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22.9.1913 Zweites Blatt
 
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Vermischtes

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Beobachtungen der Station Sieben.

Höchste Temperatur

Niedrigste ,

am 20. bis , 20.

21. September 2L

eines falschen Fünfmarkstückes, das auf der landgräfl.-hess. Landes­bank in Friedberg in Zahlung gegeben worden war, wurde er­kannt, da die Nachforschungen nach einem bestimmten Later lern

A ilAM «rAwon ist die an Milde, Feinheit und

Alien voran AuSgiebigteil seit vielen Jahren

glänzend bewährte und M v F F hO 15 H S Ci f®* --rzt/cch warm empfohlene v

Geriebtssaal.

Sanchez und Tochter.

Madrid, 21. Sept. Das Urteil gegen den Haupt­mann Sanchez ist jetzt, nachdem es vom obersten Kriegs­gericht bestätigt worden ist, auch öffentlich bekannt gegeben worden. Sanchez wurde, wie man vermutet hatte, zum Tode verurteilt. Seine Tochter erhielt zwanzig Jahre Zuchthaus.

Ergebnis hatten.

Mit einer D e t e kt i v g e f chi cb t e

Vnsversitäts-Ncrchrrchten.

Erich Schmidts Lehrstuhl.

Wie dieHvchfchulkvrr." erfährt, wird die von dem ver­storbenen Geh. Regierungsrat Professor Dr. Erich Schmidt an der Berliner Universität bekleidete Professur zum bevorstehenden Wintersemester noch nicht wieder besetzt werden. Zur Ergänzung des Lehrplans auf germanischem Gebiete, insbesondere auf dem der neueren Literaturgeschichte, ist für das nächste Semester kom­missarisch der Privatdozent an der Universität zu Bonn, Dr. Hermann Schneider herangezogen, der auch, wie wir hören, an der Leitung der neueren Abteilung des Germanistischen Semi­nars beteiligt sein wird.

WegenViehseuchcn vergehens wurden mit Geldstrafen von je 15 Mk. bestraft: der Viehhändler A S in Gambach, der Landwirt I. St. in Renzendorf, der Steinbrecher Gg. P., der Schäfer K. Ö., der Landwirt Gg. &., der Taglöhner F. K. und der Landwirt K St., samtlw) in Arnsheim. Dagegen freigesprochen wurde die Ehefrau V W. in Babenhausen. r

Wegen schweren Diebstahls, durch den er sich 2 Kistchen Zigarren aus einer Kegelbahn ver­schaffte, wurde der 14jährigc Arbeiter K. .A. von Gedern Mit 3 Tagen Gefängnis bestraft.

auf den GVroühmog. _ , ,. _ , , ____

Bei dem sich anschließenden Fcstes, enim Hotel Grotzherzog von Hessen trank zunächst Geh. KommerzienratH erchel heim aus Kader und Reich. Kommerzienrat Grünewald (Alsfeld) hielt einen Trinkspruch auf die Gäste, in deren Namen Provinzial birettor Geheimerat Dr. Usinger rn äußorsthuinorvoller^ form vollendeter Rede erwiderte. Zum Schluß iprach Bankdirektor Pareuä, der Vorsitzende der Handelskammer in Darmstadt.

Am NLontag ist dies Gebäude zur allgemeinen Besichtigung geöffnet. Interessenten können, wie man uns, mittedt, die nut zahlreichen Abbildungen geschmückte, stattliche Festschrift auf Wunsch umsonst erhalten.

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 19. Sept.

Zur Verhandlung ausgeblieben ist der Agent P. M. in Bad-Nauheim, der wegen .Untreue angeklaat ist. Da er ordnungsgemäß geladen war, wurde Vorjührungsbefehl gegen ihn erlassen und Termin auf den 4. Nov. 1913 bestimmt.

Diebstahl int Rückfall

beging der vielfach vorbesttafte Arbeiter F. H. von Hagen, der in einer Wirtschaft in Klein-Linden ein Geldtäschchen nut 6,50 Mk. stahl. Strafe: 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft.

Auf Einziehung

Straßburg. Der ordentliche Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität zu Straßburg.- Dr. Gustav Störring hat einen Ruf nach Bann als Nachfolger des an die Universität München übersiedelnden Professors Külpe erhalten.

