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29.1.1912 Erstes Blatt
 
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Dienstag, den 30. b. M.,

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M rechten Futzcs dem Verunglückten

Geburtstag unseres in der seit Jahren

Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlotten- burg, Salzufer 16. Abteilung Lxnol Ip-Fabri)c MartipIlcetiMde-

liefen aber Die liberalen Parteien immer noch nicht Die so herb erteilten Lektionen, dann ist eine reaktionäre Volksvertretung zweifellos das Produkt der nächsten Meichskagswahl. Mit dieser Frage wird sich Der denkende Politiker schon besagt haben und der liberale dieid)3bürgcr eine reaktionäre Zu tunst befürchten.

Tarum, ihr Liberalen, weg mit, dein kleinlichen, unfrucht­baren Paricigerft, einigt Euch zur großliberalen Partei, zur Frei­heit, Volkswohlfahrt und .Erstarkung unseres Vaterlalides.

jyrt ferne feilfe zuteil werden lassen., KrciS Fricvderg.

2'tizi uent Dir. 8 in Deutz und hat die Feldzüge von 1866 , Unser Gemeindevorsteher Adam

3SlllulU( vu schon 12 Jahre dieses Amt zur großen Zu s Unheil vermaltet, wurde am Freitag einstimmig wieder

Nerven-

tropfen v. Avoth.M. Wagner. Leipzig, können zur 'Jleruen* uartuna beitend empioblen werden. <jn Fl. Mk. L ru bab. l d. Victoria-Trogerre v..Schrader,Atarnstr^.l^

Amutcher weueroerichl.

Oeffentltcher Wetterdienst, Gießen.

AeUerauslichten m Hessen sür Tienstag, den 30. Januar 1912: Wollig, trocken, falt.

* Kulant. Student:(seien Sie nicht hartherzig, schöne Emma, gewahren Sie, daß ich Ihnen einen Hub ge^c." Kellnerin:Und was bekomme ich, wenn rch es geroaijrc ? Student:Noch einen."

Kleine Tagerchronik.

In Dortmund setzte |ia) ein Anhängewagen der Straßenbahn am Samstag morgen aus unaufgeklärter Ur,ache in Bewegung und rajtc Die steile Vittonastrasie hinab Er stieß Mit einem Fleifcheriuhrwerk juiammeit; Der Sohn Des Metz­gers veidtmann wurde von dem Wagen gMeudert unD getötet, cm Gehilfe wurde schwer verletzt

Im Weichselgebiet sank das Thermometer aus 2 5° nt^ Frankfurt a. O. kam cs nach dem Zapfenstreich zu einem Siraßeiilraivall. Tie Schutzleute mußten sich mit blanker Waste Der Angreifer erwehren. Erft nachoeui Lerftartung an- gelangt war, gelang es, Die Ordnung wieder herzustellen.

Aus G o e h r e n aus Rügen wird gemeldet: Durch itürmiichen Eisgang wuroe die grouc Lanoungsoruue von -rhieiow unD löäbcc gänzlich. Die Goehrencr Süd- und vkordstranDorucke teil­weise zerstört. . _

Ein Erdbeben, das gestern in Schottland und Wales be­merkt wurde, und in einigen Kohlenrevieren großen ^Schrecken hervorries, wird aus lokale Veränderungen in der Schichtung des Lügellandes zurückgesührt, die durch tliinatifche.Einslüsse her- vorgeruscn sind.

Als in Ferres (Dep. Seme-et-Oise) em Taubstummer namens Nicolas in berauschtem Zustande heimlam und ihm fern Schwager Vorwürfe machte, tötete er den Schwager durch zahl­reiche Messerstiche und ermordete die eigene schwefler; bann verwundete er deren zwei Kinder so schwer, das; sie Itarb en. Als er verhaftet werden sollte, tötete er s ich selbst durch einen Stich ins Ler z.

