Ausgabe 
30.3.1912 Viertes Blatt
 
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Nr II

uur inr dringende Fiil'a sicher an/inln-iiiem:

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l>r. Plocb, Asterweg 34. Dr. Schliephake, GoetLchtr. 11

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

März

Wett«

1912

28. bis 29.

März

C.

28.

29.

V<AW<M

Nr 6 8 10

6 8 10 ipf.^asöiüc

SSwiSto oöcr Don biefcm bcn äebörbcn °o.. durch Die Sluttaten von Sbantin» b«.

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abgclehnt.

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NW WSW

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Hannover, 29. März. Zur Förderung der Militär- uftfchi, fahrt bewilligten die städtischen Kollegien einstim­mig 21 000 Mark.

züchter, ein Antrag der Abgg Mollhan und Äenossen und ein Antrag der Abgg. Best und Genossen zu diesem Gesetz werden

hat Gurchard bisher nicht weniger als 1200 Briese über das ver­mutliche Versteck der Automobilbanditen erhalten: die darin ge­machten Angaben erwiesen sich icdoch durchweg als wertlos. Die

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Luftjchiffahrt.

Karlsruhe, 28. März. Ter Stadtrat hat beim Bürger ansschuß beantragt, dem Kartell der südwestdeutschcn Lustfahr- vcretiie zur Beranitaltung des Zuvcrlässiglettsilugcs am Ebcrrljcm im Mai mit Karlsruhe als Etappcnstation einen Kostenbcitrag von 10 000 Mark zu leisten.

Die Banfrauber im Automobil.

Paris, 29. März. Der Leiter der Sichcrheitsbehörde, Guichard, ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Automobil­banditen in Paris Unterschlug gesunden haben und nur auf eine Gelegenheit warten, um mit dem geraubten Gelbe ins Ausland zu flüchten. Man vermutet, daß sie hier mehrere Mithelferinnen haben, die sie mit Lebensmitteln versorgen. Infolge der von der Soeiete Generale ausgeschriebenen Belohnung von 100 000 Fr.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- (hafte 7. Expedition in ,: e^51. Redaktion:^GAllL. Tel.-AdruAnzeigert-uepen»

Samstag, 50. März 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schen Universität« - Buch- und Sieindruckerei.

üt Lange, Ließen.

Magdeburg, 29. März. Die Handelskammer fordert in einem Ausruf an die Kausmannsckiast zu einer Geldersammlung ür den Anlauf eines Flugzeuges auf, das dem 4. Armee­korps zur Verfügung gestellt werden soll. Tie vorgestern aufgelegte Liste ergab 15 000 Mark. Weitere namhafte Beträge wurden in Aussicht gestellt.

von fünf Jahren. '

Auf Antrag des Abg. Korell Angenrod wird folgender Zusatz ausgenommen:In Bezug aus die Ausführung der vom

anfialtctc Umfrage festgestellt wurde, hat der Verkauf von Re­volvern seit vier Tagen um das Vierfache zugenommen.

Nr 3% *5

Preis 3% 4 5 Pf. d.St.

Sport.

Fußball Die Spiele um die Hessische Kreis- meisterschaft sind nunmehr beendet und haben den Sieg des Vereins für Bewegungsspiele Gießen gebracht. Von den 12 Vcrbandsspiclcn gewannen die Bewegungsspiele! 8, zwei endeten unentschieden und in zwei Spielen unterlagen sie, so daß sie mit 18 Punkten die Hessische Kreismeisterschait errangen, wäh­rend die anderen aussichtsreichen Vereine, dec Kasseler F. V. e. V. und der Gießener Sportverein von 1900 es auf 15 Punkte brachten. Tas beste Resultat, das der V. f. B-'erzielte, war sein Sieg über Kassel. F. V in Kassel mit 41, wahrend das schlechteste die Niederlage gegen denselben Verein in Gießen mit 31 war.

Die nach- App'In »ind am Sonntag, 31. März 11)12, «teilenden £*Viz_lv iou 1. L.h lu.ltaz um i - i :i

t>crinifcbtcs.

