162. Jahrgang
Drittes Blatt
r. 280
L-scheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«.
tie ZamillendlLttrr" werden dem
Mnzeiger' otermal wöcheinlich betqeleqt, da« .KreMleti für den Kreis Gietzen" zweimal »rchenllick. Die „tandwirtlchastllchen Seit- fragen" erfchemen monaUich zweimal.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Mittwoch, 27. November 1912
RotattonSbruck und Verlag der Br üblichen UntoetfitäiS - Buck- und SteinönidereL
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Spedition und Druckerei: Sckul- ftratte 7. Expedition und Vertag: 51.
Rebafnon:e«sil2. Tel.-Adr.: AnzergerGleßen.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M. Cckweinemarktbericht vom 27. Nov. Tufaetiieben waren 1400 Cckweine. Vollsteiickige Cckweine von 80 bis 100 k? Lebendgewicht 6 ».00—70,00 IVf., Schlachtgewicht »».00-89.00 Mk., oollfleifdrige Schweine unter 80 kß Lebendgewicht 68.0 >—7o.00 Mk., Schlachtgewicht 87— 9.' 0 T«k.; volltteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 68.50—70.00 Mr^ Schlachtgewicht 87—89.00 Tif.; vollfleischiqe Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 68.50—70.00 'TIL, Schlachtgewicht 8 .00—»9 Mk. toelchäft mäßig rege, bleibt geringer Ueberftanb.
st kufeKe
in Milch, Kakao,Suppen oder Gemüsen die bestgeeiqnete, leicht verdauliche u. nahrhafte
Krankenkost.
XgttUh'
inftimmig Der
Entschließung angenommen:
Beschluß bet Dresdener Kongresses bleibt vollinhaltlich Die Christlichen Gewerlsclxisten halten fest an den
hätten, werden vor allem ermahnt, nach dem Kriege alles daran zu seyen, daß die Errungenschaften des Balkankrieges „oon den Tvnauien, vom Militarismus und der ervansionslütterncn Bour geoiiie bet Balkanstaaten nicht für ihre Zwecke mißbraucht werden". Auch sollen die Sozialisten am Balkan die alten 7v c i n t> • idjalteji gegen Türken und Albaner begraben und die Verbrüderung aller Balkan Völker proklamieren Den sozialdemokratisckcn Parteien Lcsterrcick Ungarns und der diesem angcsdiloisenen Länder wird au!gegeben, sich einer A k 11 o n a t >i c n 2 c r b 1e n z ii w i b e r • c i> c n u tb für bie angeschlossenen Lander das Neckt nur demokratische Selbstregierung zu verlangen. In bezug aus Albanien werden Oesterreick und Italien am grrorbert, Albanien als autonomes Glied einer demokrati schon Balkansöderatiou anzuerkennen. Die russischen Arbeiter werden inmpatbifd) begrüßt, weil sie bereits durch einen ProteU streik gegen die Kriegsgefahr Stellung genommen hätten. Nun land erstrebe die Vvrherrfckait am Balkan durch „verbreckeryefa Intriguen" und deshalb sollten die russischen Genoßen aui die Erneuerung des revolutionären Besreiungskamvics bedacht lein. Tic wichtigste Ausgabe falle jedoch der Arbeiterklasse Teutidp lands, Frankreichs und Englands zu. Sie hätten barür zu sorgen, daß ihre Negierungen sowohl Oesterreich-Ungarn als audi Nußland jede Unterstützung verweigerten. Ein Krieg zwilcken den drei großen führenden Kulturvölkern wegen des icrbtfdp österreickiscken Vasenstreits wäre verbreckrerischer Wahnsinn.
Schließlich spricht die Stunbgcbung sich für die beutld) britische Verständigung aus und verlangt zu bicicm Zwecke die Abschließung eines Uebereinkommens zwisckwn Deutschland und England über die Einttellung der «>- l o 11 en * tfiftungen und über die Abscfafsung des Seebeuterechts. .ter zweite Berichterstatter zu der .Kundgebung, Reicksratsabgeordneter Viktor Adler Wieu> brachte die Stimmung der österreickiicken Sozialdemokratie zum Ausdruck. Mit der ciniiimmtflcn Annahme des Manifestes gebe der Kongreß mit klaren W orten und in bestimmten Sätzen (?) die Richtungslimen für die proletarische Politik und zeige, was das wichtigste sei: vollkommene Einigkeit!
