Ausgabe 
7.3.1913 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Nr. 56

|63. Jahrgang

Siebener Anzeiger

Erscheint täglich mn Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberheffen

DieOietzever FamilienblStter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. DidLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

8reitag, 7. März M3

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=ss)51.

Redaktion:d-^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Pottttsche Tagesschau.

Jubilänmsgeschenke des Zaren an sein Voll.

Ern Ukas des Zaren an den Senat aus Anlaß des Romanow-Jubiläums ordnet Maßnahmen zur Versorgung der Waisen der Landbevölkerung ohne Unterschied der Kon­fession, ferner die Verwendung von 10 Millionen Rubel aus Mitteln der Adelsaffrarbänk zur Vergrößerung des Grundkapitals der Unterstützungskassen des Adels aus Gegenseitigkeit und von 50 Millionen Rubel zur Schaffung eines unantastbaren Fonds zur Verbesserung der Lage des Ackerbaus an.

Weiter werden Steuern und Geldstrafen verschiedener Art erlassen, Vergünstigungen für Staatsbeamte und ihre Familien festgesetzt, ein Straferlaß für bis zum 6. Mürz begangene Preßvergehen und die Wiederaufnahme von Studiererchen verfügt, die wegen Teilnahme an verbotenen Versammlungen relegiert sind, sofern sie nicht die Ab­haltung von Vorlesungen gewaltsam verhindert haben. Ein Straferlaß für gern eure und Staatsvergehen bis zum 6. März wird verkündigt, zum Tode Verurteilte werden zu zwanzigjähriger Zwangsarbeit, begnadigt. Russische Untertanen, die ohne Erlaubnis im Auslände weilen, dürfen nach Rußland zurückkehren. Strafen für Vergehen gegen Bestimmungen zur Wahrung der Staatsordnung imb öffent­lichen Ordnung werden erlassen, wegen politischer Unzu­verlässigkeit unter Polizeiaufsicht Stehenden wird die Zeit der Aufsicht verkürzt.

Für Finnland ordnet der Gnadenerlaß an, daß 10 Millionen Rubel zum Bau und Umbau von .Heilanstalten als Jubiläumsstiftungen verwandt, Geldstrafen bis zu fünfhundert finnischen Mark und Gefängnisstrafen unter entern Jahve erlassen und eine Amnestie für Amtsvergehen verkündigt werden soll, falls sie bis zum 6. März nicht gerichtlich verfolgt sind, das Urteil nicht ausgeführt oder die Strafe nicht verbüßt ist, soweit aber nut der Strafe Ehrverlust oder Dienstausschluß verknüpft ist, soll nur eine Herabsetzung der Strafzeit zulässig sein.

*

Aus Anlaß des Falles Cadinen bringt Dr. Mittelmann -Stettin, der Herausgeber der pommerschenNationalliberalen Rundschau", in diesem Parteiorgan einen Beitrag zu der schon mehrfach vor­gekommenen falschen Informierung des Kaisers durch Leute, deren Pflicht es wäre, vorzüglich unterrichtet zu sein. Es heißt in der Rundschau:

Als der Kaiser vor zwei Jahren ün Anschluß an die 600- Jahrseier der Stadt Stolp seinem Gute Schmolsin einen Besuch abstattete, soll ein großer Teil der Rinder, die dem Kaiser dabei vorgesü^t wurden, gar nicht zum Gute gehört haben, sondern lediglich zuut Zwecke des Kaiserbesuches für kurze Zeit dorthin ausgeliehen worden sein. Ich habe nicht Gelegenheit gehabt/ dieses Gerücht nachzuprüfen, möchte aber betonen, daß man in der Gegend seinerzeit viel darüber sprach, und daß die Mit­teilung von zwei in der Lcmdwirtschast hochangesehenen Leuten der dortigen Gegend stammt."

Der angeführte Vorgang ist, so bemerkt dazu diePost^h so hanebüchen, daß wir vorerst an die Richtigkeit dieses Gerüchtes" nicht zu glauben vermögen.

Der Prinzregent von Sayern in Berlin.

