Ausgabe 
28.2.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zweites Blatt

3r. 50

162. Jahrgang

Ichemi mit Ausnahme deS Sonntag».

e

orfatze

100 u. 120

Telephon

Das

(88*/,

eine hlusliebe Trinkkur mit

», 45 $jg.

' 55 u. 6o

einer das ruft:

AR6mannshÄu*er natürlichem Gichtwaswer«

Bein nxtQrlicbe FQllunr. mit natürlicher Kohlensäure aoge. reiebert. Broschüre mit Heil berichten und Arzt-Gutachten frei.

BniMssverwaltung Gichtbad Assmannthausen am Rhein.

Ixp« /Sr GUwn: Jean Weisel, Telephon »35.

Clemente.

Der Äbg. Ulrich hat an

D« w#ietffnet LamUiendlätter- werden dem .tnintKr* viermal wöchentlich beigelegt. bal 'irdiblett für den Urei, Liehen" jroeimal wöchentlich. Dieraadwirtschaslllchen Stil» fragen" erfchemen monatlich zweimal.

Illi VHUB» 3 ** * * !*»/» * ' .. . . . , .

, Leistungen im Rahmen des Gesamtnetzes wert und. vier liegt

ist noch zu unteruichen. [f,nc Parteisache vor, sondern eine Landessache, die alle Parteien

lheUchk r Pfund 36 : r Pjund 24 ; he p.Pfd.ln

^4

hhd Bnn,p^

dcr Abendk..

enS« schen 3 unu

nten

gemacht:Wer hat Ihnen denn MariaTer Mbg. Brentano Unruhe im ganzen Hause.

Der nächste Redner ist der Aba. Henrich (fr. Vp).

shire)

aerttliS

Mittwoch, 28. Sebruar 1912

Rolanontdrua und Vertag der vrüblichen Unwersuäi» - Buch- und 6<einbnicfcreL R. Lange, Dietzen.

Redaktion. Expediliofi und Druckerei: Schul* strotze 7. Exoeb'.non und Verlag: 5L

Redaktion:^«-112. Tel.-Adr^AiizeigerG iktzen.

rangen über die Finanzlage Hessens haben dem politischen und I seifen iinänziellen Mrcdit Hessens sehr geiclnidet Umio nötiger ists, I - -

jcRt endlich Ordnung und Ruhe zu schasfcii. Es ist zu begrünen, da» sich der Finanzausschuß auf den Ltandvuntl gestellt hat, das Tilgungsgesetz nidn ohne die Befoldungsrev.siou zu er I lebiqen Letztere Aufgabe erklärt Redner als die dringlicher

'Bedauerlich ist, da» bis heute noch kein Finanzprogramm der Regierung vorliegt, wie sie diese prägen zu lösen gedenk: Mit der Erklärung, in 1912 sei keine teuererbivninq notig, in nicht gedient, denn dann mutz die Steuererhöhung in 1913 kommen loenn nicht genügend neue Einnahmen erschlossen werden^ A-.r Bauernbund hat wiederholt erNärt, datz er einer weiteren -teuer belastung nickt zustimmt und datz er auch aur die unlieberen Eisenbahneinnahmen keine dauernden Ausgaben bewilligen roil. Ta er keine ernsthaften Teckungsvori'cklage macht, würde er ehr | lieber haitdeln, wenn er sagt, datz er kernen Weg mr eine »eiül dungserhölmng jähe Auch der Redner der Nattona liberalen scheint von einer Steuererhöhung nichts wnien zu wollen, und ta seine Finan;vor''ckläge sehr im Dunkeln blieben, W M nickt flar wie er das (Mb für die ge,orderten Auigaben beichanen will' E" itt zu befürchten, datz die Regierung durch das Zurück halten ihrer Pläne ihrer Sache nicht genützt hat. Redner selbn lehnt eine Steuererhöhung nicht ohne weiteres ab, er in mangels icghrficr 'Angaben über die Kosten und über die Finanzpläne ber Regierung nicht in der Lage, ein vollständiges Finan^rogramm aufzuzeigen. Er will aber versuchen, einige Winke dazu zu geben. Zunächst ist ba bie Schuldentilgung, lieber die Zwerkmätzigken ber Tilgungssätze ist bet Beratung des Gesetzes zu reden, wobei auch feftjuftellen ist, ob die Behauptungen richtig 'inb, datz bie iannlupen (rrneuerungen und der latente Verschleiß bei den Eisen-

sse 3) ' r|k Jbs

5 45 u. 60

Hilal

vückertifch.

