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Liner gegen Drei.
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wifsenschastliche Löschungen im Freiballon.
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seiligem Vorteil sowie zur Sicherung des europäischen Friedens auszunützen. Und die Sympadiicii für England seien nicht aus die leitenden greise beschränkt, sondern ruhten auf breiter Grundlage. Was Deutschland betreffe, so halte Rußland an der alten traditionellen Freundschaft und guten Nachbarschaft fest, die eS aufrichtig schätze..... Das war alles! Tie „traditionelle Freundschaft", wie Bis- marck sie sich dachte, war mehr. Sie sollte sich gründen aus die dringende Notwendigkeit eines Zusammengehens von Rußland und Deutschland. Sogar bei Abschluß des Dreibundes vergaß der erste Kanzler diesen, seinen Grund- und ^turdinalsatz nicht, indem er neben dieser ..strategischen Stellung" sofort auch die Erneuerung des
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bem Prinzip der elcktriscl-en Temperaturmessung beruhen Zurzeit existieren nur wenige Strahlungsmessungen, wettere Beobachtungen wären von hohem wissenfchastlichen Wert. Gleich wichtig sind A l b e d o b e st i m m'u n g e n; unter der Albedo versteht man i>as Vermögen eines Körpers, aujsallende -strahlen zu reslek- ticrciL Flüsse reslettieren weniger Strahlen als troaene Grd- stellen, dunkle Walder weniger als helle Aecker. Em grobes Strahlenvcrmögen besitzen Wolkenoberfläckfen Alle diese Forschungen sind für die verschiedensten meteorologischen Probleme von höchster Wichtigkeit, auch für zahlreiche Fragen der Ballon- führung; denn mit zunehmender Erdstrahlung üeigt die Temperatur des Freiballons und damit der Ballon selbst.
Tie zahlreichen Fliegcrunsälle haben von neuem das Interesse aus die v e r t i k a l e n L u i lstrome m der freien Atmowharr gelenkt, die neuerdings ebenfalls einer Messung zugänglich geworden sind. Sehr häufig kommen Flieger in sog. „Wmdlocher , in denen ihnen die Luft unter den Tragflächen auszugehen scheint. Wahrscheinlich sind rasch absteigende Lustsrrome die Ursact-e Bon anderen Problemen, deren Lösung der Freiballon ermöglicht, erwähnt Redner die Bestimmung des W a s s e r sehaltes der Wolken, die Photographie der Wolken und gewisser optisch e r Erscheinungen. Ein mehr aeronautisch-techmsches Problem ist die a st r o n o m i s ch e O r t s b c,t immun g vom Ballon aus und die Messung der Temperatur des Ballongases mit dem elektrischen Fernterniograph.
Im Laufe dieses derbstes wird eine Reche wissenschaftlicher Ballonfahrten von Gießen aus stattfinden, bei Jenen. xr. Jsepp* l c r Messungen der .Sonnenstrahlung und der VeNikalstrome vornehmen wird.
Tie Errichtung eines neuen deutschen Armeekorps an der deutsch-russischen Grenze soll, wie es in verschiedentlichen politischen Auslassungen heißt, durch wirtsa)a,tliche Grunde „erklärt" werden, da die Truppen in Ostpreußen um 20 Prozent billiger verpflegt- werden könnten. Bon der Zu- rüüziehung beiderseitiger Grenztruppen sowie der russischen Flotte im baltischen Meere ist ebenfalls so viel schon m der politischen Presse geschrieben worden, daß die Staatsmänner in den finnischen Schären nicht umhin können, sich darüber auseinander zu setzen, ganz zu schweigen von den leidigen Spionageaffären. Bei allen diesen Fragen wird man das peinliche Gefühl nicht los, daß Herr v. Bethmann gegen die russischen Fachleute einen sehr schweren ^tand har. Einer gegen drei! Was wird der polnische Gewinn I dieses iiiig(cii.,en „Kampfes" sein?