Berlin, 6. März. Pünktlich 3 Uhr lief der Hofzug rn die Halle ein. Die Begrüßung war sehr herzlich. Ober­bürgermeister Exz. Wermuth begrüßte die erlauchten Gäste namens der Stadt Berlin. Nach Abschrecken der Ehrenkompagnie und Vorstellung der beiderseitigen Gefolge wurden die Wagen vorgefahren. Im ersten Wagen fuhr der Kaiser mit dem Prinzregenten, im ztveiten die Kaiserin mit der Prinzessin Maria Theresia.

Der Einzug in das Königliche Schloß vollzog sich bei günstigstem Wetter. Unter den Linden und in dem Lust­garten bereitete das Publikum den Majestäten und ihren Gästen herzliche Kundgebungen. Um 31/, Uhr erreichte der Zug das Königliche Schloß. Auf dem kleinen Schloßhofe stand die Ehrenwache vom Kaiser Alexander-Garde-Grena- dier-Regiment Nr. 1. Der Kaiser und der Prinzregent schritten die Front der Ehrenwache ab und nahmen einen Vorbeimarsch entgegen. Die Kaiserin und die Prinzessin Ludwig sahen vom Fenster aus zu. Im Gardes du Corps- Saale fand Empfang unter großem Bortritt statt. Die bayerischen Herrschaften nahmen in den Königskammern Wohnung. Der Kaiser verlieh eine Reihe Ordensauszeich­nungen. II. a. erhielt Staatsminister Freiherr v. Hertling den'Roten Adlerorden 1. Klasse. Der Kaiser überreichte dem Prinzregenten die Epauletten und Achselstücke des 2. Niederschles. Jnf.-Negt. Nr. 47 in Posen mit dem Namens­zug des Prinzregenten, der der Chef des Regiments ist.

Um 6% Uhr fand Familientasel im kleinen Speisesaal des königlichen Schlosses und für das Gefolge Marschall­tafel im Elisabethsaal statt.

Berlin, 6. März. Der Reichskanzler empfing heute nachmittag den bayerischen Ministerpräsidenten Frei- Herrn v. Hertling.

Aus heften.

Die Beratung des Staatsvoranschlags für 1913.

soll nach den Absichten des Kammerpräsidiums am heutigen Freitag in der Zv 'iten Kammer zu Ende geführt werden. In der nächsten Woche wird sich dann der Finanzausschuß der Ersten Kammer mit den Beschlüssen des andern Hauses beschäftigen und dann dürfte in der Charwoche am 18. oder 19. März das Plenum der Ersten Kammer das Budget ver­abschieden. Die Zweite Kammer wivd auch in der kommen­den Woche noch weiter tagen, um auch die anderen schon spruchreifen Bera tun gs gegen stände zu erledigen und be­sonders das amtlich befannt gegebene Notgesetz zu ver­abschieden.

Ein falsches Gerücht.

Die amtlicheDarmstädter Zeitung" schreibt: Der Finanzminister Dr. Braun soll sich nach einer in einer Frankfurter Korrespondenz verbreiteten Meldung ernstlich mit Rücktrittsgedanken tragen. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß'diese Meldung aus der Luft gegriffen" ist.

....." M

2lu$ den Reichrtagrauzschüfien.

:: Berlin, 6. März. Sudwestafrika im Ausschuß.

Polizeitruppe und Schutztruppe, Land der Weißen oder Land der Eingeborenen in ar auch das Thema eines Teiles der heutigen Beratung über Sudwest. Ein Zentrums­redner wünscht, daß alle Abstriche, die gemacht werden zur Verminderung der Reichsausgaben rür das Militär dienen sollen. Dementsprechend werden bei den.Hilfskräften und Stellvertretungen die mehrgefovderten 30 000 Mk.' ge­strichen. Bei der Landespolizei' werden 161 000 Mk. auf Wunsch des Landesrats weniger gefordert. Verschiedene Anträge wünschen, daß solche Ersparnisse dem Reiche zugute kommen, nicht nur dem Schutzgebiet, das die Polizei zu bezahlen hat. Der Gouverneur warnt davor, zu viel von hier aus regieren zu wollen. Tas gehe zur Not bei tropischen Kolonien, aber nicht, wo schon eine bodenständige weiße Bevölkerung bestehe.

