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27.4.1912 Zweites Blatt
 
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162. Jahrgang

Zweites Blatt

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Bekanntmachung.

Gesuch der Buderus'schen Eisenwerke zu Wetzlar um Gr* laubnis zur Erbauung einer Radiatorengießerei auf der Main-Weser-Hütte, Gemarkung Lollar.

Firma Budcrus'sche Eisenwerke zu Wetzlar beabsichtigt Grundstück Flur III, Nr. 142/10, 378/io der Gemarkung

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düng des Ausschlusses vorrubringen.

Gießen, den 26. April 1912.

Großherzogttches Kreisamt Gießen, Ur. U f i n g e r.

Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieser Bekanntmachung in der Darmstädter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet cur dem Bureau der Äroßh. Bürgermeisterei Lollar zur Einsicht der Interessenten offen.

Etwaige Einwendungen sind dort binnen dieser Frist bei Mei«

Samstag, 27. April 19U

lUlettontbuKf imb Serien bet Br üblich«, Unteetfuüti Buch- imb StembrudettL 91 Lange, D'etzen.

ion Karlsruhe WntoempfB*» Freitag WAFFELN

tebaftten, «rvebitton imb T ruderet: Schul- strotze 7. Expedition und Deriag: 6L

Rebafttorce^Ul rel.-Abr^AnzergerDtetzen.

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Lollar eine Radiatorengießerei zu errichten.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefien

einfach auf Afrika übertragen. Es fehlen alle Voraustetzungen, B. «ein Standesregister, für die Einführung der Schulpflicht

Auf Anfrage von nationalliberaler Seite, warum die Verwaltung ?er Durchführung der Selb st Verwaltung abgeneigt sei, gab foerr v. Rechenberg die Auskunft, er billige die Selbstverwal­tung durchaus: allein sie könne doch nur in Frage kommen iiic die Verwaltung von Steuermitteln, die von den Europäern selbst ausgebracht werden. In Ostasrika werden rund 85°/b bet Steuern durch die Eingeborenen aufgebracht. Die Zahl der Euro­päer betrage nach Mzug der Frauen und Kinder noch nicht 2000 Köpfe. In einzelnen Bezirken, ,z. B- in Tanga seren 27 Europäer gegen 8000 Farbige: diese könne man doch den 27 Europäern nicht vollständig überlassen. Weiter wurden tue hohen Tarife in der ostafrikanischen Zentralbahn beanstandet. Der Staatssekretär teilte jedoch mit, daß vor kurzer Zeit ein neuer Tarif festgestellt worden ist; sämtliche Interessenten haben ihm ihre Zustimmung gegeben. Es entspann sich sodann eine Aussprache über die Schutzgebiets-

Wanfcern und Keifen.

O Vom Vogelsberg, 26. April. Die wunderbaren Frühlingstage des sonst so stürmischen?lprils haben viele Wan- d e r l u ft i g e veranlaßt, aus ihrer Heimat hinauszuziehen, um frisches Leben und kränige Erholung in ben Wäldern des Vogels derges zu gewinnen. Kein Sonntag vergeht, an dem nicht Be­sucher in den Dörfern des Vogelsberges ankommen, um von hier den Aufstieg auf die Berge zu unternehmen. Lustige Lieder schallen durch die Wälder, lne unb da trifft man Lagernde, die sich an den mitgebrachtcn Vorräten erguicken. Jeder Befucher, her zum erstenmal kommt, ist entzückt davon. Ein herrlicher Blick eröffnet sich dem Auge bis in die Gegend der Wetterau und des Maintals und auch i>te Spitzen des Taunus Kind bei klarem Wetter zu sehen.

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Börsen-Wochenbericht.

--- Frankfurt a. M., 26. April.