Ein Engländer über die deutsche „Ausländ e r e i". Anknüpfend an das Eintreffen eines neuen deutschen Botschafters in London gibt ein in Berlin weilender englischer Journalist im „Daily Graphic" eine Schilderung bes neuen Deutschland. Er beginnt mit Berlin. „Man glauot im Auslande, baö das Nationalgefühl in Deutschland viel stärker entwickelt sei als in jeder anderen Nation, aber das trifft nichts zan; zu. Ter Engländer berichtet, baß wohl in keinem Lande fo viele Gc- sellschasten zur Stärkung des Nationalgefühls gegründet wurden, aber „selbst Deutsche geben schmerzvoll zu, datz diese Jnitttutipnen weniger dazu dienen sollen, ein gesundes Natwnalgemhl.zu üar^n, als offenkundige Mängel des Nationalgefuhl» zu^br.seiligen. Der Deutsche Hal eine fast perverse Vorliebe für alles.^nwe, gll^chvrel ob es gut oder schlecht sei, und bas ist ferne htttorrfche
Und Berlin ist die Metropole der „Auslanderei -...Z^ne Burg« sprechen in einer entse^ichen englif ch- sranzosischen-deutf chen Sprache, hie nicht etwa nur ein Ausdruck der Vorliebe pir piembe
schaftsstrcit". Den hier vertretenen Standpunkt genauer zu ck-arakterisicren, loird vielleickit noch Gelegenheit (ent; ofort muß aber gegen zwei seltsame Behauptungen, die uns in diesen Ausführungen begegnen, Wider,pructi erhoben werden. Aus einem Satz der „Nordd. Allg. Ztg. , daß „die Angelegenheit in erster Linie innerkirchUcher Natur" sei, wird gefolgert, man solle Papst und Bischöfe „ruhig ihres Amtes walten lassen". Es ist wahrhaftig ferne innerlirchliche Angelegenheit, wenn der Papst die Grund- ätze des Syllabus dein modernen politischen Leben gegenüber zur Geltung zu bringen unternimmt. Sodann wird erklärt, die christlichen Gewerkschaften könnten es nicht als zu ihrer Kompetenz gehörig erachten, „kirchliche Behörden anzugreifen, bez. sich mit ihnen über religiös-sittliche An chauungen der betr. Kirche polemisch auseinander-zusetzen". Den Papst anzugreisen, mutet ihnen niemand zu; j ie brauchen überhaupt nicht anzugreifen, aber sie sollen tlernale Eingriffe abwehren und die päpstlichen Uebergrisfe find allerdings von der Art, daß, wenn die christlichen Gewerl- schäften nicht gehorsam sich selbst ausgeben wollen, sie fich mit ihnen „polemisch auseinanderfetzen" müssen. Haben katholische Gewerkschaftsführer anerkannt, daß die Lage der Evangelischen in den christlichen Gewerkschaften durch die päpstlichen Eingriffe unerträglich wird, so wird iwu evangelischer Seite erst recht diese Unerträglichkeit betont werden müssen.
Das deutsche Streikentschädigungswesen im Jahre 1911.
Heber die Entwicklung und die Wirksamkeit ber jniit • schen Streikentschädigungsverbände im vergangenen Jahre entnehmen wir den Geschäftsberichten der bedeutenden Gesellschaften einige interessante Einzelheiten
Ter Gesellschaft des V e r e i n s d e u t, ch er A rb e t t - g e b e r v e r b ä n d e, die als Siückversichcrungsanstalt wirkt, gehörten Ende des Jahres 1911 13 Gesellschaften gegen 19 zu Ende des Vorjahres an. Tie Arbeuerzahl nahm wah-^ rcnd-des Berichtsjahres um 13 633 oder 4,.j Prozent, die Lohnsumme um 25,8 Mill. Mark oder 7 Prozent zu. Die Gesellschaft des Arbeitgeberverbandes Unterelbe verzerch nete im Jahre 1911 eine Zunahme der ArbeUerzahi >rmj 826 oder 1,9 Prozent, der Lohnsumme um 2 Mill. Mark oder 3,5 Prozent. Demgegenüber betrug beim D e u t s ch e n Jndustrieschutzverband, Sitz Dresden, bei einem« Anwachsen der Mitgliederzahl um 732 die Zunahme der Ar - bciterzahl 82 092 oder 47,9 Prozent, die Steigerung btr Lohnsumme 70,9 Mill. Mt. oder 40,7 Prozent.
