Ausgabe 
12.4.1913 Drittes Blatt
 
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165. Jahrgang

Drittes Blatt

Nr. 85

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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Metz, Seltersweg 81. Fernsprecher 608.

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um 8 Uhr : Austeilung der b(. stoininunion.

um 9 Uhr öochamt mit Predigt.

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, den 13. April, D 12/4

Gottesdienst in der Diaspora.

Sonntag, den 1 3. A v r i l:

In Grünberg vormittags 9*', Uhr: Hl 'Messe niit Predigt.

In Hungen vormiitags 91 \ Uhr: Hl Messe mit 'Vtebmt

DieGießener ZamUienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen ntonatlich zweimal.

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Gaiiöcl

Karlsruhe, 11. April. Bei der heutigen Submission auf 7 090 000 Mark 4prozeutige Karlsruher ctadtau leihe ruurbe das Hochstoebot von 94,76 Prozent von einem unter der Führung bes Bankhauses Beit L. Homburger m Karlsruhe stehen­den Konsortium abgegeben, loelcheui noch folgende Firmen an­gehören Konlmerz- und Tistontobank Berlin, Delbrück, ^chickler & (5o., Berlin, Natioualbank für Deutschland, Berlin, Bank tür Handel und Industrie, Darmstadt, BankhatiS Gebrüder 'Arnhold, Dresden, Deiltsche Essekten- und Wechselbaiik und Baiilhaits Ernst Wcrtheunber & (So., beide in Frankfurt a. M. nnd das Baiikhans Epbraun Aieyer & Sohn tu Hannover. Tie anderen Aiigebote lauteten nui 94,25, 94,47 und 94,62 Prozent.

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bis 11. April .11.

ICirdihd^c Uacbriditcit

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 11 91 v vtl, Jubilate: Gottesdienst.

3n der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer S ch iv a b e.

Zugleich Ehrislenlehre für die Neukonfirmterten au- der Marknsgemeinde. , ..

Bormittags 9ya Uhr: Pfarrer v. Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthcnisgememde.

Pfarrer D. Schlosser.

3n der Johanneskirche.

Vormittag?' 8 Uhr: Pfarrer Ausfe 1 o.

Zugleich ' Ehrtstenlehre für die Neukonfirmterten aus der Zohannesaemeinbe. , , .

Vormittags 9'/.. Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Vorn-ittags 11'Uhr: Kinderktrche für die Lukasgememde.

Piarrer Bechtolsheimer.

Ter Wartburg-Verein (Wetzneinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend einen Vefe- und Sv'elabend, jeden Pttttwochabend eine Turnsttmde und jeden Tonnerstagabend eine Bibelstmtde.

Tas B i b e l kr ä n z ch e n für Schüler höherer Lehr­anstalten findet ''gttiut Iohamtessaal, nnd zwar jeden Witt- ivorh um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag nm 6 Uhr für die ältere Abteilnna. Tas Bibelkränzchen für Schülerinnen höherer Lehranstalten aus der Iohamtesgemeiitde ist jeden Tienstag

Redaktion, Expedition unb Dritckerei: Schul­straße 7. Expedttion und Verlag: &3§)51. Redaktion:L^112. Tel.-Adr.: Anzetger Gießen.

Samstag, 12. April 1915

Rotationsdruck und Verlag bet Bruhl'schen Universitäts - Bttch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

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10.

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< Leipzig, 1 > Avrtl. Vor deut hiesigen Schwtirgericht batte sich der evangelische Pfarrer Sa m n el L n tz unter der »klage der Amtsunterscblagtmg und des Betrugs zu oerautmorten. Der 'Angeklagte hat früher ein Attest eines Arztes vorgeleat, wo­nach er für seine Handlungen strafrechtlich nicht verantwortlich ge­macht werden könne. Atif Kruitd die'es Zeugnisses ist seuterzeit vont Bericht beschlossen worden, den Angeklagten auf feinen Gei'tes- mftunb in einer Anstalt beobachten zu lassen. Tiefe Beobachtung hat aber nur ergeben, daß Lutz zwar pspchisch etwas degeneriert, aber sonst in vollem Maße zurechnnngsfähig sei. Ter Spruch der (Geschworenen lautete auf einfache Unterschlagung, auch wnrden dem Angeklagten tnildernde Umstände zttgedistigt. Darauf Der­rn teilte der Gerichtshof Lutz zu acht Monaten Gefängnis und zivei Jahren Ehrverlnst

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zur l eih Deicm.