_* Ein feines 8 a n f b fl u S. T ic kürzlich zur Ucl eriva img anrüchiger Bankiers und bedenklicher Baukiuuitiue eiitdjtctc . c Abteilung der Pariser Staat-Zauivallscha't ist nun r.un.i: t Male in Wirksamkeit getreten. Auf Mre Peraulassuug wurde geei, eine uot einigen Monaten unter de u Namen ,i'i-du tllrgenii gegriindcle Hypotl, ! ibank, ivelche versucht halte, Cbl-aat. v e i , Betrage von 10 -l'.iUionen au.'zugeben, die firofrecbtlid-c llntri- slichlmg cingeleitet. Tie in Paris und in der Provinz l ereil' gc- zeichneten Beträge von 400000 Frone) winden mit Beschlag beleg, (Fine in der Bank vorgenommene Durchsuchung ergab, bau u dem angeblichen Aktienkapital von . Millionen Franken nur 000 Franken vorhanden ivaren. Ter Tirektor der Bank hat di?

Flucht ergriffen.

r . duukt 2 der Tagesordnung ist die Regierungsvorlage, ®c- lebcntrourf die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh betreffend.

.., 1 und 2 werden nach kurzen Aussprachen Über Not-

schlachtungcn angenommen

.. L,?* -otffet sagt, daß keine Entschädigung gewährt

k * otUv -lr^c' ^lc mit Maul- und Klauenseuche behaftet in Das Landesgebiet eingeführt worden sind. Hierzu liegt ein Antrag vor, der folgende Fassung der Ziffer 3 vorschlägt,für 4.icre, die innerhalb einer Frist von 14 Tagen vor der Fest Heilung der -Leuche in das Landesgebiet eingcführt worden sind, trenn nicht der Beweis erbracht wird, daß ihre Ansteckung erst "ach der Einführung in das Landesgebiet erfolgt ist."

Hierüber kommt es zu einer Aussprache, in der die Abgg Sncibenbad) (Bbd), Tr. Stephan Natl.) und Fenchel (Bbd.) zu mC"rtiC,9cnc ^^lohrungen wiedergeben.

Geheimrat Tr. Lorenz macht sachliche Ausführungen über bic Art der Krankl-eit.

_ Abg. F enchel (Bbd.) behauptet, daß das Gesetz insofern eine .auswelse, daß Entschädigungen nur gewahrt werden, tvenn rea)t}ciiig eine Anzeige des Ausbruches der .Krankheit erfolgt sei Es gäbe aber Viehhalter, bei denen noch nie Maul- und Klauen |cud)c ailsgebrocheti sei, und die deshalb gar nicht feststellen konnten, ob es sich um diese Seuche überbauet handele. Sogar Tierärzte leien nuyt immer in der Lage, sofort die Krankheit zu erkennen

Geheimrat Tr. Lorenz: Ein Viehhalter, der Maul- und Klauenseuche nicht erkennen könne, sei ein schlechter Viehbesitzer. Bestreiten muß er es aber entschieden, daß selbst ein Tierarzt diese Krankheit nicht feststen en könne.

Die Abg. Korcll-Angcnrod und Wolf-Stadecken (Bbd) Bitten den veränderten Zusatz Lutz anzunehmen.

5 dieses Artikels lautet:Keine Entschädigung wird gewahrt Tür Tiere, die vor erstatteter Anzeige vom Ausbruch der -Äcndje oder von Scuchenverdacht ober innerhalb 24 Stunden nach biciem Zeitpunkt verendet sind". Abg. Bnsold bat folgenden Zusatz beantragt:... es sei denn daß der Besitzer oder dec nach Art. 4 Äb>. 1 sonst noch Verpflichtete durch einen außerhalb ihrer Person oder ihres Willens liegenden Grund an der Anzeige gehindert werden."

Dieser Zusatz wird abgelehnt, der Zusatz Lutz dagegen an­genommen.

Tie Art. 4 bis einschl 8 werden glatt angenommen.

Zu Artikel 9 liegen Anträge Bnsold und Leun vor, die nur rcbaltionclle Aenöccungcn fordern Hierzu sprechen noch die Abg. Fenckil, Dorsch, Lutz, «eiißselder (Bbd und Tr. Boxheimer (Ztr.). Tie beiden Anträge Leun und Ausold werden zurückgezogen.

Ter Artikel wird daraufhin angenommen, ebenso der Schluß- arlifcl 10.

Schluß der Sitzung 7.12 Uhr Fortsetzung etwa vier Wochen nach Ostern.

S täd t.Poly tech n.Leh ra nsia St,

»Abteilungen für Maschinenbau. FVqpdh phJ fa-

Beginn derSemester Anr ! u. Oktober *

Märkte.

