mächtigsten Typs vor und ein späteres Bauprogramm von acht Dreadnoughts, vier Schlacht- krcuzern, acht Scouts und vierzig Zerstörern mit einem Kosten- aufwand von 730 Millionen Mark vor. Der ur-

vou Saltillo int Staate Eoahuila gekämpft. Schließlich ' ~ v ~ die Stabt preis und flüchteten ins

sicht Brauers entgegensetzte. ______________

schlägt dann Oekonomierat Walter-Lengfeld als 1. Vor

Herr Abg. llrstadt anführt, erst verhältnismäßig kurze 3 e i t sich in Hessen aufhält, viel zu kurze Zeit, als daß er ein tanz einwandfreies und vollständig fertiges Urteil über die Ver hältnisse in Hessen haben könnte. Er komm- aus Bayern, oder ifi vcnigstens von Geburt und nach seiner technischen Vorbildung Zäher, und hat wohl auch bayerische Verhältnisse am besten,kennen '.et ernt. Bayern hat das Vermessungswesen vollständig o er float

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Montgelas. Trotz des regnerischen Wetters war ein zahlreiches Publikum auf dem Bahnhof anwesend, um den vönig und die hohen Gäste mit Hochrufen zu begrüßen. Ter König begab sich zunächst mit der Prinzessin Ludwig und der Prinzessin Johann Georg nach der Albrechtsburg und dem Dom, welche Seh-enswürdigkeiten der Prinzregent bereits gelegentlich seines Besuches im Herbst anläßlich des Kaisermanövers besichtigt hatte. Kronprinz Georg und Prinz Johann Georg fuhren mit dem Prinzregenten so­gleich nach der königlichen Porzellan Manufaktur, wohin die zuerst genannten Fürstlichkeiten später nach-

Tttrchttche Nachrichten

Evangelische Gemeinde.

In der Johanneskirche.

Mittwoch, den 12. März, abends 6 Uhr: Letzte Passionsandacht.

Pfarrer A n s f e l d.

zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt.

Als Hochstapler

Gießen im Mai v. I. nach Verübung eines Einbruchs

doch gar keinen Einfluß auf die Bürgermeister habe, und daß die Anordnung der Wahlen doch Sache der Regierung sei. Au Kosten für die Landwirtschaftskammerwahlen sind 3937,09 Mk. oer ausgabt, darunter 1069,84 Mk. für Ausschellgebühren, Diäten der Protokollführer und Portokosten. Dieser Betrag sollte nicht der Landwirtschastskammer zur Last gelegt werden.

Eine lebhafte Erörterung ergibt sich auch bei Punkt 10 der Tagesordnung: Beamtenanstellungen. Ministerialrat Höl - Singer beanstandete hier die hohen Gehälter der Beamten der Landwirtschaftskammer. Die Regierung müsse auf gleiche Bc Handlung der Beamten mit den Staatsbeamten sehen. General sekretär Leit Higer macht wiederholt darauf aufmerksam, daß sich alle Beamten der Kammer gut bewährt haben, und daß die ihnen gewährten Gehälter ihren Leistungen entsprächen. , Es liegt ein Antrag vor, den Buchhalterposten, der jetzt durch einen aka­demischen Beamten besetzt ist, nur auf Iren' Inhaber zu bewilligen, damit man später Auch evtl, einen Nichtakademiker anstellen könne. Der Antrag wird abgelehnt. Der Bericht'des Ausschusses zu diesem Punkte wird angenommen.

Nach 4 Uhr schließt die heutige Sitzung. Fortsetzung morgen vormittag 9Y» Uhr.

Deutjche- Reich.

Zum Tode des Prinzen Hermann zu Hohenlohe-Langenburg

erfährt derSchwäbische Merkur" folgendes: Das finden des Fürsten war bis vor kurzem befriedigend.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 9. Mörz.

Störung des jüdischen Gottesdienstes.

ausgestattet, sondern geht zurück auf die Fachkenntnis derjenigen, bie wirklich fachmännische Vorbildung genossen haben. ..Sehr richtig!)

Hauptversammlung der hessischen Landwirtschastskammer.

bs. Darmstadt, 10. März.

