Ausgabe 
1.7.1913 Drittes Blatt
 
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Nr, 151

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

tn

Kreisstadt versorgte die Gärten mit

und anderen au&

ziehen sie den schweren Pflug, und das der Stadt ;i Gesinde lacht sie aus. Es sucht sich eine neue Heimat;

uni) das der Stadt züflüchtende

denn die

hatten.

Hugo Kretschmar.

Beobachtungsvermögen für das, was die Natur sich selbst an Schutz bot. Was sie taten, war zudem mit jahrhundertealten Er­fahrungen nachgeprüft worden. Dazu war freilich die alteingewur­zelte Liebe des Gernranen zu seinen Bäumen gekommen. Die Linden, die das natürliche Schutzdach für die Freitreppe bilden, laden zum Aufsteigen ein; die beiden traurigen Zypressen warnen davor. Und mit Recht. Der Landwirt hat nie großen Wert auf Innenausstattung gelegt; sein Leberr und Wirken vollzog sich draußen auf denr Felde und im Hofe. Heute aber ist der Ramsch in die Stuben eingezogen, die großstädttsche Schund- kultur in ihren ärgsten Ausschreitungen. Keine Sttrbe gibt es mehr, in der sich nicht die geschmacklosen Reklameartikel der Ber- sandgeschäste an den Wänden breitmachen. Und diese Kultur setzt sich bis in den Garten fort und erzeugt dort die Klrltur- spielerei, die mit dem schreiend nüchternen Eisengitter ihren schluß findet. Und dieVilla"! Neben dem alten trotzigen Bauernhause sieht sie aus wie ein aufgeputzter Kleinbürger, der sich aufs Land verirrte, neben den kraftstrotzenden Landwirt. Im Bauernhause Kraft, Ziel, Arbeit; in der Villa Protzentum, Hohlheit, Tändeln; kurz: Unnatürlichkeit.

Die Natürlichkeit ist eben auch auf dem Lande im Weichen begriffen und die Unnatur feiert auch dort ihre Triumphe. Die Bewohner, der Natur entftemdet, haben für sie das Verständnis verloren. Tie Erde ist für sie nicht mehr die liebevolle, allnähreude Mutter, sondern eine Sklavin geworden, die chrss Gottesschmuckes beraubt, dienen und dienen und immer nur dienen soll. Mer einmal rächt sie sich. Ihr Sohn heißt Acker, und der Sklave wird zum Tyrannen seiner Herren. Mit der Geißel Sorge treibt er sie über die Felder, durch das Leben. Freudlos und ruhelos

DieKietzener Familienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreist; latt für den Ureis Hießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

ersten Vorsitzenden R.-A. Kaufmann im Auftrage des Vorstandes den Dank des Vereins aus für seine unermüdliche Tätigkeit vor und bei dem Regimentsfesi, worauf der 1. Vorsitzende die Mit­glieder des Vorstandes auffordcrtc, zu Nutz und Frommen der guten Sache des Vereins weiter so mitzuarbeiten iuic seither, dann werde, so wie diesmal, auch in Zukunft dem Verein ehe­maliger 116 er der Erfolg nicht versagt bleiben.

Die Flucht aus dem Arbeitshaus.

Aus Straßburg i. E. wird uns berichtet:

