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'Xte Dvlzknechtc schaufelten werter und bargen Derrn rrmmerra»- Neuner aus Wien als Leiche. Sie führten alsdann Frl. Paplett ins Schneebergbotel, von wo sie nach Wien gebracht wurde.
Nach der Unglücksstelle sind im Laufe der Nacht zahlreiche Rettungsexpeditionen abgegangen. Die Rettung geualtetc sich nxgcn des dichten Nebels sehr lchwierig und gefährlich. Man befurchtet, daß von den 10 noch vermißten Teilnehmern an den Expeditionen niemand mehr am Leben ist. Deute früh mürbe die Leiche des Führers der Gesellschaft,, B e - i r f s r i ch t e r s harter, nahe der Stelle gefunden, wo gestern Fräulein Papleit sich aus den Sckneemassen rettete. Man vermutet, daß Dr. Hacker und Fräulein Papleit, die zuletzt die Fischerhütte verließen, die Lawine lostraten, die nun auf die übrigen in gerader Linie absteigenden Personen rasch anwachsend herunterstürztL. (Siehe auch letzte 91achrichten.)
*
Zürich, 27. März. Zwei Schweizer Skiläufer, die über den Septtmer-Paß in das Engadin wollten, wurden von Schnee stürmen überrascht. Dem einen gelang es, abzusteigen und Hilfe zu holen. Der andere, der vor Erschöpfung zurückgeblieben war, war bereits erfroren.
Salzburg, 26. März. Drei Salzburger Tou-
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Das Lawinenunglück bei Wien.
Wien, 26. März. Die Expedition zur Rettung der am Lochschneeberg von einer Lawine verschütteten Touristen mußte infolge Schnee ft urmes in das Hotel Lochschneeberg zurück- kehrcn. Von dem einzigen Menschen, der bisher gerettet ist, einem Fräulein Papleit, wurde folgendes mitgeteilt: Die Gesellschaft brach unter Führung des Dr. Dacker auf Auf dem ^serpentinweg zwischen Kaff erstem und Klosterwappen gerieten dic Absteigenden an eine mächtige, etwa sechs Meter überhän- a ende Schneem a sse. Dr. Hacker war etwas'vorauf. Frl Papleit hatte ihm kaum zugerufen, daß sie den Schnee unter ihren nützen wanken fühle, als die ganze Fläche zu rutschen begann L)ie begrub die Teilnehmer unter sich. Zwei Holzkncchte sahen die unheilvolle ^zenc und begannen die Rettungsarbest. Da Fräulein Papleit nur von einer dünnen Schneedecke bedeckt war, wurde sie bald hervorgezogen. Sie ist vollständig imverletzt
Die Methylaikohoivergistungen vor Gericht.
sh. Berlin, 26. März.
e Unter großem Andrange begannen heute im kleinen Schwur- serichtssaal des hiesigen Landgerichts vor der 10. Strafkammer Sie Verhandlungen in dem großen Prozeß wegen der vielbesprochenen Methylalkoholvergiftungen, über den wir gestern schon einen kleinen Vorbericht veröffentlichten.
Den Vorsitz im Gerichtshof führt Landgerichtsdrre?ktor Gries-- korn, die Anklage vertritt Staatsanwalt Gutjahr, während als Verteidiger die Rechtsanwälte Justizrat Jvers, Dr. Jaff6, Dr. Wetthauer, Dr. Puppe und Dr. Msberg tätig sind. Unter den zahlreichen Personen, die zwar dem Tode durch Vergiftung mit Methnlalkohol entgangen sind, jedoch dauernde körperliche Schädigungen, vor allem Sehstörungen und andere Augenerkrankungen baöongetragen haben, hat sich ein Privatschreiber Lehmann dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Ihm steht Rechtsanwalt Walter Bahn zur Seite. 27 Sachverständige sind geladen. — Unter den 114 vorgeladenen Zeugen interessiert an erster Stelle der Kriminalkommissar Toussaint, dem seinerzeit die Aufdeckung der wahren Ursachen der Vergiftungen im Städti fd>en Ashl für Obdachlose gelungen ist. Die Sachverständigen allein füllen den Gettchtssaal dermaßen, daß kein Platz für die zahlreichen Vertreter der Presse übrig bleibt, so daß für diese besondere Plätze im Zeugenraum hergestellt werden müssen.
Rechtsanwalt 'Dr. Puppe als Vertreter des Angeklagten Re- domski bemerkt, daß «diesem die Anklage überhaupt noch nicht zugestellt worden sei. Erst aus den Zeitungen habe sein Klient erfahren, daß gegen ihn eine Nachtragsanklage erhoben worden sei.
