Ausgabe 
27.11.1912 Viertes Blatt
 
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. 280 viertes Blatt

162. Jahrgang

Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntag-.

DieGletzener ZamtttenblSNer" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- Krctiblott für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Mittwoch, 27. November 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'lchen Universität« - Buch- und Steiudruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Truderet: Schuh straße 7. Ervedttton und Verlag: ">1.

Redaktion: 112. Tel.-Lldr.: 'AnzcigerGietzcn.

Mb. Deutscher Reichstag.

70. Sitzung. Dienstag, den 26. November. - Am Tische deS BundeSratS: Stommiffare.

Vizepräsident Tr. Paasche'

eröffnet um 2 Ubr 15 Minuten die erste Sitzung nach den Ferien mit folgenden Worten: Nach langer Unterbrechung unserer Arbeiten eröffne ich die heutige Sitzung, indem ich Sie kille herzlich willkommen heiße. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß das Hau« auch in dieser SitzunaSperiode, wie in der vorigeit erfolgreich und zum Wohle des Vaterlandes virken wird. (Beifall.)

Der Vizepräsident macht dann davon Mitteilung, daß morgen die Wahldeö Präsidenten stattfinden wird. Dar Andenken der in der Sonnnerpause verstorbenen Abgeordneten lS a ch m e i e r (Banernbundtz Dr. Will lZtr.-Els.), von N o r . mann (kons.) und Foerster (Soz.) ehrt daS HauS m üblicher Weife.

Darauf tritt baß HauS in die Tagesordnung ein.

Petitionen.

Eine Petition wünscht eine reich-gesetzliche Rege­lung deö JrrcnhauSwesenü. Vor allem soll die Unterbringung einer Person in eine Irrenanstalt oder ähnliche Institute nur kraft richterlicher Ermächtigung erfolgen..

Die Kommission beantragt Ucberweisung als Material.

Aba. Dr. Gerlach (Hentr.)

scheint ebenfalls eine Reform zu befürworten, bleibt aber bei der im Hause herrschenden Unruhe unverständlich.

Abg Tombrk (Pole)

trägt eine Reihe von einzelnen Fällen vor, um nachzuweisen, zu welchen Unzuträglichkeiten die gegenwärtigen Zn- ficnde auf dem Gebiete des Irrenwesens führen. ES iit höchste Zeit, bafo sich die NeichSregierung endlich dieser Materie an- nimmt

Aba. Dr. Strube kVv.)t

Eine reichsgesetzliche Regelung iit gewiß erwünscht, aber gegenüber dem Vorredner muß doch anerkannt werden, daß daß Arrrntoefcn bei unS in Deutschland io musterhaft geregelt ist, Ute man eS bei einer so schwierigeit Sache nur verlangen kann.

Abg. Ballermann (Natl.):

NamenS meiner politischen Freunde habe ich die Erklärung ebzugeben, daß wir die Notwendigkeit der reichSgesetzlichen Rege­lung beß IrrenwesenS anerkennen. Wir haben baS früher wieder- bolt durch ein sachverständiges Mitglied unserer Fraktion, dem klbg. Dr. Arning zum Auötruck gebracht. Ick möchte Sie bitten, len Antrag der Kommission, der dort einstimmig gefaßt ist, ebenso einmütig anzunehmen. (Beifall.)

Der Kommissionsantrag wird einstimmig ange­nommen.

Eine Petition fordert eine gesetzliche Regelung der Sonn­tags- und Nachtruhe im Binnenschiffahrtsge­werbe. Die Kommission beantragt Ueberweisung als Ma- terial. Das Zentrum und die Sozialdemokraten fordern Uebec- gang zur Tagesordnung.

Abg. Schumann Forkt fSoA.j

ksaründet den Antrag seiner Partei. Es liegt fein Grund zu einer gesetzlichen Regelung vor. Ter Zentralverein für Binnen­schiffahrt, der dafür eintritt, ist nur einer Minderheit der Inter- rernten; er hat deshalb die Mithilfe Unbeteiligter, der Geist- li<()cn, Staatsbeamten usw. in Anspruch genommen. Seine An- tiben sind aber durch den Beirat für Arbeiterstatistik und das

,iberische Gesundheitsamt vollständig widerlegt worden. Ten be- sikbeiiden Mißständen kann nur durch die Organisation abgebolfen herben gegenüber der r ü ck s i ch l S l o j c n Vertretung der Unternehmerinteressen.

