Ausgabe 
10.3.1913 Zweites Blatt
 
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stuf) ziemlich ausgedehnte Affekrion der Bronchien ohne irgend ein beunruhigendes Anzeichen, also keine schwere Erkrankung.

Ein Mißerfolg Jaurös.

Tns Nanch wird gemeldet: Ter Sozialisten sührer Jaurös Wollte am Samsrag abend in einem dortigen Theater eine Rede gegen die dreijährige Tienfaeit halten. Unhr den massenhaft erftbienenen Zuhörern bildeten sich zwei Parteien, die einen 5c qrützten Aaur^s mit stürmischem Beifall, die anderen zischten und sthrien: Nach Berlin, n a ch B c r l i n m i t d e m P r e u ft e « ' 3tniiee3 konnte lange Zeit nicht ;u Worte kommen und irair hff jHrfidyzforu Ter nationalistische Tepürierte Pugliefi-Eon'i ru dem G^ehentnmrs über die Militärkredite von 500 Mil fieiex ?rraut? einen Zmatzontrag gestellt, wonach ;ur Deckung dieser Ausgaben für jeden ausländischen in Frankreich Mfjttftigtni Arbeiter, Angestellten ober Ticnrr eine jährliche Taxe von 1 25 Franks erhoben werden soll.____________

Aus Stadt und Land.

Gienen, 10. März 1913.

Meisterprüfung und Leh r lin gsanlei- fttit fl. Nalch frühere« Mitteilnngen war der 28. Februar al? Meldeschluß für die diesjährige außerterminliche A^isterprüfuug angegeben; später einlaufende Anmel­dungen fotften nicht mehr berücksichtigt werden. Es hat sich jedoch ergeben, daß eine zweite außerterminliche Prüfung ftattftnbc« muß, zu der Anmeldungen nur noch bis zum 15. 2lpril entgegengenommen werden. Es sei hierbei «och- Tnals darauf aufmerksam gemacht, daß im allgemeinen nur noch solche Personen Lehrlinge anleiten dürfen, die die Meisterprüfung bestanden Haden, und daß die Frist, bis xu der die Meisterprüfung noch ohne Nachweis der bestandenen Os-eseillenprüfuna abgelegt werden kann, am 1. Oktober cMäuft. Um iroch möglichst vielen .Handwerkern die Teilnahme an der Prüfung nach den erleichterten Be­stimmungen zu ermöglichen, da die Ablegung der Prüfung unter den erleichterten Bestimmungen sehr begehrt wird, ist neben der für Herbst vorgesehenen terminlichen Prüfung die Abhaltung einer zweiten außerterminlichen Meister­prüfung angeordnet. Zwecks Zulassung zu dieser ist an das Sekretariat der Handwerkskammer zu Darmstadt die Prüfungsgebühr von 35 Mk. einzuzahlen Mit der Quit­tung hierüber versendet die frommer zugleich das vor» geschriebene Anmeldeformular. Für die Zulassung weib­licher Gewerbetreibender sind die für die männlichen fran- didaten geltenden Bestimmungen maßgebend, doch werden während der bis 1. Ott ober erstreckten Uebergangszeit weib­liche Handwerker auch dann zur Meisterprüfung zugelassen, wenn die vorgeschriebene Lehr- und Gesellenzeit oder die Ablegung der Gesellenprüfung nicht nachgewiesen werden kann.

* * Fiuanzpersonalien. Der Großherzog hat bat Vorstand des Finanzamts Lauterback), Finanzamtmann Just. R e i m h e r r zu Lauterbach, zum Vorstand des Finanz­amts Langen ernannt.

Stadttheater. Nochmals sei auf die morgige Benefiz-Vorstellung für Regisseur Rudolf Goll hingcwiesen, in der MorreS bekanntes Bolksstück mit Gesang's Nullerl" zur Aufführung gelangt. Die Inhaber von Gutscheinen seien daran erinnert, daS nur mehr 7 Vorstellungen ausstehen, zu denen Gutscheine Gültigkeit haben.

Kreis Büdingen.