Kiel. Ernannt wurde der bisherige o. Professor Dr. theol. et phil. Ernst Sellin in Rostock zum ordentlichen Professor in der theologischen Fakultät der Universität Kiel; ihm wurde der Lehrstuhl für atttestamentliche Theologie als Nachfolger des Geheimen Konsistorialrats Prof. A. Bostermann übertragen.

Ter Privatdozcnt Dr. Hermann Mutschmann in Der lin hat den Rus an die Universität Königsberg in, P r mi- qcnonrmen und wird die außerordenttiche Prvftsiar der Elastru. Philologie zum 1. Oktober 1913 übernehmen. Er wird dort Nacfa folger von Prof. Jensen.

seien. Der Kaufmännische Verein danke der Handelskammer für die Förderung seiner 3ntercffen, bie gleich lacn den allgemein».n Interessen von Handel und Industrie. . c^,v*

Als 'Vertreter der Kaufmannuchen Fach,chule entbietet ÄKorpt lehret Knaus; die besten Wünsche des faufmämtu'cbcn Nach Wuchses. In voller Würdigung der großen Bedeuwng einer guten, besseren Ausbildung der jungen Kaufleute habe die klammer in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein vor 20 Zähren die Kaufmännische Fachschule ins Leben gerufen- und ihr bis heute ihre volle Aufmerksamkeit zugewendet. Ihr verständnisvolles Interesse an dem kaufmännischen UMrrrickftÄvricn fabc ne be­kundet, als sie das von dem Redner vorgelegte Programm durch- führte, und zusammen mit der Handelskammer zu Friedberg vor 10 Jahren die Konferenzen für die Lehrer an kauftnamiftchen Unterrichtsanstalten ins Leben gerufen habe.

Zum Schluß sprach Prof. Dr. Krau sm ul le r für den Ortsgewerbeverein, den mit der Handelskammer leit Jahren und Jahrzehnten gleiches Interesse und persönliche Beziehungen bet' bänden - Sein Wunsch sei, daß es auch lernerhin .so bleiben möge.

Hierauf hielt der Handelskammersyndikus Dr. Zeidler einen Vortrag über Die Stellung der Handelskammern iw heutigen Rechtsstaat. Nack)dem er diese Stellung unter Zugrundelegung eines reichhaltigen Materials eingcfaitb erörtert hatte, kam er zu der Frage, ob es notwendig iei, die Handels­kammern einer Reform zu unterziehen.

Nach dem nut großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß Geh. Kommerzienrat Heichelheim die Feier nut einem Hock;

ÄnzaA von Ehrengästen mit den Mitgliedern der Handelskammer, l um in Gegenwart zahlreicher Vertreter auswärtiger Handels- > tammern sowie der staatlichen und städttschcn Behörden die Weihe "des neuen Hauses festlich zu begehen. Als Vertreter der Regie- rung war der Minister des Innern, Erzellenz Hombergk zur Vach und Ministerialrat Hölzinger erschienen; die Provinz v«- trat Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger, die ^>tadt Oberbürgermeister Mecum, die Oberpostdirektion Darmstadt Oberpostdirektor Mi 1 kau, die Eisenbahndrrektion Frankfurt a. ..i. Negierungsboumeistcr Dr. Walloth, die Reichsbank Direktor Beh­ling, den Hess. Handelskammertag Kommerzienrat Dr. Bamberger. Auch sämtliche Gießener Behörden waren vertreten.

In dem festlich geschmückten großen Sitznngsiaal de-, w- bäudes, dessen ebenmäßige Abmessungen der Raumgestaltung des Archftetten alle Ehre machen, begrüßte der langiährige, ver­dienstvolle und opferfreudige Vorsitzende der Handelskammer, Gey. Kommerzienrat H e i ch e l h e i m die Erschienenen nut einer warm­herzigen Ansprache, indem er besonders des Vertreters der Re nierunq, der Abgeordneten der auswärtigen Handelskammern, des Architekten Hamann, sowie der am Bau beteiligten Hand­werker und Arbeiter gedachte. Seine mit lebhaftem Beifcül au- genommene Weiherede, die von freudiger Genugtuung itbet: öie glückliche und ohne jeden Unfall vor sich gegangene Dolttndung des Hauses erfüllt war, klang in dem Wunsche aus, daß das neue Heim der Handelskammer nicht nur eine Zierde der Stadt, sondern auch eine Stätte segenbringender Arbeit lern möge.