A. Damaschke,Volkstümliche Redekunft", Erfahrungen und Ratschläge, Verlag von G. Fischer, Zeno In wenigen Monaten sind von dieser Schrift 7000 Exemplare rrr- breitet worden. Tas ist wohl der beste Beweis, ba» dieses Buch- (ein in seiner Eigenart vielen willkommen ist! Es ichöpit aus der Praxis ber modernen Redekunst Tamafchle fdbit hat etwa 2OOO öffentliche Borträge gehalten und will der Praxis bienen unter Ausschluß aller gelehrt klingenden, aber unfruchtbaren Theorien. _

Kein Gichtiker versäume

ersteigere

rei Feldkrüilt-

214 desgl II-8L Äii Ä-

Talles-wS S"S» SS>

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesien

hessische Zweite Kammer.

bs. Darmstadt, 27. Febr.

I Der zweite Tag der Beratung des Staatshaushaltes jy-i'f recht lebhaft Bekanntlich hatte der Abg. Kor eil Eriiftäbten am 22. in der Sitzung die Bemerkung gemacht, bei der Errichtung des Monopols der großen (Gefell- teilen nicht allein und nicht in erster Lini? das fachlictic trnreffc matzgcdend fei, sondern daß man den Verdacht 5'jt adwehren könne, als ob auch hier die Beteiligung Mrl'fer verren ausschl..rggebenb gewesen sei Ter Minister Ml Innern richtete deshalb an den Adg Morell die Auf ttcruiifl, seinen <Hwahrsmännern von der Unhaltbarkeit M ichwerer Dorwurfe Mitteilung zu machen, da er fick Ber?euflt 'habe, daß es sich lediglich um Gerüchte handele 4: >cklug dem Al'geordneten vor, seinen E/ewährsmännern r ihrem eigenen Interesse vor der Weiterverbreitung der tiger verleumderischer Gerüchte abzuraten. Die Erklä ig des Ministers fand allgemeinen Beifall

Zur Tagesordnung selbst fpradjen heute nur zwei Red !i: die Abgg. M olthan (Zenrutm) und Henrich (Fort

x Vp.). Der Wortführer des Zentrums stellte sich im if-cn und ganzen auf den Standpunkt, den bereits am tttag der Abg. Tr. Osann eingenommen hatte. Auch für t fei es eine dringlicl)e Forderung, di.' Notlage der ^Beamten zu mildern. Aber nicht nur die unteren Be «it-t sollte man bei einer Ausbesserung bedenken, sondern M-i bie höheren. Auch trat er für eine Vereinfachung der EtLLsverwaltung und für eine Revision des Eisen «ßa!, >i g e m e i n s ch a s t s v e r t r a g e s ein.

s Der Abg. Henrich war sehr ausführlich; er bean- rfttc die Aufmerksamteit des Hauses etwa IV2 Stunden polemisierte gegen mand>c Ausführungen des Abg Lsann und rieb sich auch mit dem Zentrum und dem »ernbuitb.

I In ber lieutigen Sitzung wurden auch die ersten £2rb ugsruse ausgetcilt. Der Abg. Ulrich (Soz., darf den

1 für sich iif Anspruch nehmen, der erste zu fein, ber n Ordnungsruf erhielt, nach ihm der Abg. Brentano, ich fränlte die Matholilen durch einen recht ungehörigen schenruf, während der Abg. Brentano sich m feiner tiiftung darüber zu der Bemerkunggemeiner Merl" meinen ließ.

Sihuinöberichl.

