m. 130
Drittes Blatt
163. Jahrgang
Erscheint täglich rr.-ü Ausnahme des Sonntags.
EeyeraZ-Ayzeiger für Gberheffen
Ter Ausschuß wird morgen weiter beraten.
Ter a- i » a n 3 n u 5 f d? uR d e r
LaLrdrVixtschttft.
sind
Höchste
Sport.
Meteorologische Beobachtungen der Station Ei
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bis 5. Juni , 5. _
4.
4.
kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgenreinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, beit 7. Juni 1913:
Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr:
Predigt zur Jahrhundertfeier des Regiments.
Nachmittags: 4.00 Uhr.
Sabbatausgang: 9.30 Uhr.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strage 7. Expedition und Verlag: e=^ 51. Redaktion:?-^ 112. Tel.-9ldr.:AnzeigerÄleßen.
ZrUiag, 6. Juni 191?
Roratwiisdruck und Verlag der Brnhl'schen UnwersitälS - Buch- und Steinimidercu R. Lange, Gieren.
Sitzung des Si!mH,y3Usf;buifes der hessischen Zweiten Kammer.
bs. Darmstadt, 5. Juni.
3m Beisein der Minister und einiger anderer Regierungs Vertreter begann beute der Finanzausschuß seine cigentlidien Bc ratungcn über die 9t e u r e g e l u n g der Beamten geh älter. Der Ausschuss wird sich voraussichtlich drei Wochen lang täglich mit dieser fdnmerigen Materie .zu besasien haben. Zunächst wurde heute die Erklärung der Wirtschaftlichen Bereinigung einer längeren Besprechung unterzogen, bei welcher die materiellen Fragen, ob aus der Trennung von Wohnungsgeld und Gehalt, wie sie die Regierung vorschlägt, bestanden werden solle, behandelt wurden. Ter Ans schuf- ui seiner Mehrheit be dauert, das durch die Erklärung in den Berl-andlnngen des Finanzausschusses ein Zwischensall eingetreten sei, dessen Konse gnenzen geeignet wären, die Vorlage zu gefährden. Tie Mehrheit bes Ausschusses hielt trotz der Kundgebung daran fest, das; die Desoldnngsoorlage in dem Fiuanzansfd'.ust eingehender Beratung unterzogen werde, nachdem nudi die Regierung erklärt habe, das; sie an der Vorlage mit der Trennung in (behalt und Wohnungs o gelo sesthalte. Tie Regierung stellte sich ans den Standpunkt, das; biete Erklärung nicht dazu dienen könnte, etwa fetzt schon in der Kammer eine Stellungnahme für oder gegen die Vorlage Hervorzurusen. Man müsse erst im Laufe der Beratung sehen, ob nicht durch Aufklärung und Besprechung der verschiedenen Mei nungen eine Verständigung erzielt werden könne.
Nachdem damit die vorhandenen Tifferenzen soweit beseitigt waren, wurde in die materielle Belwndlung der Besoldungs Vorlage eingebreten. Ter Vertreter des Bauernbundes sprach sich für den Wegfall de > Wohnungsgeldes wie audi seither aus. Hierdurch würde- eine Erleichterung der Vorlage eintreten, der Unterschied zwischen den einzelnen Orten in der Höhe des Woh nungsgeldzufchufses sowie and, der Unterschied zwischen oer heirateten und unverheirateten Beamten werde vollständig beseitigt Es sei sclbstverständlld), daß das ausmlicnb? Wobrrungsgelb als GehaltScrl-öhung den Gehältern zugeschlagen werden müsse.
Seitens des Vertreters der fortschrittlichen Volkspartei, wurde darauf hingewiesen, dast die Vorlage die billigste Form der Befriedigung der Wünsche der Beamten barftcUc. Würden lediglich die Gehalte in die Höhe gesetzt, so bliebe der Ansprud; der Beamtenschaft aus das Wohnungsgeld bestehen, und dies werde dann später zu weitergebenden Forderungen führen. Tie Zwei leilung von Wohnungsgeld und Gehalt liege im Interesse der slaallichen Finanzen und sei aud) burd) die Regierungsvorlage genügend gerechtfertigt.
