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Mittwoch. 15. Januar WZ
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.
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ange-
Schwarze
47-50
87-93
höchsten
51-54
91-96
höchsten
90—92
68*/,-70
86-88
P5 00
68-0)
Meteorologisch« Beobachtungen der Station Siehe».
Jan.
Welter
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1911
Sonnenschein
zur Be- Lcuchtöl
- 25
— 4,7
4
10
10
47-51
43-46
33—90
76-81
Antrieb:
Schate i
2
2
2
67-68 V, 67-68
47.6
47,4
45,3
13.
18.
78—82
87—95
42—44
46—51
Mk. 93—100 91—98
79
81
77
86—88
86-87
Höchste Temperatur am
Niedrigste „ „
Rinder Uj (Ochsen 32, Bullen 2, Kühe 28), Kälber 50, Schweine 03.
Marttverlam: 3» Minder rege, Schweine halt, geräumt.
Die Entschließung wurde e i n st i m m i g n o m m e n.
und Klemvieb leb- Prelle für 100 Pid. Lebend- Schlacht- aewicht
36-40
31-35
113—117
107-113 94—103 83-92
71—73
70—75
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T ollfleischige Schweine von 80—100 k» Lebend- geivicht
B ollsteischige Schweine unter 80 Kx Lebendgewicht L-ollsleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ....
Bollflerschige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .
68—70
64-68
56—62
50—55
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richt, geacn oortoirrie 6ai cndungvon1.-Mk.berW -,crben. Tic Angeboie irn
^eichsbankvräsidenten und die Nationalliberalen später von toxv- ifeiüatiycr Seite z urnckgezogen. .Ihr Vertreter erklärte: Nach- fton sestgestellt sei, daß sowohl Zentrum wie Konservative bald Inn Tepositengeses't wünschten, von den Nationalliberalen kein grundsätzlicher ‘ Widerspruch erhoben sei und selbst der Staats- ifretär den Gedanken eines Depositengesetzes niel>t grundsätzlich adgclelmt habe, sei die Klärung soweit lserb ei geführt, daß- die Zurückziehung der Entschließung ohne weiteres möglich sei.
Auf eine Anfrage voii nationalliberaler Seite nach den Vor- 'aereitungeu dec finanziellen K r i e g s r ü st u n g gab Staatssekretär Dr. Delbrück vertrauliche, überaus beruhigende Er- !lärungen. Tann wurde über die Beseitigung der jetzigen Grenz- desckiiiinung, daß nur für 300 Millionen kleine Noten in Umlauf gebracht werdeii können, ab gestimmt mit dem Er- ge'bnis, daß die große MehrlMt für völlige Beseitigung
gab ein Regierungsvertreter längere Llusführun- g e n zum Teil vertraulicher Natur über die bisherigen Vorbereitungen der Regierung, die insbesondere einen Ausschluß gaben über die Versorgungsmöglichkeiten und über d i e mutmaßliche Preisbildung. Nach den Ausführungen des Negierungsvertreters liegen schon jetzt so viele Angebote vor, daß mit Sicherheit eine vollständige Versorgung des deutschen Marktes mit L e u ch i ö l erwartet werden kann, auch wenn die Standard-Oit-Companl) sich an den Lieferungen nicht beteiligen würde. Vorverträge seien abgeschlossen über ein sehr bedeutendes Quantum: aus diesen Vorverträgen ergäbe sich auch, daß die vielfach geäußerten Befürchtunaen über die zukünftige Preisbildung nicht zutreffend seien. Eine Verteuerung gegenüber dem bisherigen Zustand sei keineswegs zu erwarten, vielmehr könne sogar unter Umständen mit einer Verbilligung gerechnet werden, nachdem die ersten Schwierigkeiten der Einführung der Vertriebsgesellschaft und insbesondere etwaiger Transportschwierigkeiten überwunden seien. Aus der Mitte des Ausschusses wurden noch einige weitere Anfragen an die Negierung gestellt, insbesondere genauere Mitteilungen aus den Vorverträgen gewünscht. Weitere Mitteilungen in den nächsten Sitzungen imirben zugcsagt. ^Die nächste Sitzung findet Freitag statt.
