Ausgabe 
1.8.1913 Zweites Blatt
 
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Nr. 178

Zweiter Blatt

165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Erscheint täglich mtb Ausnahme beß Sonnlag».

General-Anzeiger für Sberheffr«

D'efikficHer ^amsNeNblätter" werden dem ,Hnaeiaer* viermal wöchentlich beigelegt, da» -Mrc:-Llatt ffl: den Krtis Gieße," zweimal wöchentlich. TieLar.dwirtschastltcheu Lett- fragt," erscheinen monatlich jroeimaL

Sreitag, August 1913

fltotetwmbrurf und derlag der Br «blichen Universität» - Brich- und 6ieinbnidcrcu

9L Lange, Dieben.

Redaktion, Qrypcbition und Druckerei: bchul- ftrofee 7. Exoebilion und Verlag: 51.

Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr>Anje,gerDieben.

I Wir benuvcit den sog. allen Schiffenberger Weg. da er am längster I durch Wald gebt. Der Weg verläuft dauernd durch Salb und

ist etwa drei stunden lang

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gegen die sogenannten Sommererkrankungen.

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sitzende sagt dies zu). Weiter fragt er nach dem Stand Bahn nach Wieseck.

Der Vorsitzende erwidert, daft die Genehmigung Bahn durch die Regierung einzuholen sei und dann erst Vertrag mit Dieses endgültig abgeschlossen werden könne, man nicht wisse, was man von der Regierung vorgeschrieben komme.

des Bebauungsplans eine schwere gesckäftlickc Sdvädigung fürchtet. Der Einspruch wird z-urückgeiviesen und es soll für Plan die ministerielle Genehmigung beantragt werden.

An den

Trinkt Sanitätskraftbier!

Giessener Brauhaus, A. &. W. Denninghoft [43651

soll demnächst in Angriff genommen werden. Tie ursprüngliche Absicht, das den (mal des Begründers der Universität, Landgraf Ludwig V., vor dem Universttätsgebande zu errichten, soll nicht zur Ausführung gelangen, da es nicht in den Plan der Anlage

Mitteilungen.

Stadtv. Ing Hardt legt durch ein Schreiben sein Mandat nieder: er weist darin auf seine 27jährige Tätigkeit als Stadt­verordneter hin und betont, das er stets gerne für das Wohl­ergehen der Stadt gearbeitet habe.

Oberbürgermeister' M e e u m gedenkt ebenfalls in anerken nendeu Worten der langjährigen verdienstvollen Wirksamkeit des Stadtv. Iughardt und spricht ihm im Namen der Versammlung Dank aus.

Stadtv. Eichenauer schlicht sich den Ausführungen des Oberbürgermeisters an und gedenkt außerdem der unermüdlichen aufopfernden Tätigkeit Iughardts für die fortschrittliche^ Sache.

Der Vorsitzende teilt mit, datz die Firma Schade u. Füllgrabe den Prozeft gegen die Stadt in letzter Instanz verloren habe

Auch der jetzt 41/2 Jahre schwebende Prozeft der Stadt gegen die Firma Jäger u. Rumpf Ufcncri in Hanau ist dem Grunde nach zu Gunsten der Stadt entschieden worden.

Im August wird die Gieftener Hütte eingeweibt, zu der auch die Stadt euren Beitrag gegeben hat. Stadtv. Eichenauer, der an der Einweihung der Hütte teilnimmt, wird beauftragt, die Glüedvünjche der Stadt zu überbringen.

Der Vorsitzende zeigt das Muster einer Wahlurne vor, die nach den neuen Bestimmungen bei den Reichstagswahlen benutzt werden muf.

Kcpfrvasser.

vermischte».

' Mordversuch. In der Nähe von Salmünster hat der ledige Cleinrichter Zeuger gegen die Händlerin Kaufmann, beide aus RernStal, einen Mordversuch unternommen, indem er diese durch drei Schüsse schwer verletzte und bann flüchtete. Er unterhielt mit der Raufmann ein Liebesverhältnis.

wandern und Reisen, väder.

Rund um Gietzea.