Kommerzienrat Schirmer gibt zunächst ^^^uniger Rede einen Ueberblick über die Wohnungen, die die DandAskammei seither innegehabt hatte, und dankt dann dem Geh. ^Er,ienrat Heichelheim, der nicht nur den Grund unb Boden für dm Bau gestiftet habe, sondern auch die namhafte Summe von 60 000 Mk wobei er sich gleichzeitig bereit erklärt habe. die M^rkosten leihweise zur Verfügung zu stellen. Als sichtbares Anfan des Dankes für die hochherzige Stiftung habe Handriskammer be^ schloffen, sein Bildnis in Bronze an ber etatte aufzusttllen, wo er künftig als Vorsitzender seines Amtes walten weri^. Kom­merzienrat Schirmer enthüllte alsdann ein von dem Bildhauer Kloetting modelliertes Reliefbildnis des Stifters, das in_ ber großen Nische bes Saales seinen Platz gefunden hat. Er gedachte bann noch der Frau des Geheimrates Heichrilxnm, die bet brr Auswal l der Innenausstattung wertvolle, Anregungen ge­geben habe, unb schloß mit.dem Wunsche, bat; Derr und Frau Geh Kommerzienrat Heichelheim ihrg.Hulb noch lange ber Handels-

zur Buch übermittelte mit Der,- lichen Worten die Glückwünsche der Staatsregierung, indem er der segensreichen unb rastlosen Tätigkeit^er Handelskammer gedacht^ Getreulich habe sie in ben vier Jahrzehnten ihre^ Beitehens die Gesamtinteresfen von Stadt unb Industrie wahr genommen und freimütig habe sie stets ihre Anschauungen verirricnauch wenn sie von der herrschenden Auftastung in l^.-^clspolitftck>en Fragen alrgewichen seien. Biel sei durch ihre ^iittattve erreich^ worden, vor allem bei Verbesseriing der Berkehrsverhältnisse und bei der Errichtung der Reichsbanftiebenstelle, die ja ^rade jetzt zu einer Reichsbankstelle umgewandelt wurde, ^n ^enJafaes- berichten habe die Kammer mit Befriedigung auf bic ftett Ber- rnehrung und die kräftige Entwickelung der Betriebe m ihrem Bezirk Hinweisen können. Daß sich die wirtschaftlichen Kraftt durch die Tätigkeit der Handelskammer auch m Zukunft immer weiter entfalten möchten zum Wohle unseres Heftenlandes, das sei der sehnlichste Wunsch der Regierung, ^as Bedurfnu' nach »meni neuen Heim habe sich schon längst gebieterisch geltend gemacht; daß dieser Wunsch heute schon erfüllt werden konnte, das ver­danke die Kammer dem schon so oft ut freigebiger Weise b tätigten Gcnieinsinn ihres bcrmaligen Vorfttzen^n, d^ Herrn WL°mm^ienr->ts fceidjelljeim 3bm «^e.babet We »ar atlem Tank unb Anerkennung. Als äußeres Zeichen

her Gvoßherzog ihm das Ehrenkreuz des Verdtenstordens Philipp-- des Vmütig-Ü v-rli-l)-u7d°s et mit herzlichen Glnckmunschen

