Ausgabe 
5.4.1913 Viertes Blatt
 
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Nr. 79 vierter Blatt

«chchkint «en* mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiebener ZamMenblStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Ereisblott für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

GeMral-AyZeiger für Merhchen

Somstag, 5. April 19(3

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^51.

Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzelgerGießen.

Politische Tagesschau.

Schlafwagen III. Klaffe.

Belanntlich hat der preußische Minister der öffent­lichen Arbeiten bei den Beratungen über den Eisenbahn- vownschlag im Budgetausschuß auf eine Anregung, Schlaf­wagen 3. Klasse einzustellen, erwidert, daß solche Schlaf- wa^n mit drei Schlaflagern übereinander beim deutschen Publikum kaum Anklang finden würden. Da außerdem die Belastung mit einer neuen Wagcnart die Schnelligkeit der Züge beeinträchtige, könne er einstweilen nicht in Aus­sicht stellen, der Anregung nachzugeben.

Nunmehr hat die Handelskammer Oldenburg beim Deutschen .Handelstag beantragt, die Frage der Einführung Wn Schlafwagen 3. Klasse auf deutschen Bahnen zur Tis- tuffirm zu stellen und der Ve rk.e hr s ko mm i s s i o n zur weiteren Bearbeitung zu überweisen. Zur Begründung weist die Kanrmer auf Die günstigen Erfahrungen hin, die Schweden und Norwegen mit der Einführung dieser Schlafwagen­gattung gemacht haben. Die Handelskammer Stockholm schreibt der Oldenburger Kammer, daß bei dent reisenden Publikum für die Schlafwagen 3. Klasse ein großes Be­dürfnis besteht, welches auch die schwedische Eisenbahtn- verwaltung durch ständige Vermehrung dieser Wagengat- tmrg anerkennt. Der Preis für das Bett beträgt 2,50 Kr., während er für die 2. Klasse 5,35 Kronen beträgt. Jeder Wagen besteht aus sieben Abteilen mit je sechs Betten und Mei Abteilen mit je drei Betten. Drei Betten sind über- ernandergestellt. Irgendwelche Unbequemlichkeiten sollen nach dem Urteil Sachverständiger mit dieser Anordnung nicht verbunden und keinerlei Klagen nach dieser Richtung hin laut geworden sein. Allerdings wird hervorgehoben, daH durch ganz besonders konstruierte, ausgezeichnete Venti- lationseinrichtirngen immer für die Zufuhr frischer, an- .getaärmter Luft Sorge getragen wird, eine Einrichtung, die auch für unsere deutschen Wagen sehr zu ampf'dhlen wäre. Auch in Norwegen ist die Nachfrage nach diesem Schlafwagen sehr groß. Dort beträgt der Preis für das Bett 3 Kronen.

Nachdem Länder wie Schweden und Norwegen mit solchem Erfolg vorangegairgen sind, sollte," so führt die Handelskammer Oldenburg weiter aus,man auch bei uns Line Annehmlichkeit, die den Reisenden 1. und 2. Klasse schon lange eingeräumt ist, den Reisenden 3. Klasse, die doch das Hauptkontingent des reisenden Publikums stellen, -richt länger vorenthalten."

*

Das neue preußische Waffergesetz

ckfl vor kurzam von beiden Häusern des preußischen Land­tags verabschiedet worden. Der Entwurf hat ein eigen­artiges Geschick durchleben müssen. Der erste Entwurf war bereits im Jahre 1893 erschienen. Der Landtag ist zum Zwecke der gründlichen Durchberatung des sehr umfang­reichen Gesetzgebung sw erkes über den Sommer 1912 ver­tagt gewesen, was .seit dem Bestehen des Landtags zum ersten Male geschehen ist. Nach mehrfachen Aenderungeu durch das Abgeordnetenhaus einerseits, das Herrenhaus andererseits und nach einer infolge gesetzlicher Vorschrift erforderlichen Hin- und Rückreise durch beide Häuser ist nun endlich der Entwurf verabschiedet worden. Er bietet für weite Kreise, für die Landwirtschaft wie für die Industrie, erhebliche Verbesserungen. Zunächst in der langersehnten Vereinheitlichung des preußischen Rechts, indem durch dieses neue Gesetz nicht weniger als 79 verschiedene Gesetze auf­gehoben werden. Auch die Rechtssicherheit ist durch den Entwurf erheblich gefördert motDen. Diesem Ziele dient die Einteilung der Wasserläufe, welche nicht nach begriffs- technffchen, sondern schematischen Gesichtspunkten erfolgt ist, und die Feststellung des Privateigentums tin den Wasser­läufen. Ferner ist der Gemeingebrauch gesetzlich festgelegt und genau umgrenzt und, das wichtigste Rechtsinstitut des neuen Gesetzes, die Verleihung, ist in § 46 genau begrenzt worden. Besonderen Wert legt das neue Gesetz auch auf die Reinhaltung der Gewässer, wonach. insbesondere der­jenige, hei Wasser über den Gemeingebrauch hinaus in einen Wasserlauf einleiten will, dies vorher der Wasser­polizeibehörde anzuzeigen hat.