Zum Bah «Projekt Hanau Büdingen schreibt das Büdinger Kreisblatt: Der Büdinger Gemeinde­rat hat in einer seiner lehten Sitzungen einen nicht ganz ab­lehnenden aber immerhin passivenStandpunkt eingenommen. Daß gerade die Ansicht der Gemeindevertretung in Büdingen von besonderer Bedeutung ist, erhellt schon daraus, daß es außer Hanau die größte Einwohnerzahl hat und wohl auch einen großen Vorteil aus der Bahn ziehen wird. Ta wird seit Jahren geklagtwir müssen eine Bahn haben" und jetzt, wo sich die Gelegenheit bietet, da faßt man nicht mit offenen Armen zu. Wohl sind die an Büdingen fle- stellten Anforderungen sehr hoch, aber sicher werden die wohlhabenden und stark interessierten Gemeinden wie Langenbergheim, Himbach und Marienborn Büdingen ent gegenkoimnen und ihm einen Teil seiner Lasten abnehmen. Wenn z. B. Büdingen 50 000 Mk. liefern würde, so wüßten die anderen Wcmcinbeii wenigstens, woran sie wären, nnb könnten auch ihr Gebot einlegen. Aber augenblicklich tappt man im Dunkeln. Es könnte ein Ausschuß ernannt werben. Bei einem solchen Verfahren würde sicher bald ein Erfolg zu verzeichnen sein Wohl ist der Standpunkt Büdingens erklärlich, es hat in den letzten Jahren bedeutende Aus­gabe« gehabt, wofür es Einrichtungen bekommen hat, um bic es manch größere Stadt beneide« kann. Tas hübsche Pflaster gereicht ihm zur Zierde, die großstädtische Kana­lisierung ist nicht zu unterschätze«, das Gaslicht ist eine Annehmlichkeit Ein Hauptzweck, wovon sich damals der Stadtvorsrand leite« ließ, war der, recht viel Fremde nach Büdingen zu ziehen Aber, wenn Büdingen i« einem Bahn- netz, lind nicht nur an einer einzigen Linie, liegt, wird cv sich eines großen FremdenbesuckzS zu erfreuen haben. Auch als Kreisstadt hat es eine gewisse Pflicht, den Be­wohnern der Orte seines Bezirkes eine bequeme Bahn­verbindung mit dem Sitz der zuständigen Behörden und Aemter zu'verschaffe«. Tie Entscheidung liegt allein in den Händen von Büdingen. Es ist die Rede baüoti gewesen, daß der Geschäftsverkehr von Büdingen nach Hanau gezogen würde. Tiefer Ansicht möge nur entgegnet werden, daß ja heute die Orte Langenbergheim, Himbach usw. viel leichter bie "Bahn Stockheim Heldenberg Hanau als Büdingen er reichen können. Tie Linie ist von den genannten Orten Ar-7i Stunden entfernt und «ach kurzer Zeit ist Hanau erreicht. Nach Büdingen muß man einen Fußmarsch von zwei Stunden und mehr zurücklegen und kann dort nur irenig einlaufen, weil man ja auch wieder zu Fuß zurück muß Unter diesen Umständen wird man natürlich seine Einkäufe in Hanau machen, da der Transport der Waren mit der Bahn viel bequemer ist. Aus all diesen (Mrünben sollte man den günstigen Augenblick nicht vorübergehen lassen und gern die erforderlichen Mittel zu der Balxn aufbringen.

X Nidda, 8. Marz. Das Rektorat der Höheren Bürgerschule bittet uns um Ausnahme folgender Be­richtigung; »Die kürzliche 9)httcilung (in Nr. 55 des Gieß. Anz.) von der Erweiterung der Höheren Bürgerschule um eine Vorschule ist dahin zu berichtigen, daß eS sich keineswegs um die Ncugr ün düng einer Vorschule bandelt, sondern daß von Osler« 1913 ab der Sexta eine Vor- schul kl ässe für das dritte Schuljahr, größtenteils mit Sexta kombiniert, angegliedert wird zur Vorbereitung der Schüler für den wissenschaftltchen Unterricht der späteren Masten.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 9. Marz. Heute abend fand im Hotel Trapp das dritte Wtnterkonzert dc Mus Vereins (gemischter, akademischer Chor) statt. Im 1. Teil rouuxn

die Ballade .Harald*, gemischter Chor mit Baritonsolo, und die Ballade .Der Triumph des Lebens* meisterhaft gelungen Ter zweite Teil war eine Gedächtnisfeier für Richard Wagner ChöreouS denMeistersingern*, der , Walküre" undParcioal' wechselten mit Violmsolo? ab. Gestern abend wurde v der Jlidengoste e ingebr oche n und bei geringen Leute: Verschiedenes gestohlen.

