Ausgabe 
30.11.1912 Sechstes Blatt
 
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Nr. 285

Lrschrinl täglich mit Ausnahme deS Sonntag-.

TleLandwirtschaftlich«» 5dl-

wöchentlich.

fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Tomen irt den Wogen um.

Das cntrutftc Petersburg.

DieOietzener ZawillendlStter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da- Krelsklatt für den Kreil «letzen" zweimal

Muhadsäirs.

GH. Konstantinopel. November 1912.

""'sonnittaflO 11'.'. Ul,r: Ktad-rNrch- '"-Z-M->^m«tad-.

5T/8°o.

Rehmen Sie

Uglich ein Likörgläschen Dr. Hommels Haematogen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte werden gehoben. Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 1. Dezember. 1. Advent: Rotierte tut die ttircheukasse.

Gottesdienst.

In der Ztadtkirche.

Eingesandt.

(7süt Rorm und Inhalt aller unter dimer Rubrik flehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Samstag, 50. November 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UniversiiätS * 8utb* und Steindruckerei.

R. Lange. Dieben.

Redaktion, Spedition und Dnickerei: Schul- strabe 7. Expedition >u,d Verlag: e-w^bl. Redak uon. 112. Tel.-Adru AnzeigerDieben.

Lick, 29. Rov. In um'crer Stadt ist der Neubau eines Volks sckulgebäudcs eine Forderung der Zen. Tie Schul- räumc sind mit dem Rathause unter einem ^ache, |ie ent- iuteeben den Anforderungen moderner iLchulge,uiidheitso,lege ichon längst nicht mehr und haben auch sonst für einen geregelten -chu - betrieb große Nachteile. Ter Plan, eine moderne Volksschule in erbauen, wie sie heute falt tedes kleine Don in Lberheneu besitzen sich zur Ehre anrechnet. Ttnbet tn unserer

lässiges s Fabrik

Auszeichnung«11 lange Katalog - »Kaufzwang jeder«1 ich Hol1

gemeinde. Anmeldung vorher bet dem Plärrer ,eder Gemeinde

LLS fonrumierten männlich«

Jugend bet Lukasgememde im Lulasiaale.

Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im JohanneSfaal.

SDhltmodj, den 4. Dezember, abends 8 Uhr. Bibelstunde u» i2>° EleichniSreden^JÄm) ^, ^ | zh ° Im - r.

Freitag, den 6 Dezember, abends '/ 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgememde im ^^Mchstkünstigeu Sonntag, den 8. Dezember, als am 2. Advent, findet im Abendgottesdienst Leichte und heiliges Abendmahl lur die Lukasgememde statt, wozu besonders auch die konfirmierte 'umtitb eingcladeu wird. Anmelduugeii dazu iverdeu vorherstm P'arrbause' "iebigslraße 56, erbeten. Tie AbendmahlSieier bet I7haEsge.n!inde findet am 3. Advent, ebenfalls nn Abend- A o 11 c äbic nf t, f! n j t i g e n Sonntag, den 8. Dezember, wird die all jähr- liche Kollekte für die deutschen Gemeinden in Oesterreich erhoben ,verbC£cv Wartburg-Verein (Wetzsteins, raße 38) veranstaltet jeden Sonntag abend einen Vortrag, jeden Dienstag abend eine Bibelstunde, ,eden Mittwoch abends eme Turnstunde und leben Donnerstag abend einen Lese- und Eviela^bend. . _ Q .

" gs B i b e l kr ä n z ch e n für Schuler höherer - e h i n n ft n 11 e'n findet statt im Johauncssaal, und zwar jeben Jhtt- modi um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, ;eden Canibtag inn 6 Uhr in? bi" äliere äbieum.n. Das B,b.ilr-juzch°n für. Sch ul etinm höherer Lehranstalten auS der Johannesgememde ist dienstags um 6 Uhr. __

glanz wieder "zu envachen. Aber war nur vorübergebend Bei Hose bat der roritcuronandw t>1c,chmack gcnegi und bei be i Bergnügmi ieii der Geseltsdwtt iiebt .man horf)Uen3 einmal aus einem Maskenball ein russiickws Konum, obwohl sicd doch sur

Börscn-Wochcnbcrtcht.