Gin Mitglied der n a t i ona l! i b e r a l en Partei erklärte, dast er sich gegen die Vorlage gerade wegen des Wohnungsgeldes oussprechen müsse. Tas Leben auf dem Lande sei in vieler Hin sicht teurer wie das Leben in der Stadt. Es müsse aber das aus fallende Wohnunqsgeld als Gehalt gegeben werben, doch dürfe der Rahmen der Vorlage, soweit die Gelder ausgegeben werden sollen, nicht überschritten werden.
Die „(biefjener ^amilienblntter" werden dem .Anzeiger' vier-mal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» ttagen" erscheinen monatlich zweimal.
~ ®lc er ’te diesjährige B e s i ch t i g n n g s r e i se hessischer Landwirte und) dem illnsiedlungsgebiet in Posen bat in den Tagen vom 2-)—25. Mai stattgesunden. Es waren insgesamt 32 Landwirte, ivelche unter Führung des Vertrauensmannes der Anstedlungskommis'iom Herrn W. S eh a u m b u r g, Kassel, die ,val)it nach dem lernen Osten unlernommeii hatten. Tie Reise ging zunächst nach dem dicht bet Vosen liegenden Amiedlungsdc'rf .^chonherrnhausen, damit die Reisegeiellschait zunächst ein natnr- (i.-hcG Bild von einem fertincn Änsiedlungsdors geivinnen konnte. Alsdann ging die Fahrt tmch dem Kreise Ezamikau, ivoselbst die 2!us,edlungsgüter Fitzerie, Kritschewo und Alieostaw besichtigt wurden. InMieoslaw wurden dreiKm.sverträge geschlossen, ucich ging die Reise nach dem Kreise Mirich, in iveMicm die siedlungsdörier Grabotvo, Poburke und Meienselde und die siedlnngsgütcr Brostowo, Treilinden, Herzlelde und Cuchart; Benchtigung gelangten. Tie vorerivähiiten Ansiedlunasdörier hauptsächlich mit Hessen besiedelt und mancher Reiieteilnehmer konnte einen Freund und Bekannten aus der alten Heimat be- grüsten. Die hessischen Ansiedler äußerten sich mit groster Be- sriedigung über ihre neue Heimat. Der Stand der Santen nmrde allgemein als vorzüglich anerkannt Atif den Ansiedlungsgütern Brostotvo und Herzielde l>.ei;en sich viel Reiseteilnehrner als Bewerber um neu ausgelegte Ansiedlerstesten notieren. Somit kann der Verlauf der Reise als in jeder Beziehung.-befriedigend bezeichnet iverdeii. — Die zweite diesjährige Bepchtigungsreise wird Dien-tag den 8. Juli, uoir Kassel aus angetreten.
Gruppc.sitzung
des allgemeinen deutschen Hrauenvereinr.