# Bad-Nauheim, 9. März. Tem Q r t § g e ro e r b c- oerein, der im Juni die Feier keines 25jähriaen Be­stehens beacht und aus diesem Anlaß eine (9eroerbe<ni5ftc[hin< eröffnet, ist vom Ministerium bic Genehmigung erteilt worden, damit eine Lotterie zu verbinden.

Gerich^faal.

Mainz, 8. März. Ter seiner Zeit im ganzen Rheingau großes Aufsehen erregende betrügerische Konkurs beä Wcin Händlers Schober hat heute abermals vor dem bebwurgerich: in Mainz ein Nachspiel gehabt. Tie bei Schober tätige Äon toriftin Anna Maria Men; wurde, da sie den Aufenthalt des schober unter Eid wissentlich verschwiegen habe, des Meineide- angeklagt. Tie heutige HauptverHandlung ergab, daß ste von den Plänen der Fran Schober, die ihres Mannes Flucht begünstig: hatte, nichts wußte. Sie wurde demgemäß freigesprachen

w. Halberstadt, 8. März In der Schwurgeriärsver Handlung gegen den .Handelsmann fr nobel und di? Arbeiter Sokolowski und Wilhelm Sokolowski, die beschuldigt find, am 15. November 1912 in Groeningen den Knecht 'JQbert Beb rens ermordet und in die Bode geworfen r.u baben^ wurde heute nach viertägiger Verhandlung das Urteil gesprochen. Sämt­liche Angeklagten wurden zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilt.

linit>crfitäte*Kacbrict>ten*

bk. Marburg, 7. März. Ter Archivar am Staatsarchiv Archivrat Tr. Friedrich Küch soll für einen Lehrauftrag für Archivwissens chatten an der Universität in Aussicht ge­nommen lein. Ten Lehrauftrag hatte bisher der Archivdirektor Geh. Archiorat Tr. Köm,ecke.

die Eisenindustrie, lohnenden Absatz sinden wird. 191. bestand bte Belegschaft aus 604 Mann, zurzeit gibt das Werk 750Perwnen .Irbeit nno Verdienst. Während im abgelaufencn Jahr 43.4 Pro», m Tagbau gefördert wurden, entfielen auf die unterirdischen Betrtebr 56,6 Pro; Tie Dohrversuche wurden im abgelaulenen Fabre fortgesetzt und haben fehr gute Ergebnisse gezeitigt, namrnt- ich im östlichen Revier. Tie Gewerken können in Ruhe der Zukunft entgegensehen. Tas Blumenfeld, 11 426 000 Cuabratmcttr .'.och nicht berührter Boden, birgt mehr und minder starke Erz­lager, und wer eine Stunde vom Werk nach der Landesgrenze zu wandert, kann sich an den vorhandenen kleinen Tagbauten über zeugen, welche Mengen von Er; noch vorhanden nnb. Justizrat Grünewald weist daraus hin, datz das Werk letzt 70 Jahre bestehl. Großhcrzog Ludwig II hat am 9. März 1843 die Berggerecht-- >ame erteilt Herr Grünewald gab ein interessantes Bild bet Entwicklung des Unternehmens. Tie ausfchetdenden Mitglieder c>es Grubenvorstandes, Justizrat Grünewald und Aböls fr e m o t c n Wickerath wurden durch Zuruf aus drei Jahre wiedergewählt.

** P om Postscheckvcrkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Posn'checkverkehr Ende Februar 1913 auf 77 456 gestiegen, iZugang im Monat Februar 966.) Aus diesen Postscheckkonten wurden im Februar gebudn 1347 Mil­lionen Mark Guksckwiften und 1350 Millionen Mark Lastschriften. DaS (tzesamtgutbaben der Kontoinhaber betrug int Februar durch­schnittlich 159 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheck- änuer mit dem Postspartassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen und belgisch'« Postverwaltung, sonne den schweizerischen Postscheckbureaus wurden 6,9 Millionen Mark umgesetzc und zwar aus 2820 Uebertragungcn in der Richtung nach und auf 12 200 Uedertragungen in der Richtung aus bent Auslande.

