Ausgabe 
10.12.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten.

Elsässische Hetzer.

Zournals d'Alsacc Lorraine

Tcm W. T. B. ist Dom We­. Armeekorps folgende

Straßburg, 9. Dez. neralkommando des Erklärung zugcgangen:

Wie ein Eingesandt des vom 5. d. M. behauptet, will

gerissen wurde. Bei den auRerorDentlubrn SdKvierijfciia!, die ticb den Grabungen eutgegenftellten, ü c4 bisher nur aehmgat, große Teile eines DianaternvclS rrnpilegcn ? schöne jur der Tiana als ^ägcrüi. die habet gesunden wurde, befindet sich jc&t im Ttufnrm von 2<*mlla Denn es ent so weil sein rrrö, daß btr gan^e Rumenstadr fraarlrgt in. wird ein neues großartiges len?, mal der alrrmnrschen Kill kur jn Spamen der Nachwelt gcraonnnt

Sabcrn unb d-e auswärtige Politik im Reichstage.'

Veutscbes ZUid>.

-Der Kaiser genehmigte. daß tm «ai 1911 turnerische Schau st ellungen und sportliche Veiikämpse »wischen A n g e - dörigen der Armee »ottiinden Sie sollen im deutschen Sta- dion adqedalten werden Beteiligen bflrint sich Cfhurrr, Unler- oftiiifte und Mannschaften Ter Kronprinz ift Protektor Die Einzelheiten und Ausschreibungen werden zurzeit durch emen unter bem Vorsitz des Kommandeurs der Militärturnanstalt zusammen, vtrun»,> n Ausschuß bearbeitet Tie mit der Sache zusammenhängen- den Verössentlichungen erscheinen im MUiturwochenblatl. Tie Srtt- lompfe werden für die Borbereitung der Olompiade von großer Bedeutung sein und deshalb wohl bei allen Sportssreunden leb­haftes Interesse erwecken

_ (Jin In dil ium des ..Cid". Mit großer sZeierlich- kelt beging am ^muitdg die Comödi? Ttramaik* em stolzes 3ubi- ppm dec berubrnteftni Meircrwer'cs ebn Corneille vor einem ' ','ichen Publikum ging der ..Cid" zum 10 0 0 Male in dem emen Thra::r Frankreichs in ©jene 277 Fakire bat der ..Cid" grlifludn, um diese Aufiüdruna zahl im Raiumalthcater der Fran .o en zu errerch.-n linier allen Serken Cornerlles wurde er am haungnen auch vor der Nachwelt gespielt.

~ Altersbestimmung durch Röntgenstrahlen. C,nc uilcididuif Anwendung der Röntgenstrahlen zu Altersbestim­mungen da: jüngst der Professor der Kinderdeilkun>>- an der Har­vard llnineriiiäi, Pros Rorich, gemacht Cr studierte nermitlelfi Per Röntgenstrahlen die Wachstum: Vorgänge an den Handgelenken oon >'noern und stellte für jede Altersstu> benmmtc Größenver- i dltm t t.u 3ut diese LÄrne soll es nach ferner Methode gelingen, durch vergleich mit den 91ornialiröiKn das Alter eines Indivi­duums zu ermitteln. Voraussetzung ift dabei natürlich, daß die KnochenenNricklung nicht kartfaa*: ge tört :var. und daß s-ch do- Individuum im Aller bis zu 14 Jahren befindet.

ko in in an do muß daher die Behauptung de» Jung, er sei von einem L ffiiier beleidigt und geschlagen worden, al» falsch zurückweisen.

Tie Berband 1 ungen fiepen die Zaberner m t e n vor dem hiesigen Divisionskriegsgericht findet nicht, wie irrtümlich gemeldet, heute vormittag, sondern am 11. Dezember, vormittags, hier statt.

ICunft, Wiüenfcbaft mit Lcbcn.