I. PhilosophenwaldHoch wart Schiffenberg.

Vir nehmen den Sieferaveg nach dem Philosophenwald, gehen am Waldrand nach der Wieseck zu entlang bis wir die Sandkauie erreichen. Von hier führt ein Waldweg nach der Rödgener Strafte, der wir etwa 10 Minuten wlgen. Kurz vor dem Eisenbabnübergang wenden wir uns scharj rechts nach der Anneröder 5träte, Die wir überschreiten. Wir lommen jetzt hinter den Militärsd^s-stänben vorbei an den Fußweg nach der Hohen Warte. Vom Aussichtsturm umfassende Aussicht jtacb allen vier Richtungen. Vom Turm folgen wir der 10. Schneise, die nach der Simer Stoa he führt. Ihr folgen wir an dem bewirtschafteten Forschaus Hochwart

Sitzung der Stadtverordneten»

Gietzcn, 31. Juli.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beig. Grünewald: dic Stadtv. Dr- Ebel, Eichenauer, Faber, Habcnicht, Helfrich, Huhn, Iann, Krumm, Leib, Löbcr, Orbig, Petri, Schaffstädt, Simon, Dr. Sommer, Trotz, Urstadt, Vetters, Tr. Wimmenauer und Winn.

Als Urkundspcrsonen werden die Stadtv. Habcnicht und Petri bestimmt.

hier folgen mir den weis.cn Strichen über den Rcivvertsberg Stornfels, einem lock gelegenen Orte Hoch darüber liegt Schoost, das &u Mirdu* und Scknle um gebaut ist Von seinen

Tie Entwöhnung ber fiiuber im Sommer ist schwieriger als in anderer Jahreszeit, weil durch den Ucbcrgann zur Kubmilch bann unter Einwirkung d^r Hitze sehr oft Magen- und Tarnt ftörunqen verursacht werden. Mau gibt die Kuhmilch deshalb am beiten zuerst mit einer dünnen Suvve von St u f e t c" vermischt, wodurch ne leichter verdaulich gemacht und ihr Nährwert erhöhi wird. Turch die Ernährung mitKufeke" erzielt man eine geregelie Verdauung, den besten Schutz

Speichern bictct sich eine schöne Fernsräst über die Giestencr Gegend, Wcttcrau und Taumi-:- Von Stornfels gelangen wir, den Zeichen folgend, nach Gonterskirck>en. Nun ivandcrn tvtr den gelben Ringen cnllang nad. Lau bad). Ter Marsch dauert 3 Stunden und führt meist durch Wald.

III. Weilmünster Bodcnrod Lyrafichte ZiegenbergO st heim

Wir fahren 4,.58 ober 8,10 Uhr > Eilzug) über Weilburg nach Weilmünster. Von hier bis Zicgenberg folgen wir den roten Strichen Zunächst führt der Weg nach Dietenhausen über den 346 Meter hohen Tietcnlwusberg Wir folgen unseren Zeichen weiter und gelangen nach Hassclborn, das anmutig auf einer "Waldlichtung gelegen ist. Kurz hinter Hassclborn überidneitcit wir dic Bahn nach Grävenwiesbach, die hier in einen 1Kilo­meter langen Tunnel eintritt, und wenden uns, immer den Zeichen folgend, nach Bodcnrod. Auf der Hälfte des Weges betreten mir hessisches GVebiet, das mir nur noch einmal bei Ziegen berg kurz- verlassen Auch Bodcnrod liegt auf einer Lichtung. Dickt bei Bodcnrod liegt der 507 Meter hohe Hesselberg, von dessen Turm man schönen Blick auf Taunus, Wctteran und Vogelsberg bi:. Die Zeichen fülyren nun nach Maibach und Zicgenberg. Ztvisdreu beiden Orten liegt etwas abseits die Lvr a sichte, eine Fichte, die in Form einer Lvra gewachsen ist «Wegweiser!), dadurch, das; sich der .Hauptstamm seitlich gebogen hat und die Nebenäste nach oben gewachsen sind. Zicgenberg hat ein schönes Schlaft, daS einem Franlfurtcr Herrn gehört Bon Ziegenberg benutzen wir die Land- straste über Fauerbach nach Ostheim lMain-Weser Bahn). Tic Waiidcning, die fast ausscklicstlick durch Wald führt, verlangt 6 Stunden Wer noch Zeit hat, kann nach dem 1 , Stunde von Osthcim gelegenen Nieder-Weisel gehen, wo alljährlich dic Johanniter zusammenkommcn. Tic Komturkirdx ist eine bei wenigen noch erhaltenen Doppelkirchen Deutschlands. Bon hier nach Butzbach 20 Minuten.

