Ausgabe 
11.11.1913 Drittes Blatt
 
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M. 265 Drittes Blatt

163. Jahrgang

Erscheint tit-Uch mit Ausnahme deS Sonntags.

Di«ffc&etter Zamiliendlätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisbtatt für den Kreis Eichen" ziveiinal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Dienstag, U. November 1913

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Brrch- und etcinbruderei.

R. Lange, (Sieben.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» strahe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:s^112. Tel.-Adr.: Anzeiger« retzen.

Ans Hessen.

Ist der Staat in Bad-Nauheim zur Kommunalsteuer heranzuziehen?

(m> Bad-Nauheim, 9. Nov. In dem von der letz­ten Stadtvcrordneten-Bersammlung gestellten Antrag, bez Heran zichungdesStaateszurEin- kommenstcucr, heißt es:

Im Anschluss an den Antrag des Abg. Joutz über den gleichen Gegenstand Ttu<öady Nr. 435 des 35. Landtages der 2. K<nmner, bittet die Stadtverordnetenversammlung um Ein fübrung der Einlommensteuerpülicht des Gn>ßh. Fiskus, zum min destens für denjenigen Betrag, wr.leher aus dem Geschäftsbetrieb des hiesigen Bades zu allgemeinen Staatsbcdürfnissen des Landes Verwendung findet.

Begründung: Obgleich in verschiedenen Bundesstaaten, insbesondere in Preußen, der Laudesfiskus den Gemeinden ge genüber einkommcnsteuerpslichtig ist, Hal man bei Abfassung des Gemeindeumlagen gesetzes von der gleichen Regelung abgesehen. Wenn in der Begriindunq des (^emeindeumlagengesetzes aus die Gegenseitigkeit" hingewiesen ist, die darin besteht, daß der Staat die hohen Erträgnisse städtischer Werke unbesteuert läßt, so leiden lnerber solche Mnncinhcn, deren Eigenbetrieb klein ist, in welchen aber der Fiskus grossen Besch verwaltet. Wenn die Begrün­dung des Gemeindeumlagengesetzes ferner einenkünstlich errett'- neten Ueberfchuss" beim Staatsbesitz vermeiden möchte, so gilt dies jedenfalls nicht für die genannten 200 000 Mark, die nach Erledigung der Verzinsung, der Schuldentilgung und der Er- neuernugsrücklage als unbestreitbares Einkommen beurteilt wer­den müssen. Bereits am 15. Januar 1908 haben wir, um den irrtümlichen Ansichten, welche vielfach über die wirtschaftliche Lage unserer Stadt bestehen, entgegenzutreten, an die Herren Land- tagsabgcordneten eine ausführliche Darstellung gerichtet, in welcher wir an der £>anb von Zahlen nachgewiesen haben, wie unsere Stadt in Bezug auf Wasserversorgung, Strassen - und Schul- verhäftnisse, Krankenpflege, Kanalisation und Steuerverhältttifse gerade infolge des Badebetriebes ungünstiger als andere Ge- nrcittben gestellt ist. Wir erlauben uns diese Ucberficht, weld>e im wesentlichen noch heute 3utrifft, beizufügen. Die dort ge­schilderten Verhältnisse haben sich.in Bezug auf Steuerverhältnisse und Kanalisation seitdem verschlechtert. Tie Neukanalisation ver­langt von der Stadt einen Aufwand von rund 1 650 000 Mark. Von diesem Betrag sind bereits 150 000 Mark im Vorjahre Misgegeben worden, in diesem Winter werden Arbeiten zu 351 000 Mark ausgeführt und damit ist erst ein kleiner Teil der Stadt versorgt, abgesehen von den 500 000 Mark, die uns durch die Wassevübsührung bis in die Gemarkung Fauerbach be­vorstehen. Wenn auch der Fiskus 100 000 Mark zu der Nen- kanalisation freiwillig zuschiesst, so erwächst uns dennoch eine so große Schuldenlast, daß der Ausschlag nach der Haitsfrontlänge und eine Kanalgebühr nicht in der erforderlichen Höhe angesetzt werden können, weil sie den Hausbesitzern unerschwingliche Lasten auscrlcgen würden. Es wird eine grosse Steuererhebung notwendig werden, die überdies den Nachteil hat, dass sic den Zuzug von Rentnern, ans welche »vir bei unserer geringen Geburtenzahl angewiesen sind, in Frage stellt. Von der Höhe dieser Kanal- baulast kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man be­rechnet, dass bei unserer Bevölkerungszahl von 5700 der Anteil an den obigen 1 650 000 Mark auf den Kopf der Bevölkerung 289 Mark' beträgt Dieser Satz dürfte in der ganzen Welt bei keiner zweiten Stadt erreicht werden. Ausserdem hat unsere Stadt im Laufe der Jahre Hunderttausende für Kanalisation aufgewcndet, die nur zum kleinen Teil getilgt worden sind. Die irrtümlichen Ansichten, die über die Wohlhabenheit eines Bade­ ortes bestehen, kommen meistens daher, daß man nur die hohen

