Zweites Blatt
Bf. 51
162. Jahrgang
Erscheint fltfntf» mti Ausnahme des Sonntag».
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66.00-68.00
65.00—67.00
52.50—53.50
I K lutem Gewissen unb Befriedigung der Verwendung der Mittel
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I Wit^zwecken verwandt Alben, daß wir in derselben oeit aber H Millionen Mark neue Schulden gemacht haben, um unsere
Vermietbare Safes (Schrankfächer)
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Die Direktion;
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51.50-53.50
51.50—53.60
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Mk. 60-65 55—69 50—54
66.00—68.00
66,00—67.00
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cineS religiösen und braven LebrerstandeS zu schätzen. Und wenn wir uns bereit linden lassen, die materielle Lage der Lehrer zu bessern, so geschieht eS um den Teil der L'ebrenchast, der und nach nationaler und religiöser Seite hin besriedigt.
Ter Abg. Leun iBauernlnind) bat unter dem 29 Januar ■ }. <.. ---- djx durch die Reichs-
ussübrung 95
De „Siebener LamUiendläNer- werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beigrtegt, bat Jreliblott ftir den Kreis Sieben" iroetmal «ichenilich. Die ..tandwirischastliche» Seit- fragen^ erscheinen monatlich zweimal.
Bizevräiident Ko r el l - Angenrod: Herr Abgeordneter, das geht entschieden zu weit, ich ruic Sie zur Ordnung.
Abg. Hebel fährt fort: Dir würden es bedauern, wenn die Reform des Schulgesetzes sich in liberalem Sinne bewegen würde. Meine Fraktion steht nach wie vor auf dem Boden der Konfesiions-
Pollsleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht
93oU|ietfci)ige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. .......
Nollsteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht
Vollste ischlge Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht
Donnerstag, 29. Zebruar 1912
Urtettonlbnid unb vertag der vrüdl'schoa UntoersuLts - vuch- unb StrinhrudeaL 9L Lange, Lietzen.
Kälber.
Feinste Masikälber
Mittlere Mast- und beste Saugkälber ....
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . .
Schale.
Ctallmastschase:
Mastlämmer und jüngere Masthammel . . .
Weitere Masthammel, gm genährte junge Schale und geringere Mastlämmer.......
Lchweine.
RebaftUn. Expedition unb Truderet: Schul- stratze 7. Erpedition unb Verlag: 6L
Rebafnorce^lll. rel..Slbr^AnzeigerL retzen.
waren MchüPsH ichsen Psg. 0'^ ckten Psg.
Kilo-Brol 0^ Psg.
a den Heber schlissen für allgemeine Zwecke auftimmcn kann. I B treiben eine falsche Eisenbahnfinanzpolitik. Denn wir uns I H Entwicklung der Schulden ansehen, so ist sie außerordentlich
Mi-ssant. In der Entwicklung der Schulden wird uns ge- 1 «■ baü wir zwar 33 Millionen aus den Eisenbahnen zu
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Märkte.
le.Frankfurt a.M. D i e h h sl-M a r kt b e r l cht vom 29 Febr. Aultrieb: 42 blinder, darunter 1 Ochse, 00 Bullen, 41 Kühe und Färsen, 947 Kälber, 75 Schale, 1643 Schweine.
Tendenz: Rinder geräumt, Kälber, Schafe und Schweine leb- hast, geräumt. Preis lur 100 Psd.
Lebens- odjla Dt- gewicht
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Goldrand^ n- , „ Psg. "0
'• 1 Zucker n\ ?'"• Psg. ™ iHttt 95 S195 ll) P!,. 95
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesjen
einen Antrag eingereiebt, der dalnn ging, die durch d,e Reichs- slnanzresorm erzielte Besteuerung der Zündivaren, des Kaffees und ^ce->, des Tabaks, des Branntweins wieder abzuschatten und die Ausfälle durch Reickrseinkommen. und Reichsvermögensteuer owie durch die Reichserbschaftssteuer zu ersetzen. Diesen Antrag bat der Abgeordnete aber wieder zurückgezogen. Er begründet eine Zurücknehung damit, das; er sich davon überzeugt habe, bau eine ErbfckxMsiteuer große Hnzuträglichkeiten mti sich bringen würde. Er wendet sich besonders gegen die vom Abg. Henrich gegen ihn deswegen erhobenen JBorroürfe^
Damit ftblicBl die heutige Sitzung. awrtsetzung der Beratung
handel.