Auch die Kassenveryaltnisfe b ab eil .ich beim Deutschem Jndustrieschutzverbande bedeutend güiiftiger gc|taltet als bei der Gesellschaft des Vereins deutscher Arbeitgeberver-- bände, obgleich die dort rückversicherten Gesellschaften das zwei-, drei- uub fünffache des beim Industries chutzverban de, üblichen Beitrages erheben.
Ter Deutsche Jndustrieschntzverband entschädigte bie anaemeldeten 393 038 ausgefallenen Manntage mit 261312 Mark, demnach den durch Streik oder Aussperrung ans-' gefallenen Manntag durchschnittlich mit 66 5 Pfg. Entschädiaungsgesellschasi des Vereins deutscher Arbeit- aeberverbände brachte für 1596 924 entfchadigungsberecl)-. iiate Manntage die Summe von 252 879 Mk. zur Auszah-»> luna, so daß auf den Manntag im Durchschnitt nur 17,8 Pfennig Entscküidigung entfielen. Die Gefellschast des Ar-» beitgeberverbandes Unterelbe hatte für 411 o9b ausgefattene Manntage eine Entschädigungssumme von 98 390 jur Verfügung, konnte demnach den Manntag mit nur 23,3 Psg. durchschnittlich entschädigen.
Worte ist, sondern auch ein Ausdruck der Vorliebe für fremde Tinae Die Bettungen strotzen von Anzeigen, die in bicier W lichen Sprache abgefaßt sind, und man sucht die Kunden anm- locten, indem man ausdrücklich oarasts hinwcift, datz die angebotenen Waren nicht deutsch sind. Ich greife zu irgendeiner der großen Berliner Tageszeitungen und leie die Annoncen. „Ein Smoting-Anzug auf sranzöfifcher Seide nach englifcher Mode, □am, schick!" Lder „Englische Zigaretten' oder „ttrabaiten, wie König Georg V. sie trägt". Selbst in den Arbeitervierteln, dw nie ein Fremder betritt, ist alles „eiiglüd/ oder -'üanLO'nch . Tic Teutsäfen opfern mit Vergnügen Tradition und Echtheit für irgendeinen auslandifchen, grotzarng klingenden Ausdruck..
größte Cafe heißt „Picadüly". Die Lauffungengesellfchaft schobt über jede Tür ihrer Filialen auf englifch „Messenger-Boys . Und als jetzt in einer der größten Straßen eine prächtige Hotelpeun^n nach New Yorker Muster errichtet wurde, suchten die Unterm bimr nach einem eleganten und fremden Titel und fanden den säwn^n englischen Namen „The Boardinghouie". Und diese Auslanderei beschränkt sich nicht auf England, sie will auch franzofifch fein. Kleidung, Einrichtung, das häusliche Leben strotzten von L * stümmelten französischen Worten. Was m Berlin mcht englifch ist, ist französisch. Aber dieses Franzöfifch wird cm Franzose im Laden schwerer verstehen, als em reines putsch- ^^fer Mangel an Achtung vor der eigenen Kulttir ist.das Haupthindernis für die Ausbrettung des deutfchen EiinluffeS. Er ist nwhl auch der Grund dafür, daß die germannche Rasse, ta mft (yutopa von der iberischen HalbiNfel biS zum ^cAvarzen Meer beherrschte, heute auf ein schmales Gebiet m Mitteleuropa beschränkt ist. , 6
— Blinkfeuer für Eisenbahnsignale. Sowohl di? schwedischen Staatseisenbahnen als auch eine Reihe von brmatm Babnaefellschaften in Schweden beschäftigen fich gegenwärtig em- gehend mit dem Plane, auf den großen,türenbabntuuen im■ lieben Lignaldienst die bisher üblichen stetig brennenden Laternen durch Blinkfeuer zu ersetzen ^Anregung zu wurde bereits vor emtgen Jahren gegeben und auf « dischen Privateisenbahnen ift das neue ^Wem der bereits seit 1908 ständig in Betrieb. In der Tat hc jener im Eisenbahnsignaldienst überraichend gunstio geboten und erhebliche Vorzüge gegemchpr den bisher üblichen Signalen gezeigt. ,a,as zeigt fich auch dar die Lokomotivführer eifrig für eine allgemeine Ei Blinksignale arbeiten. Tie Erfahrung hat, wie „tty nal" ausführt, erwiesen, daß der Führer eines mitoc leit iährenden Expreßzuges ein Blintteuer mel schne
: ter bemerkt, als eine stetig brennende Laterne, a
fehlen Banner i ■ gen. \ rdel ' mir.