Summen int Auge hat, die in der .Kurzeit nach dem Badeorte fliessen. Bei Beurteilung der hiesigen Verhältnisse bart man nicht vergessen, »vie die Steigung der Bodenpreifc, welche in frü­heren Jahrzehnten einqctrcten ist und gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht hat, wirken musste.

An eine Erhöhung des Steuerausschlages, heisst es in dem Antrag weiter, kann nur mit grosser Besorgnis gedacht werden. Nun hat uns das neue Gemeindeumlagengesetz einen Steuer- verlüst von rund 8000 Mark dadurch gebracht, dass aus ims unbekannten Gründen die preussische Staatsbahn keine Gewerbe­steuer mehr zu zahlen hat. In unserer Lage sind diese 8000 Mark, welche ohne die unglückliche Fassung des Gemeindeumlagengesetzes der preussische Staat schmerzlos weitcrgezahlt hätte, ein empfind­licher Verlust. Unter diesen Verhältnissen müssen wir jede Aus­sicht unsere Einnahmen zu verbessern, auf das nachdrücklichste wahrnehmen. Wenn das hiesige Bad einem Privatmann ober einer Gesellschaft gehörte, wäre uns von jeher eine ausgiebige Einkommensteuer aus bieiem Besitz zugeflossen, nnb bie miss­liche Finanzlage unserer Stadt hätte nicht trotz aller Svar- icrmkcit den hohen Grad erreicht, welcher heute zu beklagen ist Von Besorgnis um -bie weitere Entwickelung unseres Ge- nteinwesens erfüllt, richten wir bähet an bie hohen Kammern die

^tic Einkommensteuervslicht des hessischen Fiskus den Gemein­den qeacnüber einzuführen, und zum muibeltcn der verdienst­vollen Anregung des Abgeordneten Joutz Folge zu geben.

Landtagsabg. Professor Urstadt-Gießen svracb wie uns mitaeteilt wird, am Sonntag in der zuGrun- berg imWilden Mann" tagenden Vertrauensmän­ne r - V e r s a m m l u n a des Landtagswahlkreises Grunberg über die bevorstehenden Aufgaben des Hess Landtages untter besonderer Würdigung der verschiedenen Anträge zur Be­hebung der Gcnossenschaftskrise.

Aus dem Vogelsberg. Tas neue hessische Kommunalsteuergesetz in seiner Wirkung hat im allgemeinen bei den Geschäftsleuten, Gewerbetreibenden und Handwerksmeistern Mißmut Aergcr Pitterkei erregtz Ganz besonders empfindlich und hart betroffen und, die Gewerbetreibenden auf dem Lande und in kleinen Städten, der?n Bevölkerung zum größten Teil aus Landwirten be­steht Ser Geschäftsmann an solchem Platz, der noch nicht einmal immer einen Hausgarten sein Eigentum nennt^ mnT biXr schon durch seine Kommunalskeuer bertrags- müß e in feiner Gemeinde zur Erhaltung des her Feldwege, der Hutiveiden, der Hirten und Ä1 « ZE « nie Nutzen zieht, beitragen. Das natürliche Gesetz, auch das bürgerliche Gesetz sagen. ,Mne"jedc L7M,ng' erfordert Gegenlerstung^Jn Mas

?tlicken^Brodukte° welche der Gewerbetreibende aus wirtschaftlichen »eben-unterhalt kaufen muß, muß

dem Laude zu sernem -.et-en. ^Atadt, und er bekomn.t SSLs-LWAWL «SsSSÄ-SÄÄS:

vermitteln sollen, sind alljdbrlid) Ausführungen be> russischen Balletts in 2lussicht genommen. Dem Genre desMirakel", das itodi in dieser Spielzeit gegeben wirb, werben sich grosse 'Ban* tomimcii und ^lusstattungsstücke, musikalisch illustriert, nahmt. Vor allem »verben Jalwcsrevuen in neuer Form und neuer Art ber Inszenierung veranstaltet werben, roeUbc an bie Stelle des jetzigen Genres von Revuen treten sollen, öie trotz des Strebens nad» Aktualität ibr Altern und ihre Vergänglichkeit nid« mehr verbergen können. Weiter soll bas Haus in seiner neuen baulidien Anlage der »cürbigftc Raum für bie Abhaltttng groftftäbtiidjer Feste und Festveranstaltungen sowie grosser Versammlungen sein.

