Dienstag, 23. September M3
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165. Zchrgang
Erstes Blatt
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Die heutige Nummer umfatzt 10 Seilen.
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Die neuesten Auzgrabunyen in Rom.
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1913.
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Tageskalender aus dem Jahre 1813.
2 3. September. Gefecht bei Bautzen. Napoleon geht zum
3. Mal gegen Blück)er vor. Tic Hessen stehen auf dein Kapellenberg bei Bautzen in Reserve.
15liege", der dreiaktige Schwank von Franz Arnold und E r n st Back erheiterte am Samstag auch das Publikum des Frankfurter Neuen Theaters. Die Autoren stellen die ältesten Possenftguren auf die Buhne: den emporgekommenen Fabrikanten, seine gestrenge Ehehälfte, sein modernes Töchterchen auf die eine Seite; den schüchternen Jüngling aus Sachsen, den feschen und
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es bes- kschiist Pen in Vürscl-
Evhelpistus, den, wie sein Vater klagt, „die geschnitten und so getötet haben."
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Der njuröe heute üangde.G.m.u.H. Heiden aus: zu Vorstandsmit-
Icher wurden neu Dtto Sann, beide
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Der Triebe von Konifontinopel.
Konstantinopeler Blätter veröffentlichen jetzt den Inhalt des türkisch-bulgarischen Friedensvertrages, dessen Unterzeichnung unmittelbar bevorsteht. Die Formulierung des Vertrages unterscheidet sich schon in der Einleitung durch eine wohltätige Aufrichtigkeit von dem Londoner Friedens- Verträge. Denn während in diesem von einer ewigen Freundschaft gesprochen wurde, welche die Kontrahen- ,tcn verbinden sollte, eine ewige Freundschaft, ibic bekanntlich alsbald durch den Krieg zwischen Bulgarien und Serbien-Griechenland unterbrochen wurde —, begnügt sich der Konstantinopeler Fricdensvertrag mit der minder anspruchsvollen Formel: „Beide Souveräne, in dem Wunsche, auf fester, dauernder Unterlage den Frieden her- zustcllen usw." Hier fehlt wenigstens das heuchlerische Wort von der Freundschaft, wenn cs auch recht zweifelhaft erscheinen mag, ob vor allem Zar Ferdinand den Wunsch hat, daß dieser ihm aufgezwungcnc Friede ein dauernder sein möge.
Fast wie ein beißender Sarkasmus mutet es an, wenn es in dem Konstantinopeler Vertrage heißt, daß der Friede von London in Kraft bleibt, soweit er nicht durch den gegenwärtigen Vertrag abgeändert erscheint. In Wahrheit erscheint er nicht nur, sondern er ist in Bezug auf das Verhältnis zwischen der Türkei und Bulgarien so erheblich abgcändert, daß von dem Londoner Friedcnsvertrag nickt viel übrig geblieben ist. Dieser hatte als türkisch-bulgarische Grenze bekanntlich die Linie Midia—Enos bestimmt, die den Bulgaren nicht nur die zweite türkische Hauptstadt Adria- nopel nebst dem ganzen umliegenden Gebiet zufallcn ließ, sondern die auch strategisch für die Türkei ganz außerordentlich ungünstig war und zugleich die Bulgaren in die ohnehin bedenkliche Nähe von Konstantinopel brachte. Der Konstantinopeler Friede erkennt dagegen im Artikel 1 der Türkei Adrianopcl nebst Kirk Kilisse, Demotika und dem umfangreichen benachbarten Gebiet zu, wodurch die strategische Stellung der Pforte Bulgarien gegenüber ganz bedeutsam verstärkt und die direkte Verbindung der bulgarischen Bahnen mit Degcagatsch unmöglich geworden ist, sodaß Bulgarien zum Bau einer neuen Bahnlinie gezwungen sein wird.