Lus der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Weiter- itütiniij über den Haupivoranschlag ber Staats-Einnahmen und

bahnen aus den Betriebseinnahmen vor deren Verteilung gedeckt werben Aber auch wenn man an bem von der Regierung angeftrebten Ziel, bie Eisenbahnfckulden 111 71 3 ab reu und die übrigen Schulden in 51 Zähren ui tilgen, fcftbält. USt li® eine Entlastung des Budgets Tür 1912 um rund 400 000 UKatT iHTbeifübrcii, wenn man anstatt der vorgeicklagenen lalleitbcn Tilgnngsauote eine gleidiblcibenbe Annuität wählt

Selbstverständlich mutz mit solcken Coiern auf bauernd und gründlich abgeholfen werben. Ein Provisorium, wie solche- au- gebeutet. bau nur eine allgemeine Besol dungSerböhu ng eintritt, ohne gleichzeitige Revision des Gehaltstarifs ist bebenuidi, es schafft feine Ruhe Dock ist Redner bereu, jede Vorlage, die den Beamten wirNiche Besserung bringt, mit bem festen ui prüfen, etwas Positives fdwifen zu Helsen und zwar bald. Vcrbesserungsbedürftigkeit ber Beamten unb Vebreracbalte, wie and) ber Pensionen ber Beamten unb ber Witwen ist wohl un bestritten Im weiteren bespricht er bie Tätigkeit der Verein-- fackungskommifsion unb weist darauf bin, datz eine Verbilligung nur erreicht werbe, wenn konsequent und rücksichtslos die Arbeit unb die Verantwortlichkeit baiür aus der ganzen Linie mehr von oben nach unten verschoben werde Ter Redner lrituiert die scharfe Scheidung der verschiedenen BeamtenUassen und die ba- burd) bewirkte Unmöglichkeit des Vorwärtskommenc strebsamer und leistungsfähiger Beamten. Zn diesem Zusammenhaiig mürben auch die Verhältnisse der Militäranwärter behandelt

Auf die anderen Berufsstände übergehend, trat Redner für jede Förderung der Landwirtschaft und der Gewerbe in ihrem Betrieb unb ihre Leistungen ein; auch für Milderung der schaden, die durch die Viehseuchen entstehen. Er trat den Behauptungen des Abg. Brauer entgegen, datz man in den Kreisen ber Richt- landivirte kein Verständnis für die den Landwirtei» aus .Inlatz ber Dürre entstandenen Schäden gezeigt habe unb bau bei der Forderung ber Einfuhr fremden Viehes nicht auf die Gefahr der Einschleppung von Viehseuchen Rücksicht genommen werde. Rack einer Besprechung weiterer mittelstänbischer Fragen kam der Redner noch einmal auf die Elektrizitäts-Debatte wm Ton nerstag zurück. Er stellte dabei an ber Hand ber Bürgermeisterei­akten fest, batz er bamalS fein Wort zu viel behauptet habe, ^in GegenOitz zu ber Behauptung bes £ierrn Baurat 5d>öberl 'land das Mreisamt Groß Gerau ftt-on erheblich früher in Vorhand- lungen mit Elektrizitätsfirmen, als bie einzige münblicbc Ver lwndlung mit ben Vertretern ber Stabt Tarmstabt llattfanb. Lhne weiteres zu perfudjen ober abzuwarten, lehnte das Mreuy amt Grotz-Gerau alles weitere mit der Begründung ab, dan Die Gemeinden bei der Forderung der Stadt gerade so ungünstig I fahren wie bei eigener Zentrale ib. h. also mit einer Gei eil- Tie Unwahrheiten sd^ift). Ter Stabt Darmstadt ist niemals ange-