Frankfurt a. 9)1., 4. Juni. Ter weite Verhandlnngstag mar der Frauenarbeit i u der Gemeinde gewidmet. Hierzu ivies Fräulein Dr. Altmann-Gottheiner (Nlainiheiin) m einem vorbereitenden Vortrag die Richtlinien über die gc- ivuuschte Betätiglnig der Frau in der Kommunaloerwaltuug. Zu fordern ist nach ihr die Zulassung der Frau zu der Armen- u. Waisen pt ege, der Schulverwaltung und Schnlauisicht, der WohnungS- pflege, der AÜrforgetpliflfeit, der öffentlichen 9lrbeitsocn»rlthmg
.^?.,.u>lbedingte Gleichberechtigung der Frau in allen städtischen Ausschüssen. Es folgten nun verschiedene Vorträge einzelner -.amen aus G i e ß e n, Fraukiurt, Darmstadt, Alaniz, Worms, Wiesbaden, Heidelberg, 9)lanu()eim usw. über ihre Tätigkeit mid Erfahrungen auf dem Arbeitsfeld weiblicher Mitarbeit in ihren Heimatstädten. Die Schlustvorträqe behandelten die Ausbildiing der weiblichen Dienstboten. Frau Hausser (Mannheim) sprach über „die Tienstbotenschuleu" und Fran Sophie Ennenbach (iyvaiiriurt) über „Pslichtsortbildungsschulen für weibliche Dienstboten". Teti beiden Vorträgen folgten lebhafte Aussprachen. Am Nachmittag sand die Besichtigung des Blocke der Ballgesellschaft mr Kleinwohnungen, wobei Stadtrat Dr. Flesch führte,' und der Besuch des Frankfurter Luftbades statt. Ein zwangsloses Bei- fammensem schlost die starkbesuchte Tagung. - Heute fand in Verbindung mit der allgemeinen Gruppentagung eine Sitzung der dem Verein angeschlosseuen h e j s i s ch e ii Ortsgruppen unter dem Vorsitz von Frau Pros. Dr. G o l d st e i n (Darmstadt) statt, m der Fragen organisatorischer und geschäftlicher Art erörtert wurden.
ipvcrs ür t und der Ballon .Kassel' in der Nähe von - 11 c 11 11 ' kriegsinastige Vcrsolgnng erfolgte durch vier'Autos, zivil 'Motorräder und 20 Manu der Fäger-Radfahrerabteilnng. während dec Ballou „Atarburg' sich feinen Verfolgern ganz >mt- ^oq, wurde der Ballon „Kassel" beinahe bis zur Landung verfolgt, ras Auto konnte aber wegen des Geländes nicht näher Heran fommen.
GsrichLSfaal.
— Büdingen, 2. Juni. S ch ö f f e n g e r i ch t s f i t; u n g. r.er Handelsmmiu A. F. und sein Vater, Rentner Z. F., beide in Büdingen, batten gegen die Strafbescheide des Grvßh Finanzamts Büdingen, wegen Zuwiderhandlung gegen das Wandergewerbe, ^tenergesetz und die streichs-Gewerbeordmiug Antrag aus gerichtliche Emscheidmig gestellt. Ter Z. F. hat am 1.-. Januar l. Fs. zii Wolf und aus der Erbacher Michle bei Landwirten im Auftrage unb für Rechnung seines Sohnes A. F. das Gewerbe eines Händlers mit Rindvieh im Umherziehen ausgeübt, ohne vor Eröfsmmg dos Gewerbebetriebes £as Gewerbe bei Grosth. Finanzamt Büdingen migenieldet und die schuldige Waudergciverbesteuer entrichtet zu haben. A. F. ist Viehhändler, sein Vater •*,. ist in seinem Betriebe Gewerbegchil e, beide haben ihren Wohnsttz und den Sitz der gewerblichen Niederlassung in Btidingen. Sie sind im Besitze einer Legitimationskarlc nach ii 44a Als. 1 der Gewerbeordnung unb haben keinen Wandergewerbeschein. 9tach § 44 der Gewerbe-Ord ilt Z. F. heiligt, auch ansterhalb Büdmgcns für die Zwecke des Gewerbebetriebes ces A. F. Bestellungen aus Waren'zu suchen. Hhne vorgängige ausdrückliche Aufforderung darf dies r'lufjucheu von Bestellimgen nur bei solchen Personen geschehen, in deren Gc- schäitsbetiieb Waren der angebotenen Art Veriveudmig finden. Dazu gehören Landwirte wie hier im Frageialle- beim''Angebot von Vieh. Der Vertreter der Staalsanwallscbast beantragte deslmlb Aussetzung der Hauvtverhaudluuq, da er die Steuerbehörde um Rücknahme des 'Antrages m suchen will. Diesem 'Anträge wurde stattgegeben. — In der Strafsache gegen den Schweizer I. Z. von Mittelgrimdau wegen Körververlehung wurde die Hauptverhandlmig ausgesetzt behufs Dernehmnirg weiterer Zeugen.
