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Ter neue Herrscher Japans.
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Der Kaifcr von Japan f.
Tokio. 29. Juli. Ter Kaiser von Japan ist heute morgen gestorben.
Der Tod des Kaisers erfolgte um 12 Uhr 43 Minuten nachts.
Der Kaiser Mutsuhito stand im 60. Lebensjahr: er war im Jahre 1852 geboren und folgte -1867 seinem Vater komci auf den Thron. Mutsuhito hat bei den erstaun lichen Umwälzungen, die sich in den letzten Jahrzehnten in seinem Reiche vollzogen, zweifellos einen sehr großen Anteil gehabt. Im Innern wie in seiner auswärtigen Politik hat Japan völlig andere Wege cmgeschlagen, und wenn cs ihm dabei auch an klugen Staatsmännern und Feldherren nicht fehlte, so hatte doch der Kaiser alle Fäden in seiner Hand. Der verstorbene Herrscher genoß bei feinen Untertanen denn auch die allergrößte Liebe. Er hatte den Erfolg für sich, indem er nicht nur zahlreiche Kriege, darunter das große Ringen mit Rußland, gewann, sondern auch sein Volk wirtschaftlich zu heben verstand, so daß es heute als fleißig, regsam, lernbegierig, geachtet in der Welt dasteht und als Weltmacht entsprechend eingeschätzt
Kein Monarch der Gegenwart bat in seinem Reich' so gewaltig Umgestaltungen und Umwälzungen erlebt und mitgcfdiaifcii, wie "iutfutnto, der Kaiser von Japan. Er, der in der Frudzett Kiner Regierung noch in einer Art strenger Klausur lebte und die Großen des Reiches nur in einem Jelle cmpmg, das überdies durch einen dichten Vorhang abgeschlossen wurde, damit nur ja [ein Sterblicher das geheiligte Antlitz des Lohnes des Hlinmett- erblicke, — er ist heute ein so moderner Herrscher, wie nur irgend einet seiner fürstlichen Genossen im alten Europa, und wenn naiser Adutsuhito tn seiner der Ofsi-iersunnorrn der iranrösgch'n Artillerie ähnelnde,i Uniform aus schwarzem Tuche, auf der Brust ein paar Orden, entern europäischen Besucher gegen über trat, so konnte dieser nicht leicht vermuten, welch gesdstdstttche Per ionlichkeit er vor sich ljabc. Allein bei näherer Betrachtung wurde doch jeder aumierksamc Beobachter von der Erscheinung des Kaisers gefesselt. Schön war er nicht, aber burd)aus mtcrtfiant. Er war jür einen Japaner von hohem Wüchse und batte längeres Haar, als in Japan sonst gewöhnlich ist. Dies Haar war dicht und struppig, das Gesicht sahlgelblich, die Augen grog, schwarz, aufmerksam und lebendig, die Rase fleischig, schnurr- und Vollbart dünn. Die Züge im gattzen zeigten Eharakter, seine Manieren waren die höchst höslicl-en eines wohlerzogenen Japaners, aber, mochte er sich noch so leutselig geben, es blieb um Alkut sicht to doch immer eine Atmosphäre der Unnahbarkeit, ja des Geheimnisvollen, die vielleicht die Erbschaft der von ihm überitommenen, Jahrhundette alten Ucbcrlicfcrung des japanischen Kaiserhauses
au feinem Nachfolger Hal Mutsuhilo seinen Sohn Boshihito, der aus der Verbindung mit einer Reben- frau stammt und im Jahre 1879 geboren ist bestimmt. Yoshihilo gilt als besonderer Freund europäischer StuUuL T?r künftige Kaiser Harmw-mya nt am 31. Juguit 1879 geboren. Tas japanische Gesetz hattet dem
Herrschet, zwölf Nebenfrauen zu nehmen, die zwar nicht Kai setinnen sind, deren Kinder aber durckxius als legitim und sukze^- ionsjübig gelten. Seine Mutter in früh ^torben, und d e Kaiserin hat ihn in frühester Jugend erzogen.
bcugung der Europäer entgegen.