Vüchettisch.

Franz Ada m B e perl ein, Tas Jahr des Er­wachens. Zwei Erzählungen aus ber Zeit ber Befreiungskriege. Vita, Deutsches Verlagshaus, Berlin-Charlottenburg. Preis: Bro- schiert 1,50 Mk. Ein neues Bud, von Beyerlein, dem die große Zeil bes beutfdycn Weckens und EiwadwnS vor bunbert Jahren zu Grunde liegt. In klar nmrissenen Zügen lodert aus dem Schich'al der Beycrleinschen Gestalten bas Bewusstsein vom An- brud, einer neuen weltumwälzenben Epoche. Bei aller dem Gegen­stand entsprechenden Kraft ber Sprache ist in Beverleins Buch nichts von aufreyenbcni Chauvinismus, und vieles zwar von (Erhebung, aber nichts von Neber Hebung zu finden.

um seine Bedürfnisse zu decken, oft aber billigen Schund einzuhandeln, das Wort nicht beachtendKaufet am Platz" undBedenket, daß der Mann schwer Steuern bezahlen muß".

vereinrnachriHten.

* V. 6. E. Ein urächtigev Herbsttag führte am Sonntag über 50 Mitglieder des Vogelsberger Höhenklubs, Zweig- verein Giessen, zn einer gennssreichen Wanderfahrt zusammen. Von F r 0 u h a n s e n ging der Weg an Oberwalgern vorbei über einen bewaldeten Höhenrücken in das obere Salzbödetal, das den Teil­nehmern reizvolle Landschastsbilder bot. Durch verschiedene Crt- schaften wanderte man der Calzböde entlang bis zn dem anmutig in einem Talkessel gelegenen Städtchen Gladenbach, wo eine ausgiebige .'Haft am Platze war. Ter Weitermarsch erfolgte über den hohen Kirchberg, von dessen Holzturm man einen entzückenden Rundblick auf die Hinterländer Berge und Dörfer und namentlich die herbstlich geschmückten Wälder genoss. Auf meist recht schlüvsrigen Wegen wnrden wiedernm einige Ortschaften in schöner Landschaft durchwandert, um auf der, lieblich in einem Tälchen gelegenen Tammühle kurze Rast zn machen und hierauf nach dem Endziele Marburg zu marschieren, das mit Einbruch der Dunkelheit erreicht wurde. Im Restaurant Seebode wurden bei guter Verpflegung und trefflicher Stimmung einige Stunden der Erholung gewidmet

Evang. Arbeiterverein in Gießen. Bei dem am letzten Sonntag im Vereinslokal abgehobenen Vortragsabend hielt Bankbeamter Kessler einen intcreffanten Vortrag über Wechsel und Wechsel recht. Nach einer kurzen Erläuterung über die Entstehung des Wechsels behandelte der Redner in leicht- uerftänNicber Weise die einzelnen Wirten der im geschästlichen Leben verwendeten Wechsel, um dann näher auf die gesetzlichen Be­stimmungen bezüglich der Aussteflung und Weitergabe der Wechsel, des Wechselprotestes und der Wechselklage nsw. einzngehen.

-m. Hungen, 10. Nov. Gestern abend veranstaltete der G e r n h a r d t s ch e Zither- u n b Mandolinen ch 0 r, Giessen, im Saale derTraube" vor einer zahlreichen Zuhörer­schaft einen musikalischen und gesanglichen V 0 r t r a g § a b e n ö. Die einzelnen Teile des schön zusammengestellten Programms wurden gut vorgetragen und fanden lebhaften Beifall.

profeftor Lehmann-hohenberg und Gberst hügcr.

^Berlin, 10. Nov.