Ungeachtet ungünstiger Momente haben sich die Börsen nichk beirren lassen: sie schöpften aus der Gelderleichterung und auc, den günstigen Berichten der Jndusttie neue Anregung. Infolge der Geldentspannung macht die Versorgung zum Monats- sclstuß der Spekulation geringere Sorgen und man kann bamit rechnen, baß der Ultimo leicht Überwunden wird. Auch bei der Reichsbank gestaltet sich der Status befriedigend, tvenn auch dick Weckgelanlage größer ist als im Vorjahr. Zn der Frage einer Diskontermäßigung hat die Bcmkleitnng noch nicht Stellung ge­nommen. Manche Erwägungen sprechen für die Beibehaltung des jetzigen Satzes und es ist kaum anzunehmen, daß sich die Reichs- bant schon jetzt zu einer Diskontherabsetzung entschließen, wird. Erstaunlich bleibt die Festigkeit des Kassa Indu st ric- Marktes. Das Publikum will nichts von einer Sicherstellung der großen Gewinne der letzten Wochen wissen, obwohl nach den Kurserhöhungen, die bei veilen Jndusttiepapieten 20 unb 30 Proz. in ganz kurzer Zeit betragen, die Möglichkeit von Rückschlägen nahe liegt. Ein gleickfes kann von den Ultimowerten,des Mon­tanmarktes gesagt werden. Die Spekulation läßt sich durch die Stetigkeit der Preiserhöhimgen immer erneut anregen. Daß die Werke angesichts der außerordentlichen Neu- und Umbauten auch erhebliche Mehrabschreibungen nötig haben werden, wird wie manches andere zur Vorsicht mahnende Zeichen übersehen. Die Ultimorealisationen vollzogen sich fast ohne Kursdruck. Ein Ber suck der Spekulation, durch Mgaben in Deutsch-Luxem- burgernauf die Tendenz zu drücken, mißlang, da versichert wird, daß der Kapitalbedarf nidrt aktuell unb bie'llprozentige Dividende gesichert sei. Fest lagen Phönix-Aktien, für die große Kaufordres aus industtiellen Kreisen einliefen und auch Gelsen­kirchener und schlesische Hüttenaktien erzielten neue Kursavancen. Lebhaftes Gesckfäft entwickelte sich in Schiffahrtsaktien, aus­gehend von der starken Aufwärtsbewegung der in Berlin gehandelten Hansa-Aktien. Anscheinend liegen die. guten Aussichten für 1912, besonders die großen Mel/rgewinne des ersten Quartals der Be­wegung zugrunde. Aucki Paketsahrt und Lloyd gerieten in cira* entschiedene Aufwartsbewegung, letztere, weil eine Großbank sie in ihrem Wochenbericht als zurückgeblieben bezeichnet hat. Daß die deutschen Reederei-Gesellschaften gut arbeiten, unterliegt keinem Zweifel Ob indes die Bewegung nicht zu stürmisch ist, ist eine andere Frage Auf den übrigen Gebieten war das Geschäft ruhiger. So blieben Banken vernachlässigt und am Bahnenmarkt konzentrierte sich bas Interesse auf Amerikaner. Bon Industrie­ll a p i e r e n waren Maschinenfabrikaktien, wie Daimler, Karlsruher Maschinen und Dürkopp stärker gefragt und höher, während Wit­tener Stahlröhren und Moenus unter Abgaben zu leiden hatten. Von chemischen Werten waren wieder Scheibeanstalt, Holzver- kohlung und Griesheimer begünstigt, Albert lagen schwächer, ebenso £) elfter Farbwerte und Weilerter Meer. Erektrizitätswertck blieben vernachlässigt. Dagegen zeigte sich für Kunstseide, Bellstoff Waldhof, Waghäusler und Steana Romana erhöhtes Interesse heimische und fremde Fonds sind wenig verändert. Privat- diskont 37/s Prozent.

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Branntweinbrennerverlammlunq.