Abg. Tr. Dahlem (3cntr.)f

ES ist zu erwarten, daß dem Hause demnächst ein Gesetz- tntivurf über die Sonntags- und Nachtruhe, der Binnenschiffer tugehen wird. ist deshalb nicht einzusehen, weshalb die Pe- 'ihon setzt noch als Material überwiesen werden soll. Ter Ge» iktzentwurf wird hoffentlich die Sonn- und Feiertage zu Ruhe- 1 täflen machen; in Notfällen, bei Hochwasser-Gefahren usw. könnten lluSnahmen eintreten. Damit wäre allen praktischen Bedürfnissen Rechnung getragen. Die Ueberweijung als Material ist daher I iberflüssig.

Abg. Vnssermnnn OicifL):

Wir sollten allerdings abwarten, bis die Frage reichSgesetzlich t-'köst. Die allgemeinen Anklagen des sozialdemokratischen ?ednerS gegen den Zentralverein für Binnen- s h i f f a h r t sind tatsächlich nicht begründet. Gewiß können über fiine Tätigkeit Meinungsverschiedenheiten bestehen, aber eS kann »Jtfi wohl nicht bestritten werden, daß er sich hervorragende^Ver- teufte um die Entwicklung des Verkehrs auf den deutschen Slrö- ren, um vernünftige Kanalverbindungen, Bekämpfung von Ab- fben und Monopolen erworben hat. Tas sollte nicht vergessen terben, und so absprechenbe Urteile sind zweifellos unberechtigt, ter Binnenschiffahrt stehen eben sehr große Schwierigkeiten ent, | Cen. lieber die Nachtruhe entscheiden im allgemeinen die Be- jt inmungen Cer Gewerbeordnung. Im wesentlichen kann es sich ur handeln um d i e Einstellung der Fahrten zu Nachtzeiten und an Feiertagen. Tann mutz bei einer geschlichen Regelung auch mit der Eigenart des Schiffahrts- betriebet auf den verschiedenen Strömen gerechnet werden; I e Verhältnisse sind durchaus nicht gkeich. so datz eine generelle Regelung für alle kaum möglich ist. Im Osten ruht die Schiff- ßhrt mouatc'ang überhaupt vollständig, im Westen kommen wieder tzinz andere und nicht weniger schwierige Verhältnisse in Be­tracht. Das Schiffahrtsgewerbe wird vielfach von Familien be­trieben, für die ein Angestelltenverhältnis nicht gegeben ist. ES Innten da leicht Scherereien und lästige Benn- tuhig ungen vorkommen. Ta ein Gesetz zu erwarten ist, er- i.rigt sich allerdings die Ueberweisung als Material.

Abg. Dr. Burkhardt (Wirtsch. Diist.) bitt gleichfalls für Uebergang zur Tagesordnung ein. Material ki in dieser Frage genügend vorhanden.

Abg. Gothein (Vv.)k

Meine politischen Freunde sind durchaus geneigt, den Binnen- !Ziffern sozial entgegenzukommen, aber chic gleichen Bcstimmun- -nl. wie sie für den Rhein angel richt sind, lasten sich nicht auf :it östlichen Wasserstraßen durchfuhren. Allzuviel Reglementre- tung auf diesem Gebiete ist nicht gut. Die beste Regelung sind ?aaifverträQc.

j»lbg. FsrHx. b. Gamv (Rv.):

Die VerHältniste auf den einzelnen Strömen sind tatsächlich o verschieden, das; eine allgemeine Regelung sehr vorsichtig an- if.aßt werden müßte. Die Ueberweisung als Material erübrigt wir sind mit Uebergang zur Tagesordnung einverstanden.

Abg. Molkenbuhr Czcw.):

TaS Verhalten des Zentralvereins ist nicht einwandfrei, schlierl.ch münen hier die Machtmittel der Organisation ein- greisen. Der Schiffer ist nicht so organisiert, daß er einen Winter- schlaf half, um bann toährcnb bc8 Sommer? b e n täglichen Schlaf entbehren zu können. (Heiterkeit.)

lieber die Petition wird zur Tagesordnung überge­gangen.

Eine weitere Petition verlangt Aeudcrung der Vorschriften der Zivilprozeßordnung über den Offenbarungseid. Die Bestimmungen gegen den Schuldner sollen verschärft werden. Tie Kommission beantragt Ueberweisnng zur Kenntnisnahme.

