noch nicht fest. Wahrscheinlich dürfte feine Pause ein treten, das Haus wird kurze Nachmittagssitzungen von 3 Uhr ab abholden, da neben der Wehrvorlage noch das Staats- augehörigkerLsiFesetz, der Entwurf ich er die Entschädigung der Schöffen und Geschworenen, der Entwurf über die Er richtung ümi Fugendgerichten und das deutsch-russische Lite- ratur-'W'kommen vor der Vertagung verabschiedet werden sollen.
Line blutige Schlacht in MexM»
New Bork, 13. Mai. Nach einer Depesche aus No- gales (Arizona) fand in vergangener Woche bei Ku- Yam-es im Staate Sonora eine dreitägige Schlacht zwischen amerikanischen Bundestruppen und Aufständischen statt. Nach «einer Meldung des Generals Oregon wurden 500 Mann der Bundestruppen getötet und 200 verwundet. Tie gefangenen Offiziere sollen auf beiden Parteien erschossen worden sein. .Ain Eisenbahnzug mit .Holz und Rohöl ist nach dem Schlachtfeld geschickt worden, damit die Leichen verbrannt werden.___________________
Die internationale Zeerechtskonfercnz.
Kopenhagen, 13. Mai. Heute vormittag ist die 11. Internationale Seerechtskonferenz im Landthing-Saale eröffnet worden. Es waren 150 Delegierte anwesend. Die Eröffnungssitzung irtirbe durch den vorläufigen Präsidenten der Konferenz, Landthingspräsidenten Goos, eingeleitet. Außerdem hielten Begrüßungsansprachen der Handetsmi- uister Muus, der Präsident des dänischen See- und Handelsgerichts Koch, der Belgier de Jeune. Die Delegierten sämtlicher Nationen dankten für den Willlommens- gruß, worauf sich die Konferenz mit Koch als Vorsitzendem ionstituierte. Nach einem kurzen Bericht über die Komiteearbeiten seit der letzten Konferenz leitete Professor Hage- r up die Verhandlungen über die Londoner Deklaration ein.
Arrche rind Schule.
Der neue Bischof von Limburg.
Dr. Kilian ist, so lesen >oir in der „Köln. Volksztg.", am 2. November 1856 zu Eltville int Rheingau als Sohn eines einfachen Handwerkers geboren, besuchte dort erst die Volksschule, später die etwa einer Rektoratschule gleichstehende Lateinschule und hierauf das Gymnasium in Hadamar. Nachdem er sich zum Studium der Theologie entschlossen,' bezog er die Akademie in Münster, wo er auch als Einjährig-Freiwilliger seiner Militärpflicht genügte, später die Universität München und trat dann in das Priesterseminar des Erzbistums München-Freising zu Freising ein. Am 29. Juni 1881 zum Priester geweiht, fand, wie wir weiter von dem Kölner Blatte unterrichtet werden, Kilian, weil in der Heimat die Kulturkampfgesetze eine Verwendung in der Seelsorge unmöglich machten und der vom Kgl. Gerichtshof für tirchliche Angelegenheiten im Jahre 1876 zur Entlassung ans seinem Amte verurteilte Bekennerbischof Peter Joseph Blum in der Verbannung weilte, seine erste Anstellung als Kaplan (Kooperator) in dem malerisch schön gelegenen Badeorte Reichenhall in den bayerischen Alpen. Dann wanderte er über die Alpen als Kaplan, an die Kirche der deutschen Nationalstiftung St. Maria dell' Anima in Rom. Er erwarb den Doktorgrad. Mittlerweile war Bischof Blum vom Kaiser Wilhelm 1. „begnadigt" worden und im Dezember 1883 auf seinen Bischofssitz Limburg zurückgekehrt. Er ernannte im Juli 1884 den aus der ewigen Stadt heimgekehrten Dr. Kilian zum Kaplan in Limburg. Aus der Bischofsstadt führte ihn sein Lebensweg nach sechsjähriger Tätigkeit als Religious- und Oberlehrer an das Gymnasium in Montabaur. In dieser Wellung blieb er bis zum Frühjahr 1899. Seitdem gehört er dem Domkapitel von Limburg an und ist als Wirklicher ^Geistlicher Rat zugleich in der Diözesanverwaltung mit tätig. Der neue Bischof steht im 57. Lebens- l'ahre. Er ist ber siebente Bischof der erst im Jahre 1827 mit dem ersten Oberhirten besetzten Diözese Limburg.
vertrrterversammlung öes Hess. Landes-Lehreroereinz.