Frankfurt a. M., 29. Rov.

Tie voliti sche Lage hat eine wesentliche En t, van n- n n gVriahrcn. Tie Zurückweisung alarmierender Meldungen durch bkSneh Stellen tat einer ruhigeren «uffanuns ber tage den B-den geebnet und die Kriegsiurcht etroaä beledigt. Nach nervösen Zuckungen tat sich and, tat Bor ew.eder meta bernhrgl. immerhin beobachten Spekulation und Publikum noch große Zurück­haltung, da eine Klärung der politischen Verhältnisse, bcionder^ eine Liauidiemng der Balkansragen noch geraume Zeit dauern wird. Wenn das Geschäft zeitweise lebhafteren Charakter trug, jo war dies der U 11 i m o r c g u 11 c r u n g Zuzuschrerben. Aw aelickts der hohen Geldsätze -- Ultimogeld sollte sich aur 6°/o i und darüber begegnete das Scknebungsgcschalt riafeiten Vielfach hatte man es vorgezogen, die Positionen zu lösens als sie in Unsicherheit über die Zukunst unter schweren Dmern durchzuhalten: verschiedentlich haben auch zwangsweise Glattstellungen stattgefunden. Ta das herausgettimmene . Material inbe* nur zögernder Aufnahme begegnete, schwächten sich die Nuric ab alle?dings nicht bedeutend. Anlaß zur Zurückhaltung gab auch die Versteifung der G e l dv er h a 11 n t s, e , d,e in den letzten Tagen weitere erhebliche Fort,ckwittt machte. Cb» wohl der Privatdiskont, soweitkurze Wech'el in .nage komwen norübnaebenb die Höhe der oniziellen Bankrate erreichte, will die Reiclisbank dock, um die llnsickterheit nickt zu erhöhen, von einer weiteren Tiskonterhöhung vorerst absehen, zumal.nach Er- lediaung des Monatsschlusses der Privatdiskontsatz Nachlassen wird. MÜr die Weiterentwickelung am Geldmarkt wird der Unnang bir amerikanischen Goldnachfrage in London von ausschlaggeben­der Bedeutung sein. Zn N e w Y o r k herrscht eine ausgesprochene Geldanspannung. Ter Satz für tägliches Geld bat dort voruber- aebend bi-^ zu 126n angezogeii, was daraus zuruckzutuhren ist, daß in Amerika die Wirkungen der Geldverhaltnme tur die Ernten durch den jetzigen wirtschaftlichen Aussckwung sich Der- icr.ärit haben. Vorgänge wirtschaftlicher Natur traten wie­der. start in den Vintergrund. Immerhin überwiegt trotz.der , sich mehrenden Berichte über Stockungen doch «ne »uoerH^ t*c

Auffassung, wenn auch die Einwirkung der gunittgm Berichte durci' die ülageu über die schweren Schädigungen des ^agen

, nangcld im Eifciibahnvcrkehr beschränkt wurde. Tas Kursniveau i Lt sich auf allen Gebieten gesenkt: größere Etnbutzcn haben i jebod) nur einzelne Industriepapiere zu verzeichnen, schwach aaen heimische Anleihen im Zusammenhang mit der Geldver- uuerung. Von fremden Renten bltebnt -türken iw Gegensatz zu den sonstigen Balkanwerten gut behauptet. Privat-Diskont

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Qualität^ ^tbe I I

Uatholifche Gemeinde.

OiotiesölenfL Samstag, ben 30. November:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit Z'onntaa"?e " 1. Dezember, 1. A d v e n t s - S o n n t a g' Vormittags' von 6'/, Uhr^an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

nm 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

r um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

4/ , Verlammluna der Iungfrauen-NongreganotK um 5V.Uta: Ctailienletae; darau, Andacht.

Freitag vormittag um 7'/, Uhr ist ^egenSmesse. ____,

oihenha 5 Uhr: Pfarrer v. Schlosser. . ,

'Montag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matlhau^ememde.

