Ausgabe 
5.2.1913 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

163. Jahrgang

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Erscheint täglich i,vttÄ«8nshme deS Sonntags.

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Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 3. Februar 1913.

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Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 26. Januar bis 3. Februar 1913.

Der Getreidehandel nahm in der Berichtswoche im allge­meinen eine abwartende .Haltung ein. Die amerikanischen Termin- Notierungen zeigen eine leichte Befestigung. Von Argentinien wurden diesmal große Weizen-Verschiffungen gemeldet, aber die Forderungen waren bei weiter erhöhten Frachten kaum ver­ändert. Rußland zeigte sich für Roggen und Gerste etwas nach­giebiger, hat aber im übrigen sein Verhalten nicht geändert, trotzdem die Wege im Innern jetzt stärkere Zufuhr gestatten würden. Nicht unbeachtet, namentlich an den englischen Märkten, blieb der Umstand, daß andauernder Regenmangel die indische Weizenernte bedroht. Tie Nachfrage für greifbaren Weizen in den westeuropäischen Verbrauchsgebieten bleibt bestehen, da die überall erzielten schlechten Qualitäten einen erheblichen Zuschuß an trockenen Auslandsweizen erforderlich erscheinen lassen. Es gilt dies auch für Deutschland, wenn man hier vorläufig auch, so gut es geht, mit dem heimischen Erzeugnis auszukommen sucht, da dieses, selbst in besserer Qualität, wesentlich billiger als fremder Weizen zu beschaffen ist. Von dem Frostwetter zu Anfang der Berichtswoche ging nur vorübergehend eine befestigende Anregung aus, auch der Abbruch der Friedensverhandlungen und die Aus­sicht auf einen Wiederbeginn des Krieges blieben ohne sonderliche Wirkung, zumal umfangreiche Weltverschiffungen die Unter uehmuilgslust einschränkten. Auf dem Berliner Lieferungsmarkte schließt Weizen nach unerheblichen Schwankungen mit einem Ver Ulst von nur 1/2 Mark. Roggen war vom Inlande.wieder stärker angeboten, und wenn sich für das Material auch fortgesetzt zum

Mittwoch, 5. Mruar M

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R. Lange, Gießen.

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Gericytstzaal.

Der neue DI)m-P r-ozcf)

.3 Dortmund, 2. Febr. Tie umfangreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen, welche an den Niederbruch der Nieder­deutschen Bank anknüpsten, werden in einem Riesen Prozeß aus­klingen, zu dem die vorbereitenden Arbeiten nunmehr zu Ende gehen. Ter Zusammenbruch der Niederdeutschen Bank hat seiner Zeit im rheinisch-westfälischen Industrie-Revier und weit dar­über hinaus. nicht minder großes Aufsehen erregt und ebenso schwerwiegende Folgen gezeitigt, iuic ehemals der Konkurs der Leipziger Bank. Ter Direktor der Bank, O h m, hatte es ver­standen, durch Gründung von zahlreichen Filialen insgesamt waren es 29 dem Geschäftsverkehr einen außerordentlichen Umfang zu geben. Zustatten kam ihm, daß er gute Beziehungen zu dem katholischen Klerus, namentlich des Münsterlandes, unter - hielt und daher seinen Kunden gegenüber besonders vertrauens­würdig erschieu. Durch den Krach sollen über 5 0 Mill. Mark verloren gegangen sein. Tie Folge war ein gericht­liches Verfahren gegen Ohm und seine Mitschuldigen. Es stellte sich aber heraus, daß wegen der Verschiedenheit der Straftaten in verschiedenen Prozessen verhandelt werden mußte. Die An­klage im ersten Prozeß lautete auf Tepotunterschlaguug. Er endete nach mancherlei Schwierigkeiten, die in dem Gesundheits­zustände Ohms begründet waren, mit dessen Verurteiliuig zu acht Monaten Gefängnis und 2100 Mk. Geldstrafe. Tie dies­maligen Verl>andlungen dürften sich wieder äußerst umfangreich ge­stalten, da bisher über 400 Zeugen geladen worden sind. Auch die Zahl der Sachverständigen ist außergewöhnlich groß. Tie Anklage lautet auf Betrug. Mit Ohm werden sich verschiedene Mitglieder des^ Aufsichtsrates zu veranttvorten haben.