' — Bad-Nauheim, 13. Mai.
Heute tagte int „Sprudel-Hotel" die Vertreterversammlung des Hessischen Landes-Lehrervereins. Von den 102 Bezirksvereinen waren 101 vertreten. Ohne Besprechung werden Jahresbericht und Kassenbericht genehmigt. Als Jubiläumsbeitrag zu der 25jährigen Regierungszeit des Kaisers beschließt die Versammlung, von jedem Mitglied eine Mark zu erheben. Die Stiftung soll zur Unterstützung lungenkranker Lehrer verwandt werden. Die seitherige Unterstützung an außer Dienst sich befindliche erkrankte Schulverwalter aus der Kasse des Vereins provisorisch angestellter Lehrer wird von 60 Mk. auf 70 Mk. erhöht. Vom Jahre 1913 an wird mit der Unterstützungskaffe der Ludwig- und Alieestiftung eine Witwcu- pensions-Zuschußkasse verbunden. Diese Kasse hat den Zweck, solchen Lehrerwitwen und Lebrerwaisen, die nach dem Gesetz vom 17. Juli 1912, betreffend die Witwen- und Waisenkasfe der Volksschullehrer, ein geringeres Witwen- oder Waisengeld erhalten werden, als es nach den bisher geltenden Bestimmungen der Fall gewesen wäre, den hierdurch entstehenden Ausfall als Zuschußpension zu ersetzen. Mit allen gegen vier Stimmen wurde der Antrag verschiedener Bezirksvereine, daß der „Schulbote für Hessen" in Zukunft deutsch gedruckt werde, angenommen. Die im letzten Sommer schon von einer großen Anzahl von Bezirksvereinen begründete! H i l f s k a s s e wird von der Vertreterversammlung mit überwiegender Mehrheit gutgeheißen. Ein Ausschuß van zehn Mitgliedern, je zur Hälfte der Hilfskasse und dem Vorstand des Landes Lehrervereins angehörig, soll die Zusammenfassung der bis jetzt schon bestehenden Einzelteile veranlassen und für die nächste Vertreterversammlung einen Satzungs- entwurs vorbereiten. Zur Aufbringung der Beiträge spricht sich die Lehrerversgminlung für die Freiwilligkeit aus. Zur Besoldungsvorlage wird folgende Entschließung einstimmig angenommen:
„Die am 13. Mai in Bad-Nauheim tagende Vertreter- Versammlung des Hessischen Landes-Lehrervereins gibt ihrem Befremden darüber Ausdruck, daß die seit einem halben Jahre vorliegende Besoldungs Vorlage der Regierung keine der Dringlichkeit und der Bedeutung der Sache angemessene Behandlung erfährt.
Veranlaßt durch die in letzter Zeit bekannt gewordenen Bestrebungen, die Besoldnngsvorlage durch Verkoppelung mit den Deckungsgesetzen für die Wehrvorlage hinauszuschieben, erwartet sie darum von den gesetzgebenden Faktoren, daß sie das Besoldungsgesetz sofort in Beratung nehmen, damit die endgültige Verabschiedung jedenfalls im Laufe des Jahres möglich ist.
Die Versammlung ist davon überzeugt, daß das Nicht- zustandekommcu des Gesetzes bis zu diesem Zeitpunkt einer Verschiebung aus lange Zeit hinaus gleichkommt, was für die hessischen Volksschullehrer ein weiteres Belassen in ihrer geradezu unerträglich gewordenen Stellung bedeuten würde.