Wenn also auch die Türkei, die vor dem Kriege in Europa ein Gebiet von 169 300 Quadratkilometer mit 613 000 Einwohnern besaß, auf den kleinen Rcstbestand von 19 000 Quadratkilometer mit 600 000 Einwohnern reduziert worden ist, so hat sie doch immerhin gegenüber den Festsetzungen des Londoner Vertrages, der sich eigentlich nur noch zum Hüter von Konstantinopel machte, so viel aus dem Schiffbruch gerettet, daß sie immer als ein nntzuzählendcr Faktor der europäischen Politik gelten muß. Diese Erfolge aber welche die Pforte durch den Frieden von Konstantinopel erzielt hat, lassen erkennen, welche schlechten Propheten die Diplomaten der Großmächte gewesen smd. Hatten diese doch in ihrer vor dem Abschluß des Londoner Friedens an die Türkei gerichteten Kollektivnote — cs ist heute besonders interessant, hieran zu erinnern-- feierlich erklän.
Theater Frankfurt. „Die spanische
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ihre diesjährige Obst' SS.15S ÄSS*
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Konstantinopel, 22. Sept. Tie heutige Sitzungder Friedenskonferenz dauerte 31/? Stunden. Nach einer amtlichen Mitteilung hat die Konferenz folgende Artikel beraten unb angenommen: Grenzbestimmungen, Räumung der besetzten Gebiete, Temobilisierung, Straferlaß, Staatsangehörigkeit, Menschenrechte, Gemeinderechte, Aufenthalt der Privatpersonen, Eigentumsrechte, diplomatische Beziehungen, Post, Telegraphen, Eisenbahnen und erworbene Rechte.
Serbien und Griechenland.
Saloniki, 22. Sept. Die serbischen Behörden untersagten die Eröffnung der griechischen Schulen in Monastir.
Ter Aufstand in Albanien gegen die Serben.
Die „Albanische Korrespondenz" meldet: Die Grausamkeiten, die die Serben in den ihnen von der Londoner Botschafterrcunion zugcwiesenen Gebieten gegen bie albanesische Bevölkerung seit Monaten, namentlich in den Vilajets Kossowo und Djakova verübt haben, haben zu einem Ausstande der Albanesen gegen die Serben geführt. Seit längerer Zett finden ztvischen albanesischen Banden und serbischen Truppen blutige Kämpfe statt.
zugSprei§. monatlich viertel- jcihrlich Mk. 2.20: durch Abhsle- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2-viertel- jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal 15Pi., auswärts 20 Mennig. Chefredakteur:A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz, für „tteuiUc* ton“, .Vermischtes“ und ^Gerichtssaatt: K. 9lcu- intl); für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.
frechen Berliner Rechtsanwalt, bic beide Absicht auf die Tochter des Mosttichfabrikanten Klinke haben, und einige Nebenfiguren auf die andere Seite. Diese alten Puppen lassen bic Verfasser tanzen. Aber wie sic sie tanzen lassen, barauf kommt es an. Ein Witz jagt ben nnbem, eine komische Situation bic anbezc. Man niertt bei der Hast kam, baß es alte Witze und längst abgebrauchte Situationskomik ist. Das Publikum lachte herzlich unb klatschte mehrmals bei offener Szene Beifall. Warum soll man nicht auch einmal bic literarischen Bedenken daheim lassen! Die Regie ^Max Reimann) hat recht getan, ein sehr flottes Tempo anzuschlagen. Die beiden Hauptdarsteller, Herr Großmann als Klinke und Herr Graetz als der sächsische Jüngling, dürfen ben größten Teil des Erfolges auf ihr Konto buchen. Auch die anderen, die Damen Bünger, Gläßner, Art'l und Sieger, sowie die .Herren Heding, Schwartze, Walburg und Knenzer waren in bester Laune. Nach dem Beifall zu urteilen, wird wohl die „Spanische Fliege" oft durch das Neue Theater summen.