Sonntag, den 13 April, 3. Sonntag nach Ostern: Vormittags von 6*^ Uhr an: Gelegenheit znr Hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste Hl. Messe.

sicher anzatreffen:

Zahnarzt

11 Hl. Aiesse mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf i)lndacht mit Segen, achmittaas um 3 Uhr unb abends um 81/3 Uhr im Vereins- hause: Tie Räuber auf 'Maria Kulm.

preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 11. April.

Heute beschäftigte rntot sich vornehniliä> mit der Jugend­pflege, für die der Staat, unter Heranziehung auch der werb­lichen Jugend, in Zukunft mehr tun will als bisher.

Minister von Trott Ku Solz verbreitet fick über dre Lehrerausscküsse $ur Prüfung der Jugendliteratur /Borort Hamburg), deren Streben ihm zwar im allgemeinen sym­pathisch ist, an denen er aber auch mancherlei auszuletzen hat. Dus Haus vertagte sich aus Samstag.

*

Dem! Abgeordnetenhause werden in den nächsten Tagen noch vier kleine waiserwirtsckaftliche Vorlagen zugehen, die nicht von wesentlicher Bedeutung sind und noch vor bem Schlüsse der Sei,wn verabschiedet werden sollen. *

Der verstärkte Agrarausschust des Avgeordnetenhauses be­willigte die ö-orbernnq von 10 Millionen Mark zur Beteiligung des Staates mit Stammeinlagen an gemeinnützigen Siebe- lungs gesell sckaften mit allen gegen zwei stimmen. Ab - gelehnt wurde der Antrag der Jschr. Volksp^ für die innere Kolo­nisation in Preußen einschließlich der Annedelungsprovinzen 300 Millionen Mark bereitzustellen. Hierdurch ist ine Forderung der Reaiaruno, betreffend 250 Millionen Mark Mr Fortietzung der lAnsiedelungstäügleit in den Ostmarken, für erledigt zu erklären. Der Gesetzentwurf wurde int ganzen m der Fassung der Regieiwngs- vorlage angenomineii. ______

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ApE, abends

6 Uhr im Johamies!aal.

Evangelischer Gottesdienst.

Lollar: Sonntag, ben 13. 'Slpril, nachmittags 1/i2 Uhr.

Psarrasststent Klingel.

katholische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag, den 1 2. A p r i l:

Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr Gelegenheit

Martte.

wies-en, 12. April. Mgrklberi cht. Auf beutigein Wocken- nwilte kostete: Butter das Pstinb 1,201.30 Pit, Lu'ihnereier 1 Stück 70 slfg., 2 Stück 15 Pfg., Enteneier 1 Stück 8O^Pfg., Gänfecier ISt. 10 Pf., .^äse das Stück 68 'l fg., Kasematte 2 Stück 56 Pfg., Tauben vr flr. 0,801,00 Hühner pr. St. 1,001,60 Dif., ahnen vr. Stück 1,502,50 D<k., Enten pr. St. 2,003,00 Alk., Eanse bas Pfb 70-80 Psa., Scbsensteisch pr. Pfd. 92100 hfq., R indfleisch pr. Pfund 9094 "Ifg^ Knhfleisch 80 Pfg^ Schweine- s eisch pr. Pfnnd 84100 P'g., Kalbsleijch pr. Pfb. 9498 tfg., Hamnielsteisch vr. Pfd. 7096 Pfg., Kartoffeln pr. 1'0 Kg. 5.00 bis 5.50 Dir., Weißkraut bas Stück 00 bis 00 Pfg^ Zwiebeln ver Qtr. o,000,00 Alk., A.ilch das Liter 22 Pfg., Dlüffe 100 Stück 5060 Pfg., per Ztr. 000 Mk Birnen bas Pfund 12 bis 15 Pfg., Aepsel der Zentner 15 bis 25 Alk. Marktzeit von 7 b»S 1 Uhr.