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Wohltätigkeils-Konzert

ilukronbauersciien QuarteUvereins, Giessen

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ti ferfeier statt. Graf Wilhelm brachte da- Loch aus den , st erzog auS. Direktor Dr. Müller hielt die Festrede, t r- -nifrrtte zur Einigkeit und zum Anschluß an daS Herrscher- i H öohmzollern. Dem Gedächtnis Friedrichs des Großen war MT-iterc Teil der Rcdc gewidmet. Sin Hoch auf den Saner i rillst die gedankenreichen Ausführungen des Redners. Mit .ti Liedern trug der Gesangverein Harmonie zur Verschöne-

der J-eier bei. Tie Festmusik wurde von einer Kapelle , ij ) ißba audgefüfrrt.

r$ Ulfa, 28. Jan. Unser kürzlich gegründeter Turn- tinein veranstaltete heute abend in dem Saale von Joh. «ElDöll seine erste Abendunterhaltung, die wohlgelungen und i Eitet ganzen Gemeinde gut besucht war. Ten Darbietungen £. sich ein Turnerball an. Beim Holzfuhren kam Der fcircigc Hemr. Ludwig, der Sohn des Landwirts Joys, ßjig III-, unter die Rader des Wagens und zog sich außer ijttrt Armbruch eine starke Quetschung

« Ter im Dorie anwesende Arzt konnte

Starkenburg unD Rheinhessen,

? - Darmstadt, 28. Jan. Die 13. Versammlung !| ti Verbandes evangelisch-kirchlicher Frauen- tiini ne m Hessen sand vorige Woche hier statt. Wad? Gr- Jldifidig des gcschaltliti)cn Teils hielt Die WohnungsinipeUonn 11* ÄLuiie» Wormv, Frl. Dr. Phil. Kröhne, einen Vortrag iutAjobnungsfür sorge und Wohnungspsleg e".

heoiicrm gab ein Btto von der AoUvenoigtett der Wohnungs- 'ihrige im allgemeinen unD von Der Erficht auf segensreichen isr- '0ij Dir Wirliautteit der grauen auf Diesem Geliere. Die Auf- . i, die Damit der Frau gefteUt werden, sind wichtig iuid :aifc.ii|a|ieno, uuini Die kooh.ttingvfüriorge idu Die ^raiiDlage "k manUcn ösfentlichoii Wohstahrispstege werden. Eine c:niue .tuit-ij Der Verhaiinisfe in uiucDingt er forderlich. Das Vor- .i|*n jann nur vorsichtig und allmählich sein, und es wird sich Cj' im nwbintollenoc Belcl-rung uno Beratung, als um polizei- iJ ai,nahmen handeln, ^aoei ist zu scheiden zwischen boicm igjitii unD lörperlicher, stttlicher oc<r wirtschaftlicher Unfahig- Ien Tie Tätig.ctt Der Wohnungspflegerin uiub amtlich sein, Da iwr l^.-nanitLiuxn ost Die 'eiuwritat fehlt zu erfolgreichem Giti- . iw ii UD sollte jedoch iede «zrau, auf welchem ipeviete Der Wohl- riln.x, itje sie amt) miuvtttt, ui amtticher oder augeramtlicher -.^LUit sich Auge und Herz offen hatten sür gefunoi-eusjchäoiichC

.rußen und uiuuaruigc Wohnungsjitttn, unD an ihrem Tcue lUH.iLcn, daß das Haus aus Dem Lande und in Der Stadt das

was. es. sein soll: ein Heim für Die Familie.

kreis Wetzlar.

X Krofdo rf, 28. Jan. Kaisers Geburtstag TBirfe in würdiger Weise gefeiert. Gingeleitet mit Möller- s^iski, und Glockengelaute, sand Die Schulseter un llUoos'schen ^oaie statt, zu Der auch viele Erwachsene erschienen waren. Anlcöge und Gesänge wechselten miiemanDer ab; Lehrer ||<|;nann II. wies in längerer Ansprache auf Die Bedeutung LH lageS hin. Siriegcr- und Vürger-Verein feierten nut IHM Fainilienangehörigen Kaisers Geburtstag am heutigen ^»nalug abend in gewohnter Welse bet Gastwirt Freund.