Die Kosten der Wehrvorlage, die von dem gesamten Volke und damit auch von den hessischen Volksschullehrern gerne ge- tragen werden, können und dürfen keinen Anlaß abgeben, den hessischen Lehrern das Diensteinkommen nicht zu gewähren, u>or» aus sie nach den Grundfäyen der Gerechtigkeit und Billigkeit,
wie auch nach dem einmütigen Verlangen der Zweiten Kammer vom 8. und 9. Mai d. I. den begründersten Anspruch haben."
Im Anschluß an die Bertreterversammlung, die um 5 Uhr ihren Abschluß sand, konnten durch das Entgegenkommen der Bade- und Kurverivaltung die modernen Bade- und K u r - anlagen sowie die neue Saline unter sachkundiger Führung beiichligt werden. Auch die mir der Tagung verbundene Lehr- in i 11 e l a n s st e l l u n g in der Turnhalle der Stadtschule wurde von vielen Teilnehmern besichtigt. Abends fand im großen Saale des „Sprudel-Hotels", der bis zum letzten Play gefüllt war, ein K ommers statt, den Bürgermeister Dr. Kayfer leitete. Gemeinsame Lieder wechselten mit Darbietungen des unter Leitung von Lehrer Bechtolsheimer tresslich geschulten Gesangvereins „Frohsinn", Sologeiäugen des Reallehrers Ehr. Schmidt- Friedberg und Vorsührungen der Turnerinnen -Abteilung und der Fechter r iege des Turnvereins. Die Musik wurde von der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 ausgeführt. Zwischen diesen Veranstaltungen wurden Ansprachen gehalten. Bürgermeister Dr. K a y s e r begrüßte die Lehrerschaft Namens der Stadt und des Schulvorstandes mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Oberlehrer Kredel brachte die Grüße des Lehrerkollegiums der Stadtschule und des Bezirksvereins Fried- berg-Bad-Nauheim. Sein Hoch galt dem Vaterlande, lieber die Beziehungen von Elternhaus und Schule sprach Oberlehrer Dr. Strecker, währeird Dr. med. Hahn in einem Trink- spruche des Lehrerstandes gedachte. Lehrer Gommersheim sprach auf die deutsche Frau. Der Festabend nahm einen glänzen- den Verlaus._______________________
X Generalversammlung öes preußischen Rettoremvereinr.
= Berlin, 13. Mai.
Unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus der ganzen Monarchie trat heute vormittag hier im Lehrervereinshause der Preußische Rektoren-Berein zu seiner 10. Generalversammlung zusammen.
Nach einem kurzen Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes int äbgelausenen Geschäftsjahr hielt Univerfitätsprosessor Dr. Lldolf v. Wenckenstern (Breslau) einen Festvortrag über „Volk, Staat, Wirtschaft in Brandenburg-Preußen". Nach diesem Vortrag sprach Rektor Troll (Berlin) über „Lehrerbildung und Leh-rer- laufbahn".
Nach einer lebhaften Aussprache wurde die Generalversammlung geschlossen.
Deutscher Psaöfinder-Tag.
§ Magdeburg, 13. Mai.
Mit einem lTmpfangsabend im Gesellschaftshause begannen hier die Veranstaltungen des Deutschen Pfadsinder-Tages, zu dem eine große Anzahl von Abordnungen der einzelnen Ortsgruppen eingetrossen war. Den Verhandlungen ging ein Kriegsspiel voraus, das auf dem Craeauer Anger stattsand und dem auch Generalfeldmarschall Freiherr v. d. Goltz beiwohnte. Hieran schloß sich ein Feldgottesdienst, bei deut Militäroberpfarrer S ck l e- gel eine Ansprache hielt. Nach dem Rückmarsch in die Stadt fand ein Festmahl statt.