Zu dem militärischen Beleidigungsprozeß gegen Prof. Leh- mann-.Hohcnberg, der vor einigen Tagen vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Weimar verhandelt wurde, veröffentlicht jetzt Graf Rohde, einer der militärischen Sachverstän­digen aus dem Prozess gegen Oberst Hüger, ein Nachwort, in dem er entschieden für den Obersten eintritt, der ein hervorragend fähiger und pflid)ttreuer Artillerieoffizier gewesen se., wie dies feine dienstliche Verwendung klar beweise. Er war 2V2 Jahre lang Chcf der einzigen damals bestehenden Lehrbatterie, er gehörte dreimal einer Kommission an zur 2£bänberung des Exerzierreglements ber Feldartillerie, zweimal einer Kommission zum Ankauf von Augmentationspferden für die Feldartillerie. Im Jahre 1889 erfand Oberst Hüger eine Beschirrung, welche bei der gesamten Feldartillerie und dem Train eingeführt wurde und wofür er mehrere Auszeichnungen erhielt. Oberst Hüger hat zwei Feldzüge mitgemacht und besitzt aud) das Eiserne Kreuz. Tie Vorgesetzten Hügers, drei preußische, nad) Württemberg kommandierte Gene­rale, zeigten sehr wenig Wohlwollen für ihn. Er wurde verabschiedet, und nun folgte ein Nachspiel, das daraus entstand, daß ein Haupt­mann in einer Beschwerdejchrift über ihn eine beleidigende Wen­dung gebraucht hatte. Oberst Hüger beantragte eine ehrengerichtliche Untersuchung gegen sich selber, um sich von dem beleidigenden Vorwurf reinzuwaschen. Das Ehrengericht der Stabsoffiziere sprach ihn frei von jedem Verstoß gegen die Standeschre. -

Das Militärkabinett aber, das schon vor dem Urteil sich einzumischen versucht hatte, änderte die Begründung des Frei­spruches willlürlich ab, wogegen Oberst Hüger Front machte. Die Angelegenheit wurde nunmehr einein andern Korps über­geben, Hüger chrengerichtlid) angeklagt, ihm das Wort zu seiner Rechtfertigung kurzweg abgeschnitten und er ehrengerichtlich zum Verlust der Uniform verurteilt.

Ick) habe dem vier Wochen lang dauernden Dortmimdcr Prozeß als militärischer Sachverständiger beigewohnt und kann auf Pflicht und Gewissen versichern, auch nach seiner Verurteilung stand Oberst Hügers Ehre mindestens ebenso rein da, wie die­jenige einiger seiner Gegner, welche in ihren hohen militärischen Stellen verblieben sind.

DasTheater der Züuftausend"

soll nun anscheinend sehr bald Wirklichkeit werden. Prof. Max Reinhardt und Zirkusdirektor Albert Schumann haben sich zu ge­meinsamer Tätigkeit zusammengetan und ein Programm entworfen, aus dem derTag" folgendes wiedergibt:

Nad) Planen, die Albert Schumann schon seit Jahren aus der Praxis heraus erdacht hat und die Regierungsbaumeister Dern- burg und Prof. Max Reinhardt technisch und künstlerisch durch- gearbritet und gestaltet haben, soll das Schtzmannsche Zirkusgebäude in einen Schauraum verwandelt werden, der nicht bloß moderne Darstellungen Reinhardtscher Regie, sondern auch die Aufführung großer Dramen, die Abhaltung von Varietsvorstellungen, Kon­zerten, Pantomimen, Balletten und auf der Bühne selbst die Darstellung zirzensischer Vorstellungen ermöglicht. Die Darbie­tungen in diesem Hause sollen sich nicht bloss in die üblichen beiden Sommer- und Winterspielzeiten teilen, sie sollen vielmehr je find) ihrer Art das Jahr in verschiedene Spielzeiten zerlegen und jedem Geschmack des Publikums das Ersehnte bringen. Hierbei macht sich die wirtschaftliche Entwicklung des Theaters die Er­fahrungen zunutze, dass unsere deutsttnm Spielzeiten zu lang sind und daß die Aufführungen durch die lange Dauer der Saison, die Spielpläne an eigener Frische und an Wirkung auf das Publikum verlieren. Das Deutsche Theater (Direktion Max Rein­hardt' wird während der Winterszeit an mindestens 60 Menden hervorragende Stücke seines Repertoires in dem neuen Spiel­hause zur Ausführung bringen. Hierbei wird Max Reinhardt vor allem bestrebt fein, Stücke zu wählen, welche, aus der Massenf- geftaltung l-eraus wirkend, auch auf die Masse zu wirken bestimmt und geeignet sind, z. B.König Oedipus",Julius Cäsar" die Königsdramen,Götz von Berlichingen",Wallenstein",Her­mannsschlacht",Jedermann". Bor allem plant Reinl)ardt eine Festspielaufführung desFaust", die er zu einem der größten fünft lerischen Ereignisse der deutschen Bühne zu gestalten und durch dessen Aufführung er die Idee einesBapreuth der Schauspiel­kunst^' zu verwirklichen hofft, denn in der Darstellung, wie sie nur (?) das Zirkusgebäude ermöglicht, würden alle diejenigen Möglichkeiten ausgeschöpft werden können, die in dieser National- dickkung der Deutschen enthalten sind. Mchard Strauß hat sich bereit erklärt, für diese Inszenierung eine neue Faustmusik zu schreiben. Fernerhin heißt es, dass musikalische Aufführungen großen Stils geplant werden: es sind dieserhalb bereits Verband langen mit dem Philharmonischen Orchester, dem Philharmonischen Elwr und ersten Musiküirigenten, die dieser Sache ein ungewöhn liches Jntereffe entgegenbringen, eingeleitet Unter den Gast­freien, welche uns die Bekanntschaft mit ausländischen Künstlern