Für die Deutschen sprach Reichstagsabgeordneter Rechtsanwalt Haase Berlin',. Kein Bündnisvertrag könne das Deutsche Reich verpslicktten, für die Eroberungsgclüste, den Ehrgeiz und die Ruhmsucht gennsscr Kliauen auch nur das Blut eines einzigen Proletariers zu verspritzen. , .
prrau Klara Zetkin (Stuttgart) sprach im Namen der sozialistischen Frauen aller Länder, die gegen den Krieg feien, nicht nur weil sie Sozialistinnen, sondern weil sie vor allem Mütter seien. t ,
Nach einigen weiteren Rednern, unter denen sich auch bulgarische und italienische Sozialisten befanden, nahm auch Reicks- tagsabgeordueter Bebel noch das Wort, uni den Einbund der Arbeiter aller Welt den Drei und Vierbünden der verschiedenen Nationen gegenüber zu stellen. Er dankte den sck)weizerischen Behörden und der Baseler Kirchenbehörde für die freundliche Aufnahme des Kongresses und schloß mit dem Ruse: Es lebe die Internationale der Arbeit?
Daraus ging der Kongreß unter Hochrufen am die Internale und Absingung revolutionärer Lieder auseinander.
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Grundsätzen, die feit je für ihre Bewegung maßgebend gewesen find. Die Zugehörigkeit zu den Christlichen Verbänden wird in dem Rundschreiben den katholischen Arbeitern nicht verwehrt, ientbem ausdrücklich gestattet. Das ^Rundschreiben enthält Wen bungen, die als eine Unterbindung der Entwickelung der Be- kLkigung der Christlichen Gewerkscfaften ausgelegt werden. Ins- bcfonbcrc folgert man daraus eine schädliche Bevormundung innerer Bevölkerung. Diese Befürchtungen sind durch die neueste (frfiärung bei" Bischöfe beseitigt. Der Kongreß begnügt sich mit der Feststellung, daß zu solchen Befürchtungen kein Anlaß vorliegt. Das Teutfd'c Reich weist feine rein-katfalischen Gegen ben mit in sich abgeschlossener Entwicklung aus. Tie deutschen Fcrbältniffc fordern wirtschaftlid) selbständige Gewerkschafter! und die in den Christlichen Gewerkschaften organisierten Arbeiter haben auf dem Gebiete der wirtsdzaftlichen Selbsthilfe denselben
nut a. TL), des Garee-Drag.-RegtS. (1. reff.) Nr. 23, Bop 1 Darmstadt), deS Lerb-Trag.-RegiS ,2. Hesi.) Nr 24, zu Oberleutnants die Leutnants d. Landwehr-,Ink. 1 Aufgebots Kröll Gienen) und vilenz (WormS): zu Leutnants d. Res. die Bize- eldwebel bezw. Pizewachtmeiüer: Seckt iWeylar', des Gren - ReatS. Prinz (iarl von Preußen (2. Brandcnb.) Nr. 12, Lehr (’dödift', deS Znk.-Leib-NeatS Großherzogin (3. £»efi ) Nr. '17, tr r e n
1 Tannftabt), deS 9. Bad. Ink.-RegtS Nr. 170, Steuling • I Darmstadt, des Garde-Drag.-Regts. <1. Hess) Nr. 23, Leutnant d. Res TI a n (Franttnrt a M \ deS 2. Hess. Feld-Art.-ReatS. Nr. 61, «vnrde zu den Reserveolfizieren der Feld-Art.-Sdneßscknle versetzt Der 2lbsckied wurde den Oberleutnants d. Res. Ol den- bnrg (II Berlin), deS 5 Hess. InL-Regi«. Nr 168, Mai) (I Köln), Cbevlt. d. Res. deS Znk-Lelb-ReatS. Großherzogin (3. Heff.» Nr. 117, und dem Leutnant der Landwehr-Ini 2. Au<g ^Mainz) bewilligt. Zu Oberärzten ivurden beordert der Af nßenzarzt Schön d. Landw. 1. Aukg. und der Unterarzt der Reserve Dr. Weitzel (I Tarnt« flabt); dem Stabsarzt der Landwehr 2.9hdg. Tr. Gleim (Gießen) ivurde der Abschied bewilligt.
** Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Oberlehrer an der Gemeindeschule ui Heppenheim a. d. B., Rektor Maximilian Schmidt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als fünfzig- iäfrrigcn treuen Dienste uno der Hauptlehrer an der Ge- meindefchule zu Klcin-Auheim Karl "Friedrich Gieles auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung des Ritterkreuzes 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Bestätigt wurde: am 20. November der von dem Fürsten zu Vsenbnrg und Büdingen in Büdingen auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rohrbach präsentierte Lehrer Adolf Dunken berg er zu Heidelbach. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Herm. G l e n z aus Erbach i. O. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rainrod, dem Schulamtsaspiranten Eugen Schreiber aus Gundheim eine Lehrerstelle an der ktth. Schule zu Lampertheim.
Landkreis Gießen.
r. L o n d o r s, 25. Nov. Hier sind die Maseru heftig ausgc» treten; auch sind viele Kinder an Lungenentzündung erkrankt.
Kreis Büdingen.
TO. Michelnau, 26. Nov. Ein trauriges Groß- Herzogs-Geburtstagsfest mußte leider der hiesige Bürgermeister erleben. Er war mit anderen zur Empfangnahme einer Dekoration auf dos Kreisamt Büdingen geladen. Kurz vor dem Kreisamtsaebäude wurde ihm un • wohl, und als er das Gebäude selbst betreten hatte, fiel er zu Boden. Der herbeigerufene Arzt stellte einen Schlaganfall mit Lähmung fest und ordnete die Ueberfuhrung in das Büdinger Krankenhaus an. Eine Verbringung des', Kranken in seine Heimat, etwa im Auto, lehnte er mit Rücksicht auf den Zustand des Erkrankten ab. Bürgermeister' Diethmann ist ein gewissenhafter Beamter und allenthal-
Die auherordenriiche Tagung der christlichen Aewerkscdästen.
:: Essen, 26. Nov.
Ter Verband der Christlichen Gewerkschaften Deulsckland- fc iud Anlaß des Erscheinens der päpstlichen En zp kl i ko xc GewerlsdxntsTrage zu einer außerordentlichen Tagung ein Kufen worden, ötc heute vormittag im Festsaale des hiesigen fischen SaalbauS zusammemrat und mehrere Tage in Anspruch rfrnen dürfte. Die Enzyklika bildet den einzigen Punkt der layesordnung.
Ter Vorsitzende, Reichstagsabgeordneter Schiffer schlug ein- rttnb die Llbsendung eines Huldigungstelegramms an den Kaiser er, in dem die versammelten Vertreter von 360 000 christlich ehonalcn Arbeitern das Gelöbnis unverbrüchlicher Treue erneuern pb angesichts der drohenden Weltlage ihre Bereitwilligkeit cr< Hrni, für Vaterland und Volk jederzeit einzutreten.
Daraus verbreitete sich der Redner über den Zweck der Tagung. In Gesamtaussch.uß fei sich darüber einig gewesen, daß die CnznNika hin en Anlaß dazu biete, den bisherigen Charakter mb bie bewö hrte Praxis der Organisation irgend eit ju verändern, wie dies ja auch schon auf dem Dresdener (engreft betont worden fei. (Sehr richtig und Beifall?) Was b Tresden von den Arbeitervertretern beider Konfessionen treu «lobt worden sei, solle heute hier nodxmals wieder falt werden mb in dem ^eftljolten an den Dresdener Besdüüssen erblicke der ßesamtvorttand die beste Ckroäbr für ein erfolgreiches Arbeiten ad> in Zukunft. «Stürmischer Beifall.)