X Krofdorf, 9. M trz. Bei der am Freitag für bte Tistrikte Iungsernwald und Neuer statt abgcbaltaup Brennholz-Bersteigerung wurden äußerst hohe Preise erzielt: eine stete Preissteigerung ist auch hier noch zu guterletzt eingetreten bei sämtlichen Brennholzgaltungen. Buchenscheitholz kostete diesmal 1012 Mk pro Raummeter je nach Güte, auch Buchn-.frnüppclholz war sehr begehrt In gleichem Verhältnis wurden auch bic Reisigbaufeit weit höher bezahlt: es kosteten die­selben 1,50 bis 1,60 Mk pro Raummeter. Es war dies für den heurigen Winter die letzte und auch zugleich am stärksten besuchte Holzversteigerung im Königlichen Forst.

Landwirtschaft.

* Der Ober hessische B i e n e n z ü ch t e r v e r e i n hält Versammlungen ab am Sonntag, 9. März: in Homberg a d. Ohm, im Lnmdatal sValmhof AllendorO und Friedberg: am 16. März: in Büdingen lFürstenhof). Die Tlusschtißsitziing ist auf den Oster- dienstag festgesetzt.

Sport

Ter Deutsche Fußball-Bund gibt soeben bie Ergebnisse feiner Statistik zum 1. Januar 1913 bekannt. Danach bestanden in 949 Ortschaften 1936 Vereine mit zusammen 161 613 Mitgliedern, gegen 793 Ortschaften, 1630 Vereine und 137 633 Mitglieder im Vorjahre.

Frankfurter Regatta. Tie 26. Ruder-Regatta des Frankfurter Regattavereuls sindet am 22. und 23. Juni statt. Als Rennstrecke fleht in diesem Jahre, nachdem der Bau der Eisen­bahnbrücke vostendet ist, wieder der Main zwischen Gerbermühle und Obermainbrücke zur Verfügung und als Regaitaplatz da§ Deutschherrn-Tiefkai. Meldeschluß ist Freitag, den 5. Juni.

Vermischter.

* Die Hennigsdorfer Attentä ter sind iuxf) nicht entdeckt. Tic Polizei sucht sic unter polnischen Arbeitenr und gewerbsmäßigen Verbrechern noch immer vergebens. Ta kommt eine Zeitung auf den Gedanken, ehren neuen Beweis für die vorahncnde Gabe der ,.Tühter" zu erbringen und veröffentlicht aus einem vor drei Jahren erfchienenen Roman ein Kapitel, in dem das Hennigsdorfer Verbrechen genau beschrieben wird. Um sich an dem Vernichter seines Lebensglückes zu rächen, spannt ein Mensch ein Drahtseil zwischen zwei Bäunren über die Strafte, die sein Freund in der nächsten halben Stunde im Automobil passieren muß. Das Seil schneidet ihm auch eine svmbolische Guillotine den Kops glatt ab nnb während das Auto mit dem kopflosen Lenker vorbeirast, rollt das abgeschnittene Haupt dem Rächer zu Fußen. Er hebt es auf, schiebt die Schutzbrille in die Höhe und blickt triumphierend in das gebrochene Auge. Geschmackvolle Menschen werden über diese Szene laut lachen und das Buch achselzuckend dazu werfen, wohin es gehört, zur Schundliteratur. Wie aber, wenn halbwüchsige, phantasieerregte Knaben dies lesen?

Wie soll man es sich erklären, daß das Verbrechen am Sonntagabend geschah auf einer sehr belebten Straße, wo die Vermutung, daß die Verbrecher bei dem Beutemachen überrascht werden würde«, sehr nahe lag ? Und dabei zu so früher Stunde? Tic Zeiten, da Falstaff und seine Gesellen Wegelagerer svftlen und sickere Beute mach'« konnten, fntb doch vorbei -Auf bi * unglück licken Plunz war cs doch nicht abgesehen, sondern auf irgend ein Automobil, das zuerst des Weges kommen würde. Sieht ein so unsicheres Geschäft wirklich gewerbsmäßigen Verbrechern ähnlich? Sieht es nicht vielmehr nach dem Streich von dummen Jungen aus, die sich über die Folgen überhaupt keinen Augenblick Ge­danken gemacht haben? Hier scheint wieder ein Beispiel vor- znliegen dafür, daß nicht nur das Bild, sonder« auch das Wort zur bösen Tat führen kann.