IV. ButzbachV leeberg HauSberg Butzbach.

Wir fahren um 8 Uhr nach Buirbach. Bon Butzbach folgeir wir den schwarzen Toppelpiinkten durch Wald nach Cleeberg (2 Stunden, das von einer Ruine überragt, anmutig liegt. Von hier benutzen wir die grünen Striche, die uns vorwiegend durch Wald in 11 Stunden nach Bodcnrod bringen. Von Bodcnrod führen rote Stricke in einer Stunde auf den Hausberg. Bon hier folgen mir den roten Keilen in einer Stunde nach Butzbach. Die Wanderung führt übermiegenb durch Wald.

V. Giestcn Walds chcnke Gießen.

Eine schönere Nachmittagswandcrung für eine Familie, als nach der Waldsckenle, zwischen Klein Linden und Grotzen-L indem, so iebreibt uns ein eifriger Wanderer, kann ich den Gicstenem nicht empfehlen, denn der Weg ist abwechslungsreich und der Aufenthalt in der Waldschenkc ist billig. Tic Wanoening geht hinauf zur Frankfurter Straste bis an die Eiscnbahnüberftihrung vor Klein' Linden, dann biegt man links ab und geht den Feldweg längs der Bahn, aii wogenden Gctreitxlfeldern vorüber. An dem ersten Bahnübergang vorbei, immer links der Bahn bleibend, kommt man durch prächtigen Wald: am ziveitcn Bahnübergang (Bahnwärter­häuschen, überschreitet man den Bahnkörper und kommt in etwa 10 Minuten an die dicht an der Staatsstraße gelegene Waldschenkc, wo schatiige Sitzgelegenheit im Freien nach ^stündiger Wan­derung zur Traft cinlabet. Ten Rückweg zur Stadt kann man quer durch den Bcrgwerkswald über die Leihgestencr Straste nehmen, der allerdings 2i.2 Stunde in Anspruch nimmt, ober äusterst lohnend ist. Auch über Klein-Linden kann man zurück- kehren.

II. Rainrod StornfelS L a 11 b a ck.

Ilm 12,34 Uhr fahren mir über Nidda nach Rainrod

Kasernen in der Kaiserallee

soll zwischen der elektrischen Strastenbahn und dem Kasernenh)f ein drei Meter breiter Streifen durch Versetzen der Einfriedigung angelegt werden, um beim Str.istenbabnverlehr eine größere Sicher­heit für das Publikum zu erlang.-n. Tas Versetzen der Einfriedi­gung kostet 3000 Mk., die bewilligt werden.

Der deutsch-sranzosische Hatfrolitentag.

Tie Zcntrumspresse veröffentlicht das Hauptprogramm der 60. Generalversammlung der xarholik n Deutschlands in Metz. Einen großen Raum nehmen darin die Ver­sammlungen ein, in denen französisch gesprochen wird. Ter Normaldeutsche vermag die Notn??ndigkcit dieser Uebung nicht einzusehen. Ter Katholikentag nennt sich de­monstrativDeutscher Katholikentag", Metz ist feit einigen vierzig Jahren eine deutsche Stadt und auf die Gefolgschaft der Französlinge, der Herren Wetterle und Genossen behauptet die Zentrumspresse ja sonst selbst keinen grosten Wert zu legen. Warum also französisch? Wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, daß bei einem etwaigen zukünftigen Katholikentag in Posen nach dem Vorbild der Metzer Veranstaltung und angesichts der ,,Paritäts"-Pflich- ten, von denen der Ultramontanismus durchdrungen ist, auch die Sprache der edlen Polen die gleiche Bern lsicht, gung erfahren wird. Ueberdies sind sie beide keine Reichs- freunde, weder die Französlinge im Reichslande noch die Polen in der Ostmark.

Reifebrieffaften.