Viichertisch.

Dr. Ludwig Seelig, Reichstheatergesetz. Ein Beitrag zu der sozialen Frage des Theaters, Gesetzentwurf der Regierung und Gegenentwurf. Von Rechtsanwalt Dr. Ludwig Seelig, Mannheim, Syndikus des Bühuemnitglieberkärtells. Her­gegeben von der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger. Mannheim und Leipzig, Verlag von I. Bensheimer. (50 Pfg.)

(Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhestzn

veremznachMlen.

** T e r Gabelsberger-Stenographen-Verein von 1861 hielt am 9. April seine Hauptversammlung in seinem Heim im Postkeller ab. Der Verwaltungsbericht, über- das 52. Geschäftsjahr 1912/1913 wurde von dem 1. L-chriftsuhrer erstattet Daraus ist hervorzuheben, daß, im vergangenen ^phre 3 Ansängerkurse zu Ende geführt wurden. Ferner fanden 3 Fon- bildungskurse, 3 Diktatkurse, 2 Redeschristkurse unb 2 Kurst für Schreibmaschine statt. Bei den Bezirks- und dem Verband^wett- rf reiben wurden insgesamt 80 Auszeickimugen, sowie «^wert­volle Ehrenpreise errungen. Der vom Rechner erstattete Kasstu- bericht und der Voranschlag für 1913/1914 fanden die Geneh­migung der Versammlung: es wurde ihm unter dem Ausdrucke des Dankes für die tadellose Kassenfülwung Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl ergab: 1. Bors. Lehrer Georg Klmg, 1. Schriftführer Hch Engelback und Rechner Wilh. Iullniunn. In den Beirat wurden gewählt: Albr. Karnbach 2. V., Wilh. Strauch 2. S., A. Reining Bucherwart, Karl Peter Zelttrngswarl und als Beisitzer Rich. Hasenkrug und Sergeant Münch. Schließlich wurde noch das Programm der Veranstaltungen im Jahre 1913/1914 durchgesprochen. ,

* I m Saale des kathol. Vereinshauses wurde am letzten ^SonntagDie Räuber aus M a r i a K u h n" (Schauspiel aus der Vaterländischen Geschickte des 14. Jahr­hunderts) zur Aufführung gebracht. Tas Stück stellt hohe An­forderungen in Szenerie und Darstellung. Dank dem Eifer und der Hingabe der Spieler wurde durchweg gut, stellenweile vollendet gespielt. Die Zahlreich erschienenen Zuschauer folgten mit . ge­spannter Aufmerksamkeit und spendeten wohlverdienten Beifall. Am nächsten Sonntag wird eine zweite Aufführung statt- *inbth. Watzenborn-Steinberg, 11. April. Der Krieg-er­vereinWatzenborn-Steinbergs hielt feine Jahresversamm­lung ab. Die Mitgliederzahl ist von 117 auf 123 gestiegen. Das Vermögen beträgt nach Abschluß der Rechnung 1390,27 Mk. An Unterstützungen wurden im abgelaufenen Jahr 62 Mark gemährt. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl der meiitcn seitherigen Vorstandsmitglieder. Der 1. Vorsitzende Leicht wurde zum 39., der 2. Jobs. Schäfer XI. zum 28. und der Rechner cn c^r. 90 An dem Bezirksfeste in

Garbenteich im Mai wird sich der Verein beteiligen. Der An- ri uit.> ui'.' .^usfiu-^er^anoes. Die Veränszeilschrist für jedes Mit­glied zu beziehen, wurde nicht stattgegeben, da dies für den Verein eine Mehrausgabe von 200 Mark bedeuten würde. Man beab­sichtigt, Iper ein Kriegerdenkmal zu errichten. Es wurden zwei'Modelle vorgezeigt, die inr Rathaus ausgestellt sind. Ms Aufstellungsort ist der Schulhof bei der Kirche in Aussicht ge­nommen.

politische Tagesschau.