Tie Familie Da gner und die Stipendien-' stistung Bor wenigen Taz n hatt.'n wir einige n i cr e P',: teckungen über den an den 'BuudeSrat und Reichstag gerichteten Antrag der R.ckaro Wagner StiprndicninMlng -.ebtä.'. >. ous Reick-snnttkln eine Milbe Million für die .stvecke der Snftuiig bereit zu stellen. Dir erhalten dazu aus Baui^uth folgende Jj schrrsr Siegilred Wagners:8« dem Antrag, d-n bei ^.npol. r des Bonren'der Etip ndionfond.. Herr ^nc. ruh v. H'cön. unser frrubcüMbnct szr und. gestellt hat. mortsv ich b.-rnrrfen. daß er diesen Schritt ohne unser Wissen getan hat. Tie Verwaltung des Fonds ist eine selb andig: Cr a.uia.ion und der V.rivatrungsrat der Batircutder Festspiele da nid>: damit m tun Viren n-.r gefragt worden, hätten t:r g.beten, davon abiusteheu. da mir uns von dem Schritt gar ituti .. oarten Cs ist zu l . auern. daß dieses an unerauidlid n Cestihrungen gesegnete Fahr auch noch mk dieser Dissonanz schließ, n muß."

Tie Ausgrabungen von 3 t a (i ca. Tie Ausgra­bungen der wubtigen aUrömiid). n Stadt <itülica im heutigen A r.

archäologischen Rationalmufeums in Madrid Jiobrigo Amador?r los Rios geleite: werden, baden, trotzbem fir rprq.-n oWbmjngd» nur langsam wNschrruen konnten, einige nndxutc Ergebnisse gr zeitigt Nachdem man zunächst durch einen gn" n Medaillen rund «nf die tief im Boden v . cfüitetcn Ruinen aufmerksam gcroorb.m war. but man b i den (Mrabnng n auf Grund d-r Münzfunde fest geftrili. daß drc Stodc in der ;kir des Fulianu-.- .U»stata pemufx i worden sein mu". und mxir ut iic nxibr rfrinlirti m dieser exKb- von einem furchtbaren Erdbeben deunge udu roor>-n von d'-n

Das die Darlegungen des Reichs la u zl e rs über die aus- wärtigc P o i i 111 bclrifft, so enthielten sie weder Sen sativncit noch üdeiHaupt irgend etwas lUmicrUMii-ivm Reues und das last in der '.Vatiir der Sache, denn seine Ausfülv rnnficn bestanden einmal in -rnem Rückblick auf die ja besannte jüngste Vergangenheit und zweitens in einem Ausblick aus Verhandlungen, die noch schweben, und über die cr mithin nichts verraten wollte noch auch konnte Natürlich beschäftigte sich der leitende Staatsmann in erster Reihe mit dem Problem der (Gegenwart, mit dem Balkan, und die Absmfung war interessant, die cr hier bei dem Zusammenarbeiten Deutschlands mit den anderen Mächten eintreten ließ. Tie deutsche Regierung, fj betonte Sxrr v Bettintann^ o.lweg. hat dabei die besonderen 3ittfreffen unserer Bundesgenossen Sesterreich-Nngarn und Italien energisch nnd wirlsam unterstützt, mit England hat es vei

C i n n e u e r iE o m c t b e s Sonnensystems. Ter be­kennte iranunifchf Astronom CbarU k'orbmonn erstattet in einem 2!una& einer Pariser i ituni Berich: über eine interessante Ent­deckung. die seinem Kollegen Giarolnm vom Harrer Cbicr9aionum geglückt ist. (Sincobini, der im Berlaufe feiner astronomischen He- obachtunien bereits 12 ÄVmeten aufgeiunben hatte, entdeckte vor kurzem einen febr schönen neuen Momeaii. der tm i^gcnfab zu den meinen bisoer bekannt gewordenen Sanberfternen im Sonnenfostem "«st unb innen Kreislauf um die Sonne regelmäßig in etwas mehr als sechs Jahren vollendet ..Dieser neue Bruder der Erde zeigt einen leuchtenden Schweif, dessen Größe auf einen Durch- mef'er von Kilometern ber-dmet worden ist Erst vor wen:

"at "v*** K : ?n rincr Entfernung von gegen

' . : '"lionrn jtilometcm die Erde und konnte mit einem schar »en Waie lehr au: roahrgenommen werden. Jetzt entfernt sich der öome' wicdenm» von um er er Erbkutzel unb zwar in Richtung auf den «rn4 des jupiters, aber nach lechs Zähren werden wir ihn wieder- kedr.n ,eben und muhelos genau beobachten können "

ix i_t g e i ±t<f einer srorschungsreife. Aus C t - 7-tv-;tb seE-r: Steffen'fon. der Leiter oer roiüen durch den äußersten Nordwesten Amercka- de:ni Herrow Alaska eine Rachrichr. in der er i'agt. AA5 edyrr ik am 12. August 15 Steilen Dom Strande

- ----- em Herr Allard vor dem

0)a r n i f o n ka f i n o auf dem Broglieplatz von einem 1 u n g e n C f f i jicr, ticr in Begleitung eines anderen Cffi jtcrö das Mafino verließ, mit der Faust gegen Brust und llopf geschlagen worden sein. Ter Offizier bade dabei zu ihm gesagt:Was schaust du Wackes. scher dich los." Beide Offiziere seien in Zivil gewesen. Tie dai auchln beim Generalkommando sowohl wie von der ttri- minalpoliiei angestellten Ermittelungen haben folgendes cr- icbcnj Tie Cffijicre sämtlicher Behörden und Truppenteile des Standortes Straßburg sind über den Vorfall befragt worden. Rach den eingelaufenen Meldungen ist der Vor- k a 11 kein em Offizier bekannt. Vor der Kriminal» Polizei hielt Herr Allard, mit fcin-ni -fchtfacn Romen Enaen F ang. Redak.eur des ,Z<urnal d'Al ace»Lorraine", seine Behauptungen aufrecht. Wie .w a ^zu.lg iniraui kommt. Dir Herren m Zivil, die er gar nicht konnte, ganz bestimmt al-< Ufwcre zu bezeichnen. ,st nicht erklärlich. Cffiucrc pflegen im Manito niemals in Zivil, sondern in Uniform zu oerj retren, wie jedermann zur Genüge bekannt fein dürfte. Es r,t autraL'cnb, daß Herr Jung nicht imstande war, eine ge­naue Beschreibung der Herren zu geben und noch auffallen­der, dal; cr keinerlei Versuche unternommen bat, die Per tonal en der Herren feststellen zu lassen. Tos (General

trauensvoll ^ufaimnengearbeitrt. gestu-t aus dic freunb- schastllch.n Beziehunsten .zu Rußland, wobei die diploma­tische Arbeit durch die rrfmilithenveifc durchaus korrekten Bniehungen zu Frankreich erleichtert wurde

L'as zunächst bic Beziehungen zu Oesterreich- Ungarn betrifft, so hob ber Reichskanzler offen die Mei- nungsverschiebenbeiten hervor, die bei dem vcrfuchten Ein­spruch der Donaumonarchie gegen den Bukarester ^rieben hervorgetreten waren Unterbesseu hat man an der Donau selbst die Berfehltheit der Berchkoldschen Taktik eingesehen, und der Reichskanzler konnte deshalb mit Recht betonen, bar unser Bundesverltaltnis in ben Lebensinteressen beider Reiche viel zu unerschsttterlich begründet ist, als daß es durch etwaige Meinungsverschiedenheiten über das Balkan rroblem getrübt werden könne Sehr viel zuruckhaltenber ist die .Kennzeichnung der de u t s ch - f r a n z o s, f ch e n Be- -lehungen alsdurchaus lvrrekte" In der Diplomaten- l'prache bedeutet das im allgemeinen so viel wienicht sonderlich gut', unb man wird sich erinnern, baß Fürst Vulow einst die Beziehungen zu Engkand als korrekt kenn- -eichnete zu einer Zeit, wo bereits eine recht scharfe mvtv fliltSstinimung diesseits wie jenseits des Kanal« herrschte. 11' bleibt abzuwarten, ob ber unter Barthon sehr brüchig gewordene Draht yvifchen Berlin und Paris unter dem Regime Tournergue wieder besser funkttonieren wird