Diese und andere Neuerungen werden in einem be­lehrenden Aufsätze, der von dem Mitglied des Abgeord­netenhauses Justizrat B i t t a verfaßt ist, in derDeutschen Juristen-Zeitung" zum Abdrucke gebracht, die damit einen klar gefaßten Wegweiser durch das neue Wassergesetz bietet.

Antivari.

Tas stille Antivari, über dem jetzt der tiefe Himmel des dalmatinischen Frühlings blaut, wird den Schauplatz der lange drohenden Flottenkundgebung bilden, durch die das trutzige Monte negro zur Vernunft gebracht werden soll, Antivari ist der See­hafen von ganz Montenegro; es ist regelmäßiger Anlegeplatz der Dampfer des österreichischen Lloyds; es ist eine, alte Stätte, und es gibt da Konsulate, Zollämter, einen Bischof und dennoch ist es ein Iso weltverlorener Flecken färbe, wie er nur irgendwo in Europa besteht. Zwei schöne Seehäfen sind Montenegro als Frucht des Befreiungskrieges gegen die Türkei zugefallen: Tul- cigno und Antivari: da aber Antivari eine noch günstigere Hafen- gelegenheit bietet als.Tulcigno, und überdies Eettinje um 15 Kilo­meter näher liegt, so hat König Nikita sich dafür entschieden, Antivari zum Seehafen Montenegros auszugestalten. Was hier geschaffen worden ist, ist ganz des Königs eigenstes Werk, und am 9. Mai des Jahres 1908 hatte er die Genugtuung, mit aller Feierlichkeit und unter Anwesenheit zahlreicher Gäste aus dem Auslande die Grundsteinlegung der neuen Hafenstadt vornehmen zu können, die selbst bereits durch eine Eisenbahn mit Wirpasar am Nordende des Skutari-Sees verbunden ist.

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Fährt das Schiff in die tiefeingeschn.ittcne Bucht von Antivari ein, so erscheint zur linken Hand der österreichische Grenzort Spizza, von woher eine Reihe von weißen Gebäuden über das blaue Meer hinüberschimmert. Ten Hintergrund des Bildes macht das graue, kahle albanesische Hochgebirge, das nur an seinen Ausläufern Olivenwälder trägt. Zwischen dem Gebirge und der See erstreckt sich eine weite Strandebene, ein alter Tummelplatz des Fiebers, und hier, auf dieser Ebene hat König Nikita das neue Antivari begründet. Viel ist davon noch nicht zu sehen; ein paar Zoll- und Amtsgebäude, ein Hotel sind im Entstehen, aber in den Olivenhainen am Strande hat sich Erbprinz Tanilo eine Villa gebaut, die das Prunkstück von Antivari bildet. Von den Höhen herab aber schätzen die unvergleichlich malerischen Ruinen von Alt-Antivari.