Die Lust im GteriditSfaal ist so schwül, daß eine Zeugin ohnmächtig wird Darauf stellt Rechtsanwalt Dr. Werthauer den Antrag, die ganze Sache zu vertagen und einen neuen Termin anzusetzen, da bie Prozeßordnung in Bezug auf Nachtragsanträge gegen Scharmach und Redomski nicht eingehalten sei. Rechtsanwalt Dr. Jafw schließt sich diesen Ausführungen an. — Justizrat Jvers wendet sich gegen den Antrag der beiden anderen Vetteidiger. Staatsanwalt Gutjahr stellt fest, daß die Nebenklage zulässig i|t und widerspricht dem BertagunaSantrage. Der Grund, weshalb die Herren Verteidiger diese Anträge stellten, sei wohl der, daß sie sich etwas allzulang bei dem Metternichs Prozeß auigcbalten hätten und ihnen jedenfalls infolgedessen die notige Zen zur Vorbereitung gefehlt habe. Dafür könne aber die <staai4anmaltfcb.rft nicht, dic Herren sollten nur einmal ein Mandat ablehncn. — Der Vorsitzende meint, daß die letzte Be- merfung nicht im Rahmen der Staatsanwaltschaft gelegen fei — Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Werthauer ersucht den Gerichtshof, ihn gegen derartige Acußerungen zu schützen unb führt auS: Der
Leute nad)t wurde in dem Vororte Gentillh ein Mann verhaftet, der sich nach Patts einschleichen wollte. Man fand bei dem Mann, der sich Bußbacher nannte, einen Brief, sich auf den R a u b a n f a l l in der Rue Ordener bezog.
Schönheit, Jnqendsrische
bängen oft mit dem Zustande des Älutes zusammen, wenn daS Blut gesund ist, dann ist das Wohlbefinden des ganzen Körners gc' hoben. Es ist eine normale Ernährung unbedingt notwendig/ um gesundes und mit allen nötigen Bestandteilen auSgenatteteS Bitt zu erhalten und dem Körper (Gesundheit und Kraft zu verleiben. Wenn das Blut nickt Vic richtige Zuiammenictzuna bat, toten dasselbe arm an roten Blutkörperchen ist, dann sind Blutarmut und Bleichsucht die natürlichen Folgen. Die Kräfte schwinden, blaffe», fable» Aussehen, Nervosität, große Müdigkeit, Ab magerung. Darniederliegen der körperlichen und geistigen Strafte sind die folgen; noch jugendliche Personen erscheinen alt, die («eftckt»züge verändern fick und junge trauen nad Mädchen verblühen uiicbcnb». i1Mi
Um diesen Zustand zu beteiligen und den Körper in gefunden- frischen Zustand zu versetzen wirb jetzt allgemein Vcciferrin anflc-
Eine Spur her Verbrecher.
Paris, 26. März. Der Leiter bes Steckbrief-Amtes des Sicherheitsdienstes, B e r t i 11 o n, sand bei dem in Asnißres zurück- gelassenen Automobil die Fingerabbrücke her Anarchisten Garnier unb Carrouy, bie ben Raubüberfall in der Rue DEbener verübt haben. Die Sociäts ®6n£ralc, deren Kassenbote Eaby in der Rue Ordener ausgercrubl unb deren Zweiganstalt in Chantillh der Schauplatz der Bluttat der Automobilbanditen mar, hat eine Belohnung von 100000 Franks demienigen zugesichett, der durch feine Angaben die Verhaftung der Ver. brecher ermögliche. Der „Gaulois" regt an, daß auch der Auto mobiMub, für den die Sicherheit der Straßen von der größten Bedeutung sei, einen hohen Preis aus die Festnahme der Banditen auSsetzen möge.
Cufticbiffabrt
Düsseldorf, 26. März. Heute nachmittag gegen 6¥s Uhr stürzte der Flieger K l e i n l e aus München-Gladbach auf der Golzheimer Herde mit seinem Doppeldecker aus zirka 100 Meter Höhe ab, als ef einen Gleitflug unternehmen wollte. Er tarn dabei so unter den Apparat zu liegen, daß ihm der Motor ben Schübel eingeschlagen hat. Er ist auf dem Wege zum Krankenhause gestorben. Bei bem Unfall waren seine Frau unb sein Kinb zugegen.
Handel.
Hamburg, 26. Marz. Die Hauptversammlung der Hamburg — Am erika — Linie beschloß mit allen gegen eine Stimme eine Erhöhung des Grundkapitals auf 25 Millionen Mk. Tie neuen Aktien, bte für 1912 zur Hälfte, für 1913 ganz stimmberechtigt finbr werden ben Aktionären zu 120 Prozent an* geboten.