Märkte.

Giessen, 11. Nov. Marktbericht. 9hif heutigen! Worben- markte kostete: Butter das Pfund 1,051.15 Mk^ Hühnereier 1 Stück 10-11 Pfg., 2 Stück 0 Pfg., Käse da? Stück 63 Pfg^ Kasematte 2 Stück 56 Pfg«, Tauben das Paar 0,801,00 9)1 Hühner per Stück 1,001,60 Mk., Hahnen pr. Stück 1,502,50 Mk., Enten vr. Et. 2,003,00 Ganse das Pfd. 7080 Psg^ Ochsenfleisch pr. Vfd. 92100 931g., Rindfleisch vr. Pfnnd 9094 Psg» Knhsleisch 80 Psg^ Schweine­fleisch pr. Pfnnd 90110 Pfg., .Ualbfleisch pr. Pfd. 94-98 Psg., Hammelfleisch pr. Vfd. 7096 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 4.25 bis 4.50 Mk^ Weisskraut das Stück 10 bis 2u Pfg« Zwiebeln ver Ztr. 4,006,00 Alk., Aiilch das Liter 22 Pf<^ Nüsse 100 Stück 5060 Psg^ per Ztr. 000 Mk* Birnen das Pfund 10 bi» 22 Pfg., Aepfel der Zentner 14 bis 22 Alk. Marktzett von 8 btö 2 Ubr.

FC. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 10. Nov. Auftrieb: Rinder 39 (Ochsen 24, Bullen 5, Kühe 10), Kälber 28, Schafe 14, Schweine 267.

Marktverlauf: Ruhiges Geschäft, bei Großvieh bleibt lieber»

stand, Kleinvieh und Schweine geräumt. Preise für 100 Psd. Lebend- Schlacht« Ochsen. gewicht

Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Alk. Mk.

ivertes im Alter von 47 Jahren .... 5156 93 100

Die noch nicht gezogen haben (nngejochte). . 5155 9298

Junge, fleischige, nicht ausgemäslete und ältere ausgemästete............ 4650 8288

Bullen.

Vollfleischige, ausgew., höchsten Sck)lachtw. . . 4952 8488

Dollsleischige, jüngere 4548 7682 Färsen, K ü h e.

Vollfleiscküge ausgemästete Färsen höchsten Schlachtivertes ...... 5055 89106

Pollfleischige ausgemästete Kühe höchsten

Cchlachtwertes bis zu 7 Jahren 4246 7685

Wenig gut entwickelte Färsen 4549 7988

Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelte jüngere Kühe . 3741 6874

Mäßig genährte Kühe und Färsen 3135 6270 Kälber.

Feinste Mastkälber 6870 11311«

Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 6568 108113 Geringere Plast- und gute Saugkälber . . . 5863 97105 Geringe Saugkälber.......... 5256 8794

Schafe.

Weidemastschase:

Mastlämmer und Masthammel .... 44,0046.00 9296 Schweine.

Lollfleischtge Schweine von 80100 üg Lebend­gewicht . . . . 59-62'/, 76-78

Völlfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 59-61 7577

Vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht .............. 59-32'/, 7678

Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht . 59-63 7578

Meteorologische Beobachtungen ber Station Sieben.

Niederschlag: 0,5 mm.

2«

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s-1

Wetter

ÜS

Höchste Temperatur Niedrigste

am 9. bis

85 = do

Regen Bed. Himmel Regen

Q 2

746,7

746,1

744,2

96

91

92

NE ESE

10

10

10

7,6

8,1

7,7

Lkt.

Nov.

2923

10.

10.

11.

7,8

9.4

8,5

+ 9,4 C.

4- 6,2' 6.

10. November

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LrWer O)dol konsequent täglid) an- wendet, übt nach unseren heutigen Kenntnissen die denkbar beste Zahn- Mundpflege aus.