DieSiehener Fa«ilienblStter" werden dem EAnzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ,Freistatt für den Kreis Gießen" zweimal nwcheniUch. Dir.Lan->»lrtschaf1Iichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

I Weißbrot 2 Stg. 56 Pfg., | Schwarzbrot 2Kg.48Pfg.

Export und bei den Mühlen Verwendung bietet, so mußten flch die Preise trotzdem etwas niedriger stellen. Russischer Roggen, der zu Preisen von 134137 Mark vermehrt am Markte war, wurde in stärkerem Maße nach dem Rhein gehandelt. Allerdings sollen die Qualitäten viel zu wünscheir übrig lassen, und der gegenüber deutschem Material geforderte Preisaufschlag erscheint demnach kaum gerechtfertigt. Lieferung war bei stillem Verkehr- zeitweise leicht befestigt, zum Schluß durch Abgaben gedrückt und zirka 1 Mark niedriger als vor 8 Tagen. Der Absatz von Hafer gestaltete sich bei reichlichem Angebot schleppend: Lieferung konnte sich im Einklang mit festeren La Plata-Forderungen behaupten. Futtergerste stellte sich sowohl in russischer als auch in amerikanischer Ware um 2 Mark, für entferntere Sichten um 45 Mark billiger. Mais vom La Plata fest, stordamerikanrscher dagegen etwas billiger.

Pollfleischige, auSgemästete. höchsten Schlacht- wertes im Alter von 47 Jahren ....

Die noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, fleischige, nicht ansgemästets und ältere auSgemästete............

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Aeitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe . ........

Mäßig genährte Kühe und Färsen . .' . . . K ä l b ec.

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Märkte.

Gießen, 4. Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wocbeu- marlte kostete: Butter das Pstmd 1,001.10 Mk., Hühnereier 1 Stück 911 Big., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 00 Psg., Gänseeier !St. 00 Pi., Käse das Stück 68 Pfg., Kasematte 2 Stück 56 Pfg., Tauben pr Br. 0,801,00 Alk., Hühner pr. St. 1,001,60 Mr., Halmen in-. Stück 1,502,50 Alk., Enten pr. St. 2,003,00 Mk., Gänse das Pfd. 7080 Pfg Ocksenfleisch pr. Psd. 92100 Pfg., illindfleisch pr. Pfund 9094 Pfg., Kuhfleisch 80 Psg Schweine- lei sch pr. Pfund 90110 Psg^ Kalbfleisch pr. Pfd. 9296 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 7090 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Mk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwiebeln ver Ztr. 6,008,00 Mk., Milch das Liter 22 Psg^ Nüsse 100 Stück 5060 Pfg., per Ztr. 000 SD1L, Birnen das Pfund 10 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 15 .Mk, Mattheit von 8 bis 2 Uhr. z

F.C. Wiesbaden. Biehh ok-M ar k tbericht vom 3. ^ebr. Auftrieb: Rinder 67 lOchssn 31, Bullen 0, Kühe 36), Kälber 25, Schafe 2?, Schweins 272.

Matttvettaui: Im allgemeinen rtihiges Geschäft, bei Großvieh aeriuaer Ueberstand, bei Schweinen und Kleinvieh geräumt.

