Ausgabe 
8.5.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

eb' sMfCI)rer

9e|M an b,n s

Ba|mbofstrasse 52a

Den °°1 M \

Juni. '

i

®ären S u^b! |

Nr. I06

Zweites Blatt

163. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Geschält mittel.

4750

85-89

51-55

91-97

4346

8085

. 47.00-00 00

9800

577,-58

7273

. 56-567,

70-71

Limburg a. d. Lahn, 7. Mai.

F r u ch t nl a r k t.

höchsten höchsten

7273

71-72

Mk.

9198

9096

4549

3842

3136

Mk. 5256 51-55

7276

70-76

5965

5256

49-52

44-48

Preise für tOOPfd. Lebend- Schlacht­gewicht

8289

7179

6373

120128

117-128

98108 8794

gewicht

Vollsteischige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht

Airehliche Nachrichten.

Israelitische Keligionsgemeinde.

Gsttesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den 10. Mai 1913:

Vorab end: 7.45 Nhr.

Morgens: 8.30 Uhr.

Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterklürung.

Sabbatausgang: 8.50 Uhr.

8287

75-81

£ cM e n.

Vollfleischig«, nlikgemästete« höchsten Schlacht- wertes im Alter von 47 Jahren ....

Tie noch nicht gezogen haben (ungeiochts . .

^»mge, fleischige, nicht ausgemäslete uns alters cmsgemästets

V ul l e n.

Pollfleischige, ausgew.. höchsten Schlachtio. . .

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^ä^öl. Redaktion: 112. Tel.°Adr.:AnzeigerGießen.

Israelittsche Religionsgesellschast.

Gottesdienst.

Sabbatfeier am 10. Mai 1913:

Freitag abend 7.35 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Samstag nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 8.50 Uhr, Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 8.50.

DieGießener Familienblätter" werden dem «Anzeiger* Diermal wöchentlich beigclegt, das ^.ttreirtzlatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit- fraget»" erscheinen monatlich zweimal.

Gering nenn in n* Axiilje und Färsen . l bei.

Feinste Mastlälbec wtstllere Wtasl- und beste Saugkälber . Gerüigers Ntasr- und gute Saugkälber Geringere Saugkälber......

Scha f*.

Weidemaslschafe:

Masllämmer und Atasthammel . . S ch w e i n

Aettere ausgemäslets Kühe uns wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe Mäßig genährte Ki'chs und Färsen

General-Anzeiger ftr Oberhessen

Märkte.

I'.O. Wiesbaden. V i e hh o> »M ar k tb e r icht vom 7. Mai. Au'trieb: Rinder 115 (Ochsen 41, Lullen 0, Kühe 74), Kälber 397, Schale 3, Schweine 525.

Donnerstag, 8. Mai WZ

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

ein Riß: aber Einzelheiten besonders in der Tonmalerei sind sehr effektvoll, einem ruhigem Pianissimo in Des-Dur liegt ein schöne, reinempsundener melodischer Einfall zugrunde, und der marschmäßige Schluß in A-Dur steigert sich schwungvoll. Man könnte meinen, daß es langweilig werden müsse, diesen Chor in drei Tagen 41 Mal 'zu hören. Aber nein, jeder neue Verein bringt eine neue Auffassung mit, holt neue Nuancen heraus, und ohne die Schwierigkeiten absichtlich zu häufen, hat Hegars Komposition doch noch Klippen genug, die man mehr oder wc- niger gut umschiffen kann. Auch das Laienpublikum lernt kriti- fieren und das heißt vergleichen^ beim oftmaligen Vortrag eines solchen Preischors durch immer andere Vereine, und der Bei­fall der Hörer ist ein ziemlich zuverlässiger Gradmesser für die tatsächliche Güte der Sängerleistungen. Das Urteil der vielen Kenner unter der Menge ist freilich durch niemanden zu be­einflussen: sie verfolgen als rechte Merker jeden einzelnen Ton, und sobald der letzte Akkord verklungen, halten sie die Stimmgabel an's Ohr, um zu prüfen, ob die