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und kam zu dem Ergebnis, daß diese auf 0,75—1 Proz. im allgemeinen berechnet werden. Bei
srapitel 2, Domänen, wurden nähere Erläuterungen gegeben. Bei der Besprechung der laufenden Unterhaltung der Hof bauten '.iitspann sich eine allgemeine Aussprache über die Kosten der Unterhaltung staatlicher Gebäude. Von dein Ausschuß mürbe der Standpunkt vertreten, daß auch in der Unterhaltung mit größter
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Sitzung des Vierten Au?schusi^.
Der vierte Ausschuß, der heute eine Sitzung abhielt, verhandelte in der Hauptsache über den Antrag Raab und Tdelung, die Ausführung der Reichsversicherungs- o tbnung betreffend. Der Negierungsvertreter, der auch an- loesend war, gab eine eingehende Auskunft darüber, daß es nicht - catgängig sei, die Landkrankenkassen aus der Reichsver- ^sicherung auszuschalten. Der Vertreter der Sozialdemokratie trat --dagegen für die Ausschaltung ein. Ein Beschluß hierüber wurde aber nicht gefaßt. In Sachen des dringlichen Antrages des Abg. ! 11 c 6 6.1, bessere Fahrtgelegenheit für d i e in Frank- iu r t beschäftigten Arbeiter, wurde der Bericht verlesen. »Es wurde festgcstellt, daß dem Anträge bereits entsprochen wurde, i (S in. Antrag Ulrich, Ausbildung der Volksschullehrer betreffend, tmirbc für erledigt erklärt. Drei weitere Punkte der heutigen Tagesordnung wurden ausgesetzt und die nächste Zusammenkunft des Vierten Ausschusses auf Dienstag, den 21. Januar sest- . gesetzt.
rrDPeUff-ine. anSaemästete. höchsten Schlacht- wertes nn Alter von 4-7 fahren ....
Die noch nicht gezogen haben (ungejocht) .
7unae. f rifdige. nicht auSgemchtete uns allere auSgemältets Bull, e >r.
Boll fleischige, ausgeiv., höchsten Schlachtw. . . liolifleifd)ige, längere .....
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Der Petrottum Ausschuß.
In der heutigen ersten Sitzung des Ausschusses ratung des Gesetzentwurfes über den Großhandel mit
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beantwortete Staatssekretär Dr. Delbrück dahin, daß er nach nni vor mit großer Vorsicht auf dem Wege der Einigung streitender Wirtschaftsparteien Vorgehen müsse, um das Verträum beider Parteien zu erhalten. Infolgedessen versuche er nicht nur, Beamt, seines Reichsamts, sondern auch geeignete Personen in anderen Bundesstaaten für solche Verhandlungen heranzuziehen. Geld mangel, wie von einer Seite angedeutet wurde, hindere diese Bestrebungen nicht.
Tann wurde die Ka f s ee e n t s ch l i e ß u n g Erzberger- 9? ciifen (Zentrum) zur Erörterung gestellt. Sie ersucht den Reichskanzler, unverzüglich Maßnahmm zu treffen, die geergne sind, der durch die sogmannte Valorisation herbeig-führtm künstlichen Vertmerung des Kaffees mtgegmzuwirlen. Einer der Antragsteller erläuterte ausführlich die Mack>enschaftm des Kon sortiums zur Verteuewmg des Kaffees. Er verglich diese Be strebungeu mit benen des Petroleumspndilats. Während Amerika bereits erreicht hat, daß die dort eingesperrten 920 000 Sack Kaffee im Januar verkauft werden müssen und in Frankreich lebhafte Bestrebungen im Gange sind, um die dort zurückgehaltenen 1,7 Millionen Sack dem freien Verkauf zu übergebm, habe sich bei uns die Reickjsregierung überhaupt noch nicht um die Angelegenheit gekümmert, obwohl in Hamburg 1,8 Millionen Sack Kaffee eingesperrt ücnen und die Preise fortgesetzt gestiegen sind. Tie Entschließung soll veranlassm, daß auch hier in gleicher Weise vorgegangen wird, wie in Amerika.
An der wetteren Aussprache beteiligte sich nur die Sozialdemokratie. Die Reichsregierung hat noch keine Stellung genommen, weil, wie der Staatssekretär erklärt, gesetzliche Handhaben dafür zurzeit fehlen. Von allen Seiten wurde indessen der jetzige Zustand der fortgesetzten künstlichm Preissteigerung des Kaffees als unerträglich hingcstellt und die Regierung zu Erwägungen ausgefordert, um ähnlich, wie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika und in Frankreich, diese Preispolitik cinzudämnwn.