Der Generalsekretär des Gesanttverbandes, Stegerwald (fölnj behandelte den Gernerkschaftsstteit im katholischen Lager mb schilderte die Lage nach dem Erscheinen der Enzvklika. Sie ridpe sich allerdings nur an Katholiken: allein sie sei geeignet, b christlichen Gewerkschaften in ihrer Gesamtheit zu beunruhigen mb so loerde wohl niemand dem 'Kongreß die Kompetenz bc freiten, fidi mit ihr zu beschäftigen. Den.ckonfeft'ionellen Arbeiter je traten liege die religiös-sittliche Hebung, staatsbürgerliche Er- prfrtng imb Unterweisung der Mitglieder fn den Weltanschauungs-- Kmofen ob, wahrend den christlichen Gewerlsd;aften die Wahr- »bnung der Arbeiterinleressen bei Gestaltung des Arbeitsver- frltnisseS und was damit zusammenhänge, obliege. Beide Rich- lenqtn zusammen bildeten die christlicki-mationale Arbeiterbewegung. Fn dieser Arbeitsncethode seien bisher keinerlei größere grnnd- Wsch bedenkliche Sympthome oder praktisckie Sdyvierigkeiten her- treten. Die Enzyklika entspringe nidü der Inittative der hrir, sondern sei erlasßnt worden nach langjährigent Drängen frr latholischen Fachabteilungen. Eine katholische Getverksckiafts- knegung würde ferner In» in Deutschland nie den Einstuß er bgrn, den sie zur Durckftihrung der 'Jlirfgaben, wie sie den ernst frfien Arbeilerinteressenverlretungen obliegt, unbedingt nolwettdig )ot Unsere Gewnkschaftsbewegung bedarf der cnblidien Ruhe mb teansprucht rückhaltlos genau dieselbe Achtung und Bewegungs- imbrit, wie sämtliche gleichartigen Organisationen der übrigen Ktiiioe. Tas ist unser unbeugsamer Standpunkt. (Lebhafter a\v- immiber Beifall.)
Es folgte eine mehrstündige Aussprache. Sodann wurde
A«s Stadt und Land.
Gießen, 27. November 1912,
** Für die Sitzung derStadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, 28. Nov., nachm. 4 Uhr pünktlich, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Einfriedigung für Frau Generaldirektor Schrader in der Friedrichstraße. 2. Ausbau der Straße südlich der Psychiatrischen und Medizinischen Klinik und Verlängerung der Klinikstraße. 3. Vertrag mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft. 4. Verpachtung eines Grundstücks an den Heilstättenverein. 5. Antrag des Stadtverordneten Simon wegen Herstellung von Straßen. 6. Anlage von Voaelschutzgehölz. 7. Aufstellung von Warnungstafeln im Few. 8. Einführung einer Geschäftsordnung. 0. Einführung der Berufsvormundfchaft. 10. B i l l e t st e u e r. 11. Filial - und Waren haus st euer. 12. Gesuch um Aufhebung der Verbrauchssteuer auf Wein. 13. Festsetzung der Kokspreise. 14. Rechnung des Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1911. 15. Rechnung 1911/12 und Voranschlag 1912/13 der Löb ersehen Stiftung. 16. Rechnungsabschlüsse des Gas- und Wasserwerks, des Elektrizitätswerks und der Straßenbahn für 1911. 17. Gesuch des Georg Erhard um Erlaubnis zum Betriebe einer Kaffeewirtschaft im Hause Walltorstraße 19. 18. Tesgl. des Joseph Schlüter zum Schanlwirtschaftsbetrieb im £>aufe Kaiser-Allee 47 (Ostend). 19. Desgl. des Theodor Rödel zum Gastwirtschaftsbetriebe im Haufe Walltorstraße 28 (Zum Schwanen).