Zu dem Au t omob i lat t c n t at wird uns noch gemeldet: Bei der Beerdigung des Ehepaares Plunz auf dem Elisabcthsricdbof in der Ackerstraße kam es zu peinlichen Auftritten. Es hatte sich eine so große Mcnschemncngc an- gcsamMclt, so daß bic Frauen und Kinder in Gefahr gerieten, er­drückt zu werden. Es kam beinahe zu einem Handgemenge. Kränze wurde nezrdrückt und vernichtet. Schließlich gelang es der,Polizei, bic Menge zurückzudrängen. Aus Brandenburg a. d. Havel wird gemeldet: Hier ist bet 19jährige Knecht Siegel verhaftet worden, der ein gestanden hat, mit 2 Bekannten den Tele- phondraht über die B r i e l w c r Chaussee gespannt zu haben, um die Automobile und anbcrc Fuhrwerke auszuhalten. Ter Draht war jedoch von den Tätenr zu »hoch gespannt worben, weshalb zahlreiche 9hiü>mobilc passierten, ohne bas Hindernis zu bemerken. Nur der Kutscher Landauero war an den Draht angestoßen und hatte sich im Gesicht fdwvtr verletzt. >

Handel.

** Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg- werkc vorm. Fernie in Gießen. Am Samstag mittag sand auf dem 'Derkbureau die ordentliche Gewerkcnver- sammlung statt Vertreten waren 702 Kuxen durch 16 Ge- werken bezw. Bevollmächtigte. Der Vorsitzende des Gruben- vorstandes, Justizrat G r ü n c ro a I b , erstattete den Bericht über das abgelaufene (Geschäftsjahr. Er stellte fest, daß 1912 das Unternehmen sich zufriedenstellend weiter entwickeln konnte und

vüchertifch.

Das Gespenst aufdern Ostglacis und anbcrc Er­zählungen. Novellen von August Birch. Preis broschiert 0,50 Mark, in Leinen gebunden 0,85 Mark. Verlag von Otto Hendel, Halle a. S. Unter den lebenden dänischen Novellisten nimmt August Birch einen hervorragenden Platz ein. Die ovrliegcnde kleine Novellensammlung wird dazu beirragen, seinen Namen auch bei uns in weitere« Kreisen bekannt zu machen. Der sonnige Hnmvr des Autors kommt besonders in der ErzählungTas Gespenst" zum Ausdruck, in der in hockst launiger Weise dargetan wird, daß die sonst so tapferen dänischen frricgtr vor scheinbar Uebersinn- lichent nicht standzuhalten vermögen.

Lassalle. Ein Leben für Freiheit und Liebe. Ge­schichtlicher Roman von Alfred Sck;irokauer. Mit 49 Porträts, Illustrationen usw. Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57. Ferdinand Lassalle, dessen Geistesarbeit sich auf dem sch»nnbar trockenen Gebiete der Sozialpolitik vollzog, ist hier zum Helden eines Romans gemacht. Freilich, in welcher bedeutenden, drama* tisch bewegten Zeit, da Bismarck einerseits die Einigung D<utsch- lands vorbereitete und andererseits die soziale Frage >um ersten Male ausgerollt wurde, spielt sich dieser Roman ab. Die gediegene Ausstattung mit zeitgemäße« Bildnissen und Schriftstücken der leiht dem Roman einen besonderen Reiz

