Preiszuerkennung wurde folgendes Pmittierverfahrrn angewandt: 1. Nährzuftand, Pflege- und Gesundheitszustand der Herde 40 Punkte. 2. Führung der Herde durch den Schäfer 20 Punkte. 3. Straffreiheit des Zch-ifers hn Hinblick auf das Felditrar- gesetz 5 Punkte. 4. Beschaffenheit und Trcnur der ^ckwter- Hunde 5 Punkte. 5. (i-esamleindruck 30 Punkte. Das P^nn ierungsergebnis war im Greife Schotten folgendes: 1r,rx<D(5^Ln Heinrich Wenzel, Michelbach 80 Punkte) 1. Preis 30 Mk.: 2. <Sck>äfer Ludwig Lauster, Sellnrod/77 Punkte, 2. Preis -O Mk : 3. Scl^ifer Hcinr. rvranl', Groß Eichen t < < Punkte! -. Preis 20 Ml i 2cf ner Aug Zimmermann, Wohnfeld ■ <‘2 Punkte, 3. Preis 10 Mk.: 5. Schäfer Kaspar Konrad, Betzenrod (ba Punkte, Anerkennung 5 Ml.: B. Schäfer Otto Rahn I, Mten» Hain (50 Punkte Anerkennung 5 Mk. Kreite Budzugen er
hielten folgende Schäfcr Preise: 1 ^ch^lln: Iohs- Michel IV „ Tauernheim r94 Punite I Preis 30 Mk.: 2 ^chaser •<Öeinricf> Treut, Glauberg 77 Punkte 2. Preis 20 Mk.: 3 Schäfer Karl Mieder It, Ranstadt 76 Punkte) 2. Preis 20 Mark: 4. Schäfer Ludwig Zinn, Selters 75 Punkte) 3. Preis 10 Mk.: 5 Schäfer Zok: vrri . D-eckmann, Bleichcnbach (66 Punkte An crkennung 5 Ml' Schäfer Friedr. Müll, Stockheim ^Punkte Anerkennung 5 Ml Tas Prämiierungsverfahren wird nicht allein zur Klärung der Verhältnisse auf dem Gebiete der Schafzucht bei tragen, sondern auch die Schäfer zur Berufstüchtigkeit und treuen Pflichterfüllung ancifern. Ter für den Erfolg der Lchaszucht ausschlaggebende Schäferstand bedarf aber auch vielerorts einer Verbesserung seiner wirtschaftlichen und sozialen Lage, wenn cs nicht dazu lamme» soll, das; die alten tüchtigen Schäfer ausfterben und ihr vollwertiger Ersatz durch die junge Generation unterbleibt.
Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung.
Um den größeren Anzeigen für die Samsiagsnummer eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein bis zwei Tage vorher z-u bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nur bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung gewährleistet werdet.
Verlag öcs Eichener Anzeigers.
~nüingjM~r~ri-uT~n - ~~......■■ — —uu» ns.
Gerichtssaal.
Wiesbaden, 30. Oft. Der Eiadtsckretär von Eltville, Philipp Mohr, ivnrde wegen Unterschlagung und Untreue, die er sich in seiner Eigenschaft als Stadtsekretär hat zn schulden fominen lassen, zn a cht 'J’lonntcn Gefängnis verurteilt. Außerdem wurde ihm die Befähigung abgesprochen, innerhalb dreier Jahre ein öffentliches Amt zn lekleideii.
vermischter.
* Bulgariens Amazonen In den Reihen der Bulgaren, die zum Kampfe gegen die Türkei ins Feld ,'ichcn, werden jetzt auch Frauen erscheinen: die Amazonen des Balkans. Am Freitag erging in Sofia ein Aufruf an alle jungen, im Jahre 1893 geborenen Leute und unter den Rekruten und Freiwilligen, die sich sofort zum Kriegsdienst stellten, befanden sich auch drei junge Mädchen und zwei Frauen. Man gab ihrem patriotischen Drängen nach, stellte sie ein, gab ihnen sofort Uniformen und als sie später durch die Straßen gingen, wurden sie der Gegenstand jubelnder Ovationen. Die fünf Amazonen tragen dieselbe Uniform wie die Soldaten: dicke Wollhosen imd die Militärjacke. Sie werden einexerziert und dann an der Seite der jungen Männer hinausziehen, um mit der Waffe in der Hand für ihr Vaterland zu kämpfen. (?)
*
* Verschnappt. Chef i aus dem Nebenzimmer'': „Herr Müller, was mackzen Sie?" — Kommis (der heimlich mit beiden Lehrlingen Skat spielt): „Ich passe."
Handel.
Der Balkankrieg und die deutsche Tabakindustrie.