Sängergehalten" haben. Uebrigens gibt es da stets

die gleiche Erfahrung: Zu Hause hat der Dirigent Mühe, mit seinem Verein die Höhe einzuhalten, beim Wettkampf selbst aber detonieren die meisten Chöre nach oben, die Aufregung scheint die Stimmen in die Hohe zu treiben. Der Hegarsche Chor schließt in A-Dur, doch nur wenige Vereine hört man, die nicht am Schluß in H^-Dur oder gar C-Dur hineingeraten sind. Vielen liegt der selbstgewählte Gesang besser als der Preischor: so singen etwa die Ersurter eine Motette mit schönstem' Legato, die Solinger HegarsSchlafwandel" mit bezwingender Stimmungskraft und vollkommen rein. Die schönsten Stimmen wachsen eben doch am Rheine: wenn die Essener Tenöre von den Wonnen deS grünen Rheines singen, gibt sich ihnen jedes Ohr gefangen, und der Mannerchor einer Firma in Cöln-Deutz hat den Preischor so plastisch herausgebracht, daß Man überrascht war wie beim Siege eines Outsiders im Rennen und vielleicht am Donnerstag nach­mittag in engerem1 Wettstreit dem Vereine wieder begegnen wird. Da fingen und ringen dann die Sängerchöre, deren Leistungen als die besten erkannt worden sind, durch den Vortrag des zweiten Preischors, der innerhalb einer Stunde zu studieren! ist um die höchste Palme. Dor der Preisverteilung aber stimmt Man, auf daß Siegerstolz und llnterliegerleid und -Reid nicht zu heftig sich äußern, Mozarts besänftigenden Chor an:O weile Geist des Friedens, Schutz, des Schönen!" . . .

Dr. Karl Weichardt.

Vollfleifchige, jüngere

Lari en. t;».

Pollfleischige ausgelnästete Färsen

Cchlachtiverles

Pollfleischige ausgemästete Kühe

Schlachtwertes bis zu l Jahren . .

schnittspreis vro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17 70 Mk weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 17,20 Tit., Korn 13 00 M? Gerste: .uittergerfle 10,50 Mk., Braugerste 0,00-0.00 9JZL das«-r 7,008,50 Alk., Erbsen 0,00 Mk Kartoffeln Alk., 4,000,00 Mk.

Vollsteischige Schweine von 80100 Lebend­gewicht . . . 56-57

Pollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 55-56

PoUfleischige Schweine von 100120 kg Lebend-

vierte; Deutsche; UaiserpretEettsingen.

§ Frankfurt a. M., 7. Mai.

Im Wettstreit der Männergesangvereine saug heute vormittag lon 10 Uhr ad die 3. Gruppe. Das Publikum war verstärkt Lurch Tausende von Kindern aus den oberen Klassen der Frank­ierter Knaben- und Mädchenschulen. Der Kaiser traf bei noch immer andauerndem Regenwetter im Automobil gegen 10 Uhr ein. Auch Prinz und Prinzessin Friedrich Karl Dort Hessen waren ersähen cn. Als der Kaiser in der Hofloge sichtbar wurde, ertönte ihm aus den Kehlen der Jugend ein dreifaches Hurra, worauf die Kinder dasHeil dir int Siegerkranz" anstimmten, welches alle Sänger und die Zuhörerschaft mitsangen. Um 31 Uhr trafen and) der Großherzog und die Großherzogin von Hessen bei der Festhalle ein und nahmen in der Hofloge Platz.

Der MännergesangvereinSchlegel und Eifen" hatte Stimmen wie Stahl und Eisen. Die Auffassung war musikakifch einwandfrei, die Deklamation siirngemäß. Der Mittelsatz war von bestechender Zartheit. Die Darbietung des WahlchorsGestern I «lrend war Vetter M idycl hier" Ivar tadellos, aus dem zweiten DahlchorDeutsche Völker allesamt" konnte nicht viel heraus-'

geholt werden.Nunmehr kam die Sensation des Nachmittags, ter Kölner M ä n n er g e s a n g v e r e i u. Er bot von allen bisher gehörten Vereinen die beste Leistung. Die vorzügliche Schulung ließ vergessen, daß das Material vielleicht nicht ganz dem des vorhergehenden Vereins oder dem der Essener gleichkam. Im Mittelteils war der Verein ziemlich einen halben Ton ge­stiegen, so daß die StelleHier verhauchten tapfere Seelen" genau in D bur statt in Des-dur gesungen wurde. Zum Schluß betrug der Unterschied in der Tonart nur mehr einen Viertelton. Reiters Morgenlied" als Wahlchor war ausgezeichnet, aud) die Aussprache war sehr gut. Der zweite WahlchorHalt!" bot zahlreiche technische Schwierigkeiten, jedoch blieb der Verein treff­lich in der Aussprache und rein in der Intonation. Der Beifall war sehr lebhaft.