Zur Errichtung eines besonderen Gerichtshofes für die Wohl Prüfungen des Reichchstages

erfahren wir aus parlamentarischen Kreisen: Die vom Reichstag dem Geschäftsorbmingsausschuß überwiesene Ent- schliehung der nationalliberalen Fraktion, hie Wahl­prüfungen in Zukunft von einem besonderen Gerichtshof vor­nehmen zu lassen, wird vorläufig den GeschäftSvrdnungs- ausfchuß noch nicht beschäftigen, da die Frage noch Gegen­stand von Fraktionsbefprechungen fein wird, zumal bei der zweiten Lesung des Voranschlägs des Reichstags, die etwas plötzlich aus' die Tagesordnung gesetzt wotden war, die Fraktionen zu dem Gegenstand kaum Stellung genom­men hatten. Mit Ausnahme der liberalen Fraktion sind die Meinuilgen in den Fraktionen über diese Frage sehr geteilt. Man glaubt kaum, daß sich im Reichstage etne Mehrheit finden wird, die ein so wichtiges Recht des Reichs­tags ohne weiteres äbgeben sollte. Ter Errichtung eine# besonderen Gerichtshofes stehen auch Bedenken d e r Re­gierung gegenüber. Die Regierung wünscht auf keinen s^all eine weitere Belastung des Reichsgerichts. Es ist u. a. der Vorschlag gemacht worden, die Befugnisse des Wahlprüsungsäusschusses zit erweitern, indem der Aus­schuß berechtigt sein soll, Beweiserhebungen selbst zu ver­anstalten und die endgültige Entscheidung dem Wahl- Prüfungsausschüsse vorzübehalten und sie dem Plenum zu nehmen, da die Prüfung im Plenum nicht nach juristischen Grundsätzen erfolgt, fonöerrt eine reine Machterscheinung ist, die von der Besetzung des Hauses abhängig ist. Es darf aber als zweifelhaft gelten, daß sich das Plenum des Reichs­tags mit diesem Vorschläge einverstanden erklären sollte.

*

Das Staatsangehorigkeitsgeseb

liegt dem Reichstage seit langer Zeit vor. Das Gesetz ist vom Reichstage wiederholt gefordert worden und bei feinem Erscheinen lebhaft begrüßt worden. Der mit seiner Vor­beratung betraute AussäMß hat seine Beratungen seit längerer Zeit abgeschlossen. Verschiedene Differenzen, die zwischen der Auffassung der Regierung und des Reichstags bestanden, sind im Ausschuß beigelegl worden. Der Ver­abschiedung des Gesetzes steht deshalb nichts im Wege. Die Regierung hat deshalb^ den Vorschlag gemacht, dieses Gesetz noch vor Pfingsten zu verabschieden, da nach der Vercwschiedung noch umfangreiche Vorarbeiten nötig sind, ehe dos Gesetz in Kraft treten kann. Wahrscheinlich wird der Reichstag diesem Wunsche nachkommen.

Dio nach- "ind am Sonntag 13. April 1»13

stvhenden ÄGäMS von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fälle sicher anzatreffen: 1 0 /4

Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4.

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Zwei kleinere Gesetzentwürfe sind dem Reichstage zugegangen; ein Gesetzentwurf be­treffend die Verhinderung wechsel- und schechrechtlther Hand^ lungen im Auslande und ein Gesetzentwurf ^ur Abänderung zw"ter Wahlkreise in Sachsen-Wetmar und Sachsen-Metmn- aen In dem ersten Gntwurf wird der Bundesrat ermäch­tigt' infolge der wegen des Balkanlrieges gesetzlich ge­wahrten Moratorien die ber .sn*

durch Verlängerung der Fristen zu wahren, damit dte Wech­selinhaber vor Verlusten geschülft werden. Ter zweite Ge- etzentwurf ist notwendig geworden infolge der Umgemetn- dung der Gemeinde Lichtenhain bei Jena.

Die Jesuitenfrage.