Eine verwegene Fluchs aus dem Arbeitshaus in PSalz­burg, dem sie wegen Bettelns, Arbeitsscheu und Landstreicherei auf 24 bezw. 12 Monate überwiesen worden waren, setzten der 30 Jahre alte Kaufmann Josef Florack aus M.-Gladbach und der 22 jährige Koch Julius Rüth mann ans Freiburg i B. in Szene. Rüthmann war infolge seiner Profession von Anfang an der Küche der Anstalt als Heiser zugeteilt worden, während Florack ursprünglich in der Wäscherei beschäftigt wurde. Ta er nun Klage darüber führte, daß seine Gesundheit in den sehr heißen Räumen der Trockenanstalt Schaden leide, wurde er gleich­falls mit Arbeiten in der .Küche beauftragt. Er fand aber auch hier sehr schnell Anlaß, zu allerlei Beanstandungen; einmal klagte er über Schikane seitens eines Küchenaufsehers, dann wieder über zu lange Arbeitszeit und Bevorzugung anderer Anstattsinsassen. Florack sowohl wie Rülhmann verabredeten daher gemeinsam einen Plan, aus der Anstalt zu entfliehen und suchten sich einen Zeitpunkt heraus, zu dem ein Aufseher Dienst hatte, mit dem sie leicht fertig zu werden hofften. Am 26. November v. Js. begannen sie morgens 4 Uhr ihre Arbeit in der Küche, während der Aufseher Oberle im Hose der Anstalt auf und ab ging. Beide warfen nun in einen der Kessel ein Stück Holz urü> riesen den Aufseher herein, damit er nachsehe, was in dem Kessel schwimme. Als Oberle in den Kessel hineinleuchtete, warf ihm Florack einen Riemen um den Hals, während Rüth- ntann den Aufseher festzuhatten suchte. Als der Beamte sich zur Wehr setzte und mit Rüthmann zu Boden fiel, fesselte ihm Floiack die Hände auf dem Rücken, verstopfte ihm den Mund mit Tüchern usw. und nahm ihm Taschen­tuch und'Messer ab. Sie erbrachen dann einen Schrank und ent­nahmen daraus eine Wärteruniform und ein Gewehr und ge­langten auch ins Freie., Nach kurzer Zett gelang es aber, der Flüchtigen wieder habhaft zu werden, die sich nunmehr vor dem Schwurgericht wegen Meuterei zu verantworten hatten. Das Urteil lautete gegen beide auf je 2 Jahre und 3 Monate Zucht­haus, Stellung unter Polizeiaufsicht und je 10 Jahre Ehr­verlust.

alte sank. Sank mit den Bäumen Ob die Flüchtlinge eine neue Heimat finden werden, das freilich ist eine andere Frage. Wo gibt es in den Großstädten Heimäten? Kaufen lassen sie sich auch nicht.

Noch einmal: was ich hier schrieb, ist tatsächlich eine Schilde­rung nach dem Leben. In jenem Dorfe ist jetzt alles kleinlaut geworden, wenn man von derModernisierirng" spricht, auf die ernst alle so stolz waren. An ein paar Stellen hat man int «Stillen damit begonnen, wieder anzupflanzen, aber erst die Enkel werden halb wiedergewinnen, was ihre Vorfahren ganz zerstört

Deutsche Kolonien.

Kolonialausste'llun g. In Breslau fauv am Montag in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste und Vertreter der königlichen und städtischen Behörden bte Eröffnung der Kolonial-Ausstellung statt.

Der Gouvernementsrat von Deutsch -Ost- -afrika nahm am Donnerstab Entschließungen an, betr. ^Einführung der Sonntagsruhe in städtischen Ortschaften so­wie betr. die Arbeit der Eingeborenen. Der in der vorigen Tagung eingesetzte Ausschuß erstattete Bericht über die Frage der Buchführung der Inder. Ter "Ausschuß schlug vor, Handelsschulen einzurichten, sowie nach Ablauf von fünf Jahren von farbigen BoMaufteuten Bucvfüh-rung in deutscher Sprache, von kleineren Kaufleuten Buchfüh­rung in deutscher Sprache oder in Suaheli zu verlangen.

2lM5lanö.

Neues von FrauPankhurst.

Die Anhängerin des Frauenstimmrechts Sylvia Pank- Hurst veranstaltete, wie aus London gemeldet wird, am Sonntag nachmittag am Trafalgar Square eine Kund­gebung. Darauf zog sie in Begleitung von 2000 Menschen, unter denen sich zahlreiche Tockarbeiter be- sanden, in der Richtung nach der Downiugstreet zum Wohn Hause Asquiths. Die Menge versuchte, den Gürtel der Polizeimannschaften zu durchbrechen, wobei es mehrfach zu Tumulten kam. Der Polizei gelang es schließ­lich, die Manifestanten zurückzutrciben. Fünf'Personen wur­den verhaftet.

ländischen Sträuchern, ein Eisenhändler lieferte die Gartengitter billig: irgendwo kaufte man Zwerge und allerlei Wild in an- gemaltem Ton und putzte damit seinen Garten; selbstFelsen" fehlten hier in der Niederung nicht. Kurz: 3c. war ein modernes Dorf geworden. So modern, daß auch keinem Wege die Tafel fehlte, die den Weg verbot.