Die eigentliche Hauptversammlung tagte unter dem Vorsitz des Konsuls Bachwitz. ES wurden zunächst einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt, worauf die Frage eines allenfallsigen Zusammenschlusses mit dem Jungdeutschland Bund erörtert wurde. Es wurde schließlich eine Kommission gewählt, welche die Frage weiter bearbeiten soll. Bei den LZorstandswahlen wurde der alte Vorstand wieder- und Generalleutnant v. Mülmann als Schrift sührer neugewählt. Die Entwicklung des Bundes hat es nötig gemacht, noch einen vierten Landesfeldmeister zu schaffen, so daß die Ortsgruppen jetzt in die Abteilungen Nord, Süd, Ost Urid West zerfallen. (Sine große Anzahl von Abgeordneten und jugend- licheir Pfadfindern mackste am nächsten Tage einen Ausflug in den Harz.
vezirkstierschau Grünberg.
n. Grünberg, 13. Mai.
Von schönem, wenn auch nicht ganz heiterem Wetter begünstigt, veranstaltete der Landwirtjchaftskammer-Ausschuß für Ober Hessen heute hier auf dem Viehmärktplatze die erste der drei festgelegten Bezirkstierschauen. Angemeldet und auch aufgetrieben waren 30 Vogelsberger, 35 Saaner Ziegen und zwölf deutsche veredelte Landschweine.
In der Gruppe Vogelsberger haben sich die Orte Lauter, Grünberg, Queckborn und Göbelnrod an der Schau beteiligt. Nicht vertreten waren Bingmühle, Weickartshain, Stockhausen und Beltershain. Im ganzen haben 13 Züchter um die Palme gestritten. Zur Kreisschau hatten sich 19 Züchter aus dem Bezirk Grünberg gemeldet; es sind also heute nur 69 Proz. von ihnen erschienen.
In der Gruppe Ziegen beteiligten sich Saasen, Queckborn, Grünberg und Stangenrod mit 29 Züchtern, ist gleich 71 Proz. der für Meßen gemeldeten Ausstellern.
Die deutjchen Edelschweine stellte Kammerrat L. Clemiu, Hofgut Winnerod, zur Schau.
Die Prämiierung der Vogelsberger und der Schweine erfolgte auf Grund des Punktierverfahrens und für die Preisgerichte war es eine schwere Aufgabe, ihre Tätigkeit in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit zu erledigen. Bei ben Ziegen hat man von dem Punktieren abgesehen.
Als Preisrichter waren tätig für a) Vogelsberger: Dr. Knell-Gießen, Th. Fischer-Zwiesalten und W. Dünkel-Eschenrod: b) Schweine: Hch. Klink-Calbach und Otto Kock>-Aulen- diebach: c) Ziegen: Oekonomierat Spieß-Friedberg, Kulturtechniker Kunz-Lauterbach uud C. Sinn-Romrod.
Anschließend an die Prämiierung sand eine Versammlung in dem Dem Viehmarktplatz nahegelegenen Restaurant statt. Sie wurde geleitet von Dem Vertreter des Landwirtschaftskammer- Ausschusses, Vorstaudsmitglied M o g k. Die Preisrichter bc- richteteu über die verschiedenen Gruppen. Möge die Schau die Züchter aus dem Bezirke Grünberg zur eifrigen Arbeit wieder neu anregen und das Interesse für die Vogelsberger und Saanen- ziegenzucht, sowie der Zucht des deutscknm veredelten Landsckstvcines immer mehr wecken und fördern. Dieser Gedanke kam mehrmals in der Versammlung zum Ausdruck. Auch wurde angeregt, die Tiere auf die Weide zu bringen, denn ohne Weidegang keine Zucht. Während oer Versammlung kamen die Preise zur Auszahlung.