Restefonds in Höhe von 2 071 947 Mark wurde gutgeheißen, dem Betrage wird hinzugesetzt, was an Mehreinnahmen und Erspar mssen sich wirklich ergibt. Die Kapitel 117 bis einschließlich 123 gaben zu Beanstandungen keinen Anlaß. Bei Kapitel 124, «staatseisenbahnen, wurde die Frage erörtert, ob nicht Herstellungen für den Betrieb, wie Beschaffung von Fahrzeugen, Sicherungsanlagen, nicht aus dem Bermögensteil, sondern aus dem Verwaltungsteil, also aus den laufenden Einnahmen bestritten werden sollen. Eine Meinungseinigung kam hierbei aber nicht zustande, da ein Teil der Ausschußmitglieder auf dem Standpunkt stand, daß durch die Schuldentilgung hier die er- f»rderlicheil Abschreibungen bereits gemacht seien.
Dann wurden die Beratungen in Gegenwart der Regierung fortgesetzt. Es waren neben den Ministerialräten wohl aus allen
Sparsamkeit zuwege gegangen werden müsse und die eröffneten Kredite nur sehr zurückhaltend von der Regierung zu verwenden seien. Die Regierung gab darüber Aufschluß, wie die Unter-
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Redaktiomd^A 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Die „ftiefotntt Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Xreirvlatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erfchemen monatlich zweimal.
vermischter.
* U n t e r f ch l <? i f e bet einer Stadtverwaltung. In der letzten Zeit waren in Insterburg wiederholt (fleniebte auigetauebt, daß einige städtische Beamte zum Schaden der Stadt Unterschleife begangen hatten. Als bestimmte Namen genannt
jen am 25. dattuar, vm 11 Ubr, fleöfmcL II« ■3uid)laa»mit 4 Soeben, fiirohb. Hess. Eisenb.--M
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viir. en, sah siih der Magistrat veranlaßt, eine genaue Untersuchung ni zuüellen, die denn auch ein überraschendes Ergebnis zeitigte. Heber das Ergebnis der Nachsorschnngcn machte der Oberbürgermeister Tr. Kirchhoff in der Ltadtveror>neten-Bersammlnng Mtt- leilimacit über die Vor'älle, aus denen folgendes zu entnehmen ist: Der Stein kant ms Rolteit dn>ch die Attzeige entes Feuerivehr- mamtes, tvelcher mitteilte, daß der Brandineister vamann seine 1'N'Mivo । Iing n-ü Moblct heize, die eigentli h derStadt gehörten, sotvie daß er mit dent Wagen der städtischen Fetterivehr Fuhren tmterttehme, bereit Erlös er nicht an dte Ltadtkasse abfnhre, sondern in die eigene Tasche stecke Taramhin wurde der Brand- metner von dem Cbeiburgeuneifter vernommen und gab hierbei V', daß er wohl vergessen haben möge, einige kleinere Beträge an die Stadtkasse abzwühren. Dem Oberbürgermetner kam nbei die rache doch verdächtig vor und es mürben weitere Untersuchungen angestellt. Diese ergaben, baß es sich nicht um einige wenige Fälle liaitoelie, sondern dag der Branbmetster bte Betrügereien ganz systematisch ausge'ührt hatte. Jillolgedesfen würbe bte Angeleaew beit der Ltaatsauivattsdmll übergeben unb die e sah bas vorliegend, Belastungsmaterial für genügend an, nm zur Verhaftung des Brandmeisters sckneiten zu können. Bei der Durchsicht der Bücher ergab sich ferner, bau der Braitdmei"er zusammen nut dem Stadt- ' aumeifter Friedel dlechnungen zur Bezahlung angewiesen halten, 'iir die niemals Waren ober 'Jirbeüeit an bte Ltadtgemembe ge- iei it ivorben waren. U. a. würbe ein solch singtetter Auftrag an den Kaunnann Fahron bezahlt. Schließlich ergab sich noch, baß -xriebel ivieberholt Re bttungen umbneben ließ, so baß die Stabt- fafie sie doppelt bezahlte, worauf er ben einen Betrag in bte eigene Tasche steckte. Hierzu soll er sich in erfter Linie des Steinsetz^ meisters !irause bedient haben, der gleidisalls in Haft genommen ivnrde. In die Sache scheinen noch weitere Personen verwickelt zu sein.___
Mk. 52—56 51—65
?!us den Keid)$tagsausfd)üffcn.