--- Binzenbach, 28. Fan. Am Samstag nachmittag Este der Veteran Chrlftlan iWanbler unter großer Be- tl|un0 zur letzten Ruhe gebettet. Ter Verblichene stand i ii 18. Lebensjahr, genügte ferner Dienstpflicht im Kürassier-

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% LMsenteih tebto 3- W $ünM W b . Dnis. Ach i f VK 8nlnner t LN?' wt vrieftanben hch. w Ko.Huhn 2. und 3 hj |il&; Wötner 2. unb; SVlaiie 16: Sammelfi' «VHL 3. Preis, . schadeck VII. 3. $ra : 2. Preis, M F«

Eine schöne Kaisei! : hiesige Krieger-ui d. Selling. Nachdem: chach die Feiet mit eine ien, Ijielt der VotM efttebe, endend mit ein- t Kaiser. Nachdemt- ier Gesangverein den Ä auf hielt Betbandsiid-. I über die Jrembenlegir :n wurde. Der Vorsitze: Jugend auf, nachdem, swlzen deutschen Soldr nde treu zu bleiben, fcr dm Großen. Nun r, i Geiste getragene Sie- avierVorträgen und , Toast auf unseren 6'. timmung blieben die N. he Kaifersgebuststag, k

vermischte-.

Hine autonratislye Frankiermaschine. Aus. London wird berichtet: Eine interessante Neuerung, die den Absendern von Briefen und Trucksaäien die Dkühe des Ankauicö und Aufkleben von Briefmarken ersparen soll, ist jetzt vrobewen'c von der englischen Postdehörde eingesührt worden. Es ist fine automatische Frankiermaschine^, die letzt zunächst versuchsweise in dem Londoner Hauptpostamte ausgestellt ist. Wer einen Brief ausgeben will, der mit einem Penny frankiert werden müßte, steckt die Sendung in den Automaten, wirft ein Pennystück in Die Geldöffming, woraus die Maschine selbsttätig Den Umschlag abstempelt. Anstelle der Briefmarke erscheint ein roter runder Stempel mit der InschriftLondon E C, l d, Porto bezahlt". Darunter sieht man eine kleine Krone. Jeder Br,cf, Der Dicicn Stempel trägt, wird bei der Post als iranhert. behandel!, bi: PlÜhe des MarkenausNebens unD Markeiideschaiicns fallt lort. Wenn der Apparat beim Publikum Anklang findet mrd sich bewahrt, wird er allgemein in den englischen Postblenst eingemhrt werden.

T et Verbrauch von Pferdcf lerfch wird erst Dann großen Umfang annehmen, schreibt die TierfchutzkorrefponDenz, wenn die Zurücksetzung Dieter Fleischforte gegenüber Den anberen im Fleisclrocschaugesetz- aujhört. Zurzett Darf kern 81^:chlacher anderes Fleisch feilmelen und fein gewöhnlicher Lchlacyter auch Viostfleisch fuhren, hingegen ist bei Den Materialware.ihand- lungen das gleichzeitige Feil halt en von slkaturouttet unD Kunst-

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, erringen und was sehr leicht möglich ist, die politische Führung ^tt^(Margari^sehr ^hl^ettaub't," t^^tz die ^rgariHc im Reichstag unD im deutschen Volle gewinnen. Auch Die Reichs. U ben -^sondert sein Würue I regierung wird ,baim chr, VerhaUen darnach emrichtem ««>

ähnliches in Betreff dcS Pferdefleischverkau^eS emgeiührt, so wuroe das Ansehen des letzteren m der Volksmemnng steigen, ivahrend letzt durch die Asafenbrödelstellung Des Rotzfleifches geraoczu Da» Vorurttil gestützt wird, datz Pferdefleisch nur em ßertngweriiges Nahrungsmutel sei. £a ist nun eine Mitteilung m dero.rut­schen Landwirtschasttichen Prejie" (Dir. <6 von itiUd) oon x.'uei- stavsvetermar a. D. Schade, recht lehrreich, daß m Buoap^il aus den Kommunal-Fleischoünken alle ^letschforten, auch Piervc- fletsch, und auch Fleischwaren, die aus Pferde,letfch yergeitettt ,ind, verkauft wetDen. Der Andrang zu Diesen olet.lchoanten sei ein sehr großer, und nach einer Mitteilung in derDeutschen ibieb-» und Schiachthoizeftung" rekrutieren sich Die 2iüncomcr De» Pferdefleischesnicht allein aus Der ärmsten Bevölkerung, londern auch aus Den vesteren StänDen". Blas aber Die Kommune iti Budapest veranlasien konnte, Durfte doch auch für deuttche Be­hörden nicht undurchführbar fein. Der Absatz des althertömm- naien Rtno-, Schweine- und Hammetfleisa-es würoe dadurch nicht >toaen, aber viele Leute, Die nicht Den hohen Preis anlegen können, könnten und würden sich das billigere Rotzfleiich kaufen. Sie waren dann nicht mehr daraus angemiefen. Den wirtlichen Abhub Der Fleischnahrung, nämlich Die wegen allerlei Kraut- heilen beanfianDeten und amtlich gekochten Stucke von der Frei­bank zu lausen. Die Tierschutzveretne fotttea dteien Gesichtspuntt nicht außer Acht lauen und beharrlich eine Aenderung des. Reichs­gesetzes über Die Fleischbeschau zu erlangen trachten.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende« Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerle Verantwortung.)