hatte sich die Strafkammer zu befassen tn der Verhandlung gegen 1. den früheren Polizeibeamten und jetzigen Inhaber eines Wach- und Schließinstituts F. F. in .Frankfurt a. M wegen Frei­heitsberaubung, Amtsanmaßung, Nötigung und unbefugten Tragens einer Uniform; 2. den Versicherungsage,iten E. G. in Frcmksurr wegen Beihilfe zur Nöttgung unb Amtsanmaßung und 3. bie Efaftau des Ingenieurs M. St. in Bad-Nauheim wegen Bei­hilfe zur Freiheitsberaubung unb Nötigung. F , der kurz vorher in ben Bad-Nauheimer Hotels seine Dienstt als, Detektiv an- geboten hatte, war von bem amerikanischen Kurga,te R. mit ben Nachforschungen nach einer Vorstecknabel im Werte von 20 000 Mark, bie ihm int Grand-Hotel abhanden gekommen war, beauj- traqt worden, unb machte sich, ba eine Belohnung von 1000 Mk. für bie Wiebererlangung ber Nabel ausgesetzt war, mit be,onberem Eifer an bie Verfolgung ber Sache. Sein Verdacht fiel auf ben im Gianb-Hotel beschäftigten 14jährigen Pagen K. M. von ö-rieb» berg, ben man ben Diebstahl zumutete. F. machte sich an ihn heran unb versuchte zunächst burtf) gütliches Zureben, ihn zu einem Gestänbnis zu bringen. Als bies nichts' fruchtete, ging er zu schärferen Mitteln über. Er stellte sich ihm in einer Uniform vor bie M. für bie eines Polizeibeamten falten mußte, unb forbertc ihii unter ber Drohung, er werbe verhaftet, zu einem Gestänbnis auf. In seiner Angst gab M. die Tat auch zu, aber nur, um bald darauf aufs neue seine Unschuld zu beteuern. F., im festen Glauben, M. sei der Dieb, ging dann sogar soweit, ihn mit in die Wohnung seiner Schwiegereltern in Bad-Nauheirn zu nehmen und ihn hier von seiner Schwiegermutter, der Angeklagten St einen ganzen Tag überwachen zu lassen. Am nächsten Tage suchte er bann mit Hilfe bes Mitangeklagten G. aus ihn einzu­wirken, um ein Geständnis und Auskunft über den Verbleib ber Nadel zu erlangen. Inzwischen hatten aber die Eltern des M. von der Sache erfahren, ihren Sohn nach Friedberg zuruckgefatt und Anzeige erstattet. Die Strafkammer erkannte gegen F. wegen Amtsanmaßung auf eine Geldstrafe von 100 Mk. unb wegen unbe­fugten Tragens einer Uniform auf 20 Mk., im übrigen erging Freisprechung, ba bie gesetzlichen Voraussetzungen ber weiteren Straftaten nicht gegeben waren.

^Ti^'Ueberreichung bes Ordens war von lebhaftem Beifall

Namen der Stadt brachte, . Oberbürgermeister M e e il m freudigen Willkommengi-. Es fei Zugleich die SMe der Stadt, für die die Handelskammer emtrete,. und es sei fem herzlichster Wunsch, daß die Handelskammer im neuen Heim »um Besten der Stadt m eiter arbeiten möge wie r,

d D-? R-kd», P°°s. Dr. Eck. überbifacfrte.. bic Muckn-kiM- ber Universität zur Vollenbung bes neueii, schonen Baues. Mit

MMMMM OMELESL-L

ber Ob-rposlbirekti-tt Darmstadt überbringt EVsZL-Srs-L-Z vierzig Jahren, also seit ^c,teyen v Handels sei. Er

-?ügUcher Gradmeftei fur^d.^ »eom g vierzig Beamte an MW- daß >m mährend siS bie Zahl

6C,nÄ"er^

ten 6 heuischenGlückwünsche, indem er der Hoff-

Ä&e eine Statte

des Fortschrittes unb ^e^^r Aifait^ seicht Bankier Rambn» ber Smbäätamm' ?i P^jidenien. Durch

Neustabt al-, .^rrrerer unb geborener Darm

feine nahen Beziehungen mit ^rcuben nach unb statte

stabter komme er zugleich mit bem Wuniche,

feine herzlichsten GluMvu iw Hanbelskammern Gießen

L Frantturi, die Ä gÄtt in Sübbeutfchlanb wäre, immer so ungetrübt ^iri wie t)i-bcr^ überbringt bie Grüße unb Glück- -^°nkb'wr Gelino r - ^ar^^^ ^b bie wiberittel-

wünfche ber Wetzlarer -- ^nmmCm bei ber ben Nvrben bes rinden ^^^''^.ÄM^ßenden Bahn hervor, betonte aber, faß

KALK ÜfiSlSSil*5<teM

Auftchwunges bi .) Zusammenarbeften ausipricht.