:: Berlin, 14. Jan.
Die Fraoen der kleinen Roten und des depositengesetzes.
Die Auseinandersetzungen int Budgetausschutz des Reichs- ta.res gingen in ihrer heutigen Sitzung immer noch über die Begrenzung der Ausgabe von kleinen Noten. Während im allgemeinen alle Parteien mit Ausnahme der Sozial- örmokratie für völlige Aufhebung einer Begrenzung eintraten.
Abteilungen sämtliche drei M i n i st e r anwesend. Zu
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Q oDflcifchige auSgemäftete Färsen
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-runa, ’orotc ber@aöar. Qqe ^!"sldl. d. Äu?iiaiiung-- t-i.cnnande für dcn?leub°- ^uivian^kebäudesFrie!»
<rg wll vergeben werden .ci^nunqtn unb Angebvl- nuner liegen im ycidmite icbiinbe der tzauabieilungl ur (rinndjt aue, letzier- onnen, lolange der Sone cutt, gegen portofreie 6h - , ^... c;i:nng oon Dl LüObc.w; Iwltungskosten sich stellten, rerben. ?ie Angeb. werdei ’' ’ ---- ' "
rat L danunr, Donnittac "Uhr gcönnci. [Id."
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Ableitung I, Friedberg, z
Schlachtwertes vts zu l Fahren ...
Wenig gut entwickelte Färsen
'.'.eitere ausgemaitete 9ühe unb wenig gut entwickelte jüngere blühe
Mäßig genährte Mühe unb Färsen ..... bi ä . u e:.
Feinste Aiastkaloer
Mittlere Man- uno beste Saugkälber . . . .
Geringere 'JJiau- und gute Saugkälber . . .
^einigere «s-augtalbec.........
Weibemailfchase
EDlaftlämmev unb Atatthannnel ... 43 50—44 50
Schweim.
Märkte.
kg. Kirchhain, 14. Jan. Zum heutigen R i n d o i eh m a r k t waren nur 149 Stück Grosivieh unb 12 Kälber aufgetrteben. Von ben Händlern wird allgemein darüber geklagt, bas; bei ben Lanb- wirten so wenig verkänstiches Vieh vorhanden sei. Der Handel bei dem beutig-n Tlarft war flott und die Preise hoch. — Der ect) weinemarft war mit 40? Tieren befahren. Trotz der. hoben Preise war ein lebhaftes Geschäft, da die Landbevölkerung trotz des Hohen Schnees sehr zahlreich bei dem Aiarkte vertreten war
F.C. Wiesbaden. Biebh o» »M ark tbericht vom 13. Jan.
,ber Grenze stimmte.
Der Budgetansschuß wandte sich bann ben Resormvorschlägen ‘üx den G e s ch ästsgairg des Reichsamts des Innern m. Von soziildemock ckck'cher Seite wurde lebhaft bemängelt, daß üe Vorlagen des Reict;saints des Innern zunächst über die preußischen Ministerien geleitet werden müssen. Dieser Zustand ist rber, wie von Zentrums- und nationalliberaler Seite in Neber- änftimmung mit dem Staatssekretär lMworgehoben mürbe, nicht utr verfassungsmäßig korrekt, sondern auch durchaus praktisch. Wenn die Vorlagen gut vorbereitet sein sollen, müssen sic, der Zustimmung der Einzelregierungen int Bundesrat sicher sein. . 3u dieser guten Vorbereitung der Vorlagen gehöre auch die vom ./Reichsamt des Innern in letzter Zeit mit Erfolg versuchte Füh- n"1,'1 ,"lbeo|(t lungnahme mit den Interessenten, die durch neue ' "' , Gesetzentwürfe getroffen würden. Es werde hauptsächlich
hnn Arbeitervertretern gewünscht, daß dieser Zustand ten lverdc. Ein besonderer Wunsch an das Reichsamt Ä Innern, die Einignngsbestrebungen weiterhin zu pflegen,
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lc-,1 r Ä bar.» UN,!M ifrael Sciilumigftemeinbt
Sandel.