Fritsch. Oekonomierat Walter wird auch für Kammer vorgeschlagen.

Nach den Wahlentscheidungen, die im Sinne Prüfungsausschusses erledigt werden, wird nach einer den .Erlaß der neuen .Unfallvorschriften durch die Forstwirtschastliche Berufsgenossenschaft abgestimmt.

schließt sich die Kammer den Beschlüssen des Ausschusses für Boden kultur-, Versuchs- und Maschinenwesen an. Bei der Nachtrag lichen Kreditgenehmigung für das Rechnungsjahr 1911 beanstandet

Zähnchen ohne Beschwerden.

Die ausgezeichneten Erfahrungen, welche ich bei niemem sämtlichen Kindern mit Scotts Emulsion geinacht habe, sind die, Ursache, daß das Präparat bei mir ständig im Hause ist. Ich finde» daß Scotts Emulsion die Kleinen kräftigt, die Eßlust anregt und, vor allem den Körper widerstandsfähiger macht. Auch jetzt bei) meinem jüngsten Töchterchen Hanna ist die Wirkung von Scotts Emulsion offensichtlich gewesen; die Kleine ist ein blühendes, kräf-. tiges Kind, welches die bisher durchgebrochcnen Zähnchen ohne irgendwelche Beschwerden erhielt und verhältnismäßig früh mit den ersten Gehversuchen begann. Scotts Emulsion ist nach meiner, Ueberzeugung für die Kinderstube ein Hausmittel im wahrsten

diebstahls, wegen dessen er vor kurzem mit 3 Jahren Zuchthaus bestraft worden war, der Dekorateur A. W. von Lorbach auf. Bei dem Schneidermeister W. K. gab er sich als Herr von Hagen und Student aus, und ersckpvindelte sich hierdurch einen Gehrock- anzug, einen Smoking und andere Kleidungsstücke. Da er auch noch, eines einfachen Diebstahls, begangen in Bad-Nauhcim zürn' Nachteil des Malers F. P. B.. für schuldig befunden wurde, batte ihn das Schöffengericht Gießen zu 9 Wochen Gefängnis verurteilt. Hiergegen verfolgte der Angeklagte Berufung. Er will den Betrug in Gießen nicht verübt und dem Maler B. den Koffer lediglich weggenommen haben, um ihn dessen Gläubiger zu entziehen. Die Strafkammer erachtete aber auf Grund der Beweisaufnahme die Berufung nicht nur für unbegründet, sondern hielt es auch mit Rücksicht auf das raffinierte Vorgehen des An­geklagten für geboten, die Strafe auf 3 Monate und 3 Wochen zu erhöhen und unter Einbeziehung der Zuchthausstrafe auf zu­sammen 3 Jahre, 2 Monate und 2 Wochen Zuchthaus zu erkennen.

Versicherungsbetrug.

Wegen Betrugs im wiederholten Rückfalle hat sich der Agent G. S. zu verantworten. Er hat in einer Reib? von Fällen, um sich die Aufnahmegebühren zu verschaffen, falsche Angaben zu dem Zweck gemacht, Leute, hauptsächlich Arbeiter, zuni Eintritt in die Versicherung zu bewegen. Die Strafkammer sprach eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten gegen den Angeklagten aus.

Ein gemeingefährlicher Dieb, der in Universitätsstädten sein Unwesen trieb, und es hier auf russische Studenten abgesehen hatte, stand in der Person des Kauf­manns W.vor Gericht. Er ging in der Weise vor, daß cv sich als russischen Emigranten ausgab, um Unterstützung bat und dann zu der Wohnung des Studenten zurückkehrte, sobald er be­merkte, daß der von ihm Ausgesuchte das Haus verlassen hatte. Unter dem Vorgehen, er wolle eine schriftliche Mitteilung zurück- lassen, verschaffte er sich dann Zutritt in das Zimmer und führte hier die Diebstähle aus. Hierdurch hat er hier und in Tarmstadk gearbeitet. In den 6 Fällen, die ihw zur Last gelegt werden, fielen ihm Uhren, Kleidungsstücke, Reißzeuge und andere ©arben'1 in die Hände. Der hiesigen Polizei gelang es, ihn zu verhaften. In feinem Besitz wurden Studentenverzeichnisse aus mehreren Universitätsstädten gefunden, nach denen er offenbar sein Arbeits­feld noch zu verlegen gebaute. Da der Angeklagte zahlreiche! Vorstrafen loeg^n Diebstahls hat und überhaupt nur vom Stehlen zu leben schien, hielt das Gericht unter Versagung mildernder Umstände eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren 6 Monaten für angemessen. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 10 Jahren aberkannt.