Gießen, 27. Januar.

Die Zukunft liberal oder reaktionär?

Vom Lande erhalten wir folgende Zuschrift:

Die rote Hochflut ist zum großen Teil eine direkte Folge des liberalen Zwistes. Daran kann^ich nicht gezweiselt iver- bcn. Viele Hunderttausende von Dählern sind angesichts der jahrzehntelangen politischen Lhnmacht der liberalen Parteien stets bei Den Wahlen abgeschwenkl, in der Hauptsache zu den"Roten". Es gilt nun, diese Abgewanderten zurückzugcwinnen. Ter rechte Augenblick für die fruchtbare liberale Arbeit ist aefommen, nun heitzt's aber auch handeln, und das mit Tatkrast und Geschick. Alle ncinlidxm Partcivedenken müssen samt unD sonders schwinden, ein einbeitlicbcr fester Wille mus; den Liberalismus beleben unD Früchte zeitigen. Zunächst ist wohl die liberale Einigung zu vollziehen, das wird sich wohl jeder einsichtige und erfahrene liberale Politiker sagen müssen. Kommt eine grofbi&cralc Einigung jep.t zustande, so wird das Vertrauen zu ihm im deutschen Volte und Vürgertum bald wiedertehren, das ist wohl gennu. UnD Der Liberalismus wird weiter Die ihm gebührende starte Position

Verein Conientia. "

Sonntag, den 4. Februar 19154

Grosser Maskeo-Ball

in sämtlichen Räumen von Steins Saaibau.

er- Anfang 8 Uhr 11 Minuten abend».

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Gcyettntarten für Mitglieder nur bet b-iiftur ^>un, -vuDrotgitiaße.

x Bad-Nauheim, 28. Jan. Der

.T5 wurde gestern abend von der Stadt _ .

iilfc in Weise wieder durch ein öffentliches Bankett begangen, tzM Bürgermeister Tr. Kayser leitete. Alle Kreise der Veoolke- ii« uaren vertreten. Die Festrede hielt Oberlehrer Kredel

. c juieni Kaiser als Friedensiutsten feierte und feines großen Hin Friednchs und feiner Vedeutung für Preutzen und das kMi gedachte. An den Kaiser wurde im Anfchlutz daran ein »Aieirunschtelegramm abgciaiibt. Zur Verschönerung des Abends vor allem noch der Turnverein bei, bei।en Ge,angs- ;$e(uag unter Leitung von Mustllehrer Marguth, sowie besten -Wch-c- unb Xurnerricge burch wohlgelungene Darbietungen er* iEi Daneben hatte sich noch bet Fl o 11e n v e r ei n in üc i.enft bcs Abenos geflelu, indem er trefilidje Lichtbilder über inte Flotte uno and unteren afritanischen Kolonien zeigen liest, .hocken berg, 29. Jan. Im Aller von 84 Jahren lieb gestern hier bie älteste tztnwoynerm stnsereS Orte-, bie fircu des Austehets L P. unb M.irtycnaltejten Joh. 21. Vern, i-ct elbit trotz feines hohen Alters noch fejr rtjittg ist. Gr ist itc n5ige bewohnet unfeteS Ortes, ber Den Felozug von 1848 itKfl-uaujt hat, -

i» Sonntag, den 4. Februar 1912, abends 4/, Uhr, im Stadt-Theater llitigent: Herr Prof. Gustav Trautmann, Grossh. Univ.-Musikdirektor

