Zweiter Blatt
163. Jahrgang
Dienstag. I.Zuli 191$
Gießener Anzeiger
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Oberheffen
mit
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Vs S., 2. Kasteler Rudergesellschaft 3. Ruderklub Rhenania 1877—1897
Hub Wiesbaden 8 M. 2V
von 1880 8 M. 22 S.,
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Hugo Strohbach • Gießen
in Eisenach (Thüringen).
Fahrzeugfabrik Eisenach
Koblenz 8 M. 40 S., 4. Ruderklub Griesheim a. M. Sehr spannendes Rennen unter abwechselnder Führung von Wiesbaden und Kastel. Kastel glaubt durchs Ziel gegangen zu sein, was aber nicht der Fall war, hält ein, und wird so von Wiesbaden überholt.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schub stratze 7. Expedition und Verlag: eg® 51. Redaktiorue^ll2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Die „Eietzener Famtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
12. Doppelzweier ohne Steuermann fällt aus.
13. Zweiter Vierer fällt aus.
14. Beschränkter Verbandsvierer. Ehrenpreis der Stadt Biebrich. 1. Ruderklub Nassovia Höchst a. M. 8 M. 11 S., 2. Ruderklub Rhenania 1877—1897 Koblenz 8 M. 13 S., 3. RuderÜub Wiesbaden 8 M. 154/s S., 4. Ruderklub Griesheim a. M. aus halber Strecke aufgegebcn. Sehr spannendes Rennen unter abwechselnder Führung von Höchst a. M. und Koblenz, das Höchst a. M. mit einer hchben Länge gewinnt.
15. Erster Achter. Gestiftet von der Prcuß. Staatsregierung. 1. Mainzer Ruder-Verein 6 M. 36 S., 2. Kasteler Rudergesellschaft 6 M. 46Vs S., 3 Mainzer Gesellschaft bei 1000 Meter gesunken. Mainzer Rudervercin übernimmt sofort die Führung und gewinnt mit drei Längen. Der Mainzer Ruder- verein hat alle von ihm belegten Rennen gewonnen.. Während der Regatta soll ein zurücksahrendes Boot an der Straßenbrücke gesunken und sollen zwei seiner Insassen ertrunken sein. Wanten des Bootes und der Ertrunkenen ließen sich nicht scststellen.
Unsere Fahrzeuge zeichnen sich durch erstklassige Konstruktion, überlegene Schnelligkeit, Betriebssicherheit und lange Lebensdauer aus und werden ihrer vornehmen Ausstattung wegen vom kaufenden Publikum bevorzugt. Unser Vertreter wird stets in der Lage sein, Interessenten mit ausführlichen Angeboten zu dienen; reich illustrierte Kataloge u. Zeugnissammlungen sind gleichfalls bei ihm erhältlich.
klub Kurhessen Kassel 8 M. 354/s S. Griesheim gewinnt sicher 4 Längen.
Vie Hessen Nassauische
Vaugewerkr-Verussgenossenschast.
rb. D a r nt st a d t, 30. Juni. Tie Hessen-Nassauische Baugewerks-Berufsgenossenschaft trat heute hier im städtischen Saalbau zu ihrer von etwa 100 Vertretern besuchten Hauptversammlung zusammen. Ten Vorsitz führte Architekt H. Anthes (Frankfurt). Rach der Wahl von 12 Mitgliedern des Genossenschaftsverbandes und 12 Ersatzmännern wurden Protokoll und Berichte über die Beschlüsse der vorjährigen Genossenschaftsversammlung genehmigt. Aus dem dann erstatteten Jahresbericht über die Verwaltung der Genossenschaft im Vorjahre ist zu entnehmen, daß 1912 14 850 versicherte Baubetriebe zur Genossen- schaft zählten, die ihre Arbeiter an 16 450 515 Tagen beschäftigten mit einem Verdienst von 73 728 000 Mark. An Unternehmerversicherungen bestanden zusammen 10 385 mit einer Versicherungssumme von 9 085 670 Mark. In der Sektion 2 mit dem Sitz in Darmstadt wurden von 1868 versicherten Betrieben 7 133 330 Mark Arbeitslohn gezahlt. Tie vollbeschäftigten Vcr- sick)erten hatten für 300 Arbeitstage einen Durchschuittslohn von 1344 Mark. Bon 3529 gemeldeten Unfällen kamen nur 527 zur Entschädigung. Auf 1000 beschäftigte Personen kamen nur 6,19 Unfälle; die meisten passierten im Weißsbindergewerbe mit verwandten Berufen. Im ganzen wurden 1912 995 956 Mark Unfallentschädigungen aufgewandt, insgesamt seit 1885 4 842 935 Mark. Ter Reservefonds der Berufsgenossenschaft betrug Ende 1912 34 022 Mark.
