Ausgabe 
13.6.1913 Erstes Blatt
 
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Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 14. Juni 1913: Wolkig, geringe Niederschläge, kühl, westliche Winde.

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rd Darm st<rd t, 12. Juni. Im K e l st e rb a ch e r Di e b- li a hlS- und Hehler-Prozeß wurde die heutige VormittagS- Ntzung noch ganz mit der Vernehmung der Angeklagten Frucht- Händler Prritz, Jakob Piritz, Friseur Treutel. Pons, Popliolek und vetzack, sowie der Zeugen ausgestillt, deren Bekundungen ohne all- gcmemeS Interesse sind. In der NachmitlagSsitzung begann der Anklagevertreter, Gerichtsaffessor Dr. Callmann, sein Plädoyer. Er wies in der Einleitung auf den großen Umfang des Diebs- und Hehlertrcibens hin, das offensichtlich in der Kelsterbacher Gegend schon längere Jahre geherrscht haben müffe. Zum Schluffe seiner l^lhmbigen Ausführungen beantragt er gegen Eckert unter Zu­billigung mildernder Umstände 9 Monate Gefängnis und An­rechnung der Untersuchungshaft, gegen Menz 3 Jahre Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust, gegen Pons, Heisack, Ritter und Rudolf Kintz je 1 Jahr Zuchthaus, gegen Jakov Kintz 4 Monate Geiäng- mS, gegen Popliolek 9 Monate Gefängnis und bei Treutel Frei­sprechung. Rechtsanwalt Schwörer-Mainz hob für Eckert die mil­dernden Umstände hervor, besonders sein sofortiges, offenes Ge­ständnis. Für ihn sei die gesetzliche Mmdeststrafe von 3 Monaten ausreichend, jedenfalls aber eine Strafe, die durch die Untersuchungs­haft als verbüßt erachtet werde. Für den Angeklagten Ritter plädiert Rechtsanwalt Sartorius, der ihn als das Produkt seiner Umgebung und nicht als schiveren Verbrecher hinstellte. Tie Ver- Handlung wurde abends/28 Uhr abgebrochen und wird morgen früh 8% Uhr fortgesetzt.

X Marburg, 12. Juni. Der Kuhwärter Karl B a l z e r c i t aus Landskeim im Regierungsbezirk Königs­berg, der am 6. April seinen Herrn, den Landwirt Konrad Kraft in Selbach, bei einem Wortwechsel erstach, wurde zu 5 Jahren Gefängnis und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Dauer verurteilt.

fe. Frankfurt a. M., 13. Juni. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 5 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Man notierte : veu 3,00.', 0 Mark, Stroh (Kornlangstroh) 0.000.00 Mk. Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft lang- fam. Die Zufuhren waren an§ den Kreisen Dieburg und Hanau.

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Der Kgl. Geheime Rat vr. jur. Lothar Ritter vonSeuffert, ord. Proiefior für Zioilprozeßrecht, deutsches bürgerliches Recht und römisches Zivilrecht an der Universität München begeht am 15. ds. MtS. seinen 70. Geburtstag. Geboren am 15. Juni 1843 in Würzburg, studierte er ebenda, war dann von Mai 1875 bis April 1876 Protokollführer der Justizkommission deS Deutschen Reichstags in Berlin. Ostern 1876 folgte er einem Rufe als ordent- ltcher Professor für römisches Recht und Zioilprozeß nach Gießen. 1881 kam er nach Greifswald, drei Jahre später nach Erlangen, 1888 nach Würzburg und im Herbst 1895 nach München.