Es folgt der VoranschlagderMilitärverwal- t un g, der Schutztruppe. In diefem Jahr sieht dieser wieder ungünstiger aus; man hat deshalb verschiedene Ersparnisse ver acht, z. B. Herabsetzung der Pferderationen von vier auf drei Kilogramm. Hiergegen spricht ein Kon­servativer. Der soziatdemokratische Antrag auf Vermin- derungder Schutztruppe um zwei Kompagnien wird von Konservatimven und Zentrum be.ämvst. Auf Anfrage sagt der Staatssekretär zu, daß die Ableistung von Reserve­übungen auf dem Wege der Verordnung eingeführt werden kann, falls das neue Schutztruppengesetz nicht zustande kommt.

Nach vertraulichen Erklärungen des Gouverneurs und des Staatssekretärs über die politischen Verhältnisse in Südafrika wird von fortschrittlicher Seite erklärt, nicht mehrfüreineVerminderungderSchutztruppe stimmen zu können. Eine dahingehende Entschließung lmrd aber durch eine Mehrheit von Sozialdemokra- ten und Zentrum angenommen, nachdem die Sozialdemokraten die bestimmte Zahl der zu streichenden Kompagnien aus ihrem Antrag herausgestrichen haben. Der Schutztruppenvoranschlag wird genehmigt.

Bei der Erörterung einer Eisenbahnverbindung mit dem Amboland erklärt der Gouverneur, daß er die Frage bearbeitet. Eine Fortsetzung der Otavibahn emp- fieht sich nicht; geplant wird eine andere Linie über Outjo an der Etoschapjanne vorbei mit Be­nutzung der a t fee n Staatsbähn. Eine Besiedelung des Amboland es durch Weiße soll ausgeschlossen wer­den, es soll Eingeborenen reservat bleiben.

Der Voranschlag für Südwestafrika wird erledigt.

Es werden Bittschriften verhandelt.

In der morgigen Sitzung werden die Voranschläge für Neu-Guinea, Samoa und Kiautschou beraten werden.

Fortgang der zweiten Lesung des Leuchtölausschuffes.

Die Auseinandersetzung zwischen den Parteien hat ihre Schärfe im Ausschuß heute ganz verloren, in ruhigem sachlichem Tone geht die Beratung weiter. Es handelt sich um die Bestimmungen über die Vertriebsgesell­schaft. 2lbgelehnt nnrd die vom Zentrum beantragte Forderung einer öffentlichen Ausschreibung der Liefe­rungen und eines Zuschlags an den Mindestsordernden. Auch die weiteren Anträge des Zentrums über die Regelung der Rechtsverhältnisse zwischen Kleinhandel und $cr = triebsgemeinschaft werden fast durchweg mit sehr großen Mehrheiten abgelehnt, auch die Sozialdemokraten stimmen überall gegen das Zentrum. Dagegen werden Be­stimmungen angenommen, wonach die Vertriebsgesellschaft in die bestehenden Verträge der Kleinhändler mit ihren Lieferanten, soweit sie die Stellung von Verkanfsgefäßen betreffen, eintreten müssen. Endlich wird ein Antrag des Zentrums, der die Erledigung des Geldverkehrs der Vertriebsgcsell schäft mit ihren A b n e fy m e r ii durch Reichsbank, Staatsbank oder durch Scheckverkehr for­dert, nach verschiedenen Aenderungen angenommen. Durch diese Bestimmung soll die Ausnutzung der Gesellschaft durch eine Privatbank iur Förderung ihres Geschäftsumsatzes ausgeschlossen werden. Die Bildung eines Unterausschusses für die verschiedenen Entschädigungsfragen wurde vor­läufig nicht in Aussicht genommen. Sollte die Sitzung des Reichstagsplenums morgen erst um ein und nicht schon um elf Uhr beginnen, so hält der Leuchtölausschuß morgen noch eine Sitzung ab, andernfalls erst nach Ostern.