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7. Junior-Einer. Ehrenpreis von einem Freunde des Rudersports. 1. Mainzer Ruder-Verein (Piez) 10 M. !4 3., 2. Mainzer Rudergesellschaft fährt wegen uiächtigem Wclleusdüag nicht ab, so daß Piez mit harten Känipfen allein über die Bahn gehl.
Wegen st arkenWogen ganges trat zwischen dem 7. und 8. Rennen eine halbstündige Pause ein.
8. Tro st-Gig-Vierer. Ehrenpreis des Verschönerungsvereins Biebrich. 1. Biebrichcr Ruder-Verein 1900 E. V. 8M. 26 S., 2. Ruder-Klub Nassovia Höchst a. M. 8 M. 52 S., 3. Ruder-Verein Rüsselsheim abgestoppt. Von Biebrich nach Belieben gewonnen.
9. Königs-Vierer. Wanderpreis des Königs von Württemberg. 1. Mainzer Ruder-Verein 7 M. 43 S., 2. Kasteler Rudergesellschaft 7 M. 5475. Bei 900 Meter führt Ruder- Verein mit einer Länge, vergrößert ständig sein Vorsprung, und siegt mit 6 Längen.
10. Junior-Achter. Ehrenpreis der Stadt Wiesbaden. 1. Mainzer Ruder-Verein 7 M. 29Vs S., 2. Offenbacher Ruder- Verein Hellas. 300 Meter vor dem Ziel gesunken.
11. Ermunterungs-Vierer. Ehrenpreis vom Ruderklub Wiesbaden. 1. Ruderklub Griesheim a. M. 8 M. 9*/-, S., 2. Ruderklub Rhenania 1877—1897 E. V. Koblenz 8 M. 24« . 3., 3. Ruder-Verein Rüsselsheim E. V. 8 M. Bl3/.-, S., 4. Ruder-
lMklkheimsche Ruder-Aegatta.
! Mainz, 29. Juni.
Tie Regatta, die auf dem rechtsrheinischen Ufer bei Mainz- Kastel abgehalten wurde, war von 13 Vereinen von Biebrich, Kassel, Koblenz, Griesheim a. M., Höchst a. M., Mainz, Mainz - Kastel, Offenbach, Oppenheim und Wiesbaden beschickt. Tie Beteiligung der Vereine von Frankftcrt a. M, Mannheim, der Lahn, der Mosel und dem Niederrhein ist ausgeblieben, was wohl auf die starken Nennungen des Mainzer Ruder-Bereifts zurückzuführen ist, gegen den die Mannschaften der gedachten Vereine wohl nicht auskommen zu können, glaubten. Mehrere! Rennen mußten daher ausfallen. Tas Wetter ist unfreundlich und kühl, und harte Windstöße peitschen häufig den Rhein.
Das Ergebnis der Rennen stellt sich wie folgt:
1. Jun io r-Vierer. Gestiftet von Sr. Exzellenz dem Freiherrn Dr. von Rheinbaben. 1. Mainzer Ruder-Verein 8 Minuten 9 Sekunden, 2. Ruder-Verein Rüsselsheim E. V. 8 M. 26 S., 3. Ruderklub Rhenania 1877—1897 E. V. Koblenz. Bei 1000 Meter abgestoppt. Mainz hatte schlechten Start, so das; Rüsselsheim anfangs führte, dann aber von Mainz überholt wurde, das mit 6 Längen als Sieger durchs Ziel ging.