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* Steinberg, 12. Juni. Der GesangvereinJugend- freu nd veranstaltet am Sonntag au§ Anlaß seines 25jährigen S t i f t u n g s f e sl e steinen Gesangsweltstreit. Samstagabend' fin­det Kommers statt, Sonntagvorrnittag ist Preis- und Ehrenpreis- singen im Gasthaus zur Krone vorgesehen. Nachmittags findet ein Festzug statt und daran anschließend Konzert, Gesangsoorträge der Gastvereine sowie VolkSbelnstigiing auf dem Festplatz. Monlag- vormittag ist ein Frühschoppenkonzert geplant, während am Nach- mittag im Anschluß an einen Festzuq em Volksfest vorgesehen ist. Die Musik wird von der Kapelle Harnisch alisgesührt.

= Butzbach, 12. Juni. Ter M i t t e l d e u t s ch e Säng er- b n-n d veranstaltet am 3. August hier ein größeres Bnndessest, da? einen vaterländischen Charakter tragen soll. Neben Gesangs- vorträgen von Einzeloereinen sind Massenchöre der zum Bund ge­hörenden kleinen Verbände geplant. Ta die Prüfung der Parti­turen der vorgesehenen Chöre vorher durch Musikdirektor Professor Trautmann-Gießen erfolgt, ist Gewähr für besondere Auswahl der Chöre geboten.

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Ueberbringer in ein dazu bereit gehaltenes Kästchen, das er versiegelte. Der Käufer begab sich dann in ein andres Gemach. Ms er nicht wiederkam, öffneten die beiden An­gestellten das Kästchen, aber statt der Juwelen befand sich darin ein Rasierbecher und Watte. In der Zwischen­zeit wär der Schwindler verschwunden Die lffesige Kri­minalpolizei hat sofort energische Nachforschungen angestellt.

* DerImperator" erreichte nach prachtvoller Fahrt bald nach 1 Uhr Sölent, wo er bei der Bramble- dvje ankerte. Der Mahor von Soutlmmpton mit Gemahlin und der Aldermann Svutl>amptons kamen an Bord, wv sie von dem Direktor der Hambnrg-AmerikaEinie Warn Holz begrüßt wurden und einen Rundgang durch das Schiff mach­ten. Der Mayor sprach seine herzlichsten Glückwünsche für die weitere Amerikafahrt aus. Hier schieden die von der Hamburg-Amerika-Linie geladenen Journalisten und Schrift­steller, die von Southampton nach London fahren, wo sie sich noch einige Tage aufhalten.

Kleine Tagerchronik.

In Cannstatt ist der General der Infanterie z. D. Freiherr Pergler von PerglaS, Ritter des Eisernen Kreuzes erster und ziveiter Klaffe im Alter von 86 Jahren gestorben.

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Letzte Nachrichten.

Znr Verständigung in der Deckungsfrage.

Berlin, 13. Juni. Bei dem parlamentarischen Abend, der gestern beim Reick)ssckratzsekretär Kühn stattfand und dem auch der Reichskanzler bis jum Schluß beiwohnte, standen die Der st ändigungsver Handlungen im Vorder­grund, die wegen der Teckimgsftage fortlaufend gepflogen werden. Mle Parteispilgm waren anwesend.

Das Zentrum hielt am Mittwoch und Donnerstag sehr lange Fraktionssitzungen ab. Wie nach der ,^Lossisck>eii Zeitung" verlautet, wurde innerhalb der Fraktion noch feine Einigung er- sielt. DerRundschau" wird mitgeteilt, daß die Verhandlungen -wischen den Nattonalliberalt-n, den Fortsckmttlern und dem Zentrum, die auf eine ReickiSvermögenszwoachssteuer hiuziet-n, geradezu in eine Sackgasse zu geraten drohen. Nie und nimmer würden die Einzclstaaten einer allgemeinen Rcichs-Vermögenszu- wackrssteuer zustimmen, da diese nichts anderes wäre, als eine Reuhsgewcrbesteuer. Nach demTageblatt" lägen die sachlichen Schwierigkeiten der formulietten Vorschläge vor allem darin, daß noch feine sicheren Ertragsberechnungen zu erreichen waren. Nach demLokalanzeiger" ist in dem geplanten Kompromiß ein Fest­stellungsstempel enthalten, zu ergeben bei der dreijährigen Ver­anlagung vom Vermögen.