9 Preise für 100 Pfd.

Lebend- Schlacht-

Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten Mark per 1000 kg wie folgt: Roggen

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Pollfleischige Schweine von 80100 kg Lebend­gewicht .............. 62V,»63

Pollsteischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 60/2-61

Pollsteischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht ..............6364/,

Pollsteischige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht ..............60*/2-00

Verwundetentransport obliegen wird, ist für 'uns in .Hessen umso < mehr eine unabweisbare Notwendigkeit, weil die finanzielle Lei- tungsfähigkeit des Roten Kreuzes in unserem Lande sich keineswegs 1 aus der wünschenswerten Hülfe befindet. Man sieht, es ist noch Großes zu tun, wenn unser hessischer Landesverein vom Roten Kreuz im Falle eines durchaus nicht unmöglichen Krieges mit Ehren bestehen soll und es tut dringend not, daß alle Schichten der Be­völkerung mehr als seither ilfr Interesse und tatkräftige Unter - tützung diesem Gebiete zuwenden. Man sollte denken, es könne nicht chwer fallen, der Sache des Roten Kreuzes ein Opfer zu bringen, da doch seine Arbeit vor allem den Hesseusölfnen zugut kommt.

Tie Friedensarbeit des Roten Kreuzes besteht in der Vor­bereitung zum Krieg. Für diese Arbeit liegt ein großzügiger, bis in5 einzelne ausgearbeiteter Mobilmvchuiigsplan vor. Nach den Besttmmungen dieses Planes luiti) z. B. der hessische Landes verein int Kriegsfall 14 Vereinslazarette errichten und zwar 7 in Darmstadt und 7 draußen im Land. Auch ist zu hoffen, das; die hervorragenden personellen Kräfte und die nuiltergültigen Ein­richtungen der Gießener Kliniken für das Rote Kreuz nutzbar ge­macht werden können. Verhandliuigen über dort einzurichtende Vereinslazarette sind dem Abschluß nahe. Außer den Lazaretten werden, wie schon erwähnt, Verband- und Erfrischungsstftlen eingerichtet werden, für deren Leitung es hervorragender tüchtiger Oberschwestern und Hausfrauen (als.Vorsteherinnen der Küchel bedarf. Ferner sollen an 16 Orten sog. Empfangs stell en organi­siert werden, an denen die Empfangnahme der mit den Bahnen oder Schiffen ankommenden Verwundeten stattfinden wird, die von hier aus durch Mitglieder der Sanitätskolonnen nach den Lazaretten zu verbringen sind. Tie Zahl der Sanitätskolonnen in Hessen betrug Ende 1912 30, mit etwa 1500 ausgebildeten Mitgliedern. Diese müssen militärfrei sein oder dem Landsturm angehören. Eine Sanitätskolonne soll mindestens 30 Manu stark sein, weil erfahrungsgemäß im Ernstfall viele versagen. Von den besteheüden Kokonnen entfallen 15 auf Starkenburg, 3 aus Oberhessen und 12 auf Rheinhessen: viele von ihnen versehen auch den lokalen Rettungsdienst im Frieden und sind insgesamt auf diesem Gttäet bereits in 8500 Fällen tätig' geworden.

Tie Schwierigkeiten, Helferinnen in so großer Zahl auszu­bilden, wie der Hessische Landesverein voM Roten Kreuz sie braucht, l>at hauptsächlich ihren Grund in dem Mangel an Gelegenheit zu praktischer Tätigkeit iip einem Krankenhaus. Sie sind naturgemäß an kleinen Orten größer als in Städten, aber nicht imüberwindlich.

Es bleibt also noch reichlich viel zu tun in der Sache des Roten Kreuzes, das die Samariterliebe auf seine Fahne geschrieben hat und dem jeder deutsche Patriot und teviotin gern und opfer­freudig nach Kraft und Können sich^^Zmen sollte.

Möchten auch diese Zeilen dazu betragen, recht viele Herzen für die edlen Llufgaben des Roten Kreuzes zu erwärmen und ihm recht viele neue Mitglieder zuführen. Nicht unerwähnt bleibe, daß sich Generalleutnant Korwan in Darmstadt bereit erklärt hat, überall, loo es gewünscht wird, bei Gründung oder bei dem weiteren Ausbau von Zweigvereinen des Roten Kreuzes durch Rat nnb Tat mitzuhelfen. Mögen recht viele Gemeinden unseres Landes von bi eiern Anerbieten recht ausgiebigen Gebrauch machen.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Cberhefien

Cng!cmdb Lebenzmitteleinsuhr.