Was die Beziehungen zu E n g l a n d betrifft, so konnte Herr v. Bethmann Hollweg eine bessere Auskunft geben Tie Besserung schreitet fort, bieBagdadbahnverhand l u n o e n nähern sich ihrem Abschluß, und eine Verständi­gung über den weltwirtschaftlichen und kolonialpoli t i scheu Wettbewerb ist angebahnt. Was den lederen Vunkt anbetrifft, so beschränkte sich der Kanzler freilich auf Dementis, ohne irgend etwas Positives über die noch in Der schwebe befindlichen Verhandlungen mitruteilen. Nicht erwähnt wurden in der Rede die sonderbaren Rüstungsfeier jahrgebanfen Dee Herrn Churchill, die bekanntlich in Eng­land selbst ein sehr unfreundliches Echo gesunden haben Tiefe Richt antwort des Leiters der deutschen Politik wird man an der Themse auch als eine Antwort, als eine nicht miß zuoersteheiide, auffaffen.

lU fmqmorrn ^<i cr geglaubt hab', es werde von ben hinter leuliegen. iet er mit sechs »egleiiern ans Land gryanaai um tu jagen Am 20 September fei plötzlich ein Sturm los- gebrochen Als cr mit seinen Gefährten iviedcr an die betreffende stelle gekommen fei. war das Cis und mit ihr, das Schiff weg- qetrieoen. Schicksal des Schiffes i'etner 25 Mann starken Aesotzung ift unbekannt

TT 3 ft es be nkb ar, daß ber Panamakanal halb 'u L r 1 *! r m Brialninq dieser ^Vrage erscheint durchaus im Bereich der WahrichTtnlichkeu Herr Etrnr-r L. Corthell. ein amerikanncter Jngentcur von Ruf. bat sich kürzlich m der Presse c n r vrjmat dazu geäußert Als er tm Jahr lh*J8, erzählt cr i._orauggciagt habe, daß innerhalb eines halben ^ohrhunderr» oon 1000 Jur Länge und 100 Phift Breite gebaut würden, in er r.-ilacht und als ein PhantastPoer vf Rav,acUion"> bin, Pmw Ulti> doch durchfuhr schon 191.3 ein Schiff von

Hhi, Huf Länge und ^ufj Breite d-r deutsche .Imperator" da- Meer, und besten ctbn>cftrrfd>tfT ..Vaterland" würbe 980 fru6 ^ng und genau 100JVub brert fnn Schon für diele Schiffe wirb der ^anamQfanal noch der Ansicht bcs .Hem, Corthell zu finn fein y®n,al nur 110 Jufe breit, jo daß z. B. der Tampfer ..Palcrland beideneits nur;> .xufc freien Raum haben würde, die -ur ernt 'ichere ^urcknahrr mcht genügend sind 2lud) die Diese Des Manah, du aut 40 «ruß gebracht wird, dürfte bald uraulän» lich werdet^ x<nn beutnderoen'e der deutsche Dampfer.Imorra. tor geht .T-t Autz ner und muß mindestens .35 sftiß Wasser »iel haben, um manövrierfähig ;U sein ^ür dieses -chiN Ichon fei demnach der «anal unbrauchbar, unb habet unter- rnnfm Zweifel, daß auch seine Ausmaße halb von anderen -LmSneudauten m den Schatten gestellt werden werden t>as rllhttg. io Dürften die Bereinigten Staaten sich eines nahen zag-5 »or die »yrage einer Erweiterung des Panamakanals ge» ftellt lehen. wie wir selbst es bei innerem Kaiser-D,lHelnv-Ävnal erlebt haben

Äuric Rachrichten aus fiunft und Wissen­schaft. Der Rat der 3eabt Dresden hat beschlossen. 50000 Maik für den Bau der Gemäldegalerie und 450000 Marl für einen etwas später erfolgenden Absckckuß der Zwingeranlagen nach der Lstra-Allee zu benr.lhgen. In, Alter tx>n 98 Zähren ft a r b ber Senior ber französischen Dramatiker Ierdmand T u g uh an ben vor einigen Tagen bei einem IrambafriunfaU erlitteneir Kertetzungen.