Nach solchen Leistungen hatte der Trier sche Gesangverein einen sehr schweren Stand, immerhin bot auch er eine sehr beachtenswerte Leistung, wenn auch einige aufdringliche Tenöre im Schlußsatz etwas störend wirkten. Der kleine Chor war nicht die schönste Vorbereitung des ganzert Choreinsatzes. Josef Worths Wahlchor1813" ist eine sehr schwierige Komposition. Das Material genügte in den Fortestellen nicht mehr, es gab mehr­fache Versager. Auch die Aussprache ließ manches 511 wünschen übrig.

Von den nächsten zwei Vereinen möchte man wünschen, sie wären vorher ernstlich nochmals mit sich zu Rate gegangen, ehe sie den Weg nach Frankfurt antraten. Bei dem Preischor war das Tempo überhastet, der Mittelsatz wurde zu derb aufgefaßt und es zeigten sich zahlreiche Unreinheiten. Nach verschiedenen Schwankungen zwischen den verschiedenen Tonarten landete man in der Originalton art. Auch der Schlußchor wird beit Komponisten nicht befriedigt haben. So wenig wie der GesangvereinWassen- klang" (Erfurts vermochte der zweite VereinÄrion" (Mühl­hausen i. Th.) einen Erfolg zu erzielen. Das Material war der anstrengenden Aufgabe nicht gewachsen. Das beste von allem war noch der zweite WahlchorTer frohe Wandersmann" v. Men­delssohn. Der Sangervereinigung Krefeld wurde es nach solchen Vorgängern leicht, sich reichen Beifall zu holen, der aber auch durch den Vortrag des Preischores reblich verdient war. Einen sehr vornehmen Eindruck machte die Wiedergabe des WahlchoresDer Trompeter an der Katzbach". Nack; der virtuosen Wiedergabe der StropheViktoria, so klang es", setzte der Beifall des Publikums mitten im Liede ein. Der folgende Verein, der M ä n n e r d) o*r Duisburg, war der einzige, der bisher beim Preischor etwas in der Tonhöhe sank: dadurck) raubte er dem Chor jedoch Eindruck und Glanz. Der Vortrag selbst war durchaus gut, ebenso war der Schluß lobenswert. Ter WahlchorTer Trompeter an der Katzbach" erhob sich nur wenig über das Mittelmaß. Als zweiter Wahlchor wurde dasSchwert­lied von Karl Maria von Weber gesungen. Der nächste Verein, der Duisburger Sängerbund, hat den Preischor ins­besondere nach seiner dramatischen Seite hin ausgearbeitet: be­sonders fielen die mächtigen Bässe auf. Allmählich ließ die Ge­schlossenheit in den einzelnen ^Ltimmgruppen nach, besonders int ersten Tenor, wo einige, wenn auch schöne Stimmen zu sehr sich vordrängten und baurd) ben Chorklang beeinträchtigten. Man schloß in H-bur. Im ersten WahlchorMeine Muttersprache" fehlte bie Ruhe, die es allein ermöglicht, auch die rechte Innig­keit den Tönen einzuhauckien. Tie Vertreter bes Barptonjolos hatten sehr schönes Material, der Schluß wurde mit außer­ordentlicher Wärme gesungen und brachte reichen Beifall. Das Forte wirkte etwas zu massiv. Der zwette WahlchorIn Epi- phania Domini" steht in F-Dur, mürbe aber nt G-Dur in­toniert was bent Gesamteindruck nickst förderlich war, denn die ersten Tenöre wurden dadurck; über die Höhe von Männerstimmen hinausgetrieben.

Nun kam noch eine Ueberraschnng. Die Gelsenkirchener sangen. Durch die vorausgegangenen Hindernisse, die das Er­scheinen des Vereins in Frage gestellt hatten, sowie burdj die lange Nachtfahrt Farn es, daß der Verein in sehr unruhiger Verfassung in das Gefecht ging. Das zeigte sich gleich zu Anfang in dem überhasteten Vorwärtstreiben der einzelnen Sttmmgmppen. Später trat etwas Ruhe ein und infolgedessen gelang and; der Mittelsatz mit weicher Tongebung sehr gut.' Gegen das «Ende traten aber wieder Unreinheiten ans, die sich bei der Fermate Die das Blnt^niclst trank" nodjl vermehrten. Der kleine Chor war int ersten Tenor nicht genügend besetzt, infolgedessen förderte der überanstrengte erste Tenor unreine Töne zutage. Auch die beiden Wahlchöre litten int wesentlichen unter diesem Fehler.