L^yredienzie
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In der letzten Generalversammlung des Luftfahrerver- : ein» Gießen (Großherzoglicher Luftsahrerverband) hielt Privatdozent Dr. A. Peppier eine# Vortrag über die ^Verwendung des Freiballons zu w i s s e n s cha s t l l ch e n F o r , chu n- gen Wie alle Luftfahrcrvereine hat auch der Gictzener Verein (unt.'d. Protektorat des GroßherzogS) wisfenfchafUichc Luftfalwtcn auf sein Programm gesetzt. Leiikschisf und Flugzeug können btn Freiballon nicht verdrängen, da nur dieser zur Loiung der ber- sclnedcnsten wijsenschaftlichen Probleme geeignet tu. Schon kuizc Qcit nach Erfüidung des Freiballons erkannte man seine hervorragende Bedeuttuig für das Studium der freien Atmofphärc. Bereits 1783 unternahm Ehart cs von Paris aus pahrten, bei denen wiffenfchafttiche Apparate zur Verwendung gelangten. 1801 folgten die bekannten Aufstiege des Physikers G a y u \ ] a c. Dann folgte bis 1850 eine lange Periode des «tttlitandes der wisseiischastlichen Höhenforschung. Erst in dieiem ^ahre fanden wieder Fahrten von Barral and Btnio nalt, 1862 durch den englischen Arzt James Glaisher, weiter durch lam- Marion, Tissandiers u. a. Die Beobachtungen, die auf dicseii ersten Fahrten gewonnen wurden, waren aber lehr ungenau, da man niäu einmal einen Apparat besaß, um exakte Lufttemperaturen zu gewinnen. Tie gewöhnlichen Thermometer können tm Freiballon wegen der intensiven Sonnenstrahlung m den höheren Luftschichten uni) wegen des Fehlens jegliäfer Afpiratton nicht verwandt werden. Erst 1890 konstruierte Atzmann ein Asptra- tioudtberuwmetcr, das selbft in vollem sonneiifchetn wahre ^utt- temucraturcn angibt. Gleichzeitig gelang es Atzmann, den Berliner Verein für Luftschiff ahrt für die,e For- ftbimaen zu interessieren und mit Unterstützung des Kal, ers begann9 Die berühmt gewordene Serie bon 75 Ballonauffttegen von Berlin aus, deren reiche wissenschaftliche Ergebnige in einem brti- fKhtbigen Werk niebergelegt sind. Mittlerweile hat die fort» Ichreiteiidc Technik ganz andere Aufgaben dem Freiballon gestellt. 'Aühcr beschränkte man sich lediglich auf Meffungen oon Luft- dmch Teniperatur und Wind. Diese Beobachtungen werden heute .besser bon den aerologisckfcn Obserbatorien ausgcfuhrt, vie^mit -Drachen und Registrierballons arbeiten, xamr fallen dem ütti- ballon andere wichtige Untersuchungen zu, die nur tm bemannttn Ballons möglich sind. Zunächst kommen luf t el e k trt, cye Beobachtungen in Frage, Messungen des Potentialge,alles, der Ionisierung, der Leitsähigkeit und der elektruchen Zerstreuung und die daraus abzuleitendc Messung des gesamten bertnalen .Leitungsstromes. Weiter sind Messungen der Lonnenstray- lung zu nennen, die erst seit kurzem möglich geworden »md. Knud Angström, Coym und Äk i ch e l s o n haben für Bal- lwsahrten geeignete ,S. t r a h l u n g s m e s, e r konftmtert, die auf