Dieses alte Antivari war jahrhundertelang eine hochberühmte Türkenfeste, ein Zwing-Uri des Islam. Es wurde zum Trutze gegen das italienische Bari errichtet, und dis Montenegriner haben gegen das Bergnest im Jahre 1877 einen fürchterlichen Kampf zu kämpfen gehabt. Monatelang haben sie damals vor den riesigen Mauern von Alt-Antivari gelegen; ein Haus nach dem andern haben sie erobern und in Trümmer schießen müssen, bis es ihnen endlich gelang» sich der Wasserleitung der Festung zu bemächtigen. Ta war das Schicksal der alten Türkenburg besiegelt, und die erbitterten Sieger hausten fürchterlich darin. Schließlich zerstörte, was noch etwa übrig geblieben war, ein Jahrzehnt später eine Explosion des Pulvermagazins, und so entstand das wundersame Bild, das Alt-Antivari heute bietet und das Hesse-Wartegg anschaulich geschildert hat. Auf einem schroff hervortretenden, nach allen Seiten steil abfallenden Felsen erheben sich die ge­waltigen Ringmauern und dräuenden Bollwerke der Festung, denen selbst das Bombardement der Montenegriner nichts an­haben konnte. Diese Bollwerke umschnürten die alte Türken­stadt mit ihren engen Gassen; hierhin aber haben die monte­negrinischen Geschosse ihren Weg gefunden, und da ist Straßen auf, Straßen ab nicht ein einziges Gebäude ganz geblieben. Tie Tücher stürzten ein, das Innere verbrannte unb nur die Stein­mauern erheben sich noch mit oben Fenster höhlen und Torbogen, überwuchert von üppigen, hellgrünen Schlinggewächsen eine ganze Ruinenstabt mit Straßen unb Plätzen unb ohne einen ein­zigen Einwohner! Niemals ist seit 1877 ber Versuch gemacht worben, bie Trümmerstabt wieder bewohnbar zu machen, aber jn einem ehemaligen Vororte an der Nordseite haben sich Monte­negriner und Türken, Albanesen und Italiener friedlich unb kümmerlich nebeneinander in einer einzigen Straße mit Basar­buben unb Kneipen angesiebelt.

Tas ist Alt-Antivari, ein düsteres Kapitel ber türkisch-monte­negrinischen Geschichte. Und da unten an der See liegt nun Neu-Antivari, vorläufig nur erst noch ein jämmerliches Nest mit ein paar Tatzend Häusern, wo alles erst werden soll unb vielleicht bvch einmal bie Zukunftsstabt bes alten Montenegro. "Aber bis bahin hat es noch gute Wege, unb einstweilen werben bie seltenen kriegerischen Gäste, die aus ber Flut der Bucht von Antivari er­scheinen, die Sohne ber Schwarzen Berge baran erinnern, daß Europa selbst Montenegro gegenüber einen Willen hat . . .

Die Bewegung der Vevötterung in der Stadt Gietzen im Zcchre (9^2; besonders die 5Lerb!ichkeit.

Im Jahre 1912 wurden in Gießen 505 Knaben und 538 Mäd­chen, zusammen 1043 Kinder, lebend geboren; es waren darunter eheliche 760 und 283 uneheliche. (Im Jahr 1911 waren es 1116 Neugeborene.)

"Als Ortsfremde wurden bezeichnet 465, so daß als Zuwachs zur Bevölkerung der Stadt 57 8 Kinder übrig bleiben, ober bei einer geschätzten Einwohnerzahl von 31 800 18,1 aus 1000 Ein­wohner «im Vorjahre war die Zahl 19,3°/oo).

Totgeboren würben 37 eheliche unb 12 uneheliche, zu­sammen 49 gezählt (i. V. 59), davon sind 29 Kinder ortsfremder Mütter; aus Gießen kommen somit 20 ii. V. 19) Totgeborene.

Gestorben sind einschließlich von 308, meist in den hiesigen Krankenanstalten behandelten Ortsfremden, 672 Personen, woraus sich aus 1006 Einwohner eine Srerblichkeitszisfer von 20%o er­gibt (2O°/Oo). Nach Abzug der Ortsfremden sinkt die Sterblich- kcitsziffer herab auf ll,4°/oo (i. V. bei 327 Personen 10,40/00.