xer WahlprüsungSau-tchui- des Reichstags n ird Vvrausiichtlich gegen L'nbf Januar 1914 sich mit ber Prüfung ber Crsanwol'l in Ragnil PillkaUen beidäfligm (Hegen diese ^hl kcknnüich mh iiinningrrirtxr naiionaUiberalel Protest vor. denen Prümng längere 'Zeit in Anspruch iiehmen wird unb Be- weiser Hebungen notwendig machen wird

Eine Neuverteilung der Zollentschäbigungen für die B u n d e s st a a t e n ist seitens des Reichs beabsichtsttt. In den letzten ??konaten haben dahingehende Berdandlungen statt- aeninden. die letzt znm Abschluß gekommen sind Ein enisprechen- der Gesetzentwurf ist im Re,chSschapamt ausgestellt worden, der namentlich im Interesse und «n, ' 'Ihringen die

Cnt'chadigungen für die Verwaltung und Erhi-bung der Zölle und Reick»»euem neu regelt Durch den Entwurf find insofern TcriaiiiiugVanbcningcn notwendig, als die in der Verfassung fefb- gesetzten -summen abgeindert nn-rbrn müssen.

. . ^ie Zentra lisierungdeSEi ngabewesenowirt- 1(1,0 ftlichei Verbände Wiederholt ist in den Kreisen deS Reichsiagv darüber Klage geführt worden, daß bas Urbrrmaft an Eingaben, besonders aus ben Kreisen von Industrie, Handel und Geiverbe, sich kaum beroältigen lasse, und daß es aus diesem Gnmde n nicht möglich iet, die (*in.laben einn- Trakten und genauen Durchsicht zu unterstehen und sie so zu be­arbeiten, wie es im Interesse der Antragsteller erwünscht ift. Ent­sprechend luhlretdxu an ren Hansabund gelangten Günstt^en will dieser nun einen Versuch machen, bic Eingaben der einzelnen Verbau,', nnil'uiiKtiin [uricii .iiiianinif ninfijingr n des wichngiten Inhalts und der Begründung dem Reichstag zu übennittefn, unb gleichzeitig, wenn und insoweit auch dies ^wünscht wird, mit den zuständigen Referenten ber Traktionen über bir Be­deutung der einzelnen Vorschläge brr Eingaben verhandeln, (einmal wirb hierdurch eine wesentliche Ersparnis an Jett und Mühe für die einzelnen Verbände eimmai, welche nicht mehr ge­nötigt sind, an sänttliche Abgeordnete ihre Eingaben zu senden. Auf der anderen Seite ist wohl anjuincbnu-n, bah auf dem Dege ber persönlich n Verhandlung unb einer sachgemäßen Zusammen- fafiung ber Wuniche diesen ein größerer Rachdruck gegeben wird. Der Hansabund hat sich in diesem Sinne an die ihm angeichlossenen Wirtschansverbände gewandt

I ii t e r n a t i o n a l e P o st r e s o r m e n. Im nächsten Jahre wird in Madrid ein internationaler Welt-Postkongreß ftattfin- ben, für ben festens der Postvenvalruiuten tetzt das ?)iatenal ein- gereicht wird. Liefes Material wird bis zur Sonserenz geprüft werden. VondenAnträgen,dieall.ieme,nesInter- eife haben, leien folgende genannt: Einführung des sogenannten Veltpennnportos für alle Staaten dis Weltpostvereins

10 Centimes für 20 Okamm, statt 25 Centimes , Ermäßigung des ad) port 0 9 nidn ober ungenügend franfienni Briefen auf '?^rnt,mes. Erhöhung der Gewichtsgrenze für Postpakete von 5 auf 10 Milo im Weltverkehr, Einführung einer Schnellbeförderung von 1 Kilopaleien gegen Aufschlagaebuhr, Auslieferung aller aus dem AuSlande in ben Staaten be« Weltpostvereins eingebenben geschlos- knen Bneifenbungen an bie «breffaien, auch wenn die äußere Beichaffenheit der Briefe der Postordnung des Bestimmungslandes nicht ent'pricht Aufhebung des Artikels 5 des Weltpostveränsver- tragee, nach dem Sendungen mit Warenproben keinen stanbelSwert enthalten durstn. die Olewichtsgrenze der Proben soll auf 500

. O Berlin, 9 Dez.

