Ausgabe 
27.4.1912 Viertes Blatt
 
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viertes Blatt

Ar. 99

162. Zayrgang

Giehener Anzeiger

trlcbrtrn ti<fh> mtt Ausnahme d«S Eonntoq*.

General-Anzeiger für Oberhefjen

Dv ^Oleheaer fMriUevblfltter** werden dem Snjfiflrr* viermal wöchentlich beigelegl, bet Krrtsblea fflr bei Krell Gießen" jroeimal wöchentlich. Tielandwlrtlchastllche, Lett- freetr* erscheinen monatlich zweimal.

Bedaktron, Ervedilion und Druckerei: Sdnil- straie 7. Erpedttion und Verlag: 6L

Redakl»on:s-GK l12. rel.-Adr-AuzelgerLie»en.

Samstag, 27. April 1912

Rotanonsbrira und Verlag der Brüblichen Universität- - Buch- und Siemdruckeret.

9L Lange. Dieben.

an

UNi

schnelle Wachs-

DonnerStag,

[..51

beteiligt werden.

igDer Astrolog" und vielen Textbildern. , Kos mos, Gesellschaft der Naturfreunde"

brandtschen Radieruw

Dienstag, Mtillwoch,

1897 .

1899 .

1902 .

1905 .

1908 .

Der- Per-

Bibelstunde, Wetzsteinstr. 38; Turnstunde, Turnhalle bet Stadtknabenschule;

Lese- und Spielabend, Welz- steinstraße 38.

Gottesdienst, der StaotNrche. Pfarrer D. Schlosser.

Tr. Wegener's Tee wirkt kehr mild, dennoch gründlich und sollte in keiner Familie ieblen. Preis Mark 1.50, in Apo- tbeken erhältlich: wo nicht vorrätig wende man sich an Ferro manganin Gesellschaft, Frankfurt a/M. ttrouvriuzemtr. 55. D6/.

tum der Vermögen, Fürst von Henckel-Donners mard auf Neudeck hatte ein Vermögen

Verwögen von Mill. Mark . 65

. 85

. 96

. 120

177

r*kffaftcn der Ne-aktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt^

L. L. liebe, die E n t f e r n u n g d e r B a u in p f t a u z u n q en ben Grenzen des 9tachbarS sagt das hessische AuS'ührungS-

3n

Vormittag- 9X Ubr:

Einkommen von Mill. Mark

4 5 6 8 12

scheinungcn in einer harmonischen Vorstellungswelt zu ordnen, erleben wir in aller Kürze mit gespanntestem Interesse nochmals mit. Das im besten Sinne populäre Bändchen ist der weitgehendsten Anerkennung sicher nud so geschrieben, daß jedermann sich darnach ein treffendes Bild von der Entwicklung machen kann.

vüchertisch.

Dannem ann, Dr. F., Wieunser Weltbild errt- st and. Die Anschauungen vom Altertum bis zur Gegenwart scher den Bau des Kosmos. Mit einem Titelbild nach der Rem-

lürdilicbc Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Gönn tag, den 28. April, Jubilate:

Gäste, besonder- die Neukonfirmierten auS allen Gemeinden stet- herzlich willkommen.

firau Berta Krupp von Bohle» fiütft von Henckel-Donnersmarck Freiherr von Goldschmidt-Rothschild Fürst von Uiesl Fürst von Plcs;

HaiiS Ulrich Graf von Schafsgotsch-Kovpitz Franz Hilbert Gral Tiele Wincker-Aloschen Kommerzienrat Henschel Thyssen

Ernst von Mendelsohn

Prinz Hoheulobe-Jngelfingen

Besonders bemerkenswert ist dos

Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für die AlatthäuSgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.

Von Sonntag, dem 5. Mai, an nehmen die Frühgotlesdienste 8 Uhr und in Verbindung damit die Christenlehre für die 91eu-