Stellen wir bie Einheimischen und Ortsfremden nach 6 Alters- ftopfen zusammen, so ergibt sich folgende Uebersicht:

Es starben im Alter von:

0-1 Jahr 115 15-30 30-60 60-70 über 70 Einheimische: 54 39 34 88 69 80 = 364

Ortsfremde: 21________39 50 123 48 27 = 308

Zusammen: 75 78 84 211 117 107 672

Aus dieser Aufstellung ersieht man die Wichtigkeit der Ans- schalrung ber verstorbenen Ortsfremden, ba ber Uebcrschuß in der dritten unb vierten Altersklasse, die das beste Manuesalter zwischen 15 und 60 Jahren umfassen, mit.zusammen 51 Todes­fällen, die Sterblichkeitsziffer für die Stadt ganz wesentlich nach­teilig beeinflussen würde, wollte mau die Ziffer für alle Todes­fälle berechnen; das. gleiche gilt für die .Sterblichkeit im Säug­lings- unb Kindesaltcr überhaupt. Tie über 15 Jahre alt geworbenen verstorbenen Einheimischen erreichten ein Durchschnitts­alter von 57,4 Jahren ii. V. 59,6: Durchschnitt ber voraus- gegangenen 12 Jahre 57). Von ben 80 Verstorbenen aus ber letzten Klasse, bie das 70. Lebensjahr überschritten ifatten, waren 25 über 80 und 1 Mann über 90 Jahre alt geworben.

54 von ben 364 Verstorbenen wir lassen bie Ortsfremben außer Betracht bei ben solgenben Angaben gehörten bem Säug­lingsalter an, das sind 15° o (21°,'n) ber Toten: auf 1000 Ein­wohner berechnet 1,7" »y (2,l°/00) Kinder im ersten Lebensjahre.

Zählen wir bie verstorbenen Säuglinge von der Zahl der Sebcubgcborencn ab, so bleiben als reiner Geburtenzuwachs zur Bevölkerung 524 ober 16,4 auf 1000 Einwohner (17,0).

Wie gewöhnlich sind bie Säuglinge verhältnismäßig am stärk­sten bnrch angeborene Lebensschwäche (Frühgeburt, Mißbildung) dezimiert worde a, worin schon in den ersten Wochen 14 Kinder zu Grund gingen, der allgemein als für das Säuglingsalter ge­fährlichsten angesehenen Stranfljeit, beut' Magenbarmkatarrh, er­lagen nur 6 Kimber und zwar noch in ben kühleren Monaten Februar bis Jumi.

. Aeltere Kinder zwischen 115 Jahren sind 39 gestorben, diese Altersklasse ist vornehmlich durch bie sogenannten Kinberkrankheiten «Masern, Diphtherie, Keuchhusten) gefährdet, mit zusammen 9 Sterbefällen, ferner durch die Drüsen , Gehirn , auch schon die Lungen- Tuberkulös c mit 7, und bie akuten Lungen- krankheiten (Lmugenentzündung) mit 10 Verstorbenen; ein Mäb-

chen unter 15 Jahren beging Selbstmord. Unter den Monaten brachte der März mit 46 die höchste, der August mit 18 die kleinste Sterbezahl.

Auf die wichtigsten Krankheiten find die Sterbefälle folgendermaßen verteilt:

Auf angeborene Lebensschwäche fielen 14, auf Altersschwäche 20 Tote.

AnMasern starben 7, an D i p h t h e r i e von 32 gemeldeten Erkrankten 1 Kind; von 42 Scharlachkranken ist niemand gestorben; an Keuchhusten 5, an Rose 1, an anderen Wund- infektionskrcnrkheiten «Blutvergiftung) 7. An Lu n g en schw i n d- s u ch t gingen 31 (25), an Tuberkulose anderer Organe 10 (18' zu Grunde; hiernach ist die Sterblichkeitsziffer für Lungentuber­kulose 9,7 aus 10 000 Einwohner (8,0), für alle Tuberkulose-Todes­fälle ^nahezu 12°/ooo (12).

Diese Zahlen sind vergleichsweise recht günstig.

Die entzündlichen .Lungenkrankheiten forderten im1 Berichtsjahre mehr Opfer als im Vorjahre; an Lungen­entzündung starben 40 (19), an Influenza 7 (11); anderen Erkrankungen ber Atmungsorgane erlagen 8 (16), den «Erkran­kungen der Herzens- und der Blutgefäße 47 (32), Schlaganfällen 32 (21).

?linMagcndarMkatarrh Verstorbene wurden nur 7 (29) gezählt, darunter 6 Säuglinge (20); offenbar hatte hierbei die kühle Sommertemperatur 1912 gegenüber der Trockenheit unb Hitze 1911 eine ausschlaggebende Einwirkung.

