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11/06/1913 Erstes Blatt
 
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Kohden, 9. Juni 1913.

Ludlvig Fleck.

Zwischen fätt-e

hack-u. Häufelpflüge^

Familie Ludwig Steinbrecher.

3847

Gießen (Neuen Baue 5), den 11. Juni 1913.

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den

Giessen, 11. Juni 1913

0474?

! Mi. Mftism

d | Scltcrsweg 12 Telephon 285.

Eintritt Jedeneit.

D,J e

Schnupfen

Zusammenstoß französischer Unterseeboote. Aus Cherbourh, 10. Ium, wird gemeldet: Die Unterseeboote Thermidor" undWatt" stießen heute bei der Rückfahrt zur Station zusammen. TerThermidor" wurde leicht beschädigt. DerWatt" wird gedockt und eine Zeitlang nicht dienstfähig sein.

Vergebung von Bauarbeiten

Die zur Wiederherstellung der Kirche zu Rüd- dingsyausen notwendigen Maurer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Schreiner-, Weißbinder- und Pflasterarbeiten sollen im Wege öffentlichen Wett­bewerbs vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen im Amtszimmer des Herrn Pfarrer Bausch zu Londorf zur Einsicht offen.

Angebote sind in Prozenten des Voranschlags, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei, spätestens bis zunr Donnerstag, den 19. Juni 1913, vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten, Regierungsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18, ein- zureichcn.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt zu gleichem Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber.

bei den Goedecker-Werken fair. Die Fabrik toirb sich im wesent- mit der Fabrikation eines neuen Flugapparates, eines

Anderthalbdecker" nach der Konstruktion Sommers befassen.

!r den uralten Lmdm. Beteiligung drrhoch. die gclamte Gegend s^j altet. Leider hat er ti oren und auch als Net.

'tag und Montag igung im HenoppW- e st. Es nahmen 18 Zn

bei einer sozialdemokratischen Versa nrm lung.

Banbaudwcrkerickulc zu Eobleuz, Löhrstraße 100.

Schulleitung: Jos. Mayer, Architekt. 1

Mitch- und Eierflammeris

gibt sehr nahrhafte Gerichte für Kinder, und werden den Fleischspeisen gern vorgezogen. Geben Sie Ihren Kleinen reichlich solche Mondaiuinspeisen. Mondamin ist in feiner/, nußartigen Geschmack unübertrefflich und in Ergiebigkeit nn- errcichlich. Achten Sie bitte an.' den Rezeptbuchzettel in jedem Paket ä 60, 30 Pf.

Die glückliche Geburt eines gesunden MÄDCHENS zeigen hocherfreut an

V. Schmitzer und Frau Maria

geb. Schmid

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Die Sommermilch ist bekanntlich sahnig. Frische Eier gibt's viel unb billig. Geschmortes frisches Sommer-Obst ist der Gesundheit dienlich. Letzteres mit

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Amtlicher Wetterbericht.

Oöffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 12. Juni 1913 Wolkig, geringe Regenschauer, kühl, windig.

Universitäts-Nachrichten.

Der v. Professor für .Kinderheilkunde an der B e r l i n e r Universität Geh. MediMnalrat Dr. A. Czerny ist zum Pvofess-or <m der Karser-Wilh^lms-Mademie für das mili- tärärztlichc Bildungswesen ernannt worden.

Der Kgl. Geheime Rat Prof. Dr. med. Franz Hof­mann, Ordinarius für experimentelle Hygiene und Di­rektor des hygienischen Instituts an der Universität Leip­zig, begeht am 14. d. M. seinen 70 Geburtstag. Der älteste der Leipziger medizinischen Fakultät ist ein ge­borener Münchener. An der Universität seiner Vaterstadt erhielt er seine Ausbildung, erwarb den Doktorgrad und war dann mehrere Jahre Assistent am physiologischen In­stitut. Im Wintersemester 1872/73 kam er nach Leipzig als a. o Professor und Vorstand des pathologisch-chemi­schen Laboratoriums. 1878 wurde Hofmann Ordinarius und Direktor des hygienischen Instituts. Im .Herbst dieses Jachres gedenkt Prof. Hofmann vom Lehramt zurückzutreten.