Tf/cinfabrt in drei Tagen. Sie fahren in IV? Sinn- den von Mainz mit dem Dampfschiff bis Rüdeshetm, Ausstieg zum Niederwalddenkmal, bann über dic Rossel ^wundervolle Aus­sicht» nad) Astmannshausen. Von hier mit Boot nach Trechtings­hausen iKlerncnskapelle) zur Burg Rheinstein und von da über Bingerbrück nach Bingen. Bon Bingen mit dem Schiff nad) St Goar mit der sehenswerten Burg Rheinfels. Arn andere). Morgen auf die Lorelei, von St. Goarshausen oder St. Goar zu Sdstff nach Braubach mit der am besten erhaltenen deutschen Burg, der Marks bürg, bann mit dem Tampfer bis SVoblenA lEhrcnbrcitsteini Am dritten Tag zunächst bis Königswinter, auf den Trachenstls, dann bis Köln. Ter Fahrpreis auf den Dampfern ist mastig, Fahrtunterbrechung gestattet. Gute Führer lGrieben, Mener: Ter Rhein.) Für Ihre Zwecke dürfte Griebens Meiner Rhcinführer (1,50 Mk ) genügen. Er enthält alle beachtenswerten Punkte. Tic Verpflegung ist vorzüglich Mittagessen 1,50 und 3 Mk. ohne Wein.

Tropfsteinhöhle. Tie nächste Tropfsteinhöhle, eine der bedeutendsten in Deutichland, ist die Dechenthöhle bei Let­mathe, Strecke GiestcnHagen.

L. M. Persen in Tirol.

Wanderer. Griebens Reiseführer: 2 Mk. Bayrische Rhein- Pfalz.

Baugesuche.

Die Eisenbahnvcrwaltung null jetzt in der Frankfurter Straste das dritte, neuerdings in Aussicht genommene Eisenbahn-Wohn­haus errichten, das hinter die Baufluchtlinie zu liegen kommt. Der nötige Tispcns wird befürwortet.

An der (örünberger Straffe soll daS Wärtcrbaus vcr- gröfiert nnd das bestehende Gebäude teilweise in Fadnverk aus- gcführt werden. Tic erforderlichen Tispcnse werden befürwortet-, Am B a h n w ä r t e r h a u s Wetzlare r.W c g 32 find nach aust.cn gehende Läden angebracht nwrden, die statt her oorgefckric benen 2,25 Meter Abstand von dem Bürgersteig nur 1 Meter davon entfernt sind. Ta beim Aufmachen der Läden Ictdfl Per­sonen verletzt merben können, wird der Dispens nicht befür­wortet und die Beseitigung der Läden angcorbnct.

tzcrr Peter Sckcvv will in der Glaubrcchtstraße vier Häuser bauen, von denen zwei feine Ausfahrten haben. Man versagt dem.Gefuchstcller den erforderlichen Dispens.

Herr Wilhelm Bender will an seinem Hintergebäude Ost- Anlage 27 eine bauliche Veränderung vornehmen. Da das Hmtcr- gebätibc von der Strafte kaum zu sehen ist, wird dtc Genehmtgung WtClT:ic Einfriedigung des Reicksbankgebäudes soll nach der Lonn- straste zu einen Sockel von 1,90 Meter Höhe erhalten, was ab- gelchnt wird, M ein Sockel nur 1 Meter hoch fein wll. Dagegen mirb genehmigt, -dast in der Bismarckstraftc die Umzäunung nickt in der Baufluchtlinie angelegt werben mutz, da )on)t ein un­schöner Winkel entstehen würde.

Die Stadtv. Habcnickt, Tr- Ebel und Dr. Sommer bemängeln den Lagevlan des Hauses. . . .

Herr Georg F 0 rbach fudit darum nach, bei Innern Neubau in der Kaiser-ÄUee 11 den Eingang zu dem Laden nicht als (Harten, sondern als Hosraum anlegcn'zu dürfen, ^.as Gesuch wirb genehmigt. . ,

lic Heilstätte für Luvuskranke tu bei dem starken Andrang jetzt schon zu klein. Man will desbalb die 'SaicNuche, den Trockenboden und die Verwalterwobnung noch zu Ser-inrcn Rimmern umbauen. Um für die ausfallenden Räume Ersatz zu schaffen, soll eine Waschküche usw. an der L>trane errichtet werden £a ein Wasd-kuckenbau nur gestattet ilt, wenn er runi Meter lsinter der Baufludstlinie bleibt, und bei der Erwllung bi ei er Bedingung dem Hauptgebäude das für die Krankenbehandlung so notwendige Lickt entzogen würde, so tvurdc das Baugesuch zurückgezogen und Architekt Meyer will ein neues Bauprotekt an einem anderen Platz auearbeiten. Man spricht nach kurzer Aus- sprack/c grundfätzlidi seine Genehmigung dazu aus.