'* 4 p r o z. n e u e P s o r z h e i m e r S t a d t a n l e i h e. Tie Darmstädter Bank hat eine 4vroz. Anleihe der Stadt Pforzheim m Baden in Höhe von 10 Millionen Mk. übernommen und gibt die Obligationen z» dem sehr billigen Kurse von 98’. Proz. ab. Wir veriveifcn ans die heutige Bekannlmachnng im Inseratenteil
Konkurse. Heber das persönliche Vermögen des Wemhand- lers I. Z a n d er zu Bosen heim, Gesck)äftsführers der Fa. Weingut Eppler, Joses Zander u. Co. zu Bosenheim wurde am 'IO. Febr. das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemein icknildner feine Zahlungen eingestellt Hal. Der Rechtsanwalt Altendors in Wolf- tein wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen ind bis zum 1. März dem Amtsgericht Wöllstein anzuinelden.
Staatsministr-r Ewald: Der Abg. Ulrich sagte, daß für die unteren Klaffen nicht genügend getan würde. Er denkt wohl nicht an die Boneile, die die Bersicherungsgesetzgebung gebracht hat. Tie BerficheNen haben mehr als drei Milliarden Mark an Entschädigungen erhalten, als sie an Beiträgen leisteten. Auch denke man an die Erholungsheime unb an die Krankenhäuser. Auf alles daS kann die deutsche Bevölkerung stolz fein. Kem anderer Staat hat das getan. Der ?lbg. Ulrich hat weiterhin die Behauptung ausgestellt, daß er Demonstrationszüge für nötig halte, weil sie geeignet seien, das Gewissen der Regierung zu schärfen. Aber Politik wird hier und im Reichstage gemacht. Ter Abg. Ulrich kann sich nicht darüber beschweren, daß hier die Sozialdemokratie nicht zu Worte käme. Temonstrationen lassen sich nicht in dem Rahmen halten, in dem sie ursprünglich geplant sein mögen. Tie Masse ist nicht lenkbar. Das sehen wir bet allen Streikunruhen. Ich selbst bin von manchem Elend unterrichtet, das aus Demonstrationen entspringt. Die Sozialdemokratie würde ein gutes Werk tun, wenn sie vor solchen Demonstrationen wanit. (Abg. Ulrich: „Tut fie.") Es muß noch viel gespart werden, darin stimme ich mit dem 4lbg. Ulrich überein. Aber was wir bisher getan haben, muß beachtet werden. Der Staatsminister verliest dann eine Reihe von Posten, die man bereits erspart hat. Mer alles muß vernünftig und maßvoll gemacht werden. Ich halte es für unrecht, es dem Lande gegenüber so barzustellen, als sei nichts getan worden, um mit einer möglichst befdKibenen Zahl von Beamten auszukommen. Es ist nicht nur an den unteren Stellen gespart nun n, sondern vor allem auch an den oberen. In der Oberrechnungskammer -. B. ist nur oben gestrichen. Ter Staatsminister legt dann die Anstell ungsverhältnifse der Schreibgehilfen dar unb vergleicht die Einrichtungen Hessens in dieser Beziehung mit denen einiger anderer Bundesstaaten. Ich bin ganz der Meinung der Abgg. Henrich und Molthan, daß, wenn eine Aenderung eintntt, mit möglichster Schonung vorgegangen werden soll. (Bravo.) Die Zahl der definitiv anzustellendeu Schreibgehilfen muß aber geschlossen werden. Zur Zen des Freiherrn von Stark hat man chon einmal den Versuch gemacht, einem Minister die Führung >cr gesamten Geschäfte zu übertragen. Das hat zu Unzuträglich- feiten geführt. Man muß verantwortliche Minister für jedes
Ressort' haben. Ein Mann kann das nicht übersehen, wenn er bas aber nicht kann, dar, man ihm auch nicht die Verantwortung übertragen. Tas hieße nicht organisieren, sondern desorgam-