"" ® Ä «IS Vorsitzender brr Kammer

^anbgericht Gießen. Er bemerkt ironilch, dL^chtÄi oft far Vorwurf der Weltfremdheit gemadjt loerbc, Richtern oft oe rtdmef)r/ baß man richtiger

aber das tttftz mchrLs . « Publikums sprecfan könne. TroVy

;on einer über die prakttsche Erfahntng

^SLSL^i^ ääS

i^as gute Emvern.ehmeii auch weiterhin bejahen mi^e.

1 ^ür ben Kaufmännischen Verein, «A ^ni bisherige Hau^ rnii-i "der Handelskammer, überbringt Fabrikant H o r |t Gluck- Slb S^eLwün che. Seit über 16 Jahren haben die Hanfals- der Kaufmännische Verrin unter einem Dache gewirkt, bie Aufgaben zu erfüllen, die ihnen zugemejM

Niederschlag: 6,0 mm.

Verantwortlich fürAus Stadt und Land" i. V.: K'. Neurath.

nungen Hervorrufen können.

* Richtlinien der neuen Kochkunst. Ein Zug zur Einfachheit ist das neue unb höchst erfreuliche Element, bas sich in ber Entwicklung unserer Kochkunst barbietet. Ein Kenner und Meister seines Faches, bet Küchenchef eines großen Berliner Hotels, Max Schlichter, ber sich in berDame" über die bejonberen Kennzeichen ber neuen Herbstspeisen ausspricht, stellt dieses Hiii- ftreben zu vornehmer Schlichtheit in mehreren Erscheinungen fest. Zunächst will man eindeutige Bezeichnung der Speisen; nicht wer die Speise erfunden hat, sondern was man zu eisen bekommt, will man wissen, und statt der Seezunge ä la Caruso heißt es nunSeezunge pochiert in Austern" oderPoularde in brauner Butter",Hummer in Sherry" usw. Wie die Nameii sollen bie Gerichte selbst einfach sein unb leicht verdaulich. Eine bevorzugte Stelle int Menu nehmen frische Gemüse und Salate ein. Als besondere Delikatessen gelten junge Maissprossen mit frischer Butter; exotischer sind schon die ägyptischen Gombos, eine schotenähnliche Frucht mit weicher Schale, die mit Hammel­fleisch oder als Garnitur zu einem anderen Fleischstück serviert werden. Dazu gesellen sich Salate von Grape. Fruivs, Sellerie, Aepfel und Romaine mit Zittone und Mäyonaise angemadjt. Gegen alle unnötigen Aufmachungen und kunstvollen Verzierungen hegt mau ein gesundes Mißtrauen; die Qualität der Speise allein ent scheidet._______________________________________ '

Spielplan der vereinigten zrankfnrter Stadtcheater.

Gpernhaur.

Dienstag, den 23. September, abends */,8 Uhr:Slibn."' Mitt­woch, den 24. September, abends V?8 Uhr: .Wiener Blut." Donnerstag, den 25. September, abends/28 Uhr:Cosi fan tatte. Freitag, ben 26. September, geschlossen (1. Museums - Konzert). Samstag, ben 27. September, abends '/r8 Uhr: .Die Hugenotten." Sonntag, den 28.Sevtember, nachmittags '/,4Uhr: .Ter Zigeuner- baron." Abends 7 Uhr: Zum ersten Male (Urrufführmig): .Der Zwerg unb die Infantin." Tcmzspicl - in 2 Akten. Rach dem MärchenTer Geburtstag der Infantin" von Osk. Wilde. Szenische Bearbeitung umi Kcnlljeinz Martin. Musik von Bernhard Cekles. Hierauf:Der Barbier von Sevilla." Montag, den 29. September, abends 7 Uhr: .Tannhäuser." Dienstag, den 30. September, abends /,8Uhr: .Tie beiden Husaren." Piittlvoch, den 1. Oktober, abends /.S Uhr:Ariadne auf Raros."

1 Schauspielhaur.

Dienstag, ben 23. September, abends 8 Uhr: .Tas Beschwerdebuch." Dtittwoch, den 24. September, abends 8 Uhr: Zum ersten Riale:Das Geheimnis." Schauspiel in 3 Akten von Henri Bernstein. Donnerstag, den 25. September, abends 8 Uhr: .Fuhrmann Henschel." Freitag, den 26. September, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel." Samstag, ben 27. September, abends 8 Uhr; "Das Geheimnis." Sonntag, den 28. September, nacbmiltagg 3 Uhr : .Püppchen." Abends 8 Uhr:Tas Geheimnis." Monta^ den 29. September, abends 8 Uhr: .Tas Beschwerdebuch." 2ien§' tag, den 30. September, abends 8 Uhr: .Tas Geheimnis." Mitt­woch, den 1. Oktober, abends 8 Uhr: .Tas Beschwerdebuch."