— Enchklopädie des gesamten Genossenschaftswesens. Uns wird geschrieben: In Verbindung mit naml)aften Theoretikern und Praktikern beabsichtigt Dr. Rob. T c u m c r (Hamburg) eine Enchklopädie (Handbuch) des gesamten Genossenschaftswesens herauszugeben.. Es soll damit ein zuverlässiges Nachschlagewerk, welches das gesamte Wissen auf genossensckwstlichem Gebiete vereinigt, geschaffen werden. Das Werk soll ein zuverlässiges, streng wissenschaftliches Nachschlagewerk werden. Es soll in großem Maßstabe angelegt werden nnb alle das Genossenschaftswesen bettessenden Gebiete vereinigen, vorwiegend zwar Deutschland, aber auch von Oesterreich-Ungarn und der Schweiz. Auch das übrige fremdsprachige Ausland soll tunlichst berücksichtigt werden.
— Winke zum P a r s i f a l. Als ein Vorbote der von ben deutschen Bühnen schon jetzt mit großem Eifer vorbereiteten Parsifal-Aufführungen des nächsten Jahres erscheint soeben in den von der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstande heraus gegebenen Blättern für Bühnenkunst „T i e, S z e n e"^ Vita-Ehar (ottenburg) ein Sonderheft, das ausschliefstich der ^mzenierung des Parsisals gewidmet ist. Aus der reichhaltigen, mit vielen Kunstbeilagen und Einschaltbildern aus Bahreuth und Zurich schmückten Schrift seien einige Winke zum Parsifal von Dr. Paul Stefan in Wien hier wiedergegeben: Tic meist gespielte ,AW bc5 Jahres 1914. Recht so. Aber man baue nickt aus die ^enio- tion Unb berechne bie Kosten darnach. Der Parusal wirb nur eine Minderheit ergreifen. Ja, er soll nur einer Minderheit gehören. Nicht jedermann, derihn für seine paar Groschen als Lvektakel wr- dert. Nicht jedermann, der gerade fti Operetten überiattigt ist. Sondern nur jedem, aber freilich jedem unb gerade dem 2Ierm)ten, der fähig unb willig ist. Außergewöhnliches autzergewohnlich zu emp-
„Zie würbe es nur sich selbst zuzuichreiben haben, ivenn bie Fortsetzung bes Krieges zur Folge haben würde, das <ochick)al i der Hauptstadt in Frage zu stellen und vielleicht bic O*ctnb seligkeiten auf bic asiatischen Provinzen bes Reiches auszubehnen. In biesem Falle wird sie nickt auf ben Grtolg der Bemühungen der Mächte rechnen können, sie vor ben Gefahren zu bemabren, benen sich auszusetzen sic ihr bereits nnberraten haben unb auch weiter abreben." , ..
Wenn bic türkischen Stacttsmanner setzt dieser dusteren Warnung gedenken, dann dürften sie mit einem stillvergnügten Lächeln meinen, daß, wer sich auf das europaifcke Kon zert verlassen hat, verlassen war, und sie werden. viel le ich i hinzufügen: Allah weiß es besser? In diesem Fall hat da-, geflügelte Wort der Türken jedenfalls Recht behalten. Aber auch die europäischen Großmächte dürften in ihrer lll)^rroic' genden Mehrheit recht froh darüber sein, daß sie Unrecht behalten haben und dadurch die Sorge los sind, die Bulgaren so nahe vor den Toren Konstantinopels zu wissen.
Im übrigen könnten sogar die Bulgaren mit dem, was sie erreicht haben, an sich zufrieden sein, wenn sie eben nicht, im Größenwahn befangen, allzu viel erstrebt hätten, und wenn nicht der Krieg gegen Serbien und Griechenland dem Lande Opfer auferlegt hätte, von beiten es sich in Jahrzehnten nicht wird erholen können. Hat dock ^vlgarien auch jetzt noch einen Gebietszuwachs von früher 96 000 Quadratkilometer mit 3,8 Millionen Einwohnern auf 134 000 Quadratkilometer mit 4,6 Millionen Einwohnern zu verzeichnen, während freilich Ser bie n von 48000 Quadratkilometer mit 2,5 Millionen Einwohnern auf 90000 Quudrattilo-i metcr mit 3,6 Millionen Einwohnern und G r i e ch e n l a n d von 65 000 Quadratkilometer mit 2,5 Millionen Emwoh- auf 110000 Quadratkilometer mit mehr als 4 Millionen. Einwohnern angewachsen ist. Die Wahrscheinlichkeit spricht nun dafür, daß die künftigen Rivalitäten sich weniger zwischen Bulgarien und der Türkei, als vielmehr zwischen Bulgarien einerseits und Serbien und Griechenland andererseits abspielen werden, wobei es keineswegs ausgeschlossen ist, daß auch zwischen diesen beiden letzten Säulen des verkrachten Balkanbundes der Kampf um die Vorherrschaft aus dem Balkan entbrennen wird. Nimmt man dazu, daß das neue albanische Staatswesen seine Lebensfähigkeit erst erweisen muß — die derzeitigen serbisch-albanischen Reibungen erfüllen in dieser Beziehung mit ernster Sorge — so ergibt sich, daß auch nach dem Frieden von Konstantinopel auf dem Balkan leider noch Zündstoff genug
Die pariser presse über den Trinkspruch des griechischen Königs.