weniger, aber gut besoldete Beamten zu haben, als rirle, aber schleckt bezahlte Seine Partei wird alle, Vorschläge unterstützen, bie geeignet sind, eine Vereinfachung ber 2taute-Verwaltung herbei zuführen Man dürfe auch bie Pensionäre nickt vergeben Es sei moralische Pilickt, ba cmjutrckn, wo eine Rotlage bcirünbe sei zu erwägen, ob man nicht Mittel einstell, ii wolle, gleich adlig mit der Beamtenbesolbiing von Fall zu Fall llnteruudungcii zu gewähren Ta es sich um dauernde Au-gaben l-andle. lei aud) eine dauernde Deckung notwendig. Gleidiwidstig lei nnc.."2 form, die dann bestünde, die Ungleichheiten unb Äarten jrmlaKn ben einzelnen Beamtenkategorien auszugleicken. --rehr ncntig Wenn man diese 'JLuigabe unterlasse, erweitere man die, Mlun Audi er sei der Ansicht, batz man au«, den direkten Lteuern mehr herausschlagen könne, wenn man die 2teuerbefraubantni mehr als bisher heramöge. Cb aber bie Mittel ber Idaireditltmcn Verfolgung sich als zweckmäßig erweisen würben, möchte er da hm gestellt sein lassen. Es wäre bie Aufgabe bet Regierung zu prüfen, ob es nicht ratsam sei, bie Teklarattonspflickst auch aut bie untere Abteilung auszudehnen Ter Redner bespricht dann die Frage ber Revision des Gmieinsckaftsvertrages. Von einem ..in glieb ber 1. Hammer sei bie Ansickst vertreten worden, daii^man bei ber guten Einnahme aut die Revision verzichten könne. ,^'d>r Auffassung müsse er entgegentret eit. Es banbele {1^ hierbei nimt nur um eine pekuniäre, sondern auch um eine imrttdiau.'PoiiriaK Frage Man möchte doch an bie wirtschaftlichen Matznahmen ber Eisenbahnverwaltung in bezug auf die Stadt Mamz.oenrcii. Die Revision des Vertrages müsse fick nickt nur aut eine ur hohung der Reut. sondern auch auf eine Erweiterung ber Be wegungssreiheil 5>esfens erstrecken. Sehr richtig.) xaü mi btcuib- schen l?kbgeordnetenHause keine Neigung zur Revision bestund', könne kein löindernis sein. Alu> Molthan berührt da im kurz die Brückengelbfraiw in Mainz, über deren Lösung er nch freue. Es sei erfreulich, batz fick die soziale Fmriorge iud)t nur aut Den Arbeiterstaub erstrecke, sonbern auch auf den Mittelstand. Letten dürfe das Verdienst beanspruchen, das erste Kaufmannserholung--' beim in Salzhausen zu besitzen, dafür spreche er der Remerung seinen Tank aus. Er berührt bann die Verstaatlichung der Polizei in Cifcnbad). Es handele sich bierbeinicht um nn-Rovum. Abg Ulrich ruft:Warum nickt auck in Mainz?') Wenn sich die Verhältnisse so gestalten wie in Mainz, so würdest eine Partei auch für eine Verstaatlickmng in Mainz eintreten ^eine -Partei nnirdc mit Freuden der Regierungsvorlage zustimmen.

Ulrich:Tie Polizeiassistentin beweist ja, was bei euch los ist! ) Ter Redner geht dann auf bie politischen' Verhältnisse em. -Las Verhältnis der Bundesstaaten zum Reich fei ^burch^ bie ^^9^* finanzreform mustergültig geregelt worben. T.: **?.?- 6 i * > ------ - - - . . ,

über die Reicktsfinanzreform sei zu beklagen. In der letzten ^anb & 0 te n morden, in den mit ber S chii ck e r t g es e II - («agdroahlfampagnc sei an den Leistungen des alten Landtages chgft abgeschlossenen Vertrag e i n z u t r e t e n , das viel gemäkelt worben. Grotze Gesetzesvorlagen können aber nicht nreisamt Grotz-Gerau hat vielmehr auf bringlidicö Ertucken der alle Wünsche befriebigen Auch die Frage des Mottl proprio be- jtQt)t Darmstadt um weitere Verhandlungen dieser anheimgegeben, rührte der Redner und sagte, datz er keine Veranlassung habe, l f0[[c sich umgehend zu bestimmten Bedingungen bereit er> sich mit dieser Sache zu beschäftigen, nachdem eine Erklärung klaren, bie wesentlich ungünstiger waren, als sie vorläge, 'das; der Erlaß für Trutsckland nickt bestimmt sei. w bft S ck u ck e r t g e s e 11 s ch a f t zugestanden wurden. Bu Redner schliesst mit einem Apell an bie konservativen unb gläubigen ^en maßlosen persönlichen Angriffen auf ihn iRebner Jci hiernach nicht ber geringste Anlaß gegeben gewesen, zu seiner (Genügtiinng Stelle den Zwischenruf habe der Abg. Tr. Osann wenigstens einen Teil feiner Angriffe fuaaeriert9 Die Mutter widerrufen und sich später persönlich bei iljm (Redner) enttchuldiai.