— Leipzig, 5. Juni. Ter Konkursverwalter der Hassia- Pnenmattk-Werke, G. m. b. H., würbe mit seiner Klage gegen den Austichtsrat der Gesellschaft nunmehr auch voin Reichsgericht abgewiesen.
Der Vertreter des Zentrums wies darauf hin, dast nadi seiner Auffassung die Verhältnisse non Stadt und Laud sich auSglichen; was die Kinderei ziclning z. B. auf dem Lande mehr koste, werde nt der Stadt durch Ansprüche, welche die Stadt mit sich bringe, parallelisiert. Berechne man aber, was es Mit, wenn der Wohmlngsgeldzuscimf' wegsalle, aber als Gehalt gegeben werde, so ergäbe sich ein Mehrbetrag von etwa 140 000 Mark, für den Deckung nicht vorhanden fei.
Von einer anderen narionalliberalen Seite wurde ousgeführt, dast ein Unterschied zwischen Wohnniigsgelb und Gehalt m allen Bundesstaaten mit Ausnahme von Bauern durchgeführt >ci unb auch im Reich bestehe. In Hessen sei das Wohnungs geld im Fahre 1907 eingefübrt worden, und es gehe uirtil an, von diesem fetzt abzugcheu, da insbesondere in Hessen Reichs und prevstische Beamte mit Wohnuugsgeld wohnten. Die Anzahl der Beamten, die auf dem Laude im Verhältnis z.n Her Stadt Ich weife darauf bin, dast die Beamten auf dem Lande nicht ausfchlag ■lebenb sein dürften, und es fei bod; bekannt, daß insbesondere die Wohnungsperhaltnifse auf dem Lande gegenüber den größeren Stabten austerordcntlich viel billiger seien. Da iid) insbesondere hei den Roheren Beamten eine ich; proste Anzahl mit Dienst Wohnungen befänden, ip schieden diese ja bet dem Wo.hnuugs- reldzusdust. überhaupt aus. Dem Fuge nach der Stadt unterließt !ncht allein die Bcamtenschast; man s.he in, ir-ie sich auch sonn b*? Aevöllerung nad; der Stadl zusammendränge, und es iej nidv onzunehmen, dast etwa die Gleichstellung des (Gehaltes in der Stadt fmd auf dem Lande die Beamten auf dem Lande fefthalte. '^«berlid; kämen Ausgaben wie Kindererziehung usw. in Betracht, allein die Statistik habe doch gezeigt, dast Hessen mit höheren 5dnilcn auch auf dem Lande so utrieben fei, dast nur ein gc- ungcr Teil der Eltern gezwungen fei, ihre Minbei.- in Peufioncn M geben unb ftd) damit erhebliche Kosten nicht verursachen.
Tic Regierung legte an verschiedenen Beispielen dar, Vic gegenüber der ersten Gehaltsvorlage der Unterschied in der kkhallÄemefsnng ;u Gunsten des Landes verfdwben. sei, wie gerabe die ländlichen Ortsllasfcn prozentual Höher gestellt seien °ls die städtischen WvhnungSgelde, Sodann sei die Spannung -wischen den verschiedenen Ortsklassen verringert wvrdeu intb ba ^rch dem ländlichen Teile der Bevölkerung Rechnung getragen.
Bon fortschrittlicher Seite wurde sodann beantragt, vm Dullen Wohuungsgeldzufchnst im Falle des Bedürfnisses auch ^verheirateten Beamten bann zu gewähren, weiru sie einen selb Itänbigcn Haushalt führen oder eine Familiemvohnnng rnnehoben, ®nö weiter, dast die Regienmg verheirateten Staatsanwörtern die Häl-fte des Mohnungsgeldzufchnffes gewähren solle.