2. Gast vierer. Ehrenpreis der Stadt Mainz. 1. Mainzer Ruder-Verein 7 M. 56 S., 2. Mainzer Ruder-Gesellschaft von 1902 7 M. 564/s S., 3. Ruderklub Kurhessen abgestoppt. Scharfes Rennen zwischen den beiden Mainzer Vereinen bis ans Ziel, durch das der Mainzer Ruder-Verein mit einer Länge als Sieger geht.
3. 'Carmen-Shlpä-Einer. Gestiftet von der Königin von Rumänien. 1. Mainzer Ruder-Verein lZiez) 9 M. 35 S., 2. Kasteler Rudergesellschaft von 1880 (Menz) 9 M. 57 S., 3. Mainzer Rudergesellschaft (Ernst Maschmann) abgestoppt. Von Piez nach Belieben gewonnen.
4. Anfänger-Gig-Vierer. Ehrenpreis des Biebricher Ruder-Vereins von 1900. 1. Ruderklub Oppenheim a. Rh. 8 M. 22 S., 2. Ruderklub Nassovia Höchst a. M., bei 500 Metcü aufgegebcn, wegen Reißens der Tollenschnur. 3. Ruder-Bereini Rüsselsheim, aus halber Strecke abgestoppt.
5. Zweiter Achter ausgefallen.
6. M i 11 e l r h e i n - B i e r e r. Ehrenpreis von dem' Fürsten zu Wied, und Ehrengabe der Familie Dyckerhoff in Biebrich. 1. Rudcr-
Vermischtes.
— Al um i n i u m - U eb e r z ü g e. Zu den zahlreichen An- wcndungsmöglichkeiten des Schoopschen Metallspritzverfahrens, deren Entwicklung und Bedeulüug die neuesten Nummern der Technischen Monatshefte (Stuttgart) schildern, gehört auch die Lösung eines wichtigen Pwblems, das viele Köpfe seit langer/ langer Zeit beschäftigt hat. Man kann nämlich mit dem Spritzverfahren auch das eine Metall verarbeiten, um das die Galvano- plasttk bisher völlig erfolglos gerungen hat, das Aluminium. Täglich werden noch neue Verfahren erdacht, um auf ölluminium andere Metalle niederzuschlagen, ein Zeichen dafür, daß nicht einmal diese Aufgabe einwandfrei gelöst ist. Die .Fällung von Muminium selbst auf galvanischem Wege aber ist bisher überhaupt nicht gelungen, trotzdem man heiß darum gekämpft hat. Das Aufspritzen von Muminium aber macht natürlich gar keine Schwierigkeiten. Tabei ist die Adhärenz z. B. auf Eisen hervorragend gut, auch ist jede beliebige Nachbearbeitung der Aluminiumbezüge, wie Hämmern, Stanzen, Polieren usw. möglich. Es ist bekannt genug, wie wertvoll und Unersetzlich Muminium- überzügc für viele Zwecke sind. Es seien hier nur zwei neue Gebiete erwähnt, die in den Laboratorien des Erfinders kürzlich durchgearbeitet worden sind. Tas erste betrifft die inwendige Veraluminiernng von Gärbotttchen aus Eisen oder Zement, die der Brau- und Nahrungsmittelindustrie große Vorteile und hpgie- nische Verbesserungen bringen dürste. Ein veraluminierter Gußeisenbottich, der zehn Tage lang mit Wasser gefüllt stehen güassen wurde, zeigte keinerlei Veränderungen der Muminiumschicht, und auch die Gärversuche, die kürzlich in einer großen Züricher Brauerei vorgenornmen wurden, lieferten ausgezeichnete Ergebnisse. Tas Laboratorium der Aluminiumwerke in Neuhausen hat gespritzte Aluminiumschichten einer genauen Analvse unterzogen: dabei wurde sestgestellt, daß der Ucberzug lein Oxpd enthielt und ausgezeichnet auf der Unterlage (Blech) haftete. Tie zweit" Versuchsreihe betrifft die Herstellung zusammenrollbarcr metallisierter Projektionswände für Kinotheater usw., die darin großen Bedarf haben. Bei den Versuchen wurde starke Leinwand mit Aluminium überzogen und der Metallüberzug sodann mäßig poliert. Tie Versuche sind nach den Mitteilungen Schvops an die Technischen Monatshefte noch nicht abgeschlossen: die Ergebnisse dürfen jedoch heute schon als zufriedenstellend betrachtet werden, da sic weit besser sind als die Resultate, die man mit bronzierter .Projcktions-, schirmen erhalten hat.