Abg. Dr. Bell (Zentr.):'

Mit dem Antrag der Kommission bin ich einverstanden, nur sollte man eine so wichtige Sache nicht ohne Lang und Klang verschwinden lasten. Mit Hilfe der Petition soll tat- sächlich Vorhand, nen schweren Schäden begegnet werden, gegen böswillige Schuldner und ihre Praktiken kann nicht scharf genug eingeschritten werden. Sehr notwendig wäre die Einführung einer S t a t i st i k über da« OnenbarmigScidvcrfcibrcn. Es würbe sich dabei Herausstellen, daß die Zahl der OssenbarungSeide in Teutschland außerordentlich zugenommen hat. Dem Gläubiger ist nicht damit gedicn', wenn der Schuldner bestraft wird, wenn er selbst aber nicht zu seinem Geldc kommt. Eine Deschleuttiguug des Verfahrens iit dringend notwendig.

Ter KommissionSatttrag wird attgenommen.

Eine Petition fordert eine Erweiterung des § 1269 der Reichs- versichcrungSordnung. Nach diesem kann zur Abwendung drohen­der Invalidität eines Versicherten ober einer Witwe cin H eil- verfahren cinaeleitet werben. Bei einem Invaliden ist bas aber nicht zulässig. Tie Petition verlangt nun, baß auch bei Invaliben ein Heilversahren zugelasten wird.

Die Kommission beantragt Ueberweisung als Material.

Der KommissionSantrag wird angenommen.

Eine Petition fordert bie Beseitigung ber Zucker- ft euer bei Verarbeitung von Früchten in ge­werblichen Etablissements.

Die Kommission beantraat Ueberweisung als Material.

Abg. Brest (Loz.):

Der Konserveninbustrie muß. soweit sie sich mit ber Her- stellung von Marine labe beschäftigt, bie Möglichkeit ber Ent- Wicklung gegeben werben. DaS bient gleichzeitig ber Forbcrung beS Obstbaues unb liegt im Intereste ber kleinsten Besitzer in ber Landwirtschaft. Wir beantragen Ueberweisung zur Berück- sichtigung

Abg. Mumm (Wirtscb. 9?na.):

Wir unterstützen die Petition namentlich mit Rücksicht auf bie kleinen Probuzenten in ber Lanbwirtschaft.

Aba. Marquardt (Natl.):

Auch wir treten für Berücksichtigung ein. Die Konserven- inbuitric bars um io weniger geschädigt werben burch steuerliche Maßnahmen, als sie von höchster Bebentung für bie Lanb­wirtschaft ist. Der Obstbau kann ohne eine gebeihliche Kon­serven inbustrie nicht bestehen.

Die Pet tton wirb zur Berücksichtigung überwiesen. Damit ist bie Tagesordnung erschöpft.

Eingegangen ist eine I n t e r v e l l a t i o.n Ablaß (Vv.l über die Beeinträchtigung der Koalitionsfreiheit der Militärarbcitcr.

Mittwoch 1 Uhr: W a h l des P r ä s i d ? n t e n , die Inter- pellatione» über die auswärtige Lage und die L e b e n S - milteltererung. ferner bi: Vorlage über bie vorüber- gthrnbe Zollcrkeichterung bei bet Flcischclufuhr unb bie Inter- pellat'on Ablaß.

Schluß 6'/j Uhr.

ilusz.Ichnungcn zu Srosztzerzogr ©cbmtstag. In.

(Schluß.)

Die Krone zum ftomhu.-. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Präsidenten des Lailbge'richts der Provinz Nheintzesseit Tr. Phil. Hangen.

Tas Komturkreuz 2. Klasse dieses Ordens: dem Präsidenten deS Landgerichts der Provinz Staricuburg Karl Theobald.

Tas Ehrenkreuz dieses Ordens: Dem Tireltor der Zellen- ftraianiialt Butzbaa' Gottl. Clement, dem tireltor des Lanbes- zuchttzauses Marienscyloß Alex. Borneman,,.

4,ic Krone zum Rittertreuz 1. Klasse dieses Ordens: dem Oberamlsrichrer bei dem Amtsgericht Groiz-Umilabl, Geh. Justiz- rat Ludwig Ebel, dem Oberamlsrichier bei dem Amtsgericht Langen, Geheimen Justizrat Joh. I 1t m a n n , dem Oberamls- rid.tcr bei dem Amtsgericht Schlitz, Geh. Justizrat Franz Wahl, dem Handelsrichter bei der Kammer lür Handelssachen in Worms, Kommerzienrat Will). K ö l s ch.