Die Aussprache wandte iidi dann der Frage zu. ob ent- fegen dein Gcfetz vorn Jahre 1907 das POohnungsgeld pen 1' onsfähig gestaltet werden solle. Die Regierung trat hierfür
Temperatur am
Niedrigste , „
Niederschlag: 22, mm.
Der Finattjansschnsj der Ersten Kammer.
bs. Darmstadt, 5. Juni. 2.. ; .. u «vfu/nfi ui i
r?4CrL?'-(lnin,fr ist heute unter dem Vorsitz des Grafen gründ'-,vüritcuau snfammengetreten, um verfchiedene kleinere Re giernngsoorlagen und Anträge zu erledigen, bnrunter die Vorlage, betr. das Landesgestüt, die Universitätsklinik, den Verlauf eines Geländestrcisens am Fnsti,gebende in Darmstadt usw. -ou all dreien Gegenständen trat der Ansschns- den Beschlüssen des anderen Hauses bei. Hierauf beschäftigte sich der Ausfchust mit dem Anträge, der Abg. Tr. Osann, Brauer, Reh unb Ulrich, bic Regierung zu ersuchen, alsbald eine Vorlage einzuhringm, der neugegründeten Zentral lasse der hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften verzinsliche Tar lehen ans der Staatskasse zu gewähren. Auch diesem Anträge stimmte de r A u S f ch u ß einstimmig ; u. lieber das Zu- itimmcntretcn des PlcmtNis der Ersten Kammer soll erst in einigen Tagen Befchluf gefotzt werben.
vermischtes.
Automobilunfall A r i st i d e B r ia n ds. Ter frühere Mimuerp-räsident Briand fuhr am Mittwoch mit einigen Bekannten von Paeh iur Eure nad Trou ville. Auf der Srraste, didil hinter Paeh, jttest das Automobil des ehemaligen Minister- praubenten mit einem Lastaiitomobil der Maggigesellfchoft zusammen. Das Automobil Briands wurde zertrümmert. Glück- lidcnrcifc nurben weder Briand noch die übrigen Insassen ernst- lidi verwundei. Briand selbst kam mir einigen Hautabschürfungen '.mb Quetschungen davon. Er Ianntc sich in einem anderen Automobil nach Paris begeben. Tie 9Zad.riebt von dem Unfall, die anfangs stark übertrieben war, rief in den Wandelgängen der Kammer nid't geringe Aufregung hervor. Briand wurde mit Röntgenstrahlen untersucht. Er erlitt einen ziemlich ernsten Bruch des äußeren Randes des Schulterblattes. Willin trug zahlreiche geringere Verletzungen, aber keinen inneren schaden davon.
„ * 2i.ri Duell zwischen Mann und Frau. Aus New Bor!, 4. xsuni, wird gemeldet: Eine furchtbare Tragödie hat ndi neitcrn in Areelh (Sobrae; abgefpielt. Mau entdeckte dort in einem cmmnien Haufe die Leichen eines Mannes, feiner Frau unb leines Kindes. Tie Unterjud/mig ergab, dast der Mann mit icinci Frau verabredet hatte, ein Pistolendnell auszufechten. Sie stellen ftd) so nahe einander gegenüber, dast das Duell für beid" Tc'le einen tödlichen Ausgang nehmen innstlc. Vorher mustch das Minb am Bette niederknieii, wo es burdi einen Schutz in das Herz getötet wurde. Tic Gründe für diese Schreckenstat sind unbelannt.