Andere Erkrankungen der Verbauungsorgane brachten 16 (8), Blinddarmentzündung 6 (2) Tlüresfälle, die der Harn- und Geschlechtsorgane 13.

An Krebs und anderen bösartigen Neubildungen sind 45 (29) Personen zu Grunde gegangen. Von diesen Geschwülsten hatten sich entwickelt im Schlund 4, dem Magen 7, der Leber 10, der Bauchspeicheldrüse 2, in dem Darm 8, den Nieren und weib­lichen Beckenorganen 7, den Knochen 3. Durch Selbstmord endeten 10 (9), durch Unglücksfall 6 (5) Personen.

Von den wichtigeren Todesursachen bei O r tssr e m'd e n feien erwähnt: Wochenbettfieber 6, Diphtherie 6, Typhus 2, Blutvergiftung 10,Tuberkulose 29, Lungenentzündung 17, Herz­leiden 23, Krankheiten der Verbauungsorgane 46 und Blindbann- entzünbung 14, bösartige Neubildungen (Krebs usw.) 47, Selbst» mord 4, Duellkvd 1, Verunglückung 21.

Großh. Kreisgestinohntsamt Gießen.

D r. Haberkorn.

Märkte.

ließen, 5. April. M a rklberi cht. 9«uf heutigem Wockien- niarkte kostete'. Butter das Pfund 1,201.30 Mk Hühnereier 1 Stück 7-8 Vfg 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 80 Pfg., ©änfecier ISt. 10 Pi., Näse das Stück 68 Pfg., Käseinatte 2 Stück 56 Pfg., Tauben pr Br. 0,801,00 9)ff., Hühner vr. St. 1,001,60 9)iL Hahnen pr. Stück 1,502,50 9)lf., Enten pr. St. 2,003,00 Mk.. Ganse bas Psb. 7080 fßfg Ochsenfleisch pr. Psb. 92-^100 Pia., Rindfleisch vr. Pfund 9094 Pfg., Kuhfleisch 80 Pfg^ Schweine­fleisch pr. Pfund 84100 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 9498 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 7096 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Lik., Weißkraut das Stück 00 bis 00 Psg^ Zwiebeln ver Ztr. 6,008,00 Pik., Milch das Liter 22 Pfg.. Nüsse 100 Stück 5060 Psg per Ztr. 000 Mk^ Birnen bas Pfund 12 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 15 bis 25 Mk. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.

Wenings, 4. April. Der erste Schweinemarkt fand jetzt statt unb war verhältnismäßig gut befahren. In erster Linie waren Springer amgetrieben, für die 80105 Mk. bezablc wurden Für jüngere Ferkel erzielten die Verkäufer 45 - 55 Mk., für über 6 Wochen alle bis zu 80 Mk. für das Paar. Es waren durchweg schöne Tiere attfaeiviebcii unb bei flottem Handel war innerhalb einer Stunde fast aller Vorrat umgesetzt.

ko. Frankfurt a. M., 4. April. Heu- unb Strok> markt. Angefahren waren 9 Wagen Heu. 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für ve» 3,30. ,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00-6.00 Mk., Wirrstroh c>,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft gedrückt. Tu- Zufuhren waren au5 den Kreisen Obertaunus, Hanact und Dieburg.

Als dein Brief kam, liebe Minna,

habe ich sofort Anna weggeschickt u. dir zehn Schachteln mit F-ayS ächten Sodener Mineral-PaüiUeii holen lassen. Heule sind ste mit ber Post an dich abgegangen u. ich hoste, daß ihr, bie Kinder u. du selbst, nun schnell den bösen Katarrh los fein werbet. Aber last dir's nun auch zur Warnung bleuen. Atan nutü, namentlich bann, wenn man Kinder bat, immer Fans ächte Sodener, weil fie aus den zur Kur gebraucht. Gemeindeheilguellen gewonnen find-zur Abanb haben, um ernster. Erkrankung, entgegen zu arb.- Ferneres Zeichenber Aechtheit: Amil. Bescheinig, desBiirgennftr.-Amtes Bad Soden a. T. auf weist. Kontr ml streif. Tie Sckmebt. ko st. 85 Pfg.

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