.Herr Rickarb Lange will an seine Besitzung änc Holzein- friebigung auf einem Sockel von etwa 1 Meter Höhe anfrringen. «Tas Gesuch wird genehmigt.

Herr Krämer l>at ein neues Baugesuch cingcrcidrt, das einscklicftlid) der halben Dachböhe eine OVebäubehöbe von 12 Metern erficht, während nur 11 Meter erlaubt sind, da die Markt- straste nur 8 Meter breit ist und seit 12' ? Jahren, grundiätzlick feine Ausnahmen gemacht wurden. Tic Stadtv. Trotz, Vetters und E i ckenaue r sind für Entgegenkommen, da nach der Mäus bürg zu die Strafte sehr breit sei. Die Stadtv. Petri, W i n n und rvr Ebel sprechen der Konscauenzen halber gegen die Genehmi gung des Gesuchs, während die Stadtv. Simon, Huhn und Tr. Sommer einen vermittelnden Standpunkt einnchmen. Das Gcsuck wird abgelehnt.

Tic Umgestaltung des

Platzes vor der Universttät

Errichtung eines Fettviehmarktes

ist, wie Beig Grünewald ausführt, von der Versammlung grundsätzlich besd-lvssen worden. Nunmehr liegen Die Pläne vor, Die das Tiefbauamt im Einvernehmen mit dem Kreisvcterinärantt bearbeitet hat. Der Fettviehmarll mutz getrennt non dem anderni Viehmarkt sein und eS empfiehlt, fid;, ihn in der Nähe des schlacht- l^fcs anyilcg.m. Für die erste Anlage wird die Haubacksche Scheuer zweckentsprechend umgebaut. Tic gröftere Hälfte soll in sechs Buchten für die .Schweine und die wnstigen Mleinticrc eingerichtet werden, während Die Heinere Hälfte bas Grotzvieh aufnehmen soll. Einschliistlich ber Kanalisation unb Der Wasser­leitung betragen dic Sronen 4500 Mk. Auf Anregung des Veterinär ralS Tr. Knell soll ähnlich wie ein Mainz in die Satzung eine Bestimmung ausgenommen werben, datz «der Fetiviehhandel in Giessen nur auf bein städtischen Fctlviehmarkt ftattfinben Darf. Ter Marktausschutz schlägt vor, die Vorlage zu genehmigen. Tic Marktarbcitcn werden von dem Sd-lachthauSpersonal erledigt. Lluck, ein lieberstandstall ist vorgesehen.

Ter Oberbürgermeister ist der Ansicht, man solle sich heute gruiidsätzlid; für den Antrag erklären, und im übrigen ab» warten, wie sich das Ministerium zu der Sad-e stellt.

Stadiv. llr stabt hat Die Anregung mit Freude begrutzt, da ein Fettv iehm ar'l't der Stadt nutzen werde. Ten Boran fehl ig von 4500 Marl Halle er für zu niedrig. Das ReichSvieh- gesetz verlange alles möglidye, z. B. müssen dic Futzböden und Wände unburd äfiig fein. Auch fei er gegen das Verbot, baff auster­halb des Marktes nicht gehandelt werden solle.

5tabn?. Löbcr bemerkt, es seien hier verschiedene Ställe für Fcttvich, was Stadtv. H e,l f ri ck), bestätigt. Stadtv. Troft hält cs für ausgcsdckossen, datz die Händler nickst an anderen Plätzen handeln sollen.

Stadtv. Winn war anfangs auch nickst für den Zwang, bat sich, aber inzwischen davon überzeugt, haft das Verbot für die Entwicklung des Markees nötig sei. Tie vorgesehenen Ställe halte er für zu klein. j

Beig. Grünewald stellt fest, datz das Verbot rechtlich zulässig sei. Man solle die Sache grundsätzlich genehmigen und klein ansangen.