Der Krieg ans dem Balkan bringt natürlich große Störungen in unsere Handelsbeziehungen zu den Balkanstaaten, und von diesen Störungen wird namentlich auch unsere Tabakindustrie, insbesondere die Zigarettenfabrikation, sowie der Rohtabakhandel getroffen. Sind doch gerade die Türkei und Griechenland die Hauptlieferanten von Rohtabak für die deutschen Zigarettenfabriken. Rohtabak führen wir außerdem, wenn auch in geringeren Mengen, aus Bulgarien, Serbien und Montenegro cm und aus der Türkei beziehen wir regelmäßig nicht unbeträchtliche Quantitäten von Zigaretten. Im Hinblick auf das durch die Tagespresse verbreitete Gerücht, die vier Balkanstaaten, welche jetzt mit der Türkei Krieg führen, hätten ein Geheimabkommen getroffen, daß sie nach Beendigung des Krieges in eine volle Zollunion cintretcn wollen, erwähnt die „Süddeutsche Tabakzeitmig", daß Deutschland mit allen diesen Staaten Zollverträge abgeschlossen hat, die mindestens noch einige Jahre lausen. Mit Griechenland haben wir schon seit langem einen Zolltarif und Aieistbegünstigungsvertrag. Mit Serbien und Bulgarien hat Deutschland Zolltarifverträge in den Jahren 1904 und 1906 abgeschlossen, die ebenso wie der aus der gleichen Zeit stammende Zolltarifvertrag mit Rumänien die Meistbegünstiaungs- Nausel enthalten. Mit Montenegro haben wir seit einigen fahren einen Meiftbegünstigungsvertrag Solange diese Verträge gelten, tverden die genannten Staaten eine eigentliche Zollunion mit einheitlichem Zolltarif nach außen und zollfreiem Verkehr untereinander nicht bilden können. Was unser zollpolitisches Perhält- Nis zur Türkei angeht, so ist es durch die bekannten Kapitulationen
I und durch unseren Handelsvertrag mit der Türkei ebenfalls auf der Grundlage der Meistbegünstigung geregelt. Auf Tripoli- | tarnen werden natürlich, nachdem es in den Besitz Italiens übergegangen ist, fortan unsere Verträge mit der Türkei keine Anwendung mehr finden.
♦
ß Zur Ermäßigung der Sp i r i t u s pr e^s e. Die Spirituszentrale hat, dem Drängen ihrer Abnehmer Folge leistend, den Preis des Spiritus um 6 Mark ermäßigt. Wenn man berücksichtigt, daß die Spiritusvreise im Laufe dieses Jahres eine zweimalige Erhöhung, einmal um 8 Mark und einmal um 6 Mark, Erfahren haben, muß die jetzige Herabsetzung als durchaus unzulänglich bezeichnet werden. \
th. Steigende Grubenholzpreise. Die bereits in den letzten Tagen abgehaltenen Rundholzversteigerungen im Walde des Regierungsbezirks Kassel hatten folgendes Ergebnis: Obcr- förfterei Giesel (.Kreis Tvulbn 12 640 Fstm. Kiefern-Grubenhölzer. Erlös bei starker Beteiligung der Käufer an dem Verstrich 9,37 bis 10,88 Mark pro Jstm. ab Wald, gegen das Vorjahr 8—12 Prozent mehr — Oberiörsterei Bracht >Kreis Marburg» 34OO Fstm. Nadelgrubenhölzer: a schwache Hölzer unter und bis 7 Zentimeter Zopsstucke 7 Mark, h1 für 7 Zentimeter-Zopsstücke 10,50 Mk., ci für Hölzer über diese Stärke 11 Mark pro Fstm. ab Wald, gegen das Vorjahr 10 Prozent durchschnittliche Erhöhung.
— Der Roß ei sc'n-Verband hat nunmehr auch den Verkauf von Luxemburger Gießerei-Roheisen ausgenommen. Die neuen Preise stellen sich auf 63 bis 65 Mk. ab Luxemburg je nach deni Verbrauchsgebiet.
Märkte.
th. Gießen, 30. Okt. Der Heu- und Strohmarkt auf Oswaldsgarlen hat sich seit voriger Woche wieder etwas belebt. In dieser Woche mürben bereits Anfuhren von sehr gutem Wiesenheu aus dem Vogelsberg glatt untergebracht und dafür 3,20 bis 3,50 Mk. für den Zentner bezahlt. Man rechnet mit einem Anziehen der Heupreise im kommenden Monat. Stroh wurde bisher nicht angeboten, es scheint hier auch kein Bedarf danach vorzuliegen.
F.C. Wiesbaden. Viebh ok-Mark tbericht oom 30. Ch. Austrieb: Rinder 105 sechsen 44, Bullen 0, Kühe Gl), Kälber 172, Schafe 104, Schweine 426.
Geschäft mittelmäßig. Preise für 100 Pfd.
Preis für 100 Pid.
Lebend- Schlacht- C cb f c n. gewicht
Pollfleischige, auSgemäftete. höchsten Schlacht- Mk. Mk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—56 94—100 Die noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 51—65 93—99 Junge, fleischige, nicht nuSgeinäftete und ältere
auSgemästete............ 46—50 85 —92
Bull en.
Vollfleischige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . 48—51 80—85 Dollfleischige, jüngere ..... 44—47 73—78
Lars en. K n h
Vollsieischige auSgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes 49—55 87—100
Vollsieischige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... . 43—46 79—85
Wenig gut entwickelte Färsen 44—48 85—92 Aeitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent-
wickelte jüngere Kühe......... 37—42 68—78
Mäßig genährte Kühe unb Färsen .... 30—35 60—70
Kätbee.