Hindermrgsgrrnck, weshalb wir uns für diesen Prozeß nicht ge- nügenb vorbereiten konnten, war einmal der, daß die Akten überhaupt nicht zu sehen waren und zum andern der, daß die Anklagebehörde eine Unzahl von Sachverständigen geloben hat, während wir, da wir kein Geld hatten, keine benennen konnten. Gegen Scharmach sei ein Arrestbeschluß ergangen, wonach das Geld in Höhe von 12 500 Mark beschlagnahmt wurde. Auch Scharmachs Geschäft ist geschlossen worden und die erfolgte Pfändung wurde damit motivtett, daß man für die noch entstehenden Kosten des jetzigen Prozesses Deckung haben wollte. Hiergegen protestieren wir energisch. Während der Zeit, in welcher das Geschäft geschlossen war, sind Einbrecher im Geschäftslokal tätig gewesen und haben die Vorräte weggenommen. Das ist eine Vorbereitung gegen ben Angeklagten. Im Interesse des Ansehens der Rechtspflege muß baßer hier die Prozeßordnung genau eingebauten werden. Das sind die materiellen Gründe. Ferner habe ich vorzubringen, daß entgegen den direkten Vorschriften der Sttaf- vrozeßordnung ein Nebenkläger zugelassen wurde, und daß der Beschluß hierüber dem Angeklagten nicht zugestellt wurde. Das ist ick jedem Falle ein Revisidnsgrund. Es rann auch die Untersuchungshaft nicht aufrecht erhalten werden, da es sich hier um fahrlässige Delikte handelt. Aus all diesen Gründen halte ich die Vertagung des Prc^esses für das allein richtige.
Vetteidiger Rechtsanwalt Dr. Alsberg wendet sich dagegen, daß derjenige, gegen den ein Nebenkläger zugelassen wird, völlig im Unklaren darüber gelassen wird, auf welches Delikt sich die Nebenklage stützt. Dem einzelnen Angeklagten ist nur der Eröffnungsbeschluß und nicht auch die Hauptanklageschrift zugestellt worden. Das ist eine unvollständige Zustellung unb daher beantrage ich gleichfalls Vettagung des Prozesses.
Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Jasse wendtt sich enercnfdj gegen den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, daß die Verteidigung aus vett'önlichen Gründen hier sachliche Anträge stelle. Bors.: Ich bemerke hier, daß allerdings der Termin vor Fertigstellung der Hauptanklageschrift anberaumt wurde, aber es war doch so viel Zeit, um sich vorzubereften. — Verteidiger Jaffs: Was würde der Staatsanwalt sagen, wenn wir behaupten, daß die Sache deswegen so überstürzt behandelt wurde, weil die Mißstimmung in der öffentlichen Meinung über das eingetretene Unheil noch frisch ist!
Vetteidiger Justizrat Jvers widerspricht der Vettagung.
Rechtsanwalt Bahn: Es wird nicht vorgeschrieben, daß derjenige Angeklagte, gegen den sich die Nebenklage richtet, irgendwie gehört werden muß.
Verteidiger Justizrat Jvers bittet um Abttennung der Sache seines Klienten Zasttow.
Staatsanwalt Gutjahr führt cms, daß der Arrest gegen Scharmach wegen Gefahr der Verschiebung seines Vermögens ausgesprochen wurde. öHn solcher Arrest ist zulässig.
Der Gerichtshof beschließt darauf, die Verhandlung bis Freitag vormittag 9 Uhr zu vertagen, um den Angeklagten die Hauptanklageschrift und die Nachttagsanllage zustellen zu können und den Verteidigern Gelegenheit zu geben, die Akten zu studieren.
Banträuber im Automobil.
Paris, 26. März. Die Idee zu dem Raubanfall in Chantilly scheint den Banditen durch eine Frau eingegeben wordeck zu sein, die gestern in Chantilly angekommen war und vor dem UeberfaH auf dem Bahnhofsplatz gesehen worden ist. Nach dem Attentat wurde die Frau in Gesellschaft der Räuber im Automobil gesehen.