Hk. Kursus für Unfallheilkunde und I n va­lide n b e.gu t ach t u n g. Vom 30. Juni bis 11. Juli 1913 findet an der Düssekdorfer Akademie für praktische Medizin mt .Kursus für soziale Medizin statt. Ferner w'rben int Laufe des Jahres 1913 folgende Kurse abgehalten: Einwöckwntlicher vursus über Bauchchirurgie für chirurgische und gynäkologische Äcrzte hont 13.18. Oktober: Kursus über Diagnostik, Pathologie unb Therapie der .Krankheiten des Herzens und der Gefäße wm 20.29. Oktober: Kursus über Hautkrankheiten einschl. Lichtbehandlung vom 5. November bis 10. Dezember: Vorlesungen für Aerzte von Düsseldorf und der näheren Umgebung an ächt ^onntag-Nachnrittagen von November 1913 bis Februar 1914.

Die Universität Bonn zählt in diesem Sommer- 'emeftcr 4460 immatrikulierte Studierende.

Soort.

Grünau, 10. Juni. Das imposanteste Schauspiel bei der Jubiläums-Regatta in Berlin war wohl die Auffahrt von den i'O. 600 geschmückten Booten mit ea. 3000 Ruderern. Hierbei war auch die Gießener Rudergesellschaft mit einem Boot vertreten. Rechenweise mit je 6 Boten fuhren dieselben grüßend in langsamem Schlag an der Jacht Alexandria vorüber, von rtX) der Kaiser freundlich dankte. Die Auffahrt dauerte über eine Stunbe. Nachzutragen ist noch, daß am MoMag bei dem großen Dreis von Berlin der Mainzer Ruderverein gegen Königsberger R.-C. und Berliner R-V. überlegen siegte.

Schwurgericht Ws stn Urfunbenfäfite Zahre alten frübern 3 Frankenber^. Itr eis- und wfafft" ur Last gelegt, in fnf rc für holzlieM^ iten und Buch sm' haben. In btt Ä . der Kasse eint M d) DernchmWs m denen Zeugen fälschung un??- ür erwiesen,^' Irtcil laufe.'- -

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vermischtes.

* Ueberfallcnc Wandervögel. Aus Neustadt in Westpreußen >mrd gemeldet: Auf der Chaussee überfielen Rowdies am Hellen Tage einen Trupp Wandervögel. Ein Seminarist wurde durch einen Knüppelhieb getöle l: der Täter wurde verhaftet. Drei seiner Komplizen sind ebenfalls fest­genommen worden.

* Don Bienen getötet. Lius D i r s ch a u wird ge­meldet: Als der 67 Jahre alle Rentner D ob reck, in feinem Bienenstock arbeitete, überfielen ihn die Bienen und richteten ihn so zu, daß er bald daraus starb.

* Ein Automobil überfußr den Baupolier Dere - v e r a , als er gestern die Triester Reichsstraße entlang radelte, bei Gloggnitz. Der Baupolier ist inzwischen g e st o r b e n. Das Automobil, in dem sich das P r i n z e n p cxa r A u g u st Leo- Pc l d von Coburg-Gotha, die Erzherzogin Carolina und ein Stabsarzt befanden, fuhr, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, gegen einen Baum und blieb auf einem Steinhaufen stehen. Der Prinz brachte den Verletzten selbst nach dem Krankenhaus.

* Eisersucht. In Großwardein wurden in der ver­gangenen Nacht der Oberleutnant Karl Preiß und feine Frau mit Schußwunden aufgefunden. Der Offizier, der bald starb, gab an, die Fran habe ihn aus Eifersucht angeschossen, während die Frau, die schwerverletzt darniederliegt, angibt, sie habe sich das Leben nehmen »vollen. Ihr Mann entwand ihr aber den Revolver, wobei der Schuß losging und ihn traf.