Nur einer machte nicht mit; und gerade war es der, der von den anderen Besitzern im Dorfe als der allermodernste angesehen wurde, weil er jede Maschine, jedes Werkzeug, was ihm' gut schien, prüfte, alle Hilfsmittel seiner Wirtschaft nutzbar machte und sann und sann, was zu verbessern war. Er war auch der Begründer verschiedener Vereinigungen zu gegenseitiger wirtschaftlicher Hilfe. Ter war es, der vor der Vernichtung des Baurn- und Hecken­schmuckes vergeblich gewarnt hatte. Und nun? Mit den Bäumen auf dem Kirchhofe fing es an. Ihre Wurzeln hatten die Steine der Mauer zusammengehalten; als die Bäume gerodet wurden, fiel die Mauer zusammen. Sie mußte in Ziegeln neu errichtet werden. Das kostete Geld; nun aber kam es schon einigen vor, als ob die glatte Ziegelmauer nicht so hübsch aussähe wie die alte mit ihrem Pflanzenwuchs zwischen den Steinen. Ein anderer kam dahinter, daß die gefällten hohen Bäume die Fachwerk­dächer der Scheunen und Ställe vor zerstörungswütigen Stür­men geschützt hatten; es gab jetzt mehr Dachreparaturen, als vorher. Einen: brüten ward es mit der Zeit doch fraglich, ob das flache Pappdach sich für unser Klima eigne. Mit den Bäumen fielen auch die natürlichen Blitzableiter für die Gebäude. Der Garten war nach dem Fallen der Fliederbüsche den Winden über­liefert Auch fehlten die Vögel, die in den Büschen genistet hatten und damit fiel ihr Polizeidienst gegen das Ungeziefer

des Gartens weg. Der Boden auf den Höhen, wo früher die

Wäldchen gestanden hatten, war zu Acker gemacht worden; aber

er brachte nichts, er lag zu hock und war zu trocken. Das Wild,

seiner Zufluchtsstätten beraubt, hatte sich zurückgezogen; die Jagd beschräntte sich auf Hasen und Rebhühner. Die Wege ohne ihre Alleen und Straucher waren im Sommer dem Sonnenbrand und im Winter den Schneeverwehungen viel mehr ausgesetzt als früher. Man fand Nachteile über Nachteile, und schließlich sah man ein daß die Alten doch nicht so bunrm gewesen waren, als man gedacht hatte. Ja, man fragte sich leise: wer waren berat eigentlich die Gescheiteren gewesen sie oder wir, die ,IVodernisierer"?

Ja, die Alten! Gewiß kannten sie nicht die moderne Be­wirtschaftung; aber eins hatten sie vor den Mddemen voraus: einen näherem Anschluß an die Natur und bamit em feineres

Redaktion, (Srpcbition und Druckerei: Schul­straße 7. Expeduion unb Verlag: 31.

Redaktion:^4A112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

Die Kieler Mache.

Kiel, 30. Juni. Die Kaiserin ist heute morgen im .Sonderzuge hier eingetroffen. Der Kaiser empfing sie auf dem Bahnhofe und geleitete sie auf dem Wasserwege zurHohen- zollern".

Kiel, 30. Juni. Die Kaiserin besuchte heute vormittag ihre JachtIduna" und begab sich $um Start der Sonderklassen. Ter K a i s e r hörte heute vormittag einen Vortrag des Chefs des Zivttkabinetts unb besuchte später den großen KreuzerSeyd- litz", Kommandant Kapitän von Egidy.

Ter Kaiser nahm in den Räumen des Kaiserlichen Jacht­klubs um 7" f Uhr die Preisverteilung für die Wettfahrten der Kriegsschiffboote vor. Hieran schloß sich ein Festmahl des Kaiserlichen Jachtklubs. Der Kaiser ließ heute nachmittag der Flotte die A u n a h m o d e r W e h r v o r l a g e durch ein Signal bekannt geben.

Dienstag, f.M M3

Rotationsdruck und Verlag der Br ühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

veretnrnachrichten.