Harn war der erste iap«inttd)C Prinz, b'*r ui Jt ■eine rein gci t litte Vorbildung erhielt, wie s,c bisher allen Mikados. alS rel aiösen OberlKiiiptern des Volkes, zuteil geworden war, sondern ein. moderne, balbmihtärücbe Erzielning: er wurde tn fer tigens ür ihn ins Leben gerufenen, auf alter L rahtttmt beruhenden m d aus itnoio stammenden „Adelsiclmle" ausgebildet Er batte in der ersten Zeü einige Male liegen beit in der ».memlichkeit zu erscheinen, so, als er mit kaum neun Jahreii, wahrend einer Krankheil des Kaisers, einigen Jetern ini adligen gtauinn|ti|te und in der Tcdmifien Hodndwlc zu Tokio präsidierte, auch hatte er einige Zeit Umgang mit d.mtscden Kindern, denen des Kammer- Herrn v. Mohl. Auch bei der feccrlcdun Vcrfassungsproklarna- tion befand er sich iit der Umgebung seines Vaters. Jhtgcblid, lill Harn ans der Adelsschule eine airopmfdx Sprache oclmit wben, und einige Zeit nahm man an, daß es deunch sei. Cr bat aber nur ein wenig englisch gelernt, ist dasür aber um so gründlicher in der chinesischen Schriftsprache unterrichtet worden In Die Armee ist er nicht eingetreten, da dies javanijchen Anschauungen ividersprickt, ja der Kaiser nicht einmal O|ftziere m wru« Umgebung haben soll, doch trug er in der Adels, chulc die Umiorin der Anstalt Seine Wohnung war zuerst daS alte Kaiserliche Palais, auch halte er sofort nad> dem 31 August 1887 einen eigenen Hofstaat erhalten. Am 10. Mai 1900 vermahlte cr sich nut der Prinzessin S.idako. Tie künftige Kaiserin stammt auS dem Hause Konone Dieses ist eines von den log 0>efrfe, dl. von d<n uns, dem Herrscherhau e gleichsam ebenbürtigen esdü echtem. aus dm en allein die Kaiserinnen gewählt werden dürfen sie^war kaum 16 Jahre, als sie fid) vermahlte Der GIkftnb drei söhn, cm> sproffen, von denen der älteste, Hirohito Miti iw-Miha, geboren 29 April 1901, Thronfolger wird. Der neue Kauer hat fün, .Halbschwestern. Ein Halbbruder, Prinz Alti, der wie er und die Prinzessinnen von Nebcnsrauen stammte, ist srub gestorben xas künftige Kaiser, dem ein freundlidjes Wesen nachgerühmt wird, war früher häufig krank, bod) soll sich seine Gesundheit gebenerl ( haben. .
। . _ ... hen Hauptstadt, daß oic kleine Erzeig
[cm die Ritter des Schwarzen Adlers, des Ordens pour le mente I und' von 20 iremben Orden war, nod) keine österreichische Aus- ustchnung besaß. Es wandten sich daher Vertreter der Wiener tünfilcr?d)aft an den Lberhofmattchall, dem sie m einer Audienz! die Sache vortmgen. Dieser Hoswurdentrager war aber etwas- taub, und es kostete Mühe, ihm verständlich zu machen, worum, cs sich handelte. Endlich hatte er bcgrmen und zeigte sich sehr, entgegen iommcnd. ,.M°n mub bi=.iremben fftaft er an«B<n^nen;: also gut, Ihr Menzel heisst er nicht Menzel?) soll das Ritter- [t des «zranz-Joses-Ordens haben. „Unmöglich, (SHcUmi. Sricn bieStlcröem ötaien in- Ohr önr m »n;et ift Ritter des Schwarzen Adlerordens. Er hat nne Cie byt -tüeli Erzellenz man kann ihm nicht den untersten Grad dn^oster reichi chm Orden anbieten." „Teufel!" meinte der Lberhoimar- fchall, „das ist eine ärgerliche Geschichte. Ein Maler hat betuns nur auf die Eiserne Krone 3. Miaue Anspruch, also mußte eu
. schon sehr zusneden sein." In dieser Verlegenheit machte einer ! der Künstler den Vorschlag,, man solle ^Mel an stelle eines.