Tas Rüicrlrcuz 1. Klasse dieses Ordens: dem Landgerichts- rat bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Jos. 2 t i g e 11, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Tarmstadt II, Amrsgerichts- ral Adols Warthorst, dem Landgericlstsrat bei dem Land­gericht der Provinz Slarienburg Tr. Goltsried Haustädt, dem Laiidgerici tsrai bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Fritz Eller, dem Oberamtsnchler bei dem Amtsgericht Bingen Tr. Hck. Messer, dem Handelsrichter bei der Kammer für Handelssachen in Tarmstadt, Kommerzienrat Ludw. Röder.

Tas Ritterkreuz 2. Klasse dieses Ordens: dem Gerichls- lostenreoisor, Rcchnungsrat Hch. Dahm er in Tarmstadt, dem Attuar bei dem Amisgerichl Ober Fngelh.nn Hch. Maus, dem Älluar bei dem Amtsgericht Vilbel Albinus Blößer, dem Akluar bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim Jak. Fischer, dem Verwalter des Provinzialarrestdauses üi Gießen Konr. Klingler.

Tas Silberne Kreuz dieses Ordens: dem Werkmeister am Landeszuchlhaus Gust. Feyh, dem Werkmeister an der Zellen- strasanstalt Butzbach Adam Steinbrecher, dem Werkmeister an der Zellenstrafanstalt Bufchach Ludw. Unverzagt.

Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Znschrill:Für lang­jährige treue Dienste": dem Amlsgerichtsdiencr bei dem Amts­gericht Friedberg Gg. Lohnes, dem Gesangenaufseher an ber Zellenstrajanstalt Buxbach Kaspar Stoll, dem Gesangenwäner Konr. Jost in Ulrichstein, den LrlsgerichismLnnern Adam Ka­bel II. zu Nicder-Liebersbach, Hch. Rod en Hauser ;u Rai- Breitenbach, Ioh. Hahn IL zu Bieben, Joh. Weitz II. zu Altenburg, Konr. H ö h l e r zu fKeibcnenrob, Phil. Rühl II. ;u Trohe, Wilh. Becker IV. zu Kesselbach, Hch. Lang I. ;u Hör genau, Adols Hofmann zu Rvdheim, Joh. Schmidt I. u Nicder-Befsingen, Hch. Bach I. zu Michelnau, Karl Lang- l i tz zu Volkartshain, Gg. Karpf II. zu Einarrshausen, Joh. R u ck el s ha u s e n zu Michelbach, Joh. Kirchner IV. zu Kaul- ttotz, Joh. Gotrwals I. zu Ulia, dem früheren Ortsgerichts- mann Jak. Schneider VI. in Osrheim.

2er Charakter alsGeheimer Justizral": dem Oberamts- ricl ter bei dem Amtsgericht Tarmstadt I Karl Kolb, dem Vor­sitz enden der Kammer für Handelssachen in Main; und Lanö- gerichtsrar bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Tr. (xranz .Vogel, dem Vorsitzenden der Kammer für Handelssachen

in Ojscnbach und Lbcramtsrichter bei dem Amtsgericht Os enbaef) Karl Sanbmann, dem Notar Justizrat Tr. Julius R ecn in Wörrstadt, dem Norar Jusiizrat Edmund Gauner rt Mainz, dem Rechtsanwalt Justizrat Jak. öriijicroalb m tarmstadt,

Habt, dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat ir. Karl Kl c in- i di m i b t in Tarinsladt, dem Rechtsautpalt Justizral -tr. jyricbr- Master in Mainz, dem tl'eck lsanwalt Jmtizrat Dr. Ernst Emil Hossmann in Tarmsiadi, dem dlcdjeaiucalt ^ustizral zr Ludw. Ovvenheim in Mainz. .

Der Eharalter alsJustizral": dem Notar -tr. Bernhard Pfeiscr in Nieder Olm, dem Notar Rich. M ü n d) m Woll- ftein, dem Rc.i lsanwalt Tr. Eduard Bil lha rd t in ..lainz, dem Rer! tsanwalt Hans Keller in Friedberg, dem Rechtsanwalt Tr. Ant. Jos. Friedmann in Mainz.