llr. fAf Erster Blatt 162. Jahrgang lNittwoch, 3. Juli 1912
Der Siebener Aozekger Ä monatlick75Pi.,viertel-
erscheint täglich, außer ▼ L“ . A W M Zk A iahvlid) 3)11. ?.2O; Durch
Sonntags. - Beilagen: jA A .'lbhole-u. Zweigstellen
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General-Anzeiger für Oberhelsen
Ä^ahm9 von Anzeigen flotationsärud Ustb Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindrnckerei H. Lange. Redaktion, Erpedition und Druckerei: 5chulstratze 7. vanb" E.^eß; iur den
bil Büdingen: Fernsprecher Nr. 2b9 Geschäftsstelle Bahnhofstraße Iba. Anzeigenieü: h. B-ck.
Herr v. Bethmann in Baltisch Port.
Eni bekannter inaktiver Diplomat, der die deutsch- russische Politik infolge langjähriger Tätigkeit wie fein Tmtarcr beherrscht, hatte mit unserem Berliner -er-Mitar- beiter eine längere Unterredung, in deren Verlauf er besonders starke Bedenken darüber äußerte, daß der deutsche Reichskanzler ohne Begleitung des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes uitd ohne Assistenz leitender Fachmnn,ler zur kaiscrbeaegnung in den finnischen Schären abreiste. Unser Mitarbeiter schreibt: .
Herr v. Bethmann, so meinte mem Gewährsmann, geht -------- . ..
einen schweren Gang. Er hat lediglich einen Legationsrat Dreilaiserbundes ins Auge faßte. Die Bismarckfchen Ge- vom Auswärtigen Amt mitgenommen und steht in Baltifa) ^nteit der deutsch-russischen Politik harren noch immer Port drei gewiegten Diplomaten gegenüber, dem Minister- Lviederauserstehung und Verwirklichung. Wird Herr Präsidenten Kvtvwtzvw, dem Minister des Aeußern Sasonow D Bethmann-Hvllweg diese schwierige Mission erfüllen und dem russischen kriegsminisler Suchoinlinvw, also brei ^„„euy Gr ganz allein? .
Staatsmännern, durch deren Anwesenheit das politische $er Reichskanzler wird endlich auch m militari* Programm, das im Hintergründe der Kaiserbegegnung,stclck, schen Fragen bei der Kaiserbegegnung zu wirten haben, beutlid) gekennzeichnet ist. Kokowtzvw ist Finanzspezia-, <>;«<>& «cnpn hpuridum Anneeiorvs an der
list! Er war lange Jahre Finanzminister, ehe er zum Nach-^ folger Stolypins berufen wurde. War früher Rußland noch mehr als andere Länder ein Staat mit diplomatischer Regierungsspitze, die ihre Haupttunsl in der auswärtigen Politik übte, so hat das Zarenreich neuerdings das System Englands übernommen, wonach der Hebel der Regierungspolitik im Finanzamt angesctzt wird. Man kann es die russische Gladstone-Aera nennen, die jetzt angebrochen iiü Kokowtzow verwaltete schon als Finanzminister sein Ressort mit großer Energie und unter Äuswendung überraschenoer Initiative. Mit dem Augenblick, da er Führer der Gesamtregierung wurde, und den Kurs ganz allein zu bestimmen hat, ist die finanzpolitische. 9iichlnng noch deutlicher zum Vor chein gekommen. Kvlvwtzow wird, wann es dem nächst zu den Vorverhandlungen über die Neuregelung der -----------
deutsch-russischen Handelsbeziehungen kommt, scharfer uno Tagesschau.