Vor hundert Jahren, in den Kämpfen mit Napoleon, stand England wiederholt unter dem Druck von Getreidc- mange't und Teuerungspreisen. Nach der Auffassung .neuerer englischer Geschichtsschreiber (Holland Rose 11. a.> würde England zur Uebergabe genötigt und zur Unter­werfung gezwungen worden sein, wenn Napoleon nament­lich während des kritischen Winters von 1810 zu 1811 die Getreideausfuhr voln Festtande zunächst von Danzig und Riga nach England verboten hätte. Napoleon war in der Lage, die Getreideausfuhr nach England abzuschneiden, er .hätte in England Panitpreise, Wirren und Unruhen Hervor­rufen, das frauzosenfeindliche Ministerium stürzen und den auch von ihm ersehnten Frieden Herstellen tonnen. Allein Napoleon sah immer nur Englands Schiffahrt, Handel und Reichtum, er bekämpfte diese wichtigen, aber nicht einzigen Machtfaktoren Englands und erleichterte .dckbei die Getreideausfuhr nach England in der kurzsichtigen Annahme, Englands Reichtum werde nachhaltig durch Ge­treidekäufe zu hohen Preisen geschädigt werden.

Seither ist Englands Abhängigkeit vom Auslande in «Bezug auf die Volksernährung gewachsen und zwar in Jben letzten Jahren noch rascher als vordem. Englands Ein- ^fuhr stellte sich im Jah^e 1912 auf nahezu 15 000 Millionen Mark. Davon entfielen nach Abzug der Wiederausfuhr iMchözu 5000 Millionen Mart auf Lebensmittel und Ge- - tränte. England bezog 1912 vom Auslande für 1770 Mill. Mark Ok treibe und Mehl, für 980 Mill. Mart Fleisch und für 2740 Mill. Mark andere Nahrungsmittel und Getränke, alles in allem demnach für 110 Mart auf den Kopf der Bevölkerung.

Als man sich in England entschloß, im Interesse der Industrie und ihrer Arbeiter für möglichst billige Lebens­mittelpreise zu sorgen und die Interessen der Landwirt­schaft zurückzustellen, sah man nicht voraus, in welch hohem Grade England mit seiner Bolksernährung vom Apslande abhängig werden würde. In den wiederholten Beratungen «über die Versorgung Englands mit Lebensmitteln im .Kriegsfall kam mau zu keinem günstigen Ergebnis. Man begnügte sich mit dem Hinweis aus die Flotte. Es sei ihre Hauptaufgabe, im Kriegsfälle alle Schisfahrtsstraßeu offen Au halten und das Land vor Aushungerung zu schützen. Wesentlich deshalb sieht man sich genötigt, immer neue Flottenverstärkungen zu bewilligen. Churchills Anspielun- gen auf Deutschland und seine Flotte sollen diesen Beweg- '.grund verschleiern. Nach dem Voranschlag für 1913 erhöhen sich Englands Ausgaben für die Flotte auf rund 950 Mill. Mark. Ein erheb­licher Teil davon würde gespart werden können, wenn die Landwirtschaft nicht vernachlässigt worden Wäre, wenn -nicht die Sorge um die Sicherung der notwendigen Lebens- mrttelzufuhren von Jahr zu Jahr zunähme.

Das Rote Rreuz.

Gießen, 5. Febr.