2a bet König Konstantin feine Berliner Worte Nicht gc* rade zurückgenommen oder entschuldigt hat, erörtert bic Mehrzahl der Pariser Blätter den von König Konstantin ausgebrachtcn Trinkspruch in kühlem, _ ja ablücücnbcnt Tone. Die „Republigue Francaise schreckt:
Ter Trinkspruch bcS Köuigs ist korrekt und steif. Cs ist der Trinkspruch des Jcldrnarschalls, in dem man von der farmen Be- aeiflerimg des giicchischen Volkes nichts verspürt. Untei liefen Umständen sehen wir nicht ein, was General Eydoux tu Griechen- land tun soll. Genuß werden wir Griechenland unsere .tt-und- schait bewahren, aber wir dürfen uns nicht den Unschein geben, daß d i e uns angetane und nicht w l e d e r g u t g e >n a ch te Un Höflichkeit vergessen ist.
Die „Autorite" sagt:
Man vergleiche den Wortlaut der Reden von Berlin und bet von Paris, sowie die beiben Besuche nutemanber. In,Berlin ein offizieller Empfang unb eine Fansarenrebe, in der verkündet wird, daß bic griechischen Siege den beutscheii Grundsätzen zu verbaiifen sind, in Paris incognito einpfangen unb eine Rebe, bie ganz teile den Beistand Frankreichs anerkennt unb bet französischen Mililar- mission einige Blumen streut. Wir werben ber Ansicht fein, bau dies wenig ist unb baß wir mehr' verdient Haben. Ter Zwischenfall ist nicht beendet unb bas Mißverständnis ist nickt zerstreut, aber bie Schuld trägt nicht bie griechische Regierung und nicht bie griechische Nation.
„Gil Blas" schreckt:
Ta König Konstantin nicht mit dem Herzen sprach, so ,verden seine Worte auch nicht zu dem Herzen Frankreichs gehen. Tie uns allen gnaefügte Kränkung ist dadurch nicht geheilt und bic Pariser Bevölkerung hat keinen Grunb, bte ironische und schmollende Haltung auszugeben, die sie seit zwei -tagen dem König gegenüber eingenommen hat. .
Der frühere Unterrrchtsmmister Steeg schreckt int „Evenement": t m . r , . . ,
Beniselos hat sofort bie Gefahr erkannt, ber Griechenlanb durch die Eitelkeit des Königs ausgesetzt war. Er hat sich am Seiten Frankreichs gestellt. Frankreich wirb dem griechischen Volke die Haltung des Königs nicht Nachträgen, aber es wird Bürgschaften verlangen. ., , . . ..
Ter „TI a t i n" meint, man könne nicht leugnen, dap bie Worte Poincarös einen gerechten Tadel und eine höfliche Lektion für den König enthalten. Ter Trinksvruck klinge verlegen und mürbe bie von ihm an Kaiser Wilhelm gerichteten Worte nicht verwischen. „Man kann sich für befriedigt erklären, aber erst bie Zukunft wirb bem Toast seine wirkliche Bedeutung verleihen."