Paris, 26. März. Die Bluttaten von Montgerot? unb Chantilly hüben das ausschließliche Thema der heutigen Preßerörterungen. Die Blätter, in bereit Artikeln sich bie burch diese Verbrechen in der Bevölkerung verursachte Auftegung widerspiegelt, fordern, daß die 'energischsten Maßnahmen ergriffen wer den. Der „Rappel" verlangt nachdrücklich, daß Polizeipräfekt Le p ine durch einen Mann ersetzt werde, der im Besitz seiner körperlichen unb geistigen Vollkraft sei. Es sei unverzeihlich, daß die Regierung aus Furcht oder Schwäche zusehe, wie das Uebel, dessen Folgen unheilbar tverden könnten, sich immer mehr verschlimmere. Die „Petite Republique" ist der Ansicht, daß den Waffenhändlern die Verpflichtung auf erlegt werden müsse, Waffen nur in der Wohnung der Käufer und nach Feststellung deren Identität abzuliefern. Der „Radieal" sagt, vor allem müssen die Richter dem Gesetze deine ganz? Kraft wiedergeben. Gegen diese außergewöhnlichen Verbrecher müssen die Gesetze auch mit außergewöhnlicher Strenge gehandhabt werden.
Zum Schluß der gestrigen Kammersitzung brachte der radikale Deputierte Franklin-Bouillon die Bluttaten zur Sprache und kritisierte dann scharf die Zustände auf der Polizeipräfektur, die er als anarchistisch bezeichnete. Minister des Innern Steeg nahm bie Polizei in Schutz, gab jedoch zu, daß eine größere Ueber- einstimmung in der Tätigkeit der verschiedenen Abteilungen wünschenswert sei und erklärte, daß bie flieg ierung ungesäumt alle notwendigen Maßnahmen treffen werde, um die Wiederholung so schauerlicher Verbrechen $u verhindern. — Wie verlautet, sollen 15 neue Polizeikommissare und 35 neue Polizeiinspektoren ernannt unb die Zahl der der Polizei zur Verfügung stehenden Automobile auf 12 erhöht werden. Die erforderlichen Kredite werden noch heute von der Kammer verlangt werden.
mären z «. vor zehn Jahren 40 weibliche Gefangene unter» gebracht, heute dagegen nur 11, unb während dre Gefängms- abtrilung früher regelmäßig mit 65—70 Frauen besetzt war, beläuft sich die Durchschnittszahl nur auf 40—oO. xaö Braunshardter Heim „Marienhof" ist zur Aumahme für entlafiene werbliche Strafgefangene bestimmt unb erblickt ferne Aufgabe in ber individuellen Fürsorge für solche, die den festen Willen zuÄ Besserung besitzen. Natürlich gelinge es nicht, alle dort Untergebrachten wieder zu nützlichen Gliedern der Gttelffchaft zu machen, es seien aber immerhin 70—75°/o als zurückgewonnen zu betrachten. Der Geschäftsführer, Pfarrer Kleeberger, trug ben Jahresbericht vor. Der Verein hat seit seiner Eröffnung am 3 September 1905 im Ganzen 140 Pfleglingen Aufnahme gewährt, im letzten Jahre 30. Die Mehrzahl der Zöglinge^ dic ein Alter zwischen 15—31 Jahren besaßen, war wegen Eigentumsvergehens, Betrugs usw., einer wegen Brandstiftung bestraft worden. Von einer angeregten Vergrößerung des Heims wurde Abstand genommen, iueil feine Mittel dafür vorhanden sind, bann aber auch, weil nur durch eine intensivere Aufficht unb individuelle Behandlung erfolgreich gewirkt werden kann. Leider feien die Einnahmen in den letzten Jahren zurückgegangen, dagegen habe die Stadt Mainz 1000 W. gefpentet und von den drei Provinzialdirektionen ständen Beiträge in Aussicht. — In dem vom Vereinsrechner Baur erstatteten Rechenschaftsberrchl wurde festgestellt, daß sich die Gesamteinnahmen auf 10752 Mk beliefen, darunter für Mitgliederbeiträge 4286 Mk., für außerordentliche Beiträge 1600 Mk. Die Gesamtausgaben stellten sich auf 8935 Mk. — Der gleichfalls vom Rechner. ooraetragenc Voranschlag für das laufende Jahr balanciert mit 8800 Mk Letzter Qfegenftanb der Tagesordnung war die Ergänzungswahl des Ausschusses. An Stelle des Bürgermeister Schmidt-Brauns- Hardt, der sein Amt niedergelegt hat, wurde durch Zuruf Landgerichtsrat v. Pfister gewählt.
Kreis Wetzlar.