Crbcns die große Medaille sür tfumt und Wissenschaft verleihen^ Tic>e Idee gencl oem Lberhosmarsehall und man wurde hanottS- einig Als die Delegierten schon m der Tur ftanben, rief tfeari herttraf nach: „Uebrigens, Ihr Menzel ist ja wohl der Matt., der o bädschc kleine Landschaften macht'?" Was sollten die!Tettgurten. antworten? Es war nicht am Platze, den Hofherrn zu belehren, sie verbeugten sich schweigend und — gingen. Und also, so weist btt '• . (.mann des sran-witschen Blattes zu berichten. S«'‘-jj
han Der Maler Friedrich- des Gro,;en als Land'chattsrnalerdu- gmke österreichis^ Me^tlle für Kunst und Wissenschast betont kt R ro c i neuerkannte Werke Rassaels. A/en Ver^ liner Kunsthistoriker O. Fischel ist es geglückt, zwei bisher ver-. kannte Wttrte Raifaels thru nrcchmmßigen ^höptt^Jgj“ erteilen Wie wir der Kuiistchronrk entnehmen, hanoelt es sich um einen Gottvater in den Wolken md vier Eherubinkopsen r^ g?o,innalmufeum in Neapel, sowie um einen Jungllngskopr in btt, Äc^e Ma^nengo zu Brescia. Diese beiden Arbeiten ,.nd bTr Krönung des hl. Nikolaus von Tolentino, du-!
ISl in irineT Srnb lÄX) gemeinsam mit Evangelist^ Ä ”i MÄ ägoirino zu Sittä bi L-ft-ll-. malte unb Die nachweislich ün 18. Jahrhundert zerschnitten wurde. Es ist ^schcl gettmgen, das ganze BÜd zu rekonstruieren und nackzuwclscn, daß die erwähnten stücke Teste davon stnd. Nid,, unwoalich daß sich auch noch die gleichfalls zu Dieieni Bilde g^ hör^ Gesttstr dir Mana :n Wolken findet, die noch .Erowe und Eavalcaselle in Neapel gejehen haben.
ncmädKr Kaiser Mutsubitos, die lagen in einer Gruppe nichtiger Häuser inmitten prachtvoller Gärten, und waren kahl, wie neblige altiapanische Wohnungen eben sind. Pcwicrwände bildeten sie: kein Stuhl, kein Bett, keine Peauemlichkeit. Der Boden.nut geflochtenen Matten belegt, eine barte Matratze htc -chlaMattc des Kaisers von Japan Selbst der KonnoN eines modernen Badezimmers fehlte, und wenn Kaiser Mutsuhito badete, was nach japanischen Brauche jeden Tag unweigerlich gc'chah so be^ nutzte er einen Bottich, wie der bescheidenste seiner Untertanen. Alte javanisdse Hofsitte verlangte, daß, wenn der Stauer an heißes Bad nahm, die Hofdamen ihin tn Eimern das benötigte
Trotz der Machtfülle, die sich in seiner Hand vereinigte, war Kaiser Mutsuhito in seiner persönlichen Lebensführung von grosttcr Bescheidenheit. Seine Lebensweise war Ijöchlt regelmäßig. Um 6 Uhr des Morgens erhob er sich und begab sich, nactöem er ui bau , chrwürbigen Mundspülraumc" seine Morgentoilette vollendet hatte iuin frühstück. Punkt 9 Uhr sand sich der Arzt zu fernem U!ick>ä" B-such- -in, iu, um 10 Uhr iaü drr MUudu ba Der Wrbtit '"iit der kurzen Unterbrechung einer Mittagsmal)lst!it, die, wenn nicht fremde Gäste eiiigclabe» waren, stets sehr ansach bergeridnet war, saß dann der Kaiser bis um 5 und 6 Uhr nachmittags ununterbrochen bei der Arbeit. Er nahm sane vcrrscher- ausgabc sehr ernst, suchte sich über alles zu untcmdücn und Pflegte einen großen Teil der japanifdKn Zeitungen selbst au leien Ausländisdrc Zeitungen waren ihm unzugänglich, er hat woyt in den 80er Jahren einmal den Versuch gemacht, Gnglmf) und ."ranzösisch zu lernen, gab ihn aber bald wieder auf. -r.melbe Einfachheit, die seine Lebaissühning kennzcid>net, war auch sur die Räume dsarakteristisch, in denen er sich hauptiachlich anshiclt. Die Staats- und Praastsälc des KaiferschlosicS in 4.oho sind Übrigens zu erheblichem Teile mit Möbeln aus putschen Werk- tätten — modern und oft prunkvoll ringcriilitit, alnr tu l-rioat