Reichstagsabgeordneter Bass ermann erklätt in einem Schreiben an dasTagehlatt" entgegen der Meldung, der Reichs« kanzler habe zu Bassermaim die Reichstag sauflösuna an die Wand gemalt, daß ein Gespräch solchen Inhalts über­haupt nicht stattgefunden habe.

*

Unfall eines neuen englischen Luftschiffes.

London, 13 Juni Der von einer Pariser Firma nach dem Entwurf de» Signo Torres für die englische Flotte erbaute 2uJLf4CU5C! musste bn seiner ersten Probefahrt plötzlich landen und knickte in der Mitte zusammen, so daß er fast in zwei Teile zerbrach. Bei der Landung zertrümmerte das Luftschiff den Aeroplan>chuppen. Tie 12 Passagiere, meist höhere Offi­ziere, blieben unverletzt.

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fc. Frankfurta.M. D i eh h o f-Ma r kt b c r i ch t vom 13. Juni. Auftrieb: Rinder 76, darunter Ochsen 14, Bullen 2, Kühe und Färsen 60, Kälber 728, Schafe 40, Schweine 1170.

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ständtg zertrümmert, Der <y u ij r c r des sagens, em Oberingenieur aus Frankfurt, erlitt einen Schad elb-rruch und wurde in hoffnungslosen: Zustande in das Limburger Bincenzhofpital gebracht. Die beiden andern Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon.

er Wiesbaden, 12. Juni. Geh. Sanitätsrat Dr. Arnold Pag^nstecher, cm bekannter hiesiger Badearzt, aus Dfllenburg geburttg, ist tm Mter von 75 Jahren gestorben. In der Wmenstzkst nahm der Verblichene als Entomologe und bejonder^ als ^chmetteringskenner eine besondere Stellung ein Dem NaturhNloruchen Museum stand er als Direktor bpr, den Nanaurfchen Verein für Naturkunde leitete er als Vorsitzender er ?var korrei^ndierendes Mitglied der Senkenbergischen Natur- ^riweichen Gefellschaft rn Frankfurt und der Naturforschendcn Geielllchast in Offenbach. Ms Arzt wurde er durch eine Schrift über Gicht und Rheumatesmus bekannt. Auch im öffentlichen Leben trat Pageustecher hervor. Nachdem er 40 Jahre dem Gemeinde- ral, dem Stavtausschuß und der Stadtverordnetenversammlung angehort hatte, wurde er im Jahre 1907 zum Ehrenbürgest her Stadt Wiesbaden ernannt. Seit 1902 war er Stadtverordneten- ^orlteher, lvelche Stelle er erst in diesem Jahre niederlegte. Santtatsrat Pagenstecher gehörte der nationalliberalen Partei an.

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leMmm. Gestern oH eas Schmidt ani Wfet unb|oiortgetöltL

Die Sitzung drr heute dem Antrag! e denl Reiche jun tchen Anlagen zu var, daß die Kasmicr. gelegt werden würden, -mmen, wenn die neue bewilligt wird, solle- reibenden beriitfiid^t gab sich über die Sei' ungen des Jahres Stadt möge sich mit Itf. beteiligen. Avon Ausstellungen aus der Wohnungsausstellun^ die retrospeltwe Ku? trag von 30 000 N Sozialdemokralkv bewilligt.

knüpft, oic die staW n etwaiger llrdeWh fünfte AchllWP-

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3inen über

Aus der Rechtssprechung der Reichsgerrchtz.