** Verein ehemaliger 116er in Gießen. Am Samstag abend hielt der Geschästssührende Ausschuß des Vereins seine letzte Sitzung ab, in der durch den Vorsitzenden des Finanz­ausschusses Schlußrechnung gestellt wurde. Aus dem Bericht ergab sich, baß beim Fest mehrere 1000 Mark Ueberschuß erzielt wor­den finb. Dessen Höhe erreicht jedock nicht die Beträge, die schon lange Zeit vor der Abrechnung in verschiedenen Blättern veröffentlicht worden sind. Es wurde beschlossen, den Ueber­schuß wie folgt zu verwenden: 1. Cs wurde eine llitterstützungs- kasse für hilfsbedürftige Mitglieder des Vereins gegründet unb dieser als Grundstock 4000 Mark überwiesen, deren Zinsen zu Beihilfen au in Not geratene Mitglieder verwandt werden sollen. 2. Da das Regiment hatte mitt ei len lassen, die einzelnen Ba­taillone hätten beim Fest derartige Ausgaben machen müssen, daß es ihnen unmöglich sei, so, wie seither üblich, den Unter­offizieren und Mannschaften während des Manövers in den Bi­waks eine bessere Verpflegung zuteil werden zu lassen, werden den drei Bataillonen die von diesen dem Verein vor dem Fest überwiesenen 12 000 Mark zu den vorgenannten Zwecken zurückbezahtt. 3. Bezüglich des am Festsonntag gegebenen ge­meinsamen Mittagessens sind etwa 90 Beschwerden eingelaufen. Der Verein ist nicht in der Lage, nachzuprüjen, ob sie begründet sind, zumal durch den Verpflegungs-Ausschuß und unparteiische dritte Personen sofort festgestellt worden ist, daß die Wirte ge­nügend Eßvorräte hatten und nur durch das in die Hallen ein- dringende Publikum die Bedienung außerordentlich erschwert wurde. Ter Verpflegungs-Ausschuß hat deshalb die den Wirten bestellte Anzahl Gedecke bezahlen müssen und bezahlt. Der Verein ist deshalb nicht in der Lage, eine Rückvergütung eintreten zu lassen, überweist aber, um auch nur den Schein eines Unrechts zu vermeiden, den den reklamierten Essen entsprechenden Betrag von 100 Mark der Unterstützungskasse der hessischen Landes-Krieger - Kameradschast. 4. Ein entsprechender Betrag des Ueberschusses soll dazu verwendet werden, um 6 neue Armeegetvchre, Modell 1898, anzuschaffen, um den Schießbetrieb zu verbessern und zu heben. 5. Der Rest des Ueberschusses soll der Sterbebeihilfekasse des Vereins überwiesen werden. Die endgültige Abrechnung wird in einer auf Samstag, den 2. August, einzuberufenden außerordent- lidren Mitgliederversammlung gestellt werden, an die sich eine gemütliche kameradschaftliche Zusammenkunft anschließt. Für Sonn­tag, den 3. August, ist ein Sommerfest auf der Liebigshöhe vor­gesehen. Vor Schluß der Sitzung sprach Kamerad Weg dem

Landschaft und Landwirtschaft.

DerK u n st w a r t" schreibt:

Das Folgende ist eine wahre Geschichte, und das ist bas Inter­essanteste dabei.

In einer lieblichen, flachen Talmulde einer weiten Ackerbau­ebene liegt noch heute fernab von jedem Eisenbahnverkehr das große unb wohlhabende Kirchdorf X. Die höchsten Punkte des ansteigenden Geländes waren mit kleinen Wäldchen besetzt, die dem zahlreichen Wilde als Zuflucht dienten. Mit den Nachbar­dörfern war das Dorf durch hochstämmige Alleen verbündete. Ringsum >og sich ein fast lückenloser Kranz von Fliederbüschen. Um die Gehöfte standen hohe, alte Bäume. Ebenso um bte archi- ' tektonisch unbedeutende Kirche, dicht an der, Feldsteinmauer, bte bem höher gelegenen Kirchhof nach der Dorfitraße zu als Futter- rnaner diente. Die in Putzbau errichteten Gebäude der umfang­reichen Gehöfte verrieten alte, geschichtlich gewordene Wohlhaben­heit, besottders taten das die Wohnhäuser mit Obergeschoß, hohem Ziegelwalmdach unb breiter, steinerner von Linden beschatteter Freitreppe zu den kleinen, freu üblichen Vorgärtchen. Ein raebriger 1 Zaun mit Hecken davor trennte den Vorgarten von der Dorfftraße.

Ueberall gab es da Vögel, Gezwttsck)er unb Gesang.