gefetz zum Bürgeil'cheii Gesegbuch in Artikel 85, daß Bälune und St>äucber do» mehr als 2 Vieler Höhe nur in einem Abiland von 2 Meter, sofern sie 2 Vieler oder weniger hoch sind, nur in einem Abstand von einem halben Vieler von der wrenze des Nachbar^ grnndstückes gehalten werden. Der Abstand wird von der Mittel­achse des Baiimes oder Strauche- bis zlir Grenzlinie gemessen, und zivar an der Stelle, wo der Baum oder Strauch an- dem Boden herau-lrilt. Durch Lokalpolizeiverordnung können andere Absläiide estgesetzk iverben. Der 'JlaciVbar kann nach Art. 86 die Entfernung aller Baume unb Sträucher verlangen, die in einem geringeren Abstand gehalten werben. Diese Vorschriften finden feine An­wendung auf Baume unb Sträucher >n Gärten mit fester Ein- 'liedigung, wenn bie Bäume zn einer Zeit angcvfianzt ivorden find, zu der der Garten nicht an Aecker, Wiesen oder Weinberge grenzt; auf Baume und Sträucher, die beim Ink afltreten deS Oie- seyes «1. Januar 1900) vorhanden sind, sofern ihr Abstand von Dem Nachuargrundslück den bisherigen Gesetzen nicht widerspricht. Danach müssen Sie die ne «gepflanzten Bäume 2 Vieler von der Grenze entfernt hallen.

MMViöMiWmbi braucht nicht anszufallen, meine Herren, wenn Sie sich antrewöhnen, HN Wybert-T abletten bei sich zu

MM WM MM führen und bei belebter Stimme M M WM oder rauhem Hals davon zu nehmen.

..Es xribt kein besseres Mittel, um die Stimme sofort klar und frisch zu machen. Dies ist der Inhalt zahlloser Zeugnisse über die in ihrer Wirkung: unerreichten Wybert-Tabletten, die in allen Apotheken 1 Mark pro Schachtel kosten. fss/11 Niederlage in Gieeaen : Pelikan-Apotheke, Kreuz 2.

wandern und Reifen, Lader und Sommerfrischen.

Bad - Nauheiin, 25. April. Cme Neueinri ch,t u n g, die allseits besonders von Musikfreunden begrüßt werden dürste, ist für die kommende Saison für die SamStagskonzerle i m KonzerthauS geplant: Es handelt sich um die versuchsweise Einführung von Abonnements bei den Sinfonie- unb K ü n sl l e r k o n z e r t e n. Zur Ausgabe gelangen ganze Abonne­ments (eine Art Passe partouts) für einen bestimmten Platz in Loge, Balkon ober 1. Parkett, und halbe Abonnements. Für die ganzen Abonnements werden 20 Konzerte (12 Sinfonie- und 8 Künsllerkonzerie) garantiert. Tie Preisermäßigung beträgt 33'/» Proz.; die Karten sind übertragbar. Die halben Abonne­ments für je 10 Konzerte werden in Form von Gutscheinheftchen veransgabt, die übertragbar sind und wahlweise für Sinfonie- und gewöhnliche Kümtlerkonzerte benutzt werden können, bet letzteren mit entsprechendem Zuschlag. Tte Preisermäßigung bei halben Abonnements beträgt 25 Proz Tie Gutscheine gellen für keinen bestimmten Platz, sondern müssen für jedes Konzert bis zum Konzert- lagabend spätestens 6 Uhr an der Vorverkaufskasse Im Kurhaus gegen eine bestimmte Platzkarte umgelauscht werden Bei be­sonderen Gelegenheiten kann bas Abonnement au'gehoben oder der Zuschlag dem Künstlerhonorare entsprechend erhöht werden. Nicht unerwähnt soll hierbei bleiben, daß wenn auch em Recht in dieser Hinsicht nicht eingeräumt werden kann doch die Gauz- Abounenleu für 1912 Aussicht haben, auch in späteren Jahren ihre Abounementsplätze wieder zu erhalten, vorausgesetzt, daß bie ju- ucichü als Versuch geltenbe Einrichtung sich bewährt unb vom Publikum entsprechend gewürdigt und benutzt wirb.

Magenstörungen, Verstopfung.

ES ist allgemein anerkannt, daß durch eine mehrwöchentliche Behandlung mit Dr. Wegener's Tee die hartnäckigsten Fälle

Die Zahl der Multimillionäre mit einem Jahresein­kommen von mehr als einer Million Marl wuchs in Preußen von 31 im Jahre 1892 auf 57 im Jahre 1905 und auf 145 im Jahre 1911!