Der Kaiser, der dem VereinSchlegel und Eisen" bei dem Vor­trag seines Wahldwres, in dem sich Anklänge anDeutschland, Deutschland über alles" finden, sowie den Kölnern lebhaft applau diert hatte, hielt bis zum Schluß aus und kehrte dann nach Wiesbaden zurück.

Randglossen zum Sängerkrieg.

Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Ties hängen von den goldenen Eisenträgern der mächtigen Frankfurter Fest­haltenkuppel die schwarzweißroten Fahnen und die schweren braum roten Banner, bestickt mit dem deutschen, dem preußischen und dem weißen Franchurter Wer, auf eine zehntausendköpfige Menge herab, die vormittags wie nachmittags gespannt dem Wett- ft r e i_t deutscher Mannergesangvereine folgte, der in der Stadt des ersten deutschen Sängerfestes 1 anno 1838) nun znnt vierten Male ausgesodsten wirb. Unb hoch von der obersten Rundung der gläsernen, durch gelbe Bespannung mild gedämpften Küppsel Wimpeln im Kreise hellrote Flaggenstreifen herunter, ab­wechselnd mit goldener Leier und goldner Krone geschmückt, und deuten darauf hin, daß der Sängerkampf um den von der Krone, vonr Kaiser gestifteten Wanderpreis, um die goldene Kette geht. Unter rotem Baldachin lauscht jedem der sieben Konzerte vom ersten bis zum letzten Ton der Monarch selbst, und nicht weit von ihm unter den (fftaulopfen der zehn Preisrichter sielst man manches belannte Gesicht, den Dresdner Generalmusikdirektor v. Sdjud), den Berliner Musikgelehrten Kretz schm or, den Leipziger Professor Sitt. Einundvierzig Vereine sind zum Kampfe der Gesänge ge- koutmen, und von jedem hört man einmal den Preischor und dazu ein oder zwei selbstgew-ählte Lieder.

Dieser Hegarsche Chor auf Adolf Frehs markiges Gedicht 1813" hat die Mängel unb die Vorzüge der Chormusik Hegars: Eine beherrschertde musikalisch-melodische Idee fehlt, und ab­rupte Staccati, rhythmische Schärfen wirken hie und da mie

. Das Statut

für das künftige Albanien.

DieNeue Freie Presse" erhält von kompetenter Stelle die Darstellung des der morgigen Sitzung der Londoner Botschafterreuniotl vorzul egen den Statuts für das künftige Albanien. Die wichtigste Frage ist zunächst die Schaffung einer nationalen Gendarmerie, zu deren Organisation und Ausbildung fremdländische Offi­ziere herang zogen werden müssen. Hand in Hand mit ber Lösung dieser Frage geht die finanzielle Frage. Da Albanien aller Geldmittel entblößt ist, soll dein neuen Staat eine Anleihe gewährt werden, entweder von Oester­reich-Ungarn in Form ' eines Vorschusses auf die voraus- sichtlichen 'Einnahmen Albaniens, oder es wird eine inter nationale Anleihe unter Garantie Oesterreichs und Italiens gemacht werden, um dem neuen Staat Einnahmequellen zu verschaffen. Es wird zunächst das Steuerwesen zu regeln sein, was eine der schwierigsten Fragen des ganzen Komplexes ist. Hier hielt der Entwurf ungefähr sich an dem Beispiel der Iustizpflege in Aegypten. Weiter wird sn dem Entwürfe die Errichtung von Schulen, die An­lage von Straßen, der Ausbau von Häfen und die Erbauung der Eisenbahnen vorgesehen. Als wichtigste der Eisenbahnlinien kommen die von Balo na nach Mo­ua st ir oder von Durazzo nach Uesküb in Betracht. Von letzter fioft eventeul'l über Komanowo nach Kiistendil eine Fortsetzung gebaut werden. Erst nach der Regelung dieser Fragen wird die Frage des künftigen Oberhauptes zur Lösung gelangen.

Die Pläne Nikitas.

Paris, 7. Mai. Nach einer anscheinend offiziösen Meldung hat der Befehlshaber des in den montenegrinischen Gewässern liegenden internationalen Geschwaders den Be­fehl erhalten, unverzüglich Abteilungen von Seesoldaten und) San Giovanni bi Medua zu senden und diesen Hafen zu b es etzen. Hierdurch soll der angebliche Plan des Königs von Montenegro vereitelt werden, durch die Besetzung von San Giovanni di Medua ein Pfand bis zur Regelustg der Entschädigungsfrage in der Hand zu haben.