I n bic große Zeit vor 100Jahren versetzt vns bic soeben erschienene Erinnerungs-9?unimer 1813 der Illustrierten Zeitung (Verlag von I. I. Wew-r, Leipzig). Die 'Ihimmer bietet unter Mitwirkuirg namhafter Schriftsteller eine umfassende unb lebendige Darstellung jener glorreichen Cpoche in gl hizrnöer Aus­stattung, mit zahlreichen s?(bbüi>ungat, darunrer mohrfarbige« Kunst­blättern, nach Originalen bcbcutcnber frünftlcr um roerroollen zelt ' genöfsischen Vorlagen. Um arts dein reichen JnhaN mit einiges hervor zu hebe«, nennen wir die Aufsätze ,,1813", von (f-eh. Re- gicrnngSrat Prof. Lindner, Halle. Friedrich Ludivig Fahn und seine Turner in den Freiheitskriegen, von (ffeb. ^>anitatsrat Tr. Fe cd Goetz, Leimig.^Nnßland im Jahre 1813", von Prof. A. Wulfftus, St. Petersburg.Navolcon", von k. k. Hofrat tTr. Fournier, Wien.Das Lied als FreiheitSschwert", von Tr. Waller Mvem, Stuttgart. Ter Pildcrschmuck, in dem unt$ u. a. alle betannten Persönlichkeiten jener Tage in treftlichen Reproduktionen vor 'Äugen treten, kamt hier natürlich nicht ausgezählt werden. 9hir einiges sei erwähnt:Breslau in den Tagen.der Erheöung", nach einer Zeichnung von Richard frnöteLBoi Iso vier", «ach einem Gemälde von Arthur frampfTöpen aus dem Heere Na­poleons 1. unb dem Heere der Verbündeten", mach einem Aquarell von Mchard friwtcl.Tic Schlachl bei .»ros'^örfchm", nach einem (Gemälde von Earl Röchling.Tie Gefangennahme des franzö­sische« Generals Vandamme in der Schlacht bei fridm", narii einer Originalzeichnung von Franz v. Habermailn.^tltiirmmtg bes Grinrmaisckren Tores zu Leipzig", nach einem Gemälde von Robett v. Haug.Sieg brr pteuf.ifcht'n Armee an ber fraybadr , «ach einer Zeichnung von I. A. frlcut.Liebergang der Russen über den Rbern unter General von der Osten-Sacken", nach anem (Gemälde von Walter Syrutsckwck.Tic Lützowcr an der Lerche Thtwdor Körners", nack einem Gemälde von Otto Tanner v. 9hdh ter.Napoleon im Wmterfeldzug 1814", imch einem Gemälde von ckrnest Meißonier. Tie Nummer wird jedem ituticbrn als ein zusammensasse>ider llebrrblid, der ihm iene begriitertr unb Begeisterung aussttömenbe Zeit, an bie wir in diesem Jubilanms- jabr täglich erinnert werden, trefflich und überaus anschaulich fdnlbcrt, «nllkommen sein. Der Preis der Nummer ist mit 1, 0 Mark bei dem reichlich Gebotenen sehr niedrig arigesctzl.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siegen.

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mar wieder mifoerorbinHüb gemütlich, trirhabtn einen guten Durst entwickelt und die Loft war zum Lchneiden. Tafc ich trotzdem keinen rauben ßals bad- banhe ich den IDnbed» Tabldlea, bie ich gleich beim 5tinUtomnien und beule früh gnommen habe. Eie machen den Sols frei and benehmen auch den üblen Geschmack im Mund. Die Schachtel tzoftel in allen Apotheken und Drogerien 1 Mertz unb hält lange vor. Niederlagen in <»vcf;en Pelikan .loolbeke und Lome«'Drogerie.fm*/b

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der Abschluß gut war. Tic Eisenerzgesellschaft war wieder die Abnehmerin der Produktion. C-fcfdrbcrt würben 203 000 Tonnen Erz. Naturgemäß war zu dieser erhöhten Förderung auch eine Vermehrung der Arbeitskräfte nötig. Die bei der vorjährigen Gewerkenvcrsammlung gehegte Hoffnung, daß die Konjunktur für bie Eisenindustrie aiibaltat werde, bat sich verwirklicht. Der Mricg sowie die Kalamität auf deu, oklömarft tonnten von der Eisenindustrie überwunden werde«. Eine wesentliche Erhöhung der Schiiissrachtcn, die voraussichtlich lange Zeit anbaltcn wird ist im letzten Jahre eingetreten. Durch die Verteuerung fast aller Materialien, frohlen, Holz usw und da die Produktion für 1912 größtenteils an die Eiscnerzgcfellschaft verkauft war, hat die cfrmertfcbait außer einem wesentlich größeren Absatz einen höheren Ofcromn als 1911 nicht erzielt Die geschäftlichen Aus sichten für 1913 find aber für die Eisenbranche günfna Die Rohcifcnprobuktton hat tm Februar den Reforv im Absatz ge idtlagen Der Friede zwischen den Balkanstaaien ist bcrgcftclh utü) das im Kriege vernichtete Material muß ergänzt iverocn.