Märkte.

la. Frankfurt a. M., 10. Juni. Heu- nnb St r»hmarkt. Angefahren waren 5 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Man notierte: veu 3,00?, o Mart. Stroh (Kornlangstroh» 0.00-0.00 Wtf. Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. GesckM lang­sam. Die Zufuhren waren auS Oberhessen und dem Kreis Dieburg.

Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Wahl unter Bewerbern bleibt Vorbehalten.

Gießen, den 5. Juni 1913. bu,6

Der Großherzogliche Kreisbauinspektor.

Hechler.

Lustschisfahrt.

Eine neue Flugzeugwerft in Darmstadt.

Wie das Darm st. Tagblatt erfährt, soll demnächst in Tarmftadt eine neue Flugzeugfabrik entstehen, und zwar unter der FirmaDeutsche Svmmerflugzeugwerke Darmstadt". Die Fabrik wird auf dem Ziegeleigrundstück Kranichsteinerstraße 681/2 errichtet werden. Inhaber sind Diplom-Ingenieur Karl Müller- Darmstadt und Architett Sommer-Bensheim. Erster Flieger des neuen Unternehmens loird Trautwein aus Mainz, der früher

Arbetterdeweauna.

Schwanheim a. M., 10. Juni. 'Infolge von Lobn- strert,gkeiten find heute vormittag auf allen hiesigen Bau- Plätzen die Maurer und Bauarbeiter in den A usstand getreten.

vüchertisch.

Nahrungsmittel-Gesetzgebung in Karto­thek A u s g a b e. Die Geschäftsstelle der verschiedenen Fach- Vereinigungen der Nahrungsmtttel-Branche erhalten täglich eine ganze Anzahl von Anfragen, die sich auf die Rechtsprechung über den Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln beziehen. Ein Teil der Fragesteller wünscht zu wissen, ob dieses oder jenes Verfahren bei der Herstellung von Spirituosen, Fruchtsäfben, alkoholfreien Getränken zulässig, ob eine bestimmte Deklaration erforderlich, ob eine gewählte Benennung einwandfrei ist. An­dere wiederum, gegen die bereits ein Prozeß wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- und Weingsetz anhängig gemacht ist, bitten um Mitteilung von Entscheidungen, die sich mit dem infriniiniertcn Tatbestand schon einmal beschäftigt haben. Dem Umstand, daß die Befragten sich schon seit Jahren aus Beruf oder Neigung mit der Materie vertraut gemacht haben und auch an die Sammlung wichtiger Gerichtsentscheidungen gegangen sind ist es zu verdanken, daß der Fragesteller ivohl zumeist um­gehend mit der gewünschten Auskunft bedacht werden kann. Die Sammlung derartiger Entscheidungen ist naturgemäß recht schwie­rig, da Voraussetzung für die Registrierung eines Urteils bi Kenntnis desselben ist. Eine sehr beachtenswerte Neuerscheinung auf dem Gebiete der Sammlung von wichtigen Gerichtsurteilen in der Nahrungsmittel-Gesetzgebung bietet die im Verlag von Emil Roth in Gießen erscheinende Kartothek-Ausgabe, die vom Amtsgerichtsrat Coermann, Straß bürg i. Els., be­arbeitet wird. Die Kartothek-Ausgabe, von der bisher ein Haupt- banb und drei Ergänzungssolgeu erschienen sind, enthält auf einzelnen Kartvnblättern die wichtigsten Entfcheidungeii in Nah rungsmittelprozeffen unter Beifügung der von Fall zu Fall in Betracht kommenden Gesetzesstellen. Das die Spirituosen inbuftric und die oerroanbten Branchen betreffende Material ist ein äußerst zahlreiches. Um nur einige Stich Worte aufzuzählen, nennen wir: Alkoholfreie Getränke, Apfelwein, Himbeeraroma, Himbeersirup, Kirschwasser, Kümmel, Rum, Zitronensaft, Essig, Kognak, Liköre, weinähnliche Getränke. Besonders hervorzuheben ist die dem Verlag durch T. R. G M. geschützte Anordnung des Materials, die die leichte Auffindbarkeit der gesuchten Entschei­dungen ermöglicht. Wir stellen nicht an, namentlich den (Ye- schäftsstellen der verschiedenen Branchevereinigungen die Anschaf­fung der Kartothek-Allsgabe zu empfehlen. Der Hauptband, ent­haltend die Entscheidungen bis 1911, kostet 5 Mark: der Preis des gemeinsam erschienenen ersten und zweiten Ergänzungsteils, der die Entscheidungen des ersten Halbjahrs 1912 enthält, stellt ich auf 6 Mark, der des dritten Ergänzungsteils mit den Ent­scheidungen des zweiten Halbjahrs 1912 auf 3 Mark.