Donnerstag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr, im Markus aal-- »-bei ft u u d e. (Brief an die Vb^hpver.)@

Nächstküniligen Sonntag, als am 2. Advent, ^'fdet Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgotlesdienst lur d,e Markus- oemcinde statt, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend ein- geladen wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeher Gemeinde crbesic Slb-ndmaWI-i« für di- Ma,t!>a»-a-m-ind- wird am 3. Advent im Abendgottesdienst gehalten, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend cingeladen wird.

3n der 3ohannestir<he.

Vormittags 9'/. Uhr: Pfarrer Becktolshe»m e r.

Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- uud Johannes« gemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer ieder "Äfiäui'fc Uta: flintarhrd). Kit Me Wmtinbe.

B ' 1 Pfarrer Bechtol-Hetmer.

Ter frommt Muselman Idit nickt gern unter einem nichtmuwl lianischc-n vemt. Er ist gaoohut, daß die Gesetze und die oneni ( dien Einrichtimgeii seines Landes mit ben Bestimmungen dec i-grans übereinstimm en, und deshalb greift er zum Wanderstabe. I nenn der Halbmond dem Kreuze roeidxm mußte. Aus allen der I Türkei in den letzten Jahrzehnten verloren gegangenen Provinzi-n strömen unaujhörlid) Lluswanderer 'Muhadschirm nack der -tim I tem Mutterlande. Sie bringen zumeist ihr Vieh und ihr ganze:- 5>auS> und Ackergerät mit. Widere haben sich von vetzern an'Hetzen I lassen, die Heimat zu verlassen, wo es ihnen auch unter her d>riH heben L>errsck>aft gawz gut gefiel, wieder andere sind Innausgedrangt worden. Vortresilick haben das die Bulgaren in Cimtmchen ucr s anden. Wenn ein Torf die mohammedamscheii Jmanen loS lein sollte, hielten die Bulgaren nur recht viel Sckweine, und vor I fiesemunreinen" Tier wich der Rdusclmaii sofort.

Abdul Hamid war die Einwandening von Mohamme-I dauern in sein Reich nicht unangenehm, denn es ivarrn zumeist rutemehmungslustige Leute, sonst wären sie auch nicht ausg^ I , .ändert, und Tarnen aus Ländern, wo Ackerbau und Biehz.i.l'. fllj höherer Stufe standen als in der Türtei. x\e Muradsckns | n daher der eingeborenen Landbevölkerung al-? Lehrmeister > bienen. Endlich erfulrr durch sie die sehr dümie Bevölkernng des □ttcii Land,. eine 3inialjn;'. Abdul Hainid hatte einen eigenen in icdlungsausschuß eingesetzt, der sich der Muhadschirs an nehm en fvllte. Sie nmrben zwar nack ihrer Ankunft im hiesigen Haien iiiterftützt und mit der landesüblichen Langsamkeit schlietzlick ins -nnere befördert, wo ihnen Ländereien angcnnefen wurden, bann cber kümmerte fick niemand mehr um sie. Ihnen ,ehlte eS an iIlern- an Nab5 >,gsmitteln, an Saatgetrcibc, an Vieh und Bserk- Kugcn, und viä. haben die ersten Jahre, in ihrer neuen Heimat 3iit schrecklichen Entbehruiigen zu kämpfen gehabt. Wie viele nögen clcnb verhungert fein'