Aber bas ist alles anders geworden. Zwar liegt das Dorf noch in der Mülde, aber die Wäldchen auf den Höhen sind weg, weg sind die Alleen, weg die Bäume an den Gehöften, weg auch die Fliederhecken; und die Kirche steht kahl auf einem von kahler glatter Ziegelmauer umfriedeten Kirchhof. Die Linden, von der Freitreppe des Gutshauses mußten ein paar, Zyprenen Platz machen: an Stelle des alten Zaunes und der Hecken steht heute ein grellgrün gestrichenes Eisengitter. Hier und da ist auch schon :das alte Wohnhaus verschwunden. An seine Stelle trat die Villa", ein mitRenaissance"' überladener Putzbau mit dem 1 Bwer landschaftsfremden Schieferdach, oder gar einem Dache aus bunten Zementdachsteinen. Selbst Wirtschaftsgebäude mußten weichen, man erbaute sie neu in Ziegelrohbau und legte ein Papp­deckel darauf wie den Deckel auf den Futterkasten.

Was war vorgegawgen? Nichts toeiter, als daß ein Besitzer «ms einer andern Gegend angezogen kam, der über das attmodffche Dorf lachte und haarscharf bewies, daß Bäume der Landwirtscyaft sckstiblich sind unb daß man also keinen Baum unb Strauch am ferner Besitzung bulbcn bürfe. Dann, paßten auch bte Gebäude nicht mehr in bie neue Zett: sie mußtenmodern" werden und da sie das nicht foimicn, mußten siemodernen" Bauten weichen. Ein Bauunternehmer, ein früherer Maurerpolier, baute billig nach von ihm selbst entworfenen Plänen; ein Gartner aus her

Lahn-Dünsberg Turnfest

Lollar, 1. Juli.

Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht, in dem wir nur die ersten 10 Preisträger erwähnten, sei nachstehend die voll­ständige Siegerliste veröffentlicht:

I. Miisterri egen.

Aktiv: Lollar 69,43 Punkte, Großen-Buseck 68,30, Atz- back) 64,14, Dorlar 56,33. Sonderausführungen: Oden- Hausen 68,28 Punkte, Waldgirmes 62,90. Zöglinge: Lollar 69,95 Punkte, LaunÄmch 66,99, Burkhardsfelden 64,16, Großen- Buseck 64,13, Wißmar 62,36, Roth 56,83, Rodheim 56,51, Kinzenbach 53,50, Albach 50,91.

II. Einzelwetturnen.

Ernst Will-Launsbach, lobende Anerkennung, 1341/2 Punkte, Hch. Rohrbach-Lollar, Ehrenpreis, 134, 1. Preis Wilh. Schmidt- Waldgirmes 1321.0, 2. Karl Weller-Atzbach 131, 3. Wilh. Frank- Lollar unb Eberh. Karber-Odenhauseii 129, 4. Ld. Klinkel- Lvllar 127>, 5. Willi. Lehr-Taubringen 127, 6. W. Ott- Ruttershausen 1.25, 7. W. Walther-Großen-Buseck 123i/o, 8. Emil Bergen-Alleubvrf unb Karl Appel-Lollar 123, 9. Ld. Schäser- Albach und K. Winther-Launsbach 1221 <, 10. Ld. Bier-Stausen- berg und Balth. Bonarius-Großen-Buseck 122, 11. Karl Klinkei- Lollar 121, 12. Gottfr. Speier-Odenhausen 120, 13. Hch. Hor- mel-Itoth II91/0, 14. Ludw. Fuchs-Mainzlar 119, 15. Hch. Schäfer-Daubrttigen 1171 , 16. stiud. Keller-Rodheim 1172/G, 17. Louis Reinhardt-Daubringen 117, 18. Fr. .Hofmann-Stein­bach 116*2, 19. Karl Bechthold-Rodheim 115' ., 20. Fr. Stumpf-

Drittes Blatt 163. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderheffen

wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen.

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Masure n, das fern von der geräuschvollen Verkehrs- straße in Ostpreußen idyllisch gelegene große Seengebiet, mit seinen noch viel zu wenig bekannten Naturschönheiten, ist all» tnählich immer mehr ein beliebtes Reiseziel geworden. Vielbiichtig sind die Ufer dieser Seen unb reich ist ihre Gestaltting. Bald sind es mächtige Becken, aus benen größere oder kleinere Inseln wirkungsvoll emporsteigen, bald hat man scheinbar mächtige Ströme vor sich. Eharakteristtsch ist das den Seen eigene kristallklare Wasser. Tas stets wechselnde romantische Landschaftsbild mit seinem üppigen Riesenwaldbestand,,sowie die märchenhafte Ruhe, die über den Seen lagert, üben auf den Besucher einen fesselnden Reiz aus und hinterlassen unverlöschliche Eindrücke. Mehreres vorzüglich eingerichtete Dampfer mit Restaurationsbelrieb ver­mitteln den Verkehr. Ueberall bietet sich reichlich? ttzttegeiiheit zur Ausübung der Jagd und Fischerei, sowie des Argel-, Ruder- und Segelsportes. Prospektmaterial wird kostenlos versandt durch das Internationale öffentliche Verkehrsbureau in Berlin, Unter den Linden 14.