Auf Einladung ber LandwirtschaftSkammer war am Freitag in Darmstadt eine Anzahl von Vertretern des hessi- id)cn Brennereigewerbes versammelt, um Stellung zu dem int Reichstag zur Verhandlung stehenden Gesetzentwurf über Die Beseitigung des Brannttveinkonligents zu nehmen. Der Versammlung wohnten als Vertreter des Finanzministe­riums die Herren Geheimerat Becker und Geheime Ober- Jnanzrat Weisenbruch bei. Die Beschlüsse, die gefaßt wur­den, sollen einer allgemeinen hessischen Br en ne r- oer sammlung vorgelegt und hierttach endgültige Be­schlüsse gefaßt werden, die event. dem Reichstag unterbreitet werden sollen. Tie fragliche Versammlung findet Dienstaa, iO. April, nachmittags 1 L>3 Uhr, in der Alemannia in Frank­furt statt. Den einleitenden Vortrag hat Direktor Froh« mader-Berlin übernommen.

schuld. _

Sodann befaßte sich der Ausschuß mit dem neuen E n t w u r eines Schutztruppengesetzes. Das Zentrum bean­tragt die Ausnahme einer Bestimmung, wonach die Anstellung der Offiziere und Militärbeamten bet Schutztruppen zu ihrer Gültigkeit ber Gegenzeichnung des Reichskanzlers bedürfen soll. Dies wurde von verschiedenen Seiten als ein Ein-

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a in drei Akten.

> wirklichen Leben, da? saz! Lpiel erster Pariser Bühnen.

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schon frühzeitig in alle Welt. .

Eine starke Unterstützung fanden seine Bestrebungen durch die in Verbindung mit der Dampf kraft fortschreitende Technik im Bereiche des Verkehrswesen: die Eisenbahnen unb die Schiffahrt, denen aber wiederum erst die Stahlbereitung und ihre Vervollkommnung Taseinsmöglichkeit lieb Eme solchc | , eTaXfeU ich e G e nfaTt bezeichnet, was aber

Entwickelung, wie es das Eisenbabnweien und bte ^dimabrI Qnbem: Seite bestritten wurde. Diese Bestimmung bedeute im vorigen Jahrhundert genommen, wäre ohne Kruppschen triabl nur bie Redliche Festlegung des tatsächlich bis jetzt fchon be- vielleicht gar nicht denkbar geure,en, denn er hat lange h^ s^henden Zustandes. Die Aussprache hierüber wird noch fort-- durch nickt nur zum größten Teil die benötigten E i) en bahn- roctben

Gebiet beV t eck n i fcki en ^'erv ottkonnnn ung dieser Materialien vor- n Auslchuß Ihr da8 Reichs- unb Staatßa na eb «^ke it si eseh gegangen Wir erinnern hier nur an seine epochemachende Er- führte die Beratung um einige Paragraphen weiter. In § 12 hat sindung der Eisenbahn-Radreifen ohneSchweißungdie Regierung vorgeichlagen, daß eine d eu ts che Fra u durch u. a.: durch die Schnelligkeit und Betriebssicherheit im Eisen- Verheiratung mtt einem Nlchtdeutschen ihre bisherige ®t<mt^ bahnwesen wesentlich gefördert wurde. Im Schiff ahrts- Zugehörigkeit verlieren soll. Von nationallcheraler und sozial- wesen wirkte er bahnbrechend durch die Fabrikation großer demokratifcher Leite war beantragt, dm en Verlust ber Staats- «schmttdettr Stcchlwiülen, bereu Abmessungen und Gewicht in angeböriglett auf Grund der Eheschlietzng nur dann eintreten Fachkreisen allgemeines Staunen hervorrief Nur durch die Vor-1 zu lasten, wenn sie einen staatenlosen Ausländer geheiratet bat. liüokichkcit seines Stah'es und die ihm ausschließlich eigene Mög- Der Eintrag wurde fchlletzstch mit Stimmengleichheit abgelehnt t umfeit Stahl in größeren Mengen und Blöcke von großem ^atz der Ausschutz die Vorlage noch vor Pfingsten zur zweiten irfi't Herrustellen sicherte er sich die Erfolge gegenüber Eng -1 Beratung im Plenum bringen kann, auch felbst wenn dieses die kank ^?ÜÄinr?iiX99 damals nocklscu zur Erledigung de, Geutze, sande, gilt für au^ioncn. Teutscküand weit voraus war. Es ist nämlich zu berücksichtigen, ------- - ~ ~

«daß bis in die sechziger Jahre des vongen Jahrhunderts hinein. LIUS pcnCIt.

ehe der Engländer Bessemer seine epochemachende Erfindung auil bs. Darmstadt, 26. April,

dem Gebiete ber Stahlherstellung machte, die Stahlerzeugung I Parlamentarische Nachrichten.

eine ziemlich nmständlickw und noch keineswegs m^eutfchlandI ^r Finanzausschuß der Zweiten Kammer J.ÄÄ5Ä wirb am nächsten eine ei»ung abhalten.