Während unter dem Ak^lutIsmus bie (Sun inberung von Muhadschirs freiwillig erfolgte, suchten die I u n g t ü r l e n sie aus politischen Gründen planmäsüg zu fördern. Ihnen hanbcltc c« sich unt Heranziehung der Molsammedaner aus den^beiiachbaiten Balkanstaalen, um das zahlenmäßig sehr^schwacke 2 ur Teilt um in "Mazedonien und im Epirus zu stärken. ^ie evlänntcn sehr wohl das-, die Türken beim Ueberwiegen der Ehnlten ihre Herr,chatt uvci bie genannten Sauber nicht würden behaupten können. Turck Hodsckms ließen sie deshalb die bosnischen und bulgarischen M "Ham mebancr aufhetzen, nack der Türkei aiusinuanfccrn. Biele Tolgtci. I nach her Einverleibung Bosnien s in Ceitcrretd) und bei l. rhebung Bulgariens zum Königreiche biefem State, bereuten es I aber sein bald. Sie erhielten zwar Laub, aber sonst roaro ihnen feine Unterstützung zuteil. Tie meisten sind denn auch sehr rasch in ihre alte Heimat zuriickgelehrt.^Em Bosnier, .der als bvli^i t seine Tage an den StrafeeneJcn stambul5 tv$rbnngt klagte mir einmal in annehmbarem Deutsch, das er beim Militär gelernt Ixxtte, seine Sehnsucht nach seiner alten Heimat und wie sein ganzes Streben nur darauf geridüct sei, .dorthin zurückzukehren.

Gegenwärtig wimmeln bie Hültenortc am Marmara Meer wieder von Muhadschirs. Diesmal sind sie anderer Art, als die soeben geschildertzm, sie treibt der -schrecken des Kr"ge? non ihrer Sckolle. Vor .den heranruckenden Bulgareii und erben I l at die Landbevölkerung in unbcimlidyer Angst die 6lucht ergrifsen. Mgcr noch einen Zug nach stonstantinopel, Dedeaghatsch oderi Saloniki erwisck>en konnte, suchte darauf unter zu Tonunen. Wo nur rin Fuß Platz fand, stand ein Mensch: am den PMtformen, den Wageiibäckern, ben Trittbrettern. Wie die,e überladenen Zuge I ihr ^iel erreicht haben, Ist ein Rätsel. Andere Flüchtlinge luden I re »yamilien nnb ihren Hausrat auf ihre Wagen und' Nchre i nach der Küste drauf los. In hastigem Gepränge und Ge,chiel.n auf nnergründlichen Wegen, in steter Echt vor dem treinb I Drängten lange Züge von Ochsen' und Bulwlivagen gegen ^on siantinopel. Ta auf dem Konstantinopler Master noch l-ut Gras wächst, hatten die Mulwdschirs für ihr Bich auch bald Nichts mehr zu füttern und mussten, es billig losschlagew EiN ganzes Sckiaf war schon um 15 B'aster 'iwch Nicht ^Ma^y zu haben. Muhadschirs haben uns mich d.e Cholera in Stadt clnge^steppt 3hre Niederlassungen sind richtige Seuchenherde und der Mi t dec Tiere, der durch Fußgänger ver,chlepvt Mick, hat bic all icmeinc Unsauberkeit der Straßen nock vergropert.

Jetzt werden die Muhadschirs nack, .Meinaben überführt wo sie wahrscheinlich eine zweite Heimat Tinbcn merben. Fallt bie alte den Bulgaren zu, kehren die meisten fickterlich nicht mehr zurück. >00 Muljadschirs, bic glücklich hier angenommen waren und am 12. bs. Mls. auf ein Segelschiff verladen nm-rden, um nach Klein- aiien Übergesetzt zu werden, ertranken weil das SckM^m^ellm. drecker des Haiens von Haidar-Pa,cha zer,ckellte. alle ..<uhab,dnrd

Sechstes Blatt 1<>2. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

V. G. St. Petersburg, int November.

«irts Teter der Große den Plan faßte, sick einGuckloch "ack , Europa- zu schasfeit, wollte er nut voller blickt eine moderne Stabt gründen und von allem Anbeginn an Izatte Petersourg tinm Suropaifdert Anstrich. Di,e alten, reichen Boiarenfann-

anifA,./ iBcter->burg) blieb ihnen verhatzt ^royoem war uil -WLZWM- MM-MM unb grin bau halb nut E OeviCie^^ nic

lchastlicken Lebens ub ;V^(crC]i Pürgerstand bat Petersburg beten lantn - ^ne ^nnie _ verhältnismäßig

eigentlich auch heute ixott) nirn .ft Qud) flcinc Mann, m

^artnih"c,? vom Wandel b<-r Tinge nicht verichont auck der "^arrruiie seinen Dillen und ganz gegen ,eme

geblieben. (?r in ba° Fahnvasse? getrieben

Sictgung und Einfluß der Gesellschaft, der höheren

-ni,Äie Ätb tar ®Ät"ine. der er leinen Widerstand cntgfgcnjufcv.cn vermochte Petersburger Blätter bewegliche