Auslanv.

Verbesserung des Schulwesens in Rußland.

Der Uuterrichtsausschuß der russischen Duma hat be­schlossen, für die Zwecke des öffentlichen Unterrichts den angeforderken Kredit bis zu 10 Millionen zu erhöhen und sprach sich auch für die Erhöhung des Schukbaufonds Peters des Großen von 8 auf 14 Millionen Rubel aus.

Das Befinden des Papstes.

DerOsservatore Romano" schreibt vom 10. März: Wir können die gestrigen guten Nachrichten über das Befinden des Papstes bestätigen. Die Besserung nach dem vorgestrigen leichten Jnfluenzaanfall hält an.

Au s Mexiko

wird von Aufständen in verschiedenen Teilen des Lan­des berichtet. Die Rebellen rüsten sich zu einem Angriff auf Aqua Priska. Das amerikanische Kriegsdepartement bereitet die eilige Entsendung von weiteren 8000 Mann an die Grenze vor, um mögliche Zusammenstöße mit den amerikanischen Truppen zu verhindern. Nach einer Depesche aus Laredo in Texas haben 1200 Manu Regierungstruppen unter General Blanquet mit den Rebellen um den Besitz

mehreren Jahren mit seinen Glaubensgenossen zerfallen ist, glaubte sich zurückgesctzt, weil ihm eine Weisung zum Vorlcsen aus der Thora, d. i. der heiligen Schrift, nicht erteilt worden war. In Wirklichkeit war eine Ehrenschmälerung des B. als eine solche gilt das Uebergchen beim Vorlcsen keineswegs beabsichtigt ge-> wesen, vielmehr war er übergangen worden, weil er sich nicht rechtzeitig eingefunben hatte. Als sein Nachmann mit dem Vor- lescn begann, geriet B., der als leicht erregbarer, nervenWvacher Mensch geschildert wird, in große Erregung, schlug mit den Fäusten auf seinen Pult und stieß schwer beleibigenbc Worte gegen feine Glaubensgenossen aus. Aus Anorbnung bes Gemeindevorstehers M. G. mürbe er gepackt unb zur Synagoge hinausbefördert. Hierbei sollen M. G. unb vier weitere Angeklagte ihn geschlagen unb sich somit der gemeinschaftlichen Körperverletzung schuldig gemackst haben. Allein das Gericht kam zu einem Freispruch dieser Angcllagten, da ein Beweis für ihre Täterschaft nicht wurde, dagegen wurde B. wegen Störung des Gottes-

Aus Hessen.

Die Lage der Geometer ist am Freitag in der Zweiten Kammer bekanntlich be­sprochen worden, und wir sind heute in der Lage, aus der Ant­wort des Regier u ngsvertreters Geheimerat Dr. Becker auf die Bemerkungen des Abg. Urstadt noch iolgendc Ausführungen mitzuteilen. Geheimerat Dr. Becker sagte:

Was die Anregung des Herrn Abg. Urstadt angeht, so sind wir über die späteren Schicksale unserer Geometer nicht so unter richtet, weil der Geometcy ein freies Gewerbe treibt; er hat des­halb, wenn er eine Beschäftigung auswärts sucht, nicht nötig, bei uns um Urlaub nachzusuchen, so daß wir nickst wissen wenigstens nicht amtlich genau, wo unsere Geometer ihr Be­schäftigungsfeld suchen. Ostheimcrat Becker machte dann die 6c kannten Bemerkungen über den Kolonialdienst und die aus­wärtige Beschäftigung der hessischen Geometer und fuhr dann fort: Die Leute halten im Kolonialdienst natürlich nicht allzu lange aus; wenn einer zwei oder drei Dienstpcriodcn hinter sich hat, kommt er gern wieder nach Deutschland zurück. Was die Frage der Anstellungsverhältnisse unserer Geometer anlangt, so habe ich dem, was Herr Abg. Urstadt bemerkt hat, nichts hinzu-,u sctzen, insoweit er sich auf Schilderungen dcv tatsächlichen Verhält nisse beschränkte. Die Anstellungsverhältnisse sind tatsächlich un­günstig' sie sind in einzelnen Branchen des Geometerwesens aber doch nicht viel ungünstiger als die Anstellungsverhältnissc der sonstigen Staatsdienst-Anwärter, die bekanntlich auch reckst scUecht sind. Wenn man auch für die Geometer nach und nach bessere Anstellungsver'hältnisse fäjaffen will, werden Sie die Siegte rung auf Ihrer Seite haben. Dann hat Herr Abg. Urstadt hingewieseit auf die Bemängelungen, die int bortgen Jahre unser Vermessnngswesen im allgemeinen erfahren hat. Er hat barg ul hingewieseit, baß man in gewissen Kretsen der Meinung fei, unser Geometerwesen sei mangelhaft und rück­ständig; er hat auch darauf hingewiesen, daß es welletckst finanziell verbessernitgsbedürftig und verbcsserungsfahtg sei, unb hat sich besonders bezogen auf die Festrede,^ die der Profegor der Geodäsie an der hiesigen Hochschule zur Feter des Geburts­tages des Großherzogs gehalten hat. Ich will unterlaßen,.meine Meinung darüber o szusprcchen, ob es geschmackvoll ist, bet einer derartigen Gelegenheit ein Urteil über eine staatliche Mhorde abzugeben, bei einer Gelegenheit, bat der iclbstverstandltch ,ede Diskussion ansgeschlosseit ist, bei der also der betreffende Herr, der seine Kritik gibt, dies in Form eines Monologs tut. Wir haben, narfjbent diese Festrede im Druck bekannt geworden war, uns an den Professor gewandt und ihn gebeten, er mochte uns nähere Unterlagen geben für seine Meinung, daß dem Heimchen Bolke auf dem Wege, den er in seinem Vortrag angegeben bat, all­jährlich einige Hunderttausend Mark gespart werden konnten. So­bald ivir diese Unterlagen haben, werden mir uns mit ihm dar über auseinandersetzen, und wenn er Verbesserungsvorschlage zu machen hat, die eine wirkliche Vereinfachung unb Verbe,sträng unseres Vermcssungswcsens zur Folge haben werben, io werden mir selbstverständlich auf diese Vorschläge eingehen Wenn es ans Sparen geht, soll es an uns gewiß .nicht feisten. Vorläufig haben unsere technischen Berater noch nicht den Eindruck, daß eS so schlecht um unser .Vermefstmgswesen bestellt märe, und daß man durch Aenderungcm, wie sic der erwähnte Herr Professor

folgten. Nach eingehender Besichtigung des Institutes er­folgte um 4 Uhr 40 SO?in. die Rückfahrt nach Dresden.

Dresden, 10. März. Heute abend ?i/2 Uhr fand in der bayerischen Gesandtschaft bei dem Grafen Montgelas ein Diner statt, an dem der Prinzregent mit Gemahlin lind Begleitung, nebst dem Ehrendienst teilnahmen. Um 10 Uhr 5 Min. erfolgte die Ab r eise der bayerischen Fürst­lichkeiten vom Hauptbahnhof, wo auch der König sich zur Verabschiedung eingefunden hatte.

Erfurt, 14. Nov. 1911, Blumcnstr. 11. (gez.) Fröde Postassistcnt.

Leicht verdaulich, wohlschmeckend und sehr nährend ist Scotts Emulsion Vorzüge, die ihr seit Jahrzehnten schon den Ruf eines unentbehrlichen Hausmittels einge­tragen haben. Scotts Emulsion ist in der Tat auch für alle gleich gut: für das Kleine in der Wiege, für die Heran­wachsende Jugend, wie für Erwachsene. Allen bringt sie Kräftigung; freilich muß es die echte Scotts Emulsion sein, die beim Einkauf ausdrücklich zu verlangen ist.