Ter G har alter alsCbcraltuar': dem Akluar bei dem Amts- gcridt Crtcnhcrg Karl Hcutzenrvdcr.

Das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des ^Groß­mütigen: dem vorlragendcii Rat bi der Ab'.eilung sür Cleuei trei- n des Ministeriums der Finanzen, Ge'. :imeii Lbe.iuian-.rof. Tr. Frau: Kncll, dem Enten Hauptilaalskassedireklor Johs. T e x h c i m c r. . _ . . , . ,

Tas Rille:freu' 1. Klasse des Verdi ustordeus Phstipps beu Großmütigen: dem Vorstand des Finauzamls Butzbach, Finanzrai. Will:. Flat h, dem Vorstand des «vinanzamtS Mainz I^Fumnzrat Karl T a in m, dem Oberjörster der Obeiförsterei JugenhelM, Forstmeister Marl Heyer zu Jugenheim, dem Obersvrstcr der, Oveiföisterei Nanni,e.m, Forstmeister . Ludw. H a m m c r l c zu Nauul.im, dem Cbcrtöi* .v d.r Oberförslerci Hcc.' veucl, «vorst- meister Karl Schlot lerer zu Butzbach, dem Oberförster der Oberförsterei König, Forstnicistcr Wilh. HoffmaliN zu König i O., dem Oberförster der Obersörster.i Ottenbach, Forstmclstcr Ludw. Block zu Crienbad;, dem Oberförster d.r Oberjörsterei Heppenl eim, Forstmeister stornelius Gnutrum zu Hevpenhetm, d m Oberförster der Oberförsterei Dkönchbruch, Foislmcister vch- 5 d -i i c r zu x.niönd:brud), dem Oberförster der Oberförsterei Jrn- berg, Forstmeister Friedr. Kleiukop zu ^.ornb.'rg, dem uc( lor der 5. cssischeu Landeshypvlhckenbank Tr. Fritz Frc i en iuS zu Darmstadt. r . . .

Tas Ritterkreuz 2. Klasse des VerdienftvrdcnS VhlilvpS dcs Gros wütigen: dem 2. Minijlcnalbuchl,aller b i dein r.'cinistcriilM ber Finan'.en, Rcchnungsrat Gg. Lei, er. den. t'.^iuiste. ialreoisor bei dem Ministerium ber Finanzen, Rechnungsrat Jat. Lohr um, dem Buch! alter bei der Hauplsiaatstassc, Rechnuugsrat Will) Aiattcru, dem Revisor bi\ d'm Kalasteiami, Rcchuungsrai Friede. Schömer, dem Hauptsleueramlsrendanten bei dem Hauvlsteueramt Mainz, Rechnuugsrat Hch. Hellwig zu Mainz, dem Hauplstcueramtsreiidanl.il bei dem Hauplsteuerann Ojscnbach, Redinungsrat Ludw. Seitz zu Lssenbach.

Tas Allgemeine Ehrenzeid^n mit der Jnschrstlöür treue Tiensle": dem Zorsttvart der ForsUvarlei Grebenau, Förster Karl Mertel zu Grebenau, dem Focstwart der Forsttvartei Maulbach, Förster Gg. Markart zu.Maulbach, dem F-orsttt-art der Forst- wartei Pelcrshainerhos, Förster Johs. Reeg zu Petershainerhos, dem Forsttvart der Forslwarlei Glaubzahl, Förster Johs. Num- rich zu Forsthaus Glaubzahl.

Tas Allgemeine Ll;rcn5eid)cn mit der JnschristFür treue Arbeit": dem Waldarbcitec Hern). Ruppcl zu Elsa, dem Wald­arbeiter Konr. Ak ü l l c r zu Hcid-lbach, dem Hoizhatlet Hch. Kashar 5 G) n c i D e r zu Bußseld, dem Rottnieister Konr. Schäfer I. zu Hausen bei Gießen, dem Waldarbeiter Hch. Fink 1. zu Stein­bach bei Gießen, dem Waldarbeiter Leonl-ard Fink zu Steinbach bei Giepeu, dem Rottmcister Hch. Seipp zu Saasen, dem Holz- iever Karl H o s mann zu Fauerbach, dem Holzsetzer Ernst Fischer zu Oberlais, der Garderobivre im Kurhaus zu Bad- Nauhcim, Frau Eoa Marie Salzmann Witwe, dein Bal-n- untcrhalklngsarbcilcr Johs. Braun zu Kol-oen, dem Strecken­arbeiter Adam Schöne zu Lich.