** A n s dem Militär-Wochenblatt. Zum Oberleutnant befördert wurde der Leutnant d. Res. TI o r e 11 (II Ter- (in) deS LeN'garde-Ink.-RegtS. «1. Hess.) Nr. 115; zu Leutnants d. Res. die TiAcfdDtvebel C astringius (Soest) des Ink-Re IS. Kaiser Wilhelm (2. Heß'.) Nr 116, Gresselmener >Münster), ?ea Ink.-Leib^Regts. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117; zum Oberleutnant der Leutnant d. Res. Heckler I Köln) deS Leib-Garde- Ink.-Regls. (1. Hefi.) Nr. 115; zu LenlnaniS d. Res. die Vize- macktmeister träufel (II Köln) fas 2. Hess. Feld-Art.-Regts. Nr. <11 , v. Mickae 1 (Neu-Strelitz, des Garde-Drag.-Reats. (I. Hess. Nr. 23, Lakrenz (II Haneburg), des Leib-Trag.-RegtS. (2. Hess.) Nr. 24; zu Hauptleuten die Oberleutnants d. Res. Gros (Urank'urt a. M.), deS ?mk.-Regts. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. il». Gassner (I Darmstadt), des 1. Nass. s^eld-Art.-Regts. Nr. 27 Oranien, die Overlts. TI e ck e r ^Worms), der Landw.-Jnk. 1. -Aufgebot-, TIö 11inaer (Worms), der Landm.-sfeld-An. 1. Aukg.: zu Rittmeistern die Obersts, der Res.: v. P a s s a v a n t tIrank-
D?g cingcfdlagcn, den vor ihnen alle anderen Erwerbsfckickten Tegangni sind. Die Christlichen Gewerkschaften sind mit dem hnrtfcfaftlid)cn und natimralen Leben Deutschlands aufs engste rerknüvft unb sind die einzige Gewerkschastsorganisation, die i ck neben der sozialdemokratischen Beweguttg eine eutt'ckvidende $*ttieutung versckasst hat. Die Christlichen Gewerkfckwften faben en Lebensiuteresse daran, daß die antinntionalc drriitentum Kindliche Sozialdenwkratie nid)t die alleinherrschende Monopol fi'lliing m her bcutidnm Gewerktchaftsbewegung erlangt. An lshorakier, Organisationsform und Wirksamkeit der dm ft lieben Ö>aocrTfdxiftcn wird nichts geändert werden. Die d)ri|tlid)en ^ewerkfd«iften werden weiter arbeiten wie bisher.
Wider Ern'arteu gingen die Berfandlungeu bereits heute zu 6nbe, die von dem Reichstagsabgeordneten Bohrend lEsfen) »i einem Hoch auf die Christlichen Gewerkschaften geschlossen Milden.
8?___' 1 " 1 —
internationaler Sojialiften^Kongrcfi.
~ Basel, 26. Nov.
(Schluß.)
Der Internationale Sozialistenkongrey beriet im weiteren Maui feiner Verhandlungen die internationale
Kundgebung gegen den Krieg.
Jean I a u r tz s (Paris' unterbreitete den Delegierten den Bortlaut der Kundgebung, die die ganze Titelseite des „Vor Witts" füllt. Ter Kongreß fordere die fozialdemokratifcken Par bttt auf, ihre Aktion gegen den JVrieg mit allen ihnen ;weck |(hig erscheinenden Mitteln fortzuseyen Die sozialdemokrati'cken |i 11 e i e n der Bal kanhalbins el, die mit heroischem Bet die Forderung nach einer demokratischen Föderation erhoben
ben hochgeachtet.
Kreis Friedberg.
S Bad-Nauheim, 26. Nov. Anläßlich des Geburtstags unseres Großherzogs veranstaltete die Stadt gestern abend einen öffentlichen Kommers, der aus allen Teilen der Bürgerschaft gut besucht war. Bürgermeister Dr. Kayser 'hielt die Festansprache. Allgemeine vaterländische Gesänge, Mu.sikvorträge, turnerische AufMrung<m des Turnvereins und gesangliche Darbietungen des Gesnng- vereins „Frohsinn" trugen zur Unterhaltung bei.
Kreis Wetzlar.
TO. Wetzlar, 25. Nov. Nach der amtlichen Personen- standsaufnahme hat die Stadt diesmal eine Einwohnerzahl von 14 224 Personen, 567 mehr als im Vorjahr. — In B e d)- fingen und Breitenbach sowie in der Oberförsterei Strupback) sind Telephonhilssstellen eröffnet worden.
© Krofdorf, 26. Nov Die Gerichtstage in Krofdorf sind für das Geschäftsjahr 1913 wie folgt festgesetzt: 6. Januar, 3. Februar, 3. März, 7. April, 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 22. September, 6. Oktober, 3. November und 1. Dezember.
a. Atzbach, 25. Nov. Die gestrige bei Gastwirt Dörr abgehaltene Versammlung der V e r e i n i g u n g e h e maliger 8 0 e r war auch aus Rodheim, Waldgirmes gut besucht. Viele Krie-gsveteranen wollen sich an der Jubiläumsfeier (7. und 8. Juli) in Wiesbaden beteiligen.