Burkhardsfelden 114i/2, 21. Karl Christ-Lollar, Louis Pfeiffer- Launsbach und Hch. Hofmann-Lollar 114, 22. Ld. Leminer- Mainzlar 1131/2, 23. Hch. Größer-Großen-Buseck! 1121/», 24. Her­mann Schmidt-Launsbacli 112, 25. Karl Peter-Reiskirchen und Oswald-Lollar IUV2, 26. H. Hofmann-Burkhardsfelden, Py- Wagner-Großen-Buseck und W. Jung-Dorlar 111, 27. Louis Haas-Steinbach 1 Itä 28. Karl Schlierbach?-Rodheim, Karl Bal- ser-Steinbach und Hch. Jndertl-al-Großen-Buseck 109ß>, 29. Lb Hofmann-Wieseck 108-/,., 30. Ernst Klinkel-Lollar unb Karl Gissel- Waldgirmes 108, 31. Hch. Rühl-Lollar und Otto Hartrnann- Atzbach 107, 32. Fr. Schwicker-Atzbach, Herm. Dreuth-Dorlar und Wilh. Matterndellingshausen 106- 2, 33. Wich. Best-Wißmar unb Hch. Reinstädler-Dorlar 105-/o, 34. Karl Müller Reiskirchen, Aug. ^tadtmüller-Annerod uno Ludw. Asf-Großen-Buseck 105, 35. Hch Simon-Odenhausen, Jos. Bergenstein-Roth und Rud. Winther-Launsbach 104, 36. Karl Schäfer-Dorlar 103' >, 37. Ernst Deibel-Lollar, Wilh. Röhrsheim-Ruttershausen und Hrch. Geier-Atzbach 10138. Ludw. Feiling-Rodheim und Karl Wagner-Odenhausen 101, 39. Ld. Engelhardt-Hausen, Ld. Mülst-r Mainzlar und Willy Grölz-Staufenberg 100' ,>, 40. Gg. Schrnidt- Rodheim und W. Harbach-Großen-Buseck 100, 41. Hch Haus- Großen-Buseck, Willy Keil-Allendors und Karl Weber-Bieber 99' 42. Ehr. Möbus-Burkhardsfelden und W. Schmidt-Waldgirmes 99, 43. .Hch Bogel-Bieber 98V2, 44. Ehr. Schmaus-Reiskirchen 971/2, 45. Hch. Weimer-Roth 97, 46. Ld. K a eher-Oden haus en, Sb. Binz-Atzbach und Hch. Jung-Wenkbach 96, 47. Hch Schäfer- Mainzlar unb Hch Mandler-Kinzenbach 951/2, 48. Fr. Stumpf- Reiskirchen 941.», 49. Fr. Bach-Lollar, Joh. Niederhofer-Lvllor und Hck. Spaar-Wißmar 94, 50. Ld. Sttoh-Großen-Buseck, Fr. Förster-Dvrlar unb Lb. S chmid t -Bur kha rds fei den 93*/>, 51. Otto Frank-Lollar 93, 52. PH. Schmidt-Albach, Wilh. Leicht-Rodheim und August Weller-Wiefeck 92-/2, 53. Phil. Junker-Lollar 91*5, 54. Wilh. Rudolf-Tmckringen 91, 55. Otto Balser-Albach, Just. Laucht-Allmch und Ludw. .Kirchmann-Albach 90*/2, 56. Fritz Ben­der-Rodheini 90, 57. Karl Schlierbach-Bieber 89-/2, 58. Ao. Schön-Wißmar 88- 2,^59. Karl Schwab-Lollar und Hch Karle 88, 60. Karl Luckhard-Salzböden 87-/2, 61. Hch. Beyler-Kinzen- bach 87, 62. Hch Sttoh-Wißmar 86, 63. Hch. Seipp-Rodheim 85.