Tp ^tels eingeschriebenen

Briefs. Entfchdg. des RG. v. 23. IX. 1911 in Nr 77 S- - Dcr^ Kläger l>at auf^Feststellung geklagt, daß er nicht Mttglred des beklagten 23ereine sei. Nach der Satzung des Vereins sollte der Austritt nur mittels eines, spätestens ein Viertel- ic-hr vor Al-lau,' des Vereinssahrs in die vände des Vereins- rerutzenden gelangten, ^ingeschttebenen Briefs erfolgen können. Das Rerchsgencht erklärte die Nichtbeachtung dieser Form der Kündigung ersetzt durch die Zustellung der .Aageschrift an den ^epemsvorfftzenden, die vor länger als einem. Vierteljahr vor Ablauf des rnz»m>chen verflossenen Bereinsjahres geschehen war, und durch bic Kenntmsnahme des Inhalts der Klage durch den s^, i tßenben Denn die auf die obige Feststellung gerickstete Klage- . ./UTt enthalte die unzweideutige Aeußerung des Willens, dem verltagten Verein nicht ipeiter angehören zu wollen die Aus- tttttserttärung, und diese Erklärung sei zur Kenntnis des Vereuisvorptzenden gelangt. Der Zweck der besttmmten Ueber- sendungsiorm mittels eingeschriebenen Briefs erschöpfe ich für den beNagten Verein in der Gewähr, den diese Ucher- ienoungsfor-m für die Erlangung der Kenntnis von dem Inhalt der übersandten Erklärung biete.

L Der Kommissionär, der mit Genehmigung des Kommittenten (Auftragenden) einen Unter- f om in 11 ] io n ä r zuzieht, hat ohne eigenes 23 e r = fd) n Id e n für dessen Handlungen nicht e i n z u st e h e n. Unterschied zwischen Erfüllungsgehülfe (RGB. § 278) und Er- siillungssubstitut.. E. d. RGs. v. 2.' März 1912 in Bd. 78

Die Parteien litten einen Kommissionsvertrag geschloffen, wonach sich der Beklagte zum Verkauf der Tünger- und (vuttcrmittel der Klägerin verpflichtet hatte. Ter Be­klagte batte seinerseits den Kaufmann M. in W. als Unter- komMissionar für W. und Umgegend angenommen: dies war der Klägerin mitgeteilt und von ihr' genehmigt worden. M. hatte demnächst erl-ebliche Geldbeträge, die er von Abkäufern für an sie abgesetzte Waren der Klägerin vereinnahmt hatte, für uch verwendet. Ta M. die unterschlagenen Beträge nicht ersetzen .fonme, io stritten die Parteien darüber, wer von ihnen den Schoden zu tragen habe. Tie Klägerin verlangte die Zahlung dreier Beträge von bent Beklagten, indem sie in der Klage hau ii'äcUidi geltend machte, daß der Beklagte durch mangel- hafte Beaussielstigung M's. den Schade,: verursacht habe. Das Ol e . landesgericht erachtete den Klageanspruch ohne weiteres sckion »'ach 278 RGB. für begründet, da der Beklagte sich M's zur rfiillung ferner Verbindlichkeit aus dem Kommffsionsvertrag be>ne>rt lwbe und dessen Verschulden dem Geschäftsherrn gegen- aber tu gleichem Umfang, wie eignes Verschulden, vettreten müsse Tas Rci.liSgerlchL erklärte diese Auffassung für unrichtig. ZLemr M Beanttvagte oder der ans einem Dienstvertrag, dessen Gegeristand ane ^st'>ch>ss1sbrsorgung ist, verpflichtete die Gescltäftsbesorgung mit «enehmignng des Airffraggebers bezw. des Tienstbrreckstigten einem xritten Überträge, was namentlich dann gescheh, wenn er von sich aus ui eigenem Namen, wie int vorliegenden Fall, nickst nur, wenn er im Namen des Auftraggebers bezw. Dienstber^ch- ugten den Tritten zur Geschäftsbesorqung annehme, so scheide der Beauftragte aus der Verbindlichkeit zur Geschäfts­besorgung aus, und es trete bezüglich dieser Verbindlichkeit der Tritte an lerne Stelle. Dieser Dritte sei nicht sein Gehülfe bei Erftillung dieser VerbiMichkeit nach BGB. $ 278, solchem sein Eubi'.itttt Ersatzmann bezüglich dieser Verbindlichkeit. Tie Pflicht des Beauftragten sei in diesem Fall beschränkt auf die Beobachtung der notigen Sorgfalt bei Annahme des Tritten, cch, die Abtretung der gegen den Tritten ihm erwachsenden An,pruche an den Auftraggeber und eventuell auf Ueberwachung oes Dritten nach Maßgabe der etwaigen zwischen dem Auf­traggeber und ihm getronenen Verabredungen. Diese Beschrän­kung ber^ .Haftung sei für denAuftrag" tn § 664, Ms. 1 Zgtz 2 VGB. ausdrücklich ausgesprochen: sie gelte aber der Natur der Sache, nach in gleicher Weise auch für den Tienftvertrag, der eine, Gesch'ästsbesorgung zum Gegenstand lwbe. Daraus, daß in 8 675 BGB., der gewisse Vorsckwiften desAuftrags" auf den Tienswertrag mit Geschäftsbesorgungsinhalt für anwendbar er= klärt, der £ 664, Ms. 1 S. 2 nicht aufgeführt sei, könne das Gegenteil nicht gefolgert werden. Es müsse also untersucht wer- veu, ob der Beklagte der ihm ouferiegten Pflicht zur lieber- ^chung des M. nickst gehörig nachgekommen sei und hierdurch den schaden verursacht habe.