Das Prämiierungsergebnis ist folgendes:
I. GruppeVogelsbergcr. Bullen: GemeindeQueckborn 1. Preis und Gemeinde Grünberg 2. Preis. Klaffe 3 Kalbinnen: Karl Pitz-Lauter 1. Preis: derselbe 3. Preis und Hermann Velten-Göbelnrod 3. Preis; Klasse 4 jüngere Kühe: Hermann Von Eisf-Grünberg 1. Preis; Ludw. Dörr- Queckborn und Eckhard Niebergall-Göbelnrod je einen 2. Preis: Karl Pitz-Lauter einen 3. Preis; Kaspar Großbaus und Fr. Jockel II.-Grünbcrg je eine Anerkennung. K lasse 5 ältere Kühe: Gg. Fuldat-Grünbcrg 1. Preis: Herrn. Velten-Göbelnrod und Fr. Jockel II.-Grünberg je einen 2. Preis: Herrn. Bon Eiff II.-Grünberg, Karl Pitz-Lauter, Heinr. Eifcrt-Grünberg und H. Von Eiff-Grünberg je einen 3. Preis: Ludw. Don-Queckborn eine Anerkennung. K lasse 6 Fam ilien: Karl Pitz-Lauter 1. Preis; Herrn. Veltcn-Göbelnrod 2. Preis; Herrn. Von Eiff II.- Grünbcrg 3. Preis und Ludw. Dörr-Queckborn und Herrn. Gillcr- Grünberg je eine Anerkennung. Klasse 7 Kleine Sammlungen: Karl Pitz-Lauter einen 2. Preis.
II. Gruppe Saanenziegen Klasse 1 Böcke: meinte Stangenrod 2. Preis: Gemeinde Queckborn 3. Preis und Gemeinde Grünberg eine Anerkennung. Klasse 3 Aeitere Ziegen: Ludw. Görnert XIV.-Queckborn Ehrenpreis oes Kreis- ziegenzuchtvereins 25 Mk: Johs. Jäger-Qneckborn 1. Preis: Karl Sauer-Stangenrod und Heinr. Junker II. Queckborn einen 2. Preis: Heinr. Röder II.-Queckborn, Heinr. Eifert-Grünberg, Heinr. Werner-Queckborn und Heinr. Gehringer IV -Ctrintberg je einen 3. Preis: Heinr. Werner-Queckborn, Marl Jäger-Qneck- born, Karl Siegjried-Grünberg. Konr. Mlös II.-Stangenrov, Karl Christ III.-Grünberg, Heinr. Schenck-Grünberg, Karl Erb-^tangcu- rod, Heinr. Klös III.-Stangenrod und Sebastian RieDmann-Grün- berg jc^ eine Anerkennung. M lasse 4 Jüngere Ziegen: Ernst Selrrt-Grünberg 2. Preis: Paul Schmidt I.-Saasen, Peter Schäfer-Stangenrod und Bürgermeister Sckepp-Saasen ie einen 3. Preis: Jobs. Jäger-Qneckborn, Heinrich Klös III.-€tan-j gen rod und Heinr. Knauß, Stangenrod je eine Llnerkennung.
III. Gruppe Schweine: Kammerrat Ludw. (Hemm, Hof-; gut Winuerod, fünf 1., zwei 2., zwei 3. Preise und zwei Anerkennungen. Von diesen Preisen wurden bestimmungsgemäß nur die zwei höchsten in Geld ansbezahlt. Die Bestimmung fam auch bei einigen Ausstellern in Gruppe Vogelsberger zur Anwendnna.
Vermischtes.
* Beim Spiel tödlich verunglückt. Aus Saarbrücken, 10. Mai, wird gemeldet: Ans der Grube „Velsen" vergnügten sich gestern ivährend der Mittags^ pause mehrere jugendliche Bergarbeiter damit, auf einem leeren Kippmagen eine abfallende Geleisstrocke hinunterzufahren. Deibei versagten die Bremsen. Der Kipploagen kam ins Rollen und stürzte an einer Kurve um. Einer der Insassen wnrde aus der Stelle getötet, zwei andere schwer und zwei leicht verletzt.
Kleine Cagerchronit.
Aut Sonntag früh wurden in einer Bedürfnisanstalt in Berlin zwei frisch abgeschnittene Menschenbeine gefunden. Es ist jetzt festgestellt worden, daß die Persönlichkeit anscheinend gewaltsam getötet wurde. Es ist der .12y2 Jahre alte Volks- schüler Otto Klähn. Abends wurde der Kopf, Rumpf und die übrigen Körperteile in einem Paket an der Haupttreppe des Potsdamer Bahnhofes gefunden. Der Täter und der Beweggrund sind unbekannt.