Seit Jahre W ohne zu bedenken,

Klagen ubc bu ^JX^tgcmadit und ihn mittelbar ober un- ba.Ü he selbst den m^cemberül)TUtc Buttcrwock>f, bie früher

mittelbar geförder M ^ mn meisten miebcripicgeltc, hat tn btrn ben rni,chiN -olt g ß Ursprünglichkeit cingebuRt,

d?/BUaaa ' dc?Fcstvlatz, ist zu einem Zerrbild geworden, der ^Wnmarft bat fick zu einer Art Trödelmarkt umgciuanbclt unb sribst das Okwbcriest, das größte Fest der orthoboren stucke

Jittnia mehr von seinem Trüberen Sauber. Mauer Mäander M hatte bet den Hoffesten die russische Tracht wieder rinÄ, unb ä schien bei den Bällen der alte Bowren- zu

Stadtvertretung Gegner,'ckait, weit man den Steuerzahlarn knus neuen Lasten aufbürden will. Auster emem neuen Bolkchckaü l au könnte hier nocki gar vieles für das Gemein!«iX'hl gudxiftat werben ohne dafür die Steuerzahler her Anziehen, wenn man sich entschließen würde, den sogmannten Crt«bÄrgernutzen a b z u s ck) affen, dessen Aus'ckutlung hck burch nichG mflr i crfiticrtigcn läßt. Jeder Ortsbürger t-rhalt nämUck ^lhahri'ck feinen Anteil an dem Betrage von 11900 Mk., ber einen et des Erlöses bei Erträgnisse des stadtuchcn Dalbes ausmackU^ uUr;eit erhält icber Lrtsbürger im Jahr 2stbl Mk. aus der L labt kaffe auSgezahlt, io daß fick dadurch Verzinsung des Fin'ii.i..<i,'ivc-> von 8 Proz ergibt. Würde bie,c Psrunbe durch isememäbefckluß abgeschasstwozu die ^m«ind«^retnn^ zweifellos das Reckt hat - ,o waren jabrlrd) bic,c 11 (MK) au. als freies Geld vorhanden, mit dem man ein SMital üon rum 20 000 Mk. verzinsen und tagen lonnic. Dann hatte man öielb zu einem neuen Volks,chnlgcbände stnd auch für andere Jwecke.

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yO,Du fröhliche,^ "o'Du selige....."

so tönt es jetzt aus jedem Hause, be­sonders aber aus solchen, wo Kasseler Hafer-Kakao (Nurecht in blauen Kartons für 1 bL, niemals lose!) das tägliche Getränk ist, denn

Alt* und Jung

fühlt sich dort immer frisch und munter.

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Frauen" und Mädchen nichts Reizvolleres denken laßt. . «uch das Weihnachtsfest wurde früher in russischer Seite gneiert- man zog in einer gewissen Kainevalsausgelastenbeit verwnmm durch die Straßen, man sang die Wahriagelieber und die mngru Mädchen befragten das CriM Davon nnbet man Temc ^Jur mehr in Petersburg. Ter beut,die Weichhnachtsbaum bürqert fick immer mehr in nifiifdten Jamilicn cm, wenn er auck nickst viel mehr als ein Dekorationsstück ist unb die Alle Poesie des Festes dem Ruffen fremd blc.bi. Auch der Weihnachtstisch und bas S-dx-nken führen ,'ick rin, das Schenken, das ,on,t ausicklie,!- lick als Cftcriitic galt Und bemgemätz nehmen auck bic Ans agen in den Schaufenstern um diese Zeit einen deulsckweihnachtliche i5 ha ratter an, der von Jahr zu Jahr mehr tn die ^Meinung tritt. Tas zwingt derNowoje Wremia" folgenden Herzens erguß ab:In den Päckchen, >i"whe die stüufer aus ben ^äder nick Hause tragen, l finben 'ick ineist Gegenstände d^ut,ck^ llriprungs. Tas gilt besonders lür alle billigen -Dutzendwaren. Tie Kinder erstehen ans dem Weichhnachtsniarkt Baumtchmua ihnen vordem völlig unbekannt nnb Spielzeug deutscher rr venienz: bic Bilderchen, bic fic tn den TabaNadm oder sonstwo als Zugabe erhalten, und bemühe (vaonfate ®«tn man eine Schraube, eine >L immer, eine .oade, ein -Wener oder ^gend cm Handwerksgerät kaust, so kann man ,icker fein, bafe man baDc