^"r'soig gerade dieser Abteilung der Tr°sdener Ausstellung, die vielen Millionen Besuchern rst,r Jlehrung diente, hat den Gedanken gefordert, den der -chopser d^scr aanzcn Ausstellung, der Wirkt. Gehennerat Exzellenz Karl August Lin gne r, damit verband, und der daraus hinauf ließ den größten Teil des damals gezcigten uberaus wertvollen Materials zusammen zuhalten und stir «n in . ben au errichtendes Ra1ronal»Hhgien>.^- M vettvert^i Die Durchführung des Planes ist durch den als Grundstock für den Museu^fonds uberwrchen.n Ue^ schuß der Dresdener Ausstellung und durch reiche A- Willigungen des sächsischen -Staates und dtr -taöt ~ - in weitestem Umfang gesichert^
Gnieber deS Kronprinzen irar S?iiikta, bar aber bald fein ftmi niebcrlegte, als er zum Ackerbaumimster ernannt würbe, «pater nod) würbe er Nadiwlger^.s Grafen Tiefes war es, der alS Minister des «aiicrhdfcn Hames am 31. «ugult 18H7 bäi achtjährigen Kronprinzen un Auftrage des Kaif^s »um Thron folger von Japan proNamierte In einem
jug auf einem Hautpas von 9)?arten empfing damals der Kron prinz beit Hoi und nahm den Kotau ber Japaner vnb btc Xur»
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Mnchiövolhj^ in_@icBen. p- '^eigerun^ “69-. den 30. S "kmittaas ii m. J.m Aunrage i «’Cflninnb Sloi- dessen Lager. »nhoien r.$twtittik ibbanbelegeftöiit ninflen uerfteißen
__ «wie Menzcl einen österreichischen Orden »rfinfien f n 111 c. Das Journal bes Tebats" weiß eine bübfehe Menzel-Anckbote zu erzählen, deren Quelle ungenaun. /. .,ur s;P aher eine Wiedergabe verdient. Lie bezieht sich au bas Jahr 1*9ts als eine Kollektivausstellung von Werken Mcn^ls vu» . .. . ----x, ,u oeren Erossnung Der Meister
LS 7u"^U"U-^u HUU-, erinnere man
Bevor nun das künftige Museum, das in ungefähr drei I fahren seine Pforten öffnen wirb, in» ~ebcn treten kann, ollen die Hauptgruppen der populären Abteilung ,,^er Mclisch" nochmals vereinigt und in einem geschlossenen einheitlichen Ganzen in Tarnt st a ^/or^efuhrtwe^ Die Idee, die Sondcr-Ausstellutig „Der Mensch' tn Darmstadt zu wiederholen, geht aus die IntttatiD€ bes GroßherzogS Ernst Ludwig zurück, der ^stch im vorigen Jahre mehrere Tage zu eingehendem «tudtum tn der Ausstellung in Dresden ausgehalten hat. Tie Lage von Tarntstadt auf der mittleren Linte zwischen Rord- und Süddeutschland und an einer der Hauptreiserouten Don Rorden nach der Schweiz macht die hessische Residenz aanz' besonders geeignet, zu einem Ausstellungszentrum für Den Westen des Deutschen Reiches, und bietet m diesem besonderen Falle allen denen, bie nicht die Dresdener Ausstellung besuchen konnten, Gelegenheit, die Besichtigung der interessanten Veranstaltung nachzuholen. .