Der „Radical" schreckt: r ,r
Wenn der König im Hinblick auf die jüngste Entgleisung bie tiefe Sympathie der öffentlichen Meinung nicht verringern konnte, so hat er aber doch nunmehr bas Neckt ans unser Wohlwollen -Aber die Potsdamer Lektion darf nicht verloren gehen, ftnsere
"ESiS? General-Anzeiger sür Gderheßen
iiniln"hmlefl Mn”‘inici"'tn nOfQtionsörii(f und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Stcinörudcrei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und vruckerei: Schulftrahe r. d>s Borm^iaSTuf,“ Seschsstsstelle Büdingen, vahnhofftratze Iba.
9 Blatt 637.
Reines
gegeben worben sein.
Unter ben zahlreichen Grabinschriften, bic man ge- funben. tverien zwei besonders interessante Streiflichter auf bas altrönrische Leben. Die eine beschreibt eine rührende Szene beim Tode der Eäsia Daphne, die einen gewissen Eäsius Advcna mit 15 Jahren I?ciratetc unb burck 27 Jahre „mit unvergleichlicher Sanftmut unb ohne je eine Seele zu beleidigen", seine treue Gattin tvar. Nur sieben Tage währte ihre Tobcskrankhcit, unb als ber trostlose Gatte schluchzend an ihrem Bett stand, „legte sie ihre Hände über seine Augen, um ihm ben schmerzlichsten Anblick zu ersparen, unb starb." Tic andere Grabschrift erzählt von dem Tode eines Jünglings Aerzte in Stücke
hllNg.
A. wurde heute in Gießen hen.
Da serbische Abteilungen in einigen Kämpfen bisher völlig unbeteiligte Dörfer niedergebrannt haben, gewinnt der Aufstand i m m e r g r o ß e r eAusd ch- nunq. Auch in dem autonomen albanischen Gebiete, des D r i n ist die Erregung gegen die Serben auf das höchste gestiegen Infolge der Sperrung der Straßen nach den Märften in Tjakova und Prizrend seitens der Serben herrscht im ganzen nordöstlichen Teile von Malis,ra Hun^rvno .«d 22 S(4)t Das „Serbische Preßbureau" Niel- bet- Die Anarchie in Albanien wächst. Vorgestern in a ch t e n d i e A l b a n e s e n a u f s e r b i s ch e mGebr e t e in der Umgebung von Dckro emen Angriff. Es \tnb arte Maßnahmen getroffen worden, um ben Angriff zuruckzu- sch lagen.____________
1 »fiSÄ : ZKN-°-^
: u,i , q)cincdto9
Ter ausgezeichnete Archäologe Raimondo Lanciani, ber selbst früh« bk ffirabungen in Ostia geleitet haft berichtet im Athenäum über bie allcrjüngften. Fortschritts bie diele großartige Freilegung eines „Pompcn vor ben ^.oren Roms gemacht hat. Die wichtigste unter den neuesten En deckimgen ist bic, aeaen Gnb" des 1. ober zu An sang bes 2. nachckiristlicken Jahrhunbcrts der größte Teil, von Ostia unt 4 oder 5 Fuß über sein bisheriges Niveau erhöbt wurde, ^.icse drasttschc Mas^- reael bic die Vernichtung ungeheurer Werte eiiischlotz, muß durch das 'zörschlammen der Mündung und des , Deltas des Tibers notwendig geworden sein. Ta das Meer sich immer weiter zurück- »oa und dtt Küste beständig anwuchs, wurde,dadurch cm lang sanics aber stetiges Höherwerden des Wasserspiegels des 4.tbcr veruttsckt und eine drohende Ucbcrichwemmmigsgesahr hervorge- ruTn So blieb denn nichts anderes übrig, als die alte Stabt Tu zerstören und eine neue m größerer Hohe zu erbauen c n gewaltiges Unternehmen, das in den Tagen To- miH^",' Iwaonneii und unter Hadrian vollendet wurde, wie cm r?> Ehren dieses Kaisers verkündet.