ALg. Hebel (Ztr.) Die Ziffern des Hauptvoranschlages wollen flamme unb doch beredte Zeugen von den Plänm und Absichten sein, die den Finanzminister um das Wohl des Landes bewegen. Man bat in den einzelnen Ressorts Ersparnisse enteil. Tas ist ein Fortschritt unserer Finanzverwaltung. Es ist gefährlich, einen Finanzminister zu loben. Aber der Umstand, datz Se Exzellenz in schwerer Zeit fein Amt angetreten hat, verdient vollste Anerkennung. Meine Fraktion fühlt sich veranlaßt, dem Herrn Finanzminister dafür ein Kompliment zu machen. (Ter Minister nickt zum Zeichen des Dankes.) Wir haben Vertrauen zu unserem Finanzminifter. Aber seine AdwalzungsvoliNk kann doch bcbenfiid) werden. So ist es nicht gut, die Äölten tur die Oberrechnungskammer auf die Gemeinden abzuschieben. Wir erkennen die Notlage der Beamten vollständig an. Trotzdem aber müssen wir die Bewilligung von Mitteln zur Besoldungsrevmon aus Kosten einer besseren Schuldentilgung für eine bedenkliche Sache halten. Wir müssen uns Vorbehalten festzustellen, ob erst die Menschen und dann die Schulden kommen. Auch unter den Gemeindebeamten unb Bediensteten herrscht eine Notlage. Tie meisten haben ein Gehalt, das noch nicht einmal dem Wort -tage lohn entsprechen würde. Ich bitte deshalb, den Gemeindebeamten weitgehendes Wohlwollen entgegenzubringen. Auch in den Kreiien unseres erwerbstätigen Mittelstandes ilt die Notlage dringend geworden. Sie ist nicht auf die Finanzreform, noch aus die Schutzzölle, noch auf den schwarzblauen Block zurückzusühren. Bei Vergebung von staatlichen Arbeiten und Lieferungen bitten wir, den Mittelstand zu berückiichtigen. Was beweist die Notlage der landwirtschaftlichen Streife? Sie beweist, daß die Landwirtichait noch nicht genug beschäftigt ist. Sic blutet noch schwer aus den Wunden, die geschlagen wurden in der Caprivizeit. Wenn heute die Bauerti etwas mehr erhalten für Korn, Milch ufro., wer ilt cs der da gleich mit schweren Anklagen hervortritt? Es sind die zerren der Linken Jetzt spielen sich diese Jöerren auch als Vertreter des Bauernstandes auf. Bor der Wahl las mans anders. Wenn auch nur die Hälfte der Fürsorge getroffen worden wäre, wie für untere Arbeiterschaft, dann hätte eine solche Landflucht nicht stattgefunden. Turch die soziale Gesetzgebung ilt dem Bauernstand eine schwere Last auferlegt worden. Auch der Ar beiter hat ein Interesse daran, daß der deutsche Bauer aus Ieiner Scholle bleibt. Glauben Sie, der Arbeiter würde billiget leben, wenn das Getreide vom Auslände käme? Wir sind nicht der Meinung. Wir verlangen gesetzlichen Schutz für unseren Bauernst an b aui dem Wege der Landesgesetzgebung und der Verwaltung. Aber auch der Winzerstand dars nicht zu kur; kommen. Gerade dieser Stand batte unter all den sieben Plagen Aegyptens zu leiben Tas letzte Jahr hat nur einen geringen Teil des schadens wieder gutqemadjt. Die Bekämpfung der Reblaus dars nicht als Schikane von den Winzern empsunden werden. Ter Redner geht dann kurz auf die allgemeine politische Lage ein. Ich hätte gewünscht baß Tr. Osann enblich diese linksliberalen Anwandlungen abgeftreift hätte im Intereffe eines gedeihlichen Zusammenarbeiten- der bürgerlichen Parteien. Tie grobe Verhöhnung des Abg Ulrich kann ich nicht umhin für eine Gemeinheit zu erklären.