Ter Wahlprüfnngsausschuß beschäftigte sich auch heute mit der Wahl des Abgeordneten v. Ha lern (Rp., Schwetz), kam aber auch diesmal nicht zu einer Entscheidung.

Der Jugendgerichtsausschuß.

In der heutigen Sitzung des Jugendgerichts­ausschusses gab zu Beginn der Beratung der Sprecher der Volkspartei eine sehr pessimistische Erklärung ab. Er richtete scharfe Angriffe gegen die Regierungsvorlage, aber auch gegen die Stimmung und die Beschlüsse der Ansschuß- mehrcheit. Ein Gesetz, das alles der Anwaltschaft in die Hände gebe und den Jugendrichter eigentlich ausschalte, habe gar keinen Wert mehr für die Allgemeinheit, und seine Partei würde auf das ganze Gesetz verzichten, wenn es in der bisherigen Art weiter ausgestaltet werde. Man lehne alle Anträge seiner Partei, die einen Fortschritt bringen sollen, ab, und lasse in der .Hauptsache alles beim jetzigen Zustand.

Dieser resignierten Auffassung tritt der Vertreter der Regierung entgegen; er hält nach dem bisherigen Verlaus der Beratungen den Pessimismus keineswegs für gerecht­fertigt. Er erinnert an ganz erhebliche Veränderungen, die an der Vorlage beschlossen sind, so z. B. daß bei der Anklageerhebung nunmehr die Staatsanwaltschaft an die Zustimmung der Bormundschaftsbehörde gebunden werde; das sei doch keine Kleinigkeit und vor allem sei doch ein Fortschritt und von hervorragender Tragweite die Hinaufsetzung des Strafmündigkeitsalters um zwei Jahre.

Die sachliche Verhandlung betraf heute den § 5 des Regierungsentwurfs, der das Verfahren der Vormund­

schaftsbehörde gegen die Jugendlichen regelt, wenn die Be-' gehung der strafbaren Handlung durch den Jugendlichen festgestellt ist. Das Zentrum verlangt bei der Auswahl des Fürsorgers Rücksichtnahme auf das religiöse Be- d ü r f n i s. Ein entsprechender Antrag des Zentrums findet die Mehrheit. Im übrigen bleibt es, unwesentlich durch einen fortschrittlichen Antrag geändert, bei den Bestim­mungen der Regierungsvorlage.

Heer und Flotte.

Ans Anlaß des M ar ine Unglücks richtete der Kommandant der österreichisch-ungarischen Marine ein Telegramm an den Staatssekretär v. Tirpitz, das folgenden Wortlaut hat:

Tieferschüttert durch das große Unglück, welches die deutsche Kriegsuvarine betroffen hat und ihr so viele wackere Seeleicke raubte, Litte ich Eure Exzellenz meiner und der Kriegsmarine aufrich­tigsten Anteilnahme versichert zu sein."

veremsnachnssten.

Leihgestern, 6. März. Bei der Vorstandswahl! des Kaninchen - und Geflügelzuchtvereins wurde der seitherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Schrader I. Vor­sitzender, Need I. Schristsüluer, Hcgele I. Kassierer, Wilhelm Dern II. Vorsitzender, H. Wagner II. Schriftführer. Unter an­derem wurde beschlossen, daß die diesjährige Lokalausstellnng am 1. Juni im Lokale von A. Dern ftattfinbet. Ferner würd' angeregt, ein Zuchthäsin anzuschafsen.

Griedel, 6. Mörz. Herr und Frau ulke ans Gießen, Lehrer und Lehrerin der Tanzkunst, hielten diesen Winter imTaunus" einen T a n z k u r s u s ab, der mit einem Ball schloß.

GevichtsTaal.

Der Fastnachts-Radau der Marburger Studenten.