** Versand, in gedeckten Wagen. Im Februar r.nb März pflegt alljährlich ein gesteigerter Güterverkehr einzutreten, der besonders die bedeckten Güterwagen stark in Anspruch nimmt. In der.jdauptsack)c kommen Düngemittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse in Frage. Da die Wirtschafts-'' läge anhaltend günftig ist, rechnet die Eisenbahnverwaltung für Februar und März 1913 mit sehr starken Anforderungen an bedeckten Wagen. Damit diesen Anforderungen möglichst rechtzeitig entsprochen merbm kann, erscheint es dringend erwünscht, daß mit dem Bezug der Massenscndungen für das Frühjahr frühzeitig , d. h. schon im Januar, begonnen wird. Durch volle Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen würde die Bedarsszahl an Wagen wesentlich eingeschränkt, werden können : ferner mürbe die schleunigste Be - und Entladung der Wagen den Wagenumlauf verbessern. Die Berkchrtteibenden werden daher zum eigenen sowie zum Vorteil!Her Gesamtheit gebeten, sich ben frühzeitigen Bezug ihres Frühjahrsbcbarfs angelegen fein zu lassen, das Labegcwicht der Wagen auszunutzen und bte .Wagen möglichst schnell zu behanbeln. Hierbei wirb noch besonbers darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 unb mehr Tonnen Labegewicht: ein Frachtnachlaß gewährt wirb.
Bismarckstr.Nr6
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Zweiter Blatt 163. Jahrgang
Gießener Anzeiger
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Die Präsidentenwahl im württembergischen Landtag.
Ein Unikum in der Parlamentsgeschichte dürfte die in diesen Tagen vollzogene Präsidentenwahl im Stuttgarter khalbinondsaal darstcllen. Die Zweite Kannner besteht aus 92 Abgeordneten: 46 gehören dem Zentrum (261 und den Konservativen mit Bauernbündlern (20) an, 10 sind natio- nalliberal, 19 fortschrittlich-volkspartci ich, 17 soz aldl'ino- kratisch, zusammen also, wenn man diese drei Parteien — wogegen sich übrigms die Nationallib"ralen verwahren — als „Linke" zusammenfassen will, gleichfalls 46. Da nun der Präsident bei Wahlen nicht mit'abstimmt, so ist die Gruppe, die ihn zu stellen hat, insolange in die Minderheit bedrängt. Bei der Wahl am ersten Sitzungstag stellte die Sozialdemokratie den Alterspräsidenten, ein volkspartei- liches Mitglied ist krank, so daß die „Sinfe" auf 44 Mandate herabsank. Der von der Rechten präsentierte Abg. Kraut, Führer der Konservat.ven und zweiter Biz-Präsident des letzten Landtags, wurde daher mit einer Stimme Mehrheit gewählt. In dem Augenblick, in dent Kraut an Stelle des Alterspräsidenten den Präsidentenstuhl bestieg, verlor die „Rechte"' an die „Linke" einen Sitz, so daß beide Teile über 45 Abgeordnete verfügten. Nach wiederholten Wahlgängen war die Gleichheit hüben und drüben festgestellt, man mutzte das Los entscheiden lassen. Das Los fiel zugunsten des Zentrumsabgeordneten Kiene, bisherigen — und zwar seit 18 Jahren neben Payer als Präsidenten — ersten Vizepräsidenten, gegen den volksparteilichen Mgeordneten Liesching. Bei 'der Wahl des zweiten Vizepräsidenten vereinigten sich Nationalliberale und Volkspartei auf den natioualliberalen Abgeordneten Hicber, die Sozialdemokraten gaben weitze Zettel ab. Ob- ivohl inan damit rechnen konnte, daß es Zentrum und Konservative begrüßen, auf diesem Wege einer einseitigen Bcsetzun-g des Präsidiums mit all ihren Gefahren und Widerwär igkciten zu entgehen, konnten sie der Versuchung, vom gesamten Präsidium Besitz zu ergreifen, nicht widerstehen. Doch trennteu sich 6 Konservative von der Gröberscheit Diktatur und wählten gleichfalls Hieber, der so 33 Stimmen auf sich vereinigte. Mit 38 Stimmen wurde der konservative Freiherr Perglcr v. Perglas gewählt.