' Fünf Soldaten am Hitzschlag gcstorben. Die autzci-gen ähnliche Hitze hat auf dem T r u p v e n ü b u n g s p l a tz Arns in Ostpreusten, wo zurzeit einige Fnfanterieregimenter gcicd ksmätzige Lchietzübungen abhalten, fünf Todesopfer gefordert Neunzehn Soldaten fino erlrmlt. Vier von den T-iten gehören dem -• Wcitprcutzifd;n Infanterieregiment Nr. 148 aus Bromberg und der fünfte dem Tciiifch-Qrbens-Fnfanterieregiment Ar L)2 aus^Marienburg an. Tic neunzehn erlranktcn Solbiten find vom Infanterieregiment Nr. 148 Weitere Ein,zclh;it-n üb fr bas Unglück und auch nähere Mitteilungen über das Befinden der Erkrankten wurden bis jetzt von den Militärbehörden mdst bekannt gegeben.
verernsnachnHten.
— Steinbad), 5. Juni, lVerspätet etngegangen) Am letzten Sonntag feierte der hiejige ix' fangoerein Eintracht fein -rOiährig es Jubiläum, Derbunbcn mit Wertuiigü'i'igcii unb Fahnenweihe. Tie Feier wurde eröffnet mit einem Festgotles dicnU, bei dem der Jubelocrein das Lied fang: „Mit dem Herrn fang' alles an". Ter Qrtsgcistliche hatte feiner Predigt da» Bibelwort 1. Sam. 7, 12 zu Grunde gelegt. Nach dem Fest- gottesdicnst begann das Wertungsfingen, an wckchcm sich ii Vereine beteiligten: Sängerkranz-Albad , Eintracht Hausen, Sintrad;t- Albach, 5>armonic Watzenborn Steinberg, Germania- unb Linden blütc-Biirlbardsfelden. Ter Nachmittag war den cigcnll^en Juoi- läunisfeNlichkriten getvidmel. Nachdem der Festzug, an dem sich 22 Vereine beteiligten, auf dem Festplatz angelommcn war, bewillkommnete der Präsident des Vereins, Ehri'sttan Pitz, die Fest- teil nehmet unb schlost mit einem Hocl auf alle Sänger des deutschen Liedes. Sodann überreichte Fräulein Anna Pitz bic von Frauen unb Jungfrauen Steinbarlis gcfriftetc Fahne. Tic Wriheredc hielt ber Ortsgeisttiche Pfarrer Koehler. Er hatte feiner Rede das auf ber neuen Fahne stehenbe Tirhtcrroort zu Grunbc gelegt: „Mar Gott mit Hellem Klang, Heil berttschem Wort unb Sang". Er fchlost mir einem Hoch auf Kaiser unb Gtost- berzog. Bon den GvchnbeiTn des Vereins (d>cn noch 25, v in bi cf en sind nod' 11 Mitglh^er bes Vereins. Tiefe lourben zu fbren Mitgliedern ernamit, ebenso der langjährige Dirigent des Kerem.'' Lehrer Nanz, iotoic ber Verpasset ber Jubilännisschtift, Pfatter Köchlet. Aus bem Feikplatze herrschte ein munteres, frohes Treiben, das leiber durch das gegen <! Uhr einfetzende Unwetter sehr be- emtradntgt wurde. Am 2. Tage fand ein großes Volks- und Kinderfest statt, das einen seht schonen Verlaus nahm.
tin, *nad>bcm bic PensioitsMhigniachung in ben b. nachbatten Staaten afolgt sei, und da ja bic Erhöhung ber Gehälter allein für bic vetedmung bet Pcnfioii eine unzurcichenbe Grundlage bes Pen- svnssatzes gewähre.
. Seitens bes Bauernbundes würbe betont, bast burch «ne solche Penfionsfälngniachnng bet Unterschieb zwischen ben «samten in ber Stadt unb auf dem Lande forttvährenb DerftärFt ^-’rbc. Für bic Beamten in bet Stabt steige bet ber Pension zu wrnnbe liegende Satz etheblid) mehr als für bic känblichen Beamteir, knn biefe ein geringeres Wohnungsgeld erhielten. Hierdurch Ärde auch eine Degtabierung bet Beamten des Lmtdes immer eintreten, ba ja auch spätere Verbesserungen der Bezüge «r Bearnteil diese Kluft ivicbcr in EridZeinnng treten ließen. [ . Die Regierung wieS bnrauf Inn, bast man im Reiche «tc Klassen beS Wohnungsgeldes für Hessen errichtet habe, während : Borlage nur drei Klaffen Dorsch.. Es könne nicht geleugnet
^rden, baß bic Preise ber Woimungen in ber Stabt nnb auf Land austeroichcnilich verschieben seien, und daß deshalb Gleichmacä'rei ntd>t angel)?.