)( Marburg, 6. März. Tie Demonstration, welche meh­rere hundert Studenten in der Nacht zum Aschermittwoch gegen die polizeiliche Beschränkung der Feierabendstunde auf dem Markt­plätze veranstalteten, zeitigt jetzt für manche Beteiligte recht un- angenehme Folgen. Tie Mehrzahl der etwa 40 angeschuldigten Teilnehmer kommen zwar mit Strafbefehlen davon, einige jedoch sind den Gerichten zur Aburteilung überwiesen. So hatten sich heute unter großem Andrange zwei Teilnelimer namens P u fi­ne l l i und H e n n e m a n n vor dem Schöffengericht zu verant- worten. Sie machten geltend, daß sie bei dem Gedränge mit in der vordersten Reihe gestanden, aber sonst nicht in der Weise beteiligt gewesen seien, wie ihnen in der Anklage zur Last gelegt würde. Polizeikommissar Knaufs schilderte die Spektakelszenen, die sich im Laufe des Abends und der Nackst abspielten unb wie um 1 Uhr nachts die Räumung eines Studentenlokals die Veranlassung zu den nachfolgenden Exzessen gab, die mehrere Stunden dauerten. Einer der .Hauptübeltäter sei der Angeklagte P. gewesen, der stets mit kindischen Bücklingen um ihn herumgesprungen sei und be­lästigt hätte.

Bei der Festnahme eines Studenten auf dem Marktplatze, wo sich inzwischen einige hundert Studenten angesammelt, hätten, sich 3040 Mann dazwischen geworfen, die Polizeibeamten habe man mißhandelt, das Wachtlokal mit Steinen bombardiert. So­gar Schüsse seien gefallen. Der Angeklagte P. habe dann eine beschwichtigende Ansprache halten wollen, es sei jedoch das Gegen­teil, nämlich eine Verhöhnung der Polizei daraus geworden. Erst nach 4 Uhr seien die Studenten, nachdem einer eine Schluß­rede gehalten, geschlossen abgerückt. Das Urteil lautete gegen P. wegen Beleidigung und Lärm auf 350 Mark und gegen H. wegen Beleidigung auf 50 Mark Geldstrafe. Einige weitere Teil­nehmer sollen noch vor dem Schöffengericht und der Straf, kammer abgeurteilt werden.

CattOwirffcbaft»

Butzbach, b. März. Gelegentlich des am Dienstag hier stattfindenden Faselmarktes findet im RestaurantGoldener Löwe" ein Saatgut marft der Landwirtschasts- k a m m e r statt. Auf ihm sind Proben von Getreide- und Kartoffel- Saatgut aus den Saatbauftedcn der hessischen Landwirtschasts' kammer ausgestellt und ift den Landwirten hierbei Gelegenheit ge­boten, Bestellungen auf dieses Saatgut aufzugeben. Die Land­wirte werden auf diese günstige Gelegenheit zum Ankauf sorten- eckUen Saatguts besonders ausmerksam gemacht.

lvöchenti. Ueberflcht derToderfäüe i. d. Stadt Sietzen.

9. Woche. Born 23. Februar bis 1. März 1913.

Einwohnerzahl: angenommen zu 32 400 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitszisfer: 20,86 7, nach Abzug von 7 Ortsfremden: 9,63 0 M.

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Meteorologische Beobachtungm der Station Siehen.

ES starben an: Zusammen: Erwachsene:

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1. Lebeusiahr:

2.-15. Jahr:

Altersschwäche

1

1

Lebensschwäche

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1(1)

Tuberkttlose

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1

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Riubbetlfiebec

1 (1)

1 (1)

Blutvergiftung

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Herzleiden

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Höchste Temperatur am 5.-6. März= + 12,6 ° 0.

Niedrigste , 5.-6. , = 4- 8,5*0.

Niederschlag: 0,0 mm.

März

1913

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

Grad der Bewölkung in Zehntel der sichtb. Himnielsfl.

Wetter

6, 25

'53,8

12,2

8,1

76

8

4

10

Bed. Himmel

6. 9!b

52,1

115

7,2

71

SSW

2

10

7. 716

-49,1

10,1

6,8

73

S

2

9

Sonnenschein

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