C e t i n j e, 7. Mai. Der Zivilgouvcrneur von S ku t a r i begab sich heute nach San Giovanni di Medua, itrö ihn der englische Admiral zum Frühstück lud. Er hatte von König Nikolaus den Lluftrag, alle Einzelheiten bezüg­lich der Räumung Skutaris durch die Montenegriner'rtnd dessen Uebergabe an die Kommandanten des intertrationalen Geschwaders zu regeln. ' Die Räumung wird sobald als möglich erfolgen.

Die interuatiouale Flotte.

Der Berliner ,^Lokalanzeiger" meldet aus Wien: Nach Pariser Meldungen hat der Kommandant der internatio­nalen Flotte die Weisung zur Landung einer inter­nationalen Truppena'bteilung rn Medua ge­geben, von wo wahrscheinlich der Vormarsch auf Skutari angetreten werden wird.

Essad Pascha.

Rom^, 7. Mai. DieAgenzia Stefani" meldet aus Durazzo: Essad Pascha kündigte an, daß er bereit sei, seine Truppen in Durazzo einzusck)iffen und bittet die Pforte, ihm !die ttötigen Dampfer zu senden. Essad bstreitet ferner, daß seine Truppen mit denjeuigen D s ch a - wid Paschas einen Kampf gehabt oder daß sie ^Gewalttaten begangen hätten.

Die österreichisch-serbischen Besprechungen.

Wie dieNeue Freie Pressö" aus politischen Kreisen erfährt, sollen die Verhandlungen zwischen Oesterreich und Serbien über die Regelung der wirtschaftlichen Fragen auf Wunsch Serbiens in kurzer Zeit wieder aufgeitommen wer­den. Die wirtschaftlichen Fragen beziehen sich auf die Re­vision des Handelsvertrags, wobei Serbien eine Erhöhung des Fleischkontingents, Oesterreick) Erleichterun- aett für den industriellen Export ansttrbt und auf eisen­bahnpolitische Fragen.

Aus Serbien.

Belgrad, 7. Mai. Die Skupschtina nahm mit 72 j^egen 24 Stimmen in der zweiten Lesung den Gesetzent­wurf über den Batt der neuen lEisenbahnliniert an. Wie verlautet, ist zwischen der serbischen und der bülgarischen Regierung in der serbisch-bttlgarischen Greitz- i r a g e ein g r u n ds ä tz l i ch e s E i n v ern e hmen erzielt. 'Gegenwärttg werden Verhandlungen über die Festsetzung einer genauen Grenzlinie geführt. .Pravda" meldet: Gestern wurde in Kumanowv zwischen der 'Geistlichkeit des Matriarchats uud des Exarchats eine Einigung erzielt und dadurch die dort bestehende Spaltung zugunstett der ser­bischen Kirche beseitigt. Das Blatt drückt den Wunsch aus, bah die übrigen befreiten, Orte bent Beispiel Kumanowos folgen Mögen.

Aus Ksuftantinopet.

Konstantinopel, 7. Mai. DaSAmtsblatt" veröffent­licht ein provisorisches Gesetz, in dem dem Kriegs- Ministerium ein außerordentlicher Kredit von zwei M i l - I i o n e n gewährt wird. Die Sladtpräfektnr hat einen Vertrag mit einer französischen Gruppe über ein Darlehen von 650 000 Afnnd unterzeichnet, das hmcptsächlick) auf bie Verschönerung Konstantinopels öerioenbet werden soll.

liessen

iiM

n genau, uhe eine inssache il

Telephon 841. n in eigener Werkstatt

äbrsalodmva" V mich von einem schwem Haiti«* ntiu-DöMeircit 100^4

oaxra cmxA.

l ."waxtite ivotml k»

$oil, KabnbotM-u 5;oU, Kaüer-Trogesi

Ctio L-daairchb «r. 9arn,j56uhtt_Ji.

MW»« ßukfeli. Her««*» Allein-Verkiül Kragen larii Gold-W*

:>n Luxus, ndigkeit!

m Grund- gehend, > nur Stie- >, die wie

»Stiefel

in wegen rorragen- ns chatten reisen be­ehrt sind

Im Genuß liegt der Wert! Unsere Marine 2 Pf.-Cigarette.

Georg A. Jasmatzi A.-G., Dresden Größte deutsche Cigarettenfabrik.

O-VJi

13. X

MSP

ti&Ä

9 F i(i 9 r

.»säe lin-1

sän'-w