Vorbereitung zur

Meisterprüfung

Schnelle, gründliche Ausbildung für jeden Handwerker.

* Präsident P 0 incar 6 empfing den Nordpolsahrev Kontre-Admiral Peary und überreichte ihm das Großosfiziers- kreuz der Ehrenlegion. Der Gemeinderat verlieh Peary die Gol­dene Medaille der Stadt Paris.

* Drei deutsche Polarfahrer gerettet. Der DampferAktiv" ist mit den drei geretteten deutschen Teil­nehmern der Schröder-Strantz-Expeditivn in Tromsö cin- gelaufen. Sie werden im Hospital behandelt.

* De n Dank, Dame, begehr' ich nicht. Eulalia (schlägt die Augen auf, nachdem sie bei einer Kahnfahrt verunglückt, aber glücklich aus dem Wasser gezogen worden ist«:Wo ist denn der dicke Herr, der mich gerettet hat?"Der hat sich sofort dünne gemacht."

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Berlin, 11. Juni. Bei einer Wilmrrsdorfer öffentlichen Versammlung erklärte der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Frank- Mannheim, der Tag des Massenstreiks werde ge- Eonrmcn sein, weim alle übrigen Mittel, die preußische Wahlreform durchzuführen, erfolglos geblieben fein würden. Als dann Frau Rosa Luxemburg gegen Frank im besonderen und die sozialdemokratische Taktik in Baden im allgemeinen polemisierte, kam es zwischen den Radikalen und ihren Gegnern zu erregten Zivischenfällen.

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Marrn seinen Kompttgniechef nicht fand, sagte er mit Tranen in den Augen, er gebe gern 5 Mk , wenn er seinen alten Hauptmann sehen könne.

Das Feuerwerk, das auf dem Festplatz abgebrannt wurde, war von dem hiesigen Feuerwerker Adolf Bour­geois hergestellt und ausgeführt worden.

_ folgende Gedicht, das uns ein Veteran zur Verfügung stellt, sei als stimmungsvoller Abschluß der rauschenden Festtage unicren Lesern nicht vorenthalten:

Ten Veteranen

vom 2 ten Hessischen Infanterie-Regiment ^Kaiser Wilhelm II. Nr. 116).

1. Ich sah euch einst, ihr blondgelockten Hessen, W-.e ihr aus Frankreich kämet, sieggekrönt: In langem Zug, bestäubt vom Marsch die Tressen, Das Auge nach der Heimatflur gesehnt.

2. Und heute wieder seh ich euch, ihr Alten, Nach zweiundvierzigjahrelanger Zeit Noch einmal zur Parade euch entfalten. Geschmückt mit Orden euer Ehrenkleid.

3. Voran das Regiment mit stolzen Fahnen, Zum hundertjähr'gen Ehrentag geweiht, So folgt ihr noch einmal den alten Bahnen.

Aufs neue gebt ihr ihnen das Geleit.

4. Und hinter euch die Masse Kameraden, Die einst hier oben auf dem Trieb gedrillt. Die Wertausende, die just geladen. Sie zeigen euch ein unvergeßlich Bild.

5 Wie mag Großherzogs Herz in voller Freude Geschlagen haben, als er euch erblickt: Euch! Seines Heldeuvaters tapfre Leute, .Die weder Alter noch die Zeit gebückt.

6. Wie mag er seinem Kaiser wohl berichten Von alter Treu in seinem Regiment, Tas feine kaiserlichen Heerbann-Pflichten Erfüllen würde bis an alles End.