Blutarme, nervöse Frauen
11* junge Mädchen, deren Krästezustmid einer energischen Tiihesserung bedarf, finden ein blutbildendes Stärtungs- Bitcl von besonders günstiger Wirtung und ausgezeichneter Ä'vmmlichkeit in der Eisen-Somatose. Diese ist eine Ver- trigung des bekannten .)bräftigungsmittels ^omatofe mit 2h organisch gebundenem Eisen. Deshalb vermag sie nicht Ur — wie einfache Eisenpräparate — die Zahl der roten Nitkörperchen und den sogenannten Eisengehalt im Blute W erhöhen, sondern auch Appetit, Verdauung, Ernährung, Krfttezustand und Allgemeinbefinden gründlich und nach- hiltig zu bessern.
Die großen Vorzüge dieser Doppelwirlung werden ver- ßi^dlich, wenn man bedenkt, daß gerade Blutarme, Bleich- jüdihge und Nervöse meist auch mit Llppetitlosigkeit und ionfrigen Verdauungsstörungen zu kämpfen haben. Daß |trn«er die richtige Zufammenfetzung des Blutes außer von «tniigenber Eifenzufuhr besonders von einer normalen Ver- icuung§tätigtcit ab hängt. Aus all diesen Gründen erzielt ii? Lisen^Somatose Erfolge, die man von den gewöhnlichen ^.iparaten nicht erwarten kann. Manche derselben wirken
nock) dazu verstopfend, greifen die Magenschleimfaut an, schwärzen die Zähne usw. Die Eisen-Somatose, die das Eisen in einer leicht verdaulichen, organischen Verbindung enthält, ist dagegen von allen vorgenannten Nebenwirkungen frei
Wer die Eisen-Somatose anroenbet, wird ihren günsti gen Einfluß in der Regel nach 3—4 Wochen, oftjüC)entlief) früher, feststellen. Beginnend mit allmählicher Steigerung der Eßlust, wird durch gründliche Ausnutzung der Speisen und gesündere Blutbildung eine bessere Ernährung und Kräftigung des gesamten Körpers, besonders auch der Nerven, ermöglicht.
Damit ist meist eine fühlbare Hebung des Allgemein- beftndens unb der Lebenslust verbunden. Diese Besserung erkennt man auch äußerlich in frischerem Aussehen, Muskel- ansatz, Gewichts zu uahmem und — bei mageren Personen — in Rundung der Körperformen, ohne day es zu unschöner Jettbildung kommt. Die Eisen-Somatose hilft nur den gesamten Stoffwechsel und damit auch den Ernährungsund Kräftezustand des Körpers wieder normal gestalten.
Einen überzeugenden Beweis für den Wert der verschiedenen Somatosen, von denen die Eisen-Somatose be
sonders für Blutarme und Bleichsüchtige bestimmt ist, geben die über 260 Originalaufsätze, welche namhafte Prosessoren und praktische Aerzte in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichten. Eine gleiche Beachtung wird von keinem ähnlichen Mittel auch nur annähernd erreicht.
Anstatt also unbekannte Präparate zu probieren, wird man als Kräftigungsmittel bei Blutarmut, Bleichsucht, Nervosität der Frauerr usw. z u e r ft zur Eisen-Somatose greifen, die die größte Wahrscheinlichkeit des Erfolges für sich hat. Ein Versuck) mit ihr sei besonders auch denen empfohlen, die schon durch ungeeignete Mittel enttäuscht wurden.
Man verlange in der Apotheke oder Drogerie die neue flüssige Eisen-Somatose zu Mk. 2.75 die Originalflasche. Durch ihre sparsame Anwendung (für Erwachsene dreimal einen Eßlöffel täglich, für Kinder die Hälfte) stellt sich die Eisen-Somatose auch im Gebrauch billig.
Es werden oft minderwertige Nachahmungen als „Ersatz" oder „ebensogut" angeboten. Man lasse sich dadurch nicht schädigen, sondern bestehe auf Lieferung der Eisen-Somatose, für die es keinen wirklichen Ersatz gibt.
G®k.