Gemeiner Kerl." Große Ter Redner besprach hierauf bas Verhältnis zum Reich, speziel. die Reichsfinanzreform, bie Matrikularbeiträge foroie bie abweichende Stellung einzelner Bauernbünbler in der Zweiten

, ., . Kammer zur Erbschaftssteuer und ging sodann über zur «Trage

voneinander abweichende Revision des Eifenbahnvertrages. Tie Tatfackie der ge-

Urteil der bisherigen Etatsrebner über die Finanzlage ist wohl I gjxgxnen Einnahmen ist kein Grund, seine inoralisch^n Ansprüelie

zum Tnl von dem Grab ber Bereitwilligkeit bceinilulit, Die Qufiu(](,bcn (yerabe jetzt, wo auch Preußen höhere Einnahmen hat,

Taschen zu öffnen. Tie Finanzlage ist freilich etwas eigentümlich: braucxt man mit seinen Forderungen nicht zurückzuhalten. ES Wir haben eine Menge Gelb, getrauen uns aber Nicht, es aus han^lt sich lebiglid) darum, bie finanziellen Grundlagen deS zugebeii Früher hat man umgekehrt Der fahren, manches Budget Pertrages in llcbereinftimmung mit den veränderten Verhaltnil,en schloß mit einem Defizit ab, trotzdem bestand grotzer Glaube an $u Biringen Tie Tatsache des Vertragsabschlusses an sich wirb die Solibitak unserer Finanzen unb damit groste Bewilligimgs ind, bemängelt. Es gibt keine ewigen Ge,epe, darum kanns

[uft, namentlich für Bauten Von dieser Bewilligiingslust ist aud) seine ewigen Verträge geben. Weil wir eine Ausdehnung

nicht viel mehr geblieben, Katerstimmung über die schulden. ber Gemeinschaft wünsck-en, darum muß auch bieiemge Vertrags- Redner ging dann auf das Entstehen der Ueberschulse und Re- iorm beseitigt werben, die andere Staaten abhalt, beizutrelen Ter serven im einzelnen ein und zeigte, daß das Budget 1912 emen Widerspruch im preußischen Abgeordnetenhaus ist nicht tragisch Ueberschutz von 34 Millionen haben würde, wenn nach su ncl)mcn Klar erwiesenes Recht setzt sich durch. Auch Preußen früheren Mustern ausgestellt worden wäre. Es ist aber richtiger, jg auf Gefälligkeiten Hessens angewiesen. Jedenfalls bat Venen daß man aus den Vorgängen von 1909 die richtigen Lehren ^C(()L Ju erfahren, was seine Bahnen nach ihren letzigeii gezogen hat unb nun Reserven schafft. Ob man babei für ben Qciftunflcn irn Rahmen bes Gesamtnetzes wert ,mb. Dter liegt Anfang des Guten nicht zuviel tut, ist noch zu untenstckew Parteifacke vor, sondern eine Lanbesfache, die alle Parteien Ter Ueberschutz von mehr als 2 Millionen aus bem Jahre 1910 flilt*mäf;ig berührt. Ter Rebner rotrb beshalb mit seinen Freun- berechtigt zur Frage, ob bamals nicht zuviel Steuern bewilligt ,ür bfn pom Zentrum wieder eingebrachten früheren Antrag worden sind. Tiefe Behauptung wäre richtig, wenn man ba- ^er Zweiten Kammer stimmen.

mals die Entwicklung hatte vorausgeseben und von keinen anderen I» seinen ScklutzauSführungen polemisiert der Redner gegen

finanzpolitischen Au'gaben gewußt hätte Man hat aber damals bie Angriffe von gegneriidier Seite. Er wies auf bie enge Ver-

bubgetmätzig nickt einmal das Tefizit gedeckt, fonbern über eine binbung ber Rationalliberalen mit dem Bauernbund und bem