I die deutsch.' Industrie unterstützt. Alle Rahmen- und dilderlnsten ( sind de ul ick en Ursprungs, von all ben ^urusgegenstanben i ,

I unicrcn Wohnnngeii gar nicht zu reden. ?(lle eubiita o Halter, mit dem bic Abe Schützen Rutzlandö schreiben, alle Jcrmalc unb Lineale, alle Bleistifte und Griffel ftammen au^ 2,eutidp land. In den Läden mit odjularnfeln nnb alle ^chrmittcl, Briefbogen, Albums, .Kinderbücher, Produkte deut,cher Arbeit. Be­itritt man eine ftunfthanblung, so siebt man mit scannen, datz alle Stick e, Vorlagen, Gravüren, Bild r, das Papier, - ravven, Pinsel unb Farben deutsch sind, baß alles deni,chen Text deu^ckc Firmen answcist, alles deufchem, Gechmack und deut,cher Autz

I faffung entspricht. Deutschland lührt Memn lioncn von Aw I jicktsposlkarien bet uns ein. Ein dcut'cker >rim,tlcr hat. eme Reihe von guten Ansichten aus Kleinrußland gezeichnet, wakrend kern Meiisck bei uns auf einen ähnlichen Gedankm vernllen M

Tcutsche Firmen stellen russische .stunstler an, "Nt Zeichnungen rn^ russischen Stil anfertigen zu Ionen. Und mir bezahlen das allc

; Aber wenn die Aeußerlichkeiten and, eine beredte Sprache sprechen, es sind doch immer nur Aeußerlichkeiten. Diri schtverer wiegt es, daß man in dieser zaiucken Rciidenz ,o S«r nichts von einem natwnalrussischen Gedanken veripurt, der "t diesen Tag . da bas Schicksal des Erbfeindes der «?thodoxen Kirche nuf bc>n Spiel stand, mit elementarer Wucht hätte ermuhen müsse«. - lieber Himmel, es herrscht eine papierne Kriegs,tlinmnng m Pcier. turg. dir lediglich in den -patten der Zettnngen ,UM Antan ckc kommt. Als sick bie Nachricht hier verbreitete, daß der "e e Zar von Bickgarien sick den Weg zur Hagia Sophia bahnen und den Traum verwirklichen wollte, der ^sahrhunberte lunburd) der Traum des großen rechtgläubigen Rußlands mar, tur .den auch her stumpfsiniiigsle Mnsckik freudig in ben Kamp, gczogeii mare 7^ hätte da das nationale Ehrgefühl iiidt mächtige Wogen schlagen, hätte nickt wenigstens, die'Jugend ein lautes Wort,prccken I Müssen zum Zeichen datt'ir, daN IN ihr noch der ^iNii der Bater lebendig ist! Nickis non alledem Petersburg lebt utid genretz unb schwelgt in ben WiNtersfveuden, bic esttck

traurigen .«.sriegsjahr nicht hat üfiTummern luHm. ^ic l1 _> JJMi ligE?Flaschen Chamvagner, mit denen bie «eie ver­

gangenen Jahre den,bisl,engen Rekord gconidft hat, werden auch in diriein Winter erreicht werden. Unb bie Pctersburgcr Iuwmd ist vielleicht der traurigste Repräsenlant der cmri'Nten Niwatzai t