Mitwirkende:

Iran Marie Burk-Berger

llönigL Hofopernsängerin (Sopran),..wnen

Herr Adolf Müller

(Bariton), Frankfurt a. Main

itaoaramm: Opern.Arien von Richard Warner und Weben Lieder von . toruejiu8> Woll; uHduca, Kauu, brach; Münnercuöre von £d»n SlOdiCx, nrauuis, KoschuL, d'Albert/ Abt, Volkslieder ss = s;:r. sssnu Itibtr IttBkarten ä 3. 2^0 2., 1 Mk. Schülerkarten ä 0.50 Mk in der dlasi- Mejtuiiaudlung ERNST CHALL1ER (Rudolphs Nacht.) und abends an der h.asse.

Letzte Nachrichten.

Die Taufe des Kronprinzensohues.

Berlin, 29. Jan. Die Taufe des 4. Sobnes des Kron Prinzen fand gestern abend um 7 Uhr im kronprinzlichen Palais jn Anwesenheit des Kaiserpaares durch Oberhofprediger Dr. Dry ander statt. Um 8 Uhr fand Galatafel statt. #

Brüssel, 29. Jan. Ter Ministerpräsident und der Arbeitsminister reisten in das Streikgebiet von Mons ab, um mit den Bergwerksbesitzern zu verhandeln.

Guayaquil, 29. Jan. Ein Pöpelhaufen stürmte das Gefängnis in Quito und lynchte fünf; revolutionäre Generale.

Peking, 29. Jan. In fünf Tagen kamen in Mukden 32 Bomben- und Revolver-Anschläge vor.

*

Rach dem Bericht über die letzte Sitzung der Stadtverordneten­versammlung in der Freitags-Nummer des Giestener An­zeigers fehlte es bei der Debatte über bie Frage der Koitzeffio- lüeruitg einer Wirtschaft bes neuen kathol. Vereinshauses nicht an Bemerkungen, bie fich auf bas Unternehmen eines tath. Ver- etnsyaujes als solches bezogen unb eine abfällige Kritik^ ent­hielten. Fetner würben Scherze gemacht, wobutch bie Attnk- feftigteit eines ev. Zenttumskongresfes (in Giesten! man staune!) veranschaulicht werden sollte. 'JJtan fragt sich verwundert, lvas haben solche Aeusterungen, Die vielleicht in eine parteipolitstche Versammlung gepastt halten, in einer vartellofen Stadtverordne­tenversammlung bei einer rein geschäftlichen unb für Die betreficn» Den Interessenten sehr ernsten unb wichtigen Angelegenheit zu tun? Diese Glossierungen waren daher, wie der bett. Redner nebenbei selbst zugab, nicht bloß überflüssig, sondern sie waten für die Katholiken Gießens auch verletzend, sie wären deshalb vielleicht beffer unterblieben. Gs wäre dann auch die wettere un­angenehme Folge nicht eingetreten, dast der Schein der Nicht- jachlichkeit durch bieie Art der Behandlung ber .Angelegenheit nicht ganz vermieden wurde.

Im übrigen dürfte die Stadtverordnetenberiammlung nach bestehendem Recht insofern ihre Kompetenz überschritten haben, als sie auch bie Frage, ob eine juristische Person Inhaberin der Konzession sein könne, beurteilte. Tie zwar noch bestrittene, aber überwiegend in bejahendem Sinne entschiedene reine Rechts­frage ist von dem Kreisausschust zu entscheiden.

Spidpian der vereinigten Stairffurtct Stadttheater.

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Montag, den 29. Januar, abends 6 Uhr:Die Meistersinger oon Nürnberg/ Dienstag, den HO. Januar: .Liebelei." Anfang abendS 7 Uhr. , ,

Schauspielhaus

Montag, den 29. Januar:-ue Liebe höret nimmer auf/ Dienstag, den 3U. Januar: »Nach mir . . / Anfang jedesmal abeiids 7 Uhr.

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