Man kann es verstehen, wenn die ZeitschriftEvan­gelisch-Sozial" die Zunahme solcher Riesenvermögen un­geheuerlich nennt. Es ist verständlich, wenn daraus scharfe soziale Spannungen hcrvorgehen, und unsere Geaenwart empfindet den Gegensatz z. B. der Wohnungsverhältnissc der Reichsten und Acrmslen bitterer wie zuvor. Solche Ziffern nötigen zu progressiven Steuersätzen und scharfem Kampf gegen die Wohnungsnot, die in den Vordergrund unseres politischen Lebens zu stellen ist. Möchte der vom Reichstag soeben eingesetzte Wohnungsausschuß ein wirk­sames Eingreifen einletten.

Diese . ,

mögen, wie es 16 Jahre vorher die 122 reichsten fönen Amerikas besahen Aelter sind die großen Vermögen Englands, man schätzt Lord Strathcona auf 500, Lord Westminster auf 320, Lord Monntstephen auf 300, Roth-

Stuttgart 1912, ...

sFranckhscke Verlagssiandlung). In fesselnder Form unb Sprache schildert Dr. Fr. Tannemann in dem vorliegenden' Bändchen die Entwicklungsgeschichte unseres Weltbildes in populärer DarsNcklung. Das Ringen des Merrschengeistes, die bunte Vielheit der Er-

Kuranstalt Hofheim T

-------(1 3 Stunde von Frankfürta. M. >. für Erholungsbedürftige, Nerven- und innere Kranke. Sommer und Winter

---------- Prospekte durch ---------- |

Dr. M. Schulzc-Kahlcyss, Nervenarzt, ]

Neue Patronenhülsen.

Die Triebkraft der Handfeuerwaffen hängt ab von dem Drall der Züge des Laufs und der Wirkung der Pulver­gase. Hinsichtlich der ersteren läßt sich kaum eine weitere Verbesserung ersinnen: das Pulver hat aber mit bezug auf seine Zusammensetzung in den letzten Jahren manche Wandlung durchgemacht, vom .alten Schwarzpulver zum Nitrat, das wegen seiner langsamen Verbrennungsweise auf das Geschoß nachhaltiger einwirkt und daher eine größere Flugweite des Geschosses hervorbringt. Neuer­dings sind nun in militärischen Versuchsstationen Experi­mente gemacht worden, die bezwecken, eine noch erhöytere Verlangsamung der Explosion des Pulvers zu erzielen, um eine gleichmäßige Wirkung auf das Geschoß bis zum Verlassen des Laufes und eine gesteigerte Mündungsenergie zu erzielen. Man hat hierzu den Pulverraum der Pa­tronenhülse in zwei Abteilungen geteilt, derart, daß die Füllung der ersten sich zunächst entzündet, und erst nach einem Bruchteil von Sekunden die Explosion der zweiten Abteilung erfolgt. Der praktische Erfolg entsprach ganz der theoretischen Berechnung. Flugweite und Durchschlags­kraft wurden bedeutend gesteigert, so daß man imstande war, mit den üblichen S^Geschossen Schutzschilde auf 1200 Meter zu durchbohren. Von großer Tragweite dürfte diese Neuerung für die Munition der Feldgeschütze sein, weil sie erlaubt, mit geringeren Pulvermengen die gleichen Er­gebnisse zu erzielen wie bisher, bei erheblich geringerer Rohrstärke. Wir wären damit instand gesetzt, den soge­nannten reitenden Batterien ein bedeutend leichteres Ge­schütz mitzugeben, ohne am Kaliber der Einheitsmunition etwas ändern.zu müssen.

Was diese Ziffern so schwer machen, ist die Gegenüber­stellung des Zustandes der Masse. Bon der 39 145 535 Köpfe zählenden Bevölkerung Preußens waren für 1910 8 199 181 Zensiten mit 16 768154 Angehörigen oder 42,8 Prozent der Bevölkerung steuerfrei, wer! ihr Einkommen weniger als 900 Mark betrug. Außerdem waren wegen großer Kinder- zahl und besonderer wirtschaftlick)er Verhältnisse 606 216 Zensiten freigestellt, die ein Einkommen von über 900 Mark hatten Diese Zensiten gehören zum allergrößten Teile zu den Gruvpen mit einem Einkommen bis zu 1500 Mark. Weiter gehören zu den Steuerpflichtigen der Eintommens- gruppen bis zu 1500 Mark 3937 110 Zensiten, auf die nach oem Durchschnitt 14 173 596, 36 Prozent der Bevölkerung entfallen. Diese Gruppen zusammen, die man zu den Er­werbstätigen mit weniger als 1500 Mark rechnen kann, machen mit ihren Angehörigen 87.5 Prozent der Gesamt­bevölkerung aus.