WGvoranschlag, ist der t
Abg. Ulrich (Soz.): Tic allgemeine Finanzlage scheint *<l ruckst so rosig zu sein, wie viele Redner behaupten: denn Gift würde man den berechtigten Forderungen der Beamten- jch'i ohne weiteres nachkommen. Um die Beamten zu ihrem Kur zu verhelfen, würde selbst die Sozialdemokratie vor einer Brurrerhöbung nicht zu rück schrecken. Die Steuer müßte eine
igressivn in der direkten Steuer, eine Progression m der mögenssteuer bringen, damit nur die Reichen betroffen werden, n fordert von uns Vorfchläge. Tas ist Sache der Regierung.
Regierung ist heule die Geschäftsführerin der sogenannten verhaltenden Parteien. Wenn wir einmal die Mehrheit tn m tzausc haben, bann wird die Regierung die Geschäfts- «renn der ganz staatserhaltenden Partei sein. Tic Enttmck-
3 gehl in der Richtung zum Sozialismus. In der Verwest- Ws zeigen sich fortgesetzt steigende Ausgaben, bic mit den Ein- Ümcn nickst gleichen Schritt halten. Die finanziellen Resul- 2! der Eisenbahngemeinschaft sind leider nicht derartig, bau ich
Airchttche Nachrichten«
J$racini|d}e ilchgionsgcmcinöe.
Gottesdienst in der Synagoge .Süd-Anlage), SamStag, den 2. März 1912:
Vorab end : 5.45 Uhr.
Morgen«: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr.
Sabbatausgan g: 7.00 Uhr.
Israelitische tteliaionsgesellschast.
Gottesdienst.
Sabbatfeier am 2. März 1913:
Freitag abend 5.40 Uhr.
SamStag vormittag 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-AuSgang 6.55 Uhr.
Sonntag, den 3. März 1912: Purim.
Morgens 6.30, abends 7.00 Uhr.
hesfische Zweite Kammer.
. bs. Darmstadt, 28. F^br.
Genau zwei Stunden und fünfunddreißig Minuten cd) heute der sozialdemokratische Abgeordnete Ulrich, itit zwar vor säst leeren Bänken, da viele von den Ab- irbneten sicher der Ansicht waren, daß sie immer noch bg genug kämen. Und sie hatten in der Tat kaum vs versäumt. Der sozialdemokratische Redner wußte Bi neues hervorzubringen. Wer man würde ihm un- tun, wenn man behaupten würde, er wäre ein un- cssauter Redner. Was er sagt, weiß er recht in- ifmt und oft sogar reckst eindringlich vorzutragen. Tie tralischen Bewegungen und Betonungen scheinen unbc- cjstigt zu sein. Wte naiv ost die Auffassungen des ners sind, beweist die allen Ernstes erhobene Forde- Lag, der hessische Staat möge sich in Zukunft mit einer Mllenz begnügen Daß er auch einen festen Glauben I feine sozialdemokratische Sache hat, wird ihm niemand Mkeuken. Die Behauptung aber, daß unsere ganze Ent- runfl zum Sozialismus neige, ist etwas kühn. Ebenso daß die Sozialdemokratie die wahren Volksfreunde ■tn. Auch die von ihm in den Himmel gehobene Politik fc Straße lvird sehr geteilter Meinung begegnen^ [ Aurz und sachlich war die Erwiderung des Staats- Misters. Sie wirkte umso mehr, als der Hörer nach Ei langer „Höhenwanderung" dock) endlich wieder einmal Mn Boden unter den Füßen fühlte.
| iic Rede des Abg. Hebel war eine echte Zentrums- B».. „Wir behalten uns die Entscheidung vor", man ist Mjucht hinzuzufügen: je nachdem der Wind weht. Herr Itifl konnte es sich iticht versagen, auf den Zwischenruf fr» Lbg. Ulrich von gestern zurückzukommen und ihn als che „Gemeinheit" zu bezeichnen, wofür er einen Ordnungs- i etnslecken mußte. Besonders an der Schule will er Wit viel reformiert wissen. Nur für religiöse und brave fcbrer hat seine Partei etwas übrig.
| ier Abgeordnete Leu u hatte mit der Begründung der Mmüziehung seines Antrages gegen die Reick)sfinanz. Mim wenig Glück. Seine Worte fanden kaum noch Ge- t, da das Haus nicht mehr aufnahmefähig war.
Sitzungsbericht.
I Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 9V* Uhr.