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Wanderungen in Gießens Umgebung.

I. Garbentei ch-J ögerpfa dA rnsbur g2 i ch.

Mit dem Zug um 2'^ Uhr fahren wir nach Garbenteich. Wir gehen auf der Straße nach Dors-Güll bis zum Walde. Hier gehen wir dem roten Strich nach und gelangen durch hübschen Hochwald nach dein Jägerpfad. Ter Weg bietet hübsche Ausblicke nach der Wetterau, besonders nach Burg Münzenberg. Man überschreitet die ButzbachLicher Bahn und geht immer am Waldrand her bis zum Kloster Arnsburg. Hier ist eine gute Wirtschaft. Man versäume nicht, die teilweise noch sehr gut erhaltenen Klosterbaiiten zu be­sichtigen. Von ArnSburg führen verschiedene markierte Wege nach Lich, u. a. einer dem lieblichen Wettertal entlang und ein anderer über die Höhe. Tie Wanderung nimmt, wenn inan bequem geht, drei Stunden in Anspruch.

II. M ü ck e A l t e n h a i nP etershainer HofScho 11cn.

(Sine hübsche, vielfach durch Wald führende Tageswanderung bietet da? weiße Dreieck, da§ von Mücke über Klein-Eichen an Mtenhain vorbei zum P e ter ha i n er S o f fühtt, wv das freund­liche r^orsthaus zur Rast einlädt. Ter weitere Weg führt über Götzen nach Schotten. Die nicht anstrengende Wanderung dauert etwa 5 Stunden und bietet manchen schönen ^lusblick.

Vermischtes.

*Juwelcndieb stahl. Aus Bremen 12. Juni wird gemeldet: Gestern erschien in einem hiesigen Jnwclier- geschäft ein Unbekannter, der Juwelen taufen wollte. Nach­dem er sich Schmuckgeg en stände im Werte von insgesamt 23 000 Mark ausbesucht hatte, entfernte er sich mit der Bitte, chm die Sachen in ein hiesiges Hotel bringen zu lassen. Im Hotel, in das die Sachen von zwei Angestellten des Geschäftes gebracht worden waren, erklärte er diesen, die Sachen seinen tn Paris wohnenden Angehörigen zeigen zu müssen. Er legte nun die Juwelen in Gegenwart der

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