Niemandein ist, so schreibt die T. R., durch diese Wahl ein schlimmerer Dienst erwiesen worden als dem konservativen Präsidium .Kraut. Man weiß im Zentrum genau, daß ein „schwarzer Präsident" in dem zu stark zwei Drittel protestantischen Lande äußerst widerwi.lige Gegenströmungen entfesselt und den liberalen Gegnern ein ungemein wirkungsvolles Schlagwort in die <panb gegeben hätte, zumal der Präsident d-er Ersten Kammer Mrft zu Hohen- lohe-Bartenstein ebenfalls der streng klerikalen Richtung zuzuzählcn ist. Das Zentrum hat also durch seinen Verzicht die Gegner eines Agitationsmitlels beraubt und die konservativen Freunde noch näher an sich gefesselt.
her geplanten Oberförsterwobnung im Schlosse Groß- Umstadt wurde beanstandet, daß der Erlös für die zu veräußernde Wohnung auf dem Zipfen bei Lengfeld nicht auch der Staatskasse, sondern dem Domänenakguisitionsfonds zufließe. ^Mhninflhcrniitfm bieran schloß sich eine eingehende Besprechung des Domänen- innennJlcrouBorbfiiti akmisitionsfoitbs, unb der Finanzausschuß stellte in Aussicht, baß ottne cer cmiatben fiob:? diese Frage nochmals abgetrennt von dem Budget beraten werden erteilen für periieflunfl te ! müsse. Bei den Weinbaubomänen wurde auf b:e geringen ifHiLiianq^gebäiibeS k Erträgnisse hingewiesen unb eine eingehenbe Rentabilitätsberech- rein ioii uerbimgen roerta ! innig verlangt. .Hierüber gab bann der Ministerialberichterstatter Zeichnungen und Anackii* eingehenbe ?luskuuft und verteidigte die von dem Ausschuß be-
■ "ii liegen int Seitab atiftanbctcn Positionen, wie Neueinrichtung einer Warmwasser-
tniibc 6crsau'äbieilu^i teijung unb Einführung elektrischen Lichtes in ben Hofreiten ■ ^'nnäu auo. Wm - Bodenheim und Nackenheim.
:■;/ neqcn portofreie fc Die Sitzung wird morgen fortgesetzt.
2 §
® 1^2
2Sus ßefiew.
bs. Darmstadt, 14. Jan.
Ans dem Finanzaußfchuh.
Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer nahm heute seine Deratungeir über den .Hauptvoranschlag wieder auf und griff auf einige zurückgestellte Kapitel zurück. Die geplanten Bauten in ’ Kofheim unb Heppenheim wurden gutgeheißen. Im Kap. 116, Verhältnis zum Reich, kam zur Sprache, daß nach dem Hauptvoranschlag des Reiches sich das Ergebnis der Branntweinsteuer weit günstiger gestaltet als im Vorjahre, dessen Ergebnis in den diesjährigen hessischen Etat aufgenommen wurde. Auf Hessen entfallen etwa 400 000 Mark mehr aus dieser Reichssteuer; um diesen Betrag bessert sich also der hessische Etat. Der Ausgleichs- und Tilgungsfonds hat jetzt einen Stand von 7 767 257 Mark erreicht. Dabei wurde ausgesprochen, daß | nach dem wirklichen Ergebnis der Eisenbahneinnahmen bereits ü im Jahre 1913 der gesetzliche Höchstbetrag des Ausgleichs- und Tilgungsfonds von 8 Millionen Mark erreicht fein wird. Der
bis 14. Januar — + 1,18 C.
, 14. „ - - 2,6 °ck.
und auch Staatssekretär T-r. Delbrück unb Reichsbaukpräsident
Vm* IifllHfln Sxmcnftein aus finanztechnischen unb verfassungsrechtlichen Grün- CiHtW « wrl dem für Beseitigung der seitherigen Bindung plädiertm, wollten ' . •ncrtüfl.^flL ' bic Konservativen wenigstens die Gelegenlieit benutzen, ein Te-
;.irn,Zd'roflbf”hfr»n oositengesetz einzusül-ren. Eine Entschließung, die ver- llii0»ic'frJunter^ - ton bet en Regierungen um bte Vorlage eines Teposttengesetzes |-,it ersuchen, wurde aber nach lebhafter Bekämpfung durch den
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