D^er Großherzog hat für Die Ausstellung, bic Ansangs August eröffnet werden soll, die früheren Museumsraume im 1 Stock des Refidenzfcliloises zur Verfügung gestellt die von den Dresdener Architekten Prose,,or Lossow und Max ^anfi^hte§trauTbcm Gelnet'der Volkswohlfahrtspflege nur erinnern nur an die hier mustergültig organisierte Mutter- und Säuglingsfürsorge — unter den deutschen Bum Saaten an erster Stelle Auch die populäre Ausstellung Ter Mensch", Die berusen ist, Aufklärung über Wesen und Bedeutung der Gefundheitspflege m die weitesten kreise zu bringen, wird dazu beitragen, den Rus des Äessen- landes und der Residenzstadt Darmstadt neu zu sestigen unD zugleich den Samen weiter zu verbreiten, der in oer großen Dresdener Hygiene-Ausstellung gepslanzt war.
Nas; herbeibrachten. K ....
Unburckchringlich, im höchsten Grabe zuruckhaltenb zeigte Kaiser Mutsuhito aud) nicht gerade ausgeprägte Liebhabereien. Man weiß indeß, baß er in früheren Jahren gern rtttt wie er denn auch bic Pferdezucht und btc Ptcrdercnncn in 'N'wm Latwe begünstigt hat. Seit Jahren aber erlaubte ihm seine Gcsunbheit diese Freude nicht mehr. , ,
Zuweilen liebte cr HoUichnitzcreicn anzufertigen-, aud) _bc- schäftigte cr sich gern mit feinen Sammlungen von ansicstoptten Tieren, Porzellan- und Ladarbeiten. Hervorragend ist fei in Schwertersammlung, die viele hundert seltene und schone Exemplarc umfasst Aber seine Licblingsbeschättigung und -Unterhaltung war bai Dichten. Kaiser Mutsuhito hatte lebhafte literarische Interessen: bereits im 8. Lebensjahre soll er fern erst^ Gedicht verfasst haben, und im reiferen Mannesalter hat er ledensalls eine umfängliche poetische Tätigkeit entsaltet. Es bandelt |ich dabei um jene bekannte japamidje Gattung kurzer Vierzeiler, deren Reiz im Deutsdsen nur selten sich wiedergeben lasst, da er zum großen T ilc in der Wahl und Anordnung der Wortt liegt Doch mag als Prob der vo Aschen Lotungen d-S Kaisers Mutwh.to nn Vierzeiler dienen, den er wahrend des I
oerfaf-t haben soll, und der einen fludstigcn Einblick ,n btc Der schlaf jene und rätselhafte Seele btcfcS dürften 8U eröffnen fcbcutt. Der Kaiser bidjtcte damals: „Id) denke, alle söhne smd zum Heere abgcgangcn, Ihre Sd)uidigkeit alle zu tun unter den Staffen, Und ihr alter Herr zu Haus, cinjam, bewacht und behütet ihre verlassenen Heimstätten."
Eine russische Kundgebung.