Märkte.
k'.v. Wiesbaden. Di ebh ok »Marktbericht vom 13. Mai. Auitrieb: Rinder 31 (Ochsen 27, Bullen 0, Kühe 4), Kälber 14, Schafe 25, Schweine 257.
Marktverlaus: Allgemein schleppendes Geschält, bleibt Ucber-
stand. Preise für 100 Psd.
Lebend- Schlacht-
Ochsen. gewicht
Dollflekschige, auSgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—56 91—99
Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 51—55 90—96
Junge, fleischige, nicht auSgemästete uns allere ausgemästete 45—49 82—87
Bul 1 en.
Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 49—53 82—88
Dollfleischige, jüngere 44—48 75—81
Fürs en. Kühr.
Dollfleischige ausgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes 50—54 91—96
Dollflerschige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... 42—45 79—85
21 eitere ausgemästets Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe......... 44—48 80—87
Mäßig genährte Kühe und Färsen 38—41 70—76
Gering genährte Mühe und Färsen 31—36 62—72
ä L b ec.
Lewste Mastkälber . . . 66—68 110—uj !
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 60—64 100—iu?
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 55—59 92—9«
Geringe« Saugkälber......... 48—53 81—90
Schweine
Dollfleischigs Schweine von 80—100 Lebendgewicht ......... 54X-56 70—72
Dollfleischige Schweine unter 80Lebendgewicht 54-55 69-71
Dollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 56-57*/, 70-72
Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 55-00 69-00
ch. Nieder-Jngelhcim, 13. Mai. Vor den Feiertagen wurden an den SvargelbauPlätzen ganz gewaltige Alcngen von Spargel auigekaust. Tie Preise, die kurz zuvor etwas gefalle», dann langsam im Steigen begriffen waren, stiegen am Tage vor Pfingsten bis zu 8 0 Mark für den Zentner. Seitdem sind die Preise wieder gefallen, zumal über die Feiertage eine große !!tenge von Spargel geerntet wurde, für den in dieser Zeit keine nennenswerte Abnahme vorhanden war. Jetzt wurden für den Zentner Spargel 1 Sorte in N i c d e r - I n g e 1 y e i in 45 bi5 55 Mark, 2. Sorte 20-25 Mark, in H e i d es h e i m 40—42 Mark für 1. Sorte und 20 Mark für 2. Sorte angelegt. Achnliche Preise wurden auch in G a u a l g e s h e i m bezahlt.
Es wird für viele Leser von Interesse fein, daß der heute mit Vorliebe verwendete Dr. Weinrcich's Mottenäther, welcher bekanntlich seit vielen Jahren in den Hofhaltungen Sr. Maejstät Des Kaisers ständig int Gebrauch ist, einen besonderen Vorteil dadurch bietet, daß die mit demselben eingemotteten Kleidungsstücke jederzeit gebraucht werden köimen, olpte daß darunter die Wirfimg des Präparates leidet. Die infolge der l-eißen Tage Ende April bereit eingemottete Wintergarderobe kamt also bei Verwendung von Dr. Weinreich's Mvtteuäthcr jederzeit an kalten Tagen hervvrgeholt und getragen werden, ohne daß es nötig ist, dieselbe nach Benutzung von neuem cinmottcn zu müssen. Dr. Weinreich's Motteuäther ist in allen besseren Drogerien, Parfümerien und allen Apotheken zu haben. rssu.'s
Neuestes
[b»/»
Abführmittel
Or Igln olfl eich®
Erhältlich in Apotheken Mnn frage seinen Arzt.
patentiertes
mildes
erprobtes
2^0^07
//%>> Extr.Casc sagr.Q16
S 60 Perlen
■Ä A. Diefenbach//
zv .Apotheke
Reguliert die
Verdauung.
beliebtestes Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmack! milde, sichere Wirkung, ärztlich glänzend begutachtet und empfohlen.
■ ..in ■ —i ■■ ■ Dose (20 Fruchtkonfitüren) Mk. 1.20. «■' — -
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT^
.. g
-