Hierdurch erlauben wir uns höflichst mitzuteilen, daß wir den Alleinvertrieb unserer westbekannten und bestbewähnSen für einen Teil von Hessen-Nassau der Firma
Hauptversammlung der Zentrattasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften.
rb. Darmstadt, 30. Juni. Tic Zcntralkasse. der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften hielt heute vormittag int Kaiscrsaal ihre erste Hauptversammlung ab, der als Vertreter des Ministeriums des Innern Regierungsrat Spam er, für das Finanzministerium Finanzrat Dr. Michel, für die Reichsban! Direktor Ossenborg, der stellvertretende Präsident der Preußischen Zentral Genoffenschastskasse, Geh. Oberfinanzrat Haßberg er u. a. beiwohnten. Ter Aufsichtsratsvorsitzcnde Bürgermeister Becker-Sprendlingen begrüßte die sehr ftarf besuchte Versammlung und sprach die Hoffnung aus, daß auch die heutige Versammlung weiter vorwärts führen und mithelsen werde, die schwere Krisis im landwirtschastlichen Genossenschaftswesen Hessens zu überwinden, man sei auf dem richtigen Wege zur Ge- sunduug. (Beifall.) Geh. Obersinanzrat Dr. Haßbergcr überbrachte die Grüße der Preußenkassc und betonte, daß durch ein treues Zusammenhalten und ein festes Eintreten der Genossen füreinander sich die Verluste aus ein Geringes beschränken würden. Er sei beauftragt, zu ertlären, daß die Preußenkasse in der Kreditgewährung so weit wie nur irgend möglich gehen werde und er hoffe, daß die heutige Versammlung mit dazu beitragen werde, die Gesundung im Genossenschaftswesen weiter zu fördern zum Segen der hessischen Landwirtschaft. (Beifall.)
Direktor Mager erstattete darauf den Geschäftsbericht über die ersten drei Monate und bemerkte, daß der Zentralkasse zurzeit 245 Genossenscl-aften angehöreu, und zwar 204 Kreditgenossenschaften (86 in Rheinhessen, 78 in Starkenburg und 40 in Obcr- hesseii - weiter 14 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 4 Molkereigenossenschaften, 17 Winzergenossenschaften und je 2 Vereinigungen, Zeittralgeschäftsanstalten und Einzelmitglieder, im ganzen aus Rhein Hessen 115 Genossenschaften, aus Starkenburg 87 und aus O b c r he s s e n 43 Genossenschaften. Ter früheren Genossenschaftsbank waren 390 Kreditgenossenschaften, 82 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 8 Molkereigenossenschaften und 22 Winzer- gcnossenschaften angeschlossen. Bezüglich der Entwickelung des Umsatzes teilte der Redner mit, daß er bis Ende April 16,2 Millionen, im Mai 10,6 Millionen und bis heute 14,7 Millionen betrug. Der Stand der laufenden Rechnung war folgender: .Guthaben der Genossensck-aften für lausende Rechnung Ende April 287 259 Mark, Ende Mai 343 518 Mark, heute 528 355 Mark, (Schulden Ende April 216 483 Mark, Ende Mai 381115 Mark, und heute 594 984 Mark. An eingeräumten und in Anspruch genommenen Krediten waren heute 796 000 Mark für laufende Rechn,, w und 4 336 604 Mark für Tarlehnswechsel vorhanden. Tie Kreoite in laufender Rechnung sind heute im Betrage voü 594 984 Mark ausgenutzt, gleich 74,8 Prozent der eingeräumten Kredite, die Wechfekkredite sind voll ausgenützt. An Geschäftsguthaben sind bis heute 218 850 Mark cingezahlt. Die 245 Genossenschaften haben 236 weitere Anteile übernommen. Es hastet daran eine Haftsumme von 481000 