? Sv zieh' denn Treue dem geliebten Hefsen- Und stolzen Kaiser-Regiment voran, Und alle Zeiten bleibe unvergessen. Euch seine hundertjähr'ge Ruhmesbahn.

. Leute «g g beschäftigte Ml *cn unbekannt. ... e amerikaiM^." ie amerifanW af beute mb int WtbaW ch unb hm W men unb nuf) Juni intä'oalc M 2nn r btt Organt^n fant unb bet mi

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am Donnnidiz 5am Macht, bei En, und hir da- vorgesehen ist. nhksscn.

gierbochchss Biebri^i ul, Biebrich, znns-a

Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei deut Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester

I-iuise

sowie auch dem Herrtt Pfarrer Schwabe für die trostreichen Worte am Grabe und für die zahl­reichen Blumenwenden dankt herzlich

Marmeladen

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Letzte Hacbricbtcit.

Zur Wehrvorlage im Reichstag.

Berlin, 11. Juni Konservative und f r e i k o n s e r- vative Abgeordnete haben zur stocken Beratung der Heeresvorlage im Reichstage einen Antrag cingebradjt, statt der von der Regierung gerorberten sechs und der vom Ausschuß bc* toilligten drei Kavallerie-Regimenter acht Kavallerie-Regimenter zu bewilligen.

Serbisch-bulgarischer Krieg?

Berlin, 11. Juni DieDcutsckie Tageszeitung" mel­det ,aus Ofenpest: Der f erbt s ch b u I ß ar ische Krieg ist nach den heutigen Nachrichten aus Belgrad und Sofia so gut wie anSgeb rochen. Der serbische Gesandte in Sofia ist bereits abberufen. An der hiesigen Effektenbörse ist mittags eine Panik ausgebrochen, da man allgemein glaubt, daß Oesterreich-Ungarn bei dem bevor­stehenden neuen B-allantonflikt aktiv gegen Serbien vor­gehen wird. Die ungarischen Kreditaktien sind auf 807, die Kronenrente auf 81 gefallen.

Berlin, 11. Juni. TasTageblatt" meldet aus Kon­stantinopel: Tic türkisrkke Regierung beschloß, sich in einem neuen Krieg zunächst neutral zu verhalten. Die Demobilisierung wird zunächst nickt twrgenonrmen. Man be­zweifelt auf der Pforte, day die Note der Mächte, betr. sck^eumge Demobtlifierung, vor der lommenden WockZe überreicht werden wird, da die Mäckste in bi cf fr Frage offenbar uneinig sind. Die Bulgaren haben fast ihre ganze Truppenmacht in Mazedonien konzentriert.

Paris, 11. Juni. Nach Athener Meldungen haben Grie­che n l a n b und Serbien auf Beschleunigung der Kon­ferenz der vier Ministerpräsidenten gedrängt. Falls die Konferenz keine Einigung über die Teilung des er­oberten Gebietes zeitigen iwrbe, werbe Griechenland sofort ein Schiedsgericht Vorschlägen. Gleichzeitig schlägt Griechenland leinen Verbündeten eine sofortige gemeinsame Demobilisierung vor.

Ein nachträglicher Einspruch.

Paris, 11. Juni. Wie derMatin" meldet, hat die fran­zösische Regierung Einspruch dagegen erhoben, daß England die Inseln Ducir unb Henderon ün Sti llen O^ean annettiert hat. Der Einspruch ist aber gegen st anbslvs, da die Inseln schon vor mehreren Jahren als englischer Besitz anerkannt wurden.

Ein Spionagefall.

Königsberg, 11. Juni. LautHartungscher Zeitung" verlautet, daß am Dienstag in den Nachmittagsstunden in Königs - berg ein Oberleutnant vom Kürrassier-RegimeM Graf Wränget Nr. 3 wegen militärischer Verfehlungen verhaftet worden sei. lieber die Verfehlungen wirb an zuständiger Stelle Stillschweigen bewahrt. Man vermutet jedoch, daß es sich um Spionage handelt.

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