Äus ban Ausschufsc ivurde bemerkt, bast bic Penfion^ahig- •Mintg bes WohnungSgeldes eine Bevorzugung ber hessischen «amten vor ben preußischen bebeutc unb zwar deshalb, weil M die Pension höchstens 75 Prozent betrage, in Hessen aber F 100 Prozent steigen Tonne. ES lourbc der Antrag gestellt, bon bei: Regierung torgcfcfycitm Wohrruugssätze auf einer Stieren Skala zu vereinigen. Gegen diesen wurde aber
tlcten Skala zu bereinigen. Gegen diesen wurde aber [] Marburg, 4. Juni. Die Ballons .Marbura" und anderer Seite das Bedenken geltend geinackch, baß gerade .Kassel", bic beide am Sonntag srüh aufstieaen, sind glatt ae- >ur<h die unteren Beamten in den Städten ,ehr viel FechterIlandet und zwar der Ballon.Marburg" m der Mhe vo«
Müüer'sche Baüeanftatt.
W as j e r w ä r m e d e r L a &it am 6. Juni: 17 0 R.
<5 i c ) $ l g g c n b i e & ä n be ü 6 e r b e m Ä o p f a u ia m ,?/^^ung, wenn ^ic^bic Wirkung des felbsttätigen ,,P er ] 11 einmal an -öhrcr eigenen Wäsche erproben huJd? Uw b h5 "^cr,ß -- !n kaltem, höchstens lauwarmem Wasser Ä^mi:u6-Cn,im-Äend E, legen bic Wäsche sofort Mn ^iMN zunr Kochen. In bet wallenoen Persil- laufje verbleibt bie Wajche ’i Ltunbe, dann fegt man ben Ärilet Dom 'veiiec unb laßt bie Wäsche eine Zeitlang ui Der Persil- ItJ* • ^nd) öweimaligem tefpülcn, bas erstemal
M?"1 m warmem Wasser, har man ohne eine Bürste, ? ^ch^arett, ohne trgenb einen Zusatz von Seife usw. eine taöcllo3 taubere Wäsche Don schneeiger Weiße unb oem frisihen gerudj ber Rajenbleiche. Wer mit „Perfil" wascht, bewahrt seine WÄche nes jchtEüi LerjchtMl
ßri'tellt werden würben, ivährcno bic unteren Bearn en aus dem I tanöc Wohnungsgelbruschutz erl alten würben, ber mehr als bic! Wohnungskosten betrage. Tic Regierung gab zur Erwägung, ob lind entgegen ihrem Vorschläge, bas Woij uiugsgrlb nicht nad) der OtlsUafse 1, sondern nad) dem Durchschnitt Fet
L-rtsllane öcr Pension zu Grunde gelegt werden könne Di s iu vertreten, fei deshalb angängig, weil zwar ein im Dienst Lc Nndttcher Beamter an bem Ticnstorte wohnen müsse, bann aber, wenn er in Pension getreten sei, wohnen könne, wo er walle, nnb beSlmlb leinen Anspruch auf die hohen Sätze ber Ortsklaffe 1 5u erheben brauche
Juni
191;
_
Darometer ■ ans 0° reburiert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
:c
§
Grab dcr Vewvllmng in Ocljntel ber tzchib. Himiaelvsl.
—---
Wetter
5. 2 '
5. 951
6. 7»>
746,2 74H.9
748,6
22,3
16,5
15,6
12,4
11,6
10,3
62
83
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