■ ?lin Regiernngstisck-e sitzen Staatsminister Ewald und die r Her Tr. Braun und v. H o m b e r g f sowie eine Anzahl Änificrialräte. Bei Eröffnung der Sitzung ist das Haus ziem- L’* i 'i
I Ter erste Redner zur Tagesordnung, Beratung über den
in unserem diebes- und feuersicheren, unterirdischen Gewölbe zur Aufbewahrung und Selbstverwaltung von Wertpapieren etc. Mietpreis eines jeden Faches je nach Grösse von Mk. 10.— au fürs Jahr.
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ifcjiliditungcit zu erfüllen, die au* dem Eisenbahnvertrag au! uns ’lirlomnicn sind. Wir wären mit den Eilenbahnen glücklicher Whren, wenn wir einen Vertrag gemacht hätten, wie ibn ein Kfmann macht, nämltdi, daß jeder Teil zunächst lerne wirklichen »lagen verzinst und bann eine Verständigung über die Hohe Ueberschußziffer herbeiführt. Dann hätte man lehr, wvlst eine rC'te Verteilung der Reinübericküiie der beiden Aisocss her- ÜTtcii können. Ter Redner kommt dann auf die Beamtenrragc zu idcn Tr Osann hat einmal in Offenbach gesagt, daß das Land Ilt" seinen Beamtenstand an den Rand des Slbgrundes ibn wirb. Tas kann nur geschehen, wenn wir zu viel Be- haben Ich bin nach den Verhandlungen, die wir tn der „Mion für Vereinfachung der Staatsverwaltung geführt In, nicht zu der Heberzeugung gekommen, datz daher etwas «usgekoinmeu fei. Tie Vereinfachung der. Staatsverwaltung » am falfdK» Ende angefangen, eie trint die höheren Be tn nur vereinzelt. Nur die armen, Bauaiprranten sind die tu Opfer gewesen. Wollen wir ernstlich Ivaren, wollen wir - ivirfiidK Vereinfachung unseres Beamtenkörpers durch^tzen, i ist ei nötig, daß wir bei den Ministern anfangeu. 4.ann rötig, daß wir statt der drei Exzellenzen nur mit einer iLlens zu tun haben. Eine Exzellenz iMje für geilen ge- t genug. Ich habe mit dieser meiner Auffassung weder hier 1 im Vereinfachungsauslchutz Anklang gefunden. Mau loll einzelneii Beamten anständig bezahlen, ober Nicht an 8-teile, wo einer genügt, dreie hiwetzen. W.r haben einen entenapvarat von 5078 Penonen, davon sind 1929 SKa
IKfer. Ich habe diese Ziffern erhalten, nachdem ich die Ge- Er zugrunde gelegt habe Was kostet "ns dieser Äpp ) ic Herren, die 1929 Akademiker erhalten ru^lO500 000 Mk tu die 3129 Nichtakadeniiker erhalten b 200000 art.
Ei in Summa mehr als 16 700000^arF fi.r unierc Beamten fc Was können wir tun, um im finite de» ^cmi Kollegen Drni ernstlich eine Besserung herbeizuiuhren? Eme ganz -eA ber höheren Beamten könnte auf den ^"kwber bew l g Men, weil es auf diesen Posten nicht genug »st tun gibt. Wir Een dafür sorgen, daß im neuen Hauptvoranichlag niw Illen geidiarfen werden. In der ofnsiellen ^tunhung »ei pferung für die Verstaatlichung der Polizei m ~H^b EaClgemeinen Bezug genommen aui die ffs^^achs Den Anstoß da;u hat ein lozialdemokrati ck^ r uu > g ij|.l«n. Im öffentlichen Leben der heutigen Dolker sm Kienen auf der Straße erforderlich. ’ nun
Ke mehr als übertriebene Polizeierlai|e. 3ch rom»1?
fct öffn Leistungen des vorigen Landtages und was h ' " ■ RJ gefügt bat. Ich bin nickst der Meinung, daß das, -
Raiffen haben, gut ist. Das Volk muß erst ba? fahlen richng
JS? muß Ihnen lagen d" Regier wendet ÖU1UIV11 14VVl lluu# uUI v.... r................
gfctj ^eite bi^ vau.es zu), daß Tlur i Wir tragen um so grötzeres Bedenken davon abzulasien,
.LKautelen, die direkt gegen bte ^Irbmter 9^.r mitz l als aerobe ein barächllicher Leck der Lehrer)chast m fernen pole Niederlage erlitten haben, galten wir beu? angvu^u*
Griginal-vrahtmeldungen.