* Eine Seereise ber Kronprinzessin. Die Kronprinzessin verlebte ihren Geburtstag an Borb bcs DampfersKronprinzessin Ceeilie". Die Fahri biescS schnell- bampfers bes Norbbeutschen Lloyb mit ber Kronprinzessin an Borb verlief bei schönstem Wetter. Bei bem Diner am Donnerstag hieß ber Präsibent bes Norbbeutschen Lloyb, Konsul Achelis, bic Kronprinzessin im Namen bcS Norb­beutschen Lloyb willkommen unb bankte ihr für ben wicberhollen Besuch an Bord ihres Patenschisfes sowie für ihre Bereitwilligkeit, bte Taufe des auf ber Schichan werft in Danzig im Ban besinblichen großen Lloybbampsers Columbus" am 11. Dezember bieses Jahres vorzuuehmeii. Den Höhepunkt bilbete am Freitag nachmittag bie Fahrt um die Insel Wight, bereu landschaftliche Schönheiten deutlich hervortraten. Um 3 Uhr 30 Minuten nachmittags wurden die Neebles passiert unb barauf die Rückreise an­getreten. Der Dampser passierte ben Rote Sanb-Leuchttnrm am Samstag um 2 Uhr 30 Minuten unb kam um 4 Uhr in Bremerhaven an. Um 4 Uhr 50 Minuten reiste bic Kron­prinzessin im Sonberzug nach Berlin.

* Eine Jahrhunbertfeier in Caub. Aus Caub wirb uns berichtet: Auf bem Fcstplatz in ber Umgebung bes Blücherbenkmals fanb am gestrigen Sonntag bie hunbert- jährige Gebenkfeier für ben Rh ei nüber gang Blüchers in ber Neujahrsnacht 1813/14 statt. Zu ber Feier waren erschienen ber fommanbterenbe General deL 18. Armee­korps v. Schenk unb ber Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau Exzellenz Hengstenberg (Kassel). Längs des Nheinufers hatten die Kriegervereine aus dem ganzen Regierungsbezirk mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Die Festrede hielt Kommerzienrat H. Schröder aus Nievern. Landrat Berg (St. Goarshausen) sprach auf das deutsche 2)ater­laub unb überreichte bem Blüchermuseum in Caub eine Abschrift ber Aufzeichnungen bes jüngsten Stabsofsiziers ails bem Stabe bes Felbmarschalls Blücher. Musikvortrage unb Chöre um­rahmten bie Feier. Ein Frühstück auf ber Pfalz im Rhein unb ein Festspiel von Hofrat Spielmann-Wicsbaden schlossen sich an.

* Kleesalzvergiftungen burch Putzmittel. In berPrager ineb. Wochensckw" macht Dr. L ö w y - Rrichenbcrg barauf aufmerksam, baß manche Massenvcrgistungcn unbekannten Ursprungs, wie sie nach größeren Abspeisungen, Banketts Vor­kommen, aus bie giftige Oxalsäure unb ihre Kalium-Anrmoniuni- salze zuruckzuführcn sein könnten. Da bic Oxalsäure nämlich ein Hauptbestandteil einiger allgemein verbreiteter Putzmittel fti, so liegt bic Möglichkeit nahe, baß infolge unachtsamen Nachwftchens bes geputzten Metallgeschirrs sehr beachtenswerte Quantitäten von Kleesalzcn an bcnsclben zurückbleiben können, bic sodann mit den Saucen unb Speisen dem Magen einverleibt, DerMungscrschci-

Sept.

1913

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

QJrab der Bewölkung in gehntcl der slchib. Himinelssl.

Wetter

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21. 2

749,7

15,3

10,5

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Bew. Himmel

21. 9"

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11,6

9,6

94

SW

2

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Bed. Himmel

22. 7y

751R

11,4

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98

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2

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Nebel