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Ministerialrat Hölzingcr die Kosten der Wahlen zur Land i J , , . ... -

Wirtschaftskammer. Er vertritt die Ansicht, daß diese Kostcugv. Hertliug und der bayerische Gesandte Graf von von der Kammer zu tragen seien. Die Mitglieder Bähr unb Tmh K»a vttnwwx»'rfiz>rr snwtpra niar ein

Walter wibersprechen bem. Bähr führt an, baß die Kammer

. In dem Sitzungssaale der Landessynode begann heute vor mittag die 11. Hauptversammlung der Landnnrtschaftskammer

Zu Beginn der Sitzung gedachte der 2. Vorsitzende, Oekonomic rat H ahn- HeWoch, des verstorbenen Geheirncrats Haas, dem er einen Nachruf widmete, den die Versammlung stehend anhörtc Nach dem Herr Hahn noch einen kurzen Rückblick auf die land wirtschaftliche Lage des Vorjahres geworfen hatte, die sich nid) überall so günstig gestaltet habe, wie man anfangs annchmen konnte, wurde zur Wahl des 1. Vorsitzenden geschritten. Brauer, Ober-Ofleiden macht den Vorschlag, die Geschäfte mehr in bi. Hände bcs Generalsekretärs zu legen, damit ber 1. Vorsitzende mch: _____ ulv lLl, ,llxl/1. lluvvl. 0 ............... ......

Zeit für bie Repräsentation gewinne unb nicht nötig habe, sick Nun ist bie * Sache aber nicht so, baß etwa ber Leiter des mit all den kleinen Geschäften abzugeben. Hierüber entspim .«Berrnessungswesens, - der übrigens nicht der berühmte Jurist llch. lebhafte Aussprack-e, in der besonders Bähr sich der Au ü, sondern kameralistische Vorbildung hat, die nach , unserer

Mitgl. Trau t4n a n n - Rimbach früheren Einrichtung auch Kenntnis des VermessungswescnS, so­gar Hochschulstudium in der Geodäsie zur Voraussetzung hatte: - j~'5u "einem'beftTgen'Auftritt,"' ber"Don bem Handelsmann lcf) ^ge./s 'st nicht )o, baß ber Setter des Vermepung-wefen^ sy in Groß-Karben hervorgerufen wurde. B., der sckwn seit

-etwa acht Tagen trat eine Schwäche ein, die das Schlimmste befürchten ließ. Der Fürst kannte seine Umgebung nicht mehr. Freudig überrascht war man daher, als der Fürst am letzten Freitag vormittag aus dem Schlummer erwachte, ipt der Mittagstafel teilnahm und eine Zigarette rauchte. Kurz darauf trat jedoch eine Herzschwäche ein und ohne iwch einmal zum Bewußtsein zu kommen, verschied der Fürst am Sonntag mittag l Uhr im Beisein seiner Kinder, des Erbprinzen Ernst zu Hohenlohe-Langenburg, der Erb- Prinzessin Reuß jüngere Linie und der Fürstin Leiningen. Die Beisetzung sindet am kommenden Freitag , mittags 121/2 Uhr, in der Stadtkirche zu Stuttgart statt.

Die Zollbehandlung der deutschen Weine.

Der Abg. Dr. van C aller hat mit Unterstützung der uationalliberalen Fraktion sowie von Mitgliedern der konservativen und Zentrnmsfraktion folgende Entschlie­ßung zur Beratung des Voranschlags des Rcichsschatzamts eiugebracht:Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bald­möglichst den Entwurf eines Gesetzes vorznlcgen, durch welches diejenigen Bestimmungen des Zollvereins-Vevtrages vom 8. Juli 1867 (Art. 5 Abs. 1) aufgehoben werden, die eine einseitige Belastung der deutschen Weine zulassen, da­mit diese in allen deutschen Staaten den Auslandswcinen gleichgestellt und nicht schlechter als diese behandelt werden." ' t -----------------