Mark: sind die Geschäftsanteile voll eingezahlt, so ergibt sich eine Haftsumme von 721 500 Mark. Bei der Preußenlasse waren diskontierte Darlelmswectzsel bis Ende April 1800 000 Mark, bis Ende Mai 2 700 000 Mark, und bis heute 4 200 000 Mark vorhanden. Ter Redner betonte weiter, daß die Zentralkassc schon für manche Genossenschaft der Retter in der Not gewesen sei. Zu besonderem Tank sei man der .Preußenkasse für die Gewährung der großen Kredite und ebenso der hessischen Negierung und den beiden Stätrdekarnmern für ihre hilfsbereite Unterstützung verpflichtet; er hoffe, daß das in Aussicht gestellte Tarlehn von 1 Million bald geiväfyrt werde. Tie Bestellung eines Staatslommissars und die sonstigen Bedingungen der Kammern könne die Kasse unbedenklich annehmen. Es sollte nun aber auch eine Ehrenpflicht der Genossenschaften sein, sich entsprechend an der Kapitalaufbringung zu beteiligen; die jetzigen 480 000 Mark reichten bei weitem nicht aus.
Der Vortrag fand allseitige Zustimmung. Als Gesamtbetrag der Summe, welche Anleihen der Genossenschaft und Spareinlagen nicht überschreiten solle, wurden nach kurzer Aussprache aus Antrag des Vorstandes zehn Millionen Mark festgesetzt.
Direktor Becker berichtete weiter über die Festsetzung der Grenzen bei der Kreditgewährung an Genossenschaften. Nach einer lebhaften Aussprache hierüber, an welcher sich Direktor Mager, Generalsekrelär Genncs, Bürgermeister Link, Strauß- Büdesheim. Keller- Spicßheim, Erbe -Biebesheim, G ö 11 in a n n - Höchst, Dr. Fitting u. a. beteiligten, wurde der Antrag des Vorstandes einstimmig angenommen, eine Grenze von 200 000 Mari' festzusetzen, die mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis auf 300000 Mark erhöht werden kann.
Direktor Mager hielt darauf einen längeren Vortrag über das Thema: „Grundsätzliches zu dem Gcschästsgebahren unserer ländlichen Genossensckwften, insbesondere die Zinspolitik der Kreditgenossenschaften und die bargeldlose Zahlung — Giro- und Scheck- perlehr," wobei er eine Reihe sehr beachtenswerter Vorschläge namentlich hinsichtlich der kleineren örtlichen Kassen machte.
In, Anschluß daran erklärte Finanzrat Dr. Michel als Staat^kommissar der Hessischen Landcshypothekenbank, viesc sei natürlich bereit, soweit als möglich zu Helsen, man müsse aber auch erwarten, daß die anderen vermögenden Geldgeber helfend und förderno mit eingreifen werden.
Eine längere Aussprache rief dann noch die Zu wähl von 3 Aufs i chl sr a t s m it g l i ed-cr n aus Oberhessen und die Ersatzwahl von je 1 Mitglied aus Starkenburg und Rheinhessen bernor. Schließlich wurde als Mitglied des Aufsichtsrates aus Rheinhessen Bürgermeister Fe l d m an n - Arnsheim und als Mitglied aus Starkenburg Kaufmann Göttma n n-Höchst, Direktor der Spar- und Tarlebnskassc daselbst, gewählt. Aus Oberhessen wurden zu Aufsichtsratsmitgliedem gewählt: Lehrer Schenk- Steinftcrt, Gutsbesitzer Schmidt- Echzell und Lehrer L v ch -Wallenvod. — Als Tagegelder und Reisekosten Tür die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 21 des Statutes wurde der Betrag von 10 Mark und Fahrtvergütung dritter Klasse festgesetzt.
Tic Sitzung fand damit nach 2 Uhr ihren allseitig befriedigenden Abschluß.
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