= Wetzlar, 25. März. Ter Bezirk Oberhessen ünd Dilltal des Stenographen-Verbandes Stolze-Schrey hielt am Sonntag hier unter großer Beteiligung seine Frühjahrs- bezirksversammlung ab. Die Tagung wurde emgeleitet durch ein Wettschreiben, an dem sich rund 200 Damen und Herren beteiligten, von denen 153 mit Preisen ausgezeichnet wurden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann die Ver- treterversammlung. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß im Bezirk reges stenographisches Leben herrscht und die Zahl der Mitglieder und Unterrichteten zugenommen hat. Es wurde beschlossen, zu dem VerbaiHswettschrriben in Magdeburg 5 Wettschreiber auf Kosten des Bezirks zu entsenhen, zu denen u. a. auch der Vorsitzeckde des Gießener Vereins gehört. Als Ort des nächsten Bezirkstags wurde Biedenkopf gewählt. Am Abend vereinigten sich die Teilnehmer im „Schützengatten" zur Feier des 20. Stiftungsfestes des Wetzlarer Vereins. Oberftadt- sekretär D u n ke r - Frankfurt a. M. hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Rund- und Ausblicke im stenographischen Leben". Konzert, Theater unb Gesangsvortrage füllten den Rest des Tages aus, unterbrochen von der Verkündigung des Wettschreibeergebnisses. Der Gießener Verein errang folgende Preise: In ber Abteilung 220 Silben: 1. J3rei3 H. Aauskopf: 180 Silben: 1. Preise A. Roth,, E. Müller: 160 Silben: 1. Preis Fr. Jaeggle: 140 Silben: 1. Preise W. Ludwig, A. Debus, L. Hörle, E. Sttack, H. Schomber: 2. Preis Ph. Peter: 100 Silben: 1. Preise O. Behr, H. Keißner, K. Ritzel: 2. Preise Feldw. Karn, R. Glagow, R. Hof, H. Schwarz; 80 Silben: 1. Preise Ockel Ad., Hallenberger I., König K., Bock Aug., Erb H., Keil Ad., Maus K.: 2. Preise A. Gümbel, Fr. Jughardt, Schüler K. Ockel, Gg. Mandler: 3. Preise K. Faber, Unteroff. Weinert, K. Nicolaus, K. Geißler: 60 Silben: 1. Preise Unteroff. Rückert, M. Lindenbaum, P. Reumschüssel, H. Keßler: 2. Preise Hch. Becker, Ludw. Haas, K. Drechsler, K. Vaupel: 3. Preise H. Hahn, Hch. Ockel, L. Wehrum. Auf den Verein am Gymnasium entfielen folgende Preise: Abteilung 240 Silben: 1. Preis Jos. KiibÄ; 200 Silben: 1. Preis Ad. Dörmer: 140 Silben: 1. Preis Ludwig Bücking: 100 Silben: 2. Preise Will). Schaf, Fr. Müller: 80 Silben: 1. Preise Ernst Grein, Paul Eckhardt: 2. Preis H. Nicolaus. Born Verein am Nealgym nasium unb der Oberreal schule erhielt in ber Abteilung 140 Silben: einen 1. Preis Ad. Kreiling: 80 Silben: einen 1. Preis Otto Kißler. Zu dem Wettschreiben waren zum Teil recht wertvolle Ehrenpreise gestiftet worden, so daß die meisten der mit 1. Preisen ausgezeichneten Sieger auch mit Ehrenpreisen bedacht werden formten.
Märkte.
Gießen, 26. März. Marktbericht. 9(uf heutigem Wocke.. markte kostete. Bickter das Pfund 1,35—1.45 Mk. Hühnereier 1 Stück 7—0 Vfg., 2 Stück 15 Pkg., Enteneier das Stück 9—10 Pfg., Stäfe das Stück 6—8 Pf'g^ Kasematte 2 Stück 5—6 Piq. Tauben pr Pr. 0,80-1,00 9)lt, Hühner pr. St. 1,00—1,60 9)IL, Halmen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80—2,20 Pik., Gänse das Pfd. 75-80 $fg„ Ochseufleisch pr. Md. 83-96 Vfg^ ^iindfleisch pr. Pfund 84—86 Pfg., Nuhsleisch 70 Psg^ Schweine« fleisch pr. Pfund 70—90 Psg^ Kalbfleisch pr. Pfd. 86—90 Mq. Hammelfleisch pr. Pfd. 70—90 Pfg.. Kartoffeln pr. 100 Kg. 9.50 bis 10.00 Mk., Weißkraut das Stiick 15 dis 30 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. 12,00—15,00 Mk., Milch das Liter 22 Pfg^ Aepiel per Ztr. 15 bis 20 Pik., Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—0g Mk^ Birnen das Pfund 20—25 Pfg. Marktzeit von 8—2 Uhr.
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