Krupp mit feinen 40 000 Kilogramm-Blöcken bei der ganzen! Am gleichen ^age wird auch der W a h l p r u fu n g s- Welt erregte. Ter in der Industrie allgemein zur Verwendung I a u s s ch n ß zusammenkommen, um über einige noch nicht kommende Stahl war Puddelstahl, der auf einem kleinen Herd-1 erledigte Wahlprüfungen zu sprechen. Wie verlautet, gilt feuer durch Schmelzen Und Rühren des Roheisens (bas Pudbeln die Wahl Korell-König stabten als gesichert.

rustande kam Der Kruppsckw Stahl war R a f f i n i e r st a h l, Die Einladung zur 29. Sitzung der Zweiten Kam- btr im Tigelvrozeß unter allerlei Zusatz^ gewonnen wurde, KI m c r am Dienstag, 7. Mai, vorm. 10 Uhr, ist ergangen, nach ben Zwecken, zu denen er diente, «seine Verstellung war I Daaesordnuna lautet: 1. Regierungsvorlage, summa eben sein Geheimnis und ist es geblieben bis auf den heutigen I r-^e erficht der Einnahmen und ^u^gaben ber Staats SkWÄ? Wi KÄSiföSSSi Rungen erzicli unb sich ein großes nationales Verdien,k erworben um in der Gemarkung aL^lCm?CUtoa^Lll"e"

hat, sind seine Geschütz e. Auf dem Gebiet des Kriegsmaterials Abgeordneten für den 14. Wahlkreis der Provinz Rhein- das' er im Laufe der Jahrzehnte ausgebildet bat, besitzt er noch I Hessen (Provinzialhauptstadt Mainz): b die Neuwahl eines heute eine große Vorzugsstellung. Zwanzig Jahre nach lieber Abgeordneten für den 16. Wahlkreis der Provinz Rhein nähme der Fabrik, nachdem er der größteii Sorgen um die Existenz I Neffen (Kreisstadt Worms); 4. Neuwahl eines Abgeord- scines Werkes enthoben war, mußte er daram bedacht lein, die I für den 5. Wahlkreis der Provinz Starkenburg Fürth- Ltärke seines Unternehmens, den vorzüglichen Ltahl m gelangter^1 jÄj g Besprechung der Anfragen über

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Materials wurde aber bie Lebensdauer der Rohre ,ehr begrenzt, der dringlichen Anfrage v. Brentano, Ueberbruckung der Krupp glaubte in feinem Tiegelstahl ein besseres Material Nahe betreffend: 9. Anfrage der Abgg. Dr. Cjann und zu besitzen, unb so begann er denn im Jahre 1847 ein erlies ^ang, Teuerungsverhältniste bei den Eifenbahnarbeitern Kanonenrohr zu schmieden, das im übrigen nach Art der Bronze I betreffend; 10. Anfrage der Abgg. Kredel und Gen. Wasser- aeschütze nur leichter konstruiert war. Die preußstche Prüfungs I ,cf>^)en Ober- und Untersensbach und Hiltersklingen kommission, die eingehende Versuche mit dem Rohr vornalun Antrag der Abgg. Ulrich u. Gen.'die Gewerbe-

kam zu einer günstigen-Beurteilung, leider aber zu keiner Be betreffend - 12 Antraa der Abaa. Ulrich und

8Äc ^ec'Snetingen' $°r6 naAmal^S a)'f ei'SB U en bie Arbeiter »Nb Hilft°ngestelI!teninbenA°E>etri^ Helm I., damalige Prinzregent von Preußen, der die Kruppfch Iben betreffend Antrag der -chgg. lllrich und Gen. den Fabrik schon bei einer früheren Gelegenheit besichtigt hatte, wohnt I Zcru einer Nebenbahn durch das Modautal betreffend.