Ter Eharakler alsbicdjnungdrat": dem Sekretariatsassisten- ten bei dem Sekretariat des Finanzministeriums, Minislerialrevisor P-il. Fritzgcs, dem Auachaltcr bei der Hauptsteueriasic Karl Steinbrecher, dem BuchhaUer bei der SiaatssdiulOciikasic Hch. K o ch, dem Katasteringenieur bei dem Katasteramt Joh. Heil, dem Rcvlsionsgeonleter b.i dem Kataueramt Hch. Scheid, den Be- zirksiassierern: Nendant Gg. Keutzer zu Sd)ottcn, Rendant Jol-s. Frieß zu Lauterbad), Slciibant Hch. i n t zu Mainz, dem Stcueramtsicnbaiucn bei dem Sicucramt Friedberg Christian Tonges, dem Eisenbahn-Obersekrelär Cito Seipel zu Mainz, dem technischen Belriebsloulrollcur Georg M a n e i e l d zu Mainz, dem Lbcrbahnhossvorsicher Ludw. Rückcis zu BischosshZm, dem Obcrbahnhossvorsteher Karl Jost zu Mainz, dem Obcrgütervor- steher Adam Liefert zu Frankfurt a. M., dein Eisenbal/n-Ober- l'cfretär Phil. Haller zu Tarmstadt, dem Obcrbahnhofsvor- steher Ferd. Kehr zu Ehrang.

Ter Charaller alsoutu-cr": dem Forsttvart der Forsttvartei Termuthshäin Wilh. T i l l e m u t h zu Bermuthshain, dem Forst- rcart der Forsttvartei Romrod Marlin Gondcr zu Jiomrod, dem Forstwarl der Forsttvartei Strebcnoorf Johs. Eifertzu Streben­dorf.

Tas Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Betriebsingemeur und Vorstand der tech­nischen Bureaus ber Eiseiibahndirettion Mainz, Rcchnungsrat Joh. M u s k e w i tz zu Mainz, dem Eisenbahii-Obersekretär und Vorstand des Betriebsbureaus der Eisenbahiwirettion Mainz, Rech­nungsrat Karl Schulze zu Mainz.

Luftschiftahrt.

Frankfurt a. M., 26. Nov. Prinz Heinrich von Preußen ist heute vormittag um 9 Uhr im Automobil aus Tarmstadt hier eingetroffen und hat den Vorsitz der Versammlung der Wijsenichaftlichen Gesellschaft für Flug­technik übernommen. Von der Versammlung wurde eine Entschließung angenommen, nach der die Feitigkeitsbcrech- nung der Luftfahrzeuge auf wissenschaftlicher Grundlage vorzunehmen ist. Hierzu stellt sich die Gesellschaft den gesetzgebenden Körperschaften zur Mitarbeit zur Verfügung. Den ersten ivissenschaftlichen Vortrag übernahm Tr. Linke an Stelle des erkrankten Geheimrats Hcrgcsell, über die Windbewegung in Bodennähe. Heute nachmittag finden eine Besichtigung der Euler-Flug-Derke statt.

kf. Das Streichholz als Lebensretter. Zwei englische Luflschincr sind vor einigen Tagen dem Tode des Er­trinkens mit knapper Not entronnen. Jetzt kommt aus England die Nachricht, datz sie ihre Rettung einem -- Streichholze zu verdanken hatten, das während ungefähr fünf Sekunden einen schwachen Lichtschein gab, der bie Retter auf die Unglücklichen aufmerksam mackste. Tie Lustschiffer waren in London aui- geftiegen und wurden auf das Meer hinausgctrieben. Erst als sie unter sich das Rauschen und Rollcra Der Wogen hörten, bemerkten sie die Gcsahr, in der sic schwebten. Schwarzes Tunkcl und ein dichter Nebel versperrlcn jebe Aussicht. Ta;u begann cin ftrömenber Regen, der die Ballonhülle und das Netzwer't völlig durchnäßte und so den Ballon bebeutenb fj in ab- trieb, baß die Lustschujer schließlich kaum 15 Meter über dem Meeresspiegel einherjuhren. Schließlich sahen sie in der Nähe einige Lichter aujblitzen, die, wie sic später erfuhren, Fischer-