Gießen, 30. M rz. ? nrftberidi*. ?(uf heutigem .o.,- markte kostete Butler da) Pfund 1,351.45 vnhncrciec 1 Stück 78 P'i., 8 Stiick 00 Pfg., Euteueier das Stück 010 Pich., ttäle das Stück cs \jg., liäfematte 2 Stück bb ch.

L ahnen pr. ctud u,so1,R<) ar., v ute > pr. St. J.HOt,202'a., Gänse da4 Pfd 75-80 Pig., Ocbsen'leij b pr. Psd. t-896 - ch'mdfleisch pr. Pfand 6486 Pfg., Kuwleifch 70 Pfg Schweme- I-cisch pr. Piund 7090 V rgN iialbf!ci|rt> i>r. Pib. 86-0 . . vamiuelfleiscy pr. Pid. 70 'ju Psg Kartoffeln pr. luu v >)

bis lu.Ou Atk., Weißkraut baS<tuct 15 bis Pfg., Zwiebeln vec »Ur. 12,0015,00 Ack.. illiLl) das Liier 22 Aepiel per Ztr. 15 bid 20 Ack., Stusse 100 Stück 5000 Pfg., per '.tr. 0uq Wit, Birnen das Pfund 2025 P,g. Marktzeit von 82 nur.

Höchste Temperatur am

Niedrigste ,

Niederschlag: 0,2 mm.

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6 5-il

hessische Zweite Kammer.

bs. Darmstadt, 29. März. Q9^fL$räfibnt Korell-Angenrod eröffnet die Sitzung um vz6ö ul)r.

Punkt 1 der Tagesordnung bildet die Regierungsvorlage, bc- treffenb ^esetzentwur, über die Ausführung des Reick^sviehseuchen gesetzes vorn 26. ^uni 1909.

Nachdem die Hauptdebatte darüber bereits gestern stattfand, rann^bcutc gleich m die Einzelberatung eingetreten werden

?tCe Einschließlich 5». werden angenommen.

ar en ( k obliegt ein Antrag Busold vor, der für diesen Artikel solgende .vassiing vorschlägi:Ist im Einzelfall eine Bc fangeiiheit der Schätzer zu befürchten, ober gibt das Schätzung^ ergebnis zu Bedenken Anlaß, so kann das Kreisamt bestimmen, daß andere Schätzer, namentlich solche aus anderen Gem.-indm zuzuziehen sind. Es inuß geschehen, ivenn der Besitzer des Tiereo darauf anträgt und die Mehrkosten zu tragen bereit ist."

Geheimerat Tr. Weber bittet, den Ausschußantrag anzu­nehmen. Ebenso der Abg. Reh (Fortsehr. Bp.).

. Artikel 6 wird im Sinne des Ausschiuiantrages angenommen, der Antrag Buiold abgelehnt. Ebenso wird Arl.kel 7 angenommen

Artikel 8 liegt gleichfalls ein An.rag Bnsold vor, der ausspricht, daß der Viehbesitzer, sein Vertreter ober der von dem r .Bevollmächtigte zur Sckmvung einzuladen ist.

Auch dieser Antrag findet nicht die Znstiminung des Hauses sondern es gelangt der Artikel im Sinne des Aiisschußantrage- zur Annahme.

... Die Artikel 9 unb 10 finden glatte Erledigung. Zu Ar- 11(61 11 wird ein Antrag Wols Stadecken Lutz angenommen, bei lautet:Wer nach erfolgter Aufnahme einen RindviehbZland "bu anschafft oder den zur Zeit der Aufnahme vorhandenen Rind- Viehbestand um mehr als Vs vermehrt, hat die Zahl der ,^ge­gangenen Tiere bei der Bürgermeisterei anzumelden. - Bei Vieh- Adlern werden 10 Prozent ihres Iain esumsatzes als der stir Die Berechnung des Beitrages maßgebende Viehbestand angenom­men."

Tie Artikel 12 bis einschließlich 18 werden ohne Aussprache erledigt.

Zu dem Artikel 19 liegt ein Antrag Busold und Genossen vor, der die Ucbernabmc der Kosten der Desinfektion auf die Staats­kasse oder Kreiskasse fordert.

Geheimerat Tr. Weber: Eine Annahme dieses Antrages ift für die Regierung undenkbar. Das würde die Staatslasse un­geheuer belasten.