hartnäckiger wie jeder friihcre Ministerpräsident da^ Eine !)ieichstagserjatzwahl
ruffijch-iiationale Interesse betonen. Wird Herr ü. infolge des Todes des Reichstagsabgeordneten Bach-
mann-Hollweg diesem Fachmanns par exc^ltence gewachsen 3 Bauernbund, im 4. niederbayerischen Mahl-
4cm, wenn jetzt vor Baltisch Port die Rede aus die mnstigen m ere r Bayr^ Bau stattzufinden. Bachmcier, der den Zollgcfchäfte lammt? Mowäbra- Wahlkreis bereits 1893-1906 im Reichstag vertrat und sich
2k‘r deutsche Reichskanzler, so fuhr uns>-rGewahrs-1 tiefer Feit der Wirtschaftlichen Verei.iigung an-
mann fort, der jetzt )o ganz allein mit dem Kaiser geht, hat J (o.-.-en LattC/ lvaL- bei der letzten Wahl mit 9682 ntim-
auch die. Sprache der Auswärtigen Politik zu beherrschen, 9^^ N in Hauptwahl wiedergcwahlt luorbeu gegen
n-enn er sich mtt Herrn a f o now unterhalt. Ai» oefs.n ^ntrumskanUoate-.i Mayer mit 7722 Stimmen, der Äorgäuger Iswolskij im Hcrbfl 1J10 zurucktrat und Zstui ^007 11 ben Kreis vertrat, und einen sozialdemokratischen
Botschafter in Paris ernannt wurde, trat zweifellos eine ^^ber mit 1228 Stimmen; er hatte sich aber keiner
Wendung in der auswartigeii Politik Rußlands ein. Suso- »Eon mehr angeschlossen. Ter Wahlkreis, der zu 99Pro- now, der vorlser als strenger „Nationalist u»id Briten- 6 Äolisch nt, lvar von 1874—1893 im Besitze des freund galt, beobachtete zur U.cberra,chung der ganzen S Der Kampf um das Mandat dürfte auch dies-
internationalen Diplomatie eine weniger feindliche valtung «toieber zwischen Zentrum und dem bayerischen Bauern- zum Dreibund als sein Vorgänger, ^etne uiundlichen Ab- ausgefochten iverden.
machungen über das persische Eisenbahnfystem wahrend der vuno au.ge, ; c«ewerkickaftsstrcit
INS nicht so geheimnisvoll und unfertig, wie man in der in den christlichen Gewerkschaften aly Lv^'SoUfche mcht ein- ^lttttckcn Presse hie und da liest Aber derselbe fach.fchiveigend abwarten können, was Papst und Bifchose .Minister Saionoiu erklärte trotzdem am 26. April dieses beschließen, und daß die öffentliche MeiMing aus natio» Labres in der Duma, daß die Grundlage der russischen nalern Interesse sich den Eingrissen des in unser
auswärtigen Polini unerschütterlich die den Weltfrieden wirtschaftlich-fozioles Leben gegenüber mcht emschlafern '^^rnde Allianz mit Frankreich bleibe. Bei seinem Aus- lassen dars, dringt m immer weitere Krci e. Einer von !',ttbaltc in Paris habe er sich überzeugt, daß die leiten- den Männern, deren Zirkel dadurch gestört werden, her* franzöfüchen Kreise ebenso luie Rußland seste An- off entlieht in
Ijängi der Allianz seien und danach strebten, sie zu beider-!schwichtigungyartikel ,,-ver Waffenstillstand uu Gewerk
‘S bleinen ‘ jbot lickt
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