Leinste Mastkälbec 66—68 110—115
Mittlere Plast- unb beste Saugkälber .... 58—63 96-106
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 53—57 89—95 Geringere Saugkälber....... . 48—52 80—87
totf; a h.
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel 42 — 00 88—00
Schweine.
Dollfleischige Schweine von 80—100 kt? Lebendgewicht .............. 68*4-69‘/2 88—89
Dollfleischige Schweine unter 80kx Lebendgewicht 68-68*4 ‘ 87-88 Dollfleifchige Schweine von 100—120 kg Lebend
gewicht 70*4-71 88-89
Vollsieischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 69-69'4 86-87
Limbnrg a. d. Lahn, 30. Okt. Frucht markt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,50 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorlen) 17,00 Mk., Korn 13,20 Mk., Gerste: Luttergerste 11,00 Mk., Braugerste 13,50 Mk., Hafer Mk. 7.00-9,50 Mk., Erbsen 0,00 Mk. Kartoffeln 3,40 bis 4,00 Mk.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 30. Okt
Eine der schönsten und angenehmsten Straßen unserer Stadt tft unstreitig die Johannesstraße. Aber häßlicher als die älteste „Krachenburg" nimmt sich der Schuppen der ehemaligen Brauerei Friedel u. Asprion aus. Und nrdrt nur häßlich, sm,dem auch geradezu lebensgefährlich für die Vorübergehenden ist das Bauwerk. Em gewaltiger Sprung von der höchsten Spitze bis zum Boden zeigt, neben großen heruntcrge stürzten Steinen, wie nahe das fast haushohe Mauerwerk dem Einstürze ist. Es wäre wirklich höchste Zeit, daß diese Mauer aus einem so belebten Teile der Stadt entfemt würde. D.
kirchliche Nachrichten
Israelitische Religionsgemeinde^
Gottesdienst in der Synagoge ^uü-Anlaae-.
Samstag, den 2. November 1912;
Vorabend: 4.45 Uhr,
Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.15 Uhr. Jugcudgottcsdienst.
SabbatauSgang: 5.50 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast.
Sottcsöienjt.
Sabbatfeier am 2. November 1912:
Freitag abend 4.35 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-rluSgaiig 5.50 Uhr.
V ock engottesdienn ■ ""oraenS 6.45. abends 7.00.
Meteorologische Beobachtungen ver Station Sichen.
c 0
o
es
e
Wetter
39.6
41 S
-38,1
93
93
85
30
36.
31.
Okt
1912
12 0
10.0
9,8
8.5
7,4
SSW SE
8
s «X-
S C es
e&e’* COx>
10 Regen
9 Bew. Himmel
Höchste Temperatur am 29. bis 80. Oktober = - 13,8
Niedrigste „ , 29. „ 30. , = + 9,7 • 0.
Niederschlag: 4,1 mm.
Salem Aleikum
Darmstädter Schloßfreiheit-Geld-Lotteric Die 6. Reihe dieser beliebten Geld-Lotterie wird bestimmt an 15. November im städtiscl)en Saalbau in Darmstadt unter Leitunc eines Beamten der Königlich Preußischen General-Lotterie Dirck tion in Berlin gezogen. Der Hauptgewinn beträgt 20 000 Mark, bar ohne jeden Wzug, sofort zahlbar. Ganz besonders wird darauf hingewiesen, daß die Ziehung öffentlich stattsindet un) jedermann hierzu freien Eintritt I>at. (Siehe heut. Anz.) [ss31/«
Seiden-Stoffe füf beider und Blusen, in A Qo|nmnn p Pjp
— --------- schwarz und allen Farben. OdlUHIUIl Ä N6-
AifRaifoweii
hoben sich zahlreiche Fahrer gewvhnt, Mnbert« Tabletten milzunehmen. Die staubige Lust, do» rasche Almen greift die Kehle an, sie wird trotz» den, der Kats rauh und die Stimme heiser, besonders wenn man sich noch von der Fahrt erhitzt dem Zuge ausgesetzt Hot. Dann wirken ein paar Wyberl-Tobletten Wunder: wie sie im Munde zergehen, lindern sie die Keifer« keit und schaffen einen freien Kats. Der Preis ist in allen Apotheken unb Drogerien 1 Mark pro Schachtel. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Avo toetc unb Löwen Drogerie.
Wie befreitet man Kornfranck?.. Wie Kaffee und Malzkaffeel
Bei besonderen Geschmacksrichtungen
entweder, Mit einer kleinen Beimischung von Aecht Franck-Kaffeezusatz
oder 3/a „Kornfranck“ mit'/» „Aecht Franck“
«der */a ..Kornfranck“, */3 Bohnenkaffee und * 3 „Aecht Franck“.
?VeL.d‘i^Se verschiedenen Arten ausprobiert, findet leicht heraus, welches Getränk seinem Geschmack am meisten zusagt.
Milch und Zucker nimmt man nach Gewohnheit.
69