Stadtv Urstadt ist nickt gegen den Pichmarkt und sogar bereit, hinsichtlich der Bewilligung von Mitteln weiter zu geben. Gegen Den Zusatzantrag, der das Handeln an anderen Plätzen verbiete, fei er nach mic vor.

Tie Versammlung ist mit dem Antrag des Marktausschussts grundsätzlick' einverstanden, die endgültige Bewilligung wird er­folgen, wenn vom Ministerium die Pläne genehmigt sind.

Wirtschaftsgesuche.

Folgende Gesuche um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetricb werden genehmigt. Jakob Clemens für Settersweg 70 Metz­gers Weinstub' , des Slbolf Sckraber für an den Bahnhstcn 71 unb des Markus stza hn für den Viehmark! für ein? Kaffeewirt- schaff. Ludwig Klingler erhält dic Erlaubnis zum Gastwirt- fck>aftsbetriebc für Bohnhossttatze 52 «Hotel Schütz/.

Allerlei Anfragen.

Stadtv. Löbcr begrüstt cs, datz auch an der Marburger Strafte Vorgärten angelegt find, rügt aber, dast an einigen Stellen fick Unkraut breit macht. Weiter fragt er an, wie die Stadt Gieften in Zukunft die Dertzuwachssteucr handhaben wolle, ob sic viclleickt aufgehoben werden solle.

Der Vorsitzende erwidert, datz man die Entschließung der Regierung abivarten müsse'

Stadtv. Winn wünscht bessere Herstellung ^Pflasterung des llebergangs an der Bahn zur Friedrichsstraste. Der Vorsitzende erwidert, der Zustand sei gut und eine Pflasterung sei schon deshalb nicht ratsam, weil man späterhin jedenfalls mit der elektrischen Bahn hier durch komme.

Stadtv. Vetters macht darauf aufmerksam, datz für den Winter Notstandsarbeiten vorgesehen werden mühten der Vor-

jur au»iuuiuim yuuuMiH, w.. vorbei vis zum Waldrand. Hier geh?n wir den Waldrand entlang

jjaftt. Dis 'Denkmal soll an Dem Platze in der Senckenberg -Strafte. nach rechts und fommen nach ' t Kilomeier nach einer Schneise, Die «vor dem neuen Schloß errichtet werden. Tie Universität hat uns am Anncberg vorbei nach dem SchitTenberger Fahnveg führt, der Stadt die ihr von einem unbekanntrn (Seher für das Denkmal I Von Schiffenberg führen die verschiedensten Wege nach .Giesten.

gestisteten 1000 Mk. nebst Zinsen gegeben. Tie Kosten der neuen Anlage, bei der Gartner Sietzmeyer zu Rate gezogen wurde, be­laufen fid) auf 5920,84 Mk. Die Dozenten der Universität haben 1442 Mk für die Anlage gesammelt, der Staat will 2240 Mk. geben unter der Voraussetzung, das», die Stadt dieselbe Summe gibt. Tie Stadt ist grunbläflid". berut, gemäft, ihrer früheren Er klärung einen BWtrag zu leisten, lieber die Höhe des Beitrags kann fic sich erst fnt|d>?ü)cn, wenn ihr die Pläne vorliegcn.

Auf Anfrage des Stadw. Tr. Sommer teilt Oberbürger­meister Mecum mit, dast der Denkmalsfonds bereits über 12000 Mark betrage.

Stadtv Tr. Sommer bemerkt, dic Anlage werbe einig: schattige Stellen mit Bänken enthalten, so dast firn dic Studenten in den Pausen dort aufhatten könnten Tie Anlage werde für icDcr- mann zugänglich sein. Es sei aud; beabsichtigt, einen Wasfertrink- brunnen an.1,ulegen, um den Studenten Gelegenheit zu geben, sich auch ohne Alsohol zu erfrischen. iHciterkeit.)

Stadtv. Schafsstädt ist für Bewilligung des Zuschusses. Die neue

Baufluchtlinie am Kirchenplah

bat vorschrinsmätzig offen gelegen. Eingegangen ist ein Ein- spruck von Herrn Kafpar Müller, der von Der Titrdyfüheutig