Germania", das Berliner Zentrumsbwtt, bringt folgende Meldung, die nicht verfehlen wird, Aussehen zu er- foigeno Reichsamt des Innern hat, wie wir erfah- chefistellungen angeordnet, welche Bestimmungen über Dm Mken^Ln in den einzelnen Bundesstaaten erlassen sind Diele Anordnung ist zwei ellos eine Vorarbeit für ine Beratung des Bund^rats über den Beschluß des Reichstags aus Beseitigung des Icsuitengesetzes." - Auch

12. Deutsches Turnfest Leipzig 1913. Tie Zahl ber vorläustaen Tlelbuugen der Turner, die an den all­gemeinen Freiübungen des Turnfestes teilnebmcn ivodcu, beuänt 35 000. Ta aber der große Freiübungsturnvlatz nur für I i 000 Turner reicht, hat man geplant, die Sacbfen, die ja die höchste Zahl der Turner stellen merden, am Nestfonntag zu den all­gemeinen Freiübungen nidit mit antreten au h ff n. Sie werden die Hebungen mahrfdieinlich an einem anderen Tage turnen.

Neukölln, 10. April Die städtischen Behörden haben an­läßlich des Regierungsjilbiläums des Kaisers die Einrichtung eines größeren Spiel- und S p o r t > H e b u n g s p l a tz e s für die Augenb von Neukölln, sowie d,e Errichtung eines 'Altersheims für alte Bürger der Stadt beschlossen. Ter Wert des Sportplatzes beziffert sich auf 160 000 Alk, der des Altersheims auf 60 OOu Mark.

Deutsches Reich.

Vom Bundesrat.

In der Sitzung tzdes Bundesrats am Don­nerstag wurde Beschluß gefaßt über die Vorlage, betr. Zollerleichterungen für den Schiffsverkehr in der Flens­burger Föhrde unb dem Alsensund, über die Vorlage betr. den Veredelungsverkehr mit Weizenmehl zur .Herstellung von Dextrin, über die Vorlage betr. den Veredelungsverkehr mit ausländischen, zum Bau und zur Ansrnstilng von See­schiffen dienenden Gegenständen Zum Ueberzlchen mit Staut» sckmk und über die Vorlage betr. den Veredelungsverkehr mit ausländischen Waren aus Gisen-Röhren und Kupfer. Es wurde die Zustimmung erteilt dem Entwurf eines Be- soldungs- und P e n s i o n s g e s e tz e s derReichs- b a n k b e a m t e n mit Ausnahme der Mitglieder des Rcichs- bankdirektoriunis, dem Entwurf des Gesetzes betr. die Ver­hinderung wechsel- und scheckrechtlicher .Handlungen im Auslande und dem Entwurf des Gesetzes betr. Jenberung zweier Reichstagswahlkreise.

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jicTägliche Rundschau" meldet, daß vom Reichsamt des Innern neirerdings Ermittlungen in der Jesuitenfrage au- gestellt werden, die sich auf die Zahl und Beschäftigung der Jesniten in den einzelnen Staaten, sowie auf die Ge­setzgebung der einzelnen Bundesstaaten in Sachen des Jesu­itenordens beziehen.

AttsSQNd.

Eine österreichische Anleihe für E i s e n b a h n z w e ck e.

Der österreichische Finanzminister hat an ein Konsor­tium, bestehend aus "dem K. K. Postsparkassenamte in eigenem Namen und in Vollmacht und in Vertretung des öster­reichischen Konsortiums' für die Durchführung staatlicher Kreditobligationech'in Wien, der Direktion der Diskonto­gesellschaft in Berlin, dem Bankhaus S. Bleichröder in Berlin, der Deutschen Bank in Benin und dem Bankhaus Mendelssohn u. Eo. eine 4f »prozentige in 65 Jahren tilg­bare Staatsanleihe für Eis en b ahnzw ecke im Nominalbeträge von 122 £0.0 Reich s m a r k g. geben. Die Anleihe wird voraussichtlich gegen Ende dieses Monats in Deutschland zur Zeichnung aufgelegt werden. Bei der Behandlung war der Finanzminister in der Lage, be­ruhigende Erklärungen über die auswärtigen Beziehungen der öfterreichisch-uug.irischen Monarchie uno im Z s .mmen- haug damit über die voraussichtliche Entwicklung der Ver­hältnisse auf dem Balkan abzugebem_______

lürchc und §ehn!s»

Rom, 11. April.Osservatore Romano" schreibt von heute abend: Wir können die guten Nachrichten über den Zustand des Papstes, die wir gestern glücklicherweise geben konnten, bestätigen, unb versichern, daß das Befinden andauernd vollständig be­friedigt.