Mit welchem Ernst und Eifer zurzeit die Sache des Roten Kreuzes in Hessen betrieben wird, davon gab die diesjährige Hauptversammlung des Landesvereins beredtes Zeugnis. Die interessante Berichterstattung des Präsidenten des Landesvercins, Generalleutnant Korwan, gab ein anschauliches Bild der Tätig­keit deS Roten Kreuzes in Hessen, ließ aber auch erkennen, ivicviel noch nachzuholen ist, um den gewaltigen Anforderungen, die im Falle eines Krieges an die Tätigkeit des Vereins gestellt werden müssen, einigermaßen gerecht zu werden. Daß die Arbeit des Raten Kreuzes imErnstfall" vornehmlich in Transport, Unterbringung und einer geordneten Pflege im Felde verwun­deter Soldaten besteht, darf als allgemein bekaimt vorausgesetzt werden. Weniger bekaimt dagegen dürste es wohl sein, daß wir in Hessen mit der Leistungsfähigkeit auf diesem Gebiet gegen andere Staaten zurück stehen. Zwar ist die Zahl der Bernfs- schwestern, Hilfsschwestern und Helserinnen innerhalb des mit dcm Waten Kreuz eng verbundenen Alicefrcmenvereins in den letzten Zabren erfreulich gewachsen, sie genügt aber keineswegs, um im Kriegsfall allen Anforderungen zu entsprechen. Sämtliche Be- rufsschwestern mürben voraussichtlich in einem solchen Fall Ver­wendung im Etappengebiet finden, während .die Pflegetätigkeit in der Heimat, namentlich in den Vereins- und militärischen RLservelazaretten ausschließlich den Helferinnen zufallen würde. Tie zurzcit vorhandenen Kräfte würden hierzu keineswegs aus­reichen, zumal nur ein kleiner Teil der ausgebildeten Helferinnen sich zur Verwendung imHeimatsgebiet", d. h. außerhalb des Wohnorts, zur Verfügung gestellt hat, wohl in der irrigen Mei­nung, daß unterHeimatsgebiet" ganz Teutfchland zu verstehen ist, 'während tatsächlich mit dem Wort nur Hessen bezeichnet werben sollte. Von den Ende 1912 vorhanden gerne)cnen 205 Helferinnen kommen 75 auf Darmstadt, 39 auf Mainz, 17 auj Lampertheim, 16 auf Bingen, 15 auf Offenbach, 12 auf Alzey und Umgegend - 9 auf Gießen 9 auf Friedberg, 6 ans Groß-Gerau, 3 auf Großen-Buseck usw.. Die Groß­herzogin hat den Hilfsschwestern und Helferinnen eme be)andere Diensttracht mit Brosche verliehen, die nur itn Dienst des Roten Kreuzes getragen werden dürfen.

Nach dem jetzigen Bestand an Helferinnen würde je eine 50 Betten zu versehen haben, während es im hohen Grad wun schenswert ist, daß eine Helferin nicht mehr olv 10 Betten zu versorgen hat. Es kommt hinzu, daß für die im Kriegsfall einumWben sogen. Verband und ENrifckningSstellen allein in Hessen 100 Helserimien erforderlich fein luurben, )o daß die Znht i)cr gegenwärtig ausgebildeten Helferinnen weit hinter dem Bedarf z n r Ü ck b l e i b t.

Es ist eine Ehrenpflicht des Hessenvolkes, neue Kräfte zur Aus 6Übung iin Samariterdieiist dem Roten und dem Alice- trQutniorrem zuzuführen und das so unendlich wichtige Werk der Nächstenliebe mit allen Mitteln zu unterstützen nnb zu for­dern, damit nicht, wie bei der Berichterstattung mit gutem Grmk gesagt wurde,im Falle eines Krieges die Leute nut Singern auf uns beuten". _ . .... ,

Die Ausbildung von PflegepeMnal, namentlich abci quu, von Pflegern durch die Sanitätskolonnen ldeneii tu erster £inn m

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Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 209.50

Pest April 198.10 ( 0.35), Liverpool März 167.45 ( 0.70), Chicago Mai 144.40 (+ 1.90). Roggen: Berlin Mai 174.75 ( 1.00). Hafer: Berlin Mai 173.05 (+ 0,25). Futtergerste: frei Hamburg unverzollt Südruss. schwim. 146.00 ( 2.00), Jan. 140.50 ( 5.00), Amerik. schwimm. 138.00 ( 2.00), Jan. 132.00 (- o.5O). Mais La Plata 115.00 (+ 1 50). Mixed Jan. 110.50

Getreidepreise in Mannhei m

Weizen 100 Kg. 21.2521.50 Mk.

Roggen 100 Kg. 18.25-00.00 Mk.

Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen

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