1859 einem Probe schießen mit einem Kruppschen Sechs I Die Tagesordnung enthält noch folgenden Vermerk: Es pfünder bei, das die Einführung des Stahlgeschützes zur Folg heabfi.chtigt, die Sitzung am Dienstag, 7. Mai, um Am 7. Mai 1859 erfolgte bie erfte BestelI ungl Uhr zu schließen, damit den Fraktionen Gelegenheit ge- 300 Siobien bet rontne mA °°n Bejolbungsvorlage, welche amzwei-

folgten. Der Krieg von 18 6 4 hatte dann |o 0^,10^11^ I ' ' ' 7 s f ' 3. ' 7 ~ r

ne Ueberlegenbeit des gezogenen Stablgeschützes über das glatt pen Derhandlungstage un Plenum zur Befprechung Bronzerohr dargetan, daß schon unmittelbar nach den ersten 0e=1 lommt, zu befa)|en.

fc. Frankfurt a. M., 26. Avril, ß e u- und Strobmarkt. Angefahren waren 5 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.M4.70 Alk., Btroh (flomlangftrob) O.oO0.00 fDlf., Wirrsiroh 0,000,00 Mk. Alles stir 50 Kilo. Geschält langsam. Tie Zuwhren icaren aus dem ObertaunuS und den Kreisen Öauau und Tieburg.

vüchertisch.

W i e prüft man Kurszettel und Bilanzen? Leichrverständlicher Führer und Lehrmeister für sorgsame Kapi­talisten und alle Leser der täglichen Börsen- und Handelsberichte. Mii zahlreichen Beispielen bearbeitet von P. Ch. Martens, Handels­lehrer. (16. Tausend.) Verlagsanstalt Emil Abigt, Wiesbaden 35. Diese Schrift wird Tausenden als ein praktisches Hilfsbuch gute Dienste leisten, denn es ist eine jedermann verständliche Anleitung.

_ -- . I fechten ein Befehl des Kriegsministeriums die Bestellung von 300

Der nanonenwntg. 18-Zentimeter-Geschützen anordnete.

1010__iqio I Inzwischen ging Krupp in der Ausbildung und Verbesserung

I ber Konstruktion seiner Geschütze sellrständig vor. ^.te Welt

Bon einem volkswirtschaftlichen Sachver-Iausstellnng in Paris brachte ihm wieder reichlich Gelegen ftänbtaen erhalten wir folgende interessante Dar-I'M, di^e,stungSfähigkrit seiner Werke vor aller Wett zu »eigen

Scbcn'»ben

MUtenblattern Nr. 60 gut ergänzen. Tas Jahr 1870/71 endlich zeigte auch wieder in praxi,

Am 26. April find 100 Jahre verflossen, seitdem ein Mann I lpic rocit gPuvv es in ber Geschützfabrikation gebracht hatte. L.ic daS Licht erblickte, der, wie kaum ein zwetter, dazu beigetragen I deutsche Artillerie bewies eine solche Ueberlegenhett über du hat, die Erzeugnisse des deutschen Fleißes und deutscher Technik Iber Ausgang des Krieges schon gleich nach den ,n der Wett zu Ansehen und zur Geltung zu bringen: Alfred I ersten Schlachten nicht mehr zweifelhaft sein konnte.

Krupp Mit großer Gründlichkeit und zäher Ausdauer hat hat denn im weitesten Sinne Alfred Krupp durch seine

et an seinem Zweck und Ziel, fein Stahlveriahren zu vervoll-1 technischen Leistungen mit dazu beigetragen, das Deutsche Reick kommnen und größeren Verwendungszwecken zuzuführen, gear-1 j^micbcn zu Helten. Und wenn wir der großen Manner aus beitet und wie kaum einem anderen ist es ihm gelungen, feine I Deutschlands großer Einigungszeit gedenken, darf der Name Krupp Arbeit von Erfolg gefrönt zu sehen. Seine Kanonen, das vollen-1 nicht fehlen.