TifqeHkrunq ift kenne Heriligsware, die man einpökelt mrt einige Jahre! Tie» Go.nhesche W<-i sinnt »wo rt bat ficb <nich tn bezug auf die so leidenschaftlich erörterte Za der n- 22 fr f zutreffend erwiefei. ^ckwar wurden in der E? cvvn sozialdemokratischer Seite iböroten AnslrenrMmgini gemacht, uni eine Fortsetzung ocr sturm Urnen von Mittwoch unb Donnerstag Ixrhei aUful>ren, unb auch bie llebersüllung ber Tribunen sowie £*.r h "®'on,Pf UMS Dasein seitens brrjenigeii. bie v,neu Platz zu bieferPremiere" erwischt Hatten, beutetem inan fdl auch lnnitean Iest erwartet" d'e Erwartung täuschte, unb bie leidenlchast me Philippika de» Ahg Scheibemal, n gegen den meimskanzler fand kein Echo im Hause.

Dieser selbst war aus bie 3abmi-flffäre überhaupt nicht eingegangen, fonbern wendete sich sofort zu fernen Dar st-gungen über bie auswärtige Politik, unb höchstens seine Schftißwenbungl a s s e n w i i b a s B e r g a n g e n e r u H n unb arbeiten wir zuversichtlich auf der ^runblage fort, die bie Mcflcnreart une bi.tet", konnte vielleicht, obwohl oteS an f,ch auf bie Beziehuiigeti zu Enqlanb gemünzt ru sein schien, als ein zu bem Streit gelten, her in ber vergangenen Woche bk* lßemüter so leibenschaftlich bewegt hatte. Allein es kann bei frömmste nicht >n Trieben leben »nenn es bem dösen Scheibemann nicht gesällt, unb bvffeii !nrTC Stacke rief beit xanzlrr zum zweitenmal aus den Plan, mobn^er fidi mit ben verfassungsrechtlichen Anschau unflm her -»ozialbemokratie im allgemeinei, unb juit Dem ihni erteilten Mißtrauensvotum int besonderen be lohte. Was dieses betrifft, so wies er bie Auffassung ent fcbicbcu zurück, als ob durch ein solches tags ein 4. ruck entweder auf die Entscheidung des Kaisers inzlers ausgeubt werden könne, und ei berief sich geschielt auf bie Sozialdemokraten als Mron Antqen, die seiner.zcit bei ber Beschlußfafsung über die Er Weiterung des Anfragerecht es ausdrücklich betont hätten, bah bannt keine Machlerweiterung N Reichstags erfolgen lolle Herr i- Orthmann Holl weg erklärte, baß cr wegen be* MißtrcmenSvoMms feinen Rücktritt nicht e fit gereicht habe, auch nicht einreichen werde, unb bas; er lebcTu Berfnch. bie in ber V*rfafsung firierten Rechte des Jraijerö cmzuschräust'n, .nlfchiebcncn Widerspruch entgegen setzen tnerbc. Die Scheibemaniisckx* Aufforderung,diesem Kanzler" den Etat abzulehnen, stieß denn auch bei keiner Partei auf l^'gcnliebe. und fo faheu fich die Sozialdemo­kraten bei ihrer ^ >rtfepung der Angriffe gegen die Regie- nmflallein auf weiter J\lur".

die Gefckmdre auck» sonst berütict und unter bem » B Jerusalem _.. .. _______ ___...

schwer ;u leiden hat» Die Bewohner verließen die zerrrummer- * - n Tagen pa>i,enc her Stadt, über der man bann an Mittelalter cm K.oster erbau:: e.-----

wieder durch nn: Ucberidxpemnmnq des Quaeal^uunr :

«22t Eftter Blrt 163. Jahrgang Mittwoch, 10. Vezember 19(5

Stegner Anzeiger

KUU General-Anzeiger sur Gberhessen WW

* , Ute. 8°latio»rtni< V»I., »n »eihl sch«« U.i»,v»ch. »d Slet«br«<ferti H. Caigt. Heöeftiee. trptöition ob Dndtrei. SAulftrafft Z.