Million aus dem Ausgleick)sfond-s vorgesehen und die weiteren ^^trum bin, bie keine liberalen Fortschritte in der Geietzgebung Aufgaben der Schuldentilgung unb ber Besolbungsrevinon über nrrürtcn lasse. Besonders lebhaft wandte er fick gegen den haupt nickst berücksichtigt. Auch bas Reich, anbere Bunbesstaaten Abg Brauer und dessen Behauptungen gegen die Fortwstitllicke und viele Stabte sinb bamals in glcidier Finanznot gerne,en Boikspartei. Er hob hervor, batz seine Partei tm Gegematze ^Qft überall hat man damals reinen Tisch gemacht unb damit JU ocm Bunde der Landwirte keine Mlaiienpartei (et, sondern für die Bntunit freie Balm geschaffen In Hessen hat man das bas Volk in seiner Gesamtheit umfasse und m jhm das Reckst nicht getan Tamals mußte man mit einer großzügigen Reform bes Individuums, das gleiche Recht aller im Staate vertrete Rübe schaffen, wazu eine geringere Steuererhöhung gereicht hätte. Mit wahrer Volkspolitik, die alle Volksgenvnen in Recht und sie dir Regierung gefordert hatte. Statt dessen ist alles in ^c|-c6 gleich behandelt wissen will, diene man dem Vaterlanbe der Schwebe geblieben, bie allgemeine Beunruhigung ist zwei am besten , n v .... . ,

Aohrc hindurch rontergegaiigen und fthlienlid) geht« doch nickt Nachdem der Redner geendigt hat, stellt der Präsident nach- ohne weitere Steuern ab, wenn man ernstlich verstau tte schulden I träglidf aus dem Stenogramm bie Zwischenrufe ber Abg. Ulrich tilguna unb Besolbnngserhöhung will. Rur wer das nickt will, Und Brentano fest. Er fragt ben Abg. Ulrich, ob er bereit fei, her Tann sagen daß 1910 zuviel Steuern bewilligt würben -J-i feinen das religiöse Empfinden schn»er verletzenden Zwstchenruf B unru! iauiia all die Jahre der und die unausgesetzten Erörtt I rurückzunehmen unb babui h t Angelegenhett aus der Welt zu ' ' 1 , :',i Abg Hl1 d erklärt sich nur bann zur Zurücknahme

bereit wenn der Abg. Molthan einen in seiner Rede gegen bie ~i?-ia'lbemofratie erhobenen Vorwurf zurucknehme Abg. Molthan behauptet, nur allgemeine politische Gesichtspunkte bargelegt zu haben unb baß er ,'ick beshalb nicht entickstießen könne, etwas zurückzunehrnen. Ta sich auch ?lbg. Ulrich seinerseits weigert, erteilt ihm der Präsibent nachträglich einen Ordnungsruf. Aber aud) der 'Kbg. Brentano wirb wegen seines ZwischenrufesGe­meiner Kerl" zur, Ordnung, gerufen

Darauf schlietzt ber Pranbent die Sitzung um 12V« Uhr "forgm 9 Uhr Fwrtietzuiig bei UiaiDebatte

igswäfi

1t wird fort er gewafdien u e Hrt Husfülmc; rieb m^glldi isi ds, Beßdiligr

Anlage 111 jede n gerne gelt<| talfCdeki lorfer Strafe III

Celephon I

65 k b <0 u. 80

UPräsident Köhler eröffnet bie Sitzung um 10> > Uhr. Vor iitnili in bie Tagesorbnimg greift Minister von S o m b e r g l t eine in der Sitzung vom 22. b. M. von dem Abg. Korell^ Äingfläblcn gefallenen Aeußerung zurück, in ber ge- Ml war, baß bei Err ickztting von großen Gesell- feilen nicht immer sachliche Gesichtspunkte allem maß < (iib feien, sondern baß burd) bie Beteiligung gewimr öerren < persönliches Interesse Platz greise Der Minister bebt hervor, i; cs in dem ihm vorliegenden istenogramm l)eu;t.die -öc- St i.iung gewisser .werten im Finanzmifiisterium"Er nehme c. an, daß es sich hier um einen Hörfehler bc5 ^Stenographen fcnbelc, und baf, er deshftb dem Finanzmlnister nicht vor.zugreifen geube. In dieser Sitzung vom 22. d. M. habe der Minister den Mq Äorell Mönigftädten gebeten, ihm biffc tzerrefi zu Usniicu, »7.i auch nicht im Plenum. Abg. Morell 'n diesem Wunsche fihgefommen. Tanack. handele es sich aber mdü um Pcnon ich- frten. sondern um eine Persönlid eit. In der Sad>c selbst^lle e nun fest, daß diese Persönlick) eit bei keiner Zkttcng<.,ellsckaft ft irgend einer Art beteiligt ,ci. sie besitzt kerne Aktien, noch hat s icmals solche besessen i.f'örl, hort) ^.er Minister sprach k< den Wnnsck aus, daß der Abg. Morell ^en Gewahrs Emern von dieser Sachlage Mitteilung «'ache und sle'N ihrem einien Interesse vor einer Veroreiiung derartiger ^ni^c *^Tntcw