Petersburg, 29. Juli. Die offiziöse „R o s s i j a" schreibt zu Dem Tode des Kaisers von Japan, das mit Japan befreundete Rußland teile die tiefe Trauer des japanischen Volkes, das in der Person des Kaisers den Schöpfer des heutigen Japans, das ein wichtiger Has^or in der Weltpolitik geworden sei, beweine^
Auch darin zeigten die japanischen Staatsmänner eine aeschickte Hand, daß sie nach dem stegreichen Kriege in der Anknüpfung besserer Beziehungen zu Rußland ihrem Reiche weitere Fortschritte ebneten. Die Einflußsphäre Japans hat stetig zugenommen, und das ist für ein Volk, das großen Bevölkerungszuwachs hat, von der größten Bedeutung. Die endgültige friedliche Auseuiandersetzung mit den Vereinigten Staaten, die den japaitischen Einwanderungen mit scheelen Blicken zusahen, wird wohl auch eines Taaes vollzogen werden, wenn keine Zwischensalle ein treten und die bisherige japanische Politik stetig fortgesetzt
6ine Darmstädter Ausstellung „Der Mcnjch".
p. Darmstadt,^9. Juli.
Im Leben der alten Kulturvölker haben die Gesetze, Sitten und Gebrauche, die sich auf die Pflege der menschlichen Gesundheit richteten, stets den breitesten Raum em- aenommen. Ter Mensch von heute will mit scinem Ver. stände erkennen, und es muß ihm daher da» Zerstaudnis dafür beigebracht werden, daß die Gesundhettspstege dtc Grundlage sowohl seines persönlichen Wohlbefindens wie der staatlichen Wohlfahrt ist. .
Dieser Aufgabe diente auf der vorjährigen internationalen H y g i e ii e - A u s st e l l u n g i n D res d e n eine besondere Abteilung, die in einer architektonisch hervorragenden Halle untergebracht war und der man den bezeichnenden Namen „Ter Mensch" gegeben hatte. Diese Sonderausstellung verfolgte int Gegensatz zu dem mc.hr wissenschaftlichen Charakter der übrigen Abteilungen, die gc- imsscrimlßcn ein „Lehrbuch " der darftellte den
gweck in möglichst gemeinverständlicher ^ste den suchcr mit den elementaren Dingen der Gesundheitspflege bekannt zu machen. Sie wollte gleichsam ein Leitfaoen sein, der jedermann ohne Vorstudium ein Verständnis für die Eigenschaften und Bestimmungen des mcnschllchen .lor- pers vermittelte und ihm bic Wege ""cs, line er den gc siinden Körper gesund erhalten und vor Schädigungen be
Deutsche» Reich.
Aus B a l e st r a n d wird gemeldet: Der Kaiser begab! sich am Montag früh zu der anßefagten Partie nad) Oub» vangen, wo die Anlunft um eis Ilhr erfolgte. Er unt<r nal)m einen Spaziergang, der infolge beS h^^gcu Regens unterbrochen wurde, so daß der Kaiser bereits um - Uhr auf der „Hohcnzollern" cintraf.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Ter Reichskanzler empfing am Samstag den Besuch be» französischen Botschafters Cambon, der vor seiner Abreise nach Paris einer Einladung des Reichs- kanzlerpaares nach Hohenfinow folgte.
Staatss'ekretär v. Kiderlen-Wachter begibt sich am 31. Juli von fliffingen nach Kreuzungen bei Konstanz zu einem Besuch des Grasen Zepp et in. Sputet will Herr v. Kiderlen in Lauterbach un Schwarzwald Aufenthalt nehmen. , , .
Der Grobherzog von Sachsen-Weimar oer* kündete aus Anlaß der Geburt des Prinzen einen umfassenden Straferlaß.
We die „Schlefiiase Volkszeitung" meldet, ist bie preußische Bis ch o f s k o n f er e n z wegen Unwohlstins pes Kardinals Fischer bis zum Spätherbst verschoben worben. .
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Reite körperlichen'- ns. Bon zahlr. i u. Aerzten glau-u btet öl- 95 vf. in. Mis-Äpotbekt mel u. in bat t sei, W. ftilbxngr. lolL O-Lcdaas >loü.__________L
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Perle von Eri'ir
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Pantber
Nr \U Erster Blatt , 162. Jahrgang Dienstag, Sv- Zuu .1^2
Mietzener An«iger
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