Aus der Hessischen Zweiten Kammer.
bs Darmstadt, 29. Febr. Präsident Köhler eröffnet um 9»h Uhr die Sitzung. Das Haus ist anfangs wenig gut bt*K seht. Abg. ftorell (Angenrod- erhalt zuerst das WoN. Er ührt aus: Seine Partei fei bereit, an der Schuldentilgung unb an der Aufbesserung der Beanttengehälter mitzuarbeiten. Unferc. Finanzen sind zwar nicht glänzend aber gut. Mit den prozentualen Zuschlägen zu den Beamtengehättern ist der Redner nicht einoer- tanben. Das Pensionsgesetz müsse ebenfalls geprüft werden. Seine Partei hoffe, daß keine Steuererhöhung notwendig sein werde.. Seine Partei iverde auch an der Revision des Eisenbahngemeui-- chaffsvertrages mitarbeiten. Seine Partei sei Anhängerin der' Simultanfchule, will aber die bestehenden Konsessionsichulen erhalten. Zum Schluß fordert der Redner von der Regierung schärfere Maßnahmen gegen die Zigeunerplage.
Geheimrat Tr. Becker spricht zunächst über die Steuerfrage unb geht bann auf die Reichswerizuwachssteuer ein, wobei er sich scharf geg n bin Abg. Ulrich m^nbit.
Väfol die Gewichtszunahme der Säuglinge zu wünschen übrig, io greife man verirauenSvoU zu den, nie versagenden Neftte'S ttinbermcbl, und man wird seine kühnsten Hoffnungen erfüllt sehen. ”inc Brobedose gratis durch Neitle Geiellichait, Berlin N 57
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ibirftbl. io toä«. ton ben Sotionaltoerotel. nur nod,I tM« «» tat* »ir“tii?n“
einige wiedergekommen, von den Bauernbunblern einige mehr, Ut, da«er an «ertrauen eingcb tßt^ ha ,, IJJ™/ „nh von den Schwarzen ... so so. Aber schlecht wäre es euch gegangen. T>e Masse der Wähler brauckst lange Zeit, bis sie begreift, wo ihre Freunde sitzen. Aber wenn sie es begriffen hat, dann ist euer letztes Stündlein da. iGroße .Heiterkeit.) Der Redner geht dann auf die Resultate der Lanbtaaswalsten bc> näheren ein. Wir sind in Kreise eingedrungen, an die wir srüber nicht gedacht haben. Tie Herren Nationalliberalen und vom Bauernbund dürfen sich fiar darüber sein, daß die Zeit ihres Endes kommt Nach den Ziffern der abgegebenen Stimmen stein bic Fortschr,ttlick>e Volkspartei an zweiter Stelle, die National liberalen erst an dritter, das Zentrum an vierter und der Bauerii-- bunb an letzter Stelle. Merken Sie, w,rs das Volk gewollt hat r In diesem Resultat liegt eine Verurteilung der (^efiTjqebung des vorigen Landtages Diese Verurteilung werden die Wähler bei den nächsten Wahlen noch unterstreichen. (Der Abg. .tr. Fulda ruft: ..Aber kräftig". Große Heiterkeit.) Tie große Mehrheit des hessischen Volkes ftcht nicht auf dem Standpunkt des schwarzblauen Blockes. Es beißt, wir Sozialdemokraten ruinieren den Bauernstand. Nickst die Sozialdemokratie bat den Bauern von -Haus und Hof verjagt, sondern der Kapitalismus. 341 899 Personen sind heute nur noch in der Landivirtschaft beschästigt. Das sind Ziffern, die beweisen, daß bic Zollpolitik die Kleinen rinnert, ebenso die kapitalistische Wirtsckiaftsordnung. Warum besteuert man überhaupt die kleinen Einkommen von 500—900 Mark. Jeder Volksfreund muß daran denken, Gesetze zu schaffen, die die Folgen der jetzigen Gesetzgebung wieder beseitigen.
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