Die 111974 Zensiten in Preußen mit den höchsten Einkommen erzielten 3 259 096 750 Mark Einkommen, wäh­rend das Gesamteinkommen der 2 752497 Zensiten mit 900 bis 1200 Mark nur 2558 Mill. Mark betrug. Tie Zahl der mehrfachen Millionäre, also derer, die mehr als 100000 Mark Jahreseinkommen besaßen, betrug:

1812 19' 5 1910

1659 28-19 3>93

schild auf 300, Lord Areagh auf 280, die Herzöge von De voshire unb von Bedford mit je 200 Mill Mark. Doch sollen alle diese jetzt überflügelt fein durch die Minen Magnaten A Beit, der auf 2000, und I. B. Robinson, der auf 1600 Mill. Mark, aber wohl viel zu hoch eingeschätzt ist.

$n Frankreich pflegt man vor allem bte Familie Rothschild zu nennen, deren Vermögen schon 18'8 auf 800 Mill. Mark geschätzt wurde. Die neuen Schätzungen gehen weit auseinander; das Oiesamtvermögen der Familie Rothschild soll' 10 000 Mill. Mark betragen. Bekanntlich hat Frankreich keine durchgreifende Einkommen- und Ver­mögenssteuer

Die amtliche Angabe ermöglicht für Deutschland genauere Feststellung. Im Vergleich zu England und Nord- Amerika zeigen sich erheblich geringere Ziffern auf, für das Iahr 1908 ergeben sich folgende Ziffern:

Die reichsten Leute.

Zu den Schattenseiten unserer Zeit gehört das ge­waltige Wachstum der großen Vermögen Vor allem Nordamerika hat infolge der Trusts gewaltig anschwel­lende Vermögen zu per zeichnen. Ein Mann, der ben Verkauf eines Massengegenstandes, z. B. Petroleum oder Stahl, in seinen Unternehmungen monopolisiert, kann in wenigen Jahren auf Kosten der Allgemeinheit unermeßliche Reich­tümer sammeln. Nach einer schon vor einigen Jahren er­schienenen Liste besitzen:

konfirmierten ihren Anfang, und zwar am 5. Mai für die Mattbäus- gemeinde und am 12. Mai für die Marknsgeineinde. Tie Ellern und Angehörigen der Neukonfirmierten werden gebeten, sie dazu anzuhalten, und die Lehrherren und Dienstherrschaften, ignen die Zeil dafür freigeben zu wollen.

3n der Zohannertirchc.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Bechtolsheim« r.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die ^ukasgemeinde.

Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

Jeden Mittwoch, nachmittags, .Handarbeitsunterricht und zwar von 2-4 Uhr für die Kinder der ^ukasgemeinde im LukaSkaale, von 4-6 Uhr für die Kinder der Johannesgemeinde tut Johannesfaal.

Samstag, den 4. Mai, abends 6 Uhr: Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten im Johannesfaal.

Von Sonntag, dein 5. Mai, an nehmen die Frühgottesdienste um 8 Uhr und in Verbindung damit die Chrislenlehre^für die Neu- konfirmierten ihren Anfang, und zwar am 5. Mai für die Lukac- gemeinde und am 12. Mai für die Johannesgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Neukonfirmierten werden gebeten, sie dazu anzuhalten, und bte Lehrherren und Dienstherrschaften, ihnen dir Zeit dafür freigeben zn wollen.

Wartborg.

Christlicher Verein junger Männer.

An jedem Sonntag, abends 6 Uhr: Versammlung und Vortrag, Gemeindehaus Kirchstr. 9;

1.

John Rockeieller

2200 Mill. Mark

2.

A. varnegie

1009

3.

K. W. Banderbilt

SCO

4.

I. I. Astor

400

5.

W. Rockefeller

400

ee

6.

(Ä. I. toonlb

400

/ _

W. A. (Harfe

400

8.

D. D. Mill-

300

9.

H. (L find

24)

10.

firau Hetty Green

220

11.

George Westinghouse

200

ff

12

Pierpout Morgan

200

zwölf Personen besitzen

zusammen

ein

Vermögen

Einkommen

Mlll. Mark

Mill. Mark

214

17

177

12

107

4

151

7

84

2

5 79

45

74

3-5

46

3-4

45

2,6

43

3,27

40

4

Ein knappes Lof

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Allgemeine Nahrungsmittel-Gesellschaft m. d. H Berlin W. 9.