detste Erzeugnis aus seinem Stahl, haben die siegreichen schlachten

von 1870/71 geschlagen und die deutsche Einheit begriinben helfem I Berlin 27 April Der Kaiser wird der Firma Ter Tag von Sedan ist ein Ehrentag Krupps geworden und Rückkehr nach Deutschland

,^Xatima'C i9cbcutung' b,C et ,Ut un,rr ieinenP @ t üdm?n | * 8um Wigen JZilämn pe r. 9°niTa4 *£eben9n><rf Alfred Krupps, wie es sich im Rahmen der | i 0 n 1 1 ri-, a b ft a t t c 11 und auf der Villa .^ugel Gast fein technischen Vervollkommnung unb praktischen Verwertung seines I «= - -7

Stahles präsentiert, bat also nicht nur auf technischem unb Volks-1 AU8 OCH HClu)$tOg$GU$!a)UnCn.

wirtschaftlichem Gebiete einen starken Einfluß ausgeübt, es er-l - Berlin 26. April,

langt vielmehr in seinen iveittragenbcn Folgen eine große po- m '

litisch-nationale Bedeutung. Das Endziel aller Arbeit sollte nach CRafrifa 'M BudaetauSschuß.

feinem eigenen Ausfvrnck» das Gemeinwohl fein, und dies! Der Budgetausschuß setzte beute die Beratung des Voranschlags Endziel hat sich bei seiner Arbeit in hohem Maße eingefleUt I für Ostafrika fort. AuS der Mitte des Ausschusses wurden Er- Jndem er die Stahlfabrikation technisch zu hoher Vollkommenheit I tlärungcn über den Fall Wächter, ber ein unliebsames Aussehen herausbilbete, hob er das Produkt aus seiner früheren bo I erregt hat, gewünscht. Die Regierung sagte das für später zu : schränkten Verwertungsmöglichkeit heraus und machte seine vollen I zurzeit liegen die Akten des Prozesses noch nicht vor. Gegen beten Stahlerzeugnisse großen volkswirtschaftlichen und nationalen I Die Anregung ber wirtschaftlichen Vereinigung, im ^.chutzgevret tbretfen dienstbar. Für die heutige beherrschende Stellung unserer I^ieallgemeineSchulpfllcht elnzusühren, oder die ürinjer* Eisen- und Stahlindustrie hat er die Basis geschaffen, ihr die arbeit, die vielfach den Schulbesuch hindere^ zu verbieten, wandten Wege gewiesen, auf ber sie sich zu dieser Bedeutung erheben sich sowohl ber frühere Gouverneur v. Rechenberg, owie auch konnte. Denn die Wege, die heute unsere großen Montankonzerne Ausschußmitglieder. Man könne die heimischeii VerhattnMe nicht einschlagen, indem sie sich durch die Angliederung von Zechen \ - ---- a,,<*

und Erzgruben unabhängig von den Rohstoffmärkten machen, ist Krupp schon vor 50 Jahren gegangen. Schon int 3abrc 1854 ging er dazu über, sich Erzgruben anzugliedern und 1864 verfügte er im Siegerland, Westerwald, Lahn- und -tulgcbict über bedeutende Erzgruben und selbst in Spanien hatte er mit einem Engländer einen größeren Grubenkomple^ gepachtet. Auck verschiedene Hochofenwerke am Rhein waren Mitte ber sechsziger Jahre sc^)n in seinen Besitz übergegangen unb 1868 hatte er bereits die KohlenzecheHannover" zur Deckung seines Brenu- 'stoffbedarfs erworben. Zu einer Zeit also, wo die deutsche Eisen­industrie noch in ben Kinderschuhen steckte, stellten die Kruppschen Werke bereits einen Riesenbetrieb mit 10 000 Arbeitern dar. Wie sehr er seinerzeit vorauseilte, geht auch aus dem Anf- sehen hervor, das seine Erzeugnisse auf ben verschiedenen Aus­stellungen in Loudon, Paris, Wien in den fünfziger unb sechsziger Jahren machten. Wchtige Stahlblöcke von 40 000 Kilogramm Gewicht, riesige Wellen, Geschütze von großem Kaliber erregten das Erstaunen der interessierten Welt und trugen seinen Namen