Präsiden'. Möhler bittet, über diesen Gegenstand nicht in ent Debatte einzutreten, nur dem Abg. Morell iVömgltabten soll M flkiih.it zu einer Erklärung gegebenvcrden

| Abg. Morel l erwidert, daß er cs als seine T,licht anchsehe &), das dem önufc mirzuieilen, was in gewissen Mrelsen von E Täehern verbindet würde. Er sehe es aber gleidua lS al^ E Pslid t an, seinen Gewährsmännern zu sagen, da» die.sacke hi ;auS einwandsrei sei, und daß es sick "ls eiue ^eAcirmdimg dir > Ile, wenn man von einer iinanjiellen B^Uigung spra^ I itkbann wirb in die Tagesordnung eingetreten AIS erster Muer ergreift bas Wort der

I Abg. Äl o 11 b a it Zentrum). Tie ««hier der iriihtrcn yinan, be beruhten darin, daß bie laufenden Ausgaben zu sehr am lantenbe Einnahmen aufgebaut n arben Dadurch war es ickivei. ti Etat zu balan aeren. Der Ausgleich de-, Etats inmsi. mehr al. 'cuheren Jahren unabhängig von ^ n Eisenbahneinnahmen ge iet werden Seine Partei sei mit Dr. ' Srebii

i inan bas Jahr 1910 zu tntbc gemaxt unb bamit bem Mr ebn

Landes liicä aerobe Vorschub geleistet habe. Es ,er erfreulich, i es möglich war, in diesem Jahre mit einem lieben ebn U zu tuen. Um Mittel zur Scknilbentilgung zu gennnnen. Kl e- it angängig, bie Steuer zu er hälfen. Man nun se bie >>"tcm e der Steuerzahler lerücksickstigen. .Dn eiuer Nei^eg.luim M Tinae empfehle es sich, den Ausgleimsstuckr, nach dvr vo- twX begren,cn. Was di-

iKiei feine Partei von der 2nng!idih?it und Dichtigkeit brr fc'Q übc-r-eugtt Sie erblicke darin eine der Hauptaufgaben der - rbnuitg der Finanzen. Er sei der Meiming, datz man zu IKr größeren Scbulbcntilgung bei den Euenbahnen fchrriten toll.

1 Preußen fei man ebenfalls zu einer

dieses Vorbild fei für uns wichtiger als ba» aitberer yjnbe ten Aber ein gewisses Maß. nüme mnegebalten werden, «benjo ber Steigerung der Steuern. Eine Steuererhebung mune Einklang mit der wirtschaftlichen Leiltungsiahmbst unnre. fc.-, nciKti Wolle man die Steuern wieder trbobeii, 10 wurden nito. Seme nod) mehr als bisher t>ai OTKnmn» meibcm Breite Masse ber Steuerzahler befände sich Mit langem tn einer Lustigen Lage. Sind' die Ausbreitting ber ^omumverrine ha^ niöcrl der Mittelstand mit Schwierigsten zu ^Ewen, was nrders für Rheinhessen zutrase. xic Lage rur bie

tinbeffen sei trostlos. Es sei verwunberlich, bie

1113er nod) nickt den Mut verloren hatten. Er ^^Z^^ffen

Lsann zu datz der Wohlstand m Rheinhessen nachgelassen M°n'dür!° d-a W.nbenen das m*. wnjjai.

sto-ze iieitcrfeit.) Darmstadt befände 'ick tn angincbTTitr.r -ag . iif Pensionäre wendeten sich mit Vorliebe nach -armitadt. . tot Weise muß sich der Wohlstand mehr unb mehr rur ^tarten heg; entscheiden. Auch seine Partei sei von ber ^oüWf^gbit einer Jutndnung ber Beamtenbefoldung überzeugt. Es gahe eben an 'teAsts Minimum der Lebenshaltung. Es w^-^.^rZingerech.. teti auch feftfteUen zu wollen, daß sich auch die höheren Barnten : ix c-inem Notstände befänden, besonders in ben

jrstt Beamten große Anforderungen gestellt werden. .L». M oess ,

T**-»«*

iian^en

w