^wft'chen dem 0 unb 10. Meilenstein ber Via Osticnns alten Brücke, die Ponte della Rivolta genannt U"tr primitiven Weges frei,
£rbaulC9bcni 4. vorchristliche,i Jahrhundert stammt Diese ehr- ^5 ?.us oen vergangener Zeiten, der Zeuge der ersten würdige Relig . -n ^om unt> bent Meer, besteht, aus zwei rrtralleieitdauern von Tuffsteinblöcken: der Weg selbst ist nicht parallelen Mauern mafabnini,icrt. Tie Strafe war spater geVUaftcrt, io cinqcral)mt, bie berühmten Geschlechtern ge-
Äwn^eni gewaltigen A auädukt, der Lltia mit harten^ Zuck öcilorgtc, sind Teile auTgeiunbcn worden.
E^ft?aL eine nL nickt gelöste Frage, woher dieser, gewaltige « Äofferzusuhr für 80 000 Bewohner und eine gleiche
uaU'M ho-iibcrae^nbcr Besucher der Handelsstadt genügte, seine Anzahl ^aruoerg Merkwürdig modern mutci die
Wassermengen h c ü c r chrstation von Ostia an, die Polizei- une r rreiaclcgt hat. Stationiert war hier eine man u?nLn 7' in Rom gamifonierten Kohorten aus
2 -Üsg-wSM wurde. > Di« Kuserneu sind n°ch s° gut er- o ? heute wieder benutzt werden konnten, wenn man
tiQlt neue? Tach anfjeSc. Zu jeder Seite des Haupteinganges liegen Restc^von Buben, in benen bic ©olbatcn „einen hinter bte U S nipf-cn" konnten. Tic Kasernen waren autzcrordentlich hnochnisck eingerichtet, besonders was bte Morte anlangt. Ta lab Wassertröge riir die Pferde und Maulesel, die bic Sprftun
Xoaen ein Gefängnis, ein Kasino für bie Offiziere, ein Wasser ba iin unb ein Spritzenhaus. Auf dem F-orum der Ceres, dem
leilterei Lich-
Getrcibcmarkt, konnte man noch die Anlage eines Gartens auf Grund der marmornen Einfassungen fcststcllcn, mit denen jeder Rasenfleck umgeben war. Dieser Garten,, der durch einen der fähigsten römischen Landschaftskünstler wieder hergestellt ist, bietet mit seinem Schmuck klassischer Büsche und Blumen, mit feinen rings die Anlage umgebenden Säulenhallen und Kiner Menge von Statuen berühmter Männer, Bankiers, Kaufleute, Magistratsbeainte usw. einen Hauptreiz für bic Besucher Ostias, deren Zahl von Tag zu Tag wächst. — Die Ausgrabungen, bic die Königin Helena in dem Gebiet des königlicken Wildparks von Eastel Porziano ausgeführt hat, haben ebenfalls wichtige Resultate gezeitigt. So gelang bie Freilegung einer gutcrhaltencn „S ck w c i n z ü ch t e r c i", in ber jeder Stall em Muster von Sauberkeit und praktischer Anlage ist. Man hat früher den alten Namen Porcilianum mit der Familie Präeilia in Zusammenhang gebracht: doch wird man .ihm nunmehr eine prosaischere Bedeutung geben und ihn auf die hier gezüchteten Sckweinc beziehen müssen. Tie andere Entdeckung der Königin führt in prähistorische Zeiten zurück und gibt Kunde von der ersten dauernden menschlichen Niederlassung an der Küste von Laurentum. Viele Gräber aus dem 7. und 8. Jahrhundert p. Ehr., die der Epoche zwischen dem Bronze- und dem Eften- zeitalter angeboren, wurden gefunden: dazu mehrere .Hundert sehr interessante Tongefäße. Eine Pfeilspitze aus Feuerstein mag dem Verstorbenen mehr als ein Amulett und eine Erinnerung an vergangene 6)eschlechter, denn als eine Waffe mit ins Grab
iaP0,l,c
gerichl.
*)«»8
Kenntnis unserer nfere Diensträume , Lonystrahe 7, bc- neuen Räume ist 27. September in -5 Uhr gestattet. , soweit der Lomt erben. P’7, 1913.
elskammer. ürn,
Ltxital ______