Abg. Hauck (Bbd.). Eine Desinfektion liegt nicht nur im Interesse des Viehbesitzers, sondern vor allem auch im Interesse der Oeffentlichkeit. Tie Verhältnisse liegen ähnlich wie bei den Infektionskrankheiten der Menschen. Er stimme deshalb für den Antrag Busold.

Geheimerat Dr. Weber: Es besteht doch wohl ein gewaltiger Unterschied zwischen epidemischen Krankheiten bei Menschen und bei Tieren. Tas Interesse der Allgemeinheit ist bei Viehseuchen nicht so vorhanden.

Abg. Busold (Soz.). Tie Allgemeinheit hat sehr wohl ein Interesse daran, denn deshalb ist ja das Reichsviehfeuchengefetz geschaffen worden. Wenn die Kosten vom Staate oder von den Kreisen getragen werden, könnte man Desinfektoren anstelten, die audi verhütend tätig sind, und dadurch würden sich die Kosten allmählich verringern.

Abg. Schott (Natt.) bittet, den Antrag Busold abzulehnen.

Auch der Abg. Tr. Stephan (Natl.) schließt sich dem Ausschutzantrage an, da die Landwirtschaitskammer gleichfalls d-ese Ansicht vertrete.

Abg. Raab (Soz.) ift dafür, daß die Kosten vom Staate getragen werden. Nur die Kosten für persönliche Hilfeleistungen bei der Desinfektion konnten vom Viehbefitzer getragen werden.

Geh. Obermedizinalrat Tr. Lorenz: Tie Kosten der Ucber- wachung werden sowieso vom Staate getragen. Wenn nun aber auch noch die Kosten der Desinfektion übernommen werden wür­den, bekäme der Staat auch Rechnungen für Arbeiten, die heute ohne weiteres vom Besitzer ausgesuhrt werden

Abg. Lutz (Bbd.) bittet um Ablehnung des Antrages Busold. Die meisten Herren scheinen nicht zu wissen, worum es fjch Überhaupt handele. Hier kämen in der Hauptsache doch die Kosten für menschliche Hilfe in Betracht Tie Kosten für Tesinsektions- material selbst seien doch nur gering.

Abg. Busold (Soz.). Wir wissen sehr wohl, nm was es sich handelt. Tie Kosten für Material können unter Unip ständen recht erheblich sein.

Ter Berichterstatter Wolf- Stadecken bittet, den Antrag Bu- sold abzulehnen und den Ausschutzantrag anzunehmen. Tie Ab­stimmung entscheidet auch in diesem Sinne.

Artikel 20 und 21 werden ohne Aussprache angenommen. Zu Artikel 21 hat der Ausschuß folgende Resolution beantragt:Groß- ' herzogliche Regierung wird ersucht, die Kreisämter zu veran- I lassen, auch fernerhin die Gründung von Gemeindeviehversicherun- < gen zu fordern."

Als Artikel 22 wird folgender Antrag Wolf-Lladecken an I genommen:Vorstehendes Gesetz hat Giltigkeit auf die Tauer i

fünftes Blatt 162. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. M

tieSiebener Lamilienblätter- werden dem 111^g 8* 47 BB ZA ft A't AAt*

.Anzeiger« viermal wöchentlich beigelegt, das f Hel IliCI ZI || IBIk Xrtisblart für den Kreil Slehen" zweimal l| I V | >1 V

wöchentlich. Dierandwirtschaftlichen Seit-

w «feinen monarnd, iree.maL General-Anzeiger für Cberhesien

zur Vertilgung von Hotten und deren Brut ist

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Laut Attest des Ober-Hofmarschallamtes seit Jahren In den Hofhaltungen

Sr. Majestät des Kaisers ^0 ständig im Gebranck

Eine Königliche Schlossverwaltung schreibt:

Gern komme ich Ihrer Bitte noch, in peinlicher Bonn mein Urteil Ober Ihren Motlet.Mer obeugeben. In tchrelaegnn G^ brauch und der AbeicM. denselben bei:,.behalten, liegt > wohl die beete Empfehlung denn ,n e.n,r SMocrerurdtu^ gtot .. uw .g.te ferw.nuun.jbe u;e «reten Degen. - Hump E,elfer, l,wMenpuleer..nd weg... staub Geruch uew. nieltt überall verwendbar ~trerl.lernet ..-.«warn - Motten^...- - , e,.l.to